Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Island
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Island Sehenswürdigkeiten: 35 schöne Orte, die du sehen musst [mit Karte]

Sehenswürdigkeiten gibt es auf Island - eines der schönsten Reiseziele der Welt - viele. Kaum ein Ort auf der Welt zieht seine Besucher so in den Bann wie die raue Vulkaninsel im Atlantik. Gletscher, Bergmassive, Vulkane, schroffe Küsten und Strände wie in der Südsee – das ist Island.

Ausgangspunkt für die meisten Island-Reisen ist der Flughafen Leifur Eiríksson bei Keflavik in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavík. Wir verraten dir, welche Sehenswürdigkeiten und "Must Sees" du auf Island unbedingt sehen musst.

Du solltest mindestens sieben Tage einplanen, um die Top-Attraktionen auf Island anzuschauen. Besser sind aber 14 Tage oder mehr. In dieser Zeit kannst du Island auf der Ringstraße umrunden. Die Ringstraße führt fast um die ganze Insel und bringt dich von einem Highlight zum nächsten. Wenn du mehr Zeit hast, erkundest du außerdem die Westfjorde mit ihren tollen Sehenswürdigkeiten.

Du findest alle Highlights auf unserer Island-Karte.

Aktualisiert am 11.05.2022

Unsere Top-10-Sehenswürdigkeiten auf Island im Überblick

Hier findest du vorab eine kleine Übersicht unserer Top-10-Attraktionen, die du auf deiner Islandreise unbedingt gesehen haben musst:

Der Berg Kirkjufell mit dem Wasserfall im Vordergrund
Island verzaubert mit wahnsinnig vielen schönen Sehenswürdigkeiten wie den Berg Kirkjufell. Wir stellen dir hier die Orte vor, die du auf einer Island-Reise unbedingt sehen musst

Karte mit allen isländischen Top-Sehenswürdigkeiten

Auf unserer interaktiven Übersichtskarte findest du die Top-Sehenswürdigkeiten auf Island im Überblick:

Tipp: Hier findest du 40 unserer schönsten Island-Bilder zum kostenlosen Download.

Island-Tipp: Der „Golden Circle“

Wasserfall Faxi
Der Wasserfall Faxi (Vatnsleysufoss) liegt ebenfalls im Einzugsbereich des Golden Circle, ist aber nicht so überlaufen wie die bekannten Sehenswürdigkeiten an der Hauptstrasse

Wenn du nur ein paar Tage auf Island verbringst, solltest du zumindest den Golden Circle abfahren. Auf Isländisch heißt die Route Gullni hringurinn, was übersetzt so viel bedeutet wie der goldene Ring oder die goldene Rundfahrt.

Die Idee der goldenen Rundfahrt entstand wohl in einer Werbeagentur. Der Golden Circle ist keine starr festgelegte Route, es sind also durchaus Variationen möglich. Der Golden Circle liegt im Südosten der Insel und ist je nach Variante eine etwa 300 Kilometer lange Rundreise. Die Tour ist mit dem Mietwagen (hier Preise checken*) an einem (langen) Tag zu schaffen.

Mit einigen Stopps und kleinen Wanderungen kannst du aber auch zwei oder drei Tage für den Golden Circle brauchen. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf der Golden-Circle-Route sind der Nationalpark Þingvellir, das Geothermalgebiet Haukadalur und der „Goldene“ Wasserfall Gullfoss. Hier findest du alle wichtigen Infos über den Golden Circle auf Island.

1. Die Polarlichter auf Island

Polarlichter fotografieren auf Island
Nordlichter treten in den unterschiedlichsten Formen auf. Beim Bildaudaufbau solltest du darauf achten, einen Vordergrund oder ein Hauptmotiv zu integrieren
Polarlichter über dem Hvítserkur auf Island
Polarlichter erleuchten den Himmel über dem Vogelfelsen Hvítserkur – eine unserer Top-Sehenswürdigkeiten auf Island

Die Polarlichter sind neben der imposanten Landschaft der Hauptgrund, nach Island zu reisen. Deine ersten Polarlichter vergisst du nie. Wir erinnern uns immer wieder gerne an die kalten Polarnächte, in denen die bunten Lichter am Himmel leuchten. Wenn die Polarlichter am Nachthimmel tanzen, ist das ein unvergessliches Erlebnis, das selbst die Isländer in den Bann zieht.

Wann gibt es Polarlichter auf Island zu sehen? Leider kannst du die Polarlichter (anders als andere Sehenswürdigkeiten auf der Vulkaninsel) nicht planen. Die besten Chancen auf Nordlichter hast du auf Island ab Mitte September bis Anfang April. In den Sommermonaten wird es nicht richtig dunkel auf Island . Polarlichter sind dann leider nicht zu sehen.

Tipp: Hier verraten wir dir 15 einfache Tipps, um Polarlichter zu fotografieren. Zudem findest du hier den ultimativen Guide für atemberaubende Landschaftsfotos.

2. Reykjavík – Islands Hauptstadt

Blick vom Perlan auf Reykjavík
Blick vom Perlan auf Reykjavík mit der imposanten Kirche Hallgrímskirkja
Das Konzerthaus Harpa im Inneren
Das Harpa gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Reykjavík

Islands Hauptstadt Reykjavík gehört natürlich zu den Top-Sehenswürdigkeiten und Lieblings-Reisezielen der Insel. Einen halben Tag solltest du mindestens einplanen, um die Stadt zu erkunden.

Besonders sehenswert sind etwa die Kirche Hallgrímskirkja (Website), die Haupteinkaufsstraße Laugavegur, das Konzerthaus Harpa und die bekannte Skulptur Sun Voyager. Es macht einfach Spaß, durch Reykjavik zu schlendern. Hier findest du alle interessanten Orte und Top-Sehenswürdigkeiten in Reykjavík.

Blick auf Reykjavík
Blick auf Reykjavík vom Turm der Hallgrímskirkja

Wo in Reykjavík übernachten unsere ganz besonderen Hotel-Tipps

Das Sandhotel by Keahotels (hier Preise checken*) gehört zu den besten Hotels in Reykjavík. Wenn du dir etwas gönnen willst, bist du hier richtig. Sehr zu empfehlen ist auch das 4-Sterne-Haus Alda Hotel Reykjavík (hier Preise checken*). Das Hotel liegt sehr zentral und zum Teil gibt es Zimmer mit Meerblick.

Etwas günstiger, aber ebenfalls sehr gut sind die Reykjavik4You Apartments (hier Preise checken*). Besonders die modern eingerichteten Zimmer überzeugen. Für isländische Verhältnisse super günstig kommst du im I Sleep Reykjavík Guesthouse (hier Preise checken*) unter. Günstig, gut und zentral liegt auch das 101 Guesthouse (hier Preise checken*).

3. Die „Blaue Lagune“ – Nepp oder sehenswert?

Die Blaue Lagune ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Island
Die Blaue Lagune ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Island – Foto: Depositphotos by Steve_Allen

Die Blaue Lagune (Website) gehört zu den bekanntesten Touristenattraktionen auf Island. Es gibt wohl kaum einen Besucher, der nicht einen Tag in der Blauen Lagune einplant.

Die Bláa Lónið, wie die Isländer sagen, ist ein riesiges Thermal-Freibad in der Nähe von Reykjavík. Bekannt ist die Blaue Lagune vor allem für ihr blau gefärbtes Wasser (dafür sind Kieselalgen verantwortlich) und die schroffen Lavafelsen.

Ein Besuch der ganzjährig geöffneten Lagune ist definitiv ein Highlight. Allerdings ist der Eintritt sehr teuer: das günstigste Ticket beginnt bei 38 Euro pro Person (Stand: Juni 2020). Mit Zugang zum Retreat Spa (vier Stunden) musst du mit mindestens 309 Euro rechnen.

Biggi in einer heißen Quelle
Biggi genießt das Bad im Birkimelur Pool

Wer Einsamkeit sucht, besucht besser einen der vielen heißen Pools auf Island (ein unvergessliches Erlebnis).

Empfehlenswerte Island-Reiseführer

Dich reizt die raue Landschaft Islands ebenso wie uns? Dann hol dir doch vorab das erste Stück Urlaub nach Hause. In Reiseführern zu schmökern schürt die Vorfreude auf den Urlaub und lässt dich bereits im Vorfeld ein wenig in das neue Land eintauchen. Folgende Reiseführer können wir dir empfehlen:

*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API

4. Der Þingvellir-Nationalpark

Der Öxarárfoss ergießt sich in der beeindruckenden Landschaft
Der Öxarárfoss gehört zu den Top-Highlights auf der „Golden Circle“-Route und zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Island

Der 237 Quadratkilometer große Þingvellir (Thingvellir) Nationalpark gehört zur bekannten „Golden Circle“-Route. Besonders sehenswert ist der Öxarafoss, der nur ein paar Minuten vom Parkplatz entfernt liegt. Dank einer Rampe können sogar Rollstuhlfahrer ohne Probleme dieses Naturwunder bestaunen. Klar, dass der Öxarafoss auf unserer Liste mit den Top-Sehenswürdigkeiten nicht fehlen darf.

Das Highlight sind aber die Spalten und Schluchten, die durch das Auseinanderdriften der amerikanischen und der eurasischen tektonischen Platten entstanden sind. Taucher können in dem Nationalpark zwischen zwei Kontinenten, in der sogenannten Silvra Rift (Silvra Spalte) tauchen* gehen. Hierbei handelt es sich um eine Verwerfung, die einige Kilometer lang ist. Das Wasser in der Spalte ist so klar, dass du auch Schnorcheln in der Silvra Rift* gehen kannst.

In dem Nationalpark liegt außerdem der Þingvallavatn, der größte See Islands (wobei das unter Experten umstritten ist).

Sehenswert sind außerdem die Thingvellir-Kirche und die Ruinen alter Steinhäuser. Vom 10. bis zum 18. Jahrhunderttagte das Alþing, das Parlament Islands, hier.

5. Das Geysir-Geothermalgebiet im Haukadalur-Tal

Heiße Quelle im Geothermalgebiet Haukadalur
Eine heiße Quelle im Geothermalgebiet Haukadalur
So sieht der Strokkur aus, wenn er ausbricht
Der Strokkur im Heißwassertal Haukadalur. Der Geysir schießt alle paar Minuten eine riesige Wasserfontäne in den Himmel. Im direkten Umfeld befinden sich noch viele heiße Quellen und überall stinkt es fürchterlich nach faulen Eiern

Ein weiteres Highlight auf Island ist das Geysir-Geothermalgebiet im Haukadalur-Tal, ebenfalls Teil des Golden Circle. Überall brodelt und blubbert es. Vor dem Geysir Strokkur warten die Menschen darauf, dass er ausbricht.

Das ist etwa alle zehn Minuten der Fall und ein echtes Erlebnis. Du kannst in dem Vulkangebiet auch wandern etwa auf einen nahegelegenen Hügel mit einem tollen Ausblick.

6. Der Gullfoss

Der mächtige Gullfos ist eine Reise wert
Der riesige Gullfoss gehört zum Pflichtprogramm auf jeder Island-Reise

Der Gullfoss (Google Maps) besteht aus zwei Wasserfällen mit 20 und elf Metern Höhe. Das Wasser rauscht mit ohrenbetäubenden Lärm in die Tiefe. Der Gullfoss gehört zum Golden Circle und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Island.

Vom Parkplatz aus führt ein gut ausgebauter Weg bis direkt an den Wasserfall. Regenklamotten und ein Regenschutz für die Kamera gehören hier in den Rucksack.

Direkt am Gullfoss kannst du auch eine kleine Expedition buchen. Dabei geht es mit einem Geländewagen, der früher einmal ein Raketenwerfer war, einen Gletscher hinauf. Mit dem Schneemobil fährst du zu einer Eishöhle*.

7. Der Snæfellsjökull-Nationalpark

Felsen am Djupalonssandur
Am Djúpalónssandur befinden sich skurrile Felsen im Meer

Der Snæfellsjökull-Nationalpark ist ein absolutes Highlight auf Island. Hier gibt es unglaublich viel zu sehen und die Landschaft ist unbeschreiblich schön. Eine Top-Sehenswürdigkeit im Snæfellsjökull-Nationalpark ist etwa der schwarze Sandstrand Djúpalónssandur. Am Strand verteilt liegen uralte, verrostete Teile eines 1948 gekenterten Fischtrawlers, der britischen „Epine„.

Vom Rand des 109 Meter hohen Kraters Saxholl hast du einen tollen Blick auf die Umgebung. Die Wanderung dauert nur etwa zehn bis 15 Minuten und ist für jeden machbar.

Der Snaefellsjokull-Nationalpark ist absolut sehenswert
Die Landschaft im Snaefellsjokull-Nationalpark ist atemberaubend schön

Der Skarðsvík Beach verzaubert mit weißen Sandbuchten fast wie in der Karibik. Wer keine Gletscher-Ambitionen hat, kann den Snæfellsjökull-Nationalpark gut mit dem Auto erkunden.

8. Der Berg Kirkjufell – der bekannteste Fotospot

Kirkjufell mit Wasserfall
Der Berg Kirkjufell mit dem Wasserfall im Vordergrund ist eine der schönsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Island
Polarlichter über dem Kirkjufell
Ein unvergessliches Island-Erlebnis: Polarlichter über dem Kirkjufell

Der Berg Kirkjufell (Google Maps) mit dem Wasserfall Kirkjufellsfoss im Norden der Halbinsel Snæfellsnes ist eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten auf Island.

Der Berg ragt 463 Meter in den Himmel und ist ein beliebtes Fotomotiv für Fotografen. Besonders beeindruckend ist der Kirkjufell am Morgen oder am Abend, wenn die tiefstehende Sonne den Himmel in bunten Farben erstrahlen lässt. Lohnenswert ist ein Besuch auch in der Nacht, wenn am Himmel Polarlichter tanzen.

Jeden Morgen und jeden Abend versammeln sich hier mitunter hunderte Fotografen, um dieses Schauspiel fotografisch festzuhalten. Da solltest du frühzeitig vor Ort sein, um einen guten Platz zu ergattern. Bei dem Anblick dieser atemberaubenden Natur ist das aber auch kein Wunder.

Der Gipfel des Kirkjufells ist sogar zu Fuß (mit Kletterpassagen) zu erreichen. Allerdings sind die Wege oft kaum zu erkennen, steil, schmal und auch noch stark ausgesetzt. Hier gab es bereits einige tödliche Abstürze von unvorsichtigen Touristen. Die Bergtour ist daher äußerst erfahrenen Bergwanderern mit der richtigen Ausrüstung vorbehalten.

9. Der Steinbogen Gatklettur

Der Steinbogen Gatklettur
Der Steinbogen Gatklettur ist eine weitere Top-Sehenswürdigkeit, die zudem leicht zu erreichen ist

Die schroffe Basaltküste zwischen den Orten Arnarstapi und Hellnar im Süden der Halbinsel Snæfellsnes ist garantiert ein sehenswertes Reiseziel. Ein Top-Highlight ist hier der Steinbogen Gatklettur (Hellnar Arch).

Nimm dir die Zeit, um die Küste auf den breiten Wanderwegen zu erkunden – du wirst begeistert sein.

10. Die Fährfahrt von Brjánslækur nach Stykkishólmur

Fähre auf Island
Die Fähre legt in Brjánslækur an

Die Fahrt mit der Autofähre von Brjánslækur auf den Westfjorden nach Stykkishólmur auf der Halbinsel Snæfellsnes (oder umgekehrt) an der imposanten Küste Islands ist ein unvergessliches Erlebnis und darf bei keinem Urlaub in Island fehlen.

Auf halber Strecke legt das Schiff im Hafen von Flatey an. Flatey ist die größte Insel im Fjord Breiðafjörður (und trotzdem sehr klein). Man kann auf Flatey aussteigen und mit der Abendfähre weiterfahren. In den Sommermonaten Juni bis August geht das jeden Tag. Das restliche Jahr über geht das nur an bestimmten Tagen (zum Fahrplan der Fähre).

Die Insel Flatey auf Island
Der Blick von der Fähre auf die kleine Insel Flatey

Um das Auto kümmert sich das Fährpersonal. Flatey ist komplett aufofrei. Wenn du Flatey erkunden willst, musst du das unbedingt vor dem Einchecken mitteilen. Flatey zählt zu den kulturellen Highlights Islands. Das Flateyjarbók ist eine der bekanntesten mittelalterlichen isländischen Handschriften und wurde zeitweise auf der Insel aufbewahrt. Daher hat die Sammelhandschrift vieler Sagas auch ihren Namen. Außerdem wurden auf Flatey einige Filme gedreht.

Hier verraten wir dir die Top-Sehenswürdigkeiten auf den Westfjorden.

11. Die Gletscherlagune Jökulsárlón & der Diamond Beach

Gletschersee Jokulsarlon im Morgenlicht
Den Gletschersee Jökulsárlón gehört zu den Top-Attraktionen auf Island. Diesen Ort muss man einfach gesehen haben

Die Gletscherlagune Jökulsárlón (Google Maps) im Süden Islands liegt direkt an der Ringstraße und gehört zu den absoluten „Must Sees“ auf deiner Sightseeing-Tour durch Island.

Riesige Eisberge treiben in dem Gletschersee, der sein Gesicht von Tag zu Tag, ja von Stunde zu Stunde, ändert. Durch die direkte Verbindung zum eisigen Atlantik werden immer wieder gigantische Eisbrocken in die raue See gerissen.

Sehr sehenswert ist daher auch der Diamond Beach (Diamantenstrand; noch mehr Infos zum Diamond Beach findest du bei Andreas von Reisewut) an der Mündung des Gletschersees in den Atlantik. Die besten Fotos gelingen hier am Morgen, wenn die Sonne tief über dem Horizont steht.

Je nach Jahreszeit, Witterung und Gezeiten kann es auch einmal passieren, dass überhaupt kein Eis am Strand liegt – auch das haben wir schon erlebt. An anderen Tagen findest du hier Lkw-große Eisbrocken.

Gletschersee Jökulsárlón
Besonders schön ist der Gletschersee zur Blauen Stunde
Eisbrocken am Lavastrand
An der Stelle, wo der Gletschersee Jökulsárlón mit dem Atlantik verbunden ist, liegen je nach Gezeitenlage riesige Eisbrocken

Gut zu wissen: Die Gletscherlagune Jökulsárlón und der Strand gehören zum Vatnajökull Nationalpark – Drohnenflüge sind hier verboten.

12. Der Skógafoss – einer der schönsten Wasserfälle

Der Skógafoss auf Island
Der Skógafoss ist einer der bekanntesten und schönsten Wasserfälle auf Island
Die Sehenswürdigkeit Skógafoss
Während der Skógafoss am Tag von Besuchern überrannt wird, ist man in der Nacht fast alleine an diesem schönen Ort

Der Wasserfall Skógafoss (Google Maps) stürzt 60 Meter in die Tiefe und gehört zu den Top-Highlights auf Island. Am Rande des Wasserfalls führt ein gut ausgebauter Wanderweg mit Treppenstufen bis an den Rand des Skógafoss. Die Macht des Wassers ist überall zu spüren.

Die Gischt peitscht ins Gesicht, das Getöse des Wassers betäubt die Ohren und die Erde bebt angesichts der Wassermengen, die den Skógafoss Sekunde für Sekunde nach unten rauschen.

Aber auch vom Fuße des Wasserfalls ist dieser Ort etwas ganz besonderes. Hier tummeln sich aber gerade tagsüber sehr viele Menschen.

Tipp: Wer sehr spät am Abend oder ganz früh am Morgen an den Rand des Wasserfalls wandert, hat gute Chancen, den Skógafoss ganz für sich alleine zu haben. Zu diesen unmenschlichen Zeiten sind in der Regel nur ein paar Fotografen an dieser leicht zugänglichen Top-Attraktion zugange.

13. Der Dettifoss

Blick auf den Dettifoss
Der Dettifoss ist absolut beeindruckend

Der Dettifoss (Google Maps) darf auf unserer Liste mit den Top-Sehenswürdigkeiten nicht fehlen. Mit Getöse stürzt der Wasserfall 45 Meter in die Tiefe. Der Dettifoss – was auf Deutsch etwa stürzender Wasserfall bedeutet – befördert so viel Wasser wie kein anderer Wasserfall in Europa.

Wasserscheu solltest du aber nicht sein. Durch die Gischt wird jeder klatschnass, der in die Nähe des Wasserfalls kommt. Regenklamotten sind bei einem Besuch sehr zu empfehlen.

Selfoss
Nur einen Steinwurf vom Dettifoss entfernt liegt der Selfoss. Mit zehn Metern Fallhöhe ist der Selfoss im Vergleich zum Dettifoss ein Winzling – aber ein durchaus beeindruckender. Da beide Wasserfälle quasi direkt an der Straße liegen, ist hier natürlich immer die Hölle los

Tipp: Mach auf alle Fälle einen Abstecher zum nahe gelegenen Selfoss. Mit zehn Metern Fallhöhe ist der Selfoss im Vergleich zum Dettifoss ein Winzling – aber ein durchaus beeindruckender.

14. Whale Watching in Húsavík

Walflosse im Meer
Mit etwas Glück bekommst du auf Island Wale zu sehen. Schon alleine deswegen lohnt sich eine Reise auf die Vulkaninsel

Wer nach Island reist, sollte in dem kleinen Örtchen Húsavík (Google Maps) Stopp machen und an einer „Whale Watching„-Tour teilnehmen. Im Hafen des kleinen Städtchens im Norden Islands gibt es mehrere Anbieter von Wal-Touren.

Die Chance, einen der imposanten Meeressäuger zu sehen, ist groß. Die Anbieter werben mit Sichtungsraten von über 90 Prozent. Du solltest allerdings nicht darauf hoffen, dass die riesigen Meeressäuger dicht am eigenen Boot vorbeischwimmen. Darum solltest du ein Teleobjektiv einpacken.

Hier kannst du deine Whale-Watching-Tour* in Húsavík bereits vorab buchen. In der Hauptsaison kann es spontan schwer werden, einen freien Platz auf einem der Boote zu bekommen.

15. Der Vatnajökull-Nationalpark

Die abgefahrene Struktur am Svartifoss ist ein Highlight auf Island
Zum Svartifoss führt ein breiter Wanderweg. Nach einer knappen Stunde durch die üppige Vegetation stehst du am Fuße des zwölf Meter hohen Wasserfalls

Der Vatnajökull-Nationalpark im Süden Islands ist mit 4800 Quadratkilometern wirklich riesig und ein echtes Eldorado für Wanderer und Abenteurer. Auch wer es etwas ruhiger angehen lassen will, kommt im Vatnajökull-Nationalpark auf seine Kosten. Der Skaftafell-Nationalpark wurde 2008 in den Vatnajökull-Nationalpark eingegliedert und ist natürlich nach wie vor ein beliebtes Reiseziel und ein interessanter Ort für Island-Urlauber.

Ein absolutes Highlight ist eine geführte Gletscherwanderung* in dem Nationalpark – das ist ein unvergessliches Erlebnis.

Oft reicht die Zeit nicht, um den Nationalpark ausgiebig zu erkunden. Ein absolutes „Must Do“ ist die leichte Familienwanderung zum Svartifoss – eine der Top-Sehenswürdigkeiten auf der Insel.

Ein anderes, ebenfalls leicht zu erreichendes Highlight ist der 24 Meter hohe Hundafoss (Google Maps). Etwas unterhalb des Wasserfalls gibt es eine kleine Lichtung, von der aus du einen herrlichen Blick auf den Wasserfall hast.

Zudem solltest du einen Stopp an der Gletscherlagune des Skaftafelljökull (Google Maps) einlegen. Der Skaftafellsjökull ist eine zehn Kilometer lange und etwa 2,5 Kilometer breite Gletscherzunge von Islands größtem Gletscher Vatnajökull. Überall arbeitet das Eis, ständig brechen Eisbrocken in den braunen Gletschersee ab und stören die Ruhe.

Die Gletscherzunge Skaftafelljökull
Eine Wanderung oberhalb der Gletscherzunge Skaftafelljökull ist ein unvergessliches Erlebnis

Ein Wanderweg führt entlang des Gletschers und beschert dir beeindruckende Einblicke. Nach etwa 15 Minuten wird der Weg aber schon recht anspruchsvoll. Auf keinen Fall solltest du versuchen, auf den Gletscher zu gelangen! Eine Tafel am Zugang zum Wanderweg erinnert an das traurige Schicksal zwei deutscher junger Männer, die bis heute verschollen sind.

16. Der Goðafoss

Der Goðafoss ist absolut beeindruckend
Der Goðafoss liegt direkt an der Ringstraße und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Wasserfall ist zwar nur zwölf Meter hoch, aber stolze 158 Meter breit und gehört damit zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf der Insel

Der Goðafoss (Google Maps) liegt direkt an der Ringstraße – entsprechend voll ist es auch immer an dieser Top-Sehenswürdigkeit. Der Wasserfall ist mit „nur“ zwölf Metern Fallhöhe auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär. Das gilt aber nur, bis du das erste Mal am Goðafoss stehst.

Goðafoss im Morgenlicht
Der Goðafoss im schönsten Morgenlicht. Für uns ist das einer der schönsten Orte auf Island

Der Wasserfall ist nämlich sage und schreibe 158 Meter breit. Um den ganzen Wasserfall auf das Foto zu bekommen, solltest du ein Weitwinkelobjektiv einpacken.

17. Der Seljalandsfoss

Der Seljalandsfoss auf Island im Sonnenlicht
Der Seljalandsfoss ist einer der schönsten Wasserfälle der Insel und eine weitere Top-Sehenswürdigkeit – Foto: Depositphotos by fyletto

Wer auf Island unterwegs ist, muss einen Abstecher zum 60 Meter hohen Seljalandsfoss (Google Maps) im Süden machen. Der Wasserfall gehört zu den schönsten der Insel.

Das Highlight ist der kurze Wanderweg, der hinter den Wasserfall führt. So etwas hast du garantiert noch nie gesehen – nicht einmal auf Island. Regenklamotten sind Pflicht, will man in der Gischt des Wasserfalls nicht klatschnass werden.

18. Der Strand von Reynisfjara

Küste bei Vik auf Island
Der Reynisfjara Beach ist unglaublich schön – aber auch gefährlich

Die Reynisfjara Beach bei Vik (Google Maps) ist ein weiteres Top-Highlight auf Island, das kein Besucher verpassen sollte. Der schier endlose Lavastrand, steile Klippen und riesige Lavafelsen im Meer machen diesen Ort so besonders.

Die Basaltfelsen Reynisdrangar
Hier findest du auch die sehr sehenswerten Basaltfelsen Reynisdrangar

Direkt am Strand ist allerdings Vorsicht geboten! Besucher müssen zu jeder Zeit, also auch bei ruhigem Wetter, mit unerwartet(!) großen Wellen rechnen, die wie aus dem Nichts an den Strand schmettern und einen im schlimmsten Fall in die raue See reißen. Es gab hier bereits tragische Todesfälle.

Wenn du die atemberaubende Landschaft mal aus der Luft sehen möchtest, dann bietet sich hier auch ein Tandem-Paragliding-Flug über Vik i Myrdal* an. Ein kleiner Geheimtipp ist die Vulkan Katla Eishöhlentour* von Vík aus. Der Vulkan Katla liegt im Inneren des berühmten Gletschers Mýrdalsjökull.

19. Die Halbinsel Stokksnes

Die Halbinsel Stokksnes war lange ein Geheimtipp auf Island. Durch die vielen tollen Bilder auf Instagram ist Stokksnes inzwischen ein Top-Spot für alle Island-Reisende.

Lavastrand auf der Halbinsel Stokksnes
Der schwarze Lavastrand auf der Halbinsel Stokksnes ist ein absolutes Highlight, das du unbedingt sehen solltest

Dieser Ort ist traumhaft schön und es macht einfach Spaß, an den schwarzen Lavastränden entlang zu wandern und den Vögeln im Flug zuzuschauen. Achte hier bitte ganz besonders auf die Natur. Tritt keine Pflanzen kaputt und hinterlasse keinen Müll.

Du musst ein paar Euro Eintritt zahlen – die lohnen sich aber definitiv.

20. Der „Mückensee“ Mývatn

Der See Mývatn liegt im Norden Islands und lohnt ebenfalls einen Abstecher. Die Landschaft ist traumhaft schön und ein Eldorado für Fotografen.

Im Nordosten des „Mückensees“ liegt das kleine Dorf Reykjahlíð. Von hier starten zahlreiche Tagesausflüge in die nähere Umgebung, etwa zur Badehöhle Grjotagjá. Die Wassertemperatur liegt bei etwa 45 Grad – aufgrund der Steinschlaggefahr ist das Baden in der Höhle heutzutage aber verboten.

Ein Highlight ist auch das Thermalbad Mývatn Nature Baths (Website) – eine lohnenswerte Alternative zur Blauen Lagune.

Kleiner Schlund im Geothermalgebiet Hverarönð
Im Geothermalgebiet Hverarönð findest du die abgefahrensten Formen und Farben

Außerdem befindet sich das Geothermalgebiet Hverarönð in unmittelbarer Nähe des Mückensees. Überall blubbert und dampft es.

Bunte Quellen, wohin das Auge schaut und der Schwefelgeruch kriecht in die Nase und löst umgehend einen Fluchtreflex aus. Die Landschaft ist atemberaubend schön.

Tipp: Vom Gipfel des 482 Meter hohen Námafjall hast du eine tolle Aussicht über das Geothermalgebiet. Der Aufstieg ist von der Südseite relativ steil und geröllig, so dass hier viele Besucher wieder umdrehen. Dabei lohnt sich der Aufstieg schon alleine wegen des Ausblicks auf das Thermalgebiet Hverarönð. Der Auf- bzw. Abstieg auf der Nordseite ist wesentlich einfacher, weil weniger steil.

21. Der Basaltfelsen Hvítserkur

Der Basaltfelsen Hvítserkur
Der Hvítserkur gehört zu den Top-Attraktionen auf Island
Sonnenaufgang am Hvítserkur
Die Sonne scheint durch den Felsdurchbruch. Genau darauf hatte ich gewartet

Der imposante Basaltfelsen Hvítserkur (Google Maps) ist Nistplatz zahlreicher Vogelarten. Der Legende nach ist der 15 Meter hohe Hvítserkur ein Troll, der von der Sonne versteinert wurde. Der Fels ist eine echte Berühmtheit auf Island und darf auf deiner Sightseeing-Rundreise nicht fehlen.

Im Jahre 1990 war der Hvítserkur sogar auf einer isländischen Briefmarke abgebildet. Wer vom Parkplatz zum Strand wandert, sollte unbedingte feste Schuhe und keine Flip-Flops anziehen. Der Abstieg über feinen Schotter ist nicht zu unterschätzen!

Hier findest du noch mehr Infos und Fototipps für deinen Besuch am Hvítserkur.

22. Die Papageientaucher am Kap Bjargtangar

Kap Bjargtangar
Das Kap Bjargtangar ist nicht nur der westlichste Punkt Islands, sondern gilt als der zweitwestlichste Punkt Europas nach den Azoren

Das Kap Bjargtangar (Google Maps) ist der westlichste Punkt Islands und gilt als der zweitwestlichste Punkt Europas. Das Kap Bjargtangar ist ein wahres Eldorado zur Vogelbeobachtung. In den mehrere hundert Meter steil abfallenden Klippen brüten im Sommer Hundertausende Papageientaucher, Möwen, Lummen und Tordalken.

Der Höhepunkt sind die Papageientaucher, auch Puffins genannt. Puffins sind hervorragende Schwimmer und tauchen bis zu 60 Meter tief. Wer ernsthaft an Tierfotografie interessiert ist, lässt den Rummel am Parkplatz hinter sich, folgt für 15 bis 20 Minuten dem Wanderweg und geht mit dem Teleobjektiv auf „Puffin-Jagd“.

Papageientaucher auf Island
Papageientaucher – auch Puffins – können am besten am Kap Bjargtangar beobachtet werden. Tierfotografen kommen hier voll auf ihre Kosten

Die beste Zeit, Puffins auf Island zu sehen, sind die Sommermonate. Die Wasservögel sind etwa von Mitte April bis Ende August auf Island. Den Rest des Jahres verbringen Papageientaucher auf dem offenen Meer.

Polarfuchs auf Island
Mit etwas Glück siehst du in der Abgeschiedenheit der Westfjorde sogar junge Polarfüchse. Wir hatten dieses Glück im September

Auf Fotografen wartet am Kap Bjargtangar außerdem ein schöner Leuchtturm.

23. Die Hochlandstraße Kaldadalsvegur

Früher war die rund 40 Kilometer lange Kaldadalsvegur als F-Hochlandstraße deklariert. Heute kann die Straße (Straßennummer 550) bei guten Bedingungen auch mit einem normalen Pkw ohne Allradantrieb befahren werden.

Bach im Kaldidalur-Tal
Dieser Bach fließt durch ein Feld aus erstarrter Lava

Die Hochlandstraße Kaldadalsvegur ist ein echter Tipp für alle, die das Hochland auch ohne teures Allradfahrzeug erleben wollen.

Die Kaldadalsvegur zieht sich durch diese atemberaubende Landschaft
Die Kaldadalsvegur zieht sich durch diese atemberaubende Landschaft

Die Schotterpiste führt durch eine atemberaubende Landschaft. In der Ferne erblickt man riesige Gletscher. Dann fährt man wieder durch Gebiete, in denen weit und breit nichts ist. Für uns ist die Hochlandstraße eine der Top-Attraktionen auf Island.

24. Der Dynjandi Foss

Der Dynjandi Foss ist ein beliebtes Fotomotiv
Der Dynjandi Foss ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten auf Island
Dynjandi Foss mit Person davor
Ein Mensch ist geradezu winzig im Vergleich zu dem riesigen Wasserfall

Der Dynjandi Foss (Google Maps), was so viel bedeutet wie „der Rauschende“, liegt auf den Westfjorden und stürzt 100 Meter in die Tiefe. An seinem Fuß ist der Wasserfall 60 Meter breit. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt bis direkt an den Wasserfall.

Zum Fotografieren bietet es sich an, eine der zahlreichen kleineren Wasserfälle als Vordergrund zu nehmen. Aber auch ohne kleinen Wasserfall im Vordergrund ist der Dynjandi Foss ein tolles Fotomotiv, das auf keiner Island-Reise fehlen sollte. Um die Westfjorde zu besuchen, musst du allerdings ein wenig Zeit mitbringen.

25. Der Brúarfoss

Der Bruarfoss ist der abgefahrendste Wasserfall auf Island
Der Brúarfoss ist nicht der größte, aber einer der schönsten Wasserfälle auf Island und war lange ein Geheimtipp. Inzwischen ist der imposante Wasserfall recht bekannt und das Ziel zahlreicher Urlauber

Um zum Brúarfoss zu gelangen, musst du etwa eine Stunde wandern. Der oft stark verschlammte Wanderweg führt zum Teil am Fluss entlang, zu großen Stücken aber auch durch Gebüsch und über einen Fahrweg. Ein Genuss ist diese Wanderung nicht.

Dafür ist der Brúarfoss einer der schönsten Orte auf Island. Eine Brücke führt über den Fluss – der Blick auf die Felsspalte, durch die das klare Wasser rauscht, ist unbeschreiblich schön. Einen Abstecher wert ist auch der nahe gelegene Midfoss, der ebenfalls vom Fluss Brúará gespeist wird.

26. Das Vulkangebiet Hveradalir

Das Vulkangebiet Hveradalir ist eine absolute Sehenswürdigkeit
Das Vulkangebiet Hveradalir gehört für uns zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf Island
Wanderer im Vulkangebiet Hveradalir
Der Größenvergleich mit dem Wanderer zeigt eindrucksvoll, wie groß das Gelände ist

Während die Top-Attraktionen am Golden Circle zur Hauptsaison oft hoffnungslos überlaufen sind, findest du im Hochland noch echte Einsamkeit. Das liegt auch daran, dass es hier so gut wie keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt und du – gesetzlich vorgeschrieben – ein Allradfahrzeug benötigst, um die F-Pisten im Hochland zu befahren. Das ist auf Island leider (oder angesichts der Menschenmassen, die nach Island strömen, zum Glück) sehr teuer.

Eines der schönsten Gebiete auf Island ist das Vulkangebiet Hveradalir. Du kannst mit dem Auto der Hochlandstraße F347 (ein Abzweig der F35) folgen und in der Nähe parken. Du kannst aber auch vom Kerlingarfjöll Mountain Resort aus etwa eine gute Stunde wandern. Der Weg führt durch eine Mondlandschaft. Ein unvergessliches Erlebnis.

Wichtig ist hier ein Wettercheck! Selbst an relativ gut erreichbaren Sehenswürdigkeiten sterben immer wieder Touristen, die von einem plötzlichen Wetterumschwung überrascht werden und nicht die passende Wanderausrüstung für die rauen Gegebenheiten auf Island dabei haben.

27. Der Glymur

Der Glymur ist Islands höchster Wasserfall
Der Glymur stürzt 196 Meter in die Tiefe und ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten auf Island

Der Glymur (Google Maps) galt bis zum Jahr 2007 als Islands höchster Wasserfall und ist eine weitere Top-Sehenswürdigkeit, die du auf deiner Island-Reise unbedingt sehen solltest.

Die Wanderung zum Glymur, der 196 Meter in die Tiefe stürzt, ist traumhaft schön, aber relativ anspruchsvoll. Auf der gut sechs Kilometer langen Wanderung sind immerhin 500 Höhenmeter zu überwinden.

Teilweise geht es relativ steil nach oben, viele Stellen sind mit einem Seil gesichert. Aber keine Sorge, das Seil ist wirklich nur angebracht worden, weil sich offenbar viele völlig unerfahrene Wanderer auf die Tour begeben – wirkliche Gefahr droht hier nicht.

Gut zu wissen: Heute gilt der Morsárfoss mit 227 Metern Fallhöhe als Islands höchster Wasserfall. Der Morsárfoss liegt im Vatnajökull-Nationalpark und wurde tatsächlich erst im Jahr 2007 entdeckt. Der Wasserfall selbst ist nur über einen Gletscher zu erreichen – also nichts für den „normalen“ Island-Touristen.

Hier findest du alle Infos zur Wanderung zum Glymur.

28. Der Hraunfossar

Die Hraunfossar Wasserfälle sind sehr beliebt
Der Hraunfossar gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Westen Islands

Die Hraunfossar-Wasserfälle liegen quasi direkt an der Straße und zählen zu den Top-Ausflugszielen für Tagestouristen auf Island. Ein gut ausgebauter Weg führt an den Wasserfällen entlang.

Etwas weiter entfernt liegt außerdem der Barnafoss – ein schöner Wasserfall, der aber nicht so spektakulär ist wie die ganz großen Wasserfälle auf Island.

29. Das Flugzeugwrack am Strand von Sólheimasandur

Flugzeugwrack auf Island
Ein beliebtes Fotomotiv ist dieses Flugzeugwrack. Zu der abgestürzten Douglas C-47 Skytrain führt eine ziemlich schroffe Schotterpiste, die allerdings nicht mehr mit dem Auto befahren werden darf

Am Strand von Sólheimasandur liegt ein altes Flugzeugwrack (GPS: N 63 27.546, W 19 21.889 – Google Maps), eines der meistfotografierten Fotomotive auf Island. Von der Hauptstraße ist die Stelle mit dem Wrack nicht zu sehen.

Eine ziemlich schroffe und wirklich öde Schotterpiste (inzwischen für Privat-Pkw gesperrt) bringt dich in rund einer Stunde (vier Kilometer) zu dem Wrack, eine abgestürzte Douglas C-47 Skytrain. Für rund 15 Euro kannst du auch einen Shuttle-Bus nehmen, der dich in 15 Minuten zum Wrack und zurück fährt.

Die Maschine der United States Navy ging am 24. November 1973 zu Boden, die Crew überlebte. Die Szenerie mit dem kaputten Flugzeug in dieser unwirtlichen Gegend erinnert an einen Endzeitfilm, in dem in jeder Sekunde eine ganze Horde wildgewordener Zombies über einen herfallen kann.

30. Geheimtipp: Der Háifoss

Der mit 122 Metern Fallhöhe überaus imposante Wasserfall Háifoss darf auf keiner Island-Reise fehlen. Mit einer Fallhöhe von 122 Metern ist der Háifoss nach dem Morsárfoss und dem Glymur der dritthöchste Wasserfall Islands. Dennoch ist der Wasserfall mehr ein Geheimtipp, als eins der beliebtesten Reiseziele der Insel. Für uns aber ein absolutes Highlight.

Der einfachste Weg zum Háifoss führt über die Straße 332, die von der 32 abgeht. Oberhalb des Wasserfalls gibt es einen Parkplatz (Google Maps), von dem aus du schnell oberhalb dieses imposanten Naturwunders stehst.

Der Háifoss auf Island
Der Háifoss ist Islands dritthöchster Wasserfall, wird aber im Vergleich zu den anderen bekannten Wasserfällen relativ wenig besucht und gilt damit fast als Geheimtipp

31. Die Schlammquellen des Gunnuhver

Die Schlammquellen des Gunnuhver
Die Schlammquellen des Gunnuhver sind überaus sehenswert

Die heißen Quellen des Vulkans Gunnuhver (Google Maps) sind eine weitere Top-Sehenswürdigkeit auf Island. Die Schlammquellen sind die größten auf Island. Überall dampft und brodelt es und widerlich duftender Schwefelgeruch, der an verfaulte Eier erinnert, steigt dir in die Nase.

Die dampfenden und blubbernden Quellen sind ein tolles Erlebnis, das du nicht verpassen solltest.

32. Die Küste von Dyrhólaey

Felsbogen im Meer an der Küste von Dyrhólaey
Von der Steilklippe hast du einen tollen Blick auf diesen Felsbogen im Meer

Die Küste von Dyrhólaey (Google Maps) ist ein weiterer schöner Ort, das du unbedingt sehen solltest. Im Meer liegen riesige Steinbrücken, der kilometerlange Strand ist tiefschwarz. Vom Leuchtturm Dyrhólaey, den du auch mit dem Auto erreichst, genießt du einen herrlichen Fernblick über die Südküste Islands.

Touristen blicken von einer Klippe über die Küste von Dyrhólaey
Ist dieser Ausblick nicht atemberaubend?

33. Der Aldeyjarfoss

Der Aldeyjarfoss auf Island
Der Aldeyjarfoss liegt an einer Hochlandpiste und ist daher nicht mit einem normalen Pkw zu erreichen

Den Aldeyjarfoss hat wohl kaum ein Island-Reisender auf der To-Do-Liste stehen. Dabei ist der Wasserfall im isländischen Hochland überaus sehenswert. Direkt am Wasserfall gibt es einen Parkplatz. Die Zufahrtsstraße, die F26, ist allerdings Fahrzeugen mit Allradantrieb vorbehalten.

Ohne Allradfahrzeug bietet sich eine kurze Wanderung (pro Strecke etwa eine Stunde) zu dem imposanten Wasserfall an. Wer die Straße 842 von Norden aus bis zum Ende fährt, stößt unweigerlich auf die F26. Zu Fuß sind es noch vier (leider sehr öde) Kilometer. Bei unserem Besuch war die Straße so gut, dass die Strecke auch mit einem normalen Pkw problemlos machbar gewesen wäre – verboten ist es trotzdem.

34. Landmannalaugar

Bunte Berge im Tal Landmannalaugar auf Island
Die Landschaft im Tal Landmannalaugar ist atemberaubend

Das Hochlandtal Landmannalaugar ist eine weitere tolle Sehenswürdigkeit, die du auf keinen Fall verpassen solltest. Dieser magische Ort gilt als einer der schönsten auf ganz Island. Dich erwarten bunte Berge und eine riesige Quelle, in der du (kostenlos) Baden kannst. Zudem ist das Gebiet ein Paradies für Wanderer. Direkt neben der Quelle gibt es einen großen Zeltplatz.

Du erreichst die Region Landmannalaugar aus Reykjavík kommend zunächst über Ringstraße 1 und die Schotterstraße 26, die am imposanten Vulkan Hekla vorbeiführt. Von der Straße 26 geht die F225 (Landmannaleið) ab, die in der F208 mündet. Schließlich folgst du der F224 – unter anderem durch einen Fluss – zum Camp.

Ein Allradfahrzeug ist Pflicht. Zudem erreichst du Landmannalaugar mit dem eigenen Pkw nur in den Sommermonaten. Im rauen isländischen Winter musst du dich aus Sicherheitsgründen einer geführten Tour anschließen.

35. Der Hengifoss

Der Hengifoss auf Island
Der Hengifoss ist ein beliebtes Fotomotiv auf Island, aber nicht so überlaufen wie andere Sehenswürdigkeiten auf der Insel – Foto: Depositphotos by Wirestock

Der Hengifoss ist mit 118 Metern Islands vierthöchster Wasserfall und eine der Top-Attraktionen im Osten der Insel. Vom Parkplatz an der Straße 931 führt ein Weg recht steil nach oben zum Lagarfljót-See. Von hier hast du nicht nur einen tollen Blick auf den imposanten Wasserfall, sondern genießt auch ein atemberaubendes Island-Panorama.

Reise-Tipps für Island

Island ist immer eine Reise wert! Im Sommer ist es durchweg hell und die Wintermonate sind geprägt von Dunkelheit. Dafür erstrahlt die Landschaft mit etwas Glück im Polarlicht.

Wenn du das erste Mal auf Island bist, solltest du zunächst die Ringstraße in Angriff nehmen. 14 Tage sind das Minimum, um die Reise auf der Ringstraße halbwegs zu genießen. Wenn du mit dem Zelt unterwegs bist, solltest du die Rundreise gegen den Uhrzeigersinn fahren. Der Hintergrund: Im Süden der Insel ist es in der Regel trockener als im Norden. Wenn du gegen den Uhrzeigersinn reist, sparst du dir die nassen Regentage für das Ende der Reise auf und deine Klamotten bleiben vielleicht etwas länger trocken.

Wenn du die Top-Sehenswürdigkeiten an der Ringstraße und an der Küste bereits kennst, wirst du im Hochland der Insel immer wieder neue Highlights finden. Um ins Hochland zu gelangen, ist allerdings ein (sehr teures) Fahrzeug mit Allradantrieb vorgeschrieben. Außerdem solltest du darauf achten, dass dein Vermieter Fahrten ins Hochland ausdrücklich erlaubt. Verstöße sind sehr teuer.

Anreise nach Island

Eine Island-Reise startet in der Regel am Flughafen Leifur Eiríksson bei Keflavik ( Google Maps) in der Nähe der Hauptstadt Reykjavík. Die isländische Fluggesellschaft Icelandair hat übrigens ein ganz besonderes Angebot: Auf dem Flug von Europa nach Kanada oder in die USA – oder umgekehrt – kann man einen kostenlosen Zwischenstopp von bis zu sieben Tagen auf Island einlegen. Unser Erfahrungsbericht mit der → Businessclass mit Icelandair könnte dich interessieren.

Wenn du Island mit dem eigenen Auto erkunden willst, kommt für dich nur die Autofähre in Frage. Die Smyril Line legt mit der Fähre in Hirtshals in Dänemark ab. Auf der Reise kannst du sogar einen Zwischenstopp auf den Färöer Inseln einlegen.

Du solltest aber hochseetauglich sein. Das Schiff ist mindestens zwei Tage unterwegs. Und auch der Preis ist nicht ohne. In der Hauptsaison bezahlst du als Alleinreisender mit einem normalen PKW in der günstigsten 6er-Kabine deutlich mehr als 1000 Euro, zu zweit musst du noch einmal mit mindestens 500 Euro Aufpreis rechnen.

Wo auf Island übernachten

Die günstigste Möglichkeit, auf Island zu übernachten, ist das Zelt. Es gibt auf der gesamten Insel Campingplätze, die nicht viel kosten. An den Hotspots sind die Campingplätze oft gut ausgestattet mit Duschen und warmen Wasser. Abseits der bekannten Wege gibt es viele einfache Campingplätze, die in der Regel über wenig oder keinen Komfort verfügen, dafür zum Teil aber sogar kostenlos genutzt werden können.

Wildes Campen ist auf Island erlaubt, wenn du dich an ein paar einfache Regeln hältst. Als erstes solltest du immer auf Schilder achten, die das Campen möglicherweise untersagen. Ansonsten darfst du in bewohnten Gebieten auf unbebautem Land ein kleines Zelt für eine Nacht aufschlagen, wenn es in der Nähe keinen Campingplatz gibt.

In unbewohnten Gebieten darf man sein Zelt für eine Nacht auf staatlichen oder privaten unbebautem Gelände aufschlagen. In Nationalparks und einigen anderen speziell ausgewiesenen Gebieten ist wildes Campen verboten. Welche Gebiete genau das sind, steht hier.

Wie immer gilt: Hinterlasse nichts als Fußspuren (und diese auch nicht auf empfindlichen Pflanzen!!!). Deinen Müll nimmst du bitte wieder mit und hinterlässt absolut nichts (keine Kippen, keine Papier und nicht einmal eine Bananenschale!!!) in der Natur.

Hotels bieten natürlich mehr Komfort, sind auf Island aber sehr teuer.

Zelt unter Polarlichtern auf Island
Wir sind seit Jahren mit dem Zelt unterwegs – auch auf Island. Ein echter Kauftipp ist übrigens das MSR Hubba Hubba NX 2

Günstige Mietwagen auf Island

Island ist ein sehr teures Reiseland. Das gilt auch für Mietautos. Wer das Risiko eingeht und einen Versicherungsschutz mit Selbstbeteiligung wählt, zahlt für einen Kleinwagen in der Hauptsaison pro Woche um die 300 Euro. Wer alle Risiken abdecken möchte, muss mit mindestens 600 Euro pro Woche rechnen.

Achte immer darauf, dass du keine Kilometerbeschränkung hast. Wer die Insel auf der Ringstraße umrundet, wird einige Kilometer abspulen. Wer größere Ansprüche hat und mit einem Mittelklassewagen reisen möchte, legt schnell 800 Euro für eine Woche auf den Tisch. Sehr gute Angebote findet man auf dem Vergleichsportal Billiger-Mietwagen.de*, das wir oft für unsere Reisen nutzen.

Hier verraten wir dir übrigens, was eine Reise nach Island kostet. Zudem findest du in dem Artikel einige tolle Spartipps.

Zahlen und Fakten über Island

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16 Kommentare

  • - Mandy

    Hey ihr, wir haben im Sommer 10 Tage island mit Camper und 6 Tage mit Mietwagen gebucht. Meine Vorfreude ist durch Eure Seite noch größer geworden. Tolle Hinweise was man sich anschauen soll. Lg

    • - Florian

      Hallo Samuel,

      im Mai kann es noch sehr kalt sein und im Hochland kann noch viel Schnee liegen. Und natürlich gibt es vermutlich keine Polarlichter mehr, da müsstest du im Winter nach Island. Auf der anderen Seite ist es im Mai noch nicht so voll an den Hotspots.

      Viele Grüße
      Florian

  • - Birgit Westermann

    Hallo liebe Phototravellers, das ist wirklich eine schöne und anschauliche Übersicht zu einem Reiseziel, das auch immer noch auf unserer Liste der Ziele steht, wo wir gerne hin wollen. Vielen! Dank dafür! Und die Fotos sind wirklich umwerfend und sehr inspirierend! 😊 Liebe Grüße, Birgit und Manu

  • - Hermann Josef Klett

    Hallo ! Großes Kompliment für diese Seite ! Es macht nicht nur Spaß so präzise und schöne Informationen zu lesen sondern auch die Foto-Tipps sind einmalig ! Ich werde Eure Seite als Grundlage und Fundament für meine diesjährige Islandreise nutzen ! Danke !
    Hermann

  • - Thomas Nübel

    Eine hervorragende Website die ihr hier geschaffen habt. Ich habe mich hier mittlerweile mehrere Stunden mit euren interessanten Fototipps, sehenswerten Fotos von vielen Plätzen auf der Welt wo ich teilweise auch schon war oder jetzt Island wo es 2020 hin geht beschäftigt. Vielen Dank dafür!

  • - Uli

    Hallo Flo,
    ich komme auf sieben von zehn! Das ist doch eine ganz gute Quote :-)
    Was mir nochbesonders gefallen hat, sind das Gebiet rund um den Mývatn, mit Námafjall, dem blauen See und dem Hverfjall. Und die heißen Quellen Den Seljalandsfoss finde ich immer noch sensationell. Und natürlich diese weiten, menschenleeren Landschaften in Ostisland.
    Den Kirkjufell haben wir leider nur im Dauerregen gesehen. Sehr schade!
    Viele Grüße
    Uli

    • - Florian Westermann

      Hi Uli,

      ja, das ist schon eine super Quote :-) Wobei uns natürlich auch noch gaaanz viel fehlt auf Island, aber in zwei Wochen ist einfach nicht mehr zu schaffen. Das Land ist ja nicht ganz klein .-)

      Menschenleer ist immer schön, auf Island muss man da aber echt schon recht weit reisen für – halt nach Ostisland .-)

      Viele Grüße
      Flo

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