USA – Tag 1 – Das war knapp

Nach einem ungewöhnlich gewöhnlichen Flug nach New York geht die Hektik los. Die Umsteigezeit ist – wie so oft – knapp bemessen. Extrem knapp. Nach einigen vergeblichen Versuchen, beim Security-Check in die Express-Lane zu kommen, wird schließlich auch den Sicherheitsleuten klar: zehn Minuten bis zum Boarding und eine Schlange, so lang wie Griechenlands Schulden in Euro-Münzen gestapelt, das sind wahrlich keine guten Voraussetzungen. Nach einem beispiellosen Sprint die 1,5 Kilometer-Strecke quer durch JFK schaffe ich es doch noch ziemlich verschwitzt in den Partyflieger nach Las Vegas.  

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Bei Alamo die üblichen Upgrade-Versuche. Ob ich denn als Alleinreisender nicht einen Chevrolet Tahoe benötige oder als gutaussehender Anfang 30er einen Ford Mustang. Ich lehne dankend ab. Die Choiseline quillt leider über vor automobilen Purismus. Wo sind die glorreichen Zeiten hin, in denen man wirklich geländetaugliche SUVs mit Vierradantrieb inklusive Geländeuntersetzung bekommen hat? Das liegt lange zurück. Hier stehen jetzt ein paar Einheits-Koreaner ohne jegliche Geländeambitionen. Wenigsten gibt es einen Chevrolet Equinox, der immerhin über einen simplen Allradantrieb (AWD) verfügt. Besser als nichts – ich taufe ihn “Blökender Bulle”. 

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Florian Westermann

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Obwohl ich inzwischen vor Müdigkeit fast aus den Latschen kippe, schaffe ich es noch ins Wal Mart Supercenter. Dabei ist es schon tief in der Nacht. Neben so essentiellen Dingen wie frischen Erdbeeren kaufe ich einige Gimmicks wie eine Handpumpe – allerdings für platte Autoreifen und nicht für das beste Stück des Mannes -, eine Kühlbox und ein kuscheliges Kopfkissen. Am Ende bin ich 116 Dollar los. Das fängt gut an. 

Weitere fünf Dollar vertraue ich vor dem Motel einem komischen Kautz an, der mir im schlimmsten Kauderwelsch zu erklären versucht, dass er eben 950 Dollar in eine Autoreparatur gesteckt und nichts zu Essen hat. Immerhin eine gute Tat heute Abend vollbracht.

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