USA – Tag 16 – Die Geisterstadt Bodie

Reise in die Vergangenheit – Geisterstadt Bodie

Um drei Uhr reißt uns der Wecker aus den Federn. Wir müssen uns ranhalten, um den Mono Lake pünktlich zu erreichen. Belohnt werden wir mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang, den wir zwischen meterhohen Tuffsteinen genießen. Nicht nur optisch ist der Mono Lake etwas ganz Besonderes: Erst vor kurzem haben Wissenschaftler hier ein Bakterium entdeckt, das zumindest große Mengen Arsen tolerieren kann. Bislang war dies undenkbar. Vielleicht sind die Bakterien ja Aliens, vielleicht auch nur eine Laune der Natur.

Mono Lake

Advertisements

Mono Lake Mono Lake

Nach zwei Wochen Wüsten-Safari ist uns inzwischen nach etwas Abwechslung. Was bietet sich da besser an als ein Abstecher in den Yosemite Nationalpark. Doch wir schaffen es garnicht erst bis in den Park – schon auf dem Weg über den Tioga Pass entdecken wir zahlreiche zum Teil noch schneebedeckte Spots.

Tioga Pass

Auf in die Geisterstadt Bodie

Wir nehmen Kurs auf die Geisterstadt Bodie – bis in die 1930er Jahre hinein eine florierende Goldgräberstadt. Heute zieht Bodie als wohl best erhaltene Geisterstadt in den USA Touristen aus aller Welt an. Die Fahrt nach Bodie verläuft nicht ganz ohne Angstschweiß auf der Stirn. Das liegt aber nicht etwa an der Schotterpiste, sondern an unserem fahrbaren Untersatz. Auf den letzten vier Meilen der Gravelroad nehmen wir besorgniserregende Geräusche aus dem Motorbereich wahr. Zu allem Überfluss riecht der Wagen nach schmorenden Plastik. Und das nach gerade einmal 10.000 Meilen auf dem Tacho. Letztendlich überstehen wir es aber schadlos und auch den weiteren Weg nach Carson City/ Nevada meistern wir mit einigen Dosen Red Bull als Wachmacher.

bodie6

Advertisements
Anzeige
Geisterstädte im amerikanischen Westen: Minencamps und einsame Highways der Pionierzeit
Von Dietmar Kuegler
Preis: --
0 neu0 gebraucht
In den Saloons klimperten die Orchestrions, Can-Can-Girls schwangen ihre Beine. Zigarettenrauch, Whiskeydunst. Berufsspieler schnippten die Pokerkarten über die samtbespannten Tische. Jede Nacht krachen Schüsse. Hinter den bunten Fassaden der Kneipen und Bordelle spielten sich Dramen ab.
Jetzt herrscht Stille. Vergessen, verfallen, am Rande alter Postkutschenrouten, die heute ins Nichts führen, liegen die verlassenen Städte. Nichts charakterisiert die amerikanische Lebensart besser.
Gold- und Silberrausch, Eisenbahnbau, Landspekulation – vorbei! Gestorbene Träume. Wer sich heute in solche Siedlungen verirrt, geht auf eine Zeitreise und findet Geschichte und Seele Amerikas.
Dieses Buch des erfahrenen Amerika-Kenners dokumentiert über 30 charakteristische Geisterstädte des Wilden Westens. Von Montana bis zur mexikanischen Grenze.

bodie5 bodie4

Nach einem kurzen Nickerchen im Motel folgten wir dem Ruf des Lake Tahoe. Klares Gebirgswasser, umgeben von Bäumen, die gigantische Ausmaße annehmen. Unser Ziel liegt am Ufer des Sees, wo allabendlich die Jugendlichen aus der Umgebung zusammenkommen und am Lagerfeuer den Sonnenuntergang zelebrieren.

Bonsai Rock

0 replies

Leave a Reply

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *