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Test: die Gletscherbrille Julbo Vermont – ein Erfahrungsbericht

Auf unseren Wanderungen und Bergtouren nehme ich seit Jahren meine Oakley mit. Die Brille ist kein billiger Spaß. Die Brille sitzt aber so perfekt, dass es mir das Geld einfach wert war - zumal ich damals ein gutes Schnäppchen gemacht habe.

Für unsere Nepal-Tour zum Everest Base Camp musste aber eine andere Sonnenbrille her - eine Brille der Kategorie 4 mit extrem getönten Gläsern für große Höhen und Gletscher. Schon bei der ersten Recherche stieß ich auf die Julbo Vermont.

Aktualisiert am 03.03.2022

Die Julbo Vermont – eine Brille wie aus Mad Max

Die Brille erinnerte mich irgendwie an die bösen Gestalten aus  Mad Max* – seit meiner Kindheit gehört die Trilogie zu meinen liebsten SciFi-Filmen. Und dann stehe ich auch noch voll auf den Retro-Style. Eigentlich hätte ich ja gleich zuschlagen können. Aber 100 Euro waren mir zunächst doch ein bisschen viel Geld. Schließlich gibt es auch andere coole Sonnenbrillen für große Höhen für die Hälfte des Geldes oder weniger.

Auf der anderen Seite: Wer hat schon so eine Brille? Außerdem hält eine Brille doch auch ein paar schöne Jahre oder gar Jahrzehnte bei guter Pflege.

Flo mit der Julbo Vermont am Mount Everest
Die Julbo Vermont ist voll retro

Eine schwere Entscheidung

Trotzdem konnte ich mich noch nicht so recht überwinden und bestellte neben der Julbo Vermont noch ein paar andere Modelle zwischen 30 und ebenfalls rund 100 Euro. Natürlich war ich mega gespannt, wie mir die Julbo stehen würde.

Einen Tag später kam auch schon ein kleines Päckchen mit ein paar Sonnenbrillen zum Ausprobieren. Klar, dass ich die Jublo als erstes testete und gleich ein paar Selfies per Instagram versendete.

Zustimmung pur

Die Reaktion? Wie erhofft. Meine Freunde fanden die Brille irgendwie total strange, aber auch total geil. Kein negativer Kommentar, sondern Zustimmung pur. Aber sollte es wirklich die Julbo werden?

Die Brille saß von Anfang an sehr gut – allerdings hatte ich auch bald bemerkt, dass mich die langen Gummi-Enden der Bügel hinter den Ohren drücken. Ob ich das stundenlang aushalte? Zwei andere Brillen saßen auch sehr gut – gefielen mir aber optisch nicht ganz so gut. Ich haderte drei Tage mit mir, bis ich mich für die Julbo Vermont entschied.

Ein paar kleine Probleme

Ich war tierisch gespannt, wie sich die Brille auf unserem Trek zum Everest Base Camp schlagen würde. Als Backup kam aber trotzdem noch meine Oakley mit ins Gepäck.

Auf den ersten Touren bestätigten sich meine Befürchtungen teilweise: Der Bügel hinter den Ohren tat nach zwei, drei Stunden schon recht weh. Abhilfe schaffte aber, die Bügel ein wenig zu bewegen und zu versetzen – das schaffte gleich Entlastung.

Voller Durchblick

Ansonsten war ich absolut begeistert von der Brille. Die Sicht ist einwandfrei – keine störenden Teile, die im Sichtfeld nerven. Die Gläser sind genau richtig – nicht zu hell und nicht zu dunkel.

Selbst kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Sonnenlicht nicht mehr ganz so gleißend ist, ist die Sicht hervorragend. Beschlagene Gläser, wie ich es oft bei meiner Oakley habe? Absolute Fehlanzeige.

Durch die Flanken aus Leder sind die Augen außerdem hervorragend gegen Wind und Staub geschützt. Und das Problem mit den Bügeln? Hat sich nach ein paar Tagen von alleine erledigt.

Offenbar mussten sich meine Ohren erst an die neue Brille gewöhnen. Am Ende unserer Nepal-Reise wollte ich die Brille garnicht mehr absetzen. Für die Stadt oder unsere hiesigen Berge ist das Design der Julbo Vermont aber dann doch ein wenig gewagt. Auf die nächste Tour ins Hochgebirge kommt die Julbo aber ganz sicher mit – ich freue mich schon.

Flo mit der Julbo Vermont
Biggi ist modern unterwegs mit ihrer Sonnenbrille

Von Rockstars und Bergsteigern

Noch ein schönes Zitat vom Hersteller: „Unsere traditionellen Bergsteigerbrillen sind zeitlos und zeugen von unserer Geschichte als Spezialanbieter für den Bergsport. Sie sind bei Rockstars, Bergsteigern und Julbo-Fans aller Couleur gleichermaßen beliebt. Zur Feier unseres 125-jährigen Firmenjubiläums und zur Freude unserer Fans haben wir daher die legendäre Vermont in überarbeiteter Form neu aufgelegt: unsere traditionelle Gletscherbrille präsentiert sich stilecht mit runden Gläsern und Seitenteilen aus Leder.“

Du findest die Julbo Vermont auch so cool wie ich? Dann greif zu! Die Brille gibt’s übrigens in vielen verschiedenen Farben.

*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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6 Kommentare

  • - D.-J. Walter

    Das ist kein Test, wieviel bekommst du für das Bla Bla das du da schreibst ? Jublo scheidet also schon mal aus, wenn die so was nötig haben muss das Produkt wohl schlecht und nur für Mode-Fuzzis geeignet sein.

    • - Florian

      Hallo Walter,

      ich habe nicht nur kein Geld bekommen, sondern musste die Brille tatsächlich auch noch bezahlen.

      Aber du hast Recht, der Artikel ist ja schon älter und war damals nicht so wirklich als Test gedacht, sondern eher als kleine Anregung für eine coole Brille.

      Viele Grüße
      Florian

  • - Stefan

    Hallo Oliver,

    Danke für den Bericht. Meine ist heute angekommen. Leider habe ich erst da festgestellt, dass die Brille keine Nasenpads hat. Bei mir liegt so Metall sowohl an der Nase, als auch an den Augenbrauen an. Habe da echt Angst vor Erfrierungen an den Stellen, wenn es richtig kalt und windig wird. Wie ist das deine Erfahrung? War es bei dir richtig kalt?
    Hab mir jetzt die Cham bestellt und gehe mit beiden zum Optiker, brauche da eh Gläser mit Korrektur. Mal schaun, ob der da Nasenpads nachrüsten kann. Die Vermont ist schon deutlich cooler mit dem Schrauben oben über den Gläsern.

  • - Oliver

    Also mir gefällt die Gletscherbrille. Ich persönlich finde diese Retro Brillen nicht so schlecht, da sie mich an 8000er Besteigungen, die ich hoffentlich noch durchführen werde erinnern ;)
    Lg
    Oli

    • - Biggi

      Hey Oli, wir finden die auch echt richtig cool. Danke für dein Feedback. Und wie krass. Welchen 8000er wirst du denn machen? Boah. Viel Erfolg dir!
      LG, Biggi und Flo

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