Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Frankreich
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Frankreich Sehenswürdigkeiten: 15 schöne Orte, die du sehen musst

Knuffige Städte, wunderschöne Landschaften und einmalige Sehenswürdigkeiten - das alles findest du in Frankreich! Und damit du von der Vielfalt der französischen Highlights nicht erschlagen wirst, zeige ich dir unsere Auswahl der absoluten Must-Sees.

"Je ne regrette rien", sang schon Edith Piaf. Das bedeutet übrigens „Ich bereue nichts“ – und wenn auch du später mal so denken willst, solltest du diese spektakulären Orte in Frankreich unbedingt gesehen haben!

Aktualisiert am 22.06.2022

Meine Top-10-Sehenswürdigkeiten in Frankreich

die Calanques bei Marseille
Frankreich ist landschaftlich total vielfältig – wie her die Calanques bei Marseille
  1. Paris
  2. Steilküste von Étretat
  3. Le Mont-Saint-Michel
  4. Surfen an der Atlantikküste
  5. Schlösser der Loire
  6. Île de Ré
  7. Dune du Pilat
  8. Bordeaux
  9. Gouffre de Padirac und Höhle von Lascaux
  10. Lac d’Annecy

1. Paris

Beginnen wir, wie könnte es anders sein, mit der Stadt der Liebe. Paris ist nicht nur eine der bedeutendsten Großstädte Europas, sondern natürlich auch die Hauptstadt Frankreichs.

Wir zeigen dir in verschiedenen Artikeln die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Paris, die wichtigsten Tipps rund um den Eiffelturm und unsere Hotelempfehlung – das Jules & Jim.

Eiffelturm am Abend
Der Eiffeltum im Licht der untergehenden Sonne

Übrigens gehört Paris zu den Städten, die du super ohne Flugzeug erreichen kannst. Von München aus bist du mit dem Zug in nur 7 Stunden dort und kannst die Arrondissements erkunden und die romantische Atmosphäre an der Seine genießen!

Und auch sonst gibt es in Paris wirklich etwas für jeden Geschmack. Während Architekturliebhaber sich die Klassiker wie den Eiffelturm oder die gotische Kathedrale Notre-Dame nicht entgehen lassen dürfen, sollten Geschichtsfans definitiv zum nicht weit entfernten Schloss Versailles fahren.

Moulin Rouge in der Nacht
Das Moulin Rouge ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Paris

Alle Junggebliebenen sind im Disneyland richtig aufgehoben, Museumsliebhaber im Louvre und Fashionistas in den Modeboutiquen der Rue du Faubourg Saint-Honoré. Wer es gemütlich mag und sich wie Emily in Paris fühlen will, sollte unbedingt mindestens einen Zwischenstopp in einem der vielen schönen Cafés einlegen!

Ein tolles Highlight in Paris wäre vielleicht auch ein Flug mit dem Hubschrauber*. Psssst. Das eignet sich perfekt für einen Antrag ;-)

Tipp: Ebenfalls toll für Städtetrips sind zum Beispiel Lyon, wo jedes Jahr im Dezember das berühmte Lichterfest stattfindet, oder Straßburg. Hier findest du die schönsten Sehenswürdigkeiten in Straßburg mit allen wichtigen Infos zu der Stadt im Elsass.

2. Steilküste von Étretat

Vom nächsten Ort hast du vielleicht schon mal ein Bild gesehen und dich gefragt, wo diese atemberaubende Landschaft zu finden ist. Gemeint ist die beeindruckende Steilküste von Étretat.

Étretat ist eine kleine französische Gemeinde in der Normandie. Das Seebad liegt direkt am Ärmelkanal an einer insgesamt sogar 120 Kilometer langen Steilküste. Die steilen Klippen mit ihren außergewöhnlichen Felsformationen entstanden bereits vor hunderten Millionen von Jahren!

Noch besonderer wird der Anblick durch den starken Kontrast des türkis-blauen Meeres und den weißen Kreidefelsen. Deren Farbe ist übrigens auch verantwortlich für den Spitznamen „Alabasterküste“.

Die bekannte Steilküste von Étretat
Die bekannte Steilküste von Étretat ist sehr beeindruckend

Weltberühmt sind die drei Felsentore. Am bekanntesten ist die Porte d’Aval mit der Felsnadel Aiguille. Auch der kleine Steinstrand in Étretat ist beliebt – im Sommer kannst du hier sogar baden.

Tipp: Ebenfalls am Ärmelkanal und zwischen Étretat und unserem nächsten Reiseziel liegt Omaha Beach. So wurde der Küstenabschnitt von den Alliierten im Zweiten Weltkrieg genannt, wo sich heute ein beeindruckender amerikanischer Soldatenfriedhof befindet.

Blick auf die Steilküste von Étretat
Blick auf die Steilküste von Étretat mit einem Flieger

Tipp: Wenn du die Küste der Normandie mal anders erleben möchtest, dann kannst du auch mit einem Ultraleichtflugzeug die Küste von Etretat* überfliegen. Klingt das nicht aufregend?

3. Le Mont-Saint-Michel

Auch Le Mont-Saint-Michel ist besonders für Fotografen eine unvergessliche Sehenswürdigkeit.

Das meistbesuchte Naturdenkmal Frankreichs besteht aus einer kleinen felsigen Insel. Auf nur rund 4 Quadratkilometern wohnen hier etwa 30 Gemeindemitglieder. Das wirklich spektakuläre sind aber nicht nur die wenigen Häuser am Fuße der Insel, die ohne Bauten etwa 92 Meter hoch ist.

Auf dem höchsten Punkt der Insel thront nämlich die majestätische Abtei Mont-Saint-Michel. Das Kloster wurde bereits ab dem 8. Jahrhundert erbaut und diente zwischenzeitlich sogar als Gefängnis. Heute gehören der Berg mit der Abtei und auch die Bucht zum Weltkulturerbe der UNESCO und zum französischen Abschnitt des Jakobsweges.

Die märchenhafte Insel ist übrigens etwa einen Kilometer von der Küste entfernt und von Wattenmeer umgeben. Die Distanz wird heute von einem Steg überbrückt, da der alte Damm zur Versandung der Bucht geführt hatte.

Auf dem höchsten Punkt der Insel thront die majestätische Abtei Mont-Saint-Michel.
Auf dem höchsten Punkt der Insel thront die majestätische Abtei Mont-Saint-Michel

Eine geniale Aussicht auf den Mont-Saint-Michel hast du beim Landsegeln* in der Bucht. Das ist auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis.

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4. Surfen an der Atlantikküste

Kommen wir nun zu einer Attraktion, bei der es sich nicht um einen bestimmten Ort handelt. Vielmehr geht es um eine Aktivität, die du an der kompletten französischen Atlantikküste ausüben kannst.

Die beliebtesten Orte am Atlantik zum Surfen reichen von Brest am westlichsten Zipfel Frankreichs bis an die spanische Grenze ganz im Süden des Landes, wo sich der Ort Hossegor befindet.

Während die nördlicheren Orte noch nicht so überlaufen sind, wird es weiter südlich deutlich touristischer. Hier gibt es aber die besten Beachbreaks. Das ist auch spannend für alle Anfänger – Beachbreaks sind nämlich Surf Spots, bei denen sich die Wellen auf einer Sandbank brechen. Das macht sie normalerweise weniger gefährlich und ideal zum Surfen lernen!

Tipp: Kitesurfen kannst du im Ärmelkanal besser als auf dem Atlantik. Besonders beliebt ist dafür zum Beispiel der Ort Boulogne-sur-Mer im Nord-Pas-de-Calais!

5. Schlösser der Loire

Zurück im Landesinneren wartet eine wunderschöne Landschaft auf dich. Das Loiretal zieht sich wie ein blaues Band durch das Herz Frankreichs und sorgt für eine atemberaubende Flora und Fauna.

Schon der französische Adel im 16. Jahrhundert war von der Schönheit des Tals so begeistert, dass hier über 400 prächtige Schlösser entstanden. Heute sind hier so gut wie alle Epochen der europäischen Kunstgeschichte vertreten, was die Region als Reiseziel so besonders und beliebt macht.

Seit 2000 gehört das Loiretal zwischen den Städten Sully-sur-Loire und Chalonnes-sur-Loire sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das liegt nicht zuletzt am reichen architektonischen Erbe und der zweitausend Jahre alte Entwicklung des Tals als Kulturlandschaft.

Die Schlösser der Loire sind alle herausragend schön
Die Schlösser der Loire sind alle herausragend schön

Übrigens kannst du das Loiretal auch super mit dem Fahrrad bereisen. Seit 2012 gibt es hier den Radwanderweg „La Loire à Vélo“, der auf insgesamt 800 Kilometern am Fluss entlang und durch das UNESCO-Welterbe führt.

Die größte, bekannteste und wohl beeindruckendste Schlossanlage im Loiretal ist Schloss Chambord mit 440 Zimmern und einer außerordentlich schönen Fassade und Lage. Es befindet sich rund 2 Autostunden südlich von Paris und wurde im 16. Jahrhundert als Prunk- und Jagdschloss erbaut. Ein besonders Highlight im Inneren ist die doppelläufige Wendeltreppe, die möglicherweise sogar von Leonardo da Vinci entworfen wurde!

Weitere bekannte Schlösser im Tal der Loire sind das Schloss Blois, das bis ins 10. Jahrhundert zurückgeht, das Schloss Amboise, das als Wiege der französischen Renaissance gilt, oder das Schloss Chenonceau, ein Wasserschloss mit imposanter Bogenbrücke.

6. Île de Ré

Es geht nochmal zurück an die französische Atlantikküste. Im Golf von Biskaya liegt nämlich die Île de Ré, ein wahres Juwel und ein kleiner Geheimtipp.

Die Insel ist 30 Kilometer lang und zwischen 100 Meter und 5 Kilometer breit. Man nennt sie wegen der großen Salzvorkommen auch „Ré la Blanche“, also „Ré die Weiße“. Sogar im 7. Jahrhundert kannte man die Insel schon, allerdings unter dem griechischen Namen „Ratis“.

Bekannt ist die Île de Ré außerdem für ihre Austern- und Muschelzucht sowie die Fischerei. Auch Landwirtschaft und Salzgewinnung spielen noch heute eine wichtige Rolle – zum Beispiel in den Salzgärten bei Loix.

Viel Sonne, flache Sandstrände und relativ warmes Wasser machen die Insel darüber hinaus zu einem beliebten und familienfreundlichen Urlaubsziel.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten gehören neben den Salzgärten und weißen Stränden auch die zehn Dörfer der Insel. Das größte heißt Saint-Martin-de-Ré, wo du neben historischen Festungsanlagen viele schicke Cafés und Restaurants zum Flanieren vorfindest.

Die flache Insel eignet sich übrigens auch hervorragend zum Fahrradfahren. Zu entdecken gibt es nicht nur Leuchttürme, Ruinen, Fischschleusen und Vogelschutzgebiete, sondern auch Wälder und Dünen. Apropos Dünen – eine ganz besondere zeige ich dir jetzt!

7. Dune du Pilat

Die Dune du Pilat ist unser letztes Ausflugsziel direkt am Atlantik. Sie ist mit einer Höhe von bis zu 110 Metern die höchste Wanderdüne Europas. Sie bewegt sich jedes Jahr zwischen einem und 5,5 Metern und ist insgesamt fast 3 Kilometer lang.

Mit über einer Million Besuchern ist sie außerdem das zweitmeistbesuchte Naturdenkmal Frankreichs nach Le Mont-Saint-Michel. Das Highlight: über die steile Ostflanke auf den Gipfelkamm klettern und den atemberaubenden Blick über die faszinierende Küstenlandschaft und den bewaldeten Sockel der Düne genießen! In der Hauptsaison wird auch eine Treppe für einen leichteren Auf- und Abstieg aufgebaut.

Außerdem kann man hier hervorragend Gleitschirm fliegen. Direkt an der Dune du Pilat gibt es zudem mehrere Camping- und Parkplätze. Baden kann man in der Gegend übrigens auch.

Tipp: Wenn du die Dune du Pilat aus der Luft betrachten möchtest, kannst du das während eines Gleitschirmfluges* machen.

Unser nächstes Reiseziel ist mit dem Auto nur rund eine Stunde von der Düne von Pilat entfernt. Mehr dazu erfährst du jetzt!

Dune du Pilat in Frankreich zählen zur Top-Sehenswürdigkeit
Die mächtigen Dünen Dune du Pilat in Frankreich zählen zur Top-Sehenswürdigkeit

8. Bordeaux

Was darf in Frankreich natürlich auch nicht fehlen? Richtig – Wein. Und eines der bekanntesten Weinanbaugebiete des Landes ist Bordeaux. Auf Französisch heißt die Region übrigens Bordelais, ebenso wie ihre Einwohner.

Der berühmte Rotwein von Bordeaux wird vorwiegend aus drei Rebsorten gewonnen: Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc. Insgesamt gibt es rund 3000 Weingüter, genannt Château, die das alkoholische Getränk produzieren. Eine Weinprobe würde ich dir also definitiv empfehlen!

Der bekannte Dom in der Stadt Bordeaux
Der bekannte Dom in der Stadt Bordeaux

Auch sonst hat die Gegend kulinarisch viel zu bieten. Fisch, Austern und Meeresfrüchte dürfen auf der Speisekarte ebenso wenig fehlen wie rotes Fleisch mit Rotweinsauce und Schalotten, zum Beispiel das bekannte Entrecôte à la Bordelaise. Eine echte Spezialität sind die Canelés, kleine Küchlein mit Rum, Vanille und karamellisierter Kruste.

Bekannt ist Bordeaux aber nicht nur für den Wein und die typische Küche, sondern auch für die Lage am Fluss Geronne, die historische Innenstadt mit dem Dom und die vielen Museen. Deshalb ist Bordeaux übrigens auch als heimliche Hauptstadt Frankreichs oder „Paris des Südens“ bekannt.

Nur eines hat die Region untypischerweise nicht zu bieten: einen eigenen Käse. Einen Besuch in Bordeaux solltest du dir dennoch auf keinen Fall entgehen lassen!

9. Gouffre de Padirac und Höhle von Lascaux

Als nächstes besuchen wir zwei unterirdische Sehenswürdigkeiten. Das bezieht sich aber wirklich nur auf deren Lage – denn die beiden Höhlen sind alles andere als langweilig!

Los geht es mit dem Gouffre de Padirac. Das ist eine Grotte, die durch einen Fluss entstanden ist, der in über hundert Metern unter der Erde verläuft. Als eine Höhle über dem Fluss einbrach, entstand ein kreisrundes Loch mit senkrechten Wänden, das die Einheimischen Gouffre nannten. Das bedeutet so viel wie Schlund oder Abgrund.

Besichtigen kannst du den Gouffre und rund einen Kilometer des unterirdischen Höhlensystems von Ende März bis Anfang November. Dabei musst du zuerst einen stählernen Turm hinabsteigen – unten gibt es dann geführte Touren, bei denen du sogar ein Stück per Boot auf dem unterirdischen Fluss zurücklegst.

Nicht weit entfernt befindet sich eine Grotte der ganz anderen Art. Die Höhle von Lascaux geht auf die Jungsteinzeit zurück und enthält bedeutende Höhlenmalereien. Zusammen mit anderen Fundorten und Höhlen im Tal der Vézère gehört die Grotte von Lacasaux zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Da die Atemluft der Besucher die Felsbilder schon nach kurzer Zeit beschädigte, wurde die 1940 entdeckte Höhle schnell für den Publikumsverkehr geschlossen. Heute kannst du aber direkt neben der Originalgrotte die exakte Nachbildung zweier Höhlenabschnitte bestaunen.

10. Lac d’Annecy

Wir sind im Südosten von Frankreich angekommen. Hier liegt der Lac d’Annecy, der sechstgrößte See des Landes mit einer Länge von fast 15 Kilometern.

Der Lac d’Annecy gilt als sauberster See Europas. Das liegt daran, dass er von Gebirgsflüssen gespeist wird und keine Abwässer in den See geleitet werden dürfen – das Wasser hat hier also Trinkwasserqualität.

Die Gegend um den See ist daher ein beliebtes Naherholungsgebiet mit vielen Freizeit-, Sport- und Wandermöglichkeiten sowie Campingplätzen. Ein besonderes Highlight ist das Deep Water Soloing an einer steilen Felswand am Ostufer das Lac d’Annecy – hierbei kletterst du ohne Sicherung direkt über dem Wasser, das dich bei einem Fall sicher auffängt.

Tipp: Ganz in der Nähe befinden sich mitten in den Alpen außerdem tolle Skigebiete wie La Plagne oder Chamonix-Mont-Blanc – mehr dazu erfährst du am Ende dieser Liste bei Punkt 15!

Am Lac d'Annecy kannst du Paraglider beobachten
Am Lac d’Annecy kannst du Paraglider beobachten

11. Papstpalast von Avignon

Weiter geht’s in der Provence, einer der wohl bekanntesten Regionen Frankreichs. Hier findest du Avignon, eine wunderschöne Stadt an der Rhône.

Die lange Geschichte von Avignon geht bis in die Jungsteinzeit zurück und wurde von Kelten sowie Römern geprägt. Die Hochphase der Stadt begann jedoch im Mittelalter, als Avignon für siebzig Jahre zum Sitz der Päpste und damit zur Hauptstadt des Christentums wurde.

Aus dieser Zeit stammen wichtige Attraktionen wie die fast vollständige erhaltene Stadtmauer, die man aufgrund ihrer Größe kaum zu Fuß umrunden kann. Prächtige mittelalterliche Häuser und verträumte Plätze und Gässchen machen das historische Altstadtensemble komplett.

Das absolute Highlight in Avignon ist aber der Papstpalast. Er gehört, genau wie die zum Gebäude führende Brücke Pont d’Avignon, zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Du kannst den ehemaligen Sitz der katholischen Päpste heute übrigens nicht nur von außen bestaunen, sondern auch sein Inneres besichtigen.

Der mächtige Papstpalast von Avignon
Der mächtige Papstpalast von Avignon

12. Lavendelfelder in der Provence

Wenn du dich gerade schon gewundert hast, warum es bei der Provence nicht um Lavendelfelder geht, dann ist das hier die richtige Sehenswürdigkeit für dich!

Im Prinzip stößt du nämlich vor den Toren von Avignon direkt auf die ersten lila Kleckse. Die richtigen Lavendelfelder findest du aber eher in der Hochprovence, im Vaucluse und in der Hochebene von Valensole. Besonders Valensole dürfte denen, die auf Instagram aktiv sind, ein Begriff sein 😉.

Die Lavendelfelder der Provence sind ein begehrtes Fotomotiv
Die Lavendelfelder der Provence sind ein begehrtes Fotomotiv

Als Reisezeit solltest du dir Ende Juni bis Mitte Juli merken. Der Lavendel blüht zwar bis in den August hinein, aber viele Landwirte beginnen bereits Mitte oder Ende Juli mit der Ernte. Allerdings ist somit in den ersten beiden Juliwochen auch besonders viel los.

Auf der Website der Provence findest du nochmal eine schöne Übersichtskarte mit den wichtigsten Regionen und Blütezeiten des Lavendels.

Tipp: In der Provence, ganz in der Nähe des berühmten Valensole, liegt die Verdonschlucht. Der 21 Kilometer lange Canyon, der von einem türkisfarbenen Fluss durchflossen wird, gilt als landschaftliches Highlight und beliebte Wander-Destination. Auch Kletterer und Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten.

13. Marseille und die Calanques

Der letzte Teil dieser Liste spielt sich am Mittelmeer ab. Erster Stopp: der Küstenort Marseille, die sowohl älteste als auch zweitgrößte Stadt Frankreichs.

Der antiken Legende nach entstand Marseille bereits 600 v. Chr., als griechische Seefahrer die Mittelmeerküste erkundeten und dabei auf ein keltisches Volk trafen. Eine keltische Königstochter heiratete daraufhin den Anführer der griechischen Besucher und die beiden gründeten gemeinsam die Siedlung Massalia.

Die Hauptattraktionen der südfranzösischen Hafenstadt sind zum Beispiel der alte Hafen Vieux Port und die Basilika Notre-Dame de la Garde, die hoch über dem Ortskern thront. Kulinarisch erwähnenswert ist die bekannte Fischsuppe Bouillabaisse, die aus Marseille stammt.

Die Basilika Notre-Dame de la Garde thront hoch über dem Ortskern Marseilles
Die Basilika Notre-Dame de la Garde thront hoch über dem Ortskern Marseilles

Ein wahres Highlight von Marseille befindet sich aber außerhalb der Innenstadt. Der sogenannte Parc national des Calanques wurde 2012 eingeweiht und dient dem Schutz der Calanques, des küstennahen Kalksteingebirges einschließlich des Uferraumes.

Du kannst die weißen Klippen entweder zu Fuß erkunden, vom Wasser aus mit dem Boot oder auch direkt an der Felswand in abenteuerlichen Klettermanövern. In einigen paradiesischen Buchten kannst du sogar baden gehen. Aber: Von Anfang Juli bis Mitte September sind die Calanques aufgrund von Naturschutzgründen und Brandgefahr für Touristen gesperrt. Den Wanderweg entlang der Küste darfst du dann aber trotzdem begehen.

Übrigens kannst du die Die Calanques auch auf einem Klettersteig* erkunden. Dabei bieten sich dir tolle Aussichten.

Die bekannten Calanques in Frankreich
Die bekannten Calanques in Frankreich

14. Côte d’Azur

In Cassis bei Marseille beginnt auch der Abschnitt der französischen Mittelmeerküste, der als Französische Riviera oder Côte d’Azur bekannt ist. Der Name kommt übrigens von der tollen azurblauen Farbe des Meeres.

Als Hauptstadt der Côte d’Azur gilt Nizza. Keine andere Stadt an der Mittelmeerküste hat mehr Museen, Kirchen, Gärten und Parks zu bieten. Auch spannend ist die Tradition, seit 1860 jeden Tag um 12 Uhr eine Kanone abzufeuern. Noch heute wird das gemacht, also nicht erschrecken!

Menton grenzt direkt an Italien und ist damit der östlichste Ort der blauen Küste. Die bunten Häuser, der schöne Hafen und die umliegenden Berge geben ein wirklich wunderschönes Panorama ab. Noch dazu ist das Klima extrem mild und es gibt über 300 Sonnentage im Jahr – also nichts wie hin!

Weitere bekannte Städte der Côte d’Azur sind zum Beispiel Cannes und Saint Tropez. Ihr könnt hier aber nicht nur schöne Ausflüge in die Städte unternehmen, sondern zum Beispiel auch die einzigartige Natur der Seealpen zum Wandern nutzen oder ein paar entspannte Tage am Strand verbringen.

Sonnenuntergang am Stadtstrand von Cannes- die Côte d'Azur ist traumhaft
Sonnenuntergang am Stadtstrand von Cannes- die Côte d’Azur ist traumhaft

15. Mont Blanc-Gebiet und Chamonix

Der Mont Blanc (auch Montblanc geschrieben) ist Frankreichs höchster Berg. Im Italienischen heißt er Monte Bianco – weißer Berg. Er ist 4810 Meter hoch und damit der höchste Berg der Alpen und der EU. Neben dem Mont Blanc ist die Mont-Blanc-Gruppe erwähnenswert. Sie ist eine Gebirgsgruppe der Westalpen. So mancher Bergsteiger hat den Traum den Mont Blanc zu besteigen.

Mont-Blanc-Gipfel
Der 4.810 Meter hohe Gipfel des Mont Blanc – aufgenommen mit einem leichten Telezoom

Wenn du spektakuläre Höhenluft schnuppern möchtest, dann bringt dich die Bahn in nur 20 Minuten hinauf auf die Aiguille du Midi. Eine der höchsten Felsspitzen in Chamonix. Hier oben im Hochgebirge auf 3842 Metern Höhe kannst du zum Beispiel eine Gratwanderung machen. Nervenkitzel inklusive. Allerdings brauchst du dafür Steigeisen, einen Eispickel und gehst in Seilschaft.

Die Fahrt hinauf zur Aiguille du Midi kostet 67 Euro Hin- und Rückfahrt für Erwachsene.

Biggi beim Abstieg über den Grat Aiguille du Midi in Chamonix
Biggi beim Abstieg über den Grat Aiguille du Midi in Chamonix
Gratwanderung auf der Aiguille du Midi in Chamonix
Bestens gerüstet für die Gratwanderung auf der Aiguille du Midi
Eisklettern in Chamonix
Biggi beim Eisklettern in Chamonix am Mer de Glace

Chamonix ist ein berühmter Bergsteigerort und Zentrum des Alpinismus in Frankreich. Chamonix-Mont-Blanc vereinigt unzählige Orte und Skigebiete. Etwa Argentière mit dem Skigebiet Les Grands Montets, Le Tour im Norden, Les Bossons, Les Praz de Chamonix, Les Tines und Le Lavancher. Chamonix ist zudem das Zentrum des Wintersports in Frankreich. Besonders bekannt sind die Skiberge Le Brévent und La Flégère. Letzteres ist ein Familienskigebiet. Wenn du Ski-Anfänger (das erste Mal Skifahren) bist, solltest du Les Planards vorziehen.

Direkt am Mont Blanc befindet sich ein riesiger Gletscher. Der Mer de Glace ist Frankreichs größter Gletscher. Hier kannst du auch Eisklettern gehen. Wir empfehlen dir allerdings nur geführte Touren. Gletscher und ihre tiefen Gletscherspalten sind gefährlich.

Gletscher am Mont Blanc
Ein Gletscher am Mont Blanc

Extra-Tipp: Insel Korsika

Eine unfassbar spannende und abwechslungsreiche Landschaft bietet auch unser letztes Reiseziel. Dafür müssen wir allerdings das französische Festland verlassen – denn es geht auf die Insel Korsika.

Korsika ist die viertgrößte Insel im Mittelmeer und liegt westlich von Italien. Dadurch herrscht auf Korsika eine fast typisch italienische Atmosphäre.

Piscia di Gallo
Der Wasserfall Piscia di Gallo zählt zu den Highlights auf Korsika, die du gesehen haben solltest

Mit einem Gebirgszug mit bis zu 2500 Metern Höhe, Badestränden mit glasklarem Wasser, dichten Wäldern und einem milden Mittelmeerklima ist Korsika nicht nur ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Fotografen, sondern auch Familien mit Kindern und Badeurlauber.

Die Insel hat auch viele schöne Orte zu bieten, die sich hervorragend zum Durchschlendern, Bummeln und Erkunden eignen. Dazu gehören zum Beispiel die Hauptstadt Ajaccio – hier wurde übrigens Napoleon Bonaparte geboren – oder der Hafenort Bastia.

Wir haben für dich nicht nur die Top-15-Sehenswürdigkeiten auf Korsika zusammengefasst, sondern auch einige spannende Wanderungen. Zum Beispiel zum Ninosee, auf den Monte Rotondo oder durch die Spelunca-Schlucht. Für weitere Touren kannst du auf dem Blog einfach nach dem Stichwort „Korsika“ suchen!

Zwei richtig tolle Aktivitäten auf Korsika, die sich reger Beliebtheit erfreuen sind das Canyoning in den Aiguilles de Bavella* und eine Bootstour in den Calanques de Piana.

Zahlen und Fakten

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