Spiegelreflexkamera oder Systemkamera – welche passt zu dir?

Du musst dich zwischen zwei Kameratypen entscheiden: der älteren DSLR (Spiegelreflexkamera) und der neueren DSLM (Systemkamera ohne Spiegel).
Der Hauptunterschied: DSLMs haben keine Spiegelkonstruktion und sind deshalb leichter und handlicher. Sie punkten außerdem mit moderner Technik wie verzögerungsfreiem digitalen Sucher, oft KI-gestütztem Autofokus und rasend schnellen Serienaufnahmen.
Warum manche trotzdem noch zur DSLR greifen: Der Akku hält länger, es gibt mehr Objektive (vor allem gebraucht verfügbar), der optische Sucher zeigt alles in Echtzeit, und der Klappspiegel schützt den Sensor besser vor Staub.
Was wirklich zählt: Beide Systeme machen gute Fotos – die Qualität hängt vom Sensor und Objektiv ab, nicht vom System.
Meine Kaufempfehlung: Willst du eine leichte und moderne Kamera mit Top-Technik, greifst du zur DSLM. Ist die die Auswahl an vielen günstigen Gebraucht-Objektive wichtig, wählst du die DSLR. Die Tendenz geht aber klar zur DSLM, da sie die Zukunft darstellt.
Hier findest du meinen Vergleich zwischen DSLR und DSLM sowie eine Übersicht über die besten Systemkameras für Einsteiger. Und hier kommst du zu meiner umfassenden Kamera-Kaufberatung mit einem Überblick über die besten Kameras.
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Canon EOS 4000D: Einsteiger-DSLR für unter 400 Euro

Die Canon EOS 4000D ist für mich die beste digitale Spiegelreflexkamera für Anfänger und Einsteiger, die aufs Geld achten müssen. Die DSLR kommt mit einem APS-C-Sensor mit 18 Megapixel daher, der bei normalen Lichtverhältnissen durchaus gute Fotos fabriziert. Wunder darfst du für den günstigen Preis aber nicht erwarten. Für das Alter und die Preisklasse gut: Canon hat der DSLR eine Wi-Fi-Schnittstelle spendiert, Bluetooth fehlt aber.
Einen Rat möchte ich dir an dieser Stelle mitgeben: Nicht die Kamera macht ein gutes Bild, sondern die Person hinter der Kamera – also du! Eine Kamera ist nur ein Werkzeug. Außerdem sind gute Objektive wichtiger als eine teure Kamera.
Mein Fazit: Die Canon EOS 4000D passt zu dir, wenn du nicht viel Geld für eine DSLR ausgeben willst. Für Anfänger, die erst einmal in die Fotografie schnuppern wollen und deutlich weniger als 500 Euro ausgeben wollen, ist die 2018 erschienene DSLR durchaus zu empfehlen.
gute Akku-Laufzeit (500 Bilder)
geringes Gewicht (436 Gramm)
sehr günstig in der Anschaffung
Wi-Fi, aber kein Bluetooth
schwacher Autofokus
kein interner Bildstabilisator
sehr niedrige Serienbildgeschwindigkeit (3 Bilder/Sek.)
mäßige Bedienbarkeit (nur 1 Einstellrad)
schlechte Video-Funktionen (nur Full HD)
optischer Sucher nicht für Brillenträger (Dioptrien) anpassbar
geringe Display-Ausflösung (2,7″ mit 0,23 Mio. Bildpunkten)
kein Touch-Display
Display fest verbaut
Canon EOS 250D: Günstige DSLR für Anfänger

Etwas teurer und einen Tick besser als die eben vorgestellte Canon EOS 4000D ist die Canon EOS 250D. Im Gehäuse der 2019 vorgestellten DSLR ist ein APS-C-Sensor mit einer Auflösung von 24,1 Megapixel verbaut.
Die Bildqualität ist etwas besser als bei der Canon EOS 4000D und dank des dreh- und schwenkbaren Touch-Displays ist das Handling deutlich besser. Mit WLAN und Bluetooth ist die Kamera immer gut angebunden.
Mein Fazit: Die Canon EOS 250D ist meine erste Wahl im Bereich DSLR unter 500 Euro. Der geringe Aufpreis zur EOS4000D lohnt sich definitiv.
sehr gute Akku-Laufzeit (1070 Bilder)
geringes Gewicht (449 Gramm)
günstig in der Anschaffung
Videos in 4k (aber nur 25 FPS)
schwacher Autofokus
kein interner Bildstabilisator
niedrige Serienbildgeschwindigkeit (5 Bilder/Sek.)
mäßige Bedienbarkeit (nur 1 Einstellrad)
Canon EOS 6D Mark II: Günstige Vollformat-DSLR für Einsteiger

Spielen Preis und Gewicht keine so große Rolle, kannst du auch als Einsteiger ins Profi-Format einsteigen. Die Canon EOS 6D Mark II ist eine der günstigsten DSLRs mit Vollformatsensor (26,2 Megapixel). Obwohl bereits im Jahr 2017 vorgestellt, dürftest du mit der Canon EOS 6D Mark II noch viele Jahre Freude haben.
Neben der guten Verarbeitung und dem robusten Gehäse mit Spritzwasserschutz sprechen die Canon-typisch durchdachte Bedienung und die gute Bildqualität für die Vollformat-DSLR. Selbst ein komplett dreh- und klappbares Touch-Display und ein integriertes GPS-Modul sind trotz des Alters der Kamera an Bord.
gute Low-Light-Eigenschaften
Staubschutz für den Sensor
sehr gute Akku-Laufzeit (1200 Bilder)
gute Bedienbarkeit (2 Einstellräder)
Schulterdisplay
durchschnittliche Serienbildgeschwindigkeit (6,5 Bilder/Sek.)
relativ hohes Gewicht (763 Gramm)
mäßiger Autofokus
kein interner Bildstabilisator
schlechte Video-Funktionen (nur Full HD)
geringe Display-Ausflösung (3,2″ mit 1,04 Mio. Bildpunkten)
Canon EOS 90D: APS-C-DSLR mit hoher Auflösung

Zum Schluss möchte ich dir noch die Canon EOS 90D ans Herz legen. Die Ende 2019 vorgestellte Spiegelreflexkamera vereint viele Vorteile der DSLM mit den Vorteilen der DSLR.
Der APS-C-Sensor löst mit 32,5 Megapixel auf – mehr geht kaum. Noch mehr Auflösung im APS-C-Segment bieten aktuell nur die Fujifilm X-H2, die Fujifilm X-T5 und die Fujifilm X-T50 mit jeweils 40 Megapixel. Mit der hohen Auflösung geht allerdings auch ein höheres Bildrauschen einher.
Die Bildqualität ist trotzdem hervorragend und die Bedienung klappt, wie bei Canon üblich, auch dank des Touch-Displays gut. Wer auf eine Spiegelreflex setzen will, ist mit der Canon EOS 90D gut beraten, zumal das Gehäuse für eine üppig ausgestattete DSLR recht kompakt ist.
Mein Fazit: Die Canon EOS 90D eignet sich für alle, die eine recht kompakte und leistungsstarke DSLR mit einer hohen Auflösung suchen. Die DSLR ist eine gute Wahl für alle Hobbyfotografen, die sich auf die Sport- und Wildlife-Fotografie fokussieren. Mit rund 1.500 Euro ist die Kamera aber nicht günstig!
detailreiche Fotos (32,5 Megapixel)
sehr gute Akku-Laufzeit (1300 Bilder)
sehr gute Bedienbarkeit (2 Einstellräder + Joystick)
sehr kurze minimale Belichtungszeit (1/8.000 Sekunde)
Schulterdisplay
durchschnittliche Serienbildgeschwindigkeit (10 Bilder/Sek.)
Videos in 4k (aber nur 30 FPS)
relativ hohes Gewicht (701 Gramm)
kein interner Bildstabilisator
schon ab ISO 1600 sichtbares Bildrauschen
Das waren also meine fünf Favoriten im Bereich Spiegelreflexkameras für Hobbyfotografen. Wenn du eine noch ausführlichere Kaufberatung mit mehr Hintergrundinfos suchst, findest du hier meine ausführliche Kamera-Kaufberatung mit einer Übersicht über die besten Kameras.






