USA – Tag 12 – Wanderung zum Delicate Arch

Der Delicate Arch im Morgenlicht

Eine grandiose Wanderung in atemberaubender Landschaft

Wir brechen tief in der Nacht auf in Richtung Arches Nationalpark. Unser Ziel ist der bekannte Delicate Arch. Der riesige Steinbogen ziert auch die Nummernschilder der Autos hier in Utah und ist das Wahrzeichen des Mormonenstaats. Auf dem Arches Scenic Drive ist zu dieser Uhrzeit noch nichts los. Am Wanderparkplatz (GPS: – Google Maps) an der historischen Wolfe Ranch ist zu so früher Stunde zu unserer Überraschung schon einiges los. Zwei mit Taschenlampen bewaffnete Schulklassen machen sich zusammen mit uns auf den beschwerlichen Weg zu dem imposanten Steinbogen. Wir sind nur zu zweit und dadurch natürlich im Vorteil. Wir lassen die Kinder schnell hinter uns und steigen immer weiter auf. Der rund 2,5 Kilometer lange Wanderweg überwindet rund 160 Höhenmeter und ist durch Steinmännchen gut zu finden. Bei Regen kann es auf den glatten Sandsteinplatten aber rutschig werden. Ansonsten zählt die Tour eher zu den leichten Wanderungen. Unterschätzen darf man die Natur aber nicht. Gerade in den heißen Sommermonaten kommt es hier immer wieder zu tödlichen Unfällen. Meist, weil die Leute nicht ausreichend Flüssigkeit dabei haben und in der prallen Sonne einen Kreislaufzusammenbruch erleiden. Aber auch wegen Stürzen müssen die Retter immer wieder ausrücken.

Der Delicate Arch

Nach einer guten Stunde erreichen wir das riesige Plateu, auf dem der Delicate Arch thront. Wir sind gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang da. Wir erleben ein atemberaubendes Spektakel. Der Himmel ist wolkenbedeckt. Für einige Minuten bricht die Morgensonne durch die dicke Wolkendecke und strahlt den Delicate Arch an – ein unvergessliches Schauspiel. Wir steigen direkt zum Delicate Arch ab. Erst unter dem Steinbogen werden uns die Ausmaße richtig bewusst. Der Delicate Arch misst 20 Meter – das ist so hoch wie ein vierstöckiges Gebäude. Direkt am Delicate Arch muss man allerdings gut aufpassen. Der Arch steht genau an der Abbruchkante des Plateaus – dahinter geht es mehrere hundert Meter senkrecht in die Tiefe. Sehr gut zu sehen ist das vom gegenüberliegenden Aussichtspunkt Upper Delicate Arch Viewpoint. Wir ziehen noch über das Plateau und fotografieren den Arch aus verschiedenen Perspektiven, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen.

Auf dem Weg zum Delicate Arch

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Die Fisher Towers

Nach einer Rast im Motel – wir sind nach den vergangenen Tagen ziemlich ausgelaugt – brechen wir am Nachmittag auf zu den weniger bekannten Fisher Towers, die fast direkt am Highway 128 liegen. Das Wetter macht uns aber einen Strich durch die Rechnung. Wie aus dem Nichts öffnen sich die Himmelsportale und sintflutartiger Regen bricht über uns herein. Der kurze, aber heftige Schauer bringt ein wenig Abkühlung. 

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Am Abend zieht es uns trotz der dunklen Wolken zurück in den Arches Nationalpark. Wir haben schon nicht mehr daran geglaubt, aber plötzlich bricht die Sonne durch die Wolkendecke und läßt die Landschaft – hier den Balanced Rock – erstrahlen.

Balanced Rock Arches

Lange währt dieses grandiose Schauspiel aber nicht. Bedrohlich schwarze Wolken übernehmen mehr und mehr den Himmel. Erste Blitze durchzucken die Abenddämmerung. Der einsetzende Regen läßt die Temperatur auf ein erträgliches Maß sinken. Außerhalb des Autos ist es inzwischen zu gefährlich. Hell gleißende Blitze durchzucken die Nacht und erleuchten die in schwarz gehüllte Landschaft für den Bruchteil einer Sekunde. Dann wieder völlige Dunkelheit. Dicke Regentropfen peitschen gegen die Windschutzscheibe unseres Wagens, so dass die Scheibenwischer kaum nachkommen. In der Dunkelheit reißen Orkanböen an Bäumen, deren Wurzeln sich nur mit größter Not im inzwischen aufgeweichten Wüstenboden festkrallen.

Tourdaten Delicate Arch

Datum: Juni 2011
Gesamtweglänge: 5,2 Kilometer
Höhenmeter: 160 Meter
Reine Gehzeit: 2:15 Stunden

Die GPS-Daten als Download

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