Tipps für deine Fahrt zum Alstrom Point
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Alstrom Point: einer der schönsten Orte im Südwesten der USA

Bist du auf der Suche nach einem echten Geheimtipp auf deiner Rundreise durch den Südwesten der USA? Der Alstrom Point in der Nähe von Page (Arizona) ist genau das: ein echter Geheimtipp abseits der bekannten Touristenziele.

Vom Alstrom Point, der übrigens in Utah in der Glen Canyon National Recreation Area liegt, hast du einen einmaligen Fernblick über den Lake Powell. Wir würden sogar sagen: der Alstrom Point ist einer der schönsten Orte im gesamten Südwesten der USA.

Aktualisiert am 07.05.2022

Das musst du über den Alstrom Point wissen

Alstrom Point am Abend
Der Sonnenuntergang am Alstrom Point ist ein unvergessliches Erlebnis – die lange Anfahrt lohnt sich also

Und an dem tollen Aussichtspunkt ist bei Weitem nicht so voll wie an anderen Top-Sehenswürdigkeiten rund um Page wie etwa der Antelope Canyon. Warum? Weil es die Anfahrt in sich hat! Deshalb hast du hast gute Chancen, am Abend ganz alleine am Alstrom Point zu stehen und die einmalige Landschaft zu genießen.

Wir waren bereits drei Mal am Alstrom Point und haben dort bisher keine Menschenseele getroffen. Nur einmal kam uns auf dem Rückweg ein aufgemotzter Jeep entgegen. Ein paar Touristen, die sich am Morgen von einem Fahrer zum Alstrom Point chauffieren ließen.

Die Anfahrt zum Alstrom Point

Wie kommst du zum Alstrom Point (Google Maps)? Rund 17 Meilen nordwestlich von Page geht vom Highway 89 in dem kleinen Ort Big Water (Google Maps) gegenüber dem Visitor Center die Straße zum Alstrom Point ab. Auf dieser Straße nimmst du die zweite Abfahrt auf die Smoky Mountain Road (NP 230). Vergiss nicht, den Meilenzähler auf null zu stellen. Wenn du nun bald ein ausgetrocknetes Flussbett passierst, bist du richtig. Wie bei jedem Wash solltest du darauf achten, dass nicht gerade eine Flashflood angerauscht kommt.

Flussbett
Kurz nach Big Water geht’s zunächst durch dieses Flussbett. Achte unbedingt auf Sturzfluten, die in sekundenschnelle heranpreschen

Los geht’s auf der NP 230

Die nächsten 14 Meilen auf der NP 230 sind bei guten Bedingungen mit jedem normalen Pkw ohne Schwierigkeiten zu bewältigen. Das Problem: Bis zum Alstrom Point sind es gut 24 Meilen. Die Schotterpiste ist zwar staubig, aber breit und gut zu fahren.

Das gilt aber nur, solange es nicht stark regnet. Gerätst du hier in ein Unwetter, sitzt du mitunter tagelang fest. Deshalb solltest du dich nur mit einer prall gefüllten Vorratskammer mit ausreichend Wasser für mehrere Tage zum Alstrom Point wagen – und vor deiner Fahrt zum Alstrom Point den Wetterbericht genau checken.

Badlands
Auf dem Weg zum Alstrom Point fährst du duch eine wundervoll schroffe Landschaft
Blick aus dem Auto im Sandsturm
Es kann durchaus staubig werden, wenn Wind aufkommt

Der erste Abzweig bei Meile 12,7

Nach 12,7 Meilen fährst du an einem Schild rechts in Richtung Smoky Mountain Road und Grand Bench ab.

Wegweiser in Richtung Smoky Mountain Road und Grand Bench
Nach 12,7 Meilen biegst du in Richtung Smoky Mountain Road und Grand Bench ab

Nach einer weiteren Meile (13,7 Meilen auf dem Tacho) kommt ein weiterer Wegweiser – hier biegst du wieder rechts ab in Richtung Croton Road. Du bis jetzt noch immer auf der NP 230.

Wegweiser in Richtung Croton Road
Hier fährst du rechts in Richtung Croton Road

Moon Butte bei Meile 17

Von nun an wird die Strecke rauer und du wirst ordentlich durchgeschüttelt. Dafür entschädigt die großartige Landschaft – die Strecke führt durch wirklich sehenswerte Badlands. Achte auf spitze Steine, die deine Reifen aufschlitzen können.

Ein absolutes Highlight ist der Moon Butte bei Meile 17, den du schon aus der Ferne siehst. Hier lohnt es sich definitiv Halt zu machen und die Gegend zu erkunden. Der Moon Butte ist auch für sich ein tolles Fotomotiv, insbesondere am Morgen und am Abend.

Moon Butte
Der Moon Butte liegt auf dem Weg zum Alstrom Point
Moon Butte
Es lohnt sich, hier am Abend oder am Morgen vorbeizuschauen
Moon Butte
Für Fotografen ist das Gebiet ein Eldorado

Beim Moon Butte erreichst du auch eine Gabelung (Meile 17) – hier hältst du dich links und bleibst weiter auf der NP 230.

Du könntest auch rechts auf die NP 264 abbiegen, die später wieder auf deine Route führt. Die NP 264 ist aber deutlich schroffer als die Route, die wir empfehlen. Wenn du einen richtigen Geländewagen mit Geländebereifung hast, könntest du hier aber etwas abkürzen. Durch die vielen ausgetrockneten Flussbette (bei Regen ist diese Variante obsolet), die du auf dieser Strecke passierst, wirst du aber kaum schneller unterwegs sein.

Der letzte Abzweig zum Alstrom Point

Du hast dich also links gehalten und bist bleibst auf der NP 230. Bei Meile 17,9 erreichst du ein Schild mit dem Hinweis Alstrom Point – fünf Meilen. Hier biegst du rechts ab und folgst der Schotterpiste (Romana Mesard), die alsbald in eine schmale Sandpiste übergeht. Aber keine Sorge, der Sand ist an keiner Stelle so tief, dass du dich festfahren kannst. Allerdings wird es bei Gegenverkehr (haben wir aber noch nie erlebt) sehr eng.

Wegweiser zum Alstrom Point
Jetzt sind es noch fünf Meilen zum Alstrom Point
Sandige Straße
Dieses sandige Stück der Strecke ist absolut unproblematisch

Die Schlüsselstelle

Etwa zwei Meilen vor dem Alstrom Point wird die Strecke sehr steinig und du erreichst ein riesiges Felsplateau. Wenn du kein Fahrzeug mit Allradantrieb hast, stellst du dein Auto hier ab und wanderst das letzte Stück.

Das Problem ist ein kurzes, aber steiles Stück, das ohne Allradantrieb nicht zu schaffen ist. Auch mit einem normalen SUV wirst du die große Probleme haben. Mit einem Nissan Pathfinder mit Allradantrieb und Geländeuntersetzung war dieses Stück ein Kinderspiel. Mit einem Kia Sorento AWD haben wir die berüchtigte Stufe trotz unzähliger Versuche nicht geschafft. Bis zur Hälfte schafft es das Fahrzeug, dann drehen die Räder trotz AWD durch. Keine Chance! Inzwischen gibt es eine Umfahrung. Diese ist aber auch nur mit einem guten Allradfahrzeug zu schaffen.

Blick auf die Gusight Bay
Der Blick auf die Gusight Bay. Hier geht’s für Autos ohne Allrad nicht mehr weiter. Macht aber auch nix bei dem Ausblick, oder?

Ich zitiere einmal aus meinen Aufzeichnungen: „Das große Problem an dieser Stelle ist ein recht kurzer, aber steiler sandiger Hang. Auch in den USA haben viele SUV mittlerweile nur noch einen „soften“ Allradantrieb, der nicht fürs Gelände gemacht ist. Hier werden zwar auch alle vier Räder angetrieben – sobald eines durchdreht, steckst du aber fest. Und genau das passiert uns. Wir merken schnell, dass wir mit unserem AWD-Fahrzeug nicht mehr weiterkommen.“

Schlüsselstelle auf dem Weg zum Alstrom Point
Das ist die berüchtigte Schlüsselstelle zum Alstrom Point
SUV in der Wüste
Die Schlüsselstelle von oben aus gesehen. Am Rande der Piste kannst du parken und die letzten zwei Meilen laufen. Mit dem Chevrolet Equinox AWD ist das eigentlich nicht zu schaffen. Nach etwa 20 Anläufen hat es dann auf der Umfahrung mit viel Glück aber doch geklappt

Die letzten zwei Meilen haben es in sich

Auto auf Felsplatten
Auf den letzten zwei Meilen geht es nur noch über Felsplatten

Von der Schlüsselstelle läufst du etwa 45 Minuten zum Alstrom Point. Mit dem Auto bist du aber auch nicht sehr viel schneller. Jetzt wird die Strecke nämlich richtig übel.

Ein Weg ist kaum noch zu erkennen und die Felsplatten sind für Straßen-SUV grenzwertig. Man muss immer wieder aussteigen (ideal ist, wenn man einen Beifahrer hat) und die optimale Spur suchen, um nicht mit dem Unterboden aufzusetzen.

Endlich am Alstrom Point

Je nach Bedingungen und Fahrweise brauchst du für die gut 24 Meilen lange Strecke zum Alstrom Point ab Big Water gerechnet eineinhalb bis zwei Stunden. Die lange und beschwerliche Anfahrt lohnt sich aber! Vor dir liegt der Lake Powell und du blickst auf die Gunsight Bay mit der Gunsight Butte. Besonders lohnenswert ist der Alstrom Point am Morgen zum Sonnenaufgang und am Abend zum Sonnenuntergang.

Unser Tipp: übernachte am Alstrom Point

Camping am Alstrom Point
Camping am Alstrom Point – ein unvergessliches Erlebnis, selbst wenn man nur im Auto schläft

Die Strecke würden wir bei Dunkelheit unter keinen Umständen fahren, zumindest nicht die letzten zwei Meilen zum Alstrom Point. In der Nacht wirst du dich ohne Ortskenntnis gnadenlos verfahren oder dein Mietauto an einem der vielen Steine demolieren. Die bessere Variante ist, am Nachmittag anzukommen, den Sonnenuntergang zu genießen, am Alstrom Point zu übernachten und am Morgen den Sonnenaufgang anzuschauen.

Um am Alstrom Point zu übernachten, brauchst du übrigens kein Permit. Du kannst dir einfach einen tollen Platz suchen und dein Lager aufbauen. Außer grandioser Natur gibt es hier aber nichts, keine Toiletten, keine Mülleimer und auch keine Campingtische. Wenn du abreist, nimm bitte deinen ganzen Müll wieder mit! Der nächste größere Ort ist übrigens Page. Wenn du auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit in Page bist, schau doch mal auf Booking.com*.

Hinweis: Drohnen sind auf dem Gebiet der Glen Canyon National Recreation Area übrigens verboten.

Die Gunsight Butte
Der Gunsight Butte im Licht der untergehenden Sonne

Das kostet der Eintritt zum Alstrom Point

Auch wenn es kein Kassenhäuschen gibt: die Nutzung der Glen Canyon National Recreation Area ist kostenpflichtig. Du bekommst den 7-Tages-Pass für 30 Dollar im Carl Hayden Visitor Center am Glen Canyon Damm bei Page (Website).

Wenn du mehrere Nationalparks in den USA besuchst, solltest du den „America the Beautiful„-Pass für 80 Dollar (Stand 2021; Website) kaufen (gültig ein Jahr für alle Nationalparks). Der Pass ist auch für die Glen Canyon National Recreation Area gültig und du musst dich um nichts weiter kümmern.

Welches Auto du für die Strecke zum Astrom Point brauchst

Nissan Pathfinder
Der Nissan Pathfinder mit Geländeuntersetzung hat keinerlei Probleme auf der Strecke. Schwachstelle sind einzig die Straßenreifen

Wir waren bisher drei Mal am Alstrom Point. Daher wissen wir inzwischen recht gut, mit welchen Autos man die Strecke zum Alstrom Point schafft. Ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit ist absolute Pflicht (high clearance). Ohne brauchst du die Strecke überhaupt nicht angehen.

Bei guten Straßenbedingungen kommst du mit einem SUV ohne Allrad ohne größere Probleme bis zu dem großen Felsplateau etwa zwei Meilen vor dem Alstrom Point. Für die letzten zwei Meilen ist definitiv ein Fahrzeug mit Allradantrieb nötig. Fahrzeuge mit Geländeuntersetzung meistern das Stück ohne Probleme. SUVs mit softem Allrad (AWD) packen die Schlüsselstelle in der Regel nicht.

Einmal wollten wir es aber wissen und haben große Steine zur Entschärfung der Schlüsselstelle aufgeschüttet. Nach unzähligen Versuchen und einer qualmenden Kupplung hatte auch das geklappt – zu empfehlen ist das aber nicht.

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