Reisetipps für einen Roadtrip durch Apulien
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Apulien-Rundreise: Reisetipps für deinen Roadtrip

Ich liebe Roadtrips und Ausflüge. Vor allem in Italien. Und noch besser nach Apulien. Bei mediterranem Klima dahin brausen, den Wind in den Haaren und die Landschaft betrachten, die sich ständig ändert. Und dann diese wunderschönen Oleander-Büsche, die an der Autobahn blühen.

Weiß und pink blüht es. Du fährst an unzähligen Olivenbäumen vorbei. Herrlich! Das ist Italien! Aber Apulien zeichnet noch so viel mehr aus. Die süditalienische Region ist bekannt für ihr leckeres Essen, für ihre weiß gestrichenen Häuser, die sich zu Festungen auftürmen, für jahrhundertealtes Ackerland, für sehr viel Geschichte und eine grandiose Küste mit zauberhaften Stränden an der Adria, am Mittelmeer.

Wir nehmen dich mit auf unseren Roadtrip durch Apulien und zeigen dir die schönen Städte Bari, Alberobello, Polignano a Mare, Monopoli, Lido-Strand, Ostuni, Brindisi, Lecce und Otranto. Erkunde mit uns Bella Italia.

Aktualisiert am 04.04.2022

Flug nach Bari

Unser erster Halt ist die italienische Hauptstadt Apuliens: Bari. Wir fliegen in die Stadt, da wir nur wenige Tage Zeit haben. So sparen wir uns die Anfahrt und können uns gleich in den italienischen Trubel stürzen. Bari ist deshalb unsere Lieblingsstadt an der Süditalienischen Ostküste, weil hier viel weniger los ist, als in den anderen Städten.

In Bari legen meist Kreuzfahrtschiffe an, die von Venedig aus starten. Vormittags kann es zur Kreuzfahrt-Hauptsaison also durchaus mal voll in der Stadt werden, doch der Spuk hält nicht lange an. Als wir Anfang August – also eigentlich die absolute Hauptreisezeit der Deutschen – in Bari waren, fanden wir die Stadt total ruhig und gelassen vor.

Was uns am Meisten in Bari beeindruckt hat? Bari ist total ursprünglich. In keiner anderen Stadt sahen wir so viele Einheimische, die am Abend gemütlich vor ihrem Haus oder vor einer Garage – der typische Treffpunkt – saßen und sich zu einem Gespräch trafen.

Nudelstraße Bari
Die bekannte Nudelstraße in Bari – hier machen die Frauen die Nudeln selbst und du kannst dabei zusehen

Wir raten dir vor allem zwei Dinge: lauf durch Bari am Tag und klappere die Sehenswürdigkeiten ab. Vor allem die Nudelstraße hattes es uns sehr angetan. Aber auch die Kathedrale ist sehr schön. Vormittags rollen die Frauen die Nudeln auf Tischen vor der Haustür. Du kannst also live dabei zusehen. Vormittags bis mittags haben alle Touri-Hotspots geöffnet, während der Siesta ist die Stadt wie ausgestorben.

Impressionen zum Nachtleben in Bari
Nachts gehts in Bari rund. In der Mitte siehst du einen Stand, an dem sich eine Schlange bildet. Bari ist auf jeden Fall eine Reise wert

Wir raten dir, abends durch die Gassen zu ziehen. Dann, wenn die Restaurants aufmachen, lernst du das richtige Treiben und den Flair Baris kennen. Plötzlich stehen Einheimische irgendwo Schlange – natürlich solltest du dich dann auch anstellen. Denn dort, wo der Einheimische isst, ist es meist super lecker.

Welche weiteren Sehenswürdigkeiten du unbedingt in Bari sehen musst, dass erfährst du in unserem ausführlichen Artikel rund um Baris Top-Sehenswürdigkeiten. Aber so viel können wir ja verraten: die Stadt hat unser Herz erobert.

Für Bari empfehlen wir dir auf jeden Fall zwei Tage, damit du die Stadt schön erkunden und dich in den Gassen verirren und treiben lassen kannst.

Pane e Pomodore Strand in Bari
Der Strand Pane e Pomodore ist wirklich nett. Wir haben hier nur Einheimische angetroffen
Im Inneren der Basilica San Nicola
Die Kirche Basilica San Nicola ist ziemlich ungewöhnlich und definitiv einen Besuch wert

Empfehlenswerte Reiseführer für Apulien

Wenn du dich auf deinen Roadtrip vorbereiten möchtest, dann haben wir hier ein paar super Tipps für gute Reiseführer und wie immer haben wir auch einen schönen Buchtipp dabei. Denn mit einem Glas Wein und einem passenden Roman zur Urlaubsregion, kannst du den Abend wunderbar ausklingen lassen.

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Weiter mit dem Auto nach Polignano a Mare

Polignano a Mare ist einer der begehrtesten Küstenorte Apuliens. Es ist der Geburtsort des bekannten Sängers Domenico Modugno, der mit den Zeilen „Volare o o, Cantare ooo“ Geschichte geschrieben hat. Seine Statue solltest du auch auf keinen Fall verpassen. Ansonsten ist Polignano a Mare vor allem für den Stadtstrand bekannt, den Lama Monachile Cala Porto. Der Strand liegt in einer Bucht, umringt von der Stadt, einer großen Brücke und von einem Plateau, von dem sich ein super Ausblick auf die Stadt bietet. Polignano a Mare ist eine wunderschön gestaltete Stadt.

Blick auf Polignano a Mare
Das muss man schon sagen: Polignano a Mare ist wirklich ein Postkartenmotiv

Es macht Spaß durch die engen Gassen zu laufen und auf den Aussichtsterrassen dem Treiben in der Bucht zuzusehen. In Polignano a Mare solltest du ebenfalls recht früh dran sein, damit du vor den Besucherströmen die Stadt erkunden und tolle Fotos machen kannst. Zudem kannst du dich dann bereits gechillt an den Strand legen, während der Rest an Touristen erst zum Frühstück geht.

Impressionen aus der Innenstadt von Polignano a Mare
Es macht einfach Spaß, durch die Innenstadt von Polignano a Mare zu schlendern

Die Stadt ist wirklich schön, war uns aber abends zu überlaufen. Für alle, die den Trubel und viele Menschenmassen mögen, ist es abends allerdings Pflicht in Polignano a Mare zu sein.

Für die Stadt empfehlen wir dir mindestens eine Übernachtung, damit du sowohl Sonnenuntergang- als auch Sonnenaufgang dort erlebst. Es ist beides sehenswert. Und abends ist dort wirklich was los. Die schönsten Hotels und die Top-Highlights der Stadt findest du in unserem Extra-Bericht zu → Polignano a Mare.

Blick auf Polignano a Mare mit Meer
Der Aussichtspunkt Scogliera del Lungomare Modugno ist einer der beliebtesten Orte, um den Sonnenuntergang zu zelebrieren
Blick auf die Brücke in Polignano a Mare
Blick auf die Ponte di Polignano a Mare – eine der Top-Sehenswürdigkeiten des kleinen Örtchens

Monopoli

Direkt nach Polignano a Mare folgt die Stadt Monopoli. Besonders faszinierend ist die alte Stadtmauer mit ihren Kanonen, die du besichtigen kannst. Unterhalb der Stadtmauer befindet sich der Stadtstrand. Hier kannst du auf weichem Sand relaxen.

Am besten hat es uns gefallen uns durch die Stadt treiben zu lassen und unzählige Fotomotive zu entdecken. Alte Gebäude, riesige Plätze, Ausgrabungen und gruselige Mumien – all das kannst du in Monopoli erleben. Nimm dir aber auch eine Auszeit am Meer und trink ein leckeres Glas Wein.

Für Monopoli empfehlen wir dir einen Tagesausflug und dann aber den Sonnenuntergang anzusehen, weil der wirklich schön aussehen kann. Im Anschluss könntest du entweder in Monopoli übernachten und am nächsten Tag nochmal die Stadt unsicher machen, oder aber du fährst weiter nach Alberobello. Das ist unser nächstes Ziel. Und dort musst du unbedingt den Sonnenaufgang oder jedenfalls das schöne Licht am Morgen für die Fotos genießen.

Wo du am besten parkst und wo du deine Stadttour anfangen solltest, das erfährst du in unserem extra Artikel zu Monopoli.

Trulli-Stadt Alberobello

Je nachdem, ob du dich entscheidest mit dem Bus in die jeweiligen Städte zu fahren, oder mit dem Mietwagen fährst – beides ist super möglich in Italien. Busfahren entschleunigt. Mit dem Mietwagen musst du den Parkplatz finden. Unsere nächste Station unseres Roadtrips bringt uns nach Alberobello.

Häuserzeile in Alberobello
Diese Häuserzeile in Alberobello hat uns einfach sehr gefallen. Auch die Katzen waren morgens noch faul in der Sonne unterwegs

Auch die Stadt der Trulli genannt. Trulli sind Häuser, die aus Mörtel gebaut wurden und deren Dach in einer speziellen Art ohne Bauzusatz gedeckt ist. Das führt auf eine alte Tradition zurück. Wir raten dir besonders früh in Alberobello zu sein. Dann hast du die wunderschönen Bauwerke der Trulli ganz für dich alleine.

Du bist vor Ort, wenn die kleinen Läden in den Gassen öffnen und die Stadt zum Leben erwacht. Alberobello ist für uns die schönste Stadt an der Ostküste. Wir kamen aus dem Fotografieren gar nicht mehr heraus. Du wirst Alberobello lieben.

Alle Infos zu Alberobello und welche Trulli du auf keinen Fall verpassen darfst, erfährst du in unserem Extra-Artikel zu → Alberobello.

Blick auf Alberobello von oben
Von der Treppe zur Kirche Santa Lucia hast du diesen tollen Blick auf die Trulli
Blumen Alberobello
Diese Geranien strahlen regelrecht vor den weißen Häusern
Eine der Gassen
Eine der Gassen in Alberobello. Die alten Straßensteine führen uns von Trullo zu Trullo
Blumen vor den Häusern
Als wir durch die Gassen streifen, ist es noch ruhig. Die Cafés machen erst noch aus. Alles ist friedlich

Lido Strand-Küste

Was du auf keinen Fall auf dem Weg in die nächste Stadt verpassen solltest, sind die Strände direkt an der Ostküste um das Gebiet des Lido Strandes. Hier hast du feine Sanddünen und weichen Sandstrand. Die Parkgebühren sind hoch. 5 Euro musst du hier zahlen.

Tolle Strände an der Ostküste Apuliens
So sieht der Strand an der Ostküste Apuliens aus. Vor allem der Bereich um den Lido-Beach ist bekannt. In Sanddünen lässt es sich schön den Tag genießen

Dennoch lohnt es sich. Wenn du früh kommst, kannst du tolle Fotos machen. Mittags und nachmittags ist es hier in der Gegend sehr voll, da es einer der begehrtesten Strandabschnitte ist. Wir hatten Glück und konnten einen der kostenlosen Parkplätze am Straßenrand ergattern und konnten uns selbst ein Bild von diesem Strand machen.

Natürlich ist der Strand nicht mit den Bahamas oder Mallorca vergleichbar. Aber es ist ein wirklich schöner italienischer Strand. Unser Tipp: lauf einfach ein wenig die Dünen entlang und dann hast du bald Abschnitte, an denen weniger los ist.

Der normale Tourist und auch die Einheimischen sind oft faul und tragen ihre Kühlbox an den Ort, der nah am Auto liegt. Also lauf ein wenig, schau dir die schönen Dünen an und genieße den Tag am Strand.

Selfie am Lido-Beach-Strandabschnitt
Ein Selfie am LIdo-Beach-Strandabschnitt muss schon sein. Das Wasser ist super schön türkis und der Sand ganz weich

Weiße Stadt Ostuni

Unser nächster Stopp ist die weiße Stadt Apuliens, Ostuni. Ostuni ist besonders schön am Morgen, wenn das warme Licht die Stadt anstrahlt. Ostuni heißt nicht umsonst die weiße Stadt – die Stadt besticht mit ihren schönen, weiß getünchten Fassaden.

Dazwischen findest du wunderschöne bunte Türen und Fensterläden, nette Verkaufsläden, in denen du auf jeden Fall dein Souvenir findest. Ostuni ist bekannt für seine Kathedrale, die ganz über der Stadt thront. Aber auch sonst wirst du wunderschöne Ecken entdecken können.

Von einem ganz besonderen Aussichtspunkt aus, hast du einen genialen Blick auf die Stadt. Von hier aus ist auch der Sonnenuntergang toll. Daher raten wir dir auf jeden Fall eine Nacht in Ostuni zu verbringen, damit du Sonnenauf- und -untergang mitnehmen kannst. Solltest du dich entscheiden müssen, dann würden wir den Sonnenaufgang wählen und die Stadt am Morgen besichtigen.

Die Top-Highlights der weißen Stadt Ostuni findest du in unserem Extra-Artikel zu Ostuni.

Blick auf Ostuni
Dieser Blick auf Ostuni ist der Hammer, oder?
Die Kathedrale in Ostuni
Die Kathedrale Ostunis ist durchaus sehr beeindruckend
Alstadt Ostunis
Besonders schön sind die Treppen und Blumen, die du in den kleinen Gassen entdecken kannst
Türen in Ostuni
Die Altstadt Ostunis ist sehr schön gestaltet. Die Farben bieten einen tollen Kontrast zu den weißen Häusern

Brindisi

Nach Ostuni kommst du an der Küstenstadt Brindisi vorbei. Brindisi hat zwei ganz markante Top-Sehenswürdigkeiten. Draußen am Meer vor der Stadt befinden sich die alten Mauern des beeindruckenden Castello Alfonsino di Brindisi.

Dieses Castello ist Teil des Befestigungssystems, das die Herrscher Apuliens befahlen, um die Küstenstädte vor den Angriffen der Völker zu schützen, die über das Meer kamen. Vor allem Kaiser Karl V. hat das stark vorangetrieben. Kein Wunder also, dass Brindisi ein weiteres Bollwerk hat, die Carlo V Bastion. Diese Bastion mit den alten Stadtmauern stammt aus dem 16. Jahrhundert uns sicherte die Stadt von der anderen Seite von Bodenangriffen ab.

Brindisi war also von allen Seiten eine Festung. Brindisi war wegen ihrer Lage schon immer eine beliebte Hafenstadt. Für die Römer diente der Hafen als Flottenstützpunkt. Ein Besuch der Stadt lohnt sich auf jeden Fall.

Barock-Stadt Lecce

Sie wird das Florenz des Südens genannt und ist das Vorbild für Barock im Süden Italiens. Lecce ist eine wunderschöne Stadt, die aus dem regionalen Tuffstein erbaut wurde. Alle Häuser haben somit die gleiche weiß-creme-farbene Fassade. Zudem wurde gerade in Lecce das Verzieren und kunstvolle, barocke Arbeiten an die Spitze getrieben.

Das römische Amphitheater in Lecce
Das römische Amphitheater gehört zu den absoluten Top-Sehenswürdigkeiten in Lecce und kostet nicht einmal Eintritt

Die Hausfassaden, Torbögen, Kirchenportale und vor allem die Prachtbauten sind einfach nur abgefahren. Und wenn du jetzt auch noch ein römisches Theater sowie ein römisches Amphitheater mitten in der Stadt vorfindest, spätestens dann bist du in Lecce angekommen. Etwas dergleichen hatten wir bisher wirklich noch nicht gesehen. Die Stadt hat uns absolut fasziniert.

Zum Schluss sind wir dann sogar noch in eine Künstlerwerkstatt hineingestolpert. Für Lecce raten wir dir auf jeden Fall einen Tag einzuplanen, weil du dort wahnsinnig viel entdecken kannst.

Was wir alles erlebt haben und die Top-Highlights zur Barockstadt Lecce findest du in unserem Extra-Artikel zu Lecce.

Die Chiesa di Santa Chiara von außen
Die Chiesa di Santa Chiara gehört definitiv zu den Orten in Lecce, die du sehen musst
Außenansicht der Basilica di Santa Croce
Die Basilica di Santa Croce gehört zu den absoluten Top-Sehenswürdigkeiten in Lecce
Impressionen des Castello Carlo V in Lecce
Das Castello Carlo V liegt etwas außerhalb der historischen Innenstadt. Wenn du in der Nähe bist, schau ruhig einmal vorbei. Richtig spannend sind aber nur die geführten Touren
Antiquitätenladen in Lecce
Du findest immer wieder tolle Kleinode wie diesen Antiquitätenladen

Südlichste Stadt Otranto

Unsere letzte Station ist die Stadt Otranto, die am südlichen Ende der Ostküste Italiens liegt. Hier geht es nochmal ganz anders zu, als zu Beginn unserer Reise in Bari. In Otranto ist viel los. Die Hafenstadt ist vor allem am Wochenende gerne besucht.

Auch von Einheimischen aus der Region. Sonntags wird dann sogar die Uferstraße für Autos gesperrt und die Besucher können ungestört flanieren gehen. Otranto wird ganz klar von der alten Stadtmauer dominiert. Und wie jede wichtige Hafenstadt findest du auch dort eine Festung, das Castello Aragonese.

Natürlich hat auch Otranto eine Kathedrale, die du unbedingt besuchen solltest. Santa Annunziata ist für ihre besonderen Bodenmosaike bekannt. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1163-1165. Auch die Krypta solltest du dir nicht entgehen lassen. Ebenfalls sehenswert und ein toller Fotospot ist das Hypogaeum von Torre Pinte. Das ist ein unterirdischer Gewölbegrabbau, den du dir ansehen musst.

Rückkehr von Brindisi oder Bari

Zurück geht es dann für dich entweder vom Flughafen in Brindisi oder wieder von Bari aus. Wir würden dir raten, dass du noch eine Nacht in Bari verbringst, nochmal durch die Stadt ziehst und den Abend dort bei leckerem und vor allem preiswerten Essen ausklingen lässt.

Es wir dir gut tun, die Ruhe der Stadt zu genießen und dich nochmal durch Bari zu schlemmen. Meist sind Gabelflüge (das bedeutet: Hinflug nach Bari und Rückflug von Brindisi aus) leider etwas teurer als wenn du den Hin- und Rückflug in der gleichen Stadt planst. Aber schau einfach mal, wie sich der Flugpreis zu deinem favorisierten Datum gestaltet.

Blick auf Bari aus dem Flugzeug
So sieht Bari aus der Luft aus. Die Altstadt ist gut erkennbar. Der Flughafen in Bari ist übersichtlich und nicht riesig

Das musst du zu Apulien wissen: Siesta

Wenn du in Apulien und generell in Italien unterwegs bist, dann solltest du auf jeden Fall wissen, dass es ab Mittag eine sogenannte Siesta gibt. Wenn die Sonne heiß herunterbrennt, dann wird die Arbeit ruhen gelassen.

Wenn du als Tourist also Städte besuchst, empfehlen wir dir, dass du vormittags losziehst, mittags und nachmittags wie die Einheimischen eine kleine Siesta einlegst und dann am späten Nachmittag wieder in die Innenstadt zurückkehrst.

Auch alle öffentlichen Sehenswürdigkeiten haben ab Mittag geschlossen. Solltest du also Kirchen und Museen besichtigen wollen, dann kannst du das vormittags oder eben wieder am späten Nachmittag. Ab etwa 16 Uhr öffnen die Tore wieder für die Besucher. In der Zwischenzeit kannst du auch Cafés oder kleine Imbisse aufsuchen, die offen haben. Restaurants und Tavernen machen oft erst ab 19:00 Uhr oder noch später auf.

Beste Reisezeit für Apulien

Je nachdem, wenn du deinen Roadtrip durch Apulien planst: eigentlich ist in Italien zu jeder Jahreszeit etwas los. Und jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme. Von daher gibt es keine falsche Reisezeit. Am besten ist es vermutlich immer in der Nebensaison und außerhalb der Schulferien, weil du dann das ursprüngliche Apulien kennenlernst.

Wir waren allerdings in der ersten Augustwoche vor Ort und haben es auch sehr genossen. Überraschenderweise war Bari gar nicht überlaufen und wir haben uns super wohl gefühlt. Bei den hippen Hafenstädten, war am Abend durchaus viel los. Aber auch das ist eben Italien und macht das Flair aus. Italien ist einfach immer schön.

Touristen in Alberobello
So sieht es aus, wenn ab 9 Uhr die Busse mit Besuchern in Alberobello ankommen. Du siehst also: An den Hotspots zur Hauptreisezeit, solltest du früh da sein

Was isst man in Apulien?

Apulien ist ein absolutes Eldorado für Foodies. Nach unserem Roadtrip mussten wir erstmal eine Diät machen. Pizza und Pasta ist natürlich eh klar. Die Apulische Pizza wird meist mit dünnem Teig zubereitet und schmeckt traumhaft. Gelato, also Eis, gibts in Italien sowieso immer und es schmeckt fast immer großartig.

So auch in Apulien. Doch was für Apulien sehr typisch ist, ist zum Beispiel das Focaccia Barese. Hierbei handelst es sich um ein Brot mit dickem Teig und hauchdünnen Tomaten drauf – ähnlich wie Pizzabrot nur mit fluffigem Teig. Der Belag kann zudem variieren. Die beste Focaccia haben wir in Plignano a Mare gegessen. Übrigens ist das Focaccia Barese sogar vegan.

Panzerotti sind kleine Pizzataschen, die ebenfalls super lecker schmecken und mit allerlei tollen Inhalten gefüllt sind. Auch Veganer kommen auf ihre Kosten. Natürlich ist auch Fisch ein riesen Thema an der Adria. Denn alles, was das Meer hergibt, bringen die Fischer in die Restaurants. Wenn du also Fisch-Fan bist, wirst du die apulische Küche lieben. Ein weiteres, traditionelles Gericht ist Tiella.

Das ist wie ein Eintopf aus Reis, Kartoffeln und Miesmuscheln. Ciambotto ist ein Meeresfrüchteessen. Was in Apulien auch sehr beliebt ist, sind die Platten aus Käse und Schinken. Wie die Bretterl-Jause in Bayern, findest du sie hier in fast jedem Restaurant. Ebenfalls typisch sind die Puccia – das sind gefüllte Fladen mit allerlei leckeren Sachen. Am Beliebtesten sind ganze Mozzarella mit Schinken.

Wir fanden aber auch die Veggie-Versionen super lecker. Du merkst, wir kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Italienisches Essen ist einfach hervorragend.

Essen in Bari
Das Essen in Apulien ist wirklich gigantisch. Links oben siehst du das Focaccia Barese, rechts die handgemachten Orecchiette aus Bari. Unten Links sogenannte Puccia – gefüllte Fladen und Gelato darf natürlich nie in Italien fehlen

Feste und Tradition

Die Italiener lieben es zu feiern. Und zu jedem Brauch, jedem Stadtheiligen oder jeder Jahreszeit gibt es tolle Feste und Traditionen. Hier findest du eine Übersicht, was in Apulien los ist:

Reiseberichte und coole Buchtipps zu Apulien

Wenn du dich auf deinen Roadtrip vorbereiten möchtest, dann haben wir hier ein paar super Tipps für gute Reiseführer und wie immer haben wir auch einen schönen Buchtipp dabei. Denn mit einem Glas Wein und einem passenden Roman zur Urlaubsregion, kannst du den Abend wunderbar ausklingen lassen.

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Und für den lauen Abend mit Wein habe ich zwei coole Romane für dich als Empfehlung: Aller Anfang ist Apulien* sowie der Duft von Pinienkernen* zeigt dir Apulien von seiner schönen Seite.

Blick über Lecce
Blick über die Dächer der süditalienischen Stadt Lecce

Ich hoffe jetzt, dass ich dir sehr viel Lust auf einen Roadtrip an der Ostküste Apuliens machen konnte. Jede Stadt war für uns etwas ganz Besonderes. Das wirst auch du merken, wenn du vor Ort bist und das jeweilige, ganz andere Flair einatmest. Tauche ein, genieße Apulien – es ist eine ganz besondere Region Italiens.

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1 Kommentare

  • - Barbara

    Hallo ihr beiden,

    kleiner Hinweis: „lido“ ist italienisch für Strand und kein Eigenname, wie die Verwendung in eurem Artikel suggeriert.
    Darüber hinaus hattet ihr in der ersten Augustwoche noch Glück, weil in den Wochen 2 und 3 (und oftmals auch den kompletten August über) ist nahezu komplett Italien „chiuso per ferie“.

    Ich wünsche weiterhin angenehmes Reisen, viele tolle Eindrücke und ein schönes Wochenende,

    schöne Grüße,
    Barbara

    Schöne Grüße und ein

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