USA – Tag 5 – Sonnenuntergang im Devils Garden

Abstecher zum Devils Garden

Fotoeldorado Devils Garden in Utah

Heute zieht es uns in das verschlafene Wüstenörtchen Escalante in den unendlichen Weiten Utahs. Ganz in der Nähe befindet sich das Gebiet Devils Garden – nicht zu verwechseln mit dem Devils Garden im Arches Nationalpark. Das Areal liegt in der Grand Staircase-Escalante Area an der Hole in the Rock Road. Bevor wir aufbrechen, machen wir aber natürlich noch einmal Halt im Zion Nationalpark. Wir verbringen hier noch einmal eine halbe Ewigkeit und kommen viel zu spät los. Auch, weil sich im Zion Nationalpark im Laufe des Tages regelmäßig lange Autostaus auf den Straßen bilden.

Sonnenaufgang im Zion Nationalpark

Am Morgen warten wir schon auf den Sonnenaufgang im Zion Nationalpark

Advertisements
Watchman

Auf unserem Weg kommen wir wieder am beeindruckenden Watchman vorbei

Büffel-Herde im Zion Nationalpark

Eine Büffel-Herde im Zion Nationalpark

Stopp am Willis Creek

Vom Zion Nationalpark steuern wir zunächst Willis Creek (GPS: N 37 28.984, W 112 05.810 – Google Maps), mit dem Auto rund zweieinhalb Stunden vom Zion Nationalpark entfernt, an. Willis Creek ist ein recht kurzer Slot-Canyon, der aber mit einigen tollen Fotomotiven aufwartet. Wir folgen dem Highway 89 nach Norden, der uns südlich am Bryce Canyon vorbeiführt. Der Red Canyon im Dixie National Forest ist die kleine Version des Bryce Canyon. Überall ragen rot gefärbte Sandsteinformationen in den blauen Himmel. 

Red Canyon

Die Felsformationen im Red Canyon ähneln denen im nahe gelegenen Bryce Canyon

Red Canyon

Rote Sandsteingebilde ragen überall in den Himmel

Landschaft Utah

Wir lassen den Red Canyon hinter uns und stoßen weiter nach Utah hinein

Landschaft Utah

Die Farben in dieser Landschaft sind unbeschreiblich schön

Auf dem Weg zu Willis Creek führt uns das Navi auch noch in ein ausgetrocknetes Flußbett – dafür ist unser Wagen aber eindeutig nicht gebaut. Hier geht es nicht weiter. Wir müssen wieder ein Stück zurück und einen anderen Weg nehmen. Am Parkplatz vom Willis Creek stehen schon einige Autos. Die kurze Wanderung ist ein Spaß für Jung und Alt und absolut nicht anspruchsvoll. Wie bei jedem Slot-Canyon sollte man aber das Wetter im Auge behalten. Sturzfluten werden zwischen den engen Canyonwänden zur tödlichen Falle ohne Ausweg.

Zerschossenes Autowrack

Hier will uns das Navi langschicken. Außer diesem zerschossenen Autowrack gibt es aber weit und breit nichts

Willis Creek

Der Slotcanyon Willis Creek ist nur ein paar Fußminuten vom Parkplatz entfernt

Willis Creek

Auch wenn Willis Creek kein risiger Canyon ist – eine Sturzflut hier drinnen wäre extrem gefährlich

Anzeige
BikeBuch USA/Canada: Rad- und Biketouren durch USA und Canada (Rad & Bike)
Von Stefan Voelker, Raphaela Wiegers, Clemens Carle
Preis: EUR 23,50
39 neu von EUR 23,506 gebraucht von EUR 18,00

Bull Valley Gorge

Auch die Bull Valley Gorge (GPS: N 37 28.319, W 112 06.609 – Google Maps) steht auf unserem Programm. Vom Trailhead Willis Creek brauchen wir nur ein paar Minuten mit dem Auto. Den Abstieg in den imposanten Slot-Canyon schaffen wir heute aber leider nicht mehr. Wir müssen uns mit einem kurzen Blick in die teils nur wenige Meter breite Schlucht begnügen, deren Boden man höchstens erahnen kann. Die Bull Valley Gorge hat es nach einem schlimmen Autounfall mit drei Todesopfern zu einer gewissen traurigen Bekanntheit geschafft. Vor vielen Jahren – genauer gesagt im Oktober 1954 – kam hier ein Auto von einer schmalen Brücken der Skutumpah Road über der Bull Valley Gorge ab und stürzte in den Abgrund. Das Wrack wurde bis heute nicht geborgen und hängt noch immer recht gut sichtbar zwischen den Felswänden.

Bull Valley Gorge

Die Bull Valley Gorge hütet ein schreckliches Geheimnis

Advertisements

Stopp im Kodachrome Basin State Park

Auf dem Weg nach Escalante und zum Devils Garden stoppen wir im Kodachrome Basin State Park (GPS: N 37 30.875, W 111 59.325 – Google Maps) bei Cannonville – der Heimat von zahlreichen spitzen Felsnadeln und Felskaminen. Wir haben leider nicht viel Zeit, wollen wir es noch pünktlich zum Sonnenuntergang bis in den Devils Garden schaffen. Trotztdem schlendern wir ein wenig durch die Gegend. Die Felsformationen aus rotem Gestein sind wirklich toll. Es gäbe in diesem kleinen und wenig bekannten State Park, der das Prädikat Geheimtipp verdient, sicher noch einiges zu entdecken – aber der straffe Terminplan drängt zur Weiterfahrt.

Dirtroad Utah

Über diese Dirtroad geht es weiter zum Kodachrome Basin State Park

Harley im Kodachrome Basin State Park

Der Klassiker: Eine Harley vor dieser beeindruckenden Landschaft

Kodachrome Basin State Park

Der Kodachrome Basin State Park wird geprägt von imposanten Türmen und Felsnadeln

Kodachrome Basin State Park

Der Kodachrome Basin State Park ist noch ein echter Geheimtipp

Devils Garden

Auf dem Weg zum Devils Garden bei Escalante unterläuft uns auch noch ein Navigationsfehler. Statt über die recht gut ausgebaute Hole in the Rock Road zu fahren, folgen wir der rund 15 Kilometer langen Cedar Wash Road quer durch die Prärie. Wir quälen uns steile Anstiege nach oben, umschiffen enge Kurven und wühlen uns durch tiefen Sand. Wenden ist quasi unmöglich und bei einer Panne – das Handy hat hier keinen Empfang – müsste man wohl lange auf Hilfe warten. Da trifft es sich nicht gut, dass unser Wagen genau jetzt zum Ölwechsel ruft. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir endlich den Parkplatz vom Devils Garden (GPS: N 37 35.143, W 111 24.882 – Google Maps). Wie zutreffend der Name ist, stellen wir schnell fest. Tausende kleine Fliegen blasen zum Angriff und treiben uns fast in den Wahnsinn. Es ist kaum möglich, sich an einer Stelle länger als zehn Sekunden aufzuhalten. Sofort werden wir von unzähligen dieser kleinen Quälgeister attackiert. Der Sonnenuntergang ist zwar fantastisch und der Devils Garden mit seinen surrealen Sandsteinformationen ist es auch – wir halten es aber trotzdem keine Stunde aus. Ich renne mit Stativ und Kamera von einem Spot zum nächsten und versuche, mir diese Plage vom Leib zu halten. Hunderte Fliegen summen uns um den Kopf und kriechen in Ohren, Mund und Nase. Nein, ohne einen Schutz hat man hier draußen schlechte Karten.

Holzhütte

Auf dem Weg zum Devils Garden kommen wir an unzähligen Holuhütten wie dieser vorbei

Highway 12

Der Highway 12

Devils Garden

Endlich geschafft! Am Nachmittag erreichen wir Devils Garden

Devils Garden

Die Landschaft ist absolut spektakulär

Sonnenuntergang Devils Garden

Die Sonne spendet warmes Abendlicht und lässt die Felsformationen im Devils Garden in den schönsten Farben leuchten

Felsformation Devils Garden

Motive, wohin das Auge blickt

Devils Garden

Die unterschiedlichen Farbtöne sind typisch für die Felsen im Devils Garden

Abendlicht Devils Garden

Wahnsinn, was die Natur hier geschaffen hat. Hier die sogenannten Four Kings

Metate Arch

Der Metate Arch im Abendlicht

Metate Arch

Die letzten Sonnenstrahlen lassen den Metate Arch strahlen

Devils Garden

Die Sonne ist inzwischen hinter dem Horizont verschwunden

Devils Garden

Für Fotografen ist der Devils Garden ein Eldorado

Devils Garden

Überall ragen die kleinen Teufelchen aus dem Boden

Deine Meinung ist uns wichtig

Warst du auch schon im Devils Garden bei Escalante? Wurdest du auch von den Fliegen attackiert? Wenn du einen Tipp hast, sich diese Quälgeister vom Hals zu halten, hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

Newsletter abonnieren & gewinnen

Begleite uns auf unseren Abenteuern rund um die Welt

Du willst nie mehr die spannendsten Reportagen und die besten Tipps rund ums Thema Fotografie verpassen? Dann melde dich zu unserem Newsletter an und hab jeden Monat die Chance, unser eBook “101 Fotografien und die Geschichte dahinter” zu gewinnen.

0 replies

Leave a Reply

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *