USA – Tag 8 – Coyote Buttes North (Wave) & Infos zum Permit

Wanderung zur Wave in den Coyote Buttes North

Die Wave ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Arizona

Der Blick in den Himmel verheißt nichts Gutes. Dunkle Wolken, wohin das Auge reicht. Ab und zu prasselt ein kurzer Regenschauer auf uns herab. Sollte unsere geplante Wanderung in den Coyote Buttes North (CBN) zur berühmten Wave wirklich ins Wasser fallen? Um die Permits für die Wave – es dürfen nur 20 Wanderer am Tag in das Gebiet – hatten wir uns seit Jahren vergeblich bemüht. Endlich halten wir die Zugangsberechtigung in Händen – und jetzt soll uns das schlechte Wetter ein Strich durch die Rechnung machen? Wer ohne Permit in den Coyote Buttes North erwischt wird, kann mit einer saftigen Geldstrafe ab 600 Dollar rechnen. Ausreden lassen die Ranger nicht gelten und wer den Rangern auch noch dumm kommt, zahlt noch ein paar Extra-Dollar oben drauf. Wir wägen kurz ab. Ein Unwetter in den Coyote Buttes – hier gibt es quasi keinen Unterschlupft – ist sicher keine sehr angenehme Erfahrung und auch nicht ganz ungefährlich. Aber wie oft hat man als Tourist schon die Chance, die farbenprächtige Wave mit eigenen Augen zu sehen? Die Entscheidung ist klar – wir wagen es. Vom Campingplatz südlich der Wave ist es mit dem Auto nicht weit bis zum Parkplatz (GPS: Google Maps), an dem die Wanderung zur Wave beginnt. Wir sind früh dran, trotzdem herrscht schon Hochbetrieb. Die ersten Wanderer sind sogar schon in Richtung Wave aufgebrochen. Zwei Ranger kommen auf uns zu und wollen wissen, was wir planen. “Wir wollen zur Wave”. Klar, dass die beiden unsere Permits kontrollieren. „Das Wetter ist ziemlich verrückt, aber wir haben immer ein Auge auf euch da draußen“. Es kann also gar nichts auf unserer Wanderung schiefgehen, oder?

Übrigens: Alle Informationen rund ums Permit – was es kostet, wann man es wo beantragen und welche Daten man eintragen muss – findest du am Ende unseres Wave-Berichts.

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Wanderung zur Wave

Das erste Stück des Trails ist völlig problemlos. Wir folgen einem breiten Flussbett, in dem nur ab und zu ein paar Pfützen zu “überwinden” sind. Immer wieder gibt es kurze Regenschauer. Nach … Kilometern geht rechts ein unscheinbarer Pfad ab. Der Regen hat alle Fußspuren und Steinmännchen in dem unübersichtlichen Gelände weggespült. Nicht einmal mehr die Spuren der vorangegangenen Wanderer sind zu sehen. Ob wir noch richtig sind? Leider haben wir unsere Karte, die es zusammen mit dem Permit gibt, nicht dabei. Stattdessen verlassen wir uns nur auf unser  GPS-Gerät und die GPS-Koordinaten. Die Richtung stimmt, aber irgendwie sind wir völlig vom Weg abgekommen. Plötzlich hören wir Rufe. „Helllllooooo“, schallt es weit hinter uns. In der Ferne sehen wir zwei Männer, die die Orientierung offenbar komplett verloren haben. Die beiden stellen sich als Frank und Johan vor – aus Belgien. Die zwei haben zwar die Karte vom Bureau of Land Management dabei. Die auf Papier gedruckte Karte ist nach ein paar heftigen Regenschauern aber völlig durchnässt und nicht mehr zu gebrauchen.

Auf dem Weg zur Wave4

Auf dem Weg zur Wave5 Auf dem Weg zur Wave3 Auf dem Weg zur Wave2 FlashfloodAuf dem Weg zur Wave

 

Auf der Suche nach der Wave

Wir sind definitiv vom Weg abgekommen. Spuren oder Steinmännchen sind weit und breit nicht zu sehen. Aber wir haben ja unser GPS und die Richtung zur Wave. Nie wissend, ob wir gleich vor einem unüberwindbaren Hindernis stehen, führe ich den kleinen Trupp an. Tatsächlich stehen wir immer wieder vor einer steilen Felswand oder einem tiefen Abgrund. Wir müssen einige Male kehrt machen und einen neuen Weg suchen. Zu allem Überfluss spielt auch das Wetter verrückt. In der einen Minute knallt die Sonne so brutal, dass es mir schon im T-Shirt zu heißt ist. Dann ziehen wieder dunkle Wolken am Himmel entlang und wenige Sekunden später könnte man meinen, die Welt geht unter. Wie aus dem Nichts stürzen Wasserfälle die glatten Felsen hinunter und ausgetrocknete Washes verwandeln sich in reißende Bäche. Wir müssen immer aufpassen, nicht abgeschnitten zu werden. Unser Irrweg nimmt kein Ende. Frank und Johan lästern schnippisch über das GPS: “You are the man with the GPS. You know the way” – etwas anderes haben wir aber nicht. Auf eine Felskuppe klettern und nach dem Weg Ausschau halten macht leider auch wenig Sinn. Das Gebiet ist dermaßen zerklüftet, dass man wenig später wieder vor einem Hindernis steht.

Auf dem richtigen Weg

Wir erreichen ein Wash, in dem das Wasser schon wieder abgelaufen ist. Jetzt muss die Wave eigentlich direkt vor uns liegen. Wir sind guter Dinge, den offiziellen Weg wieder gefunden zu haben. Größere Hindernisse sind jedenfalls nicht mehr auszumachen. Wir legen beim Tempo einen Zahn zu – wir haben jetzt schon viel zu viel Zeit verloren. Die Landschaft war zwar auch auf dem Weg schon atemberaubend schön mit den abgefahrenen Farben und Formen – jetzt wollen wir aber unbedingt die Wave sehen.

Endlich am Ziel

Inzwischen ist keine Wolke mehr am Himmel zu sehen und die Temperaturen steigen rapide an. Der Weg steigt jetzt an und bringt uns einige Höhenmeter nach oben. Wir laufen längst wieder im T-Shirt. Wir wandern zwischen engen Felswänden entlang. Der Weg macht eine Kurve und dann haben wir es geschafft. Wir stehen mitten in der Wave. Wir können unseren Augen nicht trauen. Die Wave ist noch viel schöner, als man sie von Fotos kennt. Und sie ist wirklich riesig. Außer uns sind nur ein chinesischer Fotograf und eine Chinesin in der Wave. Besonders froh, uns zu sehen, sind die beiden offenkundig nicht. Uns ist es egal. Wir steigen die Wave empor und betrachten dieses Naturwunder von ganz oben. Das jahrelange Warten auf die Permits und die verkorkste Wanderung bei abwechselnd Sonnenschein und Platzregen haben sich definitiv gelohnt. Die Wave ist absolut gewaltig und mit nichts zu vergleichen, was wir bisher im Südwesten der USA gesehen haben.

Fototipp: Um die Wave in ihrer ganzen Breite zu fotografieren, solltest du ein  Ultraweitwinkelobjektiv dabei haben. Vom Licht bietet es sich an, schon am Vormittag in der Wave zu sein. Nur wenn die Sonne hoch am Horizont steht, fallen keine Schatten in das fragile Sandsteingebilde. Eine Alternative ist natürlich die Zeit rund um den Sonnenauf- oder Untergang.

Zu dritt in der Wave wave1 kleinc wave area klein csecond wave klein c

Ein weiteres Highlight – die Second Wave

In der Ferne ziehen schon wieder dunkle Wolken auf. Frank und Johan trauen dem Wetter nicht und kehren bald wieder um. Wir planen eigentlich, bis nach Einbruch der Dunkelheit im Gebiet der Wave zu bleiben. Zunächst machen wir uns auf den Weg zur sogenannten Second Wave. Schade, das Frank und Johan schon umgekehrt sind. Der Weg zur Second Wave ist es wirklich nicht weit. Wir steigen zunächst hinten aus der Wave nach oben aus und genießen einen fantastischen Blick auf die Wave und die Umgebung. Die Wave passt sich perfekt in die Landschaft an und verschmilzt mit ihr zu einem bunten Quirl. Wenige Minuten später erreichen wir die Second Wave, die mindestens genauso beeindruckend ist wie die “Original-Wave”. Inzwischen türmen sich gewaltige Gewitterwolken am Himmel auf – und sie ziehen genau in unsere Richtung. Leider gibt es hier draußen weit und breit keinen Unterschlupf – jedenfalls keinen, den man auf den ersten Blick erkennt. Wir wägen wieder ab. Nach den jüngsten Erfahrungen wird das aufziehende Unwetter wohl nicht das letzte sein. Schutzlos wollen wir hier keinem Gewitter ausgeliefert sein. Schweren Herzens entscheiden wir uns, den Rückweg anzutreten. Dabei hatten wir so gehofft, die Wave im schönsten Abendlicht fotografieren zu können.

Die Welt geht unter

Wir haben kaum ein Drittel des Weges geschafft, da bricht das schlimmste Unwetter los. Gewaltige Wassermassen stürzen die Felswände herab. Direkt vor uns schlägt ein Blitz ein und der Donner verwandelt die Szenerie in ein einziges Inferno. Wir stehen auf einer Hochebene und machen, dass wir das Gebiet so schnell wie möglich hinter uns lassen. Für den Blitz sind wie hier ein leichtes Ziel. Wir rennen einen Abhang hinunter. Das Wash dahinter wird in wenigen Sekunden nicht mehr passierbar sein. Biggi rutscht weg und legt den Rest der Strecke auf dem Hintern zurück. Wir hechten durch die Fluten – geschafft. Zum Glück verzieht sich das Gewitter schnell wieder und auch der Regen lässt nach. Jetzt können wir es wieder gemütlicher angehen.

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Flash Flood am Wire Pass

Wir erreichen den Wire Pass und blicken hinab auf das Flussbett. Inzwischen scheint wieder die Sonne. In der Ferne hören wir ein merkwürdiges Klackern – und dann sehen wir die Flash Flood, die sich mit aller Macht ihren Weg durch den Wash sucht. Eine gewaltige Schlammlawine bahnt sich ihren Weg, durch nichts aufzuhalten. Um zurück zum Parkplatz zu kommen, müssen wir durch diesen Wash. Wir betrachten das ganze eine Weile und steigen hinab zum reißenden Bach. In der undurchsichtigen braunen Brühe werden faustgroße Steine mitgerissen – ein beängstigendes Geräusch. Nein, hier ist kein Durchkommen – wir sitzen fest. In der Ferne sehen wir schon das nächste Unwetter auf uns zukommen. Aber wir haben keine Wahl als abzuwarten, bis das Wasser sinkt. Wenn es in ein paar Kilometern wieder regnet, sitzen wir noch lange fest. Wir warten und warten. Nach einer guten Stunde ist das Wasser etwas gefallen, ist aber immer noch hoch und extrem schnell. Wir lockeren unsere Rucksackriemen – wenn man vom Wasser mitgerissen wird, kann man sich so eventuell noch befreien –, packen uns gegenseitig fest an den Armen und waten mit der Strömung durch das Wasser. Die Strömung ist brutal. Es ist extrem schwer, Halt zu finden, ohne mitgerissen zu werden. Aber wir erreichen das andere Ufer. Uns fällt ein Stein vom Herzen.

Video: Flashflood in der Wave

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Die House Rock Valley Road ist ein Fluss

Von hier an können wir in sicherem Abstand neben dem Wash weglos durchs Gelände laufen. Bis zum Parkplatz brauchen wir noch einmal … Minuten. Hier treffen wir Johan und Frank und ein paar andere Gestrandete. Die House Rock Valley Road ist in beide Richtungen unpassierbar geworden. Nach Norden müsste man einen regelrechten Strom überwinden. Selbst mit den hier weit verbreiteten großen Offroad-Fahrzeugen ist das wohl nicht zu schaffen. Nach Süden schaut die House Rock Valley Road nicht ganz so schlimm aus. Wir wissen allerdings nicht, wie sich die Verhältnisse weiter südlich verschlechtern oder ob nicht die nächste Flash Flood alles wegreißt. Uns bleibt wohl erst einmal nichts anderes übrig, als wieder zu warten.

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Flashflood2 House Rock Valley Road

Flucht nach Süden

Aus südlicher Richtung kommen zwei Geländewagen durch die Fluten. Für den Trupp ist hier jetzt allerdings auch Schluss. Allerdings soll die House Rock Valley Road mit Vierrad-Antrieb durchaus machbar sein. Mit unserem Nissan Pathfinder haben wir eine echte Chance. Wir lassen Johan und Frank noch etwas Verpflegung da – mehr als ein Bud haben die beiden nicht dabei – und versuchen unser Glück. Die Straße ist komplett überflutet. Jetzt bloß nicht steckenbleiben – die nächste Flash Flood kommt bestimmt und würde uns einfach wegspülen. Ich trete ordentlich aufs Gas. Nach ein paar hundert Metern haben wir wider Straße unter den Reifen. Bis zum rettenden Highway sind noch ein paar seichtere Stellen zu furten, aber auch das klappt ohne Probleme. Nach … Stunden lassen wir die House Rock Valley Road hinter uns. Das nächste Ziel unserer Reise: Flagstaff.

Monate später treffen wir Johan und Frank in München. Die beiden mussten die ganze Nacht da draußen verbringen und waren am Ende doch froh über unser Lunch-Paket : „It saved our lives“. Von den Rangern, die ja ein Auge auf uns werfen wollten, haben die beiden nichts mehr gesehen.

Fazit

Die Wanderung zur Wave ist ein absolutes Highlight in Arizona. Der Wanderweg ist nie besonders anspruchsvoll und sollte bei gutem Wetter bei entsprechender Kondition kein Problem sein. Nicht unterschätzen darf man die extreme Hitze im Sommer. Sonnenschutz, Sonnenhut und viel Wasser sind Pflicht auf der Wanderung zur Wave. Um sich in dem weitläufigen Gebiet nicht zu verlaufen, bietet sich ein GPS-Gerät an. Wer das Glück hat, eines der begehrten Permits zu ergattern, wird mit einem unvergesslichen Erlebnis belohnt. Eine Landschaft wie in den Coyote Buttes ist auf der Welt einmalig.

Tourdaten Wave

Datum: xx 2015
Gesamtweglänge: xx Kilometer
Höhenmeter im Abstieg: xx Meter
Reine Gehzeit: xx Stunden

Nützliche Links und GPS-Koordinaten im Überblick

  • Wanderparkplatz Wave
  • Wave
  • Second Wave

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Alle Infos zur Permit für die Coyote Buttes North (Wave)

Stand: August 2017

Die Wave in den Coyote Buttes North (CBN) ist längst kein Geheimtipp mehr und ohne eine rigorose Zugangsbeschränkung wäre dieses einmalige Naturwunder wohl längst zerstört. Pro Tag dürfen maximal 20 Besucher das Gebiet betreten. Vergeben werden die sogenannten Permits vom Bureau of Land Management. Wer ohne ein Permit in den Coyote Buttes North erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von mindestens 600 Dollar pro Person rechnen – und wir können aus Erfahrung sagen, dass die Permits vor Ort auch wirklich kontrolliert werden. Der Andrang auf die Wave ist leider immens und es ist extrem schwierig, ein Permit zu ergattern. Zehn der insgesamt 20 Permits pro Tag werden als sogenannte Walk-in-Permits vergeben, zehn Permits werden online vier Monate im Voraus verlost.

Die Online-Lotterie

Wer nicht im Südwesten der USA lebt oder wochenlang in der Gegend unterwegs ist und ein wenig planen muss, wird sein Glück in der Regel bei der Online-Lotterie (immer vier Monate im Voraus) versuchen. Wer also im August zur Wave will, muss im April an der Lotterie teilnehmen. Wer im Dezember in das Gebiet will, nimmt im August an der Lotterie teil. Insgesamt werden zehn Permits pro Tag online vergeben, wobei die maximale Gruppengröße sechs Personen beträgt. Gewinnt also eine Gruppe mit sechs Personen in der Lotterie, sind auf einen Schlag sechs Permits weg. Bei mehreren hundert Anfragen pro Tag für sind die Chancen leider sehr gering, ein Permit zu erhalten. Wir selbst hatten es einige Jahre am Stück versucht, bis es mit viel Glück endlich geklappt hatte. Trotzdem: Wer es nie versucht, hat überhaupt keine Chance, die Wave zu sehen.

Um bei der Online-Lotterie mitzumachen, geht ihr hier auf die  Permit-Seite vom Bureau of Land Management. Jetzt klickt ihr bei Coyote Buttes North (The Wave) auf “Apply for Lottery Here“. Es öffnet sich eine Seite mit einem Video, das vor Risiken warnt und erklärt, was erlaubt ist und was nicht. Unter dem Video muss bei “I confirm that I watched the video” bestätigt werden, dass man das Video angeschaut hat. Am Fuß der Seite klickt ihr jetzt auf “I Agree“.

Danach kommt ihr auf die Seite “Coyote Buttes North Lottery Application“. Neben einer Sicherheitsfrage (z.B. wie viele Ohren hat ein Mensch (Ziffern eingeben)) müssen Vorname, Nachname und Email ausgefüllt werden. Bei “Number of people in your group” müsst ihr ausfüllen, wie viele Permits benötigt werden. Bei drei Leuten logischerweise drei Permits. Die maximale Gruppengröße sind sechs Personen. Neben dem Kalender stehen drei Daten zur Auswahl. Die größten Chancen auf ein Permit hat natürlich, wer alle drei Daten einträgt. Damit landet man drei Mal im Lostopf. Wer aus organisatorischen Gründen nur zu einem bestimmten Datum Zeit hat, reduziert seine Chancen enorm. Unterhalb des Kalenders muss man nun bestätigen, dass die Gebühr von fünf Dollar für die Lotterie (egal wie groß die Gruppe ist) nicht erstattet wird und dass man zur Kenntnis nimmt, dass man nur eines der gewählten Daten gewinnen kann. Jetzt drückt ihr den Button “Submit Lottery Application“. Direkt darunter findet ihr übrigens eine Liste, die zeigt, zu welchen Daten die meisten Anfragen vorliegen. Wer flexibel ist, wählt seine Daten danach, wo es die wenigsten Anfragen gibt. Idealerweise macht man das am Monatsende, da sich die Zahlen im Monatsverlauf stark ändern können.

Nachdem ihr auf “Submit Lottery Application” gedrückt habt, wird noch einmal ein Kasten mit euren Daten eingeblendet. Auf “OK” drücken. Jetzt erscheint noch eine Übersichtsseite mit dem Preis für die Lotterie (5 Dollar). Klickt auf “Continue – Pay Now” und ihr werdet auf eine Seite geleitet, auf der ihr eure Kreditkartendaten eingeben müsst. Hier werden auch noch einmal Name und Adresse abgefragt. Setzt den Bezahlvorgang fort und schon landet ihr im Lotterie-Topf für die Wave.

Am Monatsersten bekommt ihr eine Email vom Bureau of Land Management. In dieser Email steht, ob ihr ein Permit gewonnen habt oder nicht. Schaut auch im Spam-Ordner nach, um die Email nicht zu verpassen. Und denkt daran, dass die USA in der Zeit hinterherhinken. Die Email kommt also mitunter erst sehr spät. Gehört ihr zu den glücklichen Gewinnern eines Permits, muss dieses noch bezahlt werden. Pro Permit sind sieben Dollar fällig. Wer einen Hund mit zur Wave nehmen will, zahlt sieben Dollar zusätzlich. Zwei Personen und ein Hund zahlen also 21 Dollar. Um die Permits zu bezahlen, habt ihr 14 Tage Zeit. Wer nicht innerhalb der Frist bezahlt, verliert seinen Anspruch auf die Permits. Bezahlt wird wieder per Kreditkarte. Genaue Details stehen in der Email vom Bureau of Land Management.

Die Permits werden vier bis sechs Wochen nach Zahlung per Post zu euch nach Hause geschickt. Vergesst auf keinen Fall, die Permits mit in die USA zu nehmen – am besten im Handgepäck. Alternativ kann man die Permits auch vor Ort in Kanab, St. George oder der Paria Contact Station abholen.

Solltet ihr aus welchen Gründen auch immer doch nicht zur Wave können, schickt die Permits bitte zurück. Jemand anderes wird sich sicher freuen, wenn er stattdessen zur Wave kann. Die Adresse lautet:

Bureau of Land Management
345 E. Riverside Drive
St. George
Utah 84790
United States

Kurzüberblick über die Online-Lotterie

  • Hier geht es zur  Wave-Lotterie
  • Es werden zehn Permits pro Tag verlost
  • Die Lotterie findet vier Monate im Voraus statt
  • Die Gebühr für die Lotterie beträgt fünf Dollar (egal wie viele Permits man benötigt)
  • Im Falle eines Gewinns sind noch einmal sieben Dollar pro Permit (innerhalb von 14 Tagen zu zahlen) fällig
  • Die Permits kommen mit der Post oder können auf Wunsch vor Ort abgeholt werden
  • Permits sind nicht erstattbar und nicht übertragbar
  • Hunde sind erlaubt (sieben Dollar extra)

Permits über den Online-Kalender

Es kommt (allerdings sehr selten) vor, dass bereits vergebene Permits nicht bezahlt oder zurückgegeben werden. Diese werden dann erneut vergeben. Auf dieser Seite vom  Bureau of Land Management findet ihr die freien Termine. In der Regel ist hier aber alles rot – es sind also keine Permits erhältlich. Die freien Termine werden in der Regel am 15. des Monats um 12 PM Mountain Standard Time angezeigt. Auf der Kalender-Seite findet ihr immer das aktuelle Datum und die Uhrzeit. Sollte doch einmal ein Termin frei sein, muss man schnell sein. Der erste, der seine Daten abgeschickt bekommt, hält das Permit in Händen. Auf der Bestätigungsseite müssen unter anderem Name, Adresse, Email, Telefon, Kontaktperson für den Notfall inklusive Telefonnummer angegeben werden. Als “Entry Trailhead” wählt ihr “Wire Pass“. Wer mit dem Mietauto anreist, schreibt in das Feld “Vehicle license” das Wort “rental“. Danach geht’s auf eine Bestätigungsseite und weiter zur Bezahlseite. Hier braucht ihr eure Kreditkartendaten. Die Chancen, über den Kalender an ein Wave-Permit zu bekommen, sind allerdings marginal. Versuchen kann man es trotzdem. Aber wie gesagt: Man muss extrem schnell sein.

Walk-in-Permits

Die dritte und realistischste Möglichkeit, an ein Permit für die Wave zu ergattern, ist das sogenannte Walk-in-Permit. Genau wie bei der Online-Lotterie stehen zehn Permits pro Tag zur Verfügung. Die Walk-in-Permits werden immer einen Tag im Voraus in Kanab im Grand Staircase Escalante National Monument (GSENM) Besucherzentrum verlost. Die Adresse lautet: 745 East U.S. 89, Kanab, UT 84741. Das Besucherzentrum ist täglich von 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Die Auslosung für die Walk-in-Permits, zu der oft hunderte Glücksritter kommen, findet um 9 AM Mountain Standard Time (im Sommer 9 AM Daylight Saving Time) statt. In den Wintermonaten – in der Regel vom 16. November bis zum 15. März – findet am Wochenende keine Lotterie statt. Die Permits für Samstag, Sonntag und Montag werden in dieser Zeit alle am Freitag vergeben.

Wer etwa am Mittwoch zur Wave will, muss am Dienstagmorgen um 8:30 Uhr im Besucherzentrum sein, einen Losbogen ausfüllen und die Daumen drücken. Pro Gruppe (maximal sechs Personen) darf übrigens nur ein Teilnehmer bei der Lotterie mitmachen. Werdet ihr beim Schummeln erwischt – machen also zwei oder mehr Leute aus der Gruppe mit –, werdet ihr disqualifiziert. Beachtet auch, dass Arizona in einer anderen Zeitzone als Utah liegt, falls ihr aus Page (Arizona) kommt. Die größten Chancen auf ein Permit haben Einzelpersonen und Paare. Sind beispielsweise schon acht Permits vergeben und gewinnt eine Gruppe aus sechs Personen, bekommt diese Gruppe nur zwei Permits. Viele verzichten dann auf ihre Permits, anstatt die Gruppe zu splitten. Die Permits werden dann neu vergeben. Die größten Chancen auf ein Permit für die Wave haben Einzelpersonen oder Paare, die in den Wintermonaten am Freitag im Besucherzentrum an der Lotterie für die kommenden drei Tage teilnehmen. Die Permits müssen an Ort und Stelle bezahlt werden (sieben Dollar pro Permit). Das Besucherzentrum nimmt keine Kreditkarte – ihr braucht also unbedingt Bargeld.

Im extrem seltenen Fall – etwa im Winter bei absolutem Mistwetter – kann es natürlich vorkommen, dass nach der Lotterie noch Permits erhältlich sind. Wer gerade in der Gegend ist, kann also einmal im Besucherzentrum in Kanab nachfragen. Die Chancen dürften aber sehr klein sein.

Kurzüberblick über die Walk-in-Permits

  • Die Verlosung findet einen Tag im Voraus in Kanab (Utah) im Grand Staircase Escalante National Monument (GSENM) Besucherzentrum statt
  • In den Wintermonaten findet die Verlosung für Samstag, Sonntag und Montag am Freitag statt
  • Es werden zehn Permits pro Tag verlost
  • Im Falle eines Gewinns sind sieben Dollar pro Permit fällig (nur Barzahlung)
  • Hunde sind erlaubt (sieben Dollar extra)

Habt ihr jetzt noch Fragen zur Wave oder zur Permit-Vergabe? Dann schreibt doch einen Kommentar.

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4 replies
  1. Frank Vanhemel
    Frank Vanhemel says:

    Unforgetable experience !!!

    Thanks to Flo and Biggi we made it to the wave and had some food during the day and night. Very nice to meet so friendly european travellers in South-West USA.

    Thanks again

    Frank and Johan

    Reply
  2. Monika and Petar Fuchs
    Monika and Petar Fuchs says:

    Wahnsinn! Ich hab sowas Ähnliches mal im Grand Wash im Capitol Reef erlebt, allerdings war das Wasser damals nicht ganz so hoch wie bei Euch. Es ist schon beängstigend, wenn einem aus dem Nichts eine solche Welle entgegen kommt.

    Reply

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