USA – Tag 6 – Sin City

Durch unsere exponierte Lage mitten im Death Valley können wir es heute etwas ruhiger angehen lassen und so klingelt der Wecker erst um halb fünf. Nach einer Katzenwäsche räumen wir schnell unsere Koffer aus dem vorderen Teil des Autos nach hinten und brechen auf zum Zabriskie Point.

Schon am Morgen glüht die Luft, im Vergleich zu gestern Abend hat es aber doch etwas abgekühlt. Am Overlook sind wir um diese Uhrzeit nicht mehr ganz alleine. Einige Fotografen haben bereits ihre Stative aufgebaut und warten darauf, dass die Sonne die unwirklich anmutende Landschaft zum Leuchten bringt. Lange dauert es nicht, bis die ersten Lichtstrahlen hinter dem Horizont hervorbrechen.

Zabriskie Point

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Zabriskie Point

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Amerikas Südwesten 3D - Vom Grand Canyon bis zum Death Valley [3D Blu-ray]
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Sehen Sie eine großartige Real-3D-Film-Dokumentation über den Wilden Westen der USA und wandeln Sie auf den Spuren von Mythos und Wirklichkeit: Rauchende Colts, Silber, Öl und Salz, mannshohe Kakteen, uralte Felsmassive und gewaltige Canyons. Wüste, so weit das Auge sehen kann. Flirrende Hitze am Tag und klirrende Kälte in der Nacht. Und das alles vor legendären Filmkulissen. Amerikas Südwesten – das sind zahllose Monumente wahrer Schönheit und Vergänglichkeit.

Amerikas Südwesten 3D - Vom Grand Canyon bis zum Death Valley stellt Ihnen in eindrucksvollen Bildern das berühmte Vierländereck von Arizona, Nevada, Kalifornien und Utah vor. Ein Gebiet, das Jahr für Jahr ein Magnet für Millionen Reisender und Abenteurer aus aller Welt ist.
Seien Sie mittendrin dabei. Zum Beispiel auf dem Trip zu einem der größten Naturwunder der Welt, dem 450 Kilometer langen Grand Canyon. Die Schlucht im Norden von Arizona wurde während Millionen von Jahren vom Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben. Etwa 350 Kilometer der Schlucht liegen innerhalb des Grand Canyon-Nationalparks. Der Canyon selbst ist zwischen sechs und 30 Kilometer breit, bis zu 1800 Meter tief und  umfasst drei Regionen: Den Südrand (South Rim), der die meisten Besucher anzieht, den etwa 300 Meter höher gelegenen und kühleren Nordrand (North Rim) und die Innere Schlucht (Inner Canyon). Der Südrand des Grand Canyon liegt rund 2100 Meter über dem Meeresspiegel, während der Colorado auf 750 Metern über dem Meeresspiegel fließt.
Nicht weniger imposant, aber ganz anders geartet ist das Death Valley. Hier spürt man regelrecht den Hauch des Todes, denn das Death Valley ist der trockenste und damit menschenfeindlichste Nationalpark der gesamten USA. Der Park gehört zur Mojave-Wüste. Östlich der Sierra Nevada, zum größten Teil auf dem Gebiet Kaliforniens, zu einem kleineren Teil in Nevada. Der tiefste Punkt des Tales liegt rund 96 Meter unter dem Meeresspiegel. Es gibt zwei Haupttäler innerhalb des Parks, das Death Valley und das Panamint Valley. Beide sind Millionen Jahre alt. 1933 zum National Monument ernannt wird das Death Valley von mehreren riesigen Gebirgen umschlossen. Die höchste Gebirgskette bildet die Panamint Range mit dem 3366 Meter hohen Telescope Peak.
Neben diesen beiden Attraktionen des amerikanischen Südwestens besuchen Sie prachtvolle Wüstengärten mit faszinierenden Gewächsen – den bis zu 20 Meter hohen Saguaro Kaktus in etwa oder die bizarre Joshua Tree Palmlilie. Zwei Naturschönheiten inmitten unzähliger anderer. Sehen Sie eine Vielzahl optischer Highlights sowie geologische und botanische Besonderheiten, die einzigartig sind auf der Welt. Vom Grand Canyon bis zum Death Valley bietet einen gekonnten Mix aus erstklassigen Landschaftsaufnahmen und vielen spannenden Informationen. Und das sind nicht nur geografische Fakten, auch werden Abstecher in die Geschichte der Region unternommen. Der atmosphärische Soundtrack untermalt das Geschehen auf dem Bildschirm noch zusätzlich. Genießen Sie mit dieser Doku große Momente in prachtvollem Real 3D.

Ice Age 4

Ice Age 4
Ice Age 4
Ice Age 4
Ice Age 4
Ice Age 4

Nach diesem Spektakel nehmen wir uns Zeit für ein fruchtiges Frühstück. Zum Glück hatten wir unsere Kühlbox auf dem Weg ins Death Valley noch mit frischen Eiswürfeln und jeder Menge Obst bestückt.

Noch während wir unsere zuckersüßen Erdbeeren genießen, hören wir eine Stimme: “Hey, wo kommt ihr denn her?” Die beiden Jungs im Wagen neben uns machen sich gerade einen frischen Kaffee, auf dem Beifahrersitz schläft eine junge Frau. Wie sich herausstellt, haben sich die drei zufällig kennengelernt und sind gemeinsam ins Death Valley aufgebrochen, um weiter nach Las Vegas zu fahren. Einer der drei kommt aus Deutschland und hat sich jetzt, kurz vor dem Studium, von Kanada in die USA durchgekämpft – ohne großes Budget, alles per Anhalter. Der andere kommt aus Israel und bietet uns einen frischen Kaffee nach traditioneller Machart an. Das ist genau das richtige um diese Uhrzeit.

Bald trennen sich unsere Wege wieder. Unser nächster Zwischenstopp: Las Vegas – die Stadt der Sünde. Ich bin jedes Mal zwiegespalten, wenn ich hierher komme. Die Metropole ist der krasse Gegensatz zur Stille in der unendlichen Weite des Südwestens. Tausende Menschen drängen sich am Strip entlang und durch die riesigen Casinos, in denen man jegliches Zeitgefühl verliert. Auf der anderen Seite locken mich der Glamour und das schnelle Glück an den einarmigen Banditen oder am Roulette-Tisch. Dennoch: Lange halte ich es hier nicht aus, ich will zurück in meine Wüsten, wo in der Nacht Millionen von Sternen am Himmel leuchten. Und doch hat uns die Stadt wieder in ihren Bann gezogen und so wird es wieder spät, bis wir endlich in unser Bett im 16. Stock des Excalibur fallen.

Weitere Bilder, Termine zu Ausstellungen und Foto-Workshops gibt es wie immer auf meiner Foto-Website Westermann Photography