Toroweap: Der schönste Ort am Grand Canyon

Toroweap Overlook: der schönste Ort am Grand Canyon

Die Fahrt zum Toroweap Overlook

Ein unvergessliches Erlebnis am Grand Canyon

Der Grand Canyon in Arizona ist die bekannteste und definitiv eine der beeindruckendsten Schluchten der Welt. Wer ein paar Tage Urlaub in der Spielermetropole Las Vegas (Nevada) macht, schließt sich in der Regel einer organisierten Bustour zum Grand Canyon South Rim an oder mietet ein Auto, um den Grand Canyon selbst zu erkunden. Von Las Vegas aus erreichst du das South Rim – übrigens der am meisten besuchte Teil des Nationalparks – mit dem Auto in etwa viereinhalb Stunden. Wir sind sicher: Stehst du das erste Mal am Südrand des Grand Canyon, fällt dir die Kinnlade runter. Eine Übernachtung auf dem Campingplatz oder in einem Hotel, etwa direkt am South Rim oder im nahen Örtchen Tusayan, lohnt sich definitiv. Was aber wäre, wenn es einen Ort am Grand Canyon gibt, der das South Rim bei Weitem in den Schatten stellt? Diesen Ort gibt es! Am abgelegenen Toroweap Overlook (oder Toroweap Point) auf der Nordseite der Schlucht stehen die Felswände extrem nah beieinander und fallen steil in die Tiefe. Hier findest du alle Infos, um den Toroweap Overlook mit eigenen Augen zu sehen.

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Ein unvergesslicher Ort

Bevor wir dich mit Infos zu Anfahrt und Übernachtung bombardieren, zeigen wir dir, warum wir so vom Toroweap Overlook ( Google Maps) schwärmen. Das South Rim ist wirklich toll – der Toroweap Overlook aber ist wohl der schönste und beeindruckendste Ort am Grand Canyon.

Sonnenaufgang am Toroweap Point

Der Sonnenaufgang am Toroweap Point ist ein unvergesslicher Augenblick. Glück, dass wir hier ein paar Wolken am Himmel hatten, die das Sonnenlicht abgeschwächt hatten

Die Anfahrt ist das große Problem

Du wirst jetzt sicher fragen: Warum fahren alle zum South Rim, wenn der Toroweap Overlook so viel beeindruckender ist? Leider (oder zum Glück) ist die Anfahrt zum Toroweap Overlook lang und ziemlich beschwerlich. Nimmst du die Strapazen in Kauf, wirst du mit einem unvergleichlichen Stück Natur belohnt. Und das Beste: Dank der langen Anfahrt ist der Toroweap Overlook bei weitem nicht so überlaufen wie der South Rim.

Von Las Vegas aus brauchst du mit dem Auto sechs bis sieben Stunden zum Toroweap Overlook – also deutlich länger als zum South Rim. Ein Tagesausflug zum Toroweap Overlook fällt damit flach. Auch gibt es am Toroweap Overlook keine Motels, sondern nur einen kleinen einfachen Campingplatz (für den du auch noch ein Permit benötigst).

Damit aber nicht genug: Um zum Toroweap Overlook zu kommen, musst du rund 61 Meilen (98 Kilometer) Schotterpiste bewältigen – pro Richtung! Das Internet ist voll mit Horrorgeschichten über die Strecke. Kaputte Reifen scheinen hier fast vorprogrammiert. Laut Angaben der Nationalparkverwaltung hat ein Viertel aller Besucher mindestens einen Plattfuß auf der rund 200 Kilometer langen Schotterstrecke zum Toroweap Overlook und wieder zurück. Mit Geländebereifung wäre die Fahrt absolut entspannt. Mit den Straßenreifen musst du aber schon darauf achten, zumindest den dicken Steinen auszuweichen.

Ein Abschleppwagen schlägt mit 1000 bis 2000 Dollar zu Buche. Ein vollwertiges Ersatzrad und ein Wagenheber mit Werkzeug sind also Pflicht auf der Fahrt zum Toroweap Overlook. Natürlich hat das nicht jeder Mietwagen an Bord. Wenn du zum Toroweap Overlook willst, solltest du also schon bei der Mietwagenübergabe darauf achten, dass du im Notfall auch ein Rad wechseln könntest. Proviant – vor allem Wasser – für mehrere Tage und warme Kleidung müssen für den Fall der Fälle unbedingt ins Auto.

  • 61 Meilen (98 Kilometer) pro Richtung feinste Schotterpiste
  • „High clearance“ benötigt
  • Kein Wasser, kein Sprit, kein Handyempfang
  • Ein Abschleppwagen schlägt mit 1000 bis 2000 Dollar zu Buche

Du siehst also: die Hürden für einen Besuch am Toroweap Overlook sind doch relativ hoch. Aber genau deshalb ist dieser Ort auch nicht so überlaufen wie andere Orte am Grand Canyon.

So kommst du zum Toroweap Overlook

Wenn dich das alles nicht schreckt und du vollgetankt und Ersatzrad sowie genug Proviant an Bord hast, steht dem kleinen Abenteuer ja nichts mehr im Wege.

Acht Meilen (13 Kilometer) westlich von Fredonia bzw. sechs Meilen (10 Kilometer) östlich vom Pipe Spring National Monument geht die County Road #109 – die sogenannte Sunshine Route – vom Highway 389 ab. Die Stelle ist nicht zu übersehen – ein großes Werbeschild von einem Abschleppdienst steht direkt an der Abfahrt. Die Sunshine Route ist neben der Clayhole Route und der im Winter wegen Eis und Schnee unpassierbaren Main Street Route eine von drei Strecken, die zum Toroweap Overlook führen. Die Sunshine Route ist die Strecke, die der National Park Service (NPS) empfiehlt.

Werbeschild Kanab Tire

Kanab Tire – dieses Schild steht am Beginn der County Road #109

Wegweiser Toroweap Point

61 Meilen Schotterpiste sind es bis zum Toroweap Point

County Road #109

Die ersten 55 Meilen sieht die County Road #109 so oder ähnlich aus. Es gibt aber immer wieder Stellen, an denen du auf spitze Steine aufpassen und bremsen oder ausweichen musst

Die Horrorgeschichten aus dem Internet erweisen sich übrigens als ein wenig übertrieben. Wir waren bereits zwei Mal am Toroweap Overlook und haben es ohne kaputten Reifen geschafft. Das größte Stück der 61 Meilen (also die 55,5 Meilen bis zur Ranger Station, danach ändert sich alles) langen Schotterpiste ist zumindest bei Trockenheit vollkommen unproblematisch zu befahren. Hier braucht es nicht einmal ein SUV. Du solltest aber nicht zu schnell auf der breite Staubpiste fahren und versuchen, spitzen Steinen auszuweichen.

Diese drei Routen führen zum Toroweap Overlook

  • Sunshine Route (empfohlen): County Road #109, acht Meilen (13 Kilometer) westlich von Fredonia, oder sechs Meilen (10 Kilometer) östlich vom Pipe Spring National Monument. Die Strecke ist 61 Meilen (98 Kilometer) lang. Spitze Steine, Staub und ein „Waschbrett“ zeichnen diese Strecke aus ( Google Maps).
  • Clayhole Route: County Road #5, biegt an der AZ 389 in Colorado City ab. Die Strecke ist 56 Meilen (90 Kilometer) lang und bei/ nach starkem Regen unpassierbar.
  • Main Street Route: BLM Road #1069 und County Road #5, startet in St. George und ist 90 Meilen (145 Kilometer) lang. Unpassierbar im Winter wegen Eis, Schnee und Schlamm.

Die letzten Meilen zum Tuweep Campground

5,5 Meilen vor dem Ziel erreichst du die Toroweap Ranger Station. Bei unserem zweiten Besuch am Toroweap Overlook war die Station sogar besetzt. Wir wurden ein letztes Mal eindringlich vor Klapperschlangen und den schlechten Straßenbedingungen gewarnt. Ja, ab hier ändert sich das Straßenbild wirklich schlagartig. Dicke spitze Felsbrocken und einige gemeine Felsplatten stellen sich dir und deinem Auto in den Weg. Dieses Stück des Weges bis zum Tuweep Campground (die einzige Übernachtungsmöglichkeit) entspricht schon eher den Horrorbeschreibungen aus dem Internet. Hier ist ein Auto mit „high clearance“ – also ein SUV oder ein richtiger Geländewagen – Pflicht.

Okay, zugegeben, mit sehr viel Geduld, Risikomut und Vorsicht ist das Stück sogar mit einem normalen Pkw zu schaffen. Woher wir das wissen? Auf einer unserer Reisen haben wir am Tuweep Campground einen Schweizer getroffen, der die Strecke mit einem normalen Auto gemeistert hat. Zu empfehlen ist das aber definitiv nicht!

Straße zum Toroweap Point

Die letzten Meilen Straße zum Tuweep Campingplatz sehen so aus. Normale Pkw setzen hier auf

SUV auf Schotterpiste

Hier heben die Räder auch mal ab

Mit dem Kleinwagen am Toroweap Point

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Fast am Ziel

Vom Tuweep Campground läufst du noch rund eine halbe Stunde bis zum eigentlichen Grand Canyon. Dazu folgst du einfach der Schotterpiste, die fast direkt zum Toroweap Overlook führt. Theoretisch könntest du dieses Stück auch noch mit dem Auto fahren. Hier würden wir aber definitiv zu einem Geländewagen raten.

An der Klippe des Grand Canyon angekommen suchen wir bei unserem ersten Besuch erst einmal eine ganze Weile nach dem eigentlichen Toroweap Overlook, werden aber nicht fündig. Erst ein Tipp eines Einheimischen offenbart das Geheimnis – der beste Ausblickspunkt liegt etwas versteckt fast direkt neben dem Grillplatz. Statt von der Straße am Grand Canyon nach rechts abzubiegen, hälst du dich links. Vor dir tut sich eine 3000 Fuß – das sind 880 Meter – hohe Steilwand auf. In der Tiefe rauscht der Colorado River und frisst sich unermüdlich in das Gestein. Du wirst überwältigt sei – so hast du den Grand Canyon nicht nie gesehen!

Biggi am Toroweap Overlook

Der Toroweap Overlook – hier am Nachmittag – ist auch eine tolle Kulisse für das eigene Fotoalbum

Dämmerung über dem Gramd Canyon

Abenddämmerung mit Mond über dem Grand Canyon

Echse

In der Nacht kommen allerlei Echsen zum Vorschein. Einfach ein wenig die Augen aufhalten, und du findest eines dieser lieben Tierchen. Bitte die Tiere nicht anblitzen! Wir haben für das Foto eine schwache Taschenlampe genutzt und auch nicht in die Augen gestrahlt

Sonnenaufgang am Toroweap Overlook

Der Toroweap Overlook ist ein fantastischer Ort für Fotos am Morgen. Warum? Weil das Licht der aufgehenden Sonne die steilen Felswände nur am Morgen unglaublich leuchten lässt. Am Abend ist der Toroweap auch toll – aber die richtig tollen Fotos entstehen definitiv am Morgen kurz nach Sonnenaufgang.

Flo am Toroweap Point

Morgenstimmung am Toroweap Overlook. Es ist ein krasses Gefühl, da oben zu stehen und fast 900 Meter in die Tiefe zu blicken

Sonnenaufgang am Toroweap Overlook

Die ersten Sonnenstrahlen des Tages fallen in den Grand Canyon

Übernachten am Toroweap Overlook (Tuweep Campground)

Um den Sonnenaufgang am Toroweap Overlook zu erleben, musst du bereits am Vortag anreisen und auf dem Tuweep Campground (erlaubt sind Fahrzeuge bis 22 Fuß (6,70 Meter) Länge) übernachten. Warum? Der Toroweap Overlook ist eine sogenannte „Day use Area“. Die Zufahrt ist nur von Sonnenaufgang bis 30 Minuten nach Sonnenuntergang möglich. Dann wird zumindest laut Parkverwaltung die Schranke geschlossen (das haben wir aber noch nie überprüft).

Der Haken: Der Tuweep Campground verfügt lediglich über neun Stellplätze (für 1 bis 6 Personen) und einen Platz für Gruppen (7 bis 11 Personen). Gerade an Wochenenden oder in den Ferien sind diese Stellplätze schnell vergeben.

  • Du benötigst ein Permit für den Campingplatz
  • Am Tuweep Campground selbst gibt es keine Permits
  • Camping ist nur auf dem Campingplatz erlaubt
  • Camper müssen vor Sonnenuntergang ankommen
  • Lagerfeuer und Kohlegrills sind verboten, Gaskocher sind erlaubt
  • Es gibt Picknicktische und Plumpsklos auf dem Campingplatz
  • Es gibt kein Wasser
  • Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 22 Fuß (6,70 Meter) sind verboten
  • Lebensmittel müssen im Auto gelagert werde, Müll muss wieder mitgenommen werden
  • Du kannst maximal sieben Nächte reservieren
  • Drohnen sind verboten

Das Permit

Außerdem benötigst du ein Permit für den Campingplatz. Das Permit kannst du bis zu vier Monate im Voraus beantragen. Dazu füllst du das  Backcountry Permit Request (der Code für den Tuweep Campground lautet „TCG„) aus und sendest dieses per Post oder Fax (keine E-Mail, keine telefonische Anfragen) an die Nationalparkverwaltung. Am Tuweep Campground gibt es keine Möglichkeit, ein Permit zu erstehen.

Die besten Chancen auf ein Permit hast du, wenn du Antrag am 1. des Monats, der vier Monate vor deinem geplanten Reisemonat liegt, um 17:00 Uhr (Mountain Standard Time) per Fax sendest. Du kannst den Antrag sogar schon zehn Tage vor dem 1. senden – dann landet dein Antrag aber in der Lostrommel und wird nicht nach Eingangsdatum behandelt.

Das Permit selbst kostet zehn Dollar. Hinzu kommen acht Dollar pro Gruppe (egal wie viele Personen). Außerdem musst du natürlich den Eintritt in den Park bezahlen. Im Idealfall hast du den America the Beautiful Pass, der ein Jahr gültig ist und Zutritt zu allen Nationalparks ermöglicht.

Für den Permit-Antrag benötigst du folgende Informationen:

  • Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail
  • Kreditkartendaten
  • Anzahl der Personen in der Gruppe
  • Beim Nummernschild (License Plate) kannst du „Rental Car“ schreiben
  • Wie viele Nächte du bleiben willst (maximal sieben Nächte) mit genauem Datum + Alternativdaten
  • Die „Use Area“ für den Tuweep Campground ist „TCG“

Den Antrag für das Permit übermittelst du auf folgenden Wegen:

  • Fax: Backcountry Information Center, Fax-Nummer (001) 928-638-2125. Das Fax kannst du 24 Stunden an sieben Tagen die Woche senden. Am ersten Tag des Monats kann es ein, dass du nur schwer durchkommst (hier sendet schließlich jeder seine Anfrage).
  • Post: Du kannst den Antrag per Post an „Grand Canyon National Park, Permits Office, 1824 S. Thompson St., Suite 201, Flagstaff AZ, 86001, United States“ schicken
  • Persönlich: Bist du in der Gegend, kannst du den Antrag persönlich im Backcountry Information Center im Besucherpark am South Rim oder am North Rim abgeben. Das Besucherzentrum am South Rim ist ganzjährig geöffnet von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr (Mountain Standard Time). Das Besucherzentrum am North Rim ist geöffnet von Mitte Mai bis Mitte Oktober von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr (Mountain Standard Time).

Die Bearbeitung deiner Anfrage dauert etwa drei Wochen. Antwort bekommst du per Post oder E-Mail.

Wichtige Links für deine Reise zum Toroweap Overlook

Sind Drohnen am Toroweap Overlook erlaubt?

Weil es immer wieder gefragt wird: Drohnen sind in den Nationalparks verboten, das gilt ausdrücklich auch für den Toroweap Overlook.

Wichtige Sicherheitshinweise

Am Toroweap Overlook und auf der gesamten Schotterpiste bist du wirklich auf dich gestellt. Es gibt keine Tankstelle, kein Motel, kein Wasser und keine Verpflegung. Außerdem wirst du auf der  gesamten Strecke keinen Handyempfang haben. Im Notfall bist du auf dein Geschick oder auf die Hilfe anderer angewiesen. In der Regel wirst du auch am Toroweap Overlook nie alleine sein. Du solltest dich aber nicht darauf verlassen, schnell Hilfe zu bekommen. Auch die Rangerstation ist nicht immer besetzt.

  • Fahre die Strecke nur mit randvollem Benzintank
  • Du solltest Wagenheber, Werkzeug und Ersatzreifen an Bord haben
  • Du solltest Nahrungsmittel und vor allem Wasser für mindestens vier Tage an Bord haben
  • Du solltest vor deiner Tour jemanden Bescheid geben, wo du bist und wann du dich spätestens wieder meldest
  • Bei starken Regenfällen kann die Straße unpassierbar werden
  • Im Sommer können die Temperaturen weit über 40 Grad steigen
  • In der Nacht kann es empfindlich kalt werden. Wir selbst haben im November am Grand Canyon North Rim bereits minus 17 Grad gemessen

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Wandern am Toroweap Overlook

Der Toroweap Overlook ist nicht nur ein tolles Ziel für Fotografen, sondern auch für Wanderer. Eine Bitte: Bleib auf den markierten Wegen. Jeder Schritt abseits der Wege zerstört die empfindliche Kruste des Bodens. Das ist wirklich enorm wichtig! Es gibt mehrere lohnende Touren:

Tuckup Trail

Der Tuckup Trail (mehr Infos) führt dich zunächst am Grand Canyon North Rim entlang. Die Wanderung beginnt entweder am Tuckup Trailhead (die Zufahrt geht 0,7 Meilen (1,1 Kilometer) vor der Zufahrt in den Tuweep Campground an der Straße ab) oder an der Campsite #10 auf dem Campingplatz (beide Wege laufen zusammen). Auf den ersten drei Meilen folgst du einer alten Offroad-Piste. Danach ist der Trail nur noch sehr schwer auszumachen und deutlich anspruchsvoller. Das Ende der alten Jeep-Straße ist der beste Ort, umzukehren. Schatten oder Wasser gibt es auf der Strecke nicht. Der gesamte Tuckup Trail ist insgesamt 60 Meilen lang und gehört zu den anspruchsvollsten Mehrtageswanderungen am Grand Canyon.

Saddle Horse Loop Trail

Die kurze Rundwanderung Saddle Horse Loop (45 Minuten) eröffnet tolle Blicke auf den Grand Canyon und den Colorado River. Die Wanderung beginnt an der Campsite #5 oder an der Straße, die vom Campingplatz zum Toroweap Overlook führt (links ist ein Abzweig).

Lava Falls Trail

Um den Lava Falls Trailhead (Google Maps) mit dem Auto zu erreichen, solltest du ein gutes (!) Allrad-Fahrzeug haben. Die Zufahrt geht 1,9 Meilen (3,1 Kilometer) vor der Zufahrt in den Tuweep Campground an der Straße ab. Bei starkem Regen ist die Zufahrtsstraße (2,4 Meilen bzw. 3,9 Kilometer lang) unpassierbar. Du kannst dein Auto aber auch vor den fiesen Passagen parken und zum Trailhead wandern. Der Lava Falls Trail ist der kürzeste Weg im Grand Canyon zum Colorado River. Auf rund eineinhalb Meilen (2,4 Kilometer) steigst du 770 Höhenmeter ab – und später natürlich wieder auf. Was sich auf dem Papier recht einfach anhört, hat es in sich. Der Lava Falls Trail gehört zu den schwierigsten Wanderungen im Grand Canyon. Auch wenn die Strecke kurz ist: Im Sommer wird es extrem heiß (über 40 Grad), es gibt keinen Schatten und der Weg führt steil über loses Geröll und grobes Lavagestein in den Canyon. An einigen Stellen musst du klettern und der Weg ist nur schlecht markiert. Ein GPS-Gerät ist sehr hilfreich.

So gelingen dir tolle Fotos am Toroweap Point

Der Toroweap Point ist ein Eldorado für Fotografen. Richtig gute Bilder gelingen dir hier aber nur kurz vor bzw. kurz nach Sonnenauf- und Untergang oder zur Dämmerung. Bei Tageslicht sind die Kontraste viel zu hoch, mehr als Schnappschüsse sind da nicht drin. Ganz besonders schön ist, wenn die Sonne aufgeht und die Wände des Grand Canyon leuchten lassen. Diesen Effekt mit den angestrahlten Wänden hast du wirklich nur am Morgen mit Blick in Richtung Sonne. Ideal ist, wenn ein paar Wolken am Himmel sind, ansonsten werden die Kontraste zwischen hell und dunkel zu hoch. Außerdem hast du bei direkten Gegenlicht mit Lens Flares (Reflexionen) zu kämpfen. Das kann man sich aber natürlich nicht aussuchen. Um die gesamte Kulisse (der Grand Canyon ist wirklich riesig) auf das Bild zu bekommen, solltest du in jedem Fall mit einem Ultraweitwinkelobjektiv (warum du unbedingt ein  Weitwinkelobjektiv brauchst) arbeiten. An einer APS-C-Kamera solltest du ein Objektiv mit einer Brennweite von mindestens 12 mm haben, bei einer Vollformatkamera ein Objektiv mit einer Brennweite von mindestens 18 mm. Es gibt natürlich auch tolle Einstellungen mit längeren Brennweite (wo man quasi näher „ranzoomt“), aber um die Gesamtheit auf das Bild zu bekommen, ist ein starkes Weitwinkelobjektiv wirklich sehr nützlich. Ein Muss ist natürlich auch ein gutes  Reisestativ.

Fotograf am Toroweap Point

Abendshooting am Toroweap Point. Daniel aus der Schweiz (der mit dem Kleinwagen) haben wir hier kennengelernt

Wir hoffen, dir bei deiner Planung für den Besuch des Toroweap Overlook ein wenig geholfen zu haben und wünschen dir unvergessliche Abenteuer in dieser einmaligen Landschaft. Deine Phototravellers Biggi und Flo.


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