Testbericht Mountain Hardwear HyperLamina Spark

Ultra-Kompakt, warm und stylisch – das ist der Mountain Hardwear HyperLamina Spark

Vor unserer Island-Reise musste ein neuer Schlafsack her. Mein alter Sommerschlafsack wäre für den Sommer auf Island viel zu dünn und kalt. Kompakt und leicht sollte der neue sein, dazu einigermaßen warm. Da ich zumindest vorerst keine Tour auf den Mount Everest plane und ich die Nacht nicht unbedingtauch bei einem Schneesturm auf einem 3000er-Gipfel in den Alpen verbringen will, war mir eine Grenztemperatur von etwa null Grad ausreichend. Wärme schadet zwar nichts, aber das Packmaß ging mir doch vor. Dass das ganze – kompakt und ausreichend warm – nicht ganz billig werden würde, war mir klar.

Ich verbrachte Stunden am Computer, bei Amazon, Globetrotter und Bergzeit, las Erfahrungsberichte und verglich unzählige Modelle. Schlafsäcke mit Daunenfüllung schieden von vornherein aus – auf Island herrscht oft ein raues Klima und einen nassen, verpappten Schlafsack wollte ich einfach nicht riskieren. So blieb also nur ein Kunstfaserschlafsack, der auch in feuchten Regionen problemlos zu benutzen ist.

Die verglichenen Modelle durchbrachen aber schnell die 1-Kilo-Grenze, schnell waren auch zwei Kilo auf der Waage. Ein Schlafsack stach aber hervor: Der Mountain Hardwear HyperLamina Spark. In der Größe “Regular” wiegt der knallgelbe Schlafsack gerade einmal 737 Gramm, das Packvolumen ist mit fünf Litern extrem gering. Die Komforttemperatur wird mit fünf Grad angegeben, die Grenztemperatur mit null Grad. Beim Preis von über 200 Euro musste ich zwar erst einmal schlucken – aber wer billig kauft, kauft zwei Mal. Das habe ich früher schon oft so erlebt und investiere heute deshalb lieber ein paar Euro mehr, wenn die Qualität stimmt.

Mountain Hardwear HyperLamina Spark Schlafsack

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Als Alternative hatte ich den Mountain Hardwear HyperLamina Flame ins Auge gefasst. Der Schlafsack kommt mit einer Grenztemperatur von minus sechs Grad daher und ist dafür sehr kompakt und leicht – letztendlich entschloss ich mich aber für den HyperLamina Spark, der auch noch ein Leckerbissen fürs Auge ist.

Der Mountain Hardwear HyperLamina Spark im Einsatz

Auf unserer zweiwöchigen Fotoreise durch Island musste der Schlafsack zeigen, was in ihm steckt. Wir verbrachten die Nächte ausschließlich im Zelt – beste Testbedingungen also. Als Iso-Matte diente das Leichtgewicht Exped Synmat Hyperlite, das ich wärmstens empfehlen kann.

Teilweise fielen die Temperaturen in der Nacht auf fast null Grad, draußen stürmte und regnete es. Bei solchen Temperaturen kommt der Schlafsack meiner Meinung nach schon an seine Grenzen – ich bin allerdings von Natur aus auch sehr kälteempfindlich. Ich habe daher stets mit einer Daunenjacke geschlafen und verbrachte mollig warme Nächte. Einzig die Füße glichen ab und zu Eisklumpen und brachten mich manchmal um meinen wohlverdienten Schlaf. Dicke Socken schaffen hier aber Abhilfe. Außerdem empfiehlt es sich, den Boden am Fußbereich bei Kälte extra zu isolieren. Rutscht man nämlich mit den Füßen von der recht eng geschnittenen Iso-Matte auf den eisigen Boden, kühlt man schnell aus.

Was ist mir noch aufgefallen?

  • Die Kapuze ist eine super Sache für Leute, die sie nutzen. Ich vertraue aber lieber auf meine eigene Mütze
  • Der mittig platzierte 2-Wege-Reisverschluss lässt sich von außen und innen auf- und zuziehen, öffnet allerdings nur etwa bis zur Hälfte. Das Aussteigen von oben gestaltet sich damit etwas schwierig. Durch den kurzen Reisverschluss wird aber sicher die Wärmedämmung erhöht
  • Der Schlafsack wandert ohne viel Kraftaufwand in den Packbeutel – das kenne ich auch anders
  • Auch wenn es kein Kaufkriterium ist: Die Farbkombination neon-gelb und neon-orange finde ich einfach super

Fazit: Ich habe den Kauf des Mountain Hardwear HyperLamina Spark nicht bereut. Der Schlafsack ist extrem kompakt und mit weniger als 800 Gram sehr leicht. Wie vom Hersteller angegeben, sind Temperaturen von fünf Grad überhaupt kein Problem. Darunter werden sich kälteempfindliche Menschen aber sicher einen wärmeren Schlafsack wünschen – oder eine gute Daunenjacke und dicke Socken. Der Schlafsack wird aber auch als leichter Sommerschlafsack angeboten – ich würde sagen, man kann damit durchaus die eine oder andere frostige Nacht überstehen.

Hinweis:
Ich habe den Mountain Hardwear HyperLamina Spark regulär im Geschäft gekauft. Ich erwähne hier sowohl positive als auch negative Eigenschaften und lasse mich weder vom Hersteller noch von einer PR Agentur beeinflussen.

 

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