USA – Tag 7 – 68 Meilen über den Burr Trail

Der Burr Trail

Atemberaubende Landschaften in Utah

Wir haben die Nacht im “Bates Motel” überlebt. Wir wollen unser Glück aber auch nicht herausfordern. So schnell es geht packen wir unsere Sachen und verlassen diesen schaurigen Ort. Einige Meilen westlich von Hanksville liegt der Factory Butte, dem wir einen Besuch abstatten. Wir parken das Auto und laufen ein Stück weit hinein in das karge Land. Zeichen menschlicher Zivilisation sind hier weit und breit nicht auszumachen und schon nach ein paar hundert Metern wird uns schlagartig klar, wie leicht man sich in dieser Einöde verlaufen kann. Auch wenn der Highway in diesem Fall nicht weit weg ist – bei Dunkelheit wäre man hier wohl verloren. Wer im Südwesten abseits der bekannten Wege unterwegs ist, sollte deswegen immer ein GPS oder zumindest einen Kompass dabei haben. Wir schießen ein paar Fotos und kehren wieder um. Wir haben heute noch ein eine längere Fahrstrecke vor uns: den Burr Trail, der uns zurück nach Escalante führt.

Factory Butte

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Der Burr Trail

Von der Utah State Route 276 biegen wir schließlich in Bullfrog auf den Burr Trail ab. Die Strecke führt durch die Glen Canyon National Recreation Area und gehört auch wegen des Blicks auf die Henry Mountains zu den schönsten Straßen in Utah. Die Piste folgt im weiteren Verlauf den Waterpocket Fold – einer gigantische Verwerfungsfalte, die auf einer Strecke von mehr als 150 Kilometern durch Wayne, Garfield und Kane County größtenteils im Capitol-Reef-Nationalpark verläuft. Der Burr Trail ist auf diesem Abschnitt nicht asphaltiert, bei Trockenheit in der Regel aber gut zu befahren. Nach starken Regenfällen kann der Burr Trail aber selbst für Geländewagen mit Vierradantrieb unpassierbar werden. Die Straße schlängelt sich schließlich in engen Serpentinen, der Switchback Section, nach oben und führt uns in den Long Canyon weiter in Richtung Escalante. Der Long Canyon ist der krasse Gegensatz zur bisherigen Strecke. Die nun asphaltierte Straße führt uns zwischen roten Felswänden weiter in Richtung Boulder. Überall wachsen Bäume und Pflanzen. Hier im Long Canyon hat sich regelrecht eine Oase des Lebens entwickelt.

Der 68 Meilen lange Burr Trail, der Bullfrog und Boulder verbindet, diente übrigens früher dazu, Vieh zwischen den Jahreszeiten von einer Weidefläche zur nächsten zu treiben und auf Märkten in der Umgebung zu verkaufen. Der Name Burr Trail ist auf John Atlantic Burr zurückzuführen, der 1846 an Bord der SS Brooklyn auf wem Weg in die USA zur Welt kam. 30 Jahre später gründete besagter John Burr mit seiner Familie das kleine Örtchen Burrville. John Burr war es auch, der den Burr Trail aus der Taufe hob.

Waterpocket Fold Waterpocket Fold2 burr trail

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Bill Bryson will es seinen gehfaulen Landsleuten zeigen: Gemeinsam mit seinem Freund Katz, der aufgrund gewaltiger Leibesfülle und einer fest verwurzelten Leidenschaft für Schokoriegel nicht gerade die besten Voraussetzungen dafür mitbringt, will er den längsten Fußweg der Welt, den "Appalachian Trail", bezwingen. Durch vierzehn Bundesstaaten der USA soll die Reise gehen und den Wanderern die großartigsten Naturschönheiten des Landes bescheren. Doch lauern allerhand Gefahren im Dickicht, und die beiden können sich auf so manche Überraschung gefasst machen ...

Die Hole in the Rock Road

Wir kommen viel schneller als erwartet voran und erreichen Escalante viel zu früh. Wir wollen die Zeit nutzen und machen uns noch einmal auf den Weg in den Devils Garden. Auf der Hole in the Rock Road kommen wir flott voran. Am Devils Garden angekommen beschließen wir spontan, weiter zum Sunset Arch – einem imposanten Steinbogen – zu fahren. Immerhin sind bis zum Devils Garden zügig vorangekommen. Das ändert sich aber, je weiter wir nach Süden fahren. Die Hole in the Rock Road verkommt mehr und mehr zum Waschbrett-Albtraum. Drei mit Plattfüßen liegengebliebene Fahrzeuge am Straßenrand sprechen eine deutliche Sprache. Ab dem Abzweig zum Coyote Gulch – hier in der Nähe liegt auch der Sunset Arch – ist mit einem normalen SUV nur noch Schritttempo möglich. So kommen wir natürlich viel zu spät an, um den Sunset Arch noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang zu erreichen, zumal der Arch auch noch gut eine Meile querfeldein liegt. Immerhin können wir den imposanten Steinbogen in der Ferne erahnen. Etwas frustriert machen wir uns auf den langen und beschwerlichen Heimweg.

Deine Meinung ist uns wichtig

Warst du auch schon in Utah und bist dem Burr Trail gefolgt? Was hast du für Eindrücke gesammelt? Warst du von der Landschaft auch so fasziniert wie wir? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

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