Wanderung rund um den Hochwanner (2744m)

Eine Wanderung rund um den Hochwanner

Mit 2.744 Metern ist der Hochwanner Deutschlands zweithöchster Berg

Wir brechen in München relativ spät auf und erreichen Leutasch in Österreich erst gegen Mittag. Ein Fehler, wie sich später herausstellen wird – doch dazu kommen wir noch. Vom Parkplatz in Leutasch (GPS: N 47 21.928, E 11 05.614Google Maps) wählen wir den Weg durch das Gaistal. Die ersten sechs Kilometer an der Gaistalalm – bei Wanderern ein beliebtes Ausflugsziel zwischen Wettersteingebirge im Norden und der Mieminger Kette im Süden – vorbei bis zur Tillfussalm verlaufen ohne größere Anstiege und sind relativ unspektakulär.

Gaistal

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Erst ab der Tillfussalm zieht der Wanderweg deutlich an. Wir passieren einen kleinen Wasserfall und je höher wir kommen, desto beeindruckender wird der Ausblick auf die hohen Berggipfel ringsherum. Die erste Pause legen wir am Steinernen Hüttl – eine der urigsten Almen in den Alpen – ein. Von hier oben haben wir wirklich einen fantastischen Ausblick auf die Bergwelt – unter anderem auf den Predigtstein. Allerdings pfeifft uns hier oben auch eisiger Wind um die Nase – lange können wir hier nicht pausieren.

Blick in die Alpen

Blick in die Alpen

Wasserfall Alpen

Das Steinerne Hüttl

Das Steinerne Hüttl

Pause in den Alpen

Blick aufs Steinerne Hüttl von oben

Blick aufs Steinerne Hüttl von oben

Blick auf die Hohe Munde

Blick auf die Hohe Munde

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Vom Steinernen Hüttl aus geht es weiter in Richtung Gipfel des Hochwanner. Anfangs folgen wir noch einem schmalen Wanderweg. In Richtung Hochwanner geht es aber bald weglos und recht steil nach oben. Erst über eine saftig grüne Wiese, später geht es über ein steiles Geröllfeld. Die Schlüsselstelle erreichen wir am Ende der Geröllfeldes – ein mehrerer Meter hohe Kamin, der durchklettert wird (I, brüchiges Gestein). Die Stelle kann zwar links umgangen werden, allerdings ist es auch hier sehr steil. Nach Begutachtung der Umgehung haben wir uns für den Aufstieg wie auch für den Abstieg den Kamin entschieden.

Aufstieg auf den Hochwanner Blick auf den Hochwanner Wettersteingebirge

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Dieser Pfosten markiert den Aufstieg in den Kamin

Dieser Pfosten markiert den Aufstieg in den Kamin

Die Schlüsselstelle auf dem Weg zum Gipfel des Hochwanner

Die Schlüsselstelle bereitet uns keine Probleme und wir wandern auf einem leicht ausgesetzten Pfad weiter in Richtung Gipfel.

Kamin am Hochwanner

Inzwischen machen sich aber dicke Wolken am Himmel breit. Bei uns wächst die Sorge, hier oben in ein Gewitter zu geraten. Das letzte Stück zum Gipfel führt steil und teils weglos über einen Geröllhang – einige hundert Meter vor uns kämpfen zwei Bergwanderer in dem schroffen Gelände damit, voranzukommen. Angesichts der unsicheren Wetterlage entscheiden wir uns hier aber zum Abbruch. Wir genießen noch einige Minuten die atemberaubende Aussicht hier oben und machen 500 Meter Luftlinie vor dem Ziel kehrt.

Blick zurück am Hochwanner

Blick zurück am Hochwanner

Das letzte Stück auf den Gipfel des Hochwanner

Das letzte Stück auf den Gipfel des Hochwanner

Der Rückweg führt uns an der Rotmoosalm und schließlich am Fuße des Predigtsteins vorbei. Auf den breiten Wanderwegen hier im Tal kommen wir schnell voran, bis wir kurz vor dem Parkplatz wieder auf den altbekannten Weg stoßen.

Abstieg vom Hochwanner

Tourdaten rund um den Hochwanner

Datum: August 2015
Gesamtweglänge: 21,8 Kilometer
Höhenmeter: 1.370 Meter
Reine Gehzeit: 8:00 Stunden

Die GPS-Daten als Download

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Fazit

Wir mussten leider kurz vor dem Gipfel des Hochwanner kehrt machen – aber wir kommen wieder (hier haben wir den Hochwanner erklommen). Die Wanderung erfordert ein ordentliches Maß an Kondition. Der Aufstieg zum Gipfel ist steil und der Weg geröllig. Zudem muss eine meterhohe Kletterstelle im ersten Grad überwunden werden. Das letzte Stück zum Gipfel erfordert absolute Trittsicherheit und Orientierungssinn im Gelände. Die Tour ist nur erfahrenen Bergwanderern zu empfehlen.

 

 

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