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Kreta: Wanderung durch die Imbros-Schlucht

Heute stehen gleich mehrere Punkte auf dem Plan. Neben der Ruinenstadt Aradena sind das die Imbros-Schlucht und am Nachmittag der Sweetwater Beach. Der Wecker klingelt früh. Wir starten unser kleines Abenteuer in tiefster Dunkelheit. Aradena liegt mit dem Auto nur einen Steinwurf von unserer Unterkunft in Anopolis entfernt.

Aktualisiert am 04.04.2022

Wanderung durch die Imbros-Schlucht

Schon am kleinen Parkplatz stehen die ersten Ruinen – die Stimmung am Morgen ist gespenstisch. Wir packen die Kameraausrüstung und schleichen durch die Ruinen. Ganz verlassen ist Aradena aber nicht. Wir stoßen immer wieder auf Häuser, in denen noch jemand wohnt. Wie es sich wohl anfühlt, in einer echten Geisterstadt zu leben?

Die Geisterstadt Aradena

Die Geisterstadt Aradena
Die Geisterstadt Aradena
Ganz alleine ist man hier aber nicht...
Ganz alleine ist man hier aber nicht…
Einige Häuser sind noch immer bewohnt
Einige Häuser in Aradena sind noch immer bewohnt

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Aradena aus der Luft

Aus der Luft erkennt man gut, dass nicht ganz Aradena verlassen ist. Neben den vielen Ruinen stehen immer wieder bewohnte Häuser. Selbst die kleine Kirche ist gerade erst frisch renoviert worden und erstrahlt im schönsten Weiß.

Aradena aus der Luft gesehen
Aradena aus der Luft gesehen
Aus der Luft hat man auch noch einmal einen guten Blick in die Aradena-Schlucht
Von oben hat man auch noch einmal einen guten Blick in die Aradena-Schlucht

Die Sonne bricht durch

Plötzlich bricht die Sonne für wenige Minuten durch die dichte Wolkendecke. Das Licht verleiht der Ruinenstadt noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre. Für Fotografen ist das der Jackpot. Jetzt heißt es schnell sein. Das  Stativ aufbauen, die  Filter aufschrauben und los gehts. Mit einem  Ultraweitwinkelobjektiv gelingen am Morgen atemberaubende Fotos, die es so in dieser Form wohl noch nicht gibt.

Fotoshooting in Aradena
Fotoshooting in Aradena
Sonnenaufgang in Aradena
Sonnenaufgang in Aradena. Diese Perspektive gelingt nur mit einem starken Weitwinkelobjektiv

Plötzlich Schüsse

Auf einmal fallen Schüsse. Immer wieder hören wir einen lauten Knall und das Echo in den Bergen. Am Parkplatz steht ein Typ in Tarnkleidung und großem Hund und blickt mit dem Fernglas in die Berge. Er grüßt nur mürrisch und lässt das, was er im Visier hat, keine Sekunde aus den Augen. Ganz geheuer ist uns diese Situation ehrlich gesagt nicht und wir sind froh, Aradena hinter uns zu lassen.

Wanderung durch die Imbros-Schlucht

Wir frühstücken in der Taverne Anolopi. Nikos tischt uns große Omelettes und griechischen Joghurt auf, bevor wir in Richtung Imbros-Schlucht aufbrechen. Der Parkplatz der beliebten Schlucht (GPS: N 35 14.898, E 24 10.042 → Google Maps) liegt direkt an einer Taverne, die wir aber links liegen lassen. Ein großes Holzschild schickt uns in die richtige Richtung. Nach ein paar Minuten erreichen wir das Kassenhäuschen. Der Eintritt in die Imbros-Schlucht kostet 2,50 Euro (Stand: Oktober 2019). Werft die Tickets bitte nicht weg – diese muss man beim Verlassen der Schlucht wieder vorzeigen.

Der Eingang der Imbros-Schlucht ist kaum zu übersehen
Der Eingang der Imbros-Schlucht ist kaum zu übersehen
Das Kassenhäuschen der Imbros-Schlucht. Die Tickets müssen beim Verlassen vorgezeigt werden
Das Kassenhäuschen der Imbros-Schlucht. Die Tickets müssen beim Verlassen vorgezeigt werden

Eine tolle Fmilienwanderung

Die Imbros-Schlucht wird auch die kleine Schwester der → Samaria-Schlucht genannt. Anfangs führt uns der Weg durch ein breites ausgetrocknetes Flussbett. Überall wachsen Blumen und die Vögel zwitschern. Wir folgen dem Weg in Richtung Meer. Schwierigere Stellen können stets auf dem gut ausgebauten Weg umgangen werden. Hier muss niemand kraxeln. Wir steigen gemütlich immer weiter ab in die Schlucht und genießen die wunderschöne Natur, die im Frühling regelrecht explodiert. 

Wir starten in einem breiten Flußbett
Wir starten die Wanderung in einem breiten Flussbett
Der schmale Pfad ist immer gut zu gehen
Der schmale Pfad in der Imbros-Schlucht ist immer gut zu gehen und bereitet keine Probleme
Den Weg kann man nicht verlieren
Den Weg kann man nicht verlieren

Die Höhepunkte der Imbros-Schlucht

Nach einer guten Stunde erreichen wir die erste Engstelle der Imbros-Schlucht. Die Wände gehen steil in die Höhe und man kann die Wände fast mit beiden Händen berühren. Hier sollte man auf jeden Fall einen kurzen Stopp einlegen und ein paar Erinnerungsfotos schießen. Es wird im Laufe der Wanderung aber noch besser – die engste Stelle liegt schließlich noch vor uns.

Auf der Tour sind wir voll ausgestattet
Auf der Tour sind wir voll ausgestattet
Die Wanderung ist nicht sehr anspruchsvoll, aber sehr spektakulär
Die Wanderung durch die Imbros-Schlucht ist nicht sehr anspruchsvoll, dafür aber sehr spektakulär
Die Wände stehen schon sehr eng zusammen
Die Wände stehen schon sehr eng zusammen und geben ein tolles Fotomotiv ab
So eng, dass ich fast beide Wände erreiche
So eng, dass ich die Wände mit den Händen fast erreiche – aber eben nur fast

Die engste Stelle der Imbros-Schlucht

Noch ein paar Minuten weiter stehen die Wände der Imbros-Schlucht nur noch 1,60 Meter weit auseinander – es ist die engste Stelle der Imbros-Schlucht. Hier berühren beide Hände problemlos die Wände. Viel ist hier aber noch nicht los, nur alle paar Minuten begegnen wir ein paar Wanderern. Aber fast niemand registriert die spektakulärste Stelle der Imbros-Schlucht. Wir lassen uns dagegen viel Zeit, bevor wir weiter absteigen.

Hier ist die Schlucht besonders spektakulär
In diesem Teil ist die Schlucht besonders spektakulär
Die Wände der Imbros-Schlucht ragen senkrecht in die Höhe
Die Wände der Imbros-Schlucht ragen senkrecht in die Höhe
Gleich erreichen wir das Highlight der Imbros-Schlucht
Gleich erreichen wir das Highlight der Imbros-Schlucht
An der engsten Stelle ist die Imbros-Schlucht nur 1,60 Meter breit
An der engsten Stelle ist die Imbros-Schlucht nur 1,60 Meter breit

Wir kehren um

Bald erreichen wir einen Unterschlupf. Felle liegen auf den Bänken und verblichene Fotos zieren den Holzverschlag. Den spektakulärsten Teil der Schlucht haben wir jetzt hinter uns. Von nun an wird das Bachbett wieder breiter, die Wände ragen aber immer noch steil nach oben. Viele steigen weiter ab und nehmen im Ort ein Taxi zurück zum Auto. Das kostet etwa 25 Euro. Man sollte auf andere Wanderer warten und sich ein Taxi teilen, um Geld zu sparen. In der Hauptsaison ist immer genug los. Wir drehen an dieser Stelle aber um und wandern zurück zum Eingang der Schlucht.

Hier endet unsere Wanderung durch die Imbros-Schlucht. Wir kehren um
Hier endet unsere Wanderung durch die Imbros-Schlucht. Wir kehren um
Der kleine Rastplatz ist ein beliebtes Fotomotiv
Der kleine Rastplatz ist ein beliebtes Fotomotiv

Das Wandervideo zur Imbros-Schlucht

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Tourdaten Auf- und Abstieg

Gesamtweglänge: 6,3 Kilometer
Höhenmeter: 265 Meter
Gehzeit: 2:30 Stunden

Nützliche Links und GPS-Koordinaten im Überblick

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9 Kommentare

  • - Bernd

    Die Schluchtenwanderer in Imbros finden keinerlei Weg vor. Es geht fast durchweg auf dem Geröll des ausgetrocknet Flussbett entlang. Das ist sehr anstrengend und verlangtnach hohen Wanderschuhen. Alles andere ist als Empfehlung unverantwortlich.

  • - Svenja

    Die Imbros-Schlucht ist eine der beliebtesten Schluchtenwanderungen auf Kreta, das habe ich auch gelesen. Jedoch war sie bei uns (Nebensaison: November 2021) nicht übermäßig überlaufen. So wie vermutlich viele andere Touristen sind wir auch nur durch die jahreszeitbedingte Sperrung der Samaria Schlucht auf Imbros aufmerksam geworden.
    Alles in allem ist es eine eindrucksvolle Wanderung, die für Groß und Klein interessant ist. Dein Artikel ist eine schöne Erinnerung gewesen!!!
    Wir sind ganz hinunter gewandert und erst dort umgedreht (rund 2h Abstieg). Allen denen, die nach dem Abstieg nicht genug haben und die Imbros Schlucht noch einmal aus einem anderen Blickwinkel genießen möchten, sei der Aufstieg als Rückweg empfohlen. Sonst kostet die Rückfahrt rund 6€ pro Person im Sammeltaxi, das nicht ganz voll war.
    Unsere genauen Erfahrungen und Bilder könnt ihr in unserem Blog nachlesen.

  • - Andrea

    Hallo, super schönes Video, vielen Dank, wir wollen Ende Oktober nach Kreta, wohnen in Georgioupolus oder so ähnlich.
    Wie weit ist es bis zu der Hütte , wenn ihr da umgekehrt seid ? Also Imbrosschlucht meine ich.
    Lieben Dank

  • - Martina

    Hallo ihr 2 lieben,

    … hab grad wieder die Visitenkarte entdeckt, die wir beim Auto-Ausleihen in Heraklion von euch bekamen.
    Ja, ich bin Martina, eine der 4 Kletter-Tauch-Österreicher, die zur selben Zeit wie ihr Kreta bereisten.

    Unglaublich eindrucksvolle Bilder habt ihr da.
    Ja, wir sahen ähnliche und auch ganz unterschiedliche Orte dieser wunderschönen Insel.

    Macht’s gut, einen schönen Sommer und lieber Gruß aus Feldkirch!

    martina

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