Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Berlin
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Berlin Sehenswürdigkeiten: 20 schöne Orte, die du sehen musst [mit Karte]

Berlin wartet mit unzähligen Sehenswürdigkeiten und einem erstklassigen Nachtleben auf.

Die Spree-Metropole ist aufgrund der vielen verschiedenen Kulturen nicht nur als Hauptstadt Deutschlands, sondern auch als Hipster-Hauptstadt Nummer 1 bekannt.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass Berlin auch überaus geschichtsträchtig und politisch bedeutsam ist. Berlin ist nicht nur Sitz der Bundesregierung, sondern war zwischen 1961 und 1989 durch eine Mauer in Ost und West geteilt.

Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 ist ein in der Geschichte einmaliges Ereignis. In diesem Artikel stellen wir dir die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten in Berlin vor.

Neben verschiedenen Touristenattraktionen kannst du auf Kultur-, Übernachtungs- und Restaurantempfehlungen sowie einige Geheimtipps für deine Berlin-Reise gespannt sein!

Aktualisiert am 29.09.2022

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Berlin im Überblick

Hier siehst du eine Liste mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin, eine der schönsten Städte in Deutschland. Natürlich gibt es in Berlin noch vieles mehr zu entdecken, aber die unverzichtbaren Attraktionen der deutschen Hauptstadt sollten in etwa zwei bis drei Tagen, also etwa an einem verlängerten Wochenende, machbar sein. Wir zeigen dir, was du alles in Berlin gesehen haben musst. Viel Spaß!

Blick von der Seite auf das Brandenburger Tor am Morgen
Das Brandenburger Tor ist das Wahrzeichen Berlins und zählt zu den wichtigsten Highlights auf deinem Berlin Städtetrip
  1. Brandenburger Tor
  2. Reichstagsgebäude
  3. Alexanderplatz mit Fernsehturm
  4. Humboldt Forum
  5. Berliner Dom
  6. Gendarmenmarkt
  7. East Side Gallery
  8. Checkpoint Charly und Friedrichstraße
  9. Kurfürstendamm
  10. Gedächtniskirche
  11. Schloss Charlottenburg
  12. Siegessäule und Unter den Linden
  13. Potsdamer Platz
  14. Holocaust-Mahnmal
  15. Oberbaumbrücke
  16. Museumsinsel
  17. Großer Tiergarten mit Schloss Bellevue
  18. Zoologischer Garten
  19. Nikolaiviertel
  20. Bebelplatz

Wenn dir nach einem Ausflug ins Umland ist: Hier findest du unsere Reisetipps für Brandenburg. In einem anderen Artikel verraten wir dir die schönsten Reiseziele in Deutschland und natürlich haben wir auch die Top-101-Sehenswürdigkeiten in der Bundesrepublik für dich zusammengestellt.

Karte: Alle Sehenswürdigkeiten in Berlin

In unserer interaktiven Karte findest du alle schönen Sehenswürdigkeiten in Berlin auf einen Blick. Viel Spaß beim Entdecken der schönsten Orte und Plätze der deutschen Hauptstadt im Stadtplan. Übrigens liegen viele Attraktionen nah beieinander, so dass du sie prima zu Fuß erkunden kannst.

1. Brandenburger Tor

Das erleuchtete Brandenburger Tor in Berlin
Es ist die Top-Sehenswürdigkeit in Berlin: das Brandenburger Tor

Es ist die Top-Sehenswürdigkeit in Berlin schlechthin: das Brandenburger Tor. Hier stehen reihenweise die Touristen, um es fotografisch für die Daheimgebliebenen festzuhalten, denn jeder, wirklich jeder, möchte das Brandenburger Tor sehen. Dafür ist Berlin bekannt.

Das im klassizistischen Stil erbaute Tor ist das einzig erhaltene von 18 Berliner Stadttoren. Wichtige Ereignisse wie das Ende der napoleonischen Herrschaft, die Feier des Verfassungstages in der Weimarer Republik und der Mauerfall werden mit dem Bauwerk verbunden. Auf dem Brandenburger Tor befindet sich ein Viergespann, das die römische Siegesgöttin Victoria zeigt. Die Skulptur symbolisiert den Einzug des Friedens nach Berlin, weshalb das Tor ursprünglich Friedenstor hieß.

Blick von unten hinauf aufs Brandenburger Tor
Mächtig und imposant ist das Tor – jeder möchte ein Foto davon machen

Während der Teilung der Stadt lag das Brandenburger Tor übrigens unmittelbar hinter der Grenzlinie im sowjetischen Sektor im sogenannten Niemandsland – Zutritt unmöglich.

2. Reichstagsgebäude

Der Blick über die Spree mit einem Boot auf das Reichstagsgebäude in Berlin
Das Reichstagsgebäude ist natürlich auch eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Berlin

Für die nächste wichtige Sehenswürdigkeit in Berlin befinden wir uns gleich in der Nähe des Brandenburger Tors. In 400 Metern Entfernung befindet sich das Reichstagsgebäude, das umgangssprachlich auch einfach als Bundestag bezeichnet wird und seit 1999 der Sitz desselben ist. Während es ursprünglich im Stil der Neorenaissance erbaut worden war, wurde im selben Jahr die komplette Umgestaltung durch Norman Foster fertiggestellt.

Das wohl bekannteste Merkmal und Highlight des Reichstagsgebäudes ist die begehbare Glaskuppel über dem Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Wer sie und die dazugehörige Dachterrasse besuchen möchte, sollte sich hier vorher anmelden.

Auch Kurzentschlossene haben aber die Möglichkeit, die Kuppel spontan zu besichtigen. Die Anmeldung erfolgt dann vor Ort bei der Serviceaußenstelle des Besucherdienstes in der Nähe des Reichstagsgebäudes neben dem Berlin-Pavillon an der südlichen Seite der Scheidemannstraße. Wenn Plätze frei sind, kann man dort einen Termin für zwei Stunden bis zwei Tage später erhalten. Die Zutrittsberechtigungen sind allerdings personengebunden – beim Ausstellen und beim Eintritt also an ein gültiges Ausweisdokument denken!

Du kannst auch eine geführte Tour durchs Regierungsviertel* mit allerlei Wissenswertem buchen.

3. Alexanderplatz mit Fernsehturm

Blick auf die Weltuhr am Alexanderplatz mit Fernsehturm
Er ist das Top-Fotomotiv in Berlin: Der Alexanderplatz, kurz Alex. Die Weltuhr ist ein beliebter Treffpunkt

Der Alexanderplatz, kurz Alex genannt, ist einer der bekanntesten Plätze und Sehenswürdigkeiten in Berlin. Die berühmte Weltzeituhr, die sich dort befindet, stellt zudem einen der beliebtesten Treffpunkte der Stadt dar. Der gesamte Platz mit seinen Einkaufsmöglichkeiten ist ein absoluter Hotspot. Außerdem findest du auf dem Alexanderplatz die Berolina, die Statue einer Frau mit Eichenkranz, die die Stadt Berlin symbolisieren soll.

Direkt am Alex steht ein weiteres Wahrzeichen Berlins: der Fernsehturm. Er ist nicht zu übersehen und prägt das Stadtbild Berlins (jetzt Ticket mit bevorzugtem Einlass sichern*). Der Fernsehturm ist mit 368 Metern übrigens das höchste Bauwerk Deutschlands.

Der Fernsehturm bei Sonnenaufgang
Wenn der Himmel in Berlin brennt, hebt sich der Fernsehturm toll vom Hintergrund ab

Ebenfalls in der Nähe des Alexanderplatzes findest du das Rote Rathaus. Es ist Sitz des Bürgermeisters und Tagungsort des Senats von Berlin.

Tipp: Auf einer Stadtführung durch Berlin* entdeckst du mit einem Guide die Top-Highlights der Stadt.

Berlin rotes Rathaus
Das rote Rathaus in Berlin mit dem Fernsehturm im Hintergrund

⭐ Empfehlenswerte Reiseführer für deine Reise nach Berlin

In diesen Reiseführern findest du neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sicher ganz viel Inspiration für deinen City-Trip in die deutsche Hauptstadt.

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4. Humboldt Forum

Blick übers Wasser auf das Humboldt Forum
Das Humboldt Forum erstrahlt in neuem Glanz – erst 2020 wurden die Arbeiten am Berliner Schloss beendet

Das Humboldt Forum ist ein prächtiges Museum auf der Spreeinsel in der historischen Mitte Berlins gelegen. Es ist deshalb so aufsehenerregend, weil es sich im Berliner Schloss befindet. Bevor das Berliner Schloss 1945 abbrannte und dann sogar 1950 gesprengt wurde, diente es als als Hauptresidenz der brandenburgischen Kurfürsten, aber auch von preußischen Königen und deutschen Kaisern.

Nach einer langen Bauphase von 2013 bis 2020, steht das Berliner Schloss nun wieder in seiner alten Pracht als Ergänzung zur Museumsinsel in Berlin. Heute ist dort das Humboldt Forum untergebracht.

Blick vom Dach des Humboldt Forums auf den Fernsehturm
Von der Terrasse des Humboldt Forums hast du einen grandiosen Blick über die Dächer Berlins und auch auf den Fernsehturm

Es ist schon imposant durch die bekannte Sehenswürdigkeit und die riesigen Innenhöfe zu laufen. Im Inneren findest du heute mehrere museale Sammlungen aus der ganzen Welt. Zudem ist das Ethnologische Museum Berlin und das Museum für Asiatische Kunst darin untergebracht. Insgesamt mit den umliegenden Gebäuden steht nun in Berlin eines der größten zusammenhängenden Kulturensembles der Welt. 

5. Berliner Dom

Eine weitere Kuppel, die es sich zu besichtigen lohnt, befindet sich im Berliner Dom. Er liegt auf der Museumsinsel, die eine Sehenswürdigkeit für sich ist und über die du im Anschluss mehr erfährst.

Der Dom ist die flächenmäßig größte evangelische Kirche Deutschlands und besteht aus der großen Predigtkirche in der Mitte sowie der kleineren Tauf- und Traukirche an der Südseite. Er wurde von 1894 bis 1905 im Stil der Neorenaissance und des Neobarocks errichtet, im zweiten Weltkrieg zerstört und wiederaufgebaut. Die Außenansicht wurde dabei vereinfacht, während das Innere originalgetreu restauriert wurde.

Die Aussichtsterrasse der Kuppel in 50 Metern Höhe erreichst du nach 270 Stufen, für die der 360-Grad-Panoramablick definitiv entschädigt. Der Kuppelumgang ist in der Dom-Besichtigung inbegriffen.

Der Berliner Dom ist zudem eine der bedeutendsten dynastischen Grabstätten Europas. Fast über das komplette Untergeschoss erstreckt sich die Hohenzollerngruft, in der vom Ende des 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts insgesamt 94 Mitglieder des Hauses Hohenzollern beigesetzt wurden.

Der Ausblick vom Berliner Dom bei Sonnenuntergang
Der Ausblick vom Berliner Dom bei Sonnenuntergang

Achtung: Leider ist die Hohenzollerngruft ab dem 1. März 2020 für umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen für voraussichtlich drei Jahre geschlossen.

Der Berliner Dom von Innen
Der Berliner Dom von Innen

⭐ Wenn du trotz der Sanierungsarbeiten in der Hohenzollerngruft gerne in den Berliner Untergrund eintauchen möchtest, schau unbedingt mal beim Berliner Unterwelten e.V. vorbei. Der gemeinnützige Verein bietet zahlreiche Touren und Führungen an, zum Beispiel in einen alten OP-Bunker des ehemaligen Humboldt-Krankenhauses. Außerdem führt der Verein ein Berliner Unterwelten-Museum am Gesundbrunnen.

Blick ins Innere der Kuppel des Berliner Doms
Blick ins Innere der Kuppel des Berliner Doms

6. Gendarmenmarkt

Blick auf den großen Platz am Gendarmenmarkt mit Konzerthaus
Er zählt ebenfalls zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten Berlins – der Gendarmenmarkt

Der Gendarmenmarkt gilt als schönster Platz Berlins. Angelegt wurde er bereits 1688, dann aber, wie so viele Orte in Berlin und ganz Deutschland, im zweiten Weltkrieg zerstört und später wiederaufgebaut.

Auf dem Gendarmenmarkt befinden sich verschiedene Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören das heute als Konzerthaus genutzte Schauspielhaus von Karl Friedrich Schinkel sowie der Deutsche und genau gegenüber der Französische Dom. Das Konzerthaus kannst du besuchen. Du musst dich allerdings für eine Führung auf der Website anmelden. Die Führungen dauern 45 Minuten und kosten 3 Euro.

Der französische Dom am Gendarmenmarkt
Die das Konzerthaus flankierenden Gebäude, wie der französische Dom, sehen fast identisch aus
Das Konzerthaus wird am Morgen von der Sonne angestrahlt
Das Konzerthaus kannst du auch besichtigen

Die Geschichte der beiden letzten Bauwerke ist quasi identisch. Sie wurden von 1780 bis 1785 im barocken Stil erbaut und grenzen jeweils an die Deutsche bzw. Französische Kirche. Im Zweiten Weltkrieg brannten sie aus und wurden außen originalgetreu und innen modern restauriert. Während der Deutsche Dom heute die parlamentshistorische Ausstellung des Deutschen Bundestags beheimatet, befindet sich im Französischen Dom das Hugenottenmuseum.

7. East Side Gallery

Blick auf das Grafitt: Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben
Das berühmteste Bild an der East Side Gallery ist jenes der sich küssenden Kanzler, Leonid Breshnew und Erich Honecker
Blick auf ein Motiv der East Side Gallery
Der Zahn der Zeit: So sieht ein Stück Berliner Mauer ohne Pflege und Restaurierung aus

Ein anderes wichtiges Stück der Stadtgeschichte ist die Berliner Mauer, die die DDR und West-Berlin von 1961 bis 1989 trennte. Das längste erhaltene Stück befindet sich in der Mühlenstraße entlang der Spree und wird als East Side Gallery (Website) bezeichnet.

Auf einer Länge von 1316 Metern schufen 118 Künstler aus 21 Ländern nach dem Mauerfall um die 100 Gemälde, mit denen sie Stellung zu den politischen Veränderungen nahmen. Dazu zählen bekannte Werke wie „Mein Gott hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben“ von Dimitrij Vrubel. Du kannst alle Bilder übrigens auch bei Google Arts & Culture anschauen.

Blick auf ein Stück Mauer an der East Side Gallery
Ebenfalls ein beliebtes Fotomotiv an der East Side Gallery

Heute handelt es sich bei den meisten Bildern nicht mehr um die Originale, da sie alle 2000 saniert wurden – allerdings von ihren ursprünglichen Künstlern selbst. Der Hintergrund war der, dass geplant war, die Mauer einzureißen. Die Kunstwerke wurden also nicht mit hochwertiger Farbe aufgetragen und blätterten ab. Ein Mauerabschnitt ist noch im Original erhalten.

Ein Trabi in der Wand auf einem Mauerstück
Jedes Motiv zeigt eine spezielle Nachricht

Heute wurden alle Kunstwerke mit Graffiti-Schutz versehen, so dass Vandalismus ausgeschlossen werden kann. Aufgrund des Baus neuer Gebäude in der direkten Umgebung wurden zudem bereits mehrere Stücke der Mauer entfernt. So oder so: es ist ein Must-do die Mauer zu besuchen und sich dort zu fotografieren.

Ab September 2022 gibt es eine Ausstellung, in der du alles rund um die Mauerkunst erfährst. Zudem gibt es eine App, in der du Interviews mit den jeweiligen Künstlern aus 21 Ländern anhören kannst.

Es gibt in Berlin weitere Reste der Mauer, ebenso wie einen 160 Kilometer langen Fuß- und Radweg, der entlang des Mauerstreifens verläuft und in 14 Abschnitte mit 7 bis 21 Kilometern Länge unterteilt ist. Im Stadtzentrum kannst du den früheren Mauerverlauf anhand einer doppelten Reihe von Kopfsteinen erkennen.

Noch mehr Infos bekommst du auf der Radtour „Alternatives Berlin: Kreuzberg & Friedrichshain*„.

Ebenfalls sehr wichtig und sehenswert ist die Gedenkstätte und das Dokumentationszentrum Berliner Mauer. Die Gedenkstätte präsentiert ein Denkmal für die Opfer der Teilung, ein Dokumentationszentrum und die sogenannte Kapelle der Versöhnung. 

8. Checkpoint Charlie und Friedrichstraße

Blick auf ein Bild, das einen Soldaten zeigtDas berühmte Bild eines Soldaten am Checkpoint Charlie in Berlin
Blick auf ein Wachhäuschen in Berlin am Checkpoint CharlieDieses Wachen-Haus ist noch übrig geblieben von der Mauerzeit
Der Checkpoint Charlie in der FriedrichstraßeDer Checkpoint Charlie befindet sich in der bekannten Friedrichstraße

Die Friedrichstraße, benannt nach dem Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg, ist eine der bekanntesten Straßen im historischen Zentrum Berlins. Obwohl er nicht besonders breit ist, beherbergt der 3,3 Kilometer lange Boulevard zahlreiche Hotels und wichtige Gebäude wie den Friedrichstadt-Palast und den Admiralspalast, zwei bekannte Veranstaltungsorte.

Außerdem befindet sich in der Friedrichstraße der bekannte Checkpoint Charlie. Diese ehemalige Grenzübergangsstelle verband den sowjetischen und den US-amerikanischen Sektor Berlins bis 1989. Der Name kommt übrigens vom internationalen Buchstabieralphabet: Nach den Checkpoints Alpha und Bravo war Charlie der dritte und letzte der von den Amerikanern genutzten alliierten Kontrollpunkte.

Heute findest du an dieser beliebten Sehenswürdigkeit unter anderem Nachbildungen der Kontrollbaracke und der Hinweisschilder. Manchmal sind dort sogar Schauspieler in Uniformen anzutreffen. Auch die beiden überlebensgroßen Portraits eines russischen und eines amerikanischen Soldaten sind bekannt – je nachdem, von welcher Richtung du dich dem Checkpoint näherst, siehst du einen von ihnen.

Wenn dich diese Sehenswürdigkeit interessiert und du gerne noch mehr Infos darüber hättest, solltest du dir überlegen, das Museum Haus am Checkpoint Charlie (Website) zu besuchen.

9. Kurfürstendamm

Blick auf das Kaufhaus Kadewe in Berlin
Das Kaufhaus des Westens, kurz Kadewe Berlin

Der Kurfürstendamm oder kurz Ku’damm ist die bekannteste Einkaufsstraße in Berlin. Wie Unter den Linden war auch diese Straße ursprünglich als Reitweg konzipiert. Heute ist sie allerdings eine beliebte Flaniermeile mit vielen Shoppingmöglichkeiten.

Hier befindet sich auch das berühmte KaDeWe, das Kaufhaus des Westens. 1907 eröffnet hat es sich zu einem der größten Warenhäuser Europas etabliert. Besonders die Feinkostabteilung ist berühmt. Sie ist seit 1978 die zweitgrößte Lebensmittelabteilung eines Warenhauses weltweit.

Tipp: Vom Dachrestaurant des KaDeWe hast du einen tollen Blick über den Ku’damm.

10. Gedächtniskirche

Die Gedächtniskirche in der Tauenzienstrasse
Die Gedächtniskirche steht in der Tauenzienstraße am Ende des Kurfürstendammes
Blick auf die angstrahlte Gedächtniskirche
Sie steht als Mahnmal gegen den Krieg immer noch am Kudamm

Den östlichen Endpunkt des Kurfürstendamms bildet die Gedächtniskirche. Das evangelische Gotteshaus wurde zum Gedenken an Kaiser Wilhelm I. im Stil der Neoromanik erbaut. Der Kirchturm war mit 113 Metern der damals höchste der Stadt, bis die Kirche im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das Kirchenschiff wurde daraufhin abgerissen, während die heute noch 71 Meter hohe Turmruine als Mahnmal gegen den Krieg stehen blieb.

Ein moderner Neubau bestehend aus Kirchenschiff, Kirchturm, Kapelle und Foyer wurde daneben errichtet.

Tipp: Die Busline 100 ist die Touristen-Linie schlechthin. Die Linie 100 fährt zwischen dem Zoologischen Garten und dem Alexanderplatz und bedient die gleiche Route wie viele Hop On Hop Off Busse. Auf der Strecke der Linie 100 liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Mehr zur Buslinie 100 bei Angela von Unterwegs mit Kind.

11. Schloss Charlottenburg

Das Schloss Charlottenburg ist eine Top-Sehenswürdigkeit in Berlin
Das Schloss Charlottenburg kannst du besichtigen. Hierbei handelt es sich um eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit

Eine beliebte Sehenswürdigkeit in Berlin ist Schloss Charlottenburg. Wenn du noch etwas Zeit übrig hast, ist ein Besuch der ehemaligen Sommerresidenz der Hohenzollern im Stadtteil Charlottenburg sicher eine gute Idee. Es gibt dort auch einen Adventsmarkt, der übrigens zu den schönsten Weihnachtsmärkten in Deutschland zählt.

War es von 1701 bis 1888 der Sitz der preußischen Könige, ist das Schloss heute ein sehr beliebtes Museum, das du besichtigen kannst. Auch der Schlosspark, der um 8 Uhr seine Pforten öffnet, überzeugt mit dem Belvedere, dem Mausoleum und dem Neuen Pavillon.

Wie so oft in Kriegszeiten, wurde auch das Schloss Charlottenburg nach dem Zweiten Weltkrieg als Lazarett genutzt. Im Inneren kannst du das Porzellankabinett, die rote Damastkammer, die goldene Galerie sowie die Schlosskapelle besichtigen.

12. Siegessäule und Unter den Linden

Blick auf die Siegessäule in Berlin bei Sonnenaufgang
Sie wird auch die Goldelse genannt: die Siegessäule in Berlin

Die Verlängerung der Straße Unter den Linden, die Straße des 17. Juni, führt direkt zu einer weiteren Sehenswürdigkeit: der Siegessäule in der Mitte des Großen Sterns (ein riesiger Kreisverkehr). Ursprünglich stand die Siegessäule direkt vor dem Reichstagsgebäude, wurde aber 1939 an ihren heutigen Standort versetzt. Auch sie ziert die Siegesgöttin Victoria, die in Berlin „Goldelse“ genannt wird.

Eine schmale Wendeltreppe führt hinauf auf die Siegessäule (Eintritt 3,50 Euro). Von hier hast du einen der besten Blicke über die Stadt.

Die rund 1,5 Kilometer lange und 60 Meter breite Prachtstraße Unter den Linden, angelegt im Jahr 1573 als Reitweg und später befestigt und mit Linden bepflanzt, ist eine der beliebtesten Tourismusattraktionen in Berlin. Sie endet am Pariser Platz, wo sich das berühmte Brandenburger Tor befindet.

Tipp: Erkunde Berlin doch auf einer Trabi-Tour*. Du erkundest Berlins wichtigste Sehenswürdigkeiten und historische Stadtviertel hinter dem Steuer des Kult-DDR-Autos. Auch mit dem Fahrrad* lässt sich die deutsche Hauptstadt perfekt entdecken.

13. Potsdamer Platz

Das Sony Center am Potsdamer Platz
Es sieht super modern aus: das Sony Center am Potsdamer Platz

Das futuristische Sony Center reckt sich in den Himmel. Besonders bei Nacht schillert es in spacigem blau. Der Potsdamer Platz ist vor allem zu den Berliner Filmfestspielen, zur Berlinale, Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Im Sony Center befindet sich deshalb auch das Museum für Film und Fernsehen, das Cinemaxx, ein großes Multiplexkino und draußen auf der Straße findest du den Boulevard der Stars, ähnlich wie in Los Angeles, Kalifornien.

Wenn du mit Kindern in Berlin unterwegs bist, lohnt sich das Legoland im Sony Center. Unsere Tipps mit Kind in Berlin solltest du dir unbedingt anschauen.

Ein Stern am Boulevard der Stars in Berlin
Der Boulevard of Stars sieht ähnlich aus wie in Los Angeles in den USA
Blick ins Innere des Sony Centers am Potsdamer Platz
Das Sony Center beheimatet einige Museen und den Kaisersaal

Im Sony Center selbst befindet sich noch ein anderes Highlight: der Kaisersaal. Hier tanzten bereits große Hollywood-Stars. Beim Bau des Sony-Centers 1996 wurde er per Luftkissen verschoben. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Der Kaisersaal ist das einzige Relikt, das vom Bombenangriff auf das Grand Hotel Esplanade übrig blieb. Es war damals eines der berühmtesten Hotels in Berlin. Die Reste des Hotels wurden nach dem Mauerfall 1989 unter Denkmalschutz gestellt.

Heute kannst du von außen in den Kaisersaal hineinschauen, durch Glasscheiben ist die Fassade geschützt. Im Inneren befindet sich das Restaurant mit Bar Frederick’s.

Direkt am Potsdamer Platz gibt es auch einen sogenannten Panoramapunkt. Diesen erreichst du über das Kollhof-Gebäude mit dem schnellsten Aufzug Europas. Oben angekommen, hast du unter dir die Berliner Hochhäuser.

In den Potsdamer Platz Arkaden kannst du allein einen halben Tag fürs Shoppen verwenden. Wie du siehst, ist hier einiges los und geboten.

Doch dass der Potsdamer Platz nicht immer so belebt und als Shoppingmeile etabliert war, siehst du gut im Film Der Himmel über Berlin von 1987. Hier war eine riesige leere Fläche, die von der Berliner Mauer durchzogen war. Heute sieht es dafür umso schöner am Potsdamer Platz aus.

14. Holocaust-Mahnmal

Das Denkmal für die ermordeten Juden, auch Holocaust Denkmal genannt
Es ist ein schönes Fotomotiv, auch wenn die Geschichte dahinter sehr traurig ist. Das Denkmal für die ermordeten Juden, auch Holocaust Denkmal genannt, sieht sehr futuristisch aus

Ebenfalls nicht weit entfernt vom Brandenburger Tor befindet sich eine der bekanntesten und wichtigsten Gedenkstätten Berlins, das Holocaust-Mahnmal. In Erinnerung an die rund 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens, die im Nationalsozialismus umgebracht wurden, heißt es offiziell „Denkmal für die ermordeten Juden Europas„.

Das Mahnmal für die ermordeten Juden bei Sonnenaufgang
Bei Sonnenaufgang wohnt diesem Monument ein ganz besonderer Zauber inne

Das Holocaust-Mahnmal besteht aus 2711 Betonquadern in unterschiedlicher Höhe. Trotz vieler verschiedener Interpretationsansätze haben die sogenannten Stelen keine tiefere Bedeutung und sollten lediglich einen Versuch darstellen, das enorme Ausmaß des Holocaust in einem Denkmal widerzuspiegeln.

Das Mahnmal stieß auf sehr unterschiedliche Reaktionen. Vor allem wurde kritisiert, dass der Ort der Erinnerung schnell zweckentfremdet wurde und von Einheimischen und Touristen als Spiel- und Picknickplatz, zum Sonnenbaden oder als Fotokulisse benutzt wird.

Blick von unten aus dem Holocaust Denkmal empor
An der tiefsten Stelle des Denkmals, blickst du einige Meter in den Himmel empor

Allerdings was dies für den Architekten Peter Eisenman schon von vornherein klar. Er sagte, die Tourismusattraktion sei „kein heiliger Ort“, was besonders von Opfervertretern jedoch kritisch gesehen wird.

Du darfst auf jeden Fall Fotos machen, aber verhalte dich bei einem Besuch des Holocaust-Mahnmals bitte respektvoll und behalte die Geschichte dahinter unbedingt im Hinterkopf. Auf dem Gelände befindet sich auch ein „Ort der Information“, eine unterirdische, 930 m² große Gedenkausstellung, in der du noch einmal viel Wissen darüber erhältst.

Hier können wir dir die geführte Tour „Kalter Krieg & Drittes Reich*“ empfehlen.

15. Oberbaumbrücke

Die gelbe Ubahn fährt auf der Oberbaumbrücke
Die Oberbaumbrücke in Berlin ist absolut sehenswert

Bereits von der East Side Gallery aus kannst du die nächste Sehenswürdigkeit sehen. Die Oberbaumbrücke gilt als Wahrzeichen des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und verbindet dessen namensgebende Ortsteile miteinander.

Das Bauwerk hat gleich mehrere bauliche Besonderheiten. Zum einen ist es eine der wenigen Brücken mit einem U-Bahn-Viadukt oberhalb der Straßenebene, das heißt die Linie U1 überquert die Spree quasi unter freiem Himmel. Der Fußgängerüberweg unter dem Viadukt ist wiederum im Stil eines mittelalterlichen Kreuzgangs angelegt.

Zum anderen sind da noch die beiden charakteristischen Türme der Oberbaumbrücke, die der Stadtmauer in Prenzlau nachempfunden sind und auch an die frühere Funktion als Wassertor erinnern. Die Turmspitzen werden geschmückt vom Berliner Bären und vom Brandenburgischen Adler. Das Ensemble ist definitiv ein toller Fotospot.

Das alles macht die siebenbogige Steinbrücke mit einer Länge von 150 Metern zudem zu einer überaus fotogenen Sehenswürdigkeit. Vor allem dann, wenn die typisch gelbe Berliner U-Bahn über die Brücke fährt und der Fernsehturm im Hintergrund die ideale Kulisse liefert. Auch von der Brücke aus kannst du tolle Bilder machen.

Ansonsten kann ich auch durchaus empfehlen, sich einfach ans Ufer der Spree zu setzen und einen milden Sommerabend vor der Oberbaumbrücke zu genießen!

Übrigens lohnt sich auch eine Stadtbesichtigung mit dem Boot*.

16. Museumsinsel

Blick auf das Bode Museum auf der Museumsinsel in Berlin
Hier siehst du genau, warum die Museumsinsel Insel genannt wird – sie ist vollständig von Wasser umgeben

Mitten in Berlin liegt die Museumsinsel. Insel deshalb, weil sie vollständig von Wasser umgeben ist. Neben dem Berliner Dom befinden sich das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum. Sie beherbergen vorwiegend die archäologischen Sammlungen und die Kunst des 19. Jahrhunderts.

Die James Simon Galerie auf der Museumsinsel
Die James Simon Galerie auf der Museumsinsel sieht sehr modern aus
Das Pergamonmuseum in Berlin ist eine Top-Sehenswürdigkeit
Das Pergamonmuseum ist äußerst beeindruckend und ist mein Favorit

Die Museumsinsel ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Berlins, einer der bedeutendsten Museumskomplexe in Europa und wurde 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Tipp: Mit der Berlin WelcomeCard* erhältst du freien Eintritt zu allen Museen und Sammlungen der Berliner Museumsinsel. Zudem kannst du das Ticket für Busse und Bahnen in Berlin nutzen.

Das alte Museum auf der Museumsinsel
Auch das alte Museum auf der Museumsinsel sieht mächtig und pompös aus
Die Nationalgalerie in Berlin
Die Nationalgalerie in Berlin

17. Großer Tiergarten mit Schloss Bellevue

Das Kanzleramt in Berlin
Direkt im Tiergarten findest du das Kanzleramt

Der Große Tiergarten – nicht zu verwechseln mit dem Zoologischen Garten, zu dem du gleich mehr erfährst – ist eine große Parkanlage um den Großen Stern herum. Der Platz, auf dem die Siegessäule steht. Darin gibt es neben weitläufigen Grünflächen unter anderem einen Englischer Garten und zahlreiche Gedenkstätten, zum Beispiel das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas.

Sehenswert ist auch das Sowjetische Ehrenmal. Die Gedenkstätte wurde 1945 errichtet, um die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Roten Armee zu ehren.

Blick auf das Haus der Kulturen der Welt bei Sonnenaufgang
Im Berlin Tiergarten findest du die sogenannte Schwangere Auster

Am Rande des Großen Tiergartens, direkt am Kanzleramt, steht auch das von den Einheimischen als „Schwangere Auster“ betitelte Haus der Kulturen der Welt. Sie war 1957 das Geschenk Amerikas an das befreundete West-Berlin. Sie ist ein kleines architektonisches Meisterwerk und wurde weltweit kopiert.

Außerdem befindet sich am Nordrand des Tiergartens das Schloss Bellevue. Diese im klassizistischen Stil erbaute Sehenswürdigkeit verfügt über drei Gebäudeflügel. Ursprünglich wurde sie als Sommerresidenz für den preußischen Prinzen August Ferdinand erbaut und dient seit 1994 als erster Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten. Dort waren unter anderem schon Papst Benedikt XVI. und Barack Obama zu Gast. Leider kannst du dieses Schloss nur von außen bewundern.

18. Zoologischer Garten

Drei Löwen im Zoo Berlin
Löwen und andere tolle Tiere entdecken – das geht im Zoo Berlin Foto: Zoo Berlin

Unmittelbar hinter der Gedächtniskirche beginnt der Zoologische Garten (Website). Er gilt als ältester noch bestehender Zoo Deutschlands und artenreichster Zoo der Welt. Zusammen mit dem angrenzenden Aquarium gehört der Zoologische Garten zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Berlins.

Der Bahnhof Zoologischer Garten war während der Teilung der Stadt übrigens der inoffizielle Hauptbahnhof West-Berlins. Der neue Hauptbahnhof zwischen Zoologischer Garten und Alex wurde erst 2006 eröffnet. Seitdem hat der Bahnhof Zoo seine Rolle als wichtiger Fernbahnhof verloren.

Bekannt wurde der Bahnhof durch das 1978 erschienene Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo„, das die Situation drogenabhängiger Kinder und Jugendlicher am Beispiel von Christiane Felscherinow aus dem Berliner Bezirk Neukölln schildert. Auch heute noch ist die Gegend rund um den „Zoo“ (wie viele andere Orte in der Stadt) ein bekannter Drogenumschlagplatz.

Tipp: Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Bulli-Tour durch Berlin.

Der Berlin Zoologischer Garten bei Nacht
Der Berlin Zoologischer Garten bei Nacht direkt an der U-Bahn-Haltestelle
Der Zoo Palast im Tiergarten Berlin
Den Zoo Palast gibt es seit 1919. Bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wr das Kino einer der Publikumsmagneten in Berlins Westen

19. Nikolaiviertel

Blick auf die Doppelspitze der Nikolaikirche in Berlin
Die Nikolaikirche prägt das Stadtbild Berlins mit ihrer Doppelspitze
Gasse im Nikolaiviertel
Das Nikolaiviertel ist die inoffizielle Altstadt Berlins

Das Nikolaiviertel befindet sich in der Umgebung des Alexanderplatzes. Der denkmalgeschützte Bezirk ist das älteste Siedlungsgebiet Berlins. In seinem Mittelpunkt befindet sich die im Zweiten Weltkrieg zerstörte und später rekonstruierte Nikolaikirche, um die herum auf annähernd mittelalterlichem Grundriss ein Ensemble aus historischen Bürgerhäusern und entsprechend angepassten Plattenbauten errichtet wurde.

Seit 1938 wird die Kirche nicht mehr als sakrales Gebäude genutzt. Stattdessen befindet sich darin heute ein Museum. Jeden ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei.

Zudem befinden sich im Nikolaiviertel zahlreiche nette Cafés wie die KugelEi (Website). Dort gibt es leckere Kuchen, heiße Schokolade mit Chili und ganz besondere Dekoelemente an der Wand – Setzkästen mit Eiern.

Einen wirklich historischen Stadtkern oder eine Altstadt findest du in Berlin nach den verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges leider nicht mehr. Insbesondere im Osten der Stadt wurde zudem viel historische Bausubstanz während des DDR-Regimes für immer zerstört.

20. Bebelplatz mit Staatsoper

Ausblick vom Humboldt Forum aus
Vom Humboldt Forum aus siehst du die markante Kuppel von St. Hedwig

Unsere letzte Sehenswürdigkeit könnte nicht bedeutender sein: der Bebelplatz. Er war Schauplatz wichtiger Ereignisse. So befindet sich dort ein Mahnmal im Boden. Es zeigt leere Regale und steht für die Bücherverbrennung, die die Nazis im Ersten Weltkrieg am 10. Mai 1933 durchführen ließen. Hier wurden 20.000 Bücher verbrannt. Der Platz hieß früher Kaiser-Franz-Josef-Platz.

Unter den Linden stehen jedoch rund um den Bebelplatz noch weitere wichtige Attraktionen Berlins. So steht zentral auf der Straße das Reiterstandbild Friedrichs des Großen. Ebenfalls am Platz befindet sich die auffällige St. Hedwigs-Kathedrale mit ihrer türkisen runden Kuppel.

Ebenfalls direkt am Bebelplatz findest du die Staatsoper Unter den Linden. Den Bau des mächtigen Gebäudes befehligte Friedrichs der Große. Erbaut wurde es dann 1741 bis 1743. Die Oper wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und musste neu aufgebaut werden.

Geheimtipp: Savignyplatz

Blick auf die Bahnhofsbögen des Savignyplatzes
Idylle und richtig schöne Geschäfte – das findest du am Savignyplatz

In Charlottenburg findest du einen wunderschönen Platz, der sich perfekt zum Verweilen eignet. Eine tolle Auszeit mitten in Berlin. Der Savignyplatz ist noch so etwas wie ein Geheimtipp oder eine geheime Ecke in Berlin. Er besticht mit viel Grünfläche, wunderschönen, mit Rosen überwachsenen Bänken und hat ein herrliches Flair.

In den Brückenbögen findest du kleine Geschäfte, rings um den Platz sind niedliche Cafés. Darüber hinaus findest du die angesagte Bäckerei Berlins: Zeit für Brot. Neben dick belegten Stullen gibt es hier unglaublich leckere Zimtschnecken in allen Sorten. Zudem kannst du live beim Backen zusehen.

Berliner Hinterhöfe

Die Hackeschen Höfe
Die Hackeschen Höfe besuche ich jedesmal wieder gerne

Eine weitere Unternehmung in Berlin ist das Erkunden der legendären Hinterhöfe. Glaube mir, hier wirst du die eine oder andere Überraschung erleben. Die wohl bekanntesten der Berliner Hinterhöfe sind die Hackeschen Höfe, Deutschlands größtes geschlossenes Hofareal. Sie liegen im Ortsteil Mitte, wurden 1906 eröffnet und stehen seit 1977 unter Denkmalschutz. Die spannenden Fassaden in den einzelnen Höfen stammen von unterschiedlichen Architekten und sind wirklich beeindruckend.

In den Hackeschen Höfen und den angrenzenden Rosenhöfen findest du vor allem Geschäfte und Handwerksbetriebe, aber auch ein Kino und das Varieté Chamäleon.

Hackesche Höfe Berlin
Berühmte Persönlichkeiten in den Hackeschen Höfen
Hackesche Höfe
In den Hackeschen Höfen findest du viele kleine Geschäfte

Etwas weniger bekannt sind die sogenannten Heckmann-Höfe in der Oranienburger Straße 32. Sie befinden sich ebenfalls in Berlin Mitte und bestehen aus drei Höfen, die von weitestgehend denkmalgeschützten Gebäuden umrahmt sind. Momentan beherbergen die Heckmann-Höfe unter anderem ein Theater und ein Restaurant, allerdings sollen sie in ein Kreativquartier umgewandelt werden. Dazu werden die Gewerberäume vermehrt an originelle Einzelhändler vermietet, die Wert auf kreative Produkte legen.

Noch mehr verborgene Sehenswürdigkeiten, Hinterhöfe und detaillierte Infos erfährst du auf einer geführten Tour*.

Der beste Ausblick über Berlin

Die 10 schönsten Seen in Berlin

Bist du länger in der Stadt unterwegs, solltest du zumindest im Sommer einen Abstecher zum Großen Müggelsee im Bezirk Treptow-Köpenick einplanen. Am Ostufer von Berlins größtem See wartet das Strandbad Müggelsee auf Badegäste. Außerdem gibt es weiter nördlich einen FKK-Bereich.

Eine schöne Badestelle findest du auch am benachbarten Kleinen Müggelsee.

Oder wie wäre es, diese tolle Berliner Sehenswürdigkeit mit dem Boot zu erkunden? Am Müggelsee und in den Gewässern rundherum gibt es einige Bootsverleihe. Motorboote bis 15 PS kann sich jeder ausleihen, für stärkere Boote ist der Sportbootführerschein „Binnen“ nötig. Was du alles mit dem Boot auf dem Müggelsee erleben kannst, verrät dir die Reisefamilie Fravely auf ihrem Blog.

Kunst und Kultur in Berlin

Ein Trabi im DDR Museum
Ein Trabi-Simulator im DDR Museum – hier standen die Kids Schlange
Teil des DDR Museums sind Wohnräume von damals
Der Blick in eine Wohnung in der ehemaligen DDR

Wer nach all diesen Sehenswürdigkeiten noch immer nicht genug hat und du dich fragst, was man noch alles in Berlin machen kann, dann zeigen wir dir noch weitere tolle Angebote im Bereich Kunst und Kultur.

Etwa lohnt sich unbedingt ein Abstecher ins DDR-Museum auf der Museumsinsel. Innen kannst du in einem Trabi eine Fahrsimulation erleben, siehst nachgebaute DDR-Wohnungen, erfährst viel über das Leben damals und kannst sehr viel entdecken. Die nackten Figuren vor dem Museum sind nicht nur ein Blickfang, sondern symbolisieren die damalige Freikörperkultur. Mehr dazu erfährst du im Museum.

Ein weiterer Publikumsmagnet ist das Bud Spencer Museum Unter den Linden (Google Maps). Dort erfährst du alles über das Leben und Wirken des Schauspielers.

Tipp: Wer sich nicht so sehr für Kunst und Geschichte interessiert oder einen Ausflugstipp für die ganze Familie bei Regen oder schlechtem Wetter sucht, dem sei das Deutsche Technikmuseum (Website) in Kreuzberg direkt am Gleisdreieck sehr empfohlen.

Biggi am Gleisdreieck in Berlin
Am Gleisdreieck in Berlin kann man sehr schöne Fotos machen
Das Deutsche Technikmuseum in Berlin
Das Deutsche Technikmuseum in Berlin ist weithin sichtbar mit dem Flugzeug auf dem Dach

Da wäre zum Beispiel die Deutsche Oper, wo ich vor einigen Jahren „Romeo und Julia“ vom Staatsballett sehen konnte und total begeistert war. Auch bei zahlreichen Musicals wie Mamma Mia! oder Bodyguard ist sicher für jeden etwas dabei.

Alle, denen nach Lachen zumute ist, sollten beim Comedy Club Berlin oder beim Quatsch Comedy Club vorbeischauen. Auch sehr lustig ist, ist das Improtheater Die Gorillas. Das können wir dir absolut empfehlen.

Dann gibt es in Berlin natürlich ganz klassisch das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds. Aber auch tolle Museen wie das C/O Berlin, ein Ausstellungshaus für Fotografie, oder das Futurium, ein exzellent gemachtes und extrem spannendes, interaktives Museum über Nachhaltigkeit, Technik und Zukunft, sind absolute Highlights.

Wer Konzerte und Festivals im Sommer mag, sollte einen Blick auf den Veranstaltungskalender der Waldbühne und das Line-Up von Lollapalooza am Olympiastadion werfen.

Legendäres Nachtleben

Das Berliner Nachtleben war schon immer legendär. Schon in den 1920er Jahren wusste man in Berlin zu feiern, was weltweit für Aufmerksamkeit sorgte. Berlin ist nicht nur die deutsche Hauptstadt, sondern auch die Hauptstadt der Welt-Club-Szene.

In Berlin findest du legendäre Electro-Clubs wie das Berghain (harte Tür, komm am besten richtig „abgefucked“), das Sisyphos (etwas lockerer als das Berghain) oder den Tresor. Wer mag, feiert nicht die ganze Nacht, sondern das ganze Wochenende durch. Legendär ist in diesem Zusammenhang das RAW-Gelände an der Warschauer Brücke in Friedrichshain mit Clubs wie dem Cassiopeia oder dem Suicide Club. Diese Art des Feierns zieht viele junge Leute an.

Wer es etwas ruhiger mag, zieht am Abend in Kreuzberg in der Bergmannstraße oder in der Simon-Dach-Straße in Friedrichshain von Bar zu Bar oder schlägt sich die Nacht rund um die Hackeschen Höfe in Mitte um die Ohren. Auch in der Oranienburger Straße kommen Nachtschwärmer auf ihre Kosten.

Das ist aber nur ein kleiner Einblick in die Berliner Nachtleben. In der Stadt gibt es Hunderte Clubs und (Strand)-Bars, in denen du bis in die Morgenstunden feiern kannst. Eine aktuell sehr beliebte Bar ist das Bellboy (Google Maps) in Mitte. Hier bekommst du fancy Cocktails serviert.

Zudem: Berlin ist im Vergleich mit anderen Städten überaus billig (und zudem ziemlich liberal). Das ist auch ein Grund dafür, weshalb gerade britische Urlauber gerne in Berlin auf Sauftour gehen.

Tipp: Das Nachtleben in Berlin beginnt meist nicht abends, sondern wirklich erst nachts. Es bietet sich also an zuerst coole Bars abzuklappern und dann erst sehr viel später die Clubs anzusteuern.

Wo in Berlin übernachten – unsere Hotel-Empfehlungen

Lobby des Hotels
Die Lobby des Pullman Berlin Schweizerhof pulsiert mit seiner Kunstinstallation

Sehr exklusiv ist das Soho House, ein Private Members‘ Club und Hotel in einem denkmalgeschützten Gebäude in Berlin Mitte. Hier kann nur rein, wer dem Club angehört. Ich selbst habe hier schon Stars wie Bill Murray getroffen. Das Essen ist ebenfalls sehr lecker mit schönstem Blick über die Stadt.

Berühmt ist auch das 5-Sterne Hotel Adlon Kempinski (hier Preise checken*) Unter den Linden. Hier übernachtest du sehr stilvoll.

Deutlich günstiger, aber nicht weniger ausgezeichnet ist das Circus Hostel (hier Preise checken*) am Rosenthaler Platz, das seit 1997 besteht und sogar eine eigene Mikrobrauerei hat. Das ist eine schöne Unterkunft. Auch das Grand Hostel Berlin Classic (hier Preise checken*) in Kreuzberg ist eine tolle Option, die moderne Design-Elemente und ein historisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert vereint.

Unser ganz besonderer Hoteltipp ist das Hotel Pullman Berlin Schweizerhof (hier Preise checken*) in der Budapester Straße. Wir haben über das Hotel Pullman einen extra Bericht gemacht.

Auch mit dem 3-Sterne Haus Motel One Berlin-Alexanderplatz (hier Preise checken*) kannst du nicht viel falsch machen und bist super zentral untergebracht.

Das beste Essen in der Hauptstadt

Berlin Hofbräuhaus
Ein Stück Bayern in Berlin. Im Hofbräuhaus ist immer was los
Der bekannte Stand von Curry 36 in Berlin
Der bekannte Stand von Curry 36 in Berlin

Typisch für Berlin ist natürlich die Currywurst. Eine leckere Variante gibt’s zum Beispiel bei Curry 36 am Mehringdamm in Kreuzberg (Google Maps), einem der bekanntesten Imbissbetriebe der Stadt, der sogar Tom Hanks zu seinen Fans zählen kann.

Außerdem wahrscheinlich in Berlin entstanden ist der Döner, so wie ihn die meisten in Deutschland kennen. Den berühmtesten Döner gibt’s bei Mustafa’s Gemüse Kebap (direkt bei Curry 36 am Mehringdamm; Google Maps), wo du dich deshalb allerdings auf lange Warteschlangen einstellen musst. Mustafa’s Gemüse Kebap ist inzwischen übrigens auch mit einer Filiale in München vertreten.

Mustafas Gemüsedöner in Berlin
Mustafas Gemüsedöner ist sogar über Berlin hinaus bekannt. Die Werbung des Kebapstandes ist legendär. Hier stehst du lange an

Die vegetarische Alternative zum Döner ist der Falafel. In Berlin gibt’s unzählige gute Falafel-Imbisse. Richtig gute Falafel findest du aber nicht im Döner-Laden, sondern beim Araber, die die Falafel immer frisch zubereiten. Zu erwähnen sind unter anderem Falafel in berlin.de in Kreuzberg (Google Maps), Orient Falafel ebenfalls in Kreuzberg (Google Maps) oder Boussi Falafel in Schöneberg (Google Maps). Das ist aber nur eine kleine Auswahl wirklich guter Falafel-Imbisse in Berlin.

Wir lieben Frühstücken. Und gerade in Berlin gibt es nichts genialeres. Im Schwarzen Café in der Kantstraße in Charlottenburg kannst du rund um die Uhr 24/7 frühstücken. In der Mokkabar in der Gneisenaustraße in Charlottenburg biegt sich der Tisch unter den Portionen. Im Cafe Dritter Raum in der Hertzbergstraße in Neukölln bekommst du ein veganes Frühstücksbrunch. In Moabit speist es sich wunderbar im Café Tirrée in der Birkenstraße. In der Bergmannstraße gibt es im Knofi türkische Feinkost.

Alle Foodies sollten unbedingt beim Wochenmarkt auf dem Kollwitzplatz (Google Maps) vorbeischauen, der jeden Samstag von 9 bis 16 Uhr stattfindet. Jeden Donnerstag von 12 bis 19 Uhr findet dort außerdem der Ökomarkt Grüne Liga statt, der einen Fokus auf Nachhaltigkeit legt. Das tut auch das Restaurant Good Bank, das Salat in vertikalen Farmen mitten in der Stadt anbaut und gleich an drei Standorten vertreten ist.

Für ein leckeres Frühstück empfehle ich dir das Café Schrippenschuster (Google Maps) im Prenzlauer Berg, das dank einer Kinderspielecke auch ideal für Familien mit kleinen Kindern geeignet ist. Allgemein wirst du in den hippen Bezirken wie Prenzlauer Berg oder Kreuzberg und Neukölln sicher ein Instagram-würdiges Frühstück finden.

Sehr exklusiv ist das The Grand, das ein gehobenes deutsch-französisches Restaurant, eine Bar und einen Club auf insgesamt drei Etagen vereint. Wer eher auf der Suche nach einem kleinen Stück Bayern in Berlin ist, ist beim Hofbräu gut aufgehoben.

Noch ein Tipp: Natürlich kannst du auch eine geführte Schlemmer-Tour durch Berlin* buchen.

Frühstück in Berlin
Ein großes Frühstück in der Gneisenaustraße in Berlin

⭐ Berliner Ausflugsziele: Potsdam, Spreewald, Tropical Island und Co

Ein Kahn legt an im Spreewald
Der Spreewald gehört zu den Top-Ausflugszielen von Berlin aus

Berlin ist nicht nur selbst ein Top-Reiseziel, sondern auch ein hervorragender Ausgangspunkt für weitere Ausflüge. Nur rund eine halbe Stunde entfernt befindet sich zum Beispiel das Ausflugsziel Potsdam, eine Stadt, die es sich definitiv zu besuchen lohnt. Warum das so ist, erfährst du im Artikel über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Potsdam.

Bei einem Städtetrip nach Potsdam bietet es sich auch an, direkt das ganze Bundesland zu erkunden, das Berlin umschließt und sich durch eine einzigartige Naturlandschaft auszeichnet. Wirf deshalb gerne auch einen Blick auf alle Tipps und Empfehlungen rund um den perfekten Urlaub in Brandenburg! Unter kannst du hier das Tropical Island, den Spreewald und die Uckermärkischen Seen besuchen.

Vor den Toren Berlins liegt außerdem der Flugplatz Fehrbellin (Website). Hier kannst du Rundflüge, Ballonfahrten und Tandemsprünge buchen oder einfach nur ein Eis essen.

Zahlen und Fakten

Blick auf das Humboldt Forum in Berlin
Berlin ist einfach immer eine Reise wert

Ich hoffe meine Auflistung der schönen Orte und wichtigen Sehenswürdigkeiten in Berlin hat dir gefallen. Ich denke du bist jetzt gut gerüstet für deine Städtereise. Flo von phototravellers.de ist in Berlin aufgewachsen. Daher haben wir wirklich schon viel in Berlin erkundet. Diese Top-10 oder Top-20 Sehenswürdigkeiten bilden nur einen Bruchteil dessen ab, was es alles in Berlin zu sehen gibt.

Ein Sightseeing-Trip ist daher die beste Gelegenheit viel von der Stadt zu entdecken. Berlin hat so viele beliebte Plätze und coole Orte, dass sich mehr als ein Besuch in der Hauptstadt durchaus lohnt. Einen Tag oder als Kurztrip würden wir in Berlin nicht empfehlen. Wenn, dann schaffst du dabei nur einen Bruchteil der Highlights. Ein langes Wochenende dagegen eignet sich perfekt für die Erkundung.

FAQ: Das musst du über Berlin wissen

Wie viele Tage brauche ich für Berlin?

Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden, solltest du zwei bis drei Tage einplanen. Interessieren dich auch die bekannten Museen, Ausgehmöglichkeiten wie Clubs und Geheimtipps der Stadt, kannst du auch locker eine Woche in Berlin verbringen.

Was muss ich in Berlin unbedingt gesehen haben?

Berlin bietet viele tolle Sehenswürdigkeiten, die du sehen musst. Die bekanntesten Highlights der Metropole sind das Brandenburger Tor, das Reichstagsgebäude und die East Side Gallery. Diese drei geschichtsträchtigen Orte kannst du leicht an einem Tag erkunden.

Was muss ich am Abend in Berlin gesehen haben?

Absolut beeindruckend sind am Abend das Brandenburger Tor, der Potsdamer Platz (Klein-Manhattan) und der Blick vom Fernsehturm über die Stadt. Eine kostenlose Alternative ist der Teufelsberg, von dem aus dir Berlin zu Füßen liegt.

Was kann man in Berlin kostenlos oder für wenig Geld machen?

Insgesamt ist Berlin recht günstig (was nicht heißt, dass es nicht auch sehr teure Hotels und Restaurants gibt). Hotels, Restaurants und Clubs sind oft deutlich billiger als in anderen Großstädten. Willst du Berlin günstig erkunden, fährst du mit der Buslinie 100 vom Zoologischen Garten zum Alexanderplatz (oder umgekehrt). Auf der Strecke siehst du viele Highlights der Stadt. Nimm am besten vorne im Doppeldecker Platz und genieße die Fahrt. Mit einem Tagesticket kannst du überall aus- und zusteigen. Komplett kostenlos ist die Führung durch den Bundestag (im Reichstagsgebäude, Online-Anmeldung erforderlich). Weitere kostenlose Highlights sind unter anderem die Berliner Mauer (Eastside Gallery), das Tempelhofer Feld und der Park am Gleisdreieck. Musik-Fans schauen zum Lunchkonzert in der Philharmonie Berlin (Eintritt frei, zwischen September und Juni an jedem Mittwoch um 13 Uhr).

Wo ist es in Berlin am schönsten?

Berlin wartet mit vielen tollen Sehenswürdigkeiten auf – aber die Stadt ist nicht überall schön. Berlin ist aufregend, aber oft auch laut und dreckig. Zu den schönsten Orten der Stadt gehört der Monbijou Park, ganz in der Nähe der Museumsinsel. Hier kannst du dich nach einem anstrengenden Tag in der Stadt entspannt in einen Liegestuhl werfen und bei einem Drink den Tag ausklingen lassen.

Wo kann man in Berlin gut shoppen?

In Berlin gibt es viele große und kleine Shopping-Meilen. Eine der bekanntesten Einkaufsstraßen der Welt ist der Kurfürstendamm (Ku’damm) mit der Tauentzienstraße (hier befindet sich auch das KaDeWe). In der Bergmannstraße und der Oranienstraße findest du viele orginelle Shops und Boutiquen. In der Friedrichstraße kommst du auf deine Kosten, wenn dir nach Luxus ist. Die Gegend rund um den Hackeschen Markt ist das Shopping-Paradies für Hipster. Rund um den Alexanderplatz gibt es auch viele Geschäfte – hier geht es aber eher kommerziell zu.

Was muss man in Berlin unbedingt essen?

Berlin ist ein Food-Eldorado. Du findest quasi an jeder Straßenecke einige Leckereien. Der absolute Berlin-Klassiker ist die Currywurst (die es mitunter auch vegan gibt), gefolgt von der Boulette. Beim Bäcker bestellst du Schrippen, das typische Berliner Brötchen. Und natürlich darf der Döner bzw. der Köfte nicht fehlen. Berlins bekannteste Dönerbude ist übrigens Mustafa’s Gemüsedöner am Mehringdamm. Lust auf Süßes? Dann testest du den Pfannkuchen (im Rest des Landes als Krapfen bekannt). Zum Trinken solltest du Berliner Weiße (das ist ein Berliner Weißbier), Berliner Luft (ein Pfefferminzlikör) und Fassbrause (eine sehr spezielle Limo) probieren.

Wie bewege ich mich am besten in Berlin?

Mit den Öffis (Bus und Bahn) kommst du in Berlin zu fast jeder Zeit an jeden Ort der Stadt (das kann mitunter aber lange dauern). Liegt dein Ziel nicht allzuweit entfernt, lohnen sich auch das Miet-Fahrrad oder der E-Roller. Willst du in den Abendstunden (nach der Rush Hour) schnell und sicher ans Ziel kommen, bieten sich das Taxi oder ein Fahrdienstleister an. Außerhalb der Rush Hour kommst du auch mit dem eigenen Auto schnell voran. Je nach Stadtteil und Uhrzeit kann aber das Parken zum echten Problem werden.

Wie sicher ist Berlin?

Wie in jeder Großstadt solltest du in Berlin ein wenig Vorsicht walten lassen. Gerade Taschendiebstähle kommen recht häufig vor. In den Abendstunden kommt es auch in U- und S-Bahnen immer wieder zu Vorfällen. In Berlin musst du sicher stärker auf der Hut sein als etwa in München. Mit etwas gesundem Menschenverstand kommst du aber in der Regel sicher durch die Stadt. Im Fall der Fälle: Spiele nicht den Helden und rücke lieber deine Brieftasche raus, bevor die Situation eskaliert.
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