Wandern in den Dolomiten – Tag 1 – Der Schlern

Sechs Tage Wandern in den Dolomiten – der Auftakt

Die Dolomiten bieten atemberaubende Wanderwege und faszinierende Ausblicke

Die Tour mit Maik alias der Bergpixel fängt gut an. Aber der Reihe nach. Am Sonntagnachmittag landet mein Flieger aus Reykjavik – jetzt habe ich noch ein paar Stunden, um für eine Woche Wandern in den Dolomiten zu packen. Natürlich sind meine Outdoor-Klamotten nach zwei Wochen mit dem Zelt auf Island völlig versifft. Aber es ist ja nur Maik, der ist ein harter Hund und kann das ab – hoffe ich.

Pünktlich um drei Uhr Morgens – ich bin jetzt seit 48 Stunden auf den Beinen – brechen wir in München auf. Wir brettern in der Dunkelheit über den Brenner in Richtung St. Ulrich (Ortisei) (GPS: N 46 34.370, E 11 40.435 – Google Maps) in Südtirol. Gegen sieben Uhr erreichen wir unser Ziel. Nach einem Cappuccino zur Stärkung schnallen wir unsere Wanderschuhe an und schultern unsere schweren Wanderrucksäcke. Ich fluche jetzt schon.

Die ersten Höhenmeter legen wir mit der Seiser Alm Bahn zurück – mit dem schweren Gepäck müssen wir uns nicht die Strapazen des ersten Aufstiegs antun. An der Bergstation klappt mir die Kinnlade runter: Der Blick auf Lang- und Plattkofel ist einfach unbeschreiblich.

Langkofel und Plattkofel

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Nach einer kleinen Stärkung an der Bergstation geht es los: Wir folgen dem Wanderweg 6A in Richtung Contrin Schwaige und weiter zum Schlern. Der Gipfel des Schlern ragt 2.563 Meter in die Höhe, ist damit aber noch einer der kleineren Berge in den Dolomiten.

Die ersten Stunden führt der Wanderweg recht flach über die Almwiesen. Die Landschaft ist sanft und hügelig – und ringsherum ragen die Berggipfel in den Himmel. Nach einem kurzen Nickerchen im weichen Gras im Schutze einer Hütte erreichen wir den Aufstieg zum Gipfel des Schlern. Der Weg ist unter normalen Bedingungen keine große Herausforderung. Der Schlafentzug und der schwere Rucksack fordern aber ihren Tribut. Während Maik zur Hochform aufläuft und den Weg nach oben stürmt, brennen meine Beine und fordern jeden Meter eine Pause.

Maik Major vor dem Schlern Seiser Alm Gipfel des Schlern in den Dolomiten Hütte auf der Seiser Alm in den Dolomiten

Unser Ziel: Der Gipfel des Schlern

Unser Ziel: Der Gipfel des Schlern

Blick auf den Schlern Pause in den Bergen

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Ausblick. Weitblick. Tiefblick. Davon bieten die Dolomiten jede Menge! Jahr für Jahr ist Mark Zahel mit Notizbuch und Kamera in den Bergen unterwegs, um Touren akribisch zu erkunden und Stimmungen einzufangen. Oft zieht es ihn dabei in die "italienische Königin der Alpen": die Dolomiten. Seine aussichtsreichsten Touren über prominente Gipfel, aber auch geheimere Pfade mit unglaublichen Panoramen veröffentlicht er nun in diesem Wanderführer.

Immerhin ziehen am Nachmittag ein paar Wolken auf – das macht es etwas erträglicher, als die ganze Zeit in der prallen Sonne zu wandern. Nach zweieinhalb Stunden haben wir das Gröbste hinter uns und erreichen wieder flacheres Gelände. Alsbald erreichen wir das Schlernhaus.

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Aufstieg zum Schlern

Gewitterwolken in den Dolomiten Pferde in den Bergen Bergpixel in den Dolomiten Dolomiten Blick vom Schlern Schlernhaus am Abend

Nach dem Abendessen und einer wohlverdienten Pause nehmen wir die letzten Höhenmeter zum Gipfel in Angriff. Es sind zwar nur noch 20 Minuten Gehzeit, doch inzwischen ist jeder Schritt eine Qual. Vom Gipfel des Schlern genießen wir einen traumhaften Blick zum Rosengarten und Latemar. Inzwischen haben sich dicke Wolken am Himmel zusammengezogen – ich ahne Böses, aber Maik ist völlig gelassen.

Gipfelkreuz Schlern Schlernhaus

Das Wetter zeigt sich leider nicht von seiner besten Seite und auch das Licht macht es nicht ganz einfach, ein paar gute Bilder in den Kasten zu bekommen – aber es gelingt.

Sonnenuntergang in den Alpen Sonnenuntergang Dolomiten

Da wir nicht mit einem Sternenhimmel rechnen, geht es nach Sonnenuntergang flugs ins Zelt. Das über uns tobende Unwetter bekommt Maik garnicht mit – ich liege im Zelt und zähle den Abstand zwischen Blitz und Donner. Außerdem prasselt der Regen so laut aufs Zeltdach, dass an Schlaf nicht zu denken ist.

Zelten in den Dolomiten

4 replies
    • Florian Westermann
      Florian Westermann says:

      Hallo Moritz,

      wenn nicht, besuch doch einfach einen meiner Fotokurse – da vermittele ich dir alles nötige, um auch solche Bilder zu schießen.

      By the way: Wir suchen immer Kooperationspartner – vielleicht ergibt sich ja was mit dem Landhotel Mühlwaldhof .-)

      Viele Grüße
      Florian

      Reply
  1. Laura
    Laura says:

    Es ist einfach eine wunderschöne Landschaft! Ich bin total begeistert und war erst vor kurzem selber in Seis am Schlern, so tolle Fotos habe ich aber nicht hinbekommen 🙂

    Reply

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