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Madeira: Wanderung Caldeirão Verde – der „Grüne Kessel“

Die Wanderung zum Caldeirão Verde, dem "Grünen Kessel", ist ein echtes Outdoor-Highlight auf Madeira. Wer mag, wandert außerdem weiter zum Caldeirao do Inferno, dem "Höllenkessel".

Bei uns findest du einen ausführlichen Tourenbericht und alle wichtigen Infos zu dieser tollen Wanderung auf Madeira.

Aktualisiert am 12.11.2022

Die Karte zur Wanderung zum Caldeirão Verde & zum Caldeirão do Inferno

Du kannst dir den GPS-Track zur Wanderung zum „Grünen Kessel“ als GPX-Datei kostenlos herunterladen (blauer Pfeil rechts oberhalb der Karte)

Video: Wanderung zum „Grünen Kessel“

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Start der Wanderung zum Caldeirão Verde in Queimadas

Die Wanderung zum „Grünen Kessel“ (Caldeirão Verde) beginnt in Queimadas (Google Maps). Begrüßt werden wir von einer Heerschar Katzen, die um unsere Beine streichen, um ein paar Leckereien abzustauben. Zum Glück haben wir etwas Käse dabei.

Nach dem Schnüren der Wanderschuhe geht’s vorbei an ein paar mit Reetdach gedeckten Häusern in den Wald. Der Weg folgt einer Levada und wird immer schmaler. Oftmals geht es direkt auf der Levada entlang – ein nur etwa 30 Zentimeter breites Mäuerchen.

Mit Reetdach gedeckte Häuser am Parkplatz Queimadas, dem Ausgangspunkt der Wanderung zum Caldeirão Verde
Hier beginnt die schöne Wanderung zum Caldeirão Verde

Überall sehen wir das satte Grün der Bäume, nur selten erhaschen wir einen Blick in den Canyon, durch den wir hier wandern. Das ändert sich aber recht schnell. Immer wieder tun sich herrliche Aussichten in den Canyon und auf die umliegenden Berge auf.

Biggi auf der Levada-Wanderung zum Grünen Kessel auf Madeira
Der Weg führt uns durch das satte Grün des Waldes
Eine mit Seilen versicherte Levada
Hier verläuft die Levada schon hoch in der Wand. Der Ausblick ist fantastisch
Biggi auf der Levada auf dem Weg zum Grünen Kessel, mitten in einem Canyon
Bei dieser tollen Sicht vergessen wir schnell die Zeit
Biggi und Flo auf einer Levada in einer Felswand
Hier siehst du noch einmal schön den Wegverlauf der Levada. Und keine Sorge: Der Weg ist überall bestens gesichert

Inzwischen ist auch der Weg an vielen Stellen ausgesetzt – rechts geht es oftmals 50 oder 100 Meter in die Tiefe. Aber keine Sorge, die Levada ist überall bestens mit zwei Drahtseilen gesichert. Menschen mit Höhnangst könnten allerdings Probleme bekommen.

Wir passieren immer wieder kleine Wasserfälle. Auch drei teilweise recht niedrige Tunnel – der längste davon misst gut und gerne 200 Meter – durchqueren wir. In den Tunneln ist es stockfinster und von der Decke tropft unentwegt Wasser. Eine Stirnlampe ist für die Wanderung zum Caldeirão Verde sehr zu empfehlen.

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Der „Grüne Kessel“ Caldeirão Verde

Nach knapp sechs Kilometern erreichen wir schon das erste Etappenziel unserer Wanderung, den Caldeirão Verde (Google Maps). Die Wände des „Grünen Kessels“ stürzen senkrecht in die Tiefe und ein Wasserfall füllt einen kleinen See. Ein atemberaubendes Stück Natur, für die sich die Anstrengungen lohnen.

Wir sind von diesem Stück Natur völlig überwältigt und lassen die Szenerie eine ganze Weile auf uns wirken. So einen magischen Ort sieht man wirklich nicht alle Tage.

Biggi und Flo am Caldeirão Verde, dem Grünen Kessel auf MadeiraDie grün bewachsenen Felswände ragen steil in den Himmel – wir kommen uns hier ganz klein vor
Ein kleiner Wasserfall vor dem großen Wasserfall im Caldeirão VerdeZum Glück hatten wir unsere Fotoausrüstung dabei – der Caldeirão Verde Motiv ist ein tolles Fotomotiv
Der große Wasserfall im Caldeirão VerdeDiesen magischen Ort werden wir nie mehr vergessen

Unser nächstes Ziel ist der „Höllenkessel“ Caldeirão do Inferno

Viele Wanderer kehren am Caldeirão Verde wieder um – ein Fehler, wie wir meinen. Nach einer kurzen Pause folgen wir der Levada weiter zum noch knapp drei Kilometer entfernten Caldeirão do Inferno („Höllenkessel“). Die Wanderung wird nun etwas anspruchsvoller.

Der Weg ist immer wieder ausgesetzt, an den meisten Stellen aber ebenfalls gut gesichert – jedoch nicht an allen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte man unbedingt mitbringen. Auf diesem Stück der Wanderung gibt es auch den einzigen ernsthaften Aufstieg. Über eine steile Treppe geht es hier einige Höhenmeter nach oben.

Wir wandern auch wieder durch einige lange Tunnel. Die Tunnel sind dunkel wie die Nacht und streckenweise sehr niedrig. Höhepunkt dieses zweiten Streckenabschnitts ist eine enge Klamm, die die Ribeira Grande in Jahrtausenden aus dem Gestein gehöhlt hat.

Über zwei Stahlbücken überwinden wir die tiefe Klamm und sogleich geht es wieder in einen engen Tunnel. Es folgen drei weitere Tunnels, bevor wir unser Tagesziel, den Caldeirão do Inferno, erreichen.

Ein Tunnel auf der Levadawanderung zum Caldeirão do Inferno
Auf der Wanderung zum Caldeirão do Inferno geht es immer wieder durch lange Tunnel
Biggi und Flo in einem Tunnel auf dem Weg zum Caldeirão do Inferno
Die Tunnel sind stockfinster – eine Taschenlampe ist ein Muss
Zwei alte Schienen führen in einen Tunnel
Hier führen zwei alte Schienen in den Tunnel

Ein Wasserfall in einer engen Klamm
Auch hier wandern wir immer wieder an kleinen Wasserfällen vorbei

Der Caldeirão do Inferno

Nach gut acht Kilometern erreichen wir schließlich den Caldeirão do Inferno, den „Höllenkessel“. Die Wände sind sicher doppelt so hoch wie beim Grünen Kessel, stehen aber viel weiter auseinander.

Im direkten Vergleich ist der Grüne Kessel spektakulärer. Trotzdem lohnt sich dieser kleine Umweg zum Höllenkessel. Nach einer kurzen Rast geht es auf dem gleichen Weg zurück. Dabei bekommen wir noch einmal völlig neue Eindrücke dieser fantastischen Wanderung.

Biggi vor einer imposanten Wand im Caldeirão do Inferno
Der Caldeirão do Inferno ist schon imposant

Das musst du über die Wanderung zum Caldeirão Verde und zum Caldeirão do Inferno wissen

Für die knapp 17 Kilometer lange Wanderung solltest du sechs bis acht Stunden Gehzeit inklusive Pausen einplanen. Feste Wanderschuhe sind sehr zu empfehlen, außerdem gehört eine Taschenlampe in den Wanderrucksack.

Bis zum Caldeirão Verde ist die Tour problemlos zu gehen (wenn du keine extreme Höhenangst hast). Der zweite Teil der Wanderung zum Caldeirão do Inferno erfordert auf alle Fälle Trittsicherheit. Für erfahrene Wanderer sollte aber auch dieser Abschnitt problemlos zu schaffen sein.

Tipp: Wenn dich jetzt die Wanderlust gepackt hat: Ein absolutes Wander-Highlight auf Madeira ist auch die Wanderung auf den Pico Ruivo (Madeiras höchster Berg) und die Wanderung zu den 25 Quellen. Außerdem findest du hier die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Madeira. Und hier verraten wir dir, warum sich eine Reise im Winter nach Madeira lohnt.

Unsere Hotel-Tipps auf Madeira

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