USA – Tag 15 – Sonnenaufgang am Toroweap Point

Zum Sonnenaufgang am Toroweap Point – ein überwältigendes Erlebnis

Wer zum Sonnenaufgang am Toroweap Point steht, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus – ein Erlebnis mit Suchtfaktor

Danijel verbringt die Nacht im Zelt, ich habe es mir unterdessen im Auto gemütlich gemacht. Die Nacht ist allerdings kurz – um vier Uhr klingelt der Wecker. Höchste Zeit aufzustehen. Daniel und ich wollen den Sonnenaufgang am Toroweap Point unter keinen Umständen verpassen. Wir lassen deshalb alles stehen und liegen und brechen tief in der Nacht auf.Was wir hier gestern Abend erlebt haben, war einfach atemberaubend. Kaum vorstellbar, dass das noch übertroffen werden kann. Doch was wir hier heute Morgen erleben, ist einfach unbeschreiblich. Wir sitzen, gut vor dem Wind geschützt, noch stundenlang auf einem Felsvorsprung direkt am Abgrund und saugen die Szenerie in uns auf. Noch sind dichte Wolken am Himmel und der Grand Canyon liegt in einem kühlen Licht. Langsam dämmert es, aber noch immer ist der Himmel wolkenverhüllt.

Unser morgendliches Lager am Toroweap Point

Unser morgendliches Lager am Toroweap Point

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Daniel beim Shooting

Daniel beim Shooting

Hier geht es fast 900 Meter in die Tiefe

Hier geht es fast 900 Meter in die Tiefe

Ein paar Meter vor uns ist ein Felsvorsprung, auf dem man herrlich posieren kann. Es ist schon ein komisches Gefühl, auf einem wackeligen Felsen zu stehen, während es vor einem fast 900 Meter in die Tiefe geht.

Nervenkitzel...

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Wir glauben schon garnicht mehr daran, dass es die Sonne heute noch durch diese dicke Wolkenschicht schafft. Doch urplötzlich schießen die Sonnenstrahlen durch die Wolken und lassen die Steilwände des Grand Canyon erleuchten. Genau auf diesen Moment haben wir hier stundenlang gewartet. Es muss alles ganz schnell gehen, denn, das wissen wir, lange wird dieses Licht nicht anhalten. So ist es denn auch: Schon nach wenigen Minuten schiebt sich wieder eine Wolke vor die Sonne und beendet dieses unwirkliche Spektakel. Für uns ist es nun höchste Zeit, den Rückweg anzutreten.

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Bald kommt die Sonne raus

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Sonnenaufgang am Toroweap Point

Sonnenaufgang am Toroweap Point

Über die schlimmsten Stellen lotse ich Daniel mit seinem Pkw. Wenn man nicht höllisch aufpasst, setzt man schnell mit dem Unterboden auf. Mit einem Kompakwagen ist es ungleich schwerer, schadlos über die Steinstufen zu kommen. Abes es geht alles gut. Hier trennen sich nun unsere Wege.

Die Straße zum Toroweap Point

Die Straße zum Toroweap Point

Die Räder heben manchmal ab

Die Räder heben manchmal ab

Die Sunshinre Route macht ihrem Namen alle Ehre

Die Sunshinre Route macht ihrem Namen alle Ehre

Unendliche Weiten im Südwesten der USA

Unendliche Weiten im Südwesten der USA

Das Video dazu gibt’s hier

Für mich geht es weiter ins Spielerparadies Las Vegas. Ich habe mich für eine Nacht in einem Hostel in der Fremont Street eingemietet. Ich nutze den Tag, um ein wenig durch die Geschäfte in Las Vegas zu ziehen. Vor allem bin ich auf der Suche nach einem Hemd und nach Schuhen, mit denen ich am Abend ohne Probleme in einen Club komme. Das Hostel hat ein unschlagbares Angebot. Für 30 Dollar werden wir am Abend mit einer riesigen Stretch-Limousine abgeholt und zum derzeit angesagtesten Club in der Stadt – dem Pure im Caesars Palace – gebracht. Der Eintritt und VIP-Zugang sind auch schon im Preis inklusive.

15 Leute kommen am Ende zusammen. Ich bin der einzige Deutsche und ein paar Engländer scheinen ein wenig skeptisch zu sein. Nach ein paar gemeinsamen Kurzen weicht diese Skepsis aber wohlwollender Ausgelassenheit. Der Club ist brechend voll, die Musik ohrenbetäubend und absolut geil. Das Bier kostet zehn Dollar, schmeckt auf der Dachterasse mit Blick auf den Strip aber auch viel besser als sonst. Gegen zwei Uhr streiche ich zusammen mit Alex – einem Typen aus Guatemala – die Segel. Die Rückfahrt ins Hostel wird allerdings langwierig. Nachts ist es noch ziemlich kalt um diese Jahreszeit in Las Vegas. Wir sind halb erfroren, bis der klimatisierte (!!!) Bus endlich kommt. Alex hat es nicht weit, er steigt bald aus – ich muss mich aber noch bis zu meinem Hostel durchschlagen. Natürlich verlaufe ich mich, nur mit einem Hemd bekleidet. Um die Uhrzeit geistern hier in der Gegend schon einige sehr finstere Gestalten herum. Gegen vier Uhr komme ich endlich im Hostel an – und dass, ohne ausgeraubt worden zu sein.

Rückreise

Pünklich um 9:40 Uhr hebt mein Flieger in Richtung Dallas ab. Von hier aus geht es weiter nach Frankfurt und nach Berlin. Wirklich angenehm ist der Flug nicht – das Flugzeug ist fast komplett ausgebucht. Ein richtig geiler Urlaub ist damit zu Ende – wie immer viel zu schnell. Auf meiner zweiwöchigen Reise durch den Südwesten der USA habe ich rund 5.000 Kilometer mit dem Auto abgespult, kaum geschlafen, viele interessante Menschen kennengelernt und 4.400 Fotos geschossen. Ich kann zufrieden sein und komme wieder. Versprochen!

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