USA – Tag 5 – Willkommen im Feuerofen Fiery Furnace

Im Labyrinth des Fiery Furnace

Im Fiery Furnace – dem glühenden Ofen – im Arches Nationalpark ist Vorsicht geboten

Ich starte am Morgen in den Arches Nationalpark in Utah. Da gibt es dieses eine Bild, das mich so fasziniert. Ich habe die Stelle, an der man hochklettern muss, bislang noch nie zuvor ausfindig machen können. Dabei ist es gar nicht schwer, nur manchmal sieht man den Wald vor Bäumen nicht. So ist es mir wohl früher ergangen. Dieses Mal läuft es besser. Ich durchschreite den riesigen Torbogen und auf der anderen Seite geht es ein paar Meter weit nach oben. Von hier aus hat man einen fabelhaften Blick auf die Windows. Ich lerne hier auch ein paar nette Deutsche kennen – an dieser Stelle einen Gruß an Mark & Friends. Lange Zeit sieht es so aus, als würde die Sonne es nicht durch die dicke Wolkendecke schaffen. Doch dann kämpfen sich die Sonnenstrahlen durch und lassen die Windows erstrahlen.

Windows Arches Nationalpark

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Windows Arches Nationalpark2

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Der nächste Halt führt mich in das Gebiet Fiery Furnace, ein ganz besonderes Stück Natur um Arches Nationalpark. Hier gilt: Entweder schließt man sich einer geführten Rangertour an – was ich sehr empfehle, die für heute aber leider schon längst ausgebucht sind – oder man kümmert sich um ein Permit. Die vier Dollar für das Permit habe ich gerade noch übrig und nach einer eingehenden Warnung der Ranger wage ich mich ganz alleine in dieses fantastische Felsenlabyrinth. Worte können die Schönheit der Landschaft kaum ausdrücken. Der Fiery Furnace ist wirklich ein Irrgarten, in dem Menschen schon für Tage verschollen sind. Angesichts der riesigen Felsen, tiefen Schluchten und engen Felsspalten ist das leicht nachzuvollziehen. Allzu weit wage ich mich nicht vor, zumal das GPS-Gerät im Fiery Furnace wegen der hohen Felswände vollkommen (!!!) nutzlos ist. Zudem bläst mir eine steife Brise ins Gesicht, die sich gewaschen hat. Auch dauert nicht lange, bis es regnet. Slickrock und Wasser, das ist eine denkbar ungünstige Konstelation. Ich wage mich trotzdem relativ weit vor, merke mir dabei aber genauestens den Rückweg. Man kann sich hier wirklich leicht verlaufen, wenn man sich nicht auskennt. Am Ende siegt die Vernunft und ich kehre um. Das nächste Mal wird das Gebiet eingehender erkundet.

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Fiery Furnace

Mitten drin im Fiery Furnace

Florian Westermann in Fiery Furnace

Nach meiner Rückkehr aus dem Fiery Furnace mache ich mich auf den Weg nach Monticello – weiter geht es zum Anticline Overlook. Die Schotterpiste ist breit und bereitet keine Probleme. Trotzdem brauche ich ziemlich lange, bis ich endlich am Ziel bin. Am Anticline Overlook selbst ist kaum etwas los, ich treffe lediglich auf zwei weitere Menschen, die die Aussicht genießen. Inzwischen gehen mit die Worte der Superlative aus. Die Landschaft ist atemberaubend. Auf den schroffen Schotterpisten kann man zwei winzige Jeeps erkennen, wie sich sich mühsam vorkämpfen. Und heute meint es auch der Wettergott gut mit mir – aber seht selbst:

Anticline Overlook Anticline Overlook2

Lange nachdem die Sonne untergegangen ist, fahre ich zurück in die Zivilisation. Die Fahrt ist ziemlich cool und gibt mir ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit. Weit und breit kein Mensch und der Wagen schwimmt auf der Gravelroad wie ein Snowboard auf Schnee. In der rechten Hand ein Red Bull, die linke Hand am Steuer. Dazu dröhnt Sledgehammer aus den Lautsprechern. Fun-Faktor hoch zehn – genau deshalb liebe ich den Südwesten der USA so.

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