Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Madeira
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Madeira Sehenswürdigkeiten: 20 schöne Orte, die du sehen musst [mit Karte]

Madeira empfängt den Besucher mit traumhaft schönen Sehenswürdigkeiten, die du auf gar keinen Fall verpassen solltest. Madeira ist eine Inselgruppe, genauer eine autonome Region Portugals. Die Hauptinsel heißt genauso, Madeira, und liegt vor der Nordwestküste Afrikas. Inselflair, ein warmes Klima, zerklüftete Vulkanlandschaft und traumhaft schöne Wanderungen - damit besticht Madeira. Vor allem die Levadas durchziehen die Insel. Hierbei handelt es sich um uralte Bewässerungskanäle, in denen du wandern kannst.

Ein weiteres Highlight ist der Gipfel Pico Ruivo. Aber auch die Hauptstadt Funchal mit ihrer alten Kathedrale gehören zu den Top-Highlights der Insel. Wir zeigen dir nun die schönsten 20 Sehenswürdigkeiten auf der Insel Madeira.

Aktualisiert am 17.08.2022

Karte: Alle Sehenswürdigkeiten auf Madeira im Überblick

Meine Top-5-Sehenswürdigkeiten auf Madeira

Madeira hat mich vom ersten Augenblick an gefesselt. Ich zeige dir nun meine Top-5-Sehenswürdigkeiten, die ich ganz besonders an Madeira schätze.

Hier verraten wir dir außerdem, warum sich eine Reise im Winter nach Madeira lohnt.

Fotograf am Meer
Mit Stativ und Filter auf Madeira am Meer

1. Skywalk von Cabo Girão

Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Madeiras ist der Skywalk von Cabo Girão (Google Maps). Der Skywalk gehört zu den Top-Zielen für einen kurzen Abstecher. Für Nervenkitzel sorgt eine Aussichtsplattform mit Glasboden. Daher auch der Name Skywalk. Nicht jeder Besucher traut sich auf das luftige Bauwerk. Immerhin stehst du hier auf einer Höhe von 580 Metern. Die Plattform ist der des Grand Canyon in den USA nachempfunden.

Der Blick in die Tiefe auf die Gärten, das Meer und auf die Hauptstadt Funchal lohnt den Besuch, zumal der Eintritt frei ist. 2014 wurde dieser Ausblick vom Verlag Conde Nast als die fünft schönste Klippenaussicht der Welt betitelt.

Tipp: Hier findest du eine Übersicht mit den schönsten Fotospots auf Madeira.

Der Skywalk auf Madeira zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten
Der Skywalk auf Madeira ist äußerst beliebt

2. Pico Ruivo

Der Gipfel des Pico Ruivo ist mit 1862 Metern Madeiras höchster Berg. Während der Wanderung hast du stets das gewaltige Zentralmassiv im Blick. Der Weg ist absolut spektakulär – es ist vielleicht sogar die eindruckvollste Wanderung auf Madeira.

Der Wanderweg führt uns über einen schmalen Grat, der vielleicht einen Meter breit ist. Links und rechts geht es senkrecht in die Tiefe. Aber keine Sorge, der gesamte Weg bis zum Gipfel des Pico Ruivo ist bis auf wenige Ausnahmen an allen heiklen Stellen gesichert. Es geht teils steile Treppen nach unten, teils führt der Weg durch einen in die Felswand geschlagenen Steig. Außerdem warten einige lange Tunnel auf den Wanderer – darum sollte man unbedingt eine Taschenlampe einpacken. Derzeit ist nur die Westroute – und das auch nur mit einer langen Umgehung – geöffnet.

Der Wanderweg zum Pico Ruivo
Der Wanderweg auf den Pico Ruivo führt manchmal über Holzplanken, dann wieder über schmale Wege

Die Ostroute ist wegen eines Bergrutsches unpassierbar und gesperrt (Stand: Dezember 2019). Schilder und Absperrungen an den Abzweigungen weisen darauf hin, welche Passage freigegeben ist und welche nicht.

Vom Gipfel des Pico Ruivo haben wir einen fantastischen Ausblick auf die umliegenden Berge und die Küste – und natürlich auf den Pico do Arieiro, von dem aus wir gestartet sind. Wir sitzen bestimmt eine Stunde in der Sonne und lassen die Szenerie auf uns wirken. Zurück geht es auf gleicher Strecke. Dabei tun sich immer wieder völlig neue Perspektiven auf. Kein Wunder, dass es sich hierbei um die Top-Sehenswürdigkeit auf Madeira handelt, oder?

Wem die rund zwölf Kilometer lange Wanderung (Hin- und Rückweg) über die drei höchsten Gipfel Madeiras – die sogenannte Königstour – mit knapp 1400 Höhenmetern zu viel ist, erreicht den Gipfel des Pico Ruivo auch von Achada do Teixeira (Google Maps) aus.

Die Wanderung auf den Pico Ruivo findest du in einem extra Artikel.

Gipfelmarkierung des Pico Ruivo
Gipfelmarkierung des Pico Ruivo

3. Die 25 Quellen

Sie ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten Madeiras: die Wanderung zu den 25 Quellen (Google Maps). In dem UNESCO Weltnaturerbe liegen einige der beliebtesten Touren auf Madeira.

Unser erstes Ziel ist der Wasserfall Cascada de Risco. Anfangs ist der Weg eine breite Asphaltstraße, die allerdings für den privaten Verkehr gesperrt ist. Es geht sanft, aber stetig nach unten. Immer wieder erhaschen wir Ausblicke auf die grünen Felswände, die das Tal ringsum umgeben. Nach einer Stunde erreichen wir die Aussichtsplattform mit grandiosem Blick auf den Cascada de Risco und die umliegende Landschaft.

Weiter folgen wir dem Weg an der Levada, einer alten Wasserversorgungsleitung entlang. Schließlich gelangen wir zu den 25 Fontes, den 25 Quellen. Hier an dem kleinen See unter halb der Wasserfälle legen dutzende Wanderer eine Pause ein.

Die reine Gehzeit für diese tolle Tour solltest du mit gut fünf Stunden veranschlagen. Der erste Teil der Tour zum Cascada de Risco ist für jeden geeignet und absolut unproblematisch zu gehen. Wer mag, kann die Tour sogar mit einem Minibus abkürzen, der am Nachmittag viele Besucher schnell und mühelos zurück zum Parkplatz bringt.

Wanderung zu den 25 Quellen - Cascada de Risco
Wanderung zu den 25 Quellen – Cascada de Risco – auf Madeira

Empfehlenswerte Reiseführer

Vor einer Reise nach Madeira empfehle ich dir ein paar gute Reiseführer. Damit kannst du dich einlesen, ein paar grundlegende Wörter auf portugiesisch lernen und dich über die Geschichte der Insel informieren.

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4. Jesus Statue Cristo Rei

Ein weiteres Highlight und eine tolle Sehenswürdigkeit ist die Jesus-Statue Cristo Rei am Cape Garajau (Google Maps). Die Aussicht auf die Küste und auf Funchal ist atemberaubend. Genauer steht die Statue bei Ponta do Garajau auf einem Felsvorsprung zwischen Caniço und Funchal.

Unterhalb der Statue liegt ein Strand. Zu ihm gelangst du vom Plateau mit der Statue aus über eine Seilbahn oder zu Fuß. Die Statue wurde 1927 eingeweiht. Die Anfahrt ist etwas tricky. Die Straße zum Strand ist zwar gepflastert, aber teilweise nur einspurig.

Wir haben Glück für den Sonnenuntergang: Kurz bevor die Sonne im Meer versinkt, färbt sich der Himmel dramatisch rot. In der Strandbar bestellen wir zwei Poncha. Mit vier Euro pro Becher sind das hier aber fast Münchner Preise.

Die Jesus Statue auf Madeira
Die Jesus Statue Cristo Rei

5. Hauptstadt Funchal

Die Hauptstadt Madeiras heißt Funchal. Wir beginnen unseren Rundgang durch den paradiesisch angelegten Santa Catarina Park (Google Maps) und gelangen von hier aus weiter in die Altstadt. Überall sind historische Gebäude zu sehen und selbst der Bodenbelag erinnert an die glorreiche Zeit der portugiesischen Seefahrer.

Funchals Altstadt ist wirklich sehenswert und zählt zu den schönsten Innenstädten, die wir je gesehen haben. Funchal erhielt 1508 bereits die Stadtrechte. Besonders hervorzuheben ist die Kathedrale Sé. Diese Sehenswürdigkeit stammt aus dem 16. Jahrhundert und hat sowohl gotische als romanische Bauelemente.

Innenstadt von Funchal
Die schöne Innenstadt von Funchal

Ebenfalls sehr schön ist der Hafen Funchals. Dort steht auch die Festung Sao Tiago aus dem 17. Jahrhundert. Sie beherbergt heute das Museum der zeitgenössischen Kunst. Für Kunst-Fans sind die dort ausgestellten portugiesischen Kunstwerke sehenswert.

Queen Marry 2
Die Queen Marry 2 im Hafen von Funchal

Eine absolute Attraktion ist der Botanische Garten. Die Anlage gibt es seit 1960 und ist einfach riesig. Von wunderschön angelegten Parkflächen, exotischen Pflanzen, einem ehemaligen Herrenhaus, gelangst du weiter in einen Vogelpark.

Wissen: Funchal leitet sich vom portugiesischem Wort Fenchel ab. Bei der Entdeckung dieser Insel gab es viel Fenchel. So kam die Stadt zu ihrem Namen.

Tipp: Sehr zu empfehlen ist das Embaixador Madeirense. Ein paar Heavy-Metal-Fans schmeißen den urig eingerichteten Laden. Es gibt Fisch – wie könnte es anders sein. Und dazu den stärksten Poncha, den wir bisher getrunken haben. Das Essen ist wirklich ausgezeichnet, die Bedienung freundlich und der Preis vollkommen ok.

6. Badebecken von Porto Moniz

Ein weiteres Highlight auf Madeira sind die naturbelassenen Badebecken, die es an der Küste gibt. Etwa in Porto Moniz (Google Maps). Hier triffst du auf traumhafte Naturbecken zum Baden. Im Dezember ist hier natürlich nichts los, im Sommer dagegen geht es hier rund.

Madeira besticht nicht mit Sandstränden, dafür mit viel Natur. Wie schön ist so ein Bad in einem naturbelassenen Becken. Die Becken sind bist zu 2 Meter tief und das Wasser wird ständig getauscht. Die Temperatur in den Becken beträgt – wie das Meer auch – um die 20 Grad. Bei schönstem Panoramablick, kannst du hier das Meeresfeeling in sicherer Umgebung genießen.

Der Eintritt kostet für Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren 1,50 Euro. Das Schwimmbad ist ganzjährig geöffnet. Im Winter von 9 bis 17 Uhr, im Sommer von 9 bis 19 Uhr.

Badebucht bei Porto Moniz
Badebucht bei Porto Moniz

7. Ostkap Ponta de São Lourenço

Das Ostkap Ponta de São Lourenço ist eine der Sehenswürdigkeiten auf Madeira, die du auf keinen Fall verpassen darfst. Du kannst entweder nur zum Aussichtspunkt laufen, oder eine längere Wanderung am ganzen Ostkap entlang machen. Wir sind am Parkplatz (Google Maps) gestartet und haben uns noch bei Dunkelheit zum Aussichtspunkt aufgemacht. In schwindelerregender Höhe blickst du hinunter auf bizarre Felsformationen.

Hier am Ostkap ist es extrem windig und nach drei Seiten fällt die Küste steil ab ins Meer. Ein falscher Schritt und es war der letzte. Das Motiv rechtfertigt aber den Aufwand.

Unsere Wanderung am Ostkap beginnt mit spektakulären Felsformationen
Unsere Wanderung am Ostkap beginnt mit spektakulären Felsformationen

Auf der Wanderung zur äußerste Spitze des Ostkaps läufst du über präparierte Wanderwege. Hin und wieder triffst du auf Geländer, gepflasterte Stufen. Auf der einen Seite fällt die Küste hunderte Meter senkrecht ins Meer, auf der anderen Seite laden sanfte Hügel zum Verweilen ein.

Wir erreichen schließlich den Aufstieg zum Morro do Furado (Google Maps). Von dem 160 Meter hohen Gipfel haben wir einen atemberaubenden Blick auf die vorgelagerten Inseln und einen tollen Blick zurück. Der Aufstieg ist stellenweise sehr steil und im oberen Bereich ist der feine Schotter extrem rutschig. Aber auch hier ist alles bestens gesichert.

Der Weg in Richtung Gipfel zum Ostkap
Der Weg in Richtung Gipfel zum Ostkap

8. Grüner Kessel Caldeirao Verde und Höllenkessel

Die Wanderung zum Grünen Kessel Caldeirao Verde ist einer der Höhepunkte auf Madeira und gilt als die Top-Sehenswürdigkeit schlechthin. Los geht die Tour am Parkplatz bei Queimadas (Google Maps). Vorbei an ein paar mit Reetdach gedeckten Häusern starten wir in den Wald. Der Weg folgt einer Levada und wird immer schmaler. Oftmals geht es direkt auf der Levada entlang.

Wir laufen an der Levada entlang
Wir laufen an der Levada entlang – auf dem Weg zum Grünen Kessel

Der Weg an vielen Stellen ausgesetzt – rechts geht es oftmals 50 oder 100 Meter in die Tiefe. Aber keine Sorge, die Levada ist überall bestens mit zwei Drahtseilen gesichert. Menschen mit Höhnangst könnten aber Probleme bekommen. Immer wieder passieren wir kleine Wasserfälle. Auch drei teilweise recht niedrige Tunnel – der längste davon misst gut und gerne 200 Meter – durchqueren wir. In den Tunneln ist es stockfinster und von der Decke tropft unentwegt Wasser. Eine Stirnlampe sollte also unbedingt ins Gepäck.

Wasserfall Grüner Kessel Madeira
Die Wanderung zum Grünen Kessel ist ein weiteres Highlight auf Madeira

Nach gut 6,5 Kilometern erreichen wir unsere erste Tagesetappe Caldeirao Verde (Google Maps). Die Wände stürzen hier senkrecht in die Tiefe und ein Wasserfall füllt einen kleinen See. Ein atemberaubendes Stück Natur, für das sich die Anstrengung lohnt.

Viele Wanderer kehren an dieser Stelle um – wir aber folgen der Levada noch knapp drei Kilometer bis zum Höllenkessel (Caldeirao do Inferno). Die Wanderung wird etwas anspruchsvoller. Der Weg ist immer wieder ausgesetzt, an den meisten Stellen aber ebenfalls gut gesichert – jedoch nicht an allen. Auf diesem Stück der Wanderung gibt es auch den einzigen ernsthaften Aufstieg. Über eine steile Treppe geht es rund 100 Höhenmeter nach oben.

Der Höllenkessel auf Madeira ist sehr beeindruckend
Der Höllenkessel auf Madeira ist sehr beeindruckend

Höhepunkt dieses zweiten Streckenabschnitts ist eine enge Klamm, die die Ribeira Grande in Jahrtausenden aus dem Gestein gehöhlt hat. Über zwei Stahlbücken überwinden wir die tiefe Klamm und sogleich geht es wieder in einen engen Tunnel. Es folgen drei weitere Tunnel, bevor wir endlich unser Endziel, den Höllenkessel erreichen. Die Wände sind hier doppelt so hoch wie beim grünen Kessel, stehen aber auch weiter auseinander. Im direkten Vergleich ist der grüne Kessel deutlich spektakulärer.

Insgesamt bist du 19 Kilometer unterwegs. Plane für die Strecke gut fünf bis sechs Stunden ein.

Tunnel auf der Wanderung zum Höllenkessel
Tunnel auf der Wanderung zum Höllenkessel

9. Aussichtspunkt Ponta do Rosto

Den besten Ausblick auf die Nord- und Südküste der Insel Madeira hast du vom Aussichtspunkt Ponta do Rosto (Google Maps). Bei bester Sicht blickst du hinüber auf die Insel Porto Santo. Du befindest dich hier an der Nordseite der Halbinsel des Naturschutzgebietes São Lourenço. Neben der genialen Aussicht auf die Küste befinden sich unter dir bizarre Felsformationen. Die Vegetation ähnelt der in Irland.

Im Frühling bietet sich dir hier übrigens ein ganz besonderes Schauspiel. Dann erblüht die hier sonst so karge Vegetation in den schönsten Farben. Der Ponta do Rosto ist auf jeden Fall eine tolle Sehenswürdigkeit auf Madeira.

Ponta do Rosta im Morgenlicht
Ponta do Rosta im Morgenlicht

10. Adlerfelsen

Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit auf Madeira ist der Adlerfelsen. 590 Meter schraubt er sich in die Höhe. An dem kleinen Lavastrand vor dem Felsen kannst du viele Fotomotive entdecken. Penha d’Águia heißt Adlerfelsen auf portugiesisch. Diese mächtige Erscheinung findest du zwischen Porto da Cruz und Faial, genauer an der Nordküste Madeiras.

Sein Name soll von unzähligen Fischadlern herrühren. Die sollen auf diesem Felsen genistet haben. Heute gibt es die Tierart nicht mehr auf Madeira. Vom Gipfel auf erstreckt sich vor dir eine geniale Aussicht über Faial und die Nordküste.

Tipp: Der beste Aussichtspunkt, um die spektakuläre Form des Adlerfelsen zu sehen ist vom Punkt Portela (Googel Maps) aus.

Der riesige Adlerfelsen auf Madeira
Der riesige Adlerfelsen auf Madeira

11. Strand Madalena do Mar

Dass Madeira eine Vulkaninsel ist, merkt man auch an den Stränden. Hier findest du Lavastrände so weit das Auge reicht. Besonders in den Bann gezogen hat uns der Strand in Madalena do Mar (Google Maps). Der schier unendliche Lavastrand ist nur bevölkert von ein paar Anglern, die draußen auf dem Pier fischen. Unweit des Praia Madalena do Mar gibt es ein kleines Cafe, in dem sich ein paar Leute in der Sonne flätzen.

Wir ziehen die Schuhe aus und genießen den warmen Lavasand – so vergehen Stunden. Richtung Westen fällt eine schroffe Steilwand hunderte Meter steil ins Meer, im Vordergrund liegen unzählige schwarze Felsbrocken, die von der Brandung des Meeres hin- und hergerissen werden.

Sonnenuntergang Meer Madeira
Madeira: Das Himmelsrot ist das i-Tüpfelchen auf dem Foto

12. Strand Ribeira da Janela

Ein weiterer, abgefahrener Strand ist der Praia Ribeira da Janela (Google Maps). Die Szenerie mit riesigen Lavafelsen im Meer, die wie eine Nadel in den Himmel stechen, zieht uns in ihren Bann.

Direkt an einem Dorf gelegen, findest du hier kleine Cafés. Auch Umkleiden und Parkplätze sind vor Ort. Dieser Strand ist auch bei Surfern sehr beliebt. Die Felsformationen im Wasser am Strand sind ein tolles Fotomotiv, das zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf Madeira zählt.

Sonnenaufgang Ribeira da Janela
Die Küste bei Ribeira da Janela im schönsten Morgenlicht

13. Veredas das Achadas da Cruz

In Achadas da Cruz weckt ein Schild zu einem Aussichtspunkt unser Interesse. Wir erreichen schließlich die Steilküste, an deren Fuße die Veredas das Achadas da Cruz liegen. Aus einigen hundert Metern Höhe blicken wir auf diese auf Madeira so bekannte Sehenswürdigkeit.

Interessierte können entweder mit der Seilbahn (Google Maps) nach unten fahren oder aber auch einen Pfad in der Klippe nach unten laufen. Der Rundweg verläuft über Vereda do Calhau und Vereda da Ladeira.

Unten findest du am Strand eine Bar vor. Sie wird von einem Original an Barkeeper betrieben.

Die Fahrt mit der Seilbahn kostet 3 Euro für Erwachsene. Mittags ist die Bahn für 1 Stunde geschlossen.

Blick hinunter auf die Veredas das Achadas da Cruz
Blick hinunter auf die Veredas das Achadas da Cruz

14. Farol – Madeiras westlichster Punkt

Eine Sehenswürdigkeit, die du leicht erreichen kannst ist der Farol da Ponta do Pargo (Google Maps) – der westlichste Punkt Madeiras. Er wird von einem alten Leuchtturm geschmückt. Die Klippen fallen hier mehrere hundert Meter senkrecht ins Meer – ein atemberaubender Anblick.

Der Leuchtturm steht auf einer Höhe von 290 Metern auf den Klippen. Seit 1922 befindet er sich am westlichsten Punkt und ist 14 Meter hoch. Er erhielt die Bezeichnung Kulturerbe von lokalem Wert. Wir haben mit dem Wetter Glück. Wir genießen die Landschaft eine ganze Weile und lassen uns von warmen Sonnenstrahlen verwöhnen.

Der Leuchtturm von Farol auf Madeira ist eine Top-Sehenswürdigkeit
Der Leuchtturm von Farol – am westlichsten Punkt Madeiras

15. Balcoes bei Ribeiro Frio

In der Inselmitte findest du eine weitere, aufregende Sehenswürdigkeit. Wieder geht es über kurvige Straßen, bis wir endlich auf die Schnellstraße nach Furchal treffen. Von der Hauptstadt aus führt eine Straße über unzählige Serpentinen bis in die Nähe des Aussichtspunkts Balcoes bei Ribeiro Frio.

Schnell die Wanderschuhe angezogen und nach 20 Minuten erreichen wir die Aussichtskanzel. Die kurze Wanderung, die mehr einem Spaziergang gleicht, ist im Sommer arg überlaufen, haben wir uns sagen lassen. Im Winter ist indes nicht viel los – am Ziel haben wir den Aussichtspunkt zeitweise sogar für uns ganz alleine. Der Blick in das Gebirge ist atemberaubend.

Aussichtspunkt Balcoes bei Ribeiro Frio
Aussichtspunkt Balcoes bei Ribeiro Frio

16. Pico do Arieiro

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Gipfel des Pico do Arieiro. Denn auf 1818 Meter steht eine Radarstation der portugiesischen Luftwaffe. Hier startet auch die Wanderung auf den Pico Ruivo, den höchsten Berg Madeiras. Wenn du die Wanderung nicht machen möchtest, dann können wir dir den Gipfel des Pico do Ariero auf jeden Fall für den Sonnenuntergang empfehlen.

Die Radarstation bei untergehender Sonne ist auf jeden Fall ein spannendes Fotomotiv.

Sonnenuntergang auf dem Picco do Arieiro
Sonnenuntergang auf dem Pico do Arieiro

17. Strand Baia d’Abra

Immer auf der Suche nach guten Fotospots, fahren wir morgens an die Ostküste. Nach einer Viertelstunde erreichen wir einen Steinstrand mit Blick auf die imposante Steilküste im Osten Madeiras. Der Strand heißt Baia d’Abra und lohnt sich definitiv für Fotografen. Aber auch zum Baden ist es hier toll.

Hier unten entstehen wirklich atemberaubende Fotos. Wenn du auch an diese traumhafte Location willst, fahre zum Parkplatz (Google Maps) und laufe ein Stück weit bis zum Strand (Google Maps).

Top Reiseziele für den Winter: Sonnenaufgang auf Madeira
Die Atlantikinsel Madeira punktet mit einer grandiosen Landschaft und milden Temperaturen im Winter

18. Levadawanderung zur Boca do Risco

An der Nordseite der Insel geht es für uns weiter bis nach Machico. Direkt an einem langen Autotunnel (Google Maps) starten wir zu einer atemberaubenden Küstenwanderung. Wir folgen anfangs einer Levada, vorbei an kleinen Gärten und Feldern, die noch in Handarbeit bearbeitet werden. Hunde, Katzen, Ziegen und Schafe gehören hier zum Bild. Nach einer dreiviertel Stunde haben wir die Zivilisation weitgehend hinter und gelassen.

Wir starten direkt an der Levada
Wir starten direkt an der Levada und laufen hier entlang

Nach einer guten Stunde erreichen wir die Boca do Risco (Google Maps), was übersetze “gefährliche Öffnung” bedeutet. Der Blick von der Boca do Risco – wir sind auf 360 Metern Höhe – auf die Steilküste ist unbeschreiblich.

Hier ist der Verlauf der Küstenwanderung grob eingezeichnet
Hier ist der Verlauf der Küstenwanderung grob eingezeichnet

Wir folgen einem dicht bewachsenen Pfad an der Steilküste. Noch erspähen wir nur selten einen Blick auf die Küste. Doch das ändert sich. Nach einer halben Stunde weicht die Flora und wir stehen vor einer gigantischen Kulisse. Kaum vorstellbar, dass hier oben in diesem steilen Kliff ein Weg entlangführt.

Nach gut zwei Stunden erreichen wir unser Ziel für heute: Espigão Amarelo (Google Maps). Ein Vermessungsstein markiert die Stelle und die Sehenswürdigkeit, von der aus man einen atemberaubenden Blick zurück auf die Steilküste genießt. Wer genau hinsieht, erkennt auch den Wanderweg, den wir gerade gegangen sind.

Nach gut zwei Stunden erreichen wir unser Ziel für heute: Espigão Amarelo
Nach gut zwei Stunden erreichen wir unser Ziel für heute: Espigão Amarelo

Wer mag, kann die Wanderung bis nach Porto da Cruz (Google Maps) mit dem Adlerfelsen fortsetzen und dann erst umkehren. Die Wanderung verlängert sich dann aber auf 24 Kilometer. Alternativ nimmt man ab Porto da Cruz den Bus oder ein Taxi. Allerdings verpasst man nicht viel, wenn man wie wir am Espigao Amarelo umkehrt.

Die komplette Wanderung mit allen Infos findest du in diesem Reisebericht Wanderung Boca do Risco.

19. Paul da Serra

Richtig spekatuklär wird es bei der Sehenswürdigkeit Paul da Serra. Das zentrale Hochplateau Madeiras besticht mit einer abgefahrenen Hochebenen-Landschaft. Sie mutet ähnlich an wie in Schottland. Wenn hier Nebel und Dunst aufziehen, denkst du, du bist in den schottischen Highlands gelandet, anstatt auf der warmen Insel Madeira.

Die Hochebene liegt auf 1400 bis 1500 Metern. Der höchste Punkt am Ostrand ist die Bica da Cana. Am Nordrand befindet sich der Pico Ruivo. Er bildet auch die höchste Erhebung der Hochmoorlandschaft. Im Osten siehst du Basaltdecken. Das ganze Gebiet ist durchzogen von Levadas und Wasserfällen.

20. Ausflug Insel Ilhas Desertas

Die Ilhas Desertas sind drei kleine Inseln direkt in der Nähe von Madeira. Mit dem Schiff kannst du Ausflüge auf die Insel von Madeira aus machen. Sie gelten als eine weitere Top-Sehenswürdigkeit. Auf der größten Insel, sie heißt Deserta Grande, liegt eine biologische Forschungsstation. Bei einem geführten Ausflug kannst du den Lehrpfad der Forschungsstation besuchen. Auf Schautafeln erfährst du viel über die Flora und Fauna auf der Deserta Grande.

Die Ilhas Desertas stehen seit 1990 unter Naturschutz, seit 1995 sind sie ein Naturreservat. Auf den Ilhas Desertas kannst du die seltenen Mittelmeer-Mönchsrobben sehen. Hier leben 25 Stück der bedrohten Tierart. Insgesamt gibt es nur noch 350 Exemplare weltweit.

Ein Segelausflug auf die Ilhas Desertas kostet 80 Euro pro Person bei einem Anbieter. Mehr erfährst du auf der Website.

Die schönsten Wanderungen auf Madeira

Wer nach Madeira kommt, sollte die Wanderschuhe einpacken. Unzählige Levadawanderungen aller Schwierigkeitsstufen lassen keine Langeweile aufkommen. Auch wer alpine Touren bevorzugt, kommt auf seine Kosten. Mit 1862 Metern ist Madeiras höchster Berg Pico Ruivo kein kleines Hügelchen. Und auch die umliegenden Gipfel sorgen für Spannung.

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Wandern auf Madeira
Wandern auf Madeira

Essen auf Madeira

Fans von Fischgerichten werden von Madeira schwärmen. Die Spezialität ist schwarzer Degenfisch mit gebratener Banane. Was sich erst einmal ungewöhnlich anhört, ist wirklich sehr lecker.

Vegetarier oder gar Veganer haben es in den Restaurants der Blumeninsel schwer. Fisch und Fleisch stehen auf der Karte, vegetarische Gerichte sucht man oft vergebens. Allerdings gibt es natürlich auch auf Madeira Pizzerien, die etwa Spaghetti Napoli anbieten und auch in den guten Hotels dürfte es kein Problem sein, sich fleischlos zu ernähren.

super leckere Tapas auf Madeira
super leckere Tapas auf Madeira

Flüge und Preise

Um dem Winter in Deutschland zu entfliehen, fliegst du nur rund vier Stunden. Auch die Preise sind überschaubar. Mit etwas Glück bekommst du einen Flug in der Nebensaison für gut 200 Euro. Auch die Mieten der Ferienhäuser sind in der Nebensaison günstig.

Das gleiche gilt für den Mietwagen. Günstige Mietwagen findest du etwa bei MietwagenCheck. Mit allem Drum und Dran – Flug, eine gute Unterkunft, Auto, Sprit und Verpflegung – zahlt man als Paar für eine Woche Madeira ab rund 1200 Euro. Pauschalangebote können mitunter noch etwas günstiger sein. Deine Reise zu den schönsten Sehenswürdigkeiten ist damit gesichert.

Sonne, Strand und Meer auf Madeira

Wenn du lange weiße Sandstrände suchst, bist du auf Madeira definitiv falsch. Der Zugang zum Meer ist wegen der schroffen Steilküsten nur an relativ wenigen Stellen möglich und auch hier sind es zumeist Steinstrände. Es gibt inzwischen auch Sandstrände, das ist aber kein Vergleich etwa zu den Balearen oder anderen Inseln. Wer nur ins kühle Nass springen will, dem reicht vielleicht eines der vielen künstlich angelegten Badebecken an der Küste.

Abgefahrener Lavastrand auf Madeira
Abgefahrener Lavastrand auf Madeira

Nachtleben

Wer Ballermann will, sollte auch zum Ballermann buchen. Eine Partymeile wie sie Mallorca oder Ibiza zu bieten haben, wirst du auf Madeira nicht finden. Das heißt aber nicht, dass das Nachtleben langweilig ist. Gerade in Funchal gibt es sehr angesagte Clubs. Weitere Orte für Nachtschwärmer sind Porto Santo und Câmera de Lobos.

Ich hoffe mein Rundgang über die wunderschöne Insel Madeira mit den einzigartigen Sehenswürdigkeiten hat dir gefallen. Die Insel ist absolut vielfältig und perfekt für Aktiv-Urlauber, Touristen, Wanderer und Entdecker.

Beste Reisezeit für Madeira

Sonnenuntergang Cape Garajau
Sonnenuntergang am Cape Garajau

Madeira ist immer eine Reise wert. So viel vorweg. Ich empfehle dir die Insel im Dezember. Da ist weniger los, das Klima ist herrlich mild (13 bis 20 Grad) und die Natur wunderschön grün. Selbst die Wassertemperatur liegt noch bei knapp 20 Grad. Die Winterjacke kannst du getrost zuhause lassen.

Wichtig: in den Bergen kann es natürlich kälter werden. Hier ist eine dünne Daunenjack oder Kunstdaune von Vorteil.

Im Januar, Februar hat es durschnittlich 19 Grad, im August und September etwa 26 Grad. Wenn du Bruthitze suchst, bist du auf dieser Insel falsch. Jedoch bedeuten milde Temperaturen, dass du das ganze Jahr über super wandern kannst.

Der Norden der Insel ist gerne regnerisch, der Süden dagegen subtropisch.

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4 Kommentare

  • - Achim

    Ach was für schöne Fotos und gute Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten! Wir sind Wiederholungstäter und fliegen in drei Wochen das fünfte Mal nach Madeira. Was mit einer Empfehlung von Freunden begann ist inzwischen auch aufgrund von Corona zu einer Liebe geworden!
    Die Vielfältigkeit der Natur, freundliche und entspannte Menschen, ein schönes Hotel in Ponta do Sol und einige lockere Freundschaften, die sich dort ergeben haben, haben diese Insel zu einen besonderen Sehnsuchtsort werden lassen.
    Eigentlich sollte man diesen Tipp für sich behalten ………….

  • - Birgit Westermann

    Danke für diesen sehr schönen ausführlichen Beitrag und die tollen Fotos! Wir waren im Jahr ’19 im August und jetzt im letzten Dezember auf der Insel. Es war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Auf dem Skywalk nur eine Handvoll Besucher, während man im vorvergangenen Jahr sich dort fast auf die Zehen getreten hat bei der Jagd auf die spektakulären Ausblicke. Unsere Wandergruppe zum Adlerfelsen entlang einer Levada bestand neben unserer Guide auch nur aus uns 2 und einer weiteren Wanderin. Die Reise war sehr schön – bestimmt nicht die letzte dorthin-, auch wenn wegen stürmischen Winden der geplante Ausflug auf die Ilhas Desertas abgesagt wurde. Und zwei Abende und einen Tag mussten wir im Hotelzimmer bleiben, bis für beide das negative Testergebnis per Madeira Safe – App eintraf. Aber bei tollem Ausblick auf Funchal und Meer ließ sich das auf dem Balkon gut aushalten.
    (Die Mahlzeiten wurden auf unser Zimmer gebracht). Wenige Tage nach unserer Rückkehr nach Deutschland wurde Madeira nun leider auch zum Risikogebiet erklärt, alle wirklich vorbildlichen Test- und Schutzmaßnahmen haben es leider nicht verhindert, dass die Zahlen dort auch stark gestiegen sind. Wir wünschen dieser schönen Insel und ihren freundlichen Menschen von ganzem Herzen, dass sie es bald schaffen werden.
    Birgit und Manu

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