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Wanderung durch die Höllentalklamm aufs Kreuzeck: Bergtour mit Kick

Die Höllentalklamm ist eine der schönsten Klammen in Bayern und für Wanderer ein echtes Outdoor-Highlight. Familien mit Kindern wandern durch die Höllentalklamm bis zur Höllentalangerhütte und übernachten dort, bevor sie am nächsten Tag wieder absteigen. Ein kleines Abenteuer.

Ein wenig alpin wird es, wenn du die Wanderung zum Kreuzeck verlängerst. Vom Gipfel steigst du entweder zu Fuß nach Hammersbach ab oder du nimmst die Kreuzeckbahn.

Bei uns findest du alle wichtigen Infos für diese traumhaft schöne Bergtour vor den Toren Münchens.

Aktualisiert am 29.05.2022
Biggi auf dem Wanderweg zum Kreuzeck
Die Wanderung durch die Höllentalklamm aufs Kreuzeck gehört zu den Wander-Klassikern im Münchner Umland. Wir nehmen dich jetzt mit auf diese schöne Bergtour

Start der Wanderung aufs Kreuzeck

Die Wanderung durch die Höllenklammtal – einer der schönsten Fotospots in Bayern – mit der Option zum Kreuzeck zu verlängern beginnt in Grainau im Ortsteil Hammersbach. Hier gibt es einen großen Wanderparkplatz (Google Maps), der an den Wochenenden aber schon früh am Vormittag rappelvoll ist. Mit acht Euro ist der Parkplatz recht teuer. Angesichts der guten Lage ist das aber verschmerzbar. Denk unbedingt an Kleingeld, da die Kartenzahlfunktion des einzigen Parkautomaten regelmäßig streikt.

Etwas günstiger parkst du direkt in Grainau auf dem Parkplatz P4 (Kurhaus und Zugspitzbad Grainau; Google Maps). Dafür musst du einen rund 20 Minuten längeren Fußweg durch den Ort einplanen.

Tipp: Hier findest du unsere ausführlichen Tipps und Tourenvorschläge zum Thema Wandern in Bayern.

Auf in Richtung Höllentalklamm

Vom Parkplatz wanderst du auf der Straße zunächst durch den Ort oder alternativ auf einem Parallelweg im Wald. Nach etwa zehn Minuten überquerst du auf einer Brücke den Hammersbach. Hier an der Hammersbacher Hütt’n (mit kleinem Biergarten) hältst du dich rechts und folgst zunächst dem breiten Klammweg.

Die Wanderung führt am Hammersbach entlang
Du folgst dem Wanderweg durch den Wald und läufst am schönen Hammersbach entlang. Hier ist der Weg immer gut zu gehen

Der Wanderweg führt dich nun leicht ansteigend durch den Wald. Nach knapp drei Kilometern geht es recht steil in Serpentinen nach oben. Kurz darauf erreichst du die Höllentaleingangshütte und den Eingang zur Höllentalklamm. In der Höllentaleingangshütte kannst du nun schon das zweite Mal auf dieser schönen Bergtour einkehren.

Durch die Höllentalklamm

Die Höllentalklamm ist nur in der eisfreien Zeit zugänglich, in der Regel von Mitte Mai bis Mitte/ Ende Oktober. Zu den Öffnungszeiten ist die Klamm in beide Richtungen rund um die Uhr begehbar. Erwachsene zahlen 5 Euro Eintritt (DAV-Mitglieder 2 Euro), Kinder zahlen 2 Euro.

Im Winter ist die Höllentalklamm gesperrt und unpassierbar.

Die Höllentaleingangshütte in der Höllentalklamm
Das ist der Blick zurück: Direkt nach der Höllentaleingangshütte führt dich die Wanderung in die imposante Höllentalklamm

Die Höllentalklamm ist super imposant und wie die Partnachklamm ein echtes Wander-Highlight in der Region Garmisch-Partenkirchen. Der Hammersbach hat sich tief in den Fels gefressen und braust mit ohrenbetäubenden Getöse ins Tal. Durch die enge Klamm führen Treppen, Tunnel und Stege.

Ein Wasserfall in der Höllentalklamm
Der Hammersbach braust mit lautem Getöse durch die Bergschlucht
Ein Steg in der Höllentalklamm
Der Wanderweg verläuft zum Teil über Stege, die im Winter demontiert werden
Ein Baumstamm iegt im Wasser in der Höllentalklamm
Fotografen bietet die Klamm viele schöne Fotomotive

Überall tropft Wasser von den Wänden der engen Schlucht. Selbst im Sommer wird es in der Höllentalklamm empfindlich kalt. Viele Besucher durchwandern die Höllentalklamm gar mit Regenjacken. Ganz so schlimm ist es aber dann doch nicht. Wenn du nicht gerade nach starken Regenfällen durch die Klamm wanderst, bleibst du relativ trocken.

Ein Wasserfall in der Höllentalklamm
Überall rauscht das glasklare Wasser in die Tiefe. Etwas nass wirst du auf dieser Tour garantiert
Der Wanderweg durch die Höllentalklamm
Gut gesichert führt der Wanderweg durch die Schlucht

Nach gut einem Kilometer endet die spektakuläre Höllentalklamm und entlässt dich ins imposante Höllental. Hier kommst du übrigens auch lang, wenn du die Zugspitze durch das Höllental besteigst.

Hier beginnt das Höllental hinter der Höllentalschlucht
Die Höllentalschlucht weitet sich und du betrittst das schöne Höllental

Durch das Höllental

Zur 1387 Meter hoch gelegenen Höllentalangerhütte sind es jetzt noch etwa 1,5 Kilometer. Die Wanderung durch das Höllental ist technisch nicht besonders schwierig, lediglich feste Wanderschuhe und etwas Trittsicherheit solltest du mitbringen. Links und rechts ragen mächtige Felswände in den Himmel. In Richtung Talschluss blickst du auf das mächtige Zugspitzmassiv.

Der Wanderweg im Höllental
Der Wanderweg durchs Höllental ist nicht schwierig, erfordert aber etwas Trittsicherheit

Auf dem schönen Bergweg passierst du das Wasserwerk Höllentalangerhütte. Um zur Höllentalangerhütte zu gelangen, hältst du dich geradeaus.

Links geht der Stangensteig ab, der dich auf der kürzesten Route weiter über den kaum begangenen Knappensteig (ausgesetzt, ungesichert und unmarkiert, nur für sehr erfahrene Bergwanderer) und den Hupfleitenjochsteig aufs Kreuzeck führen würde. Der Umweg über die schön gelegene Höllentalangerhütte lohnt sich aber.

Höllentalangerhütte und Hupfleitenjochsteig

Nach rund zwei bis drei Stunden und knapp sechs Kilometern erreichst du die Höllentalangerhütte. Hier bietet sich eine Rast mit Brotzeit in atemberaubender Bergkulisse an.

Der Wanderweg führt nun direkt hinter der Hütte scharf links zunächst du den Knappenhäusern und über den Hupfleitenjochsteig in Richtung Kreuzeck. Bis zu den Knappenhäusern zieht der Wanderweg nur moderat an und ist ohne große Probleme zu gehen. Ein paar seilversicherte Stellen gibt es aber auch hier schon.

Flo auf einer Brücke auf dem Hupfleitenjochsteig
Der Weg führt über diese Brücke
Biggi auf dem Hupfleitenjochsteig
Der Weg wird nun anspruchsvoller und der Ausblick immer grandioser

Spätestens ab den Knappenhäusern brauchst du Kondition und Trittsicherheit. Der Steig wird hier sogar ein wenig alpin und führt steil und immer wieder leicht ausgesetzt in Serpentinen zum Hupfleitenjoch auf 1750 Metern. Das ist auch der höchste Punkt der Wanderung.

Der Blick vom Hupfleitenjochsteig auf die Knappenhäuser
Das ist der Blick vom Hupfleitenjochsteig auf die Knappenhäuser. Dahinter siehst du das gewaltige Zugspitzmassiv mit dem Höllentalferner

Vom Hupfleitenjoch führt dich der Weg nun immer leicht abfallend durch den Wald in Richtung Kreuzeckhaus auf 1652 Metern, das du nach insgesamt elf Kilometern erreichst. Als reine Gehzeit solltest du viereinhalb bis fünfeinhalb Stunden einplanen.

Nur ein paar Minuten entfernt kannst du auch in der Kreuzalm einkehren. Hier wird alles selbst zubereitet aus regionalen Zutaten. Probiere unbedingt den hausgemachten Kaiserschmarrn mit Apfelkompott oder Preiselbeeren, aber auch Käsespätzle und der „Kreuzalm“ Knödeltris sind sehr zu empfehlen.

Die Kabine der Alpspitzbahn
Auf der Wanderung läufst du auch direkt unter der Alpspitzbahn entlang. Sehr schön ist übrigens auch der Klettersteig auf die Alpspitze

Das Kreuzeckhaus ist auch wegen der Kreuzeckbahn ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Kreuzeck fährst du nun mit der Kreuzeckbahn (Website) zurück ins Tal und wanderst von der Talstation gemütlich über breite Wege zurück zum Ausgangspunkt in Hammersbach.

Alternativ steigst du über den Jägersteig nach Hammersbach ab. Der Einstieg auf den Jägersteig, der im oberen Teil relativ steil ist, liegt etwa 600 Meter vor dem Kreuzeckhaus. Dieses kurze Stück musst du also zurückwandern.

Der Jägersteig führt zurück nach Hammersbach
Wir steigen über den Jägersteig wieder nach Hammersbach ab

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Das musst du über die Wanderung wissen

Die Wanderung durch die Höllentalklamm gehört zu den absoluten Wander-Highlights in der Region Garmisch-Partenkirchen. Technisch ist die Tour bis zur Höllentalangerhütte, Trittsicherheit vorausgesetzt, nicht besonders schwierig. Für Familien mit Kindern bietet es sich an, in der Höllentalangerhütte zu übernachten (das ist ja schon ein kleines Mikroabenteuer) und am nächsten Tag wieder durch die Höllentalklamm abzusteigen.

Die Rundwanderung Höllentalklamm-Kreuzeck erfordert aufgrund der Länge und mehr als 1000 Höhenmeter ein gewisses Maß an Kondition. Außerdem ist Trittsicherheit dringend geboten. Der Hupfleitenjochsteig darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Für bergerfahrene Wanderer ist der Hupfleitenjochsteig bei guten Bedingungen (kein Eis und Schnee!) in der Regel aber gut machbar.

Obwohl du weit unter der Marke von 2000 Metern bleibst, ist die Wanderung durch die Höllentalklamm aufs Kreuzeck landschaftlich ein Hochgenuss. Außerdem ist mit gleich fünf Hütten auf der Tour ausreichend fürs leibliche Wohl gesorgt.

Ein gewisses Risiko besteht natürlich immer in einer engen Schlucht, wie das tragische Hochwasserunglück mit zwei Toten im August 2021 traurig beweist.

Alternativer Abstieg über den Stangensteig

Der Stangensteig, der einst der Zustieg der Knappen zum Bergwerk war, ist eine Alternative für den Abstieg von der Höllentalangerhütte. Der Steig führt hoch über der Höllentalklamm, die sogar in 70 Metern Höhe über eine Brücke passiert wird, zurück zum Eingang der Klamm. Der Stangensteig ist stellenweise etwas ausgesetzt und schmal. Stahlseile entschärfen diese Stellen. Bei Schnee oder Eis solltest du den Stangensteig unbedingt meiden. Hier sind in der Vergangenheit schon einige tragische Unglücke passiert.

Für Familien mit Kindern ist der Stangensteig nicht geeignet!

Der Blick vom Stangensteig auf die Zugspitze
Das ist der Blick vom Stangensteig in Richtung Zugspitze, die allerdings gerade von dichten Wolken umhüllt ist
Der Stangensteig im Höllental
Der Stangensteig ist stellenweise mit einem Stahlseil versichert
Der Blick auf den Osterfelderkopf mit der Aussichtsplattform Alpspix
Über uns thront der Osterfelderkopf mit der Aussichtsplattform Alpspix
Die Brücke über die Höllentalklamm
Diese Brücke führt in 70 Metern Höhe über die Höllentalklamm
Bigggi auf dem Stangensteig
Hier siehst du den Verlauf des Stangensteigs in der Felswand. Jetzt verstehst du sicher, warum du den Steig auf keinen Fall bei Eis und Schnee laufen solltest

Zusammenfassung

Tourdaten

Die Karte zur Wanderung durch die Höllentalklamm aufs Kreuzeck

Du kannst dir den GPS-Track als GPX-Datei kostenlos herunterladen (blauer Pfeil rechts oberhalb der Karte)

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2 Kommentare

    • - Florian

      Hallo Benjamin,

      ich würde sagen, das kommt auf den Hund an. Aber im Prinzip sollte das schon gehen, wenn Hund und Herrchen/ Frauchen bergerfahren sind. Ich weiß aber nicht, ob die Höllentalklamm für Hunde freigegeben ist.

      Ein Problem könnten die Gitter der Stege sein, die es immer wieder zu überqueren gilt.

      Viele Grüße
      Florian

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