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Ybbstalradweg im Mostviertel – diese Highlights musst du sehen

Die Highlights am Ybbstalradweg haben uns begeistert. 107 Kilometer durch traumhaft schöne Landschaft. Das ist der Ybbstalradweg im Mostviertel. Die Strecke startet an der Donau in Ybbs und endet an einem der schönsten Bergseen der Ostalpen in Niederösterreich.

Wir zeigen dir nun tolle Attraktionen entlang der Strecke und haben einen extra Tipp für dich. Wir empfehlen dir nämlich das Herzstück von Waidhausen bis zum Lunzer See als Strecke. 55 Kilometer pures Glück auf Rädern. Viel Spaß mit unserem Artikel.

Aktualisiert am 04.04.2022

Start an der Donau

Der Ybbstalradweg beginnt direkt an der Donau. Genauer in Ybbs an der Donau. Die kleine beschauliche Stadt ist idyllisch am Fluss gelegen. Angeblich soll es dort bereits eine keltische Niederlassung auf einem Hügel gegeben haben. Die sogennante Marienhöhe. Dort gibt es auch einen Erdwall mit Opfersteinen. Wir raten dir zu einem Stadtbesuch. Trink doch dort den Morgenkaffee und dann gehts aufs Rad.

Weiter führt uns der Ybbstalradweg zunächst durch die schöne Donauauenlandschaft. Von Amstetten, gehts über das Ybbs-Naturbad in Kematen und Allhartsberg zu einer weiteren Sehenswürdigkeit, dem Schaukraftwerk Schwellöd im schönen Ort Waidhofen.

Länge: Von Ybbs an der Donau bis Waidhofen sind es knapp 50 Kilometer mit dem Rad.

Der Ybbstalradweg ist immer perfekt ausgeschildert
Der Ybbstalradweg ist immer perfekt ausgeschildert
Eine Infotafel am Ybbstalradweg
Eine Infotafel am Ybbstalradweg. Hier erfährst du alles Wissenswertes

Tipp: Kurz vor Waidhofen befindet sich der sogenannte Sonntagberg. Wenn du sehr viel Energie hast und eventuell mit dem E-Bike unterwegs bist, dann lohnt sich ein Abstecher auf den Sonntagberg und ein Besuch der Basilika minor. Sie ist eine bekannte Wallfahrtskirche. Aber wie der Name schon sagt: der Sonntagberg ist ein Berg, für den du nochmal extra Höhenmeter zurücklegen wirst. Inklusive der Extra-Kilometer für den Abstecher.

Die Basilika thront auf dem Sonntagberg
Die Basilika thront auf dem Sonntagberg
Der Ausblick vom Sonntagberg aufs Mostviertel ist ein Top-Highlight
Der Ausblick vom Sonntagberg aufs Mostviertel ist ein Top-Highlight

⭐ Hinweis: Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Recherchereise in die Region Mostviertel mit der Region Mostviertel Niederösterreich. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf unseren redaktionellen Anspruch.

Waidhofen – die Stadt der Türme

Waidhofen an der Ybbs im Mostviertel wird auch die Stadt der Türme genannt. Kein Wunder. Als wir über die Zeller Hochbrücke fahren, blicken wir auf das schöne, alte Stadtbild. Und was uns sofort ins Auge sticht: Türme. Egal, ob Stadtturm oder Kirche.

Blick von der Brücke auf die Stadt Waidhofen
Blick von der Brücke auf die Stadt Waidhofen. Siehst du die vielen Türme?

Jahrhundertelang war die Stadt Zentrum der Eisenverarbeitung. Genauer für Eisenerzabbau. Bereits 1236 war bekannt, dass aus der Waidhofener Gegend Qualitätseisenschwerter kamen. Ab dem 16. Jahrhundert wurden etwa 20 Prozent der europäischen Eisenproduktion in dieser Gegend in Niederösterreich abgewickelt. Spannend, oder?

Der historische Stadtkern ist spätmittelalterlich. Einige Häuser besitzen einen gotischen Innenhof. Der markante Stadtturm steht im Zentrum. Direkt gegenüber haben wir eine leckere Kugel Eis gegessen.

Stadtturm von Waidhofen an der Ybbs
Der mittelalterliche Stadtturm von Waidhofen an der Ybbs

Fahrt durch Eisenbahntunnel

Besonders spannend fanden wir die Fahrt an der ehemaligen Eisenbahnstraße. Von Waidhofen aus geht es durch Tunnel und an alten hohen Eisenbahnbrücken vorbei. Hier fuhr früher die Ybbstalbahn. Sie wurde von den Einheimischen Schafkäs-Express genannt. Auf der Strecke steht ein alter Waggon der Bahn.

Ein Eisenbahntunnel, durch den wir auf dem Ybbstalradweg fahren
Ein Eisenbahntunnel, durch den wir auf dem Ybbstalradweg fahren
Der sogenannte Schaf-Käs-Express, ein Waggon der alten Bahn
Der sogenannte Schaf-Käs-Express, ein Waggon der alten Bahn

Wir fahren bisweilen auch über riesige, alte Steinviadukte. Du merkst schon: der Ybbstalradweg ist recht spektakulär in diesem Abschnitt.

Direkt nach dem Eisenbahntunnel bei Gstadt kommen wir an einen Mostbrunnen. Am Rastplatz steht eine grüne Kiste. Wenn du hier die Kurbel betätigst, dann kannst du frisch gekühlte Getränke heraufholen. Also haben wir fleißig gekurbelt, den Preis, der angeschrieben stand, gezahlt und kamen in den Genuss unseres ersten Mosts.

Flo kurbelt am Mostbrunnen den Most herauf
Flo kurbelt am Mostbrunnen den Most herauf
Unser erster Most im Mostviertel
Unser erster Most im Mostviertel – leckere Erfrischung

Der Most darf schließlich im Mostviertel nicht fehlen. Und als hätte der kühle Most noch nicht gereicht, fahren wir danach weiter an Birnbäumen vorbei. Wie im Niederösterreichischen → Weinviertel, gibt es auch im Mostviertel sogenannte Mostheurige. Neben dem jungen Most bekommst du dort auch eine gestandene Jause mit regionalen Spezialitäten. Meist kannst du dich durch verschiedene Mostsorten testen. Insgesamt sind 20 Birnensorten gut für die Produktion des Mosts geeignet.

Länge: Von Waidhofen bis zum Mostbrunnen sind es 5 Kilometer.

Hier fahren wir durch eine Gegend voller Obstbäume
Hier fahren wir durch eine Gegend voller Obstbäume. Im Frühjahr blüht alles weiß

Empfehlenswerte Reiseführer

Bevor du ins Mostviertel nach Niederösterreich fährst, solltest du dich unbedingt vorher über die genaue Radstrecke und die Sehenswürdigkeiten entland dieser einlesen. Schau auch gerne vorher unsere → Top-Sehenswürdigkeiten des Mostviertels an.

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Von Naturbädern und Schotterbänken an der Ybbs

Direkt nach dem Mostbrunnen fahren wir an einem Bison-Gehege vorbei. Hier machen wir kurz Halt und schauen uns die großen, braunen Tiere an.

Der Ybbstalradweg führt nun vorbei an den Naturstrandbädern in Hollenstein und Göstling. Vor allem die Schotterbänke der Ybbs zwischen Hollenstein und St. Georgen am Reith nutzen Sommerfrischler zur Erholung und um in das kühle Nass hineinzuspringen.

Noch ein Extra-Tipp: in St. Georgen kommst du an der Gulaschwirtin vorbei. Andere Radfahrer haben uns bestätigt, dass hier das Gulasch noch schmeckt wie früher. Die Wirtin wirbt für das beste Gulasch in ganz Österreich.

Die Fahrt am Ybbstalradweg
Die Fahrt am Ybbstalradweg ist wirklich sehr idyllisch

Überall hast du die Möglichkeit dich kurz zu erfrischen, die Beine baumeln zu lassen und sie dir von der eiskalten Ybbs umspülen zu lassen. Mach ruhig auch mal Rast und genieße, was die Natur dir schenkt.

Eine Badestelle an der Ybbs
Ein Naturbad an der Ybbs
Eine Badestelle an der Ybbs
Eine weitere Badestelle an der Ybbs. Sieht das nicht idyllisch aus?
An der Ybbs kannst du überall ins Wasser gehen
Hier kannst du anhalten und die müden Beine ins kühle Wasser halten

Direkt kurz vor Lunz am See fahren wir an der Töpperbrücke vorbei. Diese Brücke wurde mit riesigen Figuren bestückt. Hier machen wir einen Fotostopp.

Die Töpperbrücke ist mit riesigen Figuren ausgestattet
Die Töpperbrücke ist mit riesigen Figuren ausgestattet

Endpunkt: der Lunzer See

Am Ende wartet der Lunzer See auf dich. Er ist einer der schönsten Bergseen der Ostalpen in Niederösterreich. Wir raten dir eine Bootstour auf dem See zu machen, wenn du noch ein wenig Energie übrig hast. Am Abend hat uns dann der Sonnenuntergang am See verzaubert. Die Berge, die den Bergsee einrahmen, wurden vom Licht der untergehenden Sonne angestrahlt.

Sonnenuntergang am Lunzer See
Sonnenuntergang am Lunzer See – ein Traum

Übrigens entspringt direkt an der Stelle, an der auch der Ybbstalradweg beginnt, die Ybbs in Lunz am See.

Unser Tipp: lass den schönen Abend im Restaurant Seeterrasse ausklingen oder geh im Landhotel Zellerhof essen. Das Essen war bei beiden vorzüglich.

Länge: Nachdem du am Lunzer See angekommen bist, hast du 107 Kilometer zurückgelegt. Gratulation!

Der Lunzer See ist einer der schönsten Bergseen der Region
Der Lunzer See ist einer der schönsten Bergseen der Region

Herzstück des Ybbstalradwegs 55 Kilometer

Für die Genussradler können wir das Herzstück des Ybbstalradweges empfehlen. 55 Kilometer geht es vom schönen Lunz am See nach Waidhofen. Natürlich kannst du die Strecke auch anders herum fahren.

Das Landhotel Zeller bietet den Service an, dass du am Morgen ein Shuttle nach Waidhofen nehmen kannst und dann alle Zeit der Welt hast, um zurück nach Lunz am See zu fahren.

Die alte Bahnstrecke am Ybbstalradweg
Die alte Bahnstrecke am Ybbstalradweg
Der Schafkäse-Express - ihn kannst du besichtigen
Der Schafkäse-Express – ihn kannst du besichtigen

Wir begannen unsere Tour in Lunz am See und sind mit dem E-Bike die 55 Kilometer nach Waidhofen an der Ybbs gefahren. Es war traumhaft. Am Ursprung der Ybbs folgst du dem ausgeschilderten Radweg. Vorbei an sanfthügeligen Wiesen mit Mostbirnbäumen und Streuobstwiesen.

Dann folgt die markante Eisenstraße. Besonders Spaß hatten wir am Mostbrunnen zum Kurbeln und der anschließende Genuss eines gekühlten Mosts. Schließlich geht es durch Tunnel und an alten Eisenbahnbrücken hinein in den wunderschönen Ort Waidhofen.

Länge: Wenn du nach Waidhofen in die historische Innenstadt hineinfährst, hast du danach etwa 57 Kilometer auf dem Tachometer.

Überall am Ybbstal-Radweg gibt es Schutzhütten zum Unterstellen
Überall am Ybbstal-Radweg gibt es Schutzhütten zum Unterstellen

Wir hoffen, wir haben dir jetzt Lust auf den Ybbstalradweg gemacht. Du kannst uns glauben: die Strecke macht auf jeden Fall Spaß und ist sehr idyllisch. Uns hat das Erlebnis mit dem Fahrrad wirklich sehr gefallen.

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