Wanderung auf den Wallberg (1722m)

Traumhafter Sonnenuntergang auf dem Wallberg

Der Wallberg – ein beliebtestes Ausflugsziel der Münchner

Das Wetter ist für Ende November grandios. Am Himmel ziehen vereinzelt Wolken entlang, die Sonne bricht aber immer wieder durch. Wir entscheiden uns aber erst recht spät zu einer Bergtour auf den Wallberg. Schnee liegt leider nur noch in höheren Lagen – die Schneeschuhe müssen deshalb leider zuhause bleiben. Aus der Münchner Innenstadt brauchen wir eine Stunde mit dem Auto bis zur Wallbergmoos-Alm auf 1.117 Metern (GPS: N 47 39.693, E 11 46.352 – Google Maps) in Kreuth. Man kann natürlich auch vom Parkplatz der Wallbergbahn starten und spart sich vier Euro für die durch eine automatische Schranke gesicherte Mautstraße (Stand: November 2016). Wer die Wanderung auf den Wallberg ab der Wallbergmoos-Alm startet, spart sich eine gute halbe Stunde durch den Wald und etwa 300 Höhenmeter. Da die Sonne im November schon früh untergeht, ist das für uns heute die bessere Wahl.

Wallbergmoos-Alm

Hier an der Wallbergmoos-Alm beginnt unsere Wanderung

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Vom großen Parkplatz aus beginnt die Wanderung links neben der Wallbergmoos-Alm. Der Weg führt uns mäßig steil durch den dichten Wald. Vom Regen der vergangenen Tage ist der Boden aufgeweicht und matschig – gerade bei steileren Passagen ist also ein wenig Obacht angesagt. Die Wanderung Anfangs nicht besonders spektakulär – es geht einfach durch den Wald. Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir den Hauptweg, der an der Talstation der Wallbergbahn beginnt. Der Weg ist – anders als unser Aufstieg – breit und eben und selbst für Familien mit Kinderwagen geeignet.

Wanderweg im Wald

Der Weg ist nicht sonderlich anspruchsvoll und führt zunächst durch den Wald

Wanderweg auf den Wallberg

Hier stoßen wir auf den Hauptweg. Selbst mit dem Kinderwagen kommt man hier gut voran

Schon bald lassen wir den Wald hinter uns – endlich haben wir einen schönen Blick auf die umliegenden Berggipfel. Rechts neben uns ragt der 1.706 Meter hohe Setzberg in den Himmel. Der Aufstieg zum Setzberg ist aber um einiges steiler als der breite Wanderweg zum Wallberg. Zudem liegt die Nordseite des Berges bereits unter einer dünnen Schneedecke.

Roßstein

Der Wald lichtet sich und uns sticht sofort der markante Roßstein ins Auge

Setzberg

Hier rechts sehen wir den Setzberg

Vor uns tut sich die bewirtschaftete Wallbergalm auf, die um diese Jahreszeit allerdings geschlossen hat. Rechts führt der Weg auf den Setzberg, links geht es gemütlich weiter zum Wallberg. Ein Highlight ist die Wallbergkapelle. Nun ist es nicht mehr weit zum Panoramarestaurant Wallberg und der Bergstation der Wallbergbahn, die Ende November in Revision ist. Im Sommer sowie zur Skisaison herrscht hier Hochbetrieb – davon bleiben wir um diese Jahreszeit zum Glück verschont. Schon von hier genießen wir einen tollen Ausblick auf den Tegernsee und die umliegenden Berge.

Wallbergkapelle

Die Wallbergkapelle ist idyllisch gelegen

Tegernsee

Endlich haben wir auch freie Sicht auf den Tegernsee

Wallberg

Die Bergstation mit dem Wallberg

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Der Wallberg-Gipfel

Der finale Aufstieg zum 1.722 Meter hohen Wallberg-Gipfel erfordert etwas Trittsicherheit – worauf auch ein Schild hinweist. Rund 20 Minuten sind es nun noch zum Wallberg-Gipfelkreuz. Es geht über Schrofen – hier und da müssen wir die Hände zu Hilfe nehmen. Die Felsen sind nass und matschig und im oberen Teil sogar stellenweise vereist, daher ist hier etwas Vorsicht angebracht. Nach eineinhalb Stunden stehen wir am Wallberg-Gipfel mit dem 1892 errichteten Gipfelkreuz aus Stahl. Die Fernsicht ist wirklich grandios. Kurz vor Sonnenuntergang pfeift der Wind mit voller Wucht – Daune und Windjacke sind heute Pflicht. Wir genießen die tolle Aussicht und das Rauschen des Windes bei einem warmen Tee aus der Thermoskanne und einem Müsli-Riegel.

Wallberg

Hier geht es jetzt zunächst nach oben

Schrofan aem Wallberg

Ab und zu müssen jetzt sogar die Hände zu Hilfe genommen werden

Vereister Wanderweg Wallberg

Der Weg ist teilweise vereist

Wallberg-Gipfelkreuz

Endlich am Ziel: das Wallberg-Gipfelkreuz

Ausblick vom Wallberg

Der Ausblick vom Wallberg, hier in Richtung Wettersteingebirge, ist atemberaubend

Wallberg Gipfelkreuz im Gegenlicht

Auch im Gegenlicht macht das Gipfelkreuz eine gute Figur

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Wallbergkapelle

Blick auf die Wallbergkapelle

Blick auf den Wendelstein

Der markante Berg in der Mitte ist der Wendelstein

Sonnenuntergang auf dem Wallberg

Kurz vor Sonnenuntergang machen wir uns an den Abstieg. Wir erreichen gerade die Kapelle, als der Himmel in den schönsten Farben glüht. Klar, dass wir uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Besonders der Blick in Richtung Zugspitze, Hochwanner oder Leutascher Dreitorspitze ist überwältigend. Leider habe ich heute nur meine kleine Wanderkamera und kein Stativ dabei. Mit der richtigen Fotoausrüstung wäre heute noch viel mehr gegangen – aber die Eindrücke, die wir sammeln, bleiben unvergesslich. Bald ist es stockfinster. Mit Stirnlampen bewaffnet machen wir uns auf den Rückweg durch den düsteren Wald zurück zum Parkplatz der Wallbergmoos-Alm.

Wanderung Wallberg

Es ist kalt hier oben. Wir machen uns auf den Rückweg

Tegernsee am Abend

Die Sonne steht schon recht tief. Im der Ferne sehen wir den Tegernsee

Alpenblick

Blick in die Alpen

 Wallberg-Bergstation

Die Wallberg-Bergstation im Abendlicht

Wallbergkapelle

Wir kommen wieder an der Wallbergkapelle vorbei – jetzt aber im Abendlicht

Abendlicht in den Alpen

Der Himmel leuchtet schon in den schönsten Farben

Risserkogel

Der Risserkogel

Himmelleuchten über Tegernsee

Über dem Tegernsee glüht der Himmel

Wettersteingebirge aus der Ferne

Die Sonne ist schon hinter dem Horizont verschwunden und der Himmel über dem Wettersteingebirge leuchtet in den schönsten Farben

Tourdaten Wallberg ab/bis Wallbergmoos-Alm

Datum: 20. November 2016
Gesamtweglänge: 9,0 Kilometer
Höhenmeter: 610 Meter
Reine Gehzeit: 2:45 Stunden

Die GPS-Daten als Download

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Fazit

Die Wanderung auf den Wallberg ist nicht umsonst so beliebt bei den Münchnern. Vom Wallberg-Gipfel genießt man bei gutem Wetter einen herrlichen Blick auf den Tegernsee bis hinein ins Hochgebirge, das Ende November natürlich schon schneebedeckt ist. Lediglich der finale Aufstieg zum Gipfel erfordert ein wenig Trittsicherheit. Ansonsten zählt die Wanderung zu den einfachsten in den bayerischen Alpen – damit ist die Tour (über den Hauptweg ab der Talstation der Wallbergbahn) für Einsteiger oder Familien mit Kindern geeignet. Wem der Auf- oder Abstieg dennoch zu mühsam ist, kann natürlich auch die Wallbergbahn nutzen.

 

 

Deine Meinung ist uns wichtig

Du warst auch schon auf dem Wallberg? Hast du die Wallbergbahn genommen oder dich für die leichte Wanderung auf den Gipfel entschieden? Wie waren deine Eindrücke? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

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2 replies
  1. Bergpixel
    Bergpixel says:

    Ein toller Bericht und starke Fotos.
    Im Mai hatten wir den Gipfel ebenfalls für uns allein. Ist echt schön da oben-wenn man seine Ruhe hat.

    Viele Grüße, Maik / Bergpixel

    Reply

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