USA – Tag 8 – Cottonwood Canyon Road

Die fabelhafte Cottonwood Canyon Road

Ein Erlebnis der besonderen Art

Heute verlassen wir unser Motel in Escalante. Wir ziehen weiter ins bekannte Wüstenstädtchen Page in Arizona. Die schnellste Route führt über die Cottonwood Canyon Road. Die Cottonwood Canyon Road ist zwar nicht asphaltiert, führt aber durch eine Landschaft, wie es sie kein zweites Mal gibt. Von Escalante brechen wir auf in Richtung Cannonville. Hier geht die Cottonwood Canyon Road ab. Wir kommen noch einmal durch den schönen Kodachrome Basin State Park, fahren aber weiter. … Kilometer weiter machen wir am Grosvenor Arch Stopp. Der Grosvenor Arch misst bis zu 30 Meter im Durchmesser und ist noch ein echter Geheimtipp. Wer ohnehin in der Gegend ist, sollte den Doppelbogen in 45 Metern Höhe unbedingt besuchen. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt in wenigen Minuten bis zum Fuße dieses beeindruckenden Naturdenkmals. Der Arch ist übrigens nach Gilbert Hovey Grosvenor benannt, dem ersten festangestellten Redakteur des weltberühmten National Geographic Magazine, dessen Geschicke er schließlich 55 Jahre lang als Chefredakteur leitete und der als Mitbegründer des Fotojournalismus gilt.

Grosvenor Arch2

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Cottonwood Canyon Road

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Die Cottonwood Canyon Road

Die Cottonwood Canyon Road schlängelt sich in unzähligen Kurven und über dutzende Hügel durch die ausgetrocknete Landschaft. Die Straße ist in einem guten Zustand und wir kommen viel schneller voran als erwartet. Das verschafft uns die Zeit, immer wieder anzuhalten und auszusteigen. Wir genießen die Stille, die nur ab und zu durch ein anderes Auto gestört wird. Bei Regen kann das Vorankommen aber unmöglich werden. Gebaut wurde die Schotterpiste übrigens für Arbeiter, die die Strommasten entlang des Canyons inspizieren müssen. Heute ist die Cottonwood Canyon Road eine beliebte Strecke bei Touristen, die in die faszinierende Landschaft des Grand Staircase-Escalante National Monument eintauchen wollen. Einheimische nutzen die Cottonwood Canyon Road, um von Cannonville nach Big Water, Page oder zum Lake Powell zu kommen. Für die 76 Kilometer lange Strecke benötigen wir trotz vieler Stopps nur ….

Paria Contact Station

Unser Ziel, das Super 8 in Page, erreichen wir am frühen Nachmittag. Da bleibt genügend Zeit, uns bei der Paria Contact Station nach den Straßenverhältnissen nach White Pocket zu erkundigen. White Pocket ist ein Gebiet im Vermilion Cliffs National Monument ganz in der Nähe der bekannten Wave und der Coyote Buttes South (CBS). Den Namen verdankt White Pocket einem in der Nähe gelegenen Berg. Wir kennen das Gebiet leider nur von Fotos. Am besten beschreiben kann man White Pocket wohl mit einem verquirltem Schoko- und Vanillepudding. Leider ist die Strecke nach White Pocket nicht ohne, wie uns auch die Ranger in der Paria Contact Station bestätigen. “Habt ihr einen Allradwagen? Und noch wichtiger: habt ihr eine Schaufel?”, fragt der Ranger. Es hätte lange nicht geregnet und der Sand sei extrem tief. Aber wir könnten es gerne auf eigenes Risiko versuchen. Uns kommen ernste Zweifel, ob wir die beschwerliche Fahrt mit unserem Miet-SUV morgen wirklich wagen sollen. Bleiben wir stecken oder haben wir eine Panne, wäre das ein echtes Problem. Das Handy funktioniert im Gebiet des Vermilion Cliffs National Monument in der Regel nicht und viele Menschen sind hier draußen auch nicht unterwegs. Aber wir haben ja noch eine Nacht, um uns das ganze noch einmal zu überlegen.

Alstrom Point

Am Abend steuern wir den Alstrom Point, von dem aus man einen einmaligen Blick über den Lake Powell hat, an. Wir kennen die Strecke bereits vom vergangenen Jahr und kalkulieren die Anfahrt mit zwei Stunden – doch weit gefehlt. Der Zustand der Strecke ist viel schlechter als erwartet. Vielleicht sind wir auch vom Kurs abgekommen und fahren falsch. So viele scharfkantige Steine hatten wir bei unserem letzten Besuch sicher nicht. Wir kommen viel langsamer voran als erwartet. An der Moon Butte legen wir wieder einen kurzen Fotostopp ein, bevor es weitergeht in Richtung Alstrom Point. Die berüchtigte Felsplatte wenige Kilometer vor dem Alstrom Point schafft unser Auto nur  mit größter Mühe. Von nun an heißt es, mit Schrittgeschwindigkeit weiterfahren. Auf den schroffen Felsplatten werden wir ordentlich durchgeschüttelt. Uns fehlt nur noch etwa ein Kilometer zum Ziel: Aber wir sind zu spät. Bis zum Sonnenuntergang schaffen wir es nicht. Wie beschließen, an dieser Stelle umzukehren und machen uns an den langen Rückweg durch die Dunkelheit. Wären wir eine halbe Stunde füher aufgebrochen, wären wir pünktlich zum Sonnenuntergang am Alstrom Point angekommen.

Moon Butte8

 

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