Kaufberatung: Stirnlampen zum Joggen und Wandern im Test
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LED-Stirnlampen im Test: die besten Kopfleuchten zum Joggen, Wandern & Campen

Bist du auf der Suche nach einer guten Stirnlampe, etwa zum Joggen, zum Angeln, für das nächste Outdoor-Abenteuer in den Bergen oder für den Notfall? Wir haben zehn Stirnleuchten in allen Preiskategorien getestet und verraten dir hier unsere Testsieger.

Die günstigste Kopflampe kostet weniger als 20 Euro. Unsere teuerste LED-Stirnlampe im Test ist die Ledlenser H19R für 219 Euro.

Aktualisiert am 15.11.2022

Als begeisterte Bergsportler, Fotograf und Läufer beschäftige ich mich seit Jahren mit dem Thema Stirnlampen. In diesem Test habe ich elf Stirnleuchten genau unter die Lupe genommen.

Ich verrate dir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle, worauf du beim Kauf einer Stirnlampe achten solltest und meine persönlichen Testsieger im Kopflampen-Test.

Ich habe alle Stirnlampen ausgiebig getestet und versucht, meine Meinung so objektiv wie möglich wiederzugeben. Für die Verleichsfotos der Lichtausbeute bei Nacht habe ich für den Test ein Stativ genutzt und die Kamera im manuellen Modus bedient – so sind die Ergebnisse verleichbar.

11 LED-Stirnlampen im Test

Flo mit einer Stirnlampe beim Joggen
Ich habe Stirnlampen getestet und verrate dir, welche Kopflichter sich zum Laufen, beim Camping oder für das nächste Outdoor-Abenteuer eignen

Hier findest du alle getesteten Stirnlampen mit Daten wie Gewicht, Lichtmenge, Reichweite und Preis im Überblick. Da es sich um die Herstellerangaben handelt, sind die Daten nicht 1:1 vergleichbar.

Gerade beim Vergleich der Lichtmenge und der Reichweite ist Vorsicht geboten. Hier stimmen die Werte nicht immer mit dem subjektiven Empfinden überein. Zumal es nicht darum geht, die auf dem Papier hellste Stirnleuchte zu kaufen, sondern die Kopflampe mit einer möglichst homogenen und praxistauglichen Lichtverteilung.

Bei Hybrid-Lampen, die mit einem Akku und alternativ mit handelsüblichen Batterien betrieben werden können, bezieht sich die Maximalleistung auf die deutlich stärkeren Akkus.

ModellGewicht (g)LumenReichweite (m)Preis in €
Black Diamond Storm 400 12040010060
Fenix HM23 842406330
Fenix HM61R155120014580
LE LED Stirnlampe7830015015
Ledlenser H19R Core3743500300170
Ledlenser H6R13220012040
Lupine Penta 4500K1101100120160
Olight Perun 22232500166100
Petzl Actik Core 6008860011560
Petzl Tikka Core 450844507550
Sigma 18850 Sport Headled II 5818012020

Am Ende meines Stirnlampentests findest du übrigens einen Überblick über die IPX-Kennziffer, die die Staub- und Wasserfestigkeit der Kopfleuchten anzeigt.

Worauf du beim Kauf einer Stirnlampe achten musst

Die Lichtausbeute der Ledlenser H19R Core im Test nachts im WaldDer Unterschied zwischen der stärksten …
Die Lichtausbeute der LED-Kopflampe  Fenix HM23 im Test nachts im Wald… und der schwächsten Stirnlampe im Test ist immens

Die Lampenhersteller werben meist mit einem Wert: Lumen. Je mehr Lumen, desto besser die Leuchte, könnte man meinen. Die Lumen sagen aber noch nicht viel darüber aus, wie hell eine Lampe im Einsatz ist, zumal gerade No-Name-Hersteller aus China oft Fantasiewerte auf ihre Produkte schreiben. Man spricht hier gerne von „China-Lumen“.

Bei Online-Marktplätzen wirst du viele billige Stirnlampen mit enorm hohen Lumen-Versprechen finden. In der Regel sind diese Angaben unbrauchbar. Die Angaben der bekannten Markenhersteller sind aber realistisch.

Was sind Lumen (lm)

Lumen (lm) (zum Wikipedia-Eintrag) ist die Menge Licht, die von einer (Stirn)-Lampe ausgeht. Je höher die Lumenzahl, desto heller die Lampe. Lumen messen aber die gesamte Lichtmenge und sagen nichts darüber aus, wieviel Licht auf ein bestimmtes Ziel trifft.

Je nach Bündelung des Lichts können zwei Leuchten, die auf dem Papier die gleiche Leuchtstärke besitzen, zu einer völlig anderen Ausleuchtung und Wahrnehmung führen.

Wie viele Lumen benötigt deine Taschenlampe mindestens?

Was sind Candela (cd)?

Beim Stirnlampenkauf wirst du manchmal auf den Begriff Candela (cd) stoßen (zum Wikipedia-Eintrag). Candela ist das lateinische Wort für Kerze. Eine Haushaltskerze hat etwa eine Lichtstärke von einer cd. Je höher diese Zahl ist, desto gebündelter strahlt die Lampe ihr Licht aus.

Ein fokussierten Suchschweinwerfer hat einen hohen Candela-Wert. Die Astrolux MF05 etwa gehört zu den Taschenlampen mit der größten Reichweite (3,2 Kilometer). Die Astrolux MF05 hat 7.500 Lumen und 2,5 Millionen cd. Die Lumintop SD90 mit ebenfalls 7.500 Lumen, aber 750.000 cd, kommt nur auf eine Reichweite von 1,7 Kilometern (was nicht schlechter sein muss).

Was sind Lux (lx)?

Lux (lx) beschreibt die Beleuchtungsstärke bzw. die Helligkeit, die auf eine Fläche trifft. Nur bei den wenigsten Stirnlampen wirst du eine Lux-Angabe finden (zum Wikipedia-Eintrag).

Hybrid-Lampen

Hybrid-Lampen sind Leuchten, die sowohl mit einem leistungsfähigen Akku vom Hersteller als auch mit handelsüblichen Batterien (AA/ AAA) betrieben werden können. Beachte bitte, dass herkömmliche Alkalibatterien nicht die nötige Leistung haben, um leistungsfähige LEDs auf voller Stufe zu betreiben.

Besser sind wiederaufladbare Li-Ion-18650-Akkus mit ausreichend Leistung, um auch Power-LEDs in höchster Stufe zu betreiben. Eine Alternative sind leistungsstarke Lithium-Batterien (Lithium AA-Batterien* & Lithium AAA-Batterien*), die sich dank der extrem langen Haltbarkeit (bis zu 20 Jahre) ideal als Notfallbatterien etwa für einen längeren Stromausfall (Blackout) eignen.

Black Diamond Storm 400

Die LED-Stirnlampe Black Diamond Storm 400
Die Black Diamond Storm 400 begeistert mit sattem Licht und zahlreichen Funktionen – eine ideale Kopflampe für Outdoor-Abenteuer

Die Black Diamond Storm 400 macht auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck. Die staub- und wassergeschützte Kopflampe (IP67) ist hervorragend verarbeitet und sieht wertig aus. Mit 120 Gramm ist die Stirnleuchte eine der robusteren Kopflampen im Test und daher nicht mehr unbedingt zum Joggen geeignet. Konzipiert ist die Black Diamond Storm 400 vorrangig fürs Camping und für Outdoor-Abenteuer.

Komfort

Die Black Diamond Storm 400 ist mit einem abnehmbaren elastischen Stirnband ausgestattet, das sich blitzschnell ohne Fummelei verstellen lässt. Den Tragekomfort finde ich trotz des recht hohen Gewichts gut.

Bedienung & Funktionen

Die Black Black Diamond Storm 400 bringt zahlreiche Funktionen mit, die sich selbst mit Handschuhen komfortabel über zwei Knöpfe und das berührungsempfindliche Gehäuse steuern lassen.

Neben Fernlicht und Nahlicht mit Dimmfunktion, Blinkmodus, Nachtsichtmodus (rot, grün und blau) und einen Sperrmodus, damit sich die Lampe nicht versehentlich im Rucksack einschaltet (dazu beide Tasten zwei Sekunden drücken), verfügt die Lampe über eine praktische Memory-Funktion. Die Lampe merkt sich also den letzten Leuchtmodus.

Die Lampe lässt sich zudem in fünf Stufen nach unten absenken.

Die Bedienung der Leuchte ist trotz der zahlreichen Funktionen auch ohne Anleitung schnell zu verstehen. Die Bedienung hat der Hersteller sehr gut gelöst!

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Stirnleuchte Black Diamond Storm 400 im Test nachts im Wald
Die Black Diamond Storm 400 leuchtet die nähere Umgebung gut aus und strahlt auch gut in die Ferne

Betrieben wird die Black Diamond Storm 400 mit vier handelsüblichen AAA-Batterien (idealerweise nutzt du Lithium-Batterien oder AAA-Akkus*). Ich bin ein großer Fan von Stirnlampen, die auch mit normalen Batterien funktionieren. So muss man auch auf Mehrtagestouren keine Angst haben, dass der Akku zuneige geht, insofern man Ersatzbatterien dabei hat.

Die Verwendung handelsüblicher Batterien hat auch in Extremsituationen wie einem tagelangen Stromausfall (neudeutsch „Blackout“) Vorteile. Vorausgesetzt, man hat ausreichend Ersatzbatterien zuhause.

Den Akkustand zeigt die Lampe anhand der drei LEDs an der Seite an.

Laut Hersteller beträgt die Leuchtstärke 400 Lumen. Die Reichweite der Stirnlampe liegt bei 100 Metern.

Im Einsatz leuchtet die Stirnlampe in der höchsten Stufe sehr weit und breit aus. Dank der Kombination von zwei LEDs, die für Nahlicht und Fernlicht zuständig sind, ist sowohl in direkter Umgebung sowie in der Ferne alles bestens ausgeleuchtet.

Sehr praktisch ist das Nachtlicht in den Farben rot, grün und blau.

LeuchtkraftLeuchtdauer
400 Lumen5 Stunden
180 Lumen10 Stunden
8 Lumen150 Stunden

Fazit

Die Black Black Diamond Storm 400 bietet eine umfangreiche Ausstattung, eine durchdachte Bedienung und eine hohe Leuchtkraft. Die LED-Lampe eignet sich perfekt fürs Camping und für Outdoor-Abenteuer aller Art.

Beim Joggen leuchtet die Stirnlampe sehr gut aus. Da der Schwerpunkt der Lampe bauartbedingt relativ weit vorne liegt, springt das Licht beim schnellen Laufen aber recht stark. Zum Joggen eignet sich das Kopflicht daher nur bedingt.

Insgesamt handelt sich bei der Black Diamond Storm 400 um eine ausgezeichnete Stirnlampe, die ich für den Preis sehr empfehlen kann.

Fenix HM23

Die LED-Kopflampe Fenix HM23
Die Fenix HM23 ist eine günstige Einsteigerlampe, die sich auch zum Joggen in der Dunkelheit eignet

Mit 84 Gramm gehört die Fenix HM23 zu den Leichtgewichten in meinem Stirnlampentest. Die Bauform der komplett staub- und wasserdichten Kopfleuchte unterscheidet sich deutlich von einer herkömmlichen Kopflampe.

Die kleine LED sitzt in einem runden Zylindergehäuse aus Metall, in dem auch die AA-Batterie (idealerweise nutzt du Lithium-Batterien oder AA-Akkus*)) verbaut ist. Eine Gummihalterung verbindet die Lampe mit dem Stirnband. Insgesamt erscheint die Verarbeitung sehr hochwertig.

Komfort

Durch das geringe Gewicht trägt sich die Fenix HM23 sehr angenehm. Das elastische Stirnband lässt sich schnell und einfach an die jeweilige Kopfgröße anpassen.

Bedienung & Funktionen

Die Fenix HM23 verfügt nur über einen einzigen Knopf, mit dem die Lampe an- und ausgeschaltet wird. Zudem verfügt die LED-Leuchte über drei verschiedene Leuchtstärken. Mehr Funktionen gibt es nicht, die Bedienung ist damit idiotensicher. Einen Nachtmodus mit Rotlicht – beliebt unter anderem bei Fotografen – gibt es leider nicht.

Die Lampe sitzt in einer Gummihalterung und lässt sich daher stufenlos nach oben sowie nach unten schwenken.

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der LED-Kopflampe Fenix HM23 im Test nachts im Wald
Die Leuchtkraft der Fenix HM23 ist begrenzt. Für gemütliche Waldwege reicht das Licht aber aus

Der Hersteller gibt die Leuchtkraft mit 240 Lumen an. Die Reichweite liegt bei 63 Metern.

Im nächtlichen Einsatz erzeugt die Fenix HM23 ein recht warmes Licht, das das nähere Sichtfeld relativ gut ausleuchtet. Die Reichweite ist im Vergleich mit den anderen von mir getesteten Stirnlampen recht gering.

LeuchtkraftLeuchtdauer
240 Lumen8 Stunden
70 Lumen16 Stunden
4 Lumen100 Stunden

Fazit

Die Stärken der wasserdichten Fenix HM23 sind das geringe Gewicht, die kompakte Größe und der günstige Preis. Zum Spazieren mit dem Hund oder zum Joggen in der Stadt reichen die Leuchtkraft und das Sichtfeld locker aus. Ein Leuchtwunder darfst du aber nicht erwarten. Dafür ist der Tragekomfort beim Joggen gut.

Für eine anspruchsvolle Nachttour in den Bergen würde ich eine LED-Lampe mit mehr Leuchtkraft und mehr Funktionen wählen.

Die Leuchtfunktionen der Stirnlampe beschränken sich auf hell, mittelhell und gedimmt. Wenn dir das ausreicht, ist die Fenix HM23 eine gute Notfalllampe und auch ein ordentliches Licht zum Joggen in der Stadt.

Fenix HM61R

Die LED-Kopfleuchte Fenix HM61R
Die Fenix HM61R begeistert mit einer extrem hohen Leuchtkraft und ist eine gute Stirnlampe zum Joggen

Die Fenix HM61R ist mit 155 Gramm kein Leichtgewicht, verfügt aber über eine hohe Leuchtkraft von 1.200 Lumen. Die Fenix HM61R kann sowohl als Stirnlampe als auch als klassische Taschenlampe genutzt werden. Die LED sitzt am Kopfende eines runden Zylindergehäuses, das sich mit wenigen Handgriffen aus der Halterung entfernen lässt. Die Verarbeitung der Leuchte wirkt hochwertig.

Komfort

Fenix liefert die LED-Kopflampe wegen des höheren Gewichts mit einem elastischen Stirnband mit einem Überkopfband aus. Damit sitzt die Leuchte in allen Situationen perfekt ohne zu verrutschen.

Obwohl die LED selbst nicht in der Mitte des Gehäuses sitzt, ist die etwas ungleiche Gewichtsverteilung nicht störend. Trotz des Gewichts von 155 Gramm trägt sich die Kopfleuchte selbst beim Laufen angenehm.

Du kannst die Fenix HM61R auch aus ihrer Halterung am Stirnband nehmen und als klassische Taschenlampe benutzen.

Bedienung & Funktionen

Die Fenix HM61R verfügt über einen einzigen Knopf, mit dem du die Lampe ein- und ausschaltest und außerdem zwischen den verschiedenen Modi wechselst. Dir stehen fünf Lichtstärken (5 bis 1200 Lumen Leuchtkraft) zur Verfügung.

Neben dem klassischen Weißlicht verfügt die Stirnlampe über eine Rotlichtfunktion in zwei Stufen und ein rotes SOS-Blinklicht.

Praktisch ist die Memory-Funktion nach dem erneuten Einschalten der Kopfleuchte.

Die Lampe selbst ist in der Halterung am Stirnband stufenlos nach oben und nach unten drehbar.

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Kopflampe Fenix HM61R im Test nachts im Wald
Die 1.200 Lumen der Fenix HM61R machen ordentlich hell

Die Fenix HM61R hat ordentlich Power. Dir steht zwar kein Booster, dafür aber ein extrem helles Dauerlicht (1.200 Lumen) zur Verfügung – und das immerhin für zwei Stunden. In der zweitstärksten Stufe mit 400 Lumen leuchtet die LED bis zu vier Stunden. Auf langen Outdoor-Touren sollten aber immer Ersatzbatterien mit.

Beim Laufen leuchtet die Fenix HM61R im näheren Umfeld alles perfekt aus. Gleichzeitig siehst du sehr weit. Hier spürt man die 1.200 Lumen Leuchtkraft, die Kopflampen mit 400, 500 oder 600 Lumen weit in den Schatten stellen. Die Reichweite liegt laut Hersteller bei 145 Metern.

Bist du beim joggen auf einer Laufstrecke mit Gegenverkehr unterwegs, solltest du die Leuchtkraft auf 400 Lumen dimmen – du machst dir sonst keine Freunde bei den anderen Läufern! Bist du alleine im Wald unterwegs, wirst du das sehr helle Licht der Fenix HM61R in der höchsten Stufe mit 1.200 Lumen lieben.

LeuchtkraftLeuchtdauer
1200 Lumen2 Stunden
400 Lumen4 Stunden
150 Lumen12 Stunden
50 Lumen35 Stunden
5 Lumen300 Stunden

Fazit

Die Fenix HM61R ist ein kompaktes Lichtwunder zu einem guten Preis. Die Lichtkraft ist in der höchsten Stufe enorm. Als Lauflampe kann ich die Fenix HM61R empfehlen (aber aufgrund der extremen Helligkeit auf entgegenkommende Personen, Radfahrer, Autos etc. achten!!!).

Auch zum Campen und Wandern eignet sich die Stirnlampe gut. Hätte die Fenix HM61R noch ein Nahlicht mit einer breiteren Streuung, wäre sie perfekt.

LE LED-Stirnlampe

Die LED-Stirnlampe von LE
Die LED-Stirnlampe von LE ist die günstigste Stirnleuchte im Test

Eines vorweg: die LED-Stirnlampe von LE, die im Doppelpack nur 25 Euro kostet, ist ein kleiner Blender – aber anders, als du vielleicht denkst.

Der chinesische Hersteller wirbt mit einer starken LED (300 Lumen), sechs Modi und Rotlicht. Beim ersten Eindruck wird aber sofort klar, dass es sich bei der LE Stirnlampe um ein günstiges Einsteigermodell handelt. Die Materialanmutung vom Lampengehäuse und vom Stirnband lässt keinen anderen Schluss zu. Dafür ist die Verarbeitung okay.

Komfort

Anders als bei den übrigen Stirnlampen aus meinem Test verläuft das elastische Stirnband an der Stirn hinter der Hartplastik-Lampenhalterung, dient also nicht als Polsterung an der Stirn. Trotz des geringen Gewichts von nur 78 Gramm finde ich den Tragekomfort nicht überragend.

Bedienung & Funktionen

Die Bedienung der LED-Leuchte ist simpel gehalten. Mit dem rechten Knopf wechselst du zwischen Fernlicht (zwei Stufen) und Nahlicht (zwei Stufen). Allerdings ist es nicht möglich, Fern- und Nahlicht gleichzeitig zu nutzen. Der linke Knopf aktiviert das Rotlicht bzw. das rot-grüne-Blinklicht. Fern- und Nahlicht lassen sich auch mit dem Rotlicht bzw. dem Blinklicht kombinieren.

Die Lampe kann in mehreren Stufen um 45 Grad nach unten gedreht werden.

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Kopfleuchte LE LED Headlamp im Test nachts im Wald
Die Lichtausbeute der LE LED Headlamp ist nicht überragend, aber okay

Ausgestattet ist die LED-Stirnlampe mit einem eingebauten Lithium-Ionen-Akku mit 1.200 mAh. Der Akku soll für bis zu 15 Stunden Helligkeit sorgen. Geladen wird per Micro-USB-Kabel.

Der Hersteller wirbt mit 300 Lumen und einer Reichweite von 150 Metern. Im Vergleich mit Markenlampen mit ähnlichen Werten wirken diese Angaben völlig übertrieben. Trotzdem ist die Stirnlampe durchaus beim Gassigehen mit dem Hund oder beim Joggen in der Stadt zu gebrauchen.

In der stärksten Stufe ist das Fernlicht recht ordentlich. Ich würde mir aber eine bessere Ausleuchtung im direkten Umfeld wünschen. Gerade beim Joggen in der Nacht wäre das ein Vorteil.

LeuchtkraftLeuchtdauer
High (300 Lumen)4 Stunden
Low15 Stunden

Fazit

Für den Preis von unter 15 Euro ist die Stirnlampe von LE okay. Die Werte, mit denen der Hersteller wirbt, sehen auf dem Papier toll aus. Vergleichbare Markenlampen mit ähnlichen Werten bringen aber deutlich mehr Licht ins Dunkel der Nacht. Die Materialanmutung könnte besser sein. Dafür ist die Stirnleuchte sehr günstig.

Ich persönlich würde aber zu einem hochwertigeren Modell greifen.

Ledlenser H19R Core

Die extrem helle LED-Stirnlampe Ledlenser H19 Core
Die Ledlenser H19 Core ist mit ihren zwei riesigen LEDs extrem hell und in Sachen Leuchtkraft die Nummer 1 in diesem Test

Die Ledlenser H19R Core ist in Sachen Leuchtstärke die klare Nummer eins in meinem Test. Ledlenser verspricht im Boost-Modus (für zehn Sekunden) 3.500 Lumen und 300 Meter Reichweite. Im Dauermodus schafft die Leuchte 1.600 Lumen und 230 Meter Reichweite.

Für diese extreme Power ist einiges nötig. Die Stirnleuchte bringt mit dem austauschbaren riesigen Akku satte 374 Gramm auf die Waage. Damit ist die Ledlenser H19R Core definitiv kein Licht zum Joggen. Dafür ist das Lichtmonster aber auch nicht gedacht.

Die extrem helle Power-Lampe richtet sich an Menschen, die oft in der Dunkelheit in der Natur unterwegs sind und viel Licht benötigen, etwa Jäger oder Angler. Aber auch einer Höhlenerkundung steht mit der Ledlenser H19R Core nichts im Wege.

Für eine einfache Bergtour wäre mir die Stirnleuchte zu schwer. Zudem benötigt man keine so extrem helle Stirnleuchte, um einem Weg zu folgen.

Komfort

Dank des abnehmbaren Überkopfbandes hält die extrem helle LED-Lampe sicher auf dem Kopf. Toll ist auch die zusätzliche Polsterung an der Stirn. Mit 374 Gramm ist die Ledlenser H19R Core die schwerste Stirnlampe im Test. Wegen der guten Gewichtsverteilung (der Akku sitzt hinten am Stirnband) ist der Tragekomfort aber gut.

Mit einem optional erhältlichen Verlängerungskabel kannst du den Lampen-Akku sogar am Körper tragen. Außerdem eignet sich die LED-Lampe mit optionalem Zubehör auch zur Montage am Helm oder als Scheinwerfer am Fahrrad. Das Stirnband kannst du mit wenigen Handgriffen entfernen.

Bedienung & Funktionen

Die Ledlenser H19R Core wartet mit zahlreichen Funktionen auf. Bedient wird das Lichtmonster mit dem nach oben und unten schwenkbarem Lampenkopf über drei Knöpfe, mit denen du die zwei Power LEDs zusammen oder getrennt ansteuern kannst. Ein Blick in die Bedienungsanleitung ist am Anfang unerlässlich, um dir einen Überblick über die vielen Funktionen zu verschaffen.

Die Daneben verfügt die Power-Lampe über eine Nachtsichtfunktion. Dafür ist zusätzlich eine rote LED verbaut.

Der wiederaufladbare Akku (Magnetladesystem) besitzt eine Ladestandsanzeige, damit du unterwegs keine böse Überraschung erlebst. Zudem kannst du die Lampe sperren, damit sie sich im Rucksack nicht versehentlich einschaltet.

Der Lampenkopf lässt sich stufenlos sowohl nach oben wie auch nach unten drehen.

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Stirnlampe Ledlenser H19R Core im Test nachts im Wald
Im Booster-Modus mit 3.500 Lumen hast du mit der Ledlenser H19R Core den Eindruck, mit einem Autoscheinwerfer auf dem Kopf herumzulaufen

Die 3.500 Lumen stehen immer nur für zehn Sekunden zur Verfügung. Im Dauerbetrieb stehen dir für maximal vier Stunden 1.600 Lumen Leuchtkraft zur Verfügung. Mit 800 Lumen leuchtet die Stirnlampe sieben Stunden, im „Low Power“ Mode mit immerhin 200 Lumen sind es 20 Stunden.

Im Einsatz in der Natur beamt dich die Ledlenser H19R Core weg. Schon im Dauermodus mit 1.600 Lumen hast du das Gefühl, einen Autoscheinwerfer mit dir herumzutragen. Du solltest auch darauf achten, nie ins Gesicht anderer Menschen zu leuchten! Im Boost-Modus mit 3.500 Lumen wird die Nacht im wahrsten Sinne des Wortes zum Tag!

Ein Manko ist angesichts der enormen Lichtpower die relativ kurze Akku-Laufzeit bei voller Leistung. Für längere Abenteuer solltest du immer einen vollen Ersatz-Akku dabei haben.

LeuchtkraftLeuchtdauer
3500 Lumen10 Sekunden
1600 Lumen4 Stunden
200 Lumen20 Stunden

Fazit

Für einen Spaziergang in der Nacht im Wald mit dem Hund ist die Ledlenser H19R Core ein wenig überdimensioniert. Als Lauflampe ist mir die Ledlenser H19R Core zu schwer und klobig. Das Licht ist aber ein Traum!

Kommt es dir bei deinen Outdoor-Aktivitäten auf die maximal mögliche Ausleuchtung in der näheren Umgebung sowie in der Ferne an, ist die Ledlenser H19R Core die erste Wahl. Zudem kannst du die H19R Core optional etwa als extrem helles Fahrradlicht nutzen.

Die Luxus-Version der Ledlenser H19R Core ist übrigens die Ledlenser H19R Signature (hier Preis checken*) mit noch mehr Leuchtkraft (4.000 Lumen), Bluetooth-Verbindung zum Smartphone sowie umfangreichem Zubehör wie Helmhalterung, Verlängerungskabel, Stativhalterung und Universalhalterung.

Aber Vorsicht! Die LEDs werden sehr heiß! Mir hat der Lampenkopf tatsächlich ein Loch in meine Daunenjacke gebrannt.

Ledlenser H6R

Die Kopfleuchte Ledlenser H6R
Die Ledlenser H6R begeistert mit einer stufenlosen Fokusfunktion

Mit nur 200 Lumen Leuchtkraft gehört die Ledlenser H6R zu den nominal schwächsten Stirnlampen im Test. Aber vielleicht überrascht die Leuchte ja im Feldeinsatz – wir werden es herausfinden. Materialanmutung und Verarbeitung sind auf höchstem Niveau. Mit nur rund 40 Euro gehört die Ledlenser H6R übrigens eher zu den Einsteigermodellen.

Komfort

Ausgestattet ist die Ledlenser H6R mit einem fest verbauten Überkopfband, das auch dank der Gummierung für einen sehr guten Halt sorgt. Mit einem Gewicht von 132 Gramm ist die Kopflampe im Vergleich mit den anderen Stirnlampen aus dem Test relativ schwer. Die gute Gewichtsverteilung – die Batterien befinden sich am Hinterkopf – sorgt für ein angenehmes Tragegefühl.

Bedienung & Funktionen

Die Bedienung der Ledlenser H6R ist denkbar einfach. Ein Blick in die Bedienungsanleitung erübrigt sich damit. Es gibt nur einen An- und Ausschalter. Die große Besonderheit ist das Fokus-System an der Unterseite der LED-Lampe, mit dem du stufenlos zwischen Nahlicht (defokussiert) zu scharf gebündeltem Fernlicht (fokussiert) wechseln kannst.

Die Lichtstärke regulierst du über einen zusätzlichen Hebel am Batterie-Kasten. Komfortabler geht es nicht.

Die Lampe kann in drei Stufen um 45 Grad nach unten gedreht werden.

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Stirnlampe Ledlenser H6R im Test nachts im Wald
Die Ledlenser H6R gehört auf dem Papier zu den schwächeren Kopflampen im Test. Die Leuchtkraft – hier im Fokus-Modus – ist aber gut

Auf dem Papier stehen nur 200 Lumen. Ledlenser gibt als Reichweite 120 Meter an. Wenn man es nicht weiß, würde man der Ledlenser H6R eher eine Leuchtkraft von 400 oder 500 Lumen zusprechen.

Die Stirnlampe hat eine hohe Leuchtkraft und strahlt im Fokus-Modus wirklich weit. Im Nahlicht-Modus leuchtet die Kopflampe das nähere Umfeld sehr gut aus.

Die Leuchtdauer liegt bei zwei Stunden in der höchsten Stufe.

LeuchtkraftLeuchtdauer
200 Lumen2 Stunden
5 Lumen40 Stunden

Fazit

Die Ledlenser H6R ist eine der positiven Überraschungen in diesem Test. Obwohl auf dem Papier relativ schwach, kommt die recht günstige Stirnlampe an so manchen deutlich stärkeren Konkurrenten ran. Auch der hohe Tragekomfort und das Fokus-System sprechen für die Ledlenser H6R. Schade, dass die Lampe nur spritzwassergeschützt und nicht wasserdicht ist.

Lupine Penta 4500K

Die LED-Stirnlampe Lupine Penta
Die Stirnlampe Lupine Penta hat bis zu 1.100 Lumen

Die Lupine Penta (erhältlich in den Farbtemperaturen 4500K (neutralweiß) und 5700K (Tageslicht)) ist der günstigste Einstieg in die Welt der teuren Lupine-Stirnlampen. Die Lupine Penta schlägt mit 160 Euro zu Buche und kostet damit ein Vielfaches der meisten hier im Test vorgestellten Leuchten. Wenn du es drauf anlegst, kannst du bei Lupine auch vierstellige Beträge ausgeben.

Für den Preis bekommst du eine leucht- und funktionsstarke Stirnlampe im wasserdichten schwarz-anodisierte Aluminiumgehäuse „Made in Germany„.

Komfort

Die Lupine Penta trägt sich angenehm. Das Stirnband lässt sich schnell ohne Fummelei verstellen. Durch die kompakte Bauform der Lupine Penta ist die Stirnlampe auch beim Joggen ein angenehmer Bergleiter.

Ein Hinweis zum fest verbauten Akku der Lupine Penta: Prinzipiell kannst du den Akku der Leuchte selbst tauschen. Das ist aber mit einem größeren Aufwand verbunden. Du musst nämlich mehrere Schrauben lösen. Ein schneller Akku-Tausch auf einer längeren Tour ist damit ausgeschlossen. Als Backup für den Notfall kannst du eine Powerbank nutzen. Die Stirnlampe funktioniert auch während des Ladevorgangs.

Bedienung & Funktionen

Die Bedienung der Lupine Penta ist denkbar einfach. Über den linken Knopf steuerst du das Weißlicht in vier Stufen, über den rechten Knopf das Rotlicht. Der Booster schaltet sich bei einem Doppelklick auf den Knopf für das Weißlicht ein. Zudem gibt es noch Sonderfunktionen wie SOS und Blinktlicht.

Die LED-Leuchte lässt sich in drei Stufen nach unten verstellen.

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Stirnlampe Lupine Penta im Test nachts im Wald
Im Booster-Modus leuchtet die Lupine Penta mit 1.100 Lumen

Im Booster-Modus (15 Sekunden) sieht man die 1.100 Lumen der Lupine Penta sofort. Die LED-Lampe ist dann deutlich heller als der Großteil der Konkurrenz im Test. Im Normalmodus mit 600 Lumen leuchtet die Lupine Penta das nähere Umfeld mit einem angenehm weißen Licht gut aus. Die Reichtweite ist allerdings etwas beschränkt.

Das Rotlicht ist auch als Blinklicht in der höchsten Stufe extrem hell. Damit eignet sich die Lupine Penta auch, um etwa eine Unfallstelle abzusichern oder als Fahrrad-Rücklicht.

LeuchtkraftLeuchtdauer
1100 Lumen15 Sekunden
600 Lumen1 Stunde
340 Lumen2:30 Stunden
120 Lumen6:45 Stunden
55 Lumen19 Stunden
15 Lumen120 Stunden

Fazit

Die Lupine Penta ist perfekt verarbeitet und gehört dank des robusten Aluminium-Gehäuses zu den hochwertigsten Leuchten im Test. Die maximale Leuchtkraft von 1.100 Lumen sind wirklich toll, steht aber leider nur für 15 Sekunden zur Verfügung. Das Dauerlicht mit 600 Lumen eignet sich aber auch super für einen nächtlichen Lauf im Wald. Für längere Touren fehlt mir aber die Möglichkeit, den Akku schnell zu wechseln.

Olight Perun 2

Die Kopflampe Olight Perun 2
Die Olight Perun 2 ist eine Mischung aus klassischer Taschenlampe und Kopfleuchte – und dazu extrem hell

Mit 2.500 Lumen ist die Olight Perun 2 auf dem Papier die zweitstärkste und mit 223 Gramm auch die zweitschwerste Stirnlampe im Test. Wobei, Stirnlampe trifft es eigentlich nicht wirklich. Im Prinzip ist die Olight Perun 2 eine gute Taschenlampe mit einem zusätzlichen Stirnband.

Komfort

Die Olight Perun 2 wird mit einem abnehmbaren Stirnband mit Überkopfband geliefert. Die eigentliche LED-Lampe steckt in einer Gummihalterung, die wiederum am Stirnband befestigt ist. Da die LED nicht mittig im Lampengehäuse sitzt, ergibt sich eine ungleichmäßige Gewichtsverteilung, die ich persönlich etwas störend finde.

Zudem sitzt das komplette Gewicht der Leuchte inklusive dem austauschbaren Akku (mit Magnetladesystem) vorne. Insgesamt finde ich die Konstruktion im Vergleich mit den anderen Stirnlampen im Test nachteilig. Das gilt besonders fürs Laufen.

Gut gelöst ist hingegen der Taschenclip, mit dem du die Taschenlampe etwa am Rucksack befestigen kannst.

Eine Besonderheit ist auch der magnetische Fuß der Lampe, die an jeder metallischen Oberfläche felsenfest haftet.

Bedienung & Funktionen

Die Olight Perun 2 kommt zwar mit 2.500 Lumen daher, geizt aber mit Funktionen. Es gibt nur einen einzigen Knopf, mit dem du die Kopflampe ein- und ausschaltest und zudem die fünf Leuchtstufen – von „Moonlight“ bis „Turbo“ – regulierst. Zusätzlich gibt es einen Notfall-Modus mit SOS-Blinklicht.

Durch die flexible Konstruktion der Halterung kannst du die LED-Lampe stufenlos nach oben und nach unten schwenken.

Die Stirnlampe verfügt über einen Sensor, der automatisch abblendet, wenn du dich mit einer hohen Leuchtstufe einem Hindernis stark näherst (um die Eigenblendung zu reduzieren).

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Kopfleuchte Olight Perun 2 im Test nachts im Wald
Mit 2.500 Lumen ist die Olight Perun 2 die zweitstärkste Leuchte im Test

Die maximale Leuchtkraft von 2.500 Lumen steht für höchstens zwei Minuten zur Verfügung. Im Dauerbetrieb leistet die Olight Perun 2 maximal 800 Lumen für knapp drei Stunden. Im „Moonlight“-Modus mit fünf Lumen liefert die Lampe 300 Stunden Licht.

Die 2.500 Lumen leuchten die nähere und weitere Umgebung perfekt aus. Auch im Dauermodus mit 800 Lumen wird in der näheren Umgebung alles perfekt ausgeleuchtet. Das Licht der Lampe ist recht breit gestreut. Dafür ist die Reichweite (für diese Leistungsklasse) beschränkt. Der Hersteller gibt 166 Meter an. Das klingt realistisch.

Der wiederaufladbare Akku (Magnetladesystem) hat leider keine optische Akkustands-Anzeige. Fällt der Akkustand unter zehn Prozent, vibriert die Lampe.

LeuchtkraftLeuchtdauer
2500 Lumen2 Minuten
800 Lumen175 Minuten
120 Lumen18 Stunden
30 Lumen66 Stunden
5 Lumen300 Stunden

Fazit

Die Olight Perun 2 überzeugt mit einer hohen Leuchtkraft, das aber insbesondere in der näheren und mittleren Umgebung zur Geltung kommt

Die Stirnband-Konstruktion finde ich nicht so glücklich gelöst. Als extrem helle Camping- oder Arbeitslampe ist die Olight Perun 2 aber super, auch wegen dem magnetischen Boden.

Petzl Actik Core

Die Lauflampe Petzl Actik Core
Die Petzl Actik Core eignet sich aufgrund ihrer Leuchtstärke und Bauart gut zum Laufen

Die Petzl Actik Core wiegt deutlich unter 100 Gramm und macht auf den ersten Blick einen super Eindruck. Verarbeitung und Material sind top. Mit rund 60 Euro gehört die Stirnlampe zu den teureren Leuchten im Test.

Komfort

Die Petzl Actik Core trägt sich aufgrund der kompakten Bauweise und des geringen Gewichts sehr angenehm. Damit eignet sich die Lampe hervorragend zum Laufen. Das elastische Stirnband lässt sich extrem schnell in der Größe anpassen.

Bedienung & Funktionen

Die LED-Kopfleuchte ist mit einem einzigen Knopf ausgestattet, mit dem du durch die verschiedenen Modi springst. Zur Auswahl stehen das Fernlicht in zwei Stufen mit 600 und 100 Lumen und ein Nahlicht. Daneben gibt es ein Rotlicht mit Dauerlicht und Blinklicht. Ein Verriegelungsmodus verhindert das unbeabsichtigte Anschalten im Rucksack.

Die Lampe lässt sich zudem in mehreren Stufen nach oben und unten schwenken.

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Stirnleuchte Petzl Actik Core im Test nachts im Wald
Die Petzl Actik Core eignet sich dank ihrer guten Reichweite und der schönen Ausleuchtung im näheren Umfeld gut zum Joggen

In der Stärksten Stufe mit 600 Lumen sorgen die zwei LEDs der Petzl Actik Core für eine breite und angenehme Ausleuchtung. Beim Laufen im dunklen Wald ist das gesamte Sichtfeld gut ausgeleuchtet. Ich würde mir aber etwas mehr Licht in der Ferne wünschen. Petzt gibt die Reichweite mit 115 Metern an.

Die Leuchtdauer beträgt in der höchsten Leuchtstufe maximal zwei Stunden. Für einen Feierabendlauf reicht das locker. Für ein längeres Outdoor-Abenteuer ist das aber zu wenig. Hier solltest du immer einen Ersatzakku oder Ersatzbatterien dabei haben.

LeuchtkraftLeuchtdauer
600 Lumen2 Stunden
100 Lumen7 Stunden
7 Lumen100 Stunden

Fazit

Die Petzl Actik Core macht optisch einen tollen Eindruck. Ein nettes Gimmick ist der phosphoreszierende Reflektor, der in der Dunkelheit grün leuchtet. Zum Laufen eignet sich die Stirnlampe dank des geringen Gewichts und der kompakten Bauform sehr gut. Die Ausleuchtung ist in der Breite sehr angenehm, auch wenn ich etwas Reichweite vermisse.

Für ein längeres Outdoor-Abenteuer ist mir die maximale Leuchtdauer zu kurz. Im Notfall kannst du die LED-Lampe aber mit handelsüblichen AAA-Batterien betreiben (allerdings mit verringerter Leuchtkraft).

Petzl Tikka Core

Die Stirnlampe Petzl Actik Core
Die Petzl Actik Core

Die Petzl Tikka Core – ebenfalls mit phosphoreszierendem Reflektor – bringt nur 84 Gramm auf die Waage. Materialanmutung und Verarbeitung sind sehr gut. Mit rund 50 Euro gehört die Kopfleuchte zur gehobenen Einsteiger-Klasse.

Komfort

Die Petzl Tikka Core ist super leicht und kompakt und trägt sich daher sehr angenehm. Zum Laufen ist die Bauform ideal. Das elastische Stirnband lässt sich extrem schnell in der Größe anpassen.

Bedienung & Funktionen

Die Stirnlampe ist mit einem einzigen Knopf ausgestattet, mit dem du zwischen den verschiedenen Modi wechselst. Zur Auswahl steht das Fernlicht in drei Stufen mit 450, 100 und sieben Lumen. Die schwächste Stufe dient auch als Nahlicht.

Daneben gibt es ein Rotlicht mit Dauerlicht und Blinklicht. Ein Verriegelungsmodus verhindert das unbeabsichtigte Anschalten im Rucksack.

Die Lampe lässt sich zudem in mehreren Stufen nach oben und unten schwenken.

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Kopflampe Petzl Tikka Core im Test nachts im Wald
Die Petzl Tikka Core sorgt für eine angenehme Beleuchtung im näheren Umfeld

Die Petzl Tikka Core leistet 450 Lumen, die Reichweite liegt laut Hersteller bei 75 Metern. Tatsächlich ist die Reichweite recht gering. Die Lampe leuchtet mehr das direkt Umfeld in der Breite aus. Hier würde ich mir aber auch mehr Leuchtkraft wünschen.

LeuchtkraftLeuchtdauer
450 Lumen2 Stunden
100 Lumen7 Stunden
7 Lumen110 Stunden

Fazit

Die Petzl Tikka Core macht einen wertigen Eindruck. Die Leuchtkraft ist in Ordnung. Zum Campen oder für einen Waldspaziergang reichen die 450 Lumen alle Male. Zum Laufen würde ich mir aber mehr Leuchtkraft wünschen und zur etwas teureren Petzl Actik Core greifen.

Sigma 18850 Sport Headled II

Die Stirnlampe Sigma 18850 Sport Headled II
Die Sigma 18850 Sport Headled II ist eine der Überraschungen in meinem Stirnlampentest

Die Sigma 18850 Sport Headled II ist mit 58 Gramm ein echtes Leichtgewicht und die leichteste Stirnlampe im Test. Mit einem Preis von nur 20 Euro ist die Sigma-Lampe zudem extrem günstig. Kann die Kopflampe trotzdem was?

Komfort

Mit ihrem Fliegengewicht ist die Sigma 18850 Sport Headled II extrem komfortabel. Die Verstellung am Stirnband ist nicht ganz so komfortabel wie etwa bei Petzl und etwas fummelig.

Bedienung & Funktionen

Die Bedienung ist denkbar einfach. Die LED-Leuchte wird über einen einzigen Knopf gesteuert. Dir stehen drei Leuchtstufen und ein Boost-Modus zur Verfügung. Außerdem sendet die Lampe ein SOS-Notsignal.

Akku & Leuchtkraft

Die Lichtausbeute der Kopflampe Sigma 18850 Sport Headled II im Test nachts im Wald
Die Sigma 18850 Sport Headled II leuchtet den direkten Weg vor dir gut aus, hat aber Schwächen in der breiten Ausleuchtung

Auf dem Papier stehen gerade einmal 120 Lumen im Dauermodus. Für zehn Sekunden leuchtet die Sigma 18850 Sport Headled II im Booster-Modus mit 180 Lumen.

Überraschenderweise sorgt schon das Dauerlicht mit 120 Lumen für eine fokussierte Ausleuchtung des Weges. In der Breite fehlt etwas Licht, das finde ich aber überhaupt nicht störend. Beim Laufen in der Dunkelheit schlägt sich die mit 58 Gramm leichteste Stirnlampe im Test überraschend gut.

LeuchtkraftLeuchtdauer
180 Lumen10 Sekunden
120 Lumen2 Stunden
60 Lumen5 Stunden
10 Lumen20 Stunden

Fazit

Suchst du eine möglichst günstige Lauflampe, ist die Sigma 18850 Sport Headled II eine Überlegung wert. Die Kopflampe ist extrem leicht, die Ausleuchtung ist für die Größe überraschend gut. Besonders dann, wenn du eine Lauflampe suchst, die den Weg direkt vor dir hell ausleuchtet. Die Akku-Laufzeit sollte locker für den Feierabendlauf ausreichen.

Fazit: die besten Stirnleuchten zum Laufen, Wandern und Campen

Suchst du eine Stirnlampe für das ultimative Abenteuer in der Natur mit einer möglichst hohen Leuchtkraft, empfehle ich dir die Ledlenser H19R Core (hier bestellen*) – die Lampe beamt dich im wahrsten Sinne des Wortes weg. Dafür musst du das hohe Gewicht und die relativ kurze Akkulaufzeit bei voller Leistung in Kauf nehmen.

Deutlich günstiger und leichter sind die Olight Perun 2 (hier bestellen*) und die Fenix HM61R (hier bestellen*). Dafür musst du bei beiden Stirnlampen – zumindest im direkten Vergleich mit der Ledlenser H19R Core – Abstriche bei der Ausleuchtung und der Ausstattung machen.

Zum Wandern, auch in den Bergen, kann ich dir die Black Diamond Storm 400 (hier bestellen*) empfehlen. Die gut gegen Wasser geschützte Stirnlampe ist leicht und leistungsstark, bringt viele Funktionen mit und kann mit herkömmlichen Batterien und Akkus – wichtig auf längeren Touren und im Notfall – betrieben werden.

Auch zum Campen eignet sich die Black Diamond Storm 400 dank der vielen Einstellungen hervorragend. Eine andere tolle Camping-Lampe ist die Ledlenser H6R (hier bestellen*).

Die besten Kopfleuchten für Läufer zum Joggen sind für mich die Fenix HM61R (hier bestellen*), die Petzl Actik Core und die Lupine Penta (hier bestellen*). Mein Preistipp für Läufer ist die Sigma 18850 Sport Headled II (hier bestellen*). Biggi findet das stark nach vorne fokussierte Licht der Sigma 18850 Sport Headled II sogar am angenehmsten zum Laufen in der Dunkelheit.

Extra: die besten Helmlampen

Höhlenforscher, Kletterer, Mountainbiker und andere Extremsportler haben noch einmal ganz andere Anforderungen an eine Kopflampe. Die Leuchte muss sich sicher an einem Helm befestigen lassen. Eine Alternative zur klassischen Stirnleuchte mit Stirnband sind Helmlampen, die direkt am Helm befestigt werden können.

Eine der leistungsfähigsten Helmleuchten der Welt ist die Lupine Alpha mit einer unglaublichen Leuchtkraft von 8.100 Lumen und einer maximalen Helligkeit von 600 Lux. Damit eignet sich die Lupine Alpha perfekt für rasante Abfahrten mit dem Mountainbike in der Nacht. Die Reichweite der Monsterlampe beträgt sagenhafte 480 Meter. Mit über 1.000 Euro kostet die Lupine Alpha aber auch ein kleines Vermögen (hier aktuellen Preis checken*).

Etwas kleiner dimensioniert ist die legendäre Lupine Betty mit einer Leuchtkraft von 5.400 Lumen. Die Lupine Betty gibt es als klassische Stirnlampe oder als Helmleuchte und kostet je nach Variante ab etwa 800 Euro (hier aktuellen Preis checken*).

Los geht’s bei den Helmlampen von Lupine übrigens bei rund 200 Euro mit der 1.000 Lumen starken Lupine Neo (hier aktuellen Preis checken*).

Ein super Preis-Leistungsverhältnis bietet die weiter oben im Test vorgestellte Ledlenser H19R Core, die sich mit dem optionalen Zubehör auch als Helmlampe eignet. Für nur 150 Euro bekommst du hier eine LED-Lampe mit einem 1.600 Lumen starken Dauerlicht.

Das bedeuten die IPX-Kennziffern

Die hier vorgestellten Stirnlampen sind laut Herstellern allesamt staub- und spritzwassergeschützt. Hier gibt es allerdings große Unterschiede. Schau dir daher genau die jeweilige Schutzklasse an. Hier findest du alle Schutzklassen im Überblick.

Die IP-Schutzklasse zeigt an, wie widerstandsfähig das Gehäuse eines elektronischen Gerätes – etwa deiner Stirnlampe – gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser ist.

Die erste Zahl der Schutzklasse gibt die Widerstandsfähigkeit gegen feste Fremdkörper an. Die zweite Zahl geigt die Widerstandsfähigkeit gegen Wasser an. Eine Stirnlampe mit der Schutzklasse IP68 etwa ist komplett staubdicht und wasserdicht.

Die IPX-Kennziffer für feste Fremdkörper

IP0XKein Schutz
IP1XGeschützt gegen feste Fremdkörper mit Ø ≥ 50 mm
IP2XGeschützt gegen feste Fremdkörper mit Ø ≥ 12,5 mm
IP3XGeschützt gegen feste Fremdkörper mit Ø ≥ 2,5 mm
IP4XGeschützt gegen feste Fremdkörper mit Ø ≥ 1,0 mm
IP5XGeschützt gegen Staub in schädigender Menge
IP6XStaubdicht

Die IPX-Kennziffer für Wasser

IPX0Kein Schutz
IPX1Schutz gegen Tropfwasser
IPX2Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist
IPX3Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
IPX4Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
IPX5Schutz gegen Strahlwasser aus einem beliebigen Winkel
IPX6Schutz gegen starkes Strahlwasser
IPX7Schutz gegen kurzzeitiges Untertauchen
IPX8Schutz gegen dauerndes Untertauchen (wasserdicht)
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