Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Griechenland
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Griechenland Sehenswürdigkeiten: 12 schöne Orte, die du sehen musst [mit Karte]

Griechenland gehört zu den Lieblingsdestinationen der Deutschen – kein Wunder bei der Vielfalt an Sehenswürdigkeiten in Griechenland. Dass Griechenland mehr als nur Sonne, Meer und Ouzo kann, zeige ich dir in diesem Artikel.

Ich nehme dich mit auf eine Reise durch ein Land, in dessen Kultur, Natur und Mentalität ich mich verliebt habe und das auch dich verzaubern wird. Weitere Geheimtipps und spannende Fakten gibt es obendrein.

Zusammen besuchen wir die Vikos-Schlucht, die Metéora-Klöster, meine Lieblingsstadt Athen, Santorin, Rhodos und viele weitere Sehenswürdigkeiten.

Aktualisiert am 28.03.2022

Die Top-Sehenswürdigkeiten im Überblick

Wir verraten dir die Top-Highlights in Griechenland. Du willst wissen, was du alles in dem schönen Mittelmeerland machen kannst? Dann komm mit uns in eines der spannendsten Länder Europas. Hier findest du zunächst unsere Top-Sehenswürdigkeiten im Überblick.

Diese malerischen Sehnsuchtsorte sollten auf jeden Fall auf deiner Griechenland-Bucketlist stehen. Hier verraten wir dir übrigens die schönsten Inseln Griechenlands.

Der Blick auf den Ort Monemvasia
Wir verraten dir nun die schönsten Sehenswürdigkeiten in Griechenland. Orte, die du unbedingt sehen musst

Karte: Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Griechenland

Auf unserer interaktiven Karte findest du die Top-Sehenswürdigkeiten in Griechenland im praktischen Überblick. Viel Spaß beim Entdecken der schönsten Orte und Plätze des Mittelmeerlandes.

1. Athen mit der Akropolis

Natürlich darf bei einer Griechenland-Reise auch ein Abstecher in die Hauptstadt nicht fehlen. Athen ist eine der ältesten Städte der Welt und wird dich mit ihrem antiken Flair in ihren Bann ziehen. Wir haben für dich die schönsten Sehenswürdigkeiten in Athen bereits recherchiert.

Das Wahrzeichen der griechischen Metropole ist die Akropolis. Der berühmte Burgberg blickt auf eine rund 2500-jährige Geschichte zurück und wurde 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Hauptattraktion ist der Parthenon, ein der Göttin Athene geweihter Tempel aus Marmor. 

Der Blick auf die Akropolis in Athen am MorgenDie Akropolis ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Athen – und in ganz Griechenland. Besonders schön ist der Blick auf das imposante Bauwerk am Morgen
Die Akropolis in Athen im AbendlichtAuch im Abendlicht kann die Akropolis begeistern

Einen ausführlichen Rundgang durch die Top-Sehenswürdigkeit Akropolis findest du in unserem Artikel. Sehr sehenswert ist auch das moderne Akropolismuseum (Website) am Fuße der Akropolis, das viele spannende Exponate aus der Perserzeit und Antike beherbergt. 

In der Nähe befindet sich zudem die Alte Agora, wo sich einst das gesamte politische, wirtschaftliche und soziale Leben der Athener abspielte. Dementsprechend diente der 2500 Jahre alte Marktplatz als Versammlungsort für Diskussionen und Wahlen, Handelsplatz und sozialer Treffpunkt. 

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Von den einstigen 30 Bauwerken kannst du heute noch zwei bewundern: zum einen den Tempel des Hephaistos, einer der besterhaltenen Tempel Griechenlands, und zum anderen die Stoa des Attalos, die durch ihre 116 Meter langen Säulengänge beeindruckt. 

Von der Agora aus ist es nur noch einen Katzensprung ins lebhafte Einkaufsviertel Monastiraki, das einem einzigen großen Flohmarkt gleicht. Ruhiger geht es im Altstadtviertel Plaka zu, wo du entspannt durch die malerischen Gassen bummeln und dich in einer der kleinen Tavernen stärken kannst. 

Eine besonders schöne Sicht über Athen und auf die Akropolis hast du vom Athener Hausberg, den 277 Meter hohen Lykabettus (Lykavittós), auf dessen Gipfel die Kapelle Ágios Geórgios thront. Außerdem gibt es hier oben ein Restaurant mit grandioser Aussicht. Zum Gipfel führen mehrere Wanderwege und eine Standseilbahn.

Der Blick auf den Lykavittós mit der Kapelle Ágios Geórgios
Der Lykavittós ist fast so etwas wie ein Geheimtipp. Trotz der tollen Aussicht geht es am Gipfel vergleichsweise ruhig zu

Na, ist der Flug nach Athen schon gebucht? Noch ein Tipp: buche dir vor Ort eine Street-Art-Führung. Du wirst begeistert sein.

2. Metéora-Klöster 

Nahe der Stadt Kalambaka im Herzen Griechenlands findest du die Metéora-Klöster und damit eine der bezauberndsten Sehenswürdigkeiten ganz Europas. Sie thronen majestätisch auf hohem Sandsteinfelsen und scheinen bei Nebel zu schweben – daher auch der Name Metéora, was so viel wie „in die Höhe heben“ bedeutet. 

Das Metamórphosis-Kloster und das Varlaám-Kloster in Meteora aus der Luft
Die Klöster von Metéora sind absolut beeindruckend und gehören definitiv zu den schönsten Orten in ganz Griechenland

Das erste Metéora-Kloster wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet, die Blütezeit der Klöster begann allerdings erst 1334, als der Mönch Athanasios aus der Mönchsrepublik Athos nach Metéora floh. Im Laufe des 14. Jahrhunderts gründete er das Kloster Metamórphosis, das bis heute größte schwebende Kloster, und bestimmte die fortan geltenden Regeln des Klosterlebens. 

Dementsprechend leben die Mönche und Nonnen hier zönobitisch, also in enger Gemeinschaft, besitzlos und von der Außenwelt abgeschirmt. Seit 1988 gehören die auf den mehrere hundert Meter hohen Felsen erbauten Méteora-Klöster zum UNESCO-Weltkulturerbe. 

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Von den insgesamt 24 Klöstern kannst du heute noch sechs besichtigen, in denen auch weiterhin Mönche und Nonnen leben. Inzwischen sind sie über Treppen zu erreichen, früher musste man noch Strickseile hochklettern. 

Apropos Klettern: Die Metéora-Felsen sind auch ein beliebtes Kletterziel für Adrenalinjunkies. 2001 sprang hier der Base-Jumper Felix Baumgartner – international bekannt für seinen Stratosphärensprung – von einem 120 Meter hohen Felsen. 

Angesichts des atemberaubenden Panoramas dienten die schwebenden Klöster von Metéora zudem als Filmkulisse für Klassiker wie Tim und Struppi und das Geheimnis um das goldene Vlies (1961) oder James Bond 007 – In tödlicher Mission (1981). 

Eine Luftaufnahme der Metéora-Klöster
Die Metéora-Klöster werden dich verzaubern – versprochen!

Überzeuge dich selbst von der Magie des Ortes, achte aber bei einer Erkundung unbedingt auf angemessene Kleidung – trage lange Hosen und bedecke deine Schultern! Am Eingang gibt es eine Kleider-Kontrolle. Im Notfall kannst du als Frau ein Tuch kaufen und damit Beine oder Schultern bedecken. Frauen müssen einen (langen) Rock tragen oder ein Tuch um die Hüfte legen.

Und noch ein spannender Fact: In einer der Felsenhöhlen, genauer gesagt am Eingang der Theopetra-Höhle, befindet sich das älteste von Menschen errichtete Bauwerk der Welt: eine Steinmauer, die sage und schreibe 23.000 Jahre alt ist. Eine Besichtigung der Méteora-Klöster ist wahrlich ein Ausflug der Superlative. 

Vor der Ostküste der Peloponnes liegt die Insel Zakynthos, wo sich der wohl schönste und am häufigsten fotografierte Strand ganz Griechenlands befindet: die Navagio-Bucht. Grund dafür ist nicht nur das azurblaue Wasser und der weiße Sand umgeben von steilen Felswänden, sondern auch das verrostete Schiffswrack am Strand.

Die Navagio-Bucht mit dem Schiffswrack am Strand auf Zakynthos
Die Navagio-Bucht mit dem Schiffswrack gehört inzwischen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Griechenland

Im Oktober 1980 strandete hier das Schmugglerschiff „Panagiotis“, nachdem es von der Küstenwache verfolgt wurde und aufgrund des stürmischen Wellengangs Schiffbruch erlitt. Daher kommt auch der Name „Navagio“, der so viel wie „Schiffbruch“ bedeutet. 

Seitdem zieht die Schmugglerbucht täglich viele Touristen an – kein Wunder bei diesem bezaubernden Panorama. Allerdings solltest du dich nicht zu nah an die Steilküste wagen, da es im September 2018 zu einem Felssturz kam. 

Der Aussichtspunkt oberhalb der Bucht bietet das ultimative Postkartenmotiv. Für die All Inclusive-Fluch der Karibik-Experience musst du dich auf ein Schiffsabenteuer begeben, da der Strand nur vom Meer aus zu erreichen ist. 

Tipp: Am frühen Morgen oder späten Nachmittag hast du die besten Chancen, den Touristenmassen zu entgehen und die traumhafte Kulisse in Ruhe zu genießen. 

Empfehlenswerter Reiseführer für deine Reise nach Griechenland 

Für noch mehr Inspiration und Insider-Tipps zu Land und Leuten kann ich dir diesen Reiseführer ans Herz legen. Er bietet alles, was du brauchst, um auf deine ganz persönliche Entdeckungsreise in Griechenland zu gehen. 

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4. Ruinen von Delphi

Eine weitere berühmte mythische Sehenswürdigkeit sind die Ruinen von Delphi (Website). Die Ausgrabungsstätte ist wunderschön am Hang des Parnass-Gebirges gelegen und wurde 1987 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Das Theater im antiken Delphi
Delphi gehört zu den beeindruckendsten antiken Orten in Griechenland. Kein Griechenland-Fan sollte dieses Highlight verpassen

Delphi wurde in der Antike als Mittelpunkt der Welt verehrt. Von besonderer Bedeutung war das Orakel, das dem Apollon geweiht war und vor allem vor wichtigen Unterfangen wie Kriegen befragt wurde. Als Medium des Gottes diente die Priesterin Pythia, die als einzige Frau Zutritt zum Apollon-Tempel hatte. 

Doch Delphi war nicht nur Stätte der Weissagung, sondern auch Schauplatz der Pythischen Spiele, die nach den Olympischen Spielen als zweitwichtigste Panhellenischen Spiele der Antike galten und alle vier Jahre zu Ehren des Apollon ausgetragen wurden. 

Zu den Disziplinen zählten musische und sportliche Wettbewerbe, wobei der Gesang zur Kithara im Theater, gymnastische Wettkämpfe im Stadion von Delphi und Pferderennen in der Ebene von Krissa stattfanden. 

Bei einem Besuch des Ausgrabungsgeländes kannst du unter anderem die Ruinen des Apollon-Heiligtums mit seinem Tempel und den Schatzhäusern bestaunen. Hinzu kommt das malerische Bergpanorama, in das der heilige Ort eingebettet ist. 

Im benachbarten Archäologischen Museum Delphi findest du zudem die wichtigsten Ausgrabungsstücke wie die Statue des Wagenlenkers von Delphi und den Omphalos, der am Apollon-Tempel den „Nabel der Welt“ markierte. 

Du merkst schon: Ein Ausflug nach Delphi lohnt sich nicht nur für Geschichtefans. Wenn du gute Karten hast, kannst du vielleicht sogar einen Blick in die Zukunft werfen.  

Tipp: Am 6. März, 18. April, 18. Mai, am letzten Wochenende im September, 28. Oktober sowie an jedem ersten Sonntag vom 1. November bis zum 1. März bekommst du freien Eintritt in die Ausgrabungsstätte und ins Museum. 

5. Santorin

Weiße Häuser, blaue Kuppeln, wunderschöne Sonnenuntergänge: Santorin (Santorini) gilt als das griechische Inselparadies schlechthin. Die Vulkaninsel gehört zu den Kykladen und bietet atemberaubende Sehenswürdigkeiten. 

Blau-weiße Kirche in Santorini
Typisch für die Kykladen: Kirchen mit blauen Kuppeln

Die wohl beliebteste Attraktion auf Santorin ist das Dorf Oia, wo du die berühmte blau-weiße Architektur bewundern und das typische Instagram-Foto schießen kannst. Ebenfalls an der Steilküste gelegen ist der Hauptort Fira und begeistert durch die tollen Aussichten auf das Meer und die Caldera – dem Vulkankrater. 

Mindestens genauso malerisch, aber weniger touristisch sind die kleinen Dörfer Imerovigli und Pygros, die mit ihren verwinkelten Gässchen und dem blau-weißen Stadtbild verzücken.

Archäologiefans sollten sich einen Besuch der Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Alt-Thera auf dem Berg Mesa Vouno nicht entgehen lassen, die vom 9. Jahrhundert v. Chr. bis 726 n. Chr. bewohnt war. In jenem Jahr wurde sie bei einem Vulkanausbruch mit Bimsstein verschüttet und wenig später aufgegeben. 

Apropos Vulkan: Ein Highlight sind auch die beiden Vulkaninseln Nea Kameni und Palea Kameni, die in der Caldera liegen und gut mit einem Ausflugsboot zu erreichen sind. Auf Nea Kameni kannst du den knapp 130 Meter hohen Vulkankrater, der immer noch schwefelhaltigen Rauch ausstößt, besteigen. Vor beiden Inseln befinden sich warme unterirdische Quellen, die zu einem entspannten Badevergnügen einladen. 

Auch ein Abstecher an Santorins Strände lohnt sich: Diese bieten nicht nur eine Abkühlung im klaren Wasser, sondern auch schwarzen und im Falle des Roten Strands sogar roten Kieselsand aus Lavagestein. Was soll man da noch sagen außer „wow, nichts wie hin“? 

Kirche Blessed virgin Mary in Firostefani auf Santorini
Postkartenmotiv aus Santorini: Assumption of the blessed virgin Mary

6. Olympia

Weiter geht es auf die Halbinsel Peloponnes, wo du dir die antike Stadt Olympia nicht entgehen lassen solltest. Das Heiligtum wurde etwa in der Mitte des 11. Jahrhunderts v. Chr. zu Ehren des Göttervaters Zeus errichtet und diente als Orakel und Austragungsort der Olympischen Spiele der Antike

Das Steintor zum antiken Stadion in Olympia
Durch dieses Steintor betraten die Athleten das Olympiastadion der Antike. Abgefahren, oder?

Um das Heidentum zu bekämpfen, ließ der oströmische Kaiser Theodosius II. allerdings im Jahre 426 n. Chr. die Spiele und Weihehandlungen verbieten. Vermutlich wurden die Spiele dennoch heimlich weitergeführt, bis ein Erdbeben 551 die heilige Stätte größtenteils zerstörte. 

Im Laufe der folgenden zwei Jahrhunderte wurde Olympia von einer bis zu fünf Meter hohen Sandschicht bedeckt und erst 1766 wiederentdeckt und ab 1874 ausgegraben. Inzwischen ist das Heiligtum Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. 

Heutzutage kannst du die antike Kultstätte besichtigen und die Ruinen der Bauten erkunden. Zu den bedeutendsten Monumenten gehört der Zeustempel, der zu seiner Zeit der größte Tempel der Peloponnes war. Im Inneren befand sich einst die über 12 Meter hohe Zeus-Statue des Phidias aus Gold und Elfenbein, die zu den sieben Weltwundern der Antike zählt. 

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Werkstatt des Phidias, der dort die Zeus-Statue anfertigte, und der Heratempel, der älteste Tempel des Heiligtums. Am Hera-Altar wird seit 1936 das olympische Feuer für die Olympischen Spiele der Neuzeit entfacht und anschließend per Fackellauf an den jeweiligen Austragungsort gebracht. 

Wenn du in Plympia unterwegs bist, schau unbedingt in das Museum der Geschichte der antiken Olympischen Spiele. Hier gibt es viel Wissenswertes über die Olympischen Spiele und außerdem imposante Statuen zu bestaunen.

Statuen im Museum der Geschichte der antiken Olympischen Spiele
Sehr sehenswert ist auch das Museum der Geschichte der antiken Olympischen Spiele mit den imposanten Statuen

Falls auch du Lust hast, dich sportlich zu betätigen, lohnt sich eine malerische Wanderung in der hügeligen Umgebung von Olympia. 

Tipp: Wie bei den Ruinen von Delphi ist der Eintritt an folgenden Tagen kostenlos: am 6. März, 18. April, 18. Mai, am letzten Wochenende im September, 28. Oktober sowie an jedem ersten Sonntag vom 1. November bis zum 1. März. 

Video: Unsere Highlights auf der Peloponnes

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7. Vikos-Schlucht

Unsere Reise führt nun in den Nordwesten Griechenlands, genauer gesagt ins malerische Pindos-Gebirge, das eines der schönsten Naturhighlights des ganzen Landes beherbergt. Die Rede ist von der Vikos-Schlucht, die sich auf einer Länge von zehn Kilometern zwischen den Dörfern Monodendri und Vikos erstreckt und deren schroffe Kalksteinwände bis zu 1000 Meter fast senkrecht in die Tiefe gehen. 

Schon die Anfahrt zum Aussichtspunlt Oxya (Google Maps) ist ein Erlebnis. Die kurvige Straße (die aber nie besonders schmal ist und genug Platz für zwei Autos bietet) führt dich durch eine atemberaubende Landschaft. Übrigens gibt es auf der Strecke einige sehr gute und beliebte Restaurants. Vom Parkplatz aus sind es denn nur wenige Minuten Fußweg zu dem spektakulären Aussichtspunkt.

Der Blick in die Vikos-Schlucht
Die Vikos-Schlucht gilt als die tiefste Schlucht der Welt und ist ein Top-Highlight in Griechenland

Laut Guinness-Buch der Rekorde handelt es sich hierbei um die tiefste Schlucht der Welt – gemessen an dem Verhältnis von größter Tiefe und kleinster Breite. Die Vikos-Schlucht gehört zum Vikos-Aoos-Nationalpark, der das reinste Paradies für Naturfreunde ist. Bei einer abenteuerlichen Wanderung durch die spektakuläre Schlucht kannst du die unberührte Landschaft genießen und mit etwas Glück sogar Geier und Adler beobachten. 

Ein sehenswertes Wanderziel in der Gegend ist das Kloster Paraskevi, das im 15. Jahrhundert gegründet wurde und durch eine atemberaubende Aussicht auf die Schlucht begeistert. Einen ganz besonderen Nervenkitzel bietet auch der Veli-Felsen bei Vradeto, wo du gleich auf zwei Schluchten hinabblicken kannst. Na, traust du dich vor bis an die Felskante? 

8. Monemvasia

Die mittelalterliche Kleinstadt Monemvasia darf in der Liste unserer Top-Sehenswürdigkeiten auf keinen Fall fehlen. Gelegen vor der Küste Lakoniens im Südosten der Halbinsel Peloponnes ist Monemvasia einer der schönsten Orte Griechenlands.

Der Ort Monemvasia aus der Luft
Monemvasia liegt spektakulär an der Flanke dieser mächtigen Felsinsel

Die Stadt war im Byzantinischen Reich ein bedeutender Stützpunkt. Monemvasia hat seinen mittelalterlichen Charme komplett bewahrt. Innerhalb der alten Stadtmauern fühlst du dich in eine längst vergangene Zeit zurück versetzt.

Es macht einfach Spaß, durch die engen Gassen zu schlendern (Autos müssen außerhalb der Stadtmauern geparkt werden). Hinter jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken.

Lohnenswert ist auch ein Abstecher in die Oberstadt, von der aus du einen tollen Blick hinab auf Monemvasia hast.

Der Blick von der Oberstadt auf Monemvasia
Zur verfallenen Oberstadt führt ein Wanderweg. Von hier hast du einen tollen Blick auf Monemvasia

9. Olymp 

Wenn du auf Mythologie und Natur stehst, sollte der Olymp ganz oben auf deiner Liste stehen. Der sagenumwobene Sitz der griechischen Götter ist zugleich Griechenlands höchstes Gebirge und befindet sich an der Ostküste des Landes. 

Der Olymp in Griechenland
Der Olymp in Griechenland – Foto: Depositphotos by Panos_Karas

Für Wanderer und Bergsteiger ist der Olymp der Himmel auf Erden. Auf den verschiedenen Routen durch das Kalksteinmassiv kannst du dich nicht nur auf die Spuren der Götter begeben, sondern auch seine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt bewundern. 

Dazu zählen etwa 30 Orchideenarten und viele seltene Säugetier- und Vogelarten wie Gämse, Wildkatzen und Greifvögel. Aufgrund seiner reichen Flora und Fauna gehört der Olymp seit 1981 zum UNESCO-Biosphärenreservat. 

Gute Ausgangspunkte für eine Bergtour sind das malerische Bergdorf Litochoro und der Ort Dion, wo du die Ausgrabungen einer antiken Stadt besichtigen kannst. Wer sich von Litochoro aus für den Weg nach Prionia entscheidet, kommt am bedeutenden Kloster Agios Dionysios vorbei. 

Wenn du eine längere Wanderung planst, bietet sich eine Übernachtung in einer der Berghütten an. Allerdings solltest du immer die richtige Ausrüstung dabeihaben und deine Fitness nicht überschätzen. So die Besteigung des Mytikas, der mit 2918 Metern der höchste Gipfel des Olymps ist, nur etwas für erfahrene Kletterer. 

10. Kanal von Korinth

Unser nächster Zwischenstopp ist der Kanal von Korinth, der die Halbinsel Peloponnes vom griechischen Festland trennt. Er wurde zwischen 1881 und 1893 erbaut und verbindet seitdem den Saronischen Golf mit dem Korinthischen Golf. Dank des 6,3 Kilometer langen Kanals verkürzt sich der Seeweg für Schiffe um bis zu 325 Kilometer. 

Der Blick in den Kanal von Korinth
Der Kanal von Korinth ist eine technische Meisterleistung. Wer dieses Highlight nicht mit eigenen Augen gesehen hat, wird es nicht glauben

Obwohl der Kanal Ende des 19. Jahrhundert errichtet wurde, reicht die Idee über 2600 Jahre zurück. So versuchten bereits dierömischen Kaiser Caligula und Nero, einen künstlichen Schiffsweg zu schaffen. Nach den gescheiterten Projekten der Antike kam es erst mit der Industrialisierung zu einem erfolgreichen Durchbruch. 

Aufgrund seiner Enge können ihn nur schmale Schiffe mit einer Breite bis zu 17 Metern passieren. Trotzdem wird der Kanal jährlich von rund 11.000 Schiffen durchquert, wobei eine Vielzahl Ausflugsschiffe und Fähren sind. 

Ein schöner Blick bietet sich dir nicht nur vom Wasser aus, sondern auch von der „Alten Brücke über den Kanal von Korinth“ (Google Maps). Die (noch immer bei Google Maps eingezeichnete) Fußgängerbrücke ist längst gesperrt. Spar dir also die Anfahrt.

11. Rhodos 

Sonnenanbeter aufgepasst: Mit jährlich über 3000 Sonnenstunden gehört die folgende griechische Insel zu den sonnigsten Regionen in ganz Europa. Die Rede ist von Rhodos. Abgesehen von perfektem Strandwetter hat die größte der Dodekanes-Inseln eine ganze Reihe an historischen Sehenswürdigkeiten und Naturwundern zu bieten. 

Fischerboote in einem Hafen auf Rhodos
Die Insel Rhodos gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Griechenland

Die Altstadt von Rhodos-Stadt ist von einer 4 Kilometer langen Stadtmauer umgeben und zählt seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hauptattraktion ist der Großmeisterpalast, der einst der Hauptsitz des Johanniterordens war. 

Die mächtige Festung aus dem 14. Jahrhundert wurde allerdings 1856 durch eine Explosion zerstört und stellt heute eine Rekonstruktion dar. Erhalten geblieben ist nur noch der Eingangsbereich mit seinen beiden imposanten Türmen. 

Der nächste Tipp dürfte insbesondere alle Mythologie-Fans interessieren: Am Eingang des Mandraki-Hafens von Rhodos-Stadt soll einst der Koloss von Rhodos gestanden haben. Dabei handelte es sich um eine über 30 Meter hohe Bronze-Statue des Sonnen- und Stadtgottes Helios, die durch ein Erdbeben ungefähr 227/226 v. Chr. einstürzte. 

Der imposante Koloss zählt zu den sieben Weltwunder der Antike und ist ein Mythos, der bis heute viele Fragen aufwirft. An der heutigen Hafeneinfahrt befinden sich zwei Säulen mit einer Hischkuh und einem Hirsch, den Wappentieren von Rhodos.

Ein Naturhighlight der Insel ist das berühmte Tal der Schmetterlinge, wo zwischen Juni und September tausende von Schmetterlingen – vor allem der Art des Russischen Bären – in den Felswänden anzutreffen, jedoch meist erst auf den zweiten Blick auszumachen sind.  

Grund für dieses Naturschauspiel ist der Harzgeruch des Orientalischen Amberbaums, der die Falter in ganzen Schwärmen anzieht. Auf dem fünf Kilometer langen Weg durch das Tal kommst du auch an Wasserfällen vorbei und kannst bis zum Kloster Kalopetra hinaufwandern, von wo du eine geniale Aussicht auf die Gegend hast. 

12. Palast von Knossos auf Kreta 

Zu guter Letzt wird es Zeit für einen Besuch der größten Insel Griechenlands: Kreta. Abgesehen von Natur- und Wanderparadiesen wie der Samaria-Schlucht (Wanderung in der Samaria-Schlucht) kannst du dich auf historische Stätten wie den Palast von Knossos freuen. 

Ruinen im Palast von Knossos
Der Palast von Knossos ist heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Kreta

Er ist einer der größten minoischen Paläste Kretas und wurde bereits im zweiten Jahrtausend v. Chr. in der antiken Stadt Knossos errichtet. Nach seiner Zerstörung zwischen 1750 und 1700 v. Chr. durch ein schweres Erdbeben wurde der Palast noch prunkvoller wiederaufgebaut, wobei Knossos zu dieser Zeit seine größte politische, wirtschaftliche und kulturelle Blüte erlebte. 

Ausgräbern zufolge bestand der Prachtbau vermutlich aus 1300 Räumen mit bis zu fünf Stockwerken. Heutzutage kannst du auf dem riesigen Palastgelände die Ruinen der verschiedenen Säle und Zimmer erkunden und dich auf die Spuren der ältesten Hochkultur Europas begeben. 

Du siehst schon: Der Besuch des Palasts von Knossos ist nicht nur für Hobbyarchäologen ein absolutes Muss. Wir haben dir in einem Extra-Artikel alle Informationen über den Palast von Knossos zusammengetragen.

Neben dem Palast gibt es weitere wunderschöne Sehenswürdigkeiten auf Kreta, die du nicht verpassen solltest.

Tipps für Inselliebhaber 

Du kennst Kreta und Rhodos bereits wie deine eigene Westentasche und hast Lust, eine weitere griechische Insel zu entdecken? Gute Idee, dann findest du hier vielleicht dein nächstes Urlaubsziel: 

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Ein absoluter Geheimtipp ist nach wie vor die Insel Thassos. Thassos (auch: Thasos) trägt den Beinamen „Die Grüne“ und besitzt hiermit schon ein Alleinstellungsmerkmal. Ein Besuch auf der nördlichsten aller griechischen Inseln macht Lust auf mehr. Welche schönen Sehenswürdigkeiten auf Thassos dich erwarten, erfährst du in unserem Artikel.

Der alte Hafen in Limenas auf Thassos
Das ist der alte Hafen in Limenas auf Thassos. Traumhaft schön, oder?

Spannende Fun Facts über Griechenland 

Ich hoffe mein Rundtrip über die tollsten Sehenswürdigkeiten in Griechenland hat dir ebenso gefallen wie mir. Meine absoluten Highlights sind die hippe Stadt Athen, die Metéora-Klöster, aber auch die begehrten griechischen Inseln wie Santorini, Rhodos und Zakynthos.

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