Wandern in den Dolomiten – Tag 4 – Piz Boè

Wir holen uns den Gipfel des Piz Boè

Mit dem Piz Boè fällt der erste 3.000er auf unserer Tour in den Dolomiten

Nach der erholsamen Nacht ohne Sturm, Regen und Gewitter – zumindest bekommen wir davon nichts mit – starten wir mit einem tollen Frühstück im Cesa Salegg in den Tag. Frische Brötchen, Käse, Marmelade, Müsli, Kaffe – Mensch, was willst du mehr! Wir befreien unsere Rucksäcke von unnötigem Balast und brechen auf zum Pordoipass.

Der Einstieg zum Sass Pordoi und dem Piz Boè

Der Einstieg zum Sass Pordoi und dem Piz Boe

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Natürlich lassen wir die Bergbahn auf den Gipfel des Sass Pordoi links liegen – wer mag, erreicht den Piz Boè mit der Seilbahn aber in rund einer Stunde. Der Weg führt anfangs über kleine Treppen und gut ausgebaute Wege in Richtung der Scharte. Nach 20 Minuten zieht der Weg spürbar an und es wird felsig. Der Schotterweg wird steiler und steiler – das Ziel vor Augen erreichen wir das Rifugio Maria Pordoi aber recht flott nach rund einer Stunde.

Aufstieg zum Piz Boe 2

Hier oben sieht es aus wie auf dem Mond. Zwischen den Gebirgszügen schneidet eine tiefe Schlucht durch die Berge. Das erste Etappenziel ist erreicht – jetzt geht es auf den 3.152 Meter hohen Gipfel des Piz Boè (Boespitze). Durch die nahe gelegene Bergbahn ist hier oben einiges los – auch auf dem recht steilen Anstieg zum Piz Boè tummeln sich zahlreiche Wanderer.

Rifugio Pordoi Klohaus in den Dolomiten Der Gipfel des Piz Boe Auf dem Weg zum Piz Boe Piz Boe

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Wer kennt sie nicht, die Sage vom Zwergenkönig Laurin und seinem märchenhaften Rosengarten? Der Rother Wanderführer "Dolomiten 4" führt mit 54 spannenden Touren tief hinein in die zauberhafte Bergwelt rund um das Fassatal, zu Marmolada, Sella, Langkofel, Rosengarten und Latemar.

Im Mittelpunkt steht das ladinischsprachige Fassatal mit seinen Seitentälern und den attraktiven Urlaubsorten Moena, Vigo, Pozza, Campitello und Canazei. Die Wanderungen führen durch Lärchenwälder und malerische Täler, zu verträumten Bergseen und gigantischen Felskolossen. Von leicht erreichbaren Gipfeln präsentieren sich die Felszacken des Dolomitenpanoramas. Gemütliche Gasthäuser und Berghütten laden zur Einkehr ein.

Viele der hier beschriebenen Touren sind einfach und ideal für Genusswanderer und Familien. Sportlichere Wanderer finden genügend Herausforderungen, zum Beispiel die Besteigung des über 3000 Meter hohen Piz Boè. Durch die exakten Wegbeschreibungen, die Wanderkärtchen mit eingetragenem Routenverlauf und die aussagekräftige Höhenprofile sind die Tourenvorschläge leicht nachvollziehbar. Die Bilder machen Lust, den Rucksack zu packen und sofort aufzubrechen.

Mit den insgesamt sieben lieferbaren Dolomiten-Wanderführern vom Bergverlag Rother ist das gesamte Gebiet zwischen Bruneck, Brixen, Bozen, Belluno und Sexten abgedeckt.

Für die siebte Auflage wurde dieser Rother Wanderführer sorgfältig aktualisiert.

Viele Tagestouristen haben Probleme an den mit Stahlseilen versichterten Kraxelstellen – der erfahrene Berggeher kommt hier aber ohne Mühe nach oben.

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Aufstieg zum Piz Boè

Der teils stahlseilgesicherte Aufstieg zum Gipfel des Piz Boè (3.152m)

Auf dem Gipfel des Piz Boè geht es wieder zu wie in einem Hühnerstall. Davon lassen wir uns aber nicht die grandiose Aussicht verderben – und auch das Essen schmeckt auf dieser Höhe hervorragend.

Panorama Dolomiten Blick vom Gipfel des Piz Boè WC auf dem Piz Boe Klohäuschen auf dem Piz Boe

Am Gipfelkreuz des Piz Boè

Wie gewohnt formieren sich inzwischen schon wieder dunkle Wolken am Himmel. Um einer Situation wie gestern zu entgehen, machen wir uns geschwind auf den Weg zum tiefer gelegenen Rifugio Boè. Wir erreichen die Hütte nach einer halben Stunde – gerade rechtzeitig, bevor der Regen einsetzt. Die Pause wird so etwas länger als geplant, aber auch das schlimmste Unwetter zieht irgendwann weiter.

Mondlandschaft in den Dolomiten Florian Westermann in den Alpen Aussicht in den Dolomiten Wandern in den Dolomiten 2 Blick auf das Rifugio Boe

Das Rifugio Boè

Das Rifugio Boè

Um 17:00 Uhr fährt die letzte Bergbahn ins Tal – ab jetzt gehört uns die faszinierende Landschaft hier oben ganz alleine. Ein unglaubliches Gefühl. Wir sind umgeben von Gipfeln und blicken in eine tiefe Schlucht – dazu eine unvorstellbare Ruhe. Am Abend wollen wir am Gedenkkreuz an der Gipfelstation shooten. Leider liegt dichter Dunst im Tal und am Himmel braut sich das nächste Gewitter zusammen. Wir warten fast drei Stunden und genießen die Sonnenstrahlen, die immer wieder durchkommen.

Wanderer in den Dolomiten 2 Dolomiten 3 Die Marmolata im Fokus Die Marmolata Sonnenuntergang auf dem Sass Pordoi Maik und Flo vor dem Piz Boe

Als das Licht langsam magisch wird, schallt ein lauter Knall über uns hinweg. Das nächste Gewitter bahnt sich an. Ein Gewitter in dieser Lage? Nicht zu empfehlen! Wir packen unsere Fotoausrüstung ein und machen uns schellstmöglich an den Abstieg durch die Scharte. In der Ferne zucken unentwegt Blitze am Himmel und der Donnerschlag verheißt nichts Gutes. Der Himmel leuchtet inzwischen in den intensivsten Rot-Tönen. Wir ärgern uns, aber die Sicherheit geht immer vor.

2 replies
  1. Sebastian Schmuttermaier
    Sebastian Schmuttermaier says:

    Ich war mit 14 Jahren auf der Boe Hütte, auch damals gab es ein Gewitter. Der Blitz schlug in die Stahlseilversicherung ein die auf den Gipfel führt und eine Gruppe italienischer Wanderer kam ums Leben da sie trotz der Warnung des Hüttenwirtes (Ludwig, gibts den noch?) und schlechtem Wetter losgezogen sind.
    Eine wunderbare Hütte, ich hab auch den Gipfel in bester Erinnerung!

    Reply
    • Florian Westermann
      Florian Westermann says:

      Hi Sebastian,

      das ist ja eine üble Geschichte! Vor Gewittern habe ich in den Bergen den größten Respekt, auch wenn mich meine Bergkumpanen deshalb manchmal ein wenig belächeln. Aber lieber einmal öfter vorsichtig sein als einmal zu wenig

      Ansonsten ist der Gipfel wirklich toll. Klar, durch die Bahn ist natürlich einiges los, die Landschaft ist aber echt genial

      Viele Grüße
      Florian

      Reply

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