Observation Point Wanderung (Zion Nationalpark/ Utah)

Wanderung zum Observation Point

Eine der beliebtesten Wanderungen im Zion Nationalpark

Der Zion Nationalpark in Utah gehört zu den beliebtesten Reisezielen im Südwesten der USA (hier findest du übrigens unsere → Top-Sehenswürdigkeiten in Utah). Im Sommer sind die Campingplätze oft schon Monate im Voraus ausgebucht, speziell an den Wochenenden. Aber selbst im November – zu unserer Reisezeit – war es nicht mehr möglich, spontan einen Campground im Zion Nationalpark zu bekommen. Der Nationalpark lockt mit grandioser Landschaft und tollen Wanderungen für Einstiger bis hin zu schweren Kletterrouten für Profis. Zu den beliebtesten Touren im Zion gehören die Wanderung durch die  → Narrows, auf Angels Landing (zu unserer → Wanderung 2013 und unserer → Wanderung 2018), zur  → Subway und natürlich hinauf zum Observation Point durch den Echo Canyon. Dieser Aussichtspunkt bietet einen grandiosen Ausblick in den Canyon und auf Angels Landing.  Mit 12,9 Kilometern und 655 Höhenmetern ist die Wanderung auf den Observation Point als mittelschwer einzuordnen. Der Wanderweg ist überall bestens ausgebaut. Festes Schuhwerk (gemeint sind → Wanderschuhe, keine Sneaker) ist aber trotzdem dringend anzuraten, zumal es im oberen Teil der Tour mitunter neben dem Weg senkrecht in die Tiefe geht. Wer Höhenangst hat, könnte hier durchaus Probleme bekommen.

Das Video zur Wanderung auf den Observation Point

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Shuttle-Bus im Zion Nationalpark

Damit der Zion Nationalpark nicht im völligen Verkehrschaos versinkt, wurde im Jahr 2000 ein Shuttlebussystem eingerichtet. Bis dahin gab es angesichts der gerade einmal 450 Parkplätze damals und der bis zu 5000 Fahrzeuge im Park täglich regelmäßig lange Staus und frustrierte Besucher. Früh ankommen lohnt sich trotzdem. Ganz besonders an den Wochenenden im Sommer. Heute gibt es zwar ausreichend Parkplätze am Westeingang bei Springdale, aber auch hier wird es ab Vormittag proppenvoll. Dann muss man sein Auto außerhalb des Parks parken und mit einem zweiten Shuttle in den Park fahren. Die Parkplätze außerhalb des Nationalparks in Springdale sind übrigens kostenpflichtig, die Parkplätze im Park sind im Eintritt inbegriffen. Wer ein paar Nationalparks in den USA besucht, sollte ohnehin den “America the Beautiful“-Pass für 80 Dollar kaufen (gültig ein Jahr für alle Nationalparks; → mehr Infos). Alleine der Eintritt in den Zion Nationalpark kostet nämlich schon 35 Dollar (gültig für sieben Tage).

Shuttlebus Zion Nationalpark

Der Shuttlebus bringt uns am Morgen zum Trailhead der Wanderung auf den Observation Point

Wanderkarten, Reiseführer und Wissenswertes zur Region

Start der Wanderung an der Haltestelle “Weeping Rock”

Die Wanderung hinauf zum Observation Point startet an der Bushaltestelle “Weeping Rock”. Zunächst laufen wir über eine Brücke und folgen dann dem Wegweiser in Richtung Observation Point. Schnell geht’s auf dem East Rim Trail recht steil bergauf. Der Ausblick ist jetzt schon einfach grandios. Wir laufen den gut ausgebauten Weg in zahlreichen Serpentinen immer weiter nach oben. Die Felsen sind farbig und das Laub der Bäume ist herrlich bunt. Der Weg führt weiter nach oben und der Blick in den Zion Canyon hinein wird immer spektakulärer. Uns gegenüber sehen wir immer Angels Landing, den wir heute von der Höhe her aber bei Weitem übertreffen werden. Hier könnte man übrigens auch einen Abstecher in den Hidden Canyon machen – der war im November 2018 nach einem Erdrutsch im Sommer aber nach wie vor gesperrt.

Wegweiser

Hier geht’s jetzt los

Schild über Geschichte im Zion Nationalpark

Bevor wir uns auf den Weg machen, gibt’s noch ein wenig Geschichte zum Zion Nationalpark

Blick auf Angels Landing

Wir gewinnen schnell an Höhe und genießen die Aussicht auf Angels Landing

Wanderweg zwischen bunten Bäumen

Es ist Mitte November und die Bäume leuchten noch in den schönsten Herbstfarben

Blick auf Wanderweg

Blick zurück auf den ersten Aufstieg. Hier erkennt man auch gut den Abzweig in den (im November 2018 gesperrten) Hidden Canyon

Baum in Felswand

Es ist faszinierend: Die Natur findet immer Mittel und Wege zu überleben

Der Echo Canyon

Vor uns baut sich eine riesige Felswand auf. Nach einer knappen Stunde erreichen wir den Echo Canyon. Die Felsen sehen aus wie eine zu Stein gewordene Welle. Die Farben wechseln von orange zu grün und wieder zurück. Die Linienführung ist hier wirklich etwas Besonderes. Wir sind jedes Mal wieder erstaunt, wie schön die Natur ist. Es lohnt sich, ein Stück in den Slotcanyon hineinzulaufen. Weit kommt man nicht, die Formen und Farben hier sind aber völlig abgefahren. Der eigentliche Wanderweg führt weiter oben durch einen halboffenen Tunnel. Rechts können wir in den engen Slotcanyon blicken. Aber Vorsicht: hier sollte man nicht hinein fallen, es geht sicher zehn Meter oder mehr senkrecht in die Tiefe.

Echo Canyyon

Der Echo Canyon. Hier geht’s aber bald nicht mehr weiter. Der kurze Abestcher lohnt sich aber, um ein paar tolle Fotos zu machen

Tunnel im Echo Canyon

Der Wanderweg führt über dem Slotcanyon durch diesen halboffenen Tunnel

Spalte im Echo Canyon

Hier geht’s steil runter

Bloß keine Höhenangst

Der Wanderweg führt uns wieder aus dem Echo Canyon hinaus und weiter bergauf. Hier hat man nochmal einen tollen Blick in den Canyon hinein. Kurz nach dem Canyon “verlassen” wir den East Rim Trail (der zweigt einfach nach rechts ab). Der Weg hinauf zum Observation Point heißt ab jetzt East Mesa Trail. Wir wandern zahlreiche Serpentinen nach oben. Der Weg selbst ist nach wie vor gut ausgebaut. Wäre da nicht eine kurze Stelle weit am Anfang, man könnte den Weg fast mit dem Kinderwagen laufen. Wer keine Höhenangst hat, wird hier keine Probleme haben. Festes Schuhwerk ist aber trotzdem Pflicht. Der Weg ist zwar nicht besonders herausfordernd, stellenweise geht es direkt neben dem Weg aber senkrecht in die Tiefe. Je höher wir kommen, desto mehr bietet sich uns ein grandioser 360-Grad-Blick.

Baum in Felswand

Wir sind begeistert von der Landschaft

Wanderweg zum Observation Point

Der Wanderweg ist zwar bestens ausgebaut. Höhenangst sollte man aber nicht haben. Mitunter geht es neben dem Weg steil in die Tiefe

Aussicht

Diese Aussicht begleitet uns eine ganze Weile

Blick vom Obervation Point

In der Ferne sehen wir schon unser Ziel: den Observation Point. Der Weg führt uns jetzt mehr oder weniger eben an dem steilen Kliff entlang. Kurz vor dem Ziel gibt es noch einen Wegweiser. Hier kommt man übrigens an, wenn man östlich (außerhalb des Zion Nationalparks) startet und über den East Mesa Trail (von Osten her) zum Observation Point wandert (mehr Infos unten). Die Tour über den East Mesa Trail von Osten her ist deutlich einfacher, weil es kaum Anstiege und auch keine tiefen Abgründe gibt. Allerdings ist die Wanderung durch den Echo Canyon zum Observation Point um ein Vielfaches schöner.

Weit ist es nun nicht mehr. Noch ein paar Minuten durch den Wald, dann sind wir auch schon am Ende des Plateaus angekommen. Am Observation Point sitzen schon zahlreiche Wanderer in der Sonne und genießen den tollen Blick in den Zion Canyon und auf Angels Landing. Die Wanderung ist wirklich eine der schönsten im Zion Nationalpark – wir können die Tour nur jedem empfehlen.

Wanderin auf Wanderweg

Biggi schreitet flott voran. In der Ferne sehen wir schon unser Ziel: den Observation Point (direkt über den roten Linien im Fels)

Blick vom Observation Point

Geschafft! Am Observation Point machen wir erst einmal Pause und genießen den Ausblick

Blick in den Zion Canyon

Unter uns liegt der Zion Canyon. Rechts sieht man Angels Landing

Das musst du über die Wanderung auf den Observation Point wissen

Mit 12,9 Kilometern und 655 Höhenmetern (gemeint ist die gesamte Rundtour) ist die Wanderung auf den Observation Point als mittelschwer einzuordnen. Der Wanderweg ist stets gut ausgebaut und in der Regel sogar betoniert. Nur im oberen flachen Bereich läuft man ein wenig über Sand. Gute Wanderschuhe und vor allem ausreichend Wasser, eine Mütze und Sonnenschutz – speziell in den Sommermonaten – sind auf der Tour trotzdem Pflicht. Nach dem Echo Canyon ist der Weg zum Teil ausgesetzt. Heißt: Direkt neben dem etwa einen bis eineinhalb Meter breiten Wanderweg geht es mehr oder weniger senkrecht in die Tiefe. Wer aber keine Höhenangst hat, dürfte hier keine Probleme haben. Die Wanderung ist vom ersten Meter an eine echte Genusstour. Die Aussicht auf der Route ist grandios. Der Blick vom Observation Point auf Angels Landing und in den Zion Canyon sind das i-Tüpfelchen.

Tourdaten

Gesamtweglänge: 12,9 Kilometer
Höhenmeter: 655 Meter
Zeitbedarf: 3:30 bis 4:30 Stunden plus Pausen

Die GPS-Daten zum Download

Du kannst die GPS-Daten hier auch downloaden. Entweder über das blaue Weltsymbol rechts oben (Kml-Datei) oder direkt über den Track auf der Karte (Gpx-Datei).



Die Alternative: Wanderung über den East Mesa Trail (Start im Osten) zum Observation Point

Wenn du dir die Wanderung von der Haltestelle “Weeping Rock” durch den Echo Canyon nicht zutraust, kannst zu trotzdem zum Observation Point kommen. Die Alternative ist, im Osten zu starten und nach Westen über den East Mesa Trail zu wandern. Die Strecke ist kürzer und es sind auch kaum Höhenmeter zu überwinden. Der Wanderweg führt gemütlich durch den Wald und steigt nur langsam an. Bis zum Observation Point sind es rund fünf Kilometer (einfach), nur das letzte Stück ist etwas steiler. Wie kommt man hin? Vom Highway 9 (noch vor dem Osteingang in den Zion Nationalpark) biegt man auf eine Schotterpiste ab, die zunächst zur Ponderosa Ranch führt. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz und dem Trailhead vom East Mesa Trail (GPS: N 37 17.793, W 112 54.069 → Google Maps). Die Straße ist bei Trockenheit problemlos zu befahren – bei starkem Regen könnte sich das aber ändern. Hier findest du einen ausführlichen Bericht zur → Wanderung zum Observation Point über den East Rim Trail.

Wanderkarten, Reiseführer und Wissenswertes zur Region

Deine Meinung ist uns wichtig

Bist du auch schon zum Observation Point gewandert? Wie hat dir die Tour gefallen? Konntest du die Aussicht auch so genießen wie wir? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns!

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