Kalymnos auf einen Blick: Fakten, Anreise & Tipps
Lage: Kalymnos liegt im Dodekanes, rund 14 km westlich von Kos.
Must-See: Skopelos-Stadt (Chora) · Agios Ioannis Kastri (Mamma-Mia-Kapelle) · Glossa · Strände Kastani, Panormos, Hovolo · Klöster am Berg Palouki
Zeitbedarf: Auf Kalymnos gibt es sehr viel zu sehen. Ich empfehle einen Mindestaufenthalt von einer Woche.
Fortbewegung: Motorroller ist die bessere Alternativ zum Mietwagen. Busse ab Pothia unregelmäßig, wahlweise Taxi-Charter.
Anreise: Flug nach Kos, Fähre ab Mastichari nach Kalymnos (45 Min., ca. 10 Euro).
Beste Reisezeit: Mai/Juni sowie September/Oktober für Ferien. Wanderer und Kletterer finden fast ganzjährige Top-Bedingungen vor
Für wen: Kletterer, Naturliebhaber und Fans des echten Griechenlands.
1. Pothia – Die quirlige Hauptstadt von Kalymnos

Keine Frage, in Pothia laufen alle Fäden zusammen. Die quirlige Inselhauptstadt mit ihren rund 7.500 Einwohnern ist das wirtschaftliche und gesellschaftliche Herzstück von Kalymnos. Am weitläufigen Hafen, dem Eingangstor zur Insel, herrscht fast rund um die Uhr Betrieb. Entsprechend lebendig geht es an den langen Uferpromenaden zu, inmitten von unzähligen Booten, Geschäften und vor allem Cafés und Tavernen. Da Pothia der zentrale Fähranleger ist, brauchst du hier kein Auto, alle wichtigen Ziele erreichst du zu Fuß.
Wer etwas tiefer in die weitverzweigten Straßen vordringt, der spürt, weshalb der Ort eine zentrale Rolle im Leben der Einheimischen einnimmt. Hier findest du eine Reihe von historischen Sehenswürdigkeiten wie das Archäologische Museum (Google Maps) im Stadtteil Agia Triadha, das im Herzen von Pothia liegt, etwa 1,5 Kilometer vom Hafen entfernt. Highlight der Sammlung ist eine Bronzestatue aus hellenistischer Zeit, die einen weiblichen Körper mit Tunika zeigt und 1995 aus dem Meer vor Kalymnos geborgen wurde, nachdem sie sich im Netz eines Fischers verfangen hatte.
Geöffnet hat das Museum ganzjährig von 08:30 bis 15:30 Uhr, dienstags geschlossen, Eintritt 5 Euro. Ebenso spannend: das Nautische Museum (Google Maps), welches die Bedeutung der Schwammtaucherei für die Insel dokumentiert. Nicht zu vergessen, die beeindruckende Kathedrale von Agios Nikolaos (Google Maps) mit ihren detailreichen Fresken und Ikonen.
Bei deinem Spaziergang durch die Stadt stößt du vielerorts auf Schwämme, einer vormals wichtigen Einnahmequelle auf Kalymnos. Vor allem aber gewinnst du einen Einblick in das tägliche Leben und die lebhafte Atmosphäre einer Insel, die von der Reisebranche bis heute nahezu ignoriert wird. Hier sprudelt das echte griechische Leben, ganz ohne Kulisse für Touristen.
LESETIPP: Lust auf Inselhopping? Kalymnos lässt sich perfekt mit einem Besuch der benachbarten Eilande Lipsi, Patmos und Leros verbinden.
2. Kantouni Bay – Der schönste Strand von Kalymnos

Auf der Insel Kalymnos gibt es viel zu entdecken, keine Frage. Dazu zählen natürlich auch die reizvollen Strände, die nicht immer ganz leicht aufzufinden sind. Auch die Bucht von Kantouni (Google Maps) wird im wahrsten Sinne des Wortes manchmal links liegen gelassen. Vor allem aus Richtung Pothia kommend verpasst man leicht den Abzweig am Dorfplatz von Elies. Wer den Blinker aber rechtzeitig nach links setzt, der darf sich auf ein echtes Beach-Highlight freuen.
Der Strand liegt rund 5 Kilometer nordwestlich von Pothia, in fußläufiger Entfernung zum Dorf Panormos. Mit dem Auto oder Roller bist du von der Hauptstadt aus in gut 10 Minuten dort. Wer lieber ohne Mietwagen unterwegs ist: Lokale Busse verbinden Pothia täglich mit Kantouni.
Im von kleinen Hügeln durchzogenen Kantouni erwartet dich das authentische Griechenland mit einem lebendigen Dorfkern, kleinen Märkten und ganz viel Lokalkolorit. Hier findest du mit dem gleichnamigen Beach nicht nur den schönsten Strand der Insel. Die Bucht, die vom Patella-Felsen in zwei Strandabschnitte geteilt wird, verbindet wilde Felsformationen mit einem traditionellen Fischerdorf.
Beidseitig umrahmt von hohen Felsen tummeln sich vor allem Kalymnianer jeglichen Alters am schmalen Sandstreifen, der sich aufgrund seiner flach abfallenden Beschaffenheit auch hervorragend für Familien eignet.
In bester Lage mit Meerblick findest du gleich mehrere Bars und Tavernen, in denen du tagsüber die Seele baumeln lassen kannst und am Abend feinste griechische Küche genießt. Zu empfehlen sind hier der Beach Club Domus (Google Maps), die auf der Landspitze und bei Einheimischen beliebte Linaria sowie gleich nebenan liegende außergewöhnliche Kapadiko (Google Maps). Es wird von einem erfolgreichen Sternekoch betrieben, der nach seinen Jahren in Athen in seine Heimat zurückgekehrt ist. Ach ja, der Sonnenuntergang am Kantouni Beach soll der schönste auf der gesamten Insel sein. Eine der schönsten Plätze zum Sundowner ist das wunderschöne Sabbia (Google Maps). Die kleine Café-Bar und Lounge bietet Sitze direkt am Wasser und erinnert vom Ambiente ein wenig an die Südsee.
3. Inseltraum Telendos – Autofreie Trauminsel vor Kalymnos

Nur rund 10 Minuten, nachdem du am kleinen Anleger in Myrties (Google Maps) an der Westküste eines von mehreren Zubringerbooten bestiegen hast, bist du schon am Ziel: Herzlich willkommen auf Telendos (Google Maps)! Die kleine kegelförmige Insel ist ein Mikrokosmos für sich, mit gerade einmal 66 Einwohnern laut letzter Volkszählung. Keine Straßen, keine Autos, keine Hektik, nur das Nötigste zum Glücklichsein.
Praktisch für die Anreise: Die Boote nach Telendos legen tagsüber im Halbstundentakt ab, in der Hauptsaison von 08:00 bis Mitternacht. Eine einfache Fahrt kostet 2,50 Euro. Wer den letzten Kahn verpasst, muss sich keine Sorgen machen, viele Tavernen auf Telendos organisieren auf Zuruf ein eigenes Wassertaxi zurück nach Myrties. In Myrties selbst findest du direkt am Anleger kostenfreie Parkmöglichkeiten am Straßenrand, ein eigenes Auto brauchst du auf Telendos ohnehin nicht.
Rund um den kleinen Hafen findest du viele einladende Läden und Cafés, in denen sich schon am Morgen die Dorfbewohner treffen. Das besondere Flair von Telendos erlebst du während deines Spaziergangs entlang der Strandpromenade, immer vorbei an schattenspendenden Zypressen am Meer. Und natürlich solltest du einen Zwischenstopp in einer der familiengeführten Tavernen wie dem To Kapsouli (siehe „Die besten Restaurants auf Kalymnos“) oder dem Drop Anchor (Google Maps) entlang des Küstenpfades einplanen. Beim Menü mit fangfrischem Fisch, allerlei Meeresgetier und dem unverzichtbaren Ouzo saugst du das typische Telendos-Feeling auf.
Die kleine Insel hat aber noch viel mehr zu bieten. Beliebte Wände für Kletterer finden sich auf Telendos ebenso wie eine begrenzte Anzahl an schönen Apartments. Und da wäre ja noch der Hohlakas Beach (Google Maps), jene Bucht, die dir allabendlich einen stimmungsvollen Sonnenuntergang beschert. Nimm dir also Zeit für dieses kleine Inselparadies.
4. Emporios – Verstecktes Fischerdorf im Norden von Kalymnos

Wer sich vom Klettertreff Masouri aus nach Norden aufmacht, dem offenbart sich mit jedem zurückgelegten Kilometer die volle Pracht dieser von steilen Felsen geprägten Insel. Die Küstenstraße schlängelt sich über rund 15 Kilometer durch wilde Landschaft und hält nicht nur traumhafte Fotospots für dich bereit, sondern bringt dich auch mit den wahren Herrschern von Kalymnos zusammen: den Ziegen. Alle paar Kurven begegnest du ihnen, einzeln oder in Gruppen, stets neugierig und auf der Suche nach etwas Essbarem.
Praktisch für die Anreise: Von Pothia aus dauert die Fahrt nach Emporios (Google Maps) etwa 40 Minuten über rund 20 Kilometer, von Masouri aus bist du in gut 20 bis 25 Minuten dort. Der örtliche Bus verkehrt nur zweimal täglich, morgens hin und nachmittags zurück, für spontane Tagesausflüge empfiehlt sich daher eher ein Mietwagen oder Roller.
Direkt am Ortseingang findest du kostenfreie Parkplätze nahe der Strandpromenade. Ein Hinweis noch: In Emporios selbst gibt es keinen Geldautomaten, den nächsten findest du in Masouri.
Nach Ankunft in Emporios, dem ehemaligen Handelszentrum von Kalymnos, spürst du vom geschäftigen Treiben früherer Zeiten heute nur noch etwas an der Strandpromenade, wo Badegäste und Segler den kulinarischen Verlockungen der Tavernen erliegen.
Direkt hinter dem schmalen Sandstrand lädt eine mit Tamarisken gesäumte Promenade zum Bummeln ein. Enden wird dein Spaziergang mit ziemlicher Sicherheit an einer Strandbar, vermutlich mit den Füßen im Wasser und einer kühlen Erfrischung an den Lippen. Yamas, Emporios!
5. Bucht von Vathy

Diese Bucht ist ein Fest für die Augen. Mit ihrer schroffen Kulisse erinnert die Bay of Vathy an einen Fjord, wie man ihn eher in Norwegen ansiedelt. Steile Felswände begrenzen beidseitig das türkisblaue Wasser im Kanal, der sich tief ins Landesinnere bis zum Hafen von Rina (Google Maps) gräbt. Die umliegende Landschaft, geprägt von üppigen Zitrushainen und traditionellen Häusern, verleiht Vathy den Charme einer grünen Oase.
Praktisch für die Anreise: Vathy liegt rund 13 Kilometer nordöstlich von Pothia, mit dem Auto oder Roller bist du in etwa 20 Minuten über die kurvenreiche Küstenstraße dort. Kostenfreie Parkplätze findest du direkt am kleinen Hafen von Rina. Alternativ verkehren mehrmals täglich Linienbusse zwischen Pothia und Rina, und auch Ausflugsboote von Kos legen hier regelmäßig an. Wer es sportlich mag, wandert stattdessen den alten, gepflasterten „italienischen Weg“ von Pothia nach Vathy, ein historischer Schulweg über die Berge zwischen den beiden Tälern.
Am Ufer der Bucht versorgen zahlreiche kleine Tavernen und Obsthändler die ankommenden Ausflugsboote mit lokalen Spezialitäten. Außerdem warten hübsche Kapellen, frühbyzantinische Kirchen sowie mehrere Höhlen darauf, entdeckt zu werden, einige davon lassen sich nur per Kajak oder Boot erreichen.
Das Tal mit seinen grünen Obst- und Gemüsegärten, auch Mandarinental genannt, gilt als das landwirtschaftliche Zentrum der Insel.
6. Kloster Agios Savvas – Prachtbau auf dem Gipfel über Pothia

Obwohl erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und damit eines der neueren sakralen Bauwerke auf Kalymnos, besitzt das Kloster Agios Savvas (Google Maps) große Bedeutung im griechisch-orthodoxen Glauben. Das stattliche Gebäude mit seinen charakteristischen Natursteinwänden und der markanten roten Kuppel beherbergt im Inneren zahlreiche gut erhaltene Ikonen und Fresken.
Praktisch für den Besuch: Zu erreichen ist das Kloster entweder zu Fuß von Pothia aus, in etwa 40 Minuten bergauf, oder bequem per Roller beziehungsweise Auto in rund 10 Minuten. Direkt vor dem Klostertor stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, allerdings gilt eine angemessene Kleiderordnung: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, an der Pforte liegen bei Bedarf Tücher zum Ausleihen bereit. Wichtig für die Zeitplanung: Zwischen 13 und 16 Uhr bleiben die Pforten geschlossen.
Dank seiner Lage auf einem Hügel über der Hauptstadt bietet sich vom Kloster aus ein weiter Blick auf die umliegenden Inseln und das türkische Festland. Trotz freiem Eintritt kommt man oftmals in den Genuss einer spontanen Führung der dort ansässigen Nonnen, die gerne etwas über die Geschichte des Ordens erzählen.
7. Vlychadia – Doppelbucht mit Fischerei-Museum

Noch so ein Ort, den man am liebsten gar nicht mehr verlassen möchte. Der kleine Weiler Vlychadia (Google Maps) liegt etwa 5 bis 6 Kilometer südwestlich von Pothia und verfügt über zwei feinsandige Strandabschnitte, die flach ins Wasser fallen und zu fast jeder Zeit Ruhe und Entspannung bieten. Touristische Dienstleistungen gibt es hier nicht, dafür aber schattenspendende Bäume und kostenlose Sonnenbetten direkt am Strand.
Praktisch für die Anreise: Mit dem Auto oder Roller bist du von Pothia aus in rund 10 Minuten in Vlychadia, direkt am Strand stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Wer taucht, findet hier zudem ein bekanntes Tauchcenter, das Ausflüge zu den umliegenden Riffen anbietet.
In Vlychadia konzentrieren sich zudem gleich mehrere hochgelobte Tavernen: das Valsamidi Eirini & Popi (Google Maps), ehemals Sfouggaras, das Paradisio (Google Maps) sowie das Nautica by Valsamidis (Google Maps). Letzteres wird von Iannis und seiner Familie geführt. Nur wenige Meter vom Strand entfernt, direkt hinter der familieneigenen Taverne, betreibt sein Vater Stavros das sehenswerte Valsamidis Museum (Google Maps), in dem die Geschichte der heimischen Fischerei anhand von mehr als 17.000 Fundstücken aus über 60 Jahren Sammlertätigkeit greifbar wird. Der Eintritt kostet zwei Euro.
Extra-Tipp: Nur wenige Fahrminuten entfernt, nahe dem Kloster Agia Aikaterini, liegt die Kefalas-Höhle, auch als Höhle des Zeus bekannt. Auf über 1.000 Quadratmetern und sechs Kammern warten hier beeindruckende Stalaktiten und Stalagmiten.
8.Chorio – Die alte Hauptstadt von Kalymnos

Chorio (Google Maps), die erste Siedlung (Chora) und zugleich ehemalige Hauptstadt von Kalymnos, liegt etwa drei Kilometer vom Hafen von Pothia entfernt. Du erreichst den ehemaligen Hauptort, wenn du die Hauptstraße bergauf folgst. Baulich sind die beiden Orte längst miteinander verschmolzen. Immerhin leben heute noch rund 3.000 Menschen im alten Stadtteil, dessen Festung, einst mittelalterliches Zentrum von Kalymnos, noch heute zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Insel zählt.
Ihr Bau begann im 10. Jahrhundert durch die Byzantiner und wurde im späten 15. Jahrhundert von den Johannitern vollendet. Die Festung trägt heute die Namen Kastro Chrysocheria und Kastro Chorio (Google Maps) und liegt auf einem Hügel über dem Ort.
Praktisch für den Besuch: Der Zugang zur Festung ist frei und rund um die Uhr möglich, allerdings ohne offizielle Aufsicht und auf eigene Gefahr, die alten Steintreppen und Mauern sind teils unbefestigt. Rechne für den Aufstieg über die rund 200 Stufen mit festem Schuhwerk und etwas Kondition, der Rundumblick über das Tal bis hinunter zum Hafen von Pothia entschädigt aber für die Mühe.
Mit dem Auto oder Roller bist du von Pothia aus in knapp 10 Minuten in Chorio, am Ortseingang sowie nahe der Kirche stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Am besten besuchst du die Ruine am späten Nachmittag, wenn das Licht am schönsten auf die Steinmauern fällt und die Hitze nachlässt.
9. Masouri und Myrties: Das Klettertreff an der Westküste

Was Arco für den Gardasee ist, sind Masouri und Myrties (Google Maps) für Kalymnos: der unangefochtene Mittelpunkt der internationalen Kletterszene. Über 3.000 Sportkletterrouten verteilen sich mittlerweile auf mehr als 60 Sektoren rund um die beiden zusammengewachsenen Orte, viele davon zu Fuß erreichbar. Im Ortsbild dominieren bunte Klettershorts, Seilsäcke und die entsprechend ausgerichtete Infrastruktur aus Kletterläden, Rollerverleihen und Apartments.
Praktisch für den Aufenthalt: Mit dem Roller erreichst du von Masouri aus in 10 bis 20 Minuten fast jedes Klettergebiet der Insel. Studio-Apartments gibt es hier schon ab rund 30 Euro pro Nacht, besonders gefragt sind die terrassenförmig angelegten Unterkünfte am Ortsausgang mit freiem Meerblick. Von Myrties aus starten außerdem die Zubringerboote nach Telendos, halbstündlich zwischen 07:00 und 24:00 Uhr für 2,50 Euro pro Fahrt.
Abseits vom Fels lohnt sich ein Spaziergang durch die Uferpromenade, gesäumt von Restaurants und Cafés mit Blick auf die vorgelagerte Insel Telendos. Gerade zum Sonnenuntergang füllen sich hier die Terrassen, wenn die Silhouette der Nachbarinsel golden schimmert.
10. Wanderung zu den Kapellen – Moni Stavrou und Agios Fotis

Vom Kantouni Beach (Google Maps) in der Gemeinde Panormos, der zweitgrößten Siedlung auf Kalymnos nach Pothia, bieten sich zwei lohnende Wanderungen an. Einerseits der Aufstieg zum Kloster Moni Stavrou (Google Maps), der ältesten Basilika der Insel. Du gelangst über einen steilen Trampelpfad vom Strand aus nach oben, je nach Fitnesszustand benötigst du etwa 25 Minuten bis zum Kloster. Als Belohnung erwartet dich ein weiter Blick auf die Bucht von Kantouni und die vorgelagerte Insel Agios Kyriaki.
Eine Stunde länger solltest du einplanen, wenn du dem Trampelpfad geradeaus zur Kapelle Agios Fotis (Google Maps) folgst, die direkt in den Fels gebaut ist. Der erste Teil des Wegs verläuft relativ flach, im weiteren Verlauf folgen einige steilere Auf- und Abstiege. Der Pfad ist steinig, festes Schuhwerk ist daher Pflicht. Die Route entlang der Felsküste garantiert einen durchgängigen Panoramablick.
Praktisch für die Tour: Am Ziel angekommen bietet sich eine ausgiebige Rast im Areal der Kapelle an, mitgebrachtes Wasser und ein Snack sind empfehlenswert, da es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit gibt. Einmal im Jahr, im August, feiert man an der Kapelle Agios Fotis eine orthodoxe Messe mit Essen und Musik, ein guter Anlass, die Wanderung gezielt darauf zu legen.
Extra-Tipp: Klettern auf Kalymnos in Masouri

Das Thema Klettern auf Kalymnos ist ein Kapitel für sich. Anhänger dieser Sportart zieht es in Scharen auf die Insel, die sich mittlerweile als einer der bekanntesten Spots der weltweiten Kletterszene etabliert hat. Kaum anderswo gibt es auf so kleiner Fläche eine derart hohe Dichte an einzigartigen Klettergebieten.
Sportler können hier unter mittlerweile mehr als 3.800 Routen wählen, Tendenz weiter steigend. Ausführlich dokumentiert sind die meisten Klettergänge im Standardwerk von Kletterpionier Aris Theodoropoulos, dem „Kalymnos Sport Climbing Guidebook“ (Website).
Selbst wenn es dich nicht direkt in die Wand zieht, wirst du dem Thema Klettern auf Kalymnos kaum entkommen. So hat sich Masouri (Google Maps), der langgezogene Ort an der Westküste, zu einem echten Hotspot der Kletterszene entwickelt. Neben zahlreichen Fachgeschäften findest du hier, nach Pothia, die höchste Dichte an Gastronomie und Unterkünften der gesamten Insel.
Von hier aus sind es nur wenige Kilometer zu den bekanntesten Kletterfelsen. Es lohnt sich daher, während der Inselerkundung immer ein Auge auf die umliegenden Berge zu werfen, oft entdeckst du dabei spannende Fotomotive mit Kletterern vor schroffer Felskulisse.
Hilfreiche Tipps für deine Reise nach Kalymnos

Meine Restaurant-Empfehlungen
Ein weiterer Aspekt von Kalymnos verdient eine eigene Erwähnung: das kulinarische Angebot. Es sind vor allem die kleinen Tavernen in traumhafter Lage, die mit überraschend hochwertiger Kochkunst, oft über Generationen weitergegeben, aufhorchen lassen. Hier meine bevorzugten Adressen, von deren Qualität und Service ich mich über viele Jahre hinweg überzeugen konnte:

Psiris Taverna (Google Maps): Familiengeführte Fischtaverne mit Blick zum Meer unterhalb der mächtigen Felsen am Kantouni Beach. Hier landet der Tagesfang von Kostos direkt auf dem Teller, am schönsten genossen zum abendlichen Sonnenuntergang. Mein Meeresfrüchte-Tipp!
To Kyma (Google Maps): Direkt am Strand von Emporios begeistert Wirtin Eleni mit ihrer Familie durch Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit. Egal ob am Strand oder auf der Terrasse, das To Kyma steht für abwechslungsreiche Gaumenfreuden. Mein Herzens-Tipp!
Linaria Fish Tavern (Google Maps): Die wörtlich „um den Felsen gebaute“ Taverne in der Linaria Bay bei Panormos besticht durch ihre außergewöhnliche Lage mit Blick auf die Bucht. Auf dem Teller landen selbstgefangener Fisch sowie Grillgerichte vom Zicklein, Huhn und Schwein. Am Wochenende gibt es Live-Musik dazu. Mein Ambiente-Tipp!
To Kapsuli (Google Maps): Auf der kleinen Außenterrasse direkt am Meer auf Telendos genießt du einen weiten Blick auf die gegenüberliegende Küste sowie perfekt zubereitete Fisch- und Fleischgerichte, serviert vom stets gutgelaunten Chef Michailis und seiner Familie. Mein Freunde-Tipp!
Il Posto (Google Maps): Bei diesem Restaurant am Dorfplatz von Panormos liegst du immer richtig, egal ob zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Große Auswahl, faire Preise und aufmerksamer Service. Mein Must-do-Tipp!
Anreise

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten, um von Deutschland nach Kalymnos zu gelangen. Die einfachste Route führt über den internationalen Flughafen auf der Insel Kos, der von den meisten deutschen Airports direkt angeflogen wird. Alternativ bietet sich ein Inlandsflug von Athen nach Kalymnos an, bedient von Skyexpress und Olympic Air. Diese Flüge fallen allerdings bei starkem Wind häufiger aus, zudem stehen 2025/26 größere Sanierungsarbeiten am kleinen Inselflughafen an.
Von Kos aus geht es weiter mit der Fähre, wahlweise ab dem Haupthafen in Kos-Stadt oder deutlich günstiger vom kleineren Anleger in Mastichari, der per stündlicher Busverbindung ans Flughafenterminal angebunden ist. Von Mastichari aus setzen mehrmals täglich Fähren nach Kalymnos über, die Überfahrt dauert rund 45 Minuten und kostet etwa 10 Euro. Tickets bekommst du direkt im Büro am Hafen.
Praktisch vor Ort: Im Hafen von Pothia stehen Taxis und Busse zur Weiterfahrt bereit. Nur wenige Meter vom Fähranleger entfernt findest du zudem mehrere Autovermietungen, gute Erfahrungen haben wir mit Maria Rent a Car (Website) gemacht. Tipp: Ein Motorroller ist auf Kalymnos das praktischste Fortbewegungsmittel für die schmalen Küstenstraßen.
Übernachtung
Auf Kalymnos findest du deutlich weniger Unterkünfte als etwa auf der Nachbarinsel Kos, dafür aber viele familiengeführte Hotels, Ferienwohnungen und Apartments. Meine Empfehlungen:
Kantouni Beach Boutique Hotel: eine der besten Adressen der Insel, direkt am Kantouni Beach (hier Preise checken*)
Villa Kantouni by the sea: eigenes Haus mit Garten direkt am Meer (hier Preise checken*)
Villa Evdokia: Villa am Meer in Emporios (hier Preise checken*)
Spongia Apartments: geschmackvolles Apartment mit Blick auf den Hafen von Pothia (hier Preise checken*)
Reisezeit und Dauer

Kalymnos entfaltet seine Reize besonders im Mai und Juni, wenn die heimische Flora einen farbenfrohen Kontrast zur kargen Felslandschaft bildet. Als Alternative bietet sich der Spätsommer zwischen September und Oktober an, die Temperaturen bleiben hoch und ein Bad im Meer ist weiterhin angenehm. Für deinen Kalymnos-Urlaub solltest du mindestens eine Woche einplanen.
Inselhopping
Keine Frage, Kalymnos zählt zu den schönsten Inseln im Dodekanes. Mit seiner spektakulären Felslandschaft, den versteckten Buchten und traditionellen Orten bietet die Insel eine perfekte Umgebung für Urlauber, die das authentische Griechenland lieben.
Ein Tipp ist, Kalymnos in eine Inselhopping-Reise einzubeziehen. Besonders empfehlenswert ist die Kombination mit den benachbarten Inseln Lipsi, Leros und Patmos. Auch Tagestouren nach Pserimos lassen sich unkompliziert organisieren. Das Fährnetz im nördlichen Dodekanes ist dicht, die Entfernungen sind gering und entsprechend preisgünstig. Bei einer 10-tägigen Inselhopping-Reise würde ich rund 4 Tage für Kalymnos einplanen.
Mein Fazit
Kalymnos verzaubert mit einer Authentizität und Vielseitigkeit, die auf den Nachbarinseln des Dodekanes ihresgleichen sucht. Während sich der internationale Tourismus fast ausschließlich auf Kos konzentriert, bewahrt Kalymnos sein ursprüngliches Flair. Die kargen Felswände, die Kletterer aus aller Welt anlocken, kontrastieren mit kristallklaren Buchten, quirligen Hafenstädten und autofreien Inseltraumzielen wie Telendos. Wer bereit ist, abseits der ausgetretenen Pfade zu reisen, wird hier reich belohnt.
Mein Feelgood-Faktor: 95 von 100!
Reiseführer für die Dodekanes
*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API







