Wanderung auf die Rotwand (1884m)

Vom Spitzingsattel über den Taubenstein zur Rotwand

Eine konditionell durchaus herausfordernde Wanderung im Mangfallgebirge

München liegt am Morgen in dichtem Nebel und auch die Webcams vom Spitzingsee verheißen nichts Gutes. Trotzdem brechen wir in aller Frühe auf in Richtung Spitzingsee. Auf dem Parkplatz des Spitzingsattels (4 Euro; Koordinaten auf Google Maps) auf 1.129 Meter herrscht bereits Hochbetrieb. Die Wolken haben sich inzwischen auch etwas gelichtet und der Nebel ist gewichen. Die Aussichten für unsere Wanderung zur Rotwand sind also garnicht so schlecht.

Wir brechen direkt hinter dem Parkplatz auf. Durch den Regen der letzten Nacht ist der Weg, der Anfangs recht steil durch einen dichten Wald führt, sehr rutschig. Wanderstöcke sind hier heute von großem Vorteil. Schon bald lichtet sich der Wald und wir erhaschen einen tollen Blick auf die umliegenden Berge und den Spitzingsee, der langsam schon wieder vom Nebel verhüllt wird.

Herbst in den Alpen

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Wanderweg im Wald

Blick auf den Spitzingsee

Blick auf den Spitzingsee

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An der Schönfeldhütte biegen wir nacht rechts auf den Fahrtweg ab, um schon bald wieder durch ein Waldstück aufzusteigen.

an der schönfeldhütte

Aussicht in den Alpen Aufstieg zur Bergstation der Taubensteinbahn

Von hier ist es garnicht mehr weit bis zur Bergstation der Taubensteinbahn, die auf 1.613 Metern Höhe liegt. Den Aufstieg hatten wir fast für uns alleine – hier oben herrscht aber ordentlich Trubel. Nur einen Steinwurf entfernt thront der Taubenstein über uns. Ein Abstecher auf den Gipfel lohnt sich und dauert nur wenige Minuten, allerdings ist der Aufstieg mit ein wenig Kraxelei verbunden. Die Aussicht entschädigt aber für alles.

Gipfelkreuz Taubenstein Abstieg vom Taubenstein

Blick auf den Taubenstein

Blick auf den Taubenstein

Blick in den Alpen

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Zur Rotwand ist es ab hier noch etwa eine Stunde Gehzeit. Der Weg schlängelt sich noch einmal einige Meter in die Höhe, bevor es relativ flach weitergeht. Dabei genießen wir einen fantastischen Ausblick auf die umliegende Landschaft. Von der Ruhe, die wir am Anfang auf unserer Tour genossen haben, ist hier allerdings nichts mehr übrig. Kurz bevor wir die Rotwand erreichen, wählen wir nicht den breiten Hauptweg, sondern einen schmalen Wanderweg unterhalb der beeindruckenden Felskulisse. Hier kommt echt alpines Feeling auf. Vor allem kurz vor dem Gipfel der Rotwand lohnt der Blick zurück.

auf dem weg zur rotwand Blick zurück an der Rotwand

Blick vom Gipfel der Rotwand

Blick vom Gipfel der Rotwand

Das Rotwandhaus im Blick

Wir erreichen den Gipfel der Rotwand gerade rechtzeitig, bevor Wolken die Sicht völlig eintrüben.

Rotwandhaus

Das Rotwandhaus von oben

Im Rotwandhaus ist am frühen Nachmittag ordentlich was los – dank der nahe gelegenen Taubensteinbahn besuchen auch viele Familien die Hütte. Nur mit Glück ergattern wir noch ein paar Plätze. Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns auf den Rückweg. Inzwischen ist kaum noch etwas zu sehen, teilweise beträgt die Sicht weniger als 100 Meter.

Für den Abstieg wählen wir den breiten Fahrtweg, biegen an der Wildfelmalm aber nach rechts ab.

Die Wildfelmalm

Die Wildfelmalm

Von hier führt ein schmaler Pfad zur oberen Wallenburger Alm über den Peter Schöpfer Steig zur oberen Maxlreiner Alm.

Peter Schöpfer Steig

Teilweise verläuft unsere Tour weglos durchs Gelände und der Pfad ist an einigen Stellen auch kaum zu erkennen – etwas Orientierungssinn und Trittsicherheit ist für diesen Teil der Tour also unabdingbar. Dafür sind wir auf dem gesamten Stück vollkommen alleine. Hier ist sie also wieder, die Ruhe, die wir in den Bergen so lieben. Das letzte Stück zum Berggasthaus Igler – der unteren Maxlreiner Alm – verläuft über einen Fahrweg und ist nicht mehr zu verfehlen.

Am Berggasthaus Igler biegen wir links ab und folgen dem Fahrweg bis in die Ortschaft Spitzingsee. Das hat den Vorteil, dass wir kurz vor dem Ziel noch eine heiße Schokolade bekommen und noch ein Stück am Spitzingsee entlangwandern können. Alternativ ist es auch möglich, am Berggasthof Igler nach rechts abzubiegen, an der Schwarzenkopfhütte vorbei und alsbald wieder auf die Schönfeldhütte zu stoßen, dir wir ja bereits beim Aufstieg passiert haben.

Das letzte Stück der Wanderung zum Parkplatz führt uns durch den Ort und am Ufer des Spitzingsees entlang – auch noch einmal ein Highlight der Tour.

Der Spitzingsee im Nebel

Der Spitzingsee im Nebel

Tourdaten Rotwand

Datum: Oktober 2015
Gesamtweglänge: 14,6 Kilometer
Höhenmeter: 870 Meter
Reine Gehzeit: 4:15 Stunden

Die GPS-Daten als Download

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Fazit

Die Wanderung zum Gipfel der Rotwand ist konditionell fordernd, lohnt sich aber alle Male. Mit der Taubensteinbahn kann die Strecke massiv verkürzt werden. Die Tour eignet sich damit auch hervorragend für Familien mit Kindern. Vom Rotwandhaus führt ein breiter Fahrweg bis in den Ort – alternativ gibt es die hier beschriebene Variante mit etwas mehr alpinem Feeling.

 

 

Deine Meinung ist uns wichtig

Du warst auch schon auf der Rotwand? Hast du die Bergbahn genommen oder hast du den Gipfel alleine mit Muskelkraft erklommen? Wie waren deine Eindrücke? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar und trag dich in das virtuelle Gipfelbuch ein – wir freuen uns 🙂

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