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Kreta: Wanderung auf den Pachnes (2454 m)

In unserer Taverne gibt es ein leckeres Frühstück mit Omelette und griechischem Joghurt, bevor wir in Richtung Pachnes aufbrechen.

Der 2442 Meter hohe Pachnes ist der höchste Gipfel der Weißen Berge, die Lefka Ori. Für den Namen der Weißen Berge gibt es zwei Erklärungen. Zum einen ist der Fels hier extrem hell. Zum anderen waren die Berge früher das ganze Jahr schneebedeckt. Das hat sich inzwischen aber geändert. Ohne einen Geländewagen ist es übrigens illusorisch, den Pachnes an einem Tag zu bezwingen.

Aktualisiert am 04.04.2022

Wanderung auf den Pachnes: Kretas zweithöchster Berg

Von Anopolis aus führt eine 22 Kilometer lange und stellenweise sehr schroffe Schotterpiste zum eigentlichen Beginn der Wanderung. Mit unserem Mietwagen wäre es unmöglich, die Strecke zu befahren. Da trifft es sich gut, dass unsere Gastgeber der Anopoli Rooms wanderfreudige Touristen wie uns mit einem alten, aber überaus geländetauglichen Mitsubishi L200 mit Geländebereifung und Allradantrieb zum Trailhead chauffieren.

Ganz billig ist der Spaß mit 65 Euro für die einfache Strecke zwar nicht, aber schon alleine die Jeepfahrt durch die Mondlandschaft der Lefka Ori, die Weißen Berge, ist das Geld wert. Gleich hinter dem Bergdorf biegt die Straße zum Pachnes ab. Anfangs ist die Straße noch eine normale Schotterpiste, die man auch mit einem normalen Pkw befahren könnte. Nach etwa zehn Kilometern wird die Strecke aber immer schroffer. Spätestens jetzt ist klar, warum unser höhergelegtes Fahrzeug mit dicken Geländereifen ausgestattet ist. Gleichzeitig wird die Aussicht auf die Weißen Berge immer spektakulärer. Pflanzen sind weit und breit nicht mehr zu sehen – nur Felsen und Geröll, soweit das Auge blickt. So oder so ähnlich muss es auf dem Mond aussehen.

Mitsubishi L200
Mit einem aufgemotzten Mitsubishi L200 geht es ins Pachnes-Gebiet
Straße zum Pachnes
Die Strecke ist nicht immer in einem so guten Zustand wie hier
Mondlandschaft Pachnes
Was für eine Landschaft – wir fühlen uns wie auf dem Mond
Die Weißen Berge
Die Weißen Berge – hier gibt es noch einen Rest Vegetation. Das wird sich ändern
Straße zum Pachnes
Stellenweise ist die Straße sehr eng – mit viel Verkehr muss man hier aber nicht rechnen

Beginn unserer Wanderung auf den Pachnes

Nach einer guten Stunde erreichen über die schroffe Schotterpiste wir den Parkplatz (GPS: N 35 17.449, E 24 03.934 → Google Maps). Wer hier startet, benötigt noch etwa zwei Stunden zum Gipfel des Pachnes. Uns bläst extrem starker Wind entgegen. Obwohl die Sonne schon hoch am Himmel steht, ist es ausgesprochen kühl. Den letzten Kilometer bis zum Ende der Straße und zum Einstieg zur Wanderung auf den Pachnes will Manousos, der uns auf der Fahrt allerlei Interessantes zur Region erzählte, selbst seinem Geländewagen nicht antun.

Parkplatz Pachnes
Am Parkplatz angekommen verabschiedet uns Manousos

Mondlandschaften in den Weißen Bergen

Unsere Wanderung beginnt an einem erstarrten Lavafeld. Der schwarze Stein ist ein krasser Kontrast zu den eher hellen Felsen in dem Gebirge. Die Aussicht ist schon hier spektakulär – kein Vergleich zu unserer eintönigen Wanderung auf den → Psiloritis vor wenigen Tagen.

Wanderweg Pachnes
Den ersten Kilometer zum Einstieg der Wanderung folgen wir der Straße
Einstieg Wanderung Pachnes
Hier startet die Wanderung zum Pachnes erst richtig
Lavafeld auf dem Weg zum Pachnes
Anfangs führt uns die Wanderung über ein Lavafeld
Wanderer auf dem Weg zum Pachnes
Auf dem Weg zum Pachnes
Wanderweg zum Pachnes
Der Weg ist schroff, aber technisch nicht schwierig
Blick auf die Weißen Berge auf Kreta
Schon am Anfang der Wanderung genießen wir einen tollen Blick auf die Weißen Berge

Wasser für den Notfall

Nach rund einem Kilometern erreichen wir eine Hirtenhütte (GPS: N 35 17.708, E 24 03.100 Google Maps). Aufgrund der windgeschützen Lage in einem kleinen Kessel bietet sich hier spätestens auf dem Rückweg eine Pause an. Wem das Wasser in dieser kargen Region ausgeht, findet hier im absoluten Notfall in einem Tank auch Wasser. Marcus, den wir heute Morgen bei der Abfahrt in der Taverne kennengelernt haben, meint, man könne bedenkenlos zugreifen. Wir haben aber ehrlich gesagt Zweifel und verlassen uns lieber auf unser frisches Wasser.

Steiler Wanderweg zum Pachnes
Der Pfad ist gut zu erkennen und führt uns immer weiter nach oben
Mondlandschaft rund um den Pachnes
Eine Mondlandschaft, wie sie im Buche steht
Schneefeld auf dem Weg zum Pachnes
Der Schnee ist hier kein Problem mehr
Wanderin auf dem Weg zum Pachnes
Steine, so weit das Auge reicht

Der Pachnes-Gipfel

Der Weg steigt weiter an, der Wind ist brutal. Auf dem Weg zum Gipfel des Pachnes queren wir noch einge Schneefelder. Anders als bei der Wanderung auf den Psiloritis ist das hier aber kein Problem. Manousos erzählte uns auf der Herfahrt aber auch, dass dieser Winder extrem schneearm war. Es hatte auch schon Zeiten gegeben, da lag im April noch eine meterhohe Schneedecke auf dem Pachnes. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir den Gipfel. Die Aussicht vom höchsten Gipfel der Weißen Berge ist atemberaubend. Eine schroffe Steinwüste, soweit das Auge reicht. Nur der Wind, der ist nach wie vor brutal.

Schneefeld am Pachnes
Wir nähern uns den Gipfel – dieses Schneefeld ist nicht das einzige, das gequert werden muss
Pachnes-Gipfel und Schneefelder
Auf den letzten Metern zum Pachnes weht uns noch einmal ordentlich der Wind entgegen
Blick vom Pachnes
Die Pause auf dem Pachnes-Gipfel fällt sehr kurz aus – der Wind macht es hier oben extrem ungemütlich
Wanderin auf dem Pachnes-Gipfel
Geschafft!
Gipfelfoto auf dem Pachnes
Zeit für das Gipfelfoto auf dem Pachnes

Lange halten wir es hier oben deshalb auch nicht aus. Für den Rückweg benötigen wir eineinhalb Stunden. Manulous wartet mit seinem Jeep schon am Parkplatz.

Wanderer Pachnes
Wir treten den Rückweg durch diese schroffe Mondlandschaft an
Panorama auf dem Weg vom Pachnes
Welch ein Panorama
Die Weißen Berge
Die Landschaft der Weißen Berge ist einfach grandios
Pause unterhalb des Pachnes
Zeit für eine kleine Pause in der Sonne
Die Weißen Berge
Auch auf dem Rückweg gibt es immer wieder tolle Ausblicke

Auf der Rückfahrt macht Manousos noch einmal Halt an einer ganz besonderen Stelle: Hier ist alles voller Wildblumen, die nur in diesem kleinen Gebiet der Weißen Berge wachsen

Wildblumen in den Weißen Bergen
Wildblumen in den Weißen Bergen

Das Video zur Wanderung auf den Pachnes

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Tourdaten Pachnes

Datum: April 2016
Gesamtweglänge: 8,3 Kilometer
Höhenmeter: 560 Meter
Reine Gehzeit: 3:00 Stunden

Kretas höchster Berg – Psiloritis oder Pachnes?

Eine lustige Anekdote gibt es noch zum Pachnes. Die Bewohner rund um den Pachnes wollten einst den Tourismus ankurbeln und haben dazu Steine auf dem Gipfel aufgetürmt, um den Berg künstlich zu erhöhen. Daraufhin wurde der Psiloritis, der früher einen anderen Namen trug, erst Psiloritis genannt, was sich mit „höchster Berg“ übersetzen lässt.

Nützliche Links und GPS-Koordinaten im Überblick

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6 Kommentare

  • - Rafael

    Ebenso ist die Info, der Parkplatz sei nur mit Offroadfahrzeugen zu erreichen, nicht korrekt. Ich habe ihn mit einem Skoda Fabia ohne Probleme erreichen können. Es muss natürlich sicher und umsichtig gefahren werden. Teilweise muss man größere Steinbrocken aus dem Weg räumen, wenn sie nicht umfahren werden können. Auf der Rückfahrt habe ich ein Pärchen von Rucksacktouristen mitsamt Ausrüstung mitgenommen und auch die zusätzliche Zuladung ist kein Problem gewesen. Ob es auch mit noch kleineren Autos wie z. B. Nissan Micra oder ähnlichen klappt, kann ich an dieser Stelle nicht sagen.

    • - Florian Westermann

      Hallo Rafael,

      ich habe sogar Mal jemanden am Toroweap Point am Grand Canyon mit der Familienkutsche gesehen (hätte nie gedacht, dass das geht). Gehen tut viel. Ob es sinnvoll ist, ist eine andere Frage. ICH würde die Strecke aber nicht mit einem normalen Pkw fahren. Schon alleine wegen den Reifen und dem Unterboden. Aber wem das egal ist, der kann es sicher versuchen.

      Viele Grüße
      Florian

    • - Andreas

      Bitte verlassen Sie sich nicht auf den Kommentar von Rafael vom 27.Juli.2018.
      Das Befahren der Piste per PKW ist definitiv hochriskant. Es ist unbedingt mit Reifenplatzern und Aufsetzern zu rechnen und es ist an manchen Stellen nicht möglich, das Auto dann aus der Fahrbahn zu kriegen. Es wird auch kein Pannendienst kommen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Versicherung fürs Mietauto im Fall des Falles bei diesem wagemutigen Spielchen mitmacht. Auch alleine deshalb ist es äußerst verantwortungslos, die Anfahrt als eine „ohne Probleme“ zu schildern. Wenn es einmal gut geht, heißt es nicht, dass es immer gut gehen wird.
      Ich bin die Piste 2016 mit einem Allrad gefahren und ich kann nur dringendst abraten, ein anderes Fahrzeug zu verwenden.

  • - dieter pelzeder

    Einige infos nicht korrekt. Die Bewohner des Pachnes wollten Tourismus ankurbeln, haben versucht den berg mit raufgetragenen steinen zu erhöhen, daraufhin wurde der psiloritis der früher einen anderen namen trug erst psiloritis genannt was sich mit höchster berg übersetzt.pachnes 2452m ohne extrasteine . psiloritis 2456m

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