USA – Tag 13 – Wanderung zur False Kiva

Die False Kiva im Canyonlands Nationalpark

Die False Kiva – ein atemberaubender Fotospot

In tiefster Dunkelheit brechen wir auf. Unser Ziel ist einmal mehr der Arches Nationalpark – genauer gesagt der wenig bekannte Tower Arch. Doch heftiges Wetterleuchten weckt ernste Zweifel. Die Dirtroad zum Trailhead der Wanderung zum Tower Arch wird bei starkem Regen unpassierbar. Unsere Entscheidung, auf asphaltierten Straßen zu bleiben, ist goldrichtig. Wir stehen zwar schon an der Abfahrt zum Tower Arch, kehren aber um. Wenig später prasseln dicke Regentropfen von Himmel. Die staubige Waschbrettpiste zum Tower Arch wäre wohl zur Falle geworden. Uns bleibt nichts anderes übrig, als zurück ins Motel zu fahren und abzuwarten. Gegen Mittag strömt es immer noch wie aus Kübeln. Wir schmieden bereits Pläne, früher als geplant nach Las Vegas aufzubrechen. Doch der Wetterbericht stimmt uns um. Im nur wenige Meilen entfernten Canyonlands Nationalpark soll tatsächlich die Sonne scheinen. Wir können es kaum glauben. Mit etwas Glück stehen wir heute Abend also noch an der sagenumwobenen False Kiva.

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Auf dem Aztec Butte Trail im Canyonlands Nationalpark

Voller Hoffnung brechen wir auf. Und tatsächlich: Nur wenige Meilen hinter Moab wird das Wetter lässt der Regen nach und die Sonne kommt zum Vorschein. Im  Canyonlands Nationalpark ist kaum eine Wolke am Himmel. Unser Plan sieht vor, die False Kiva im schönsten Abendlicht zu fotografieren. Bis dahin ist aber noch viel Zeit. Wir machen zunächst am Aztec Butte Trailhead an der Upheaval Dome Road Stopp (GPS: – Google Maps). Der Aztec Butte Trail ist eine kurzweilige Wanderung durch die atemberaubende Landschaft des Canyonland Nationalparks. Wie der Name schon sagt, ist das Ziel der Aztec Butte, den wir nach einer halben Stunde erreichen. Auf dem letzten Stück der Wanderung geht es recht steil nach oben und natürlich wieder nach unten – auf dem rutschigen Sandstein ist das nicht jedermanns Sache. Die Wegfindung auf dem Aztec Butte ist auch nicht ganz einfach. Wir müssen schon ein wenig Suchen, um die Indianerruinen – alte Getreidespeicher – im Fels zu finden. Außerdem gibt es eine Stelle, an der es wirklich steil in die Tiefe geht. Bei starkem Wind wie heute ist das nicht ganz ohne. Menschen mit Höhenangst sollten hier umkehren. Der Lohn der Mühe ist eine atemberaubende Aussicht.

Aztec Butte Trail

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Mesa Arch

Wir haben noch immer reichlich Zeit und unternehmen noch einen Abstecher zum Mesa Arch. Vom Parkplatz (GPS – Google Maps) führen zwei gut ausgebaute Wanderwege in zehn bis 15 Minuten zum Mesa Arch. Besonders beeindruckend ist der imposante Steinbogen natürlich am Morgen, wenn sie Sonne die untere Seite des  Mesa Arch anstrahlt. Dafür ist hier am Nachmittag kaum etwas los – das ist auch einmal eine schöne Erfahrung. Wir genießen den tollen Blick und schwelgen in Gedanken. Wo könnte man das besser als hier vor dieser grandiosen Kulisse.

 

Mesa Arch am Mittag

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Wanderung zur False Kiva

Inzwischen ist es später Nachmittag. Wir halten an einem kleinen Parkplatz an der Straße, packen unsere Sachen und machen uns auf den Weg zur False Kiva, die übrigens in keiner Karte verzeichnet ist. Der schmale Trampelpfad ist von der Straße kaum zu erkennen und startet ganz gemütlich. Es geht zunächst anspruchslos durchs Gelände. Dann führt uns der Weg aber einige Felsen hinab. Bald haben wir einen atemberaubenden Blick auf die weit unter uns liegende Ebene. Der Pfad fällt  recht steil ab und wir erblicken die riesige Felswand, in der die False Kiva in einer Alkove liegt. Zu erkennen ist die Alkove von hier aber noch lange nicht. Auch die Wegführung erschließt sich uns nicht. Wir folgen den wenigen Spuren und erreichen schließlich einen steilen Geröllhang. Hier sind wir richtig. Über den rutschigen Schutt kämpfen wir uns Meter für Meter nach oben. Dann stehen wir vor der False Kiva – ein unvergesslicher Moment. Bis heute weiß niemand genau, wozu die False Kiva einst diente. Vermutlich war es ein religiöser Ort. Die Ruhe und die Stimmung, die hier herrschen, machen diesen Ort zu etwas ganz besonderem. Wir suchen uns ein Plätzchen in der riesigen Alkove und warten auf den Abend.

 

Auf dem Weg zur False Kiva Canyonlands Nationalpark 4 False Kiva 3

Die False Kiva – ein beeindruckender Ort

Um den beschwerlichen Rückweg nicht in der Dunkelheit anzutreten, brechen wir unsere Zelte schweren Herzens kurz vor Sonnenuntergang ab. Wir erreichen den Parkplatz mit dem letzten Tageslicht. Für mich ist die False Kiva einer der eindrucksvollsten Orte auf unserer Reise. Ich kann jedem nur empfehlen, diesen inspirierenden Ort aufzusuchen. Und bloß keine Angst: Wenn ihr vor der gigantischen Felswand steht und denkt, wie soll es hier bloß weitergehen, einfach losmarschieren! Es sieht schlimmer aus, als es ist.

Tourdaten False Kiva

Datum: Juni 2011
Gesamtweglänge: xx Kilometer
Höhenmeter: xx Meter
Reine Gehzeit: xx Stunden

Die GPS-Daten als Download

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