Wanderung auf den Bernadeinkopf (2143m)

Der Bernadeinkopf

Ein tolles Ausflugsziel für die bergbegeisterte Familie

Der 2.143 Meter hohe Bernadeinkopf-Gipfel geht im strahlenden Lichte der Alpspitze etwas unter – völlig zu Unrecht. Bekannt ist der Bernadeinkopf vor allem wegen des Mauerläufersteigs (Schwierigkeit D-E), der 400 Höhenmeter senkrecht durch die Nordwand führt. Man erreicht den Gipfel aber auch auf einem normalen Wanderweg. Von der Bergstation der Alpspitzbahn, die einen gemütlich auf den Osterfelderkopf und damit auf rund 2.000 Meter bringt, geht es zunächst über einen Wanderweg bis zum Nordwandsteig.

Nordwandsteig

Am Nordwandsteig beginnt unsere Wanderung

Advertisements

Hier führt uns der Steig durch einige lange Tunnel. Eine Stirnlampe ist von Vorteil, aber nicht unbedingt erdorderlich. Wir lassen unsere Lampen im Rucksack und tappen durch die Finsterniss. Schon bald folgen ein paar leichte Kletterstellen, die wie große Teile des Nordwandsteigs mit Drahtseilen versichert sind. Anspruchsvoll ist die Kletterei nicht, aber ein wenig Kraft müssen wir schon aufbringen. Der Steig führt uns zunächst einige Höhenmeter nach oben, bis wir auf das Ostgrat der Alpsitze stoßen. Hier kommen uns zahlreiche Wanderer entgegen, die über die Alpspitz Ferrata auf den Gipfel der Alpspitze aufgestiegen sind und hier absteigen.

Nordwandsteig Kletterpassage

Ein paar kleine Kletterpassagen sind zu überwinden

Bernadeinkopf

Unser Ziel, den Bernadeinkopf, haben wir immer im Blick

Bernadeinkopf

Durch diese schroffe Bergwelt führt uns die Wanderung

Wanderer vor dem Bernadeinkopf

Der Bernadeinkopf-Gipfel rückt immer näher

Der Bernadeinkopf im Blick

Wir halten uns aber links. Der Bernadeinkopf ist schon zum Greifen nah. Kurz vor dem Gipfel laufen wir über saftige Wiesen – eine angenehme Abwechslung in dieser steinigen Mondlandschaft. Vom Bernadeinkopf-Gipfel genießen wir schließlich eine tolle Sicht auf die Alpspitze. Wer mag, dreht hier um und geht über den gleichen Weg zurück zur Bergstation auf dem Osterfelderkopf.

Gipfelaufbau Bernadeinkopf

Der Bernadeinkopf in seiner vollen Pracht

Aufstieg zum Bernadeinkopf

Die letzten Meter zum Gipfel geht es über grüne Wiesen

Gipfelkreuz Bernadeinkopf

Vom Bernadeinkopf-Gipfel genießen wir einen traumhaften Ausblick

Blick auf den Stuibensee

Hier blicken wir auf den Stuibensee

Die Alpspitze hüllt sich in Wolken

Die Alpspitze hüllt sich in Wolken

Wanderer auf dem Ostgrat der Alpspitze

Über den Ostgrat kommen einige Klettersteigler von der Alpspitze zurück

Blick vom Bernadeinkopf auf den Osterfelderkopf

Auch den Osterfelderkopf haben wir im Blick

Bernadeinkopf-Gipfel aus der Luft

Sieht man auch nicht alle Tage: Der Bernadeinkopf-Gipfel aus der Luft

Südseite Bernadeinkopf

Die Südseite vom Bernadeinkopf fällt relativ flach ab

Wir entscheiden uns aber, über die Schöngänge (auch “Schöne Gänge”) 300 Höhenmeter abzusteigen. Gerade im Abstieg sollte der Schöngänge-Klettersteig nicht unterschätzt werden. Zwar gibt es auch hier an vielen Stellen Drahtseilsicherungen, man muss mitunter aber doch ein wenig Kraxeln. Zudem sind im unteren Teil des Klettersteigs nicht mehr alle Stellen versichert. Bei Nässe und Schnee ist es hier extrem rutschig. Dass die Schöngänge ein erhebliches Gefahrenpotenzial birgt, zeigt etwa eine tragische Meldung aus dem Jahr 2014. Damals stürzte ein Familenvater in den Schöngängen 200 Meter in den Tod

Klettersteig Schöngänge

Über den Klettersteig Schöngänge steigen wir wieder ab

Kletterer in den Schöngängen

Der Steig sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, insbesondere nicht im Abstieg

Kletterer in den Schöngängen

Im oberen Teil müssen die Hände ständig zur Hilfe genommen werden

Kletterer in den Schöngängen

Außerdem geht es teils mehrere hundert Meter in die Tiefe

Advertisements
Kletterer in den Schöngängen

Wer aber hochalpines Gelände mag, kommt hier voll auf seine Kosten

Blick auf die Bernadeinwand

Erst im Vergleich mit meinem Bergkumpanen Nils wird einem die Dimension der Bernadeinwand klar

Der unteren Teil der Schöngänge

Im unteren Teil sind die Schöngänge komplett ungesichert

Wir lassen die Schöngänge hinter uns und kommen auf einen breiten Wanderweg. Wegen der Nähe zu mehreren Bergbahnen ist hier natürlich einiges los. Wir machen uns wieder auf in Richtung Osterfelderkopf. Hier auf dem völlig überlaufenen Gipfel genießen wir noch einmal einen tollen Blick auf die Alpspitze, bevor uns die Alpspitzbahn wieder zurück ins Tal bringt.

Blick auf die Bernadeinwand

Noch einmal der Blick auf die Bernadeinwand

Schaukeln vor der Bernadeinwand

Auf dem Rückweg zum Osterfelderkopf gibt es diese riesigen Schaukeln

Osterfelder Abfahrt

Zurück geht es über die Osterfelder Abfahrt

Osterfelderkopf Gipfelstation

Der Osterfelderkopf kommt in Sichtweite

Gipfelkreuz Osterfelderkopf

Das Gipfelkreuz am Osterfelderkopf

Blick vom Osterfelderkopf auf die Bernadeinwand

Vom Osterfelderkopf haben wir noch einmal einen tollen Blick auf die Bernadeinwand

Blick auf die Alpspitze

Auch die Alpspitze zeigt sich von ihrer besten Seite

Bergstation Osterfelderkopf

Zum Abschluss der Wanderung gönnen wir uns noch ein kühles Radler

Tourdaten Bernadeinkopf

Datum: Juli 2016
Gesamtweglänge: 3,6 Kilometer
Höhenmeter: 290 Meter
Reine Gehzeit: 2:00 Stunden (Bei Auf- und Abfahrt mit der Bergbahn)

Die GPS-Daten als Download

Anzeige – Die Wanderkarte zur Region

Fazit

Die Wanderung auf den Bernadeinkopf über den Nordwandsteig (Schwierigkeit A/B) ist als recht einfach einzustufen und auch für bergbegeisterte Familien, die nicht das erste Mal auf Tour sind, machbar. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind Voraussetzung, außerdem sollte man wegen der langen Tunnel nicht an Platzangst leiden. Der Steig ist teilweise mit Stahlseilen versichert, zudem gibt es einige leichte Kletterstellen zu überwinden. Steinschlag ist hier immer ein Risiko, ein Helm ist deshalb sehr empfehlenswert. Wer den Nordwandsteig geschafft hat, genießt vom Bernadeinkopf-Gipfel einen tollen Blick auf die Alpsitze und auf Garmisch-Partenkirchen. Die Variante über die Schöngänge – vor allem im Abstieg – ist deutlich anspruchsvoller. Steinschlaghelm, Klettergurt und Klettersteigset sollten hier unbedingt mit. Zudem sind die Schöngänge nur erfahrenen Bergwanderern zu empfehlen. Bei Schnee und Nässe sollte man davon absehen, die Schöngänge zu gehen.

Nützliche Links

 

 

Deine Meinung ist uns wichtig

Du warst auch schon auf dem Bernadeinkopf? Hast du die Bergbahn genommen oder hast du den Gipfel alleine mit Muskelkraft erklommen? Wie waren deine Eindrücke? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar und trag dich in unser virtuelles Gipfelbuch ein – wir freuen uns 🙂

Newsletter abonnieren & gewinnen

Begleite uns auf unseren Abenteuern rund um die Welt

Du willst nie mehr die spannendsten Reportagen und die besten Tipps rund ums Thema Fotografie verpassen? Dann melde dich zu unserem Newsletter an und hab jeden Monat die Chance, unser eBook “101 Fotografien und die Geschichte dahinter” zu gewinnen.

 

Wie hat dir dieser Artikel gefallen? Vielleicht waren es ja sogar 5 Sterne – wir würden uns sehr freuen 🙂

0 replies

Leave a Reply

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *