Lipsi auf einen Blick: Fakten, Anreise & Tipps
Lage: Lipsi liegt im Dodekanes, zwischen Patmos und Leros, rund 20 Minuten Fährfahrt von Patmos entfernt
Must-See: Hafenort Lipsi (Chora) · Kirche Agios Ioannis Theologos · Platis Gialos Beach · Katsadia Beach · Lipsi Promenade
Zeitbedarf: Lipsi ist überschaubar, trotzdem lohnt sich ein Aufenthalt von mindestens 3 bis 4 Tagen, um Strände, Wanderwege und Dorfleben in Ruhe zu genießen
Fortbewegung: Motorroller ist die beste Option für Strände und Aussichtspunkte abseits des Hafens. Der Ort selbst lässt sich bequem zu Fuß erkunden, ein Linienbus existiert nicht
Anreise: Fähre ab Patmos (30 bis 45 Minuten) oder ab Leros mit der Leros Seaways / Anna Express (ca. 1 Stunde). Direktverbindungen bestehen auch ab Kos mit der Dodekanisos Seaways (knapp 2 Std.) und saisonal ab Kalymnos
Beste Reisezeit: Juni und September für angenehme Temperaturen mit weniger Trubel, Juli/August sind die geschäftigsten Monate
Feste 2026: Kultursommer: Events von Mai bis September · Metamorphosis tou Sotiros am 6. August in der Christus-Bucht · Kimissi tis Theotokou am 15. August · Panagia tou Harou am 22. August ist das bedeutendste Fest der Insel
Für wen: Inselliebhaber, die das authentische Griechenland wie in alten Zeiten erleben möchten
1. Hafenort Lipsi (Chora): Das Herz der Insel

Vom kleinen Fähranleger bis zum Kern des einzigen Ortes sind es gerade einmal zehn Minuten zu Fuß. Zehn Minuten, in denen du verstehst, warum Lipsi Griechenland in seiner reinsten Form verkörpert. Das malerische Dorf mit seinen weiß getünchten Häusern und den bunten Vorgärten erinnert auf den ersten Blick an die Bilderbuchoptik der Kykladen, doch viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es im Herzen des Dodekanes nicht. Hier gleicht der Tourismus eher einem zarten Pflänzchen. Lautstarke Verkäufer, grelle Leuchtreklame oder hupende Autos? Fehlanzeige.
Dafür warten umso mehr idyllische Plätze: die weitläufige Platia am Hafen, bezaubernde Gassen, und als krönender Blickfang die Dorfkirche Agios Ioannis Theologos mit ihrer mächtigen hellblauen Kuppel, eine der schönsten Attraktionen auf Lipsi überhaupt. Über der gesamten Chora liegt eine spürbare Entspanntheit.
Bei aller Beschaulichkeit, Langeweile kommt auf dem kleinen Mikrokosmos keine Langeweile auf. Rund um den gepflegten Hafen machen die einheimischen Fischer mächtig Betrieb, abends füllen sich die Tavernen bis auf den letzten Platz. Gefeiert wird bis tief in die Nacht, ganz authentisch, ganz griechisch. Das gilt auch für den Kultursommer auf Lipsi, der unterschiedliche Veranstaltungen (Website) im Zeitraum von Mai bis September bündelt.
Lesetipp: Wer seinen Lipsi Urlaub verlängern möchte, bindet die Insel am besten in ein Hopping mit den sehenswerten Nachbarinseln ein: drei Eilande, die sich mühelos zu einem herausragenden Reiseerlebnis verknüpfen lassen.
Sehenswürdigkeiten auf Kalymnos & Patmos & Leros
2. Cafés, Bars und Restaurants: Essen & Trinken auf Lipsi

Wer die Sehenswürdigkeiten auf Lipsi auf sich wirken lässt, merkt schnell: Diese Insel lebt nicht nur von ihren Stränden und Kirchen. Sie lebt von ihren Menschen, und von einer Küche, die mit simplen Zutaten Außergewöhnliches zaubert. Die Restaurants und Tavernen rund um den Hafen gehören zu den besten Attraktionen auf Lipsi überhaupt. Hier sind meine absoluten Favoriten:
Manolis Tastes
Ein Besuch bei Manolis Tastes (Website) (Google Maps) zählt zum Pflichtprogramm. Der gleichermaßen sympathische wie engagierte Chefkoch eröffnete sein Restaurant auf Lipsi bereits im zarten Alter von 21 Jahren. Sein Erfolgsrezept: Er setzt fast ausschließlich auf Zutaten von der Insel, die er allmorgendlich von seinen Freunden bezieht. Auf den Tellern landen dabei Klassiker und Interpretationen der griechischen Küche wie Kaninchen auf Feige oder mit Speck gefüllte Pilze, dazu Meeresfrüchte in bester Qualität.
Die Auswahl ist riesig, die Preise niedrig, die Qualität herausragend, bemerkenswert für einen Koch, der seit 2026 zudem offizieller Botschafter für griechische Gastronomie ist. Auf seiner Terrasse triffst du gelegentlich auch prominente Gäste, so weit hat sich der „Geschmack von Manolis“ mittlerweile herumgesprochen. Mein Top-Tipp!
Dilaila
Willkommen in einer der schönsten Strandtavernen Griechenlands. Wer sich im Dilaila (Google Maps) am feinen Katsadia Beach niederlässt, verlässt diesen Ort nur ungern wieder. Das liegt zum einen am wunderschönen Ambiente im Freisitz unter Bougainvillea und einem Meer aus farbigen Stoffbändern, zum anderen an den hervorragenden Speisen. Im Dilaila stammen die Meeresfrüchte aus lokalen Gewässern, das Fleisch von örtlichen Bauernhöfen und die Kräuter aus dem hauseigenen Garten. Nicht umsonst prangt ein Holzschild mit der Aufschrift „No Fastfood“ über dem Eingang. Am Abend verwandelt sich das Dilaila in eine idyllische Outdoorbar, mit ausgezeichneten Cocktails und viel Flair.
Asprakis Ouzerie
Eine Ouzerie bietet traditionell Ouzo und Tsipouro als Hausgetränk an und reicht dazu eine Auswahl an Mezedes, griechischen Vorspeisen. Zumeist werden 5 bis 6 Teller mit kleinen Häppchen serviert: von Fetacreme über Riesenbohnen bis hin zu Calamari. Bei Asprakis (Google Maps) reicht das Repertoire weit über die klassische Ouzerie hinaus. Kaninchen, Rochen, Thunfisch und Meeresfrüchte bereichern fortlaufend die ohnehin breitgefächerte Tageskarte. Die Qualität der Speisen steht dem bilderbuchartigen Ambiente am Jachthafen in nichts nach. Ich empfehle neben dem traditionell auf Holzkohle gegrillten Oktopus vor allem die wechselnden Tagesgerichte, dazu zum Einstieg einen klassischen griechischen Mezeteller und einen Ouzo Barbayannis. Yamas!
Calypso Restaurant
Bereits seit 1974 kümmert sich die Familie Maggos um das leibliche Wohl ihrer Gäste im Calypso Restaurant (Google Maps), und das mit großem Erfolg. Sohn Fotis, der mittlerweile das Zepter führt und gleichzeitig als Bürgermeister amtiert, muss sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Nur selten findet man freie Plätze auf seiner idyllischen Veranda in bester Hafenlage. Kein Wunder, sein eingespieltes Team setzt auf authentische griechische Küche mit täglich wechselnden Gerichten und fangfrischem Fisch.
Bäckerei Kairis
Was uneitel als Bäckerei und Patisserie betitelt wird, ist in Wirklichkeit der Dreh- und Angelpunkt des öffentlichen Lebens auf Lipsi. Kult-Chef Nikita Kairis beschäftigt in der Bäckerei Kairis (Google Maps) mittlerweile knapp 20 Mitarbeiter, und die haben alle Hände voll zu tun, denn der Laden ist im Sommer rund um die Uhr geöffnet. Geöffnet bedeutet bei Kairis so viel wie „restlos voll“: vom Frühstück bis zum Dinner, vom Eis bis zur selbstgemachten Pizza und leckeren Cocktails, hier bekommst du zu jeder Zeit fast alles. Wichtig: Der größte Teil der Produkte wird selbst hergestellt, darunter mehr als ein Dutzend Brotsorten, die Zutaten stammen fast ausnahmslos von der Insel.
3. Platis Gialos Beach: Der schönste Strand auf Lipsi

23 Strände warten auf Lipsi auf dich, doch einer sticht selbst aus dieser beeindruckenden Auswahl heraus. Der Platis Gialos (Google Maps) ist nicht einfach ein schöner Strand. Er ist eine dieser Buchten, die du fotografierst und dann stundenlang anschaust, weil du kaum glaubst, dass sie wirklich so aussieht. Türkis. Klar. Karibisch. Und das mitten im Dodekanes.
Die Bucht liegt etwa drei Kilometer vom Hafen entfernt, am bequemsten mit dem Roller erreichbar. Sobald du den Hügel oberhalb des Kampos Beach hinter dir lässt, eröffnen sich herrliche Ausblicke entlang der Küstenstraße. Und dann siehst du ihn: diesen schmalen Streifen türkisblauen Wassers, der sich förmlich in die Landschaft schneidet. Einer der schönsten Lipsi Geheimtipps für Frühaufsteher, wer früh kommt, ergattert noch ein schattiges Plätzchen unter den Tamarisken, die am Strand natürlichen Schutz vor der Sonne bieten. Liegen und Sonnenschirme sind auf Lipsi generell verboten, aus Naturschutzgründen, doch das stört hier niemanden. Im Gegenteil.
Der Strandstreifen fällt so flach und sandig ins Meer ab, dass du noch 100 Meter vom Ufer entfernt problemlos stehen kannst, ideal für kleine Kinder und alle, die lieber im Flachen planschen als gleich zu schwimmen. Auf der linksseitigen Böschung führt ein Trampelpfad zu flachen Felsvorsprüngen, von hier oben bietet sich der schönste Blick auf den Platis Gialos, den du bekommen kannst.
Gleich hinter dem Strand steht eine kleine Kapelle (Google Maps), die bei den Einheimischen bis heute für Taufen genutzt wird. Im Anschluss an die Zeremonie wird dann direkt nebenan gefeiert: Die Taverne der Familie Macris (Google Maps) ist bei Einheimischen eine beliebte Adresse für große Familienfeiern, serviert werden frische Mezedes, Salate, Meeresfrüchte und Grillgerichte.
4. Die Insel aktiv erleben: Wandern, Biken & Reiten auf Lipsi

Lipsi ist klein, aber wer glaubt, die Insel in einem halben Tag abgehakt zu haben, verpasst das Beste. Die sanften Hügel, die kurvigen Küstenpfade und das nahezu autofreie Straßennetz machen Lipsi zu einem echten Paradies für alle, die ihr Reiseziel lieber mit eigener Muskelkraft erkunden. Mit dem Bike erreichst du mühelos die entlegensten Buchten und Ecken der Insel, zu Fuß entdeckst du Pfade, die auf keiner Karte verzeichnet sind. Wer es etwas gemächlicher mag, erkundet die Landschaft zu Pferd, möglich ist das über Lipsi Horse Riding (Google Maps). Routenvorschläge und Mieträder bekommst du bei Moto Rent Lipsi (Google Maps).
Bei einer Gesamtfläche von knapp 16 Quadratkilometern und einer Küstenlinie von 35 Kilometern kannst du dir spontan deine eigene Rundtour zusammenstellen. Ich empfehle dir für den Einstieg diese Route, sie eignet sich sowohl für Biker als auch für Wanderer und zählt zu meinen liebsten Attraktionen auf Lipsi abseits der bekannten Strände:
Start: Hafen von Lipsi – Du folgst der Straße in westlicher Richtung etwa 500 Meter leicht bergauf Richtung Lientou Beach, biegst an der einzigen Einmündung rechts ab und befindest dich plötzlich auf einer asphaltierten Kammstraße mit traumhaftem Panorama auf die Nordküste und die vorgelagerten Inselchen Kalovolos, Makronisi und Arki. Rechts und links des Weges: grüne Felder voller Oregano und Thymian, alte Olivenbäume, kleine Weinberge. Und zwischendrin kreuzen Hühner, Ziegen oder Esel deinen Weg. Die typischsten aller Lipsi Griechenland-Momente.
Nach etwa 1,5 Kilometern erreichst du in einer langgezogenen Rechtskurve eine Kreuzung. Von hier führt eine Schotterpiste bergauf, vorbei an einer hübschen Wegkapelle, direkt zum Hauptziel dieser Tour: der Kirche der Heiligen Michael und Gabriel (Google Maps), dem höchsten Punkt der Strecke. Gönn dir hier eine Pause.
Ein ausgebautes Netz an Rad- oder Wanderwegen gibt es auf Lipsi nicht, dafür sorgt aber genau das für die vielen unberührten Pfade abseits der Hauptstraßen. Roller und Autos verleihen nur wenige Anbieter, alle direkt im Hafenort, in der Hauptsaison lohnt sich eine frühzeitige Reservierung, da die Nachfrage das Angebot schnell übersteigt. In den Sommermonaten verkehrt zusätzlich ein saisonaler Bus zwischen dem Hafenort und den beliebtesten Stränden, für alle, die lieber ohne eigenes Fahrzeug unterwegs sind.
Weiter geht es fast nur noch bergab: Du überquerst die Kreuzung bei der kleinen Kapelle, fährst geradeaus auf der Ortsstraße, passierst die Lipsi Winery und biegst auf Höhe des Fußballplatzes rechts ab. Fünfhundert Meter später bist du zurück am Hafen.
5. Kirchen auf Lipsi: Vom Wahrzeichen Agios Ioannis Theologos bis zum Geheimtipp

Manche Bauwerke brauchen keine Erklärung. Die Kirche Agios Ioannis Theologos (Google Maps) mit ihrer strahlend hellblauen Kuppel ist eines davon, sie thront auf einem Hügel über dem Hafen und ist das unbestrittene Wahrzeichen von Lipsi. Wer die Sehenswürdigkeiten auf Lipsi erkundet, kommt an ihr schlicht nicht vorbei. Schon von der Hafenpromenade aus dominiert sie das Panorama der Chora und liefert eines der schönsten Fotomotive der gesamten Dodekanes-Inselgruppe.
Das Äußere der 1931 errichteten Kirche besticht durch klassische Kykladen-Architektur: weiß getünchte Mauern, zwei markante Türme, die leuchtend blaue Kuppel als Krönung. Sie ist dem heiligen Johannes dem Theologen gewidmet, einem der vier Evangelisten des Neuen Testaments, der eine besondere historische Verbindung zur nahe gelegenen Insel Patmos hatte.
Finanziert wurde das Gotteshaus übrigens mit 35.000 Dollar, die von nach Amerika ausgewanderten Lipsioten gespendet wurden, ein Beleg dafür, wie eng die Inselgemeinschaft bis heute über Kontinente hinweg verbunden ist.
Lipsi zählt insgesamt 50 Kirchen und Kapellen, für eine Insel mit kaum 700 Einwohnern eine bemerkenswerte Dichte. Vier davon lohnen einen genaueren Blick, weil sie Geschichte, Architektur und Inselleben auf besondere Weise verbinden:
Panagia tou Charou
Der Name der Kirche Panagia tou Charou (Google Maps) stammt von der gleichnamigen Ikone, die heute in der Hauptkirche Agios Ioannis Theologos aufbewahrt wird. Die Kirche selbst liegt mitten in einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung mit Wein- und Olivenanbau, vermutlich bereits im 7. oder 8. Jahrhundert erbaut. Zwei Mönche aus Patmos gründeten hier 1600 ein Kloster, im 20. Jahrhundert kam an der Ostseite noch ein Narthex hinzu. Geöffnet täglich von 09:00 bis 13:00 und 18:00 bis 19:00 Uhr, Eintritt frei.
Panagia Kouselio
Die Kirche Panagia Kouselio (Google Maps) steht auf dem Fundament eines antiken Tempels, beim Bau wurden Teile des Tempels sowie Marmorinschriften aus byzantinischer Zeit wiederverwendet. Direkt daneben liegen die Überreste einer frühchristlichen, dreischiffigen Basilika aus dem 5. Jahrhundert, einst ausgestattet mit einem großen, kreuzförmigen Taufbecken und Bodenmosaiken.
Kimisis tis Theotokou
Die beiden Gotteshäuser der Kimisis tis Theotokou (Google Maps) („Entschlafung der Gottesgebärerin“) verbindet der rund 900 Meter lange, gepflasterte Weg Monopati tis Koimisis. Die obere Kirche Pano Panagia entstand um 1500, die untere Kato Panagia folgte 1770. In den zugehörigen Einsiedeleien lebte bis in die 1990er-Jahre ein Mönch, seit Kurzem ist die obere Einsiedelei erneut bewohnt.
Kirchenmuseum
Das Kirchenmuseum (Google Maps) liegt – anders als bei Wikipedia beschrieben – westlich vom Hauptort und dient allenfalls als Fotostopp. Die Ikonen, Gewänder und Utensilien vornehmlich aus verschiedenen Epochen der Insel können leider nur noch zu seltene Anlässen besichtigt werden.
6. Traumstrände für jeden Geschmack

23 Strände auf 16 Quadratkilometern: Das ist Lipsi – klein, aber in dieser Hinsicht verschwenderisch großzügig. Vom familienfreundlichen Sandstrand bis zur einsamen Felsenbucht, die du nur per Boot oder Roller erreichst: die Strände auf Lipsi decken jeden Urlaubstyp ab. Was sie alle gemeinsam haben: keine Strandliegen, keine Sonnenschirme, keine Strandbars.
Katsadia Beach
Drei Kilometer südlich des Hafens liegt einer meiner absoluten Lieblingsstrände – nicht nur auf Lipsi, sondern überhaupt. Der schmale Sandstreifen des Katsadia Beach, auch bekannt als Lera Lipsi, schmiegt sich in eine mehrgliedrige Bucht mit kleinen Felsformationen und vorgelagerten Inselchen. Eine Allee alter Tamarisken spendet natürlichen Schatten. Das Sahnehäubchen: die Taverne Dilaila in einem Naturgarten direkt oberhalb des Strandes.
Monodendri
Ein einziger knorriger Wacholderbaum, zugleich Namensgeber und wohl das ungewöhnlichste Fotomotiv der Insel. Der abgelegene Strand an der Ostküste liegt auf einer Halbinsel, die durch zwei grobsteinige Strände mit dem Festland verbunden ist. Naturidyll in seiner reinsten Form und zumeist menschenleer.
Kimissi Beach
Dieser Strand belohnt alle, die den Weg auf sich nehmen. Die Anfahrt mit dem Roller führt steil bergauf über eine Bergkuppe, die letzten 200 Meter legst du zu Fuß zurück, vorbei an der kleinen Kirche Kato Kimissi. Was dich unten erwartet: kristallklares Wasser, absolute Stille und viele neugierige Ziegen. Von hier aus lohnt sich außerdem ein Abstecher zur Kirche Pano Kimissi.
Kampos
Der Kampos Beach (Google Maps) liegt etwas abseits des Hauptorts, entsprechend ruhig und unerschlossen präsentiert er sich. Weder Taverne noch Infrastruktur lenken hier vom Badevergnügen am schmalen Strandstreifen ab. Direkt angrenzend lohnt sich eine Besichtigung der Kapelle Agios Georgios mit ihrer terracottafarbenen Kuppel und Fensterbögen.
Lientou
Er ist sehr beliebt, denn er befindet sich nur 800 Meter vom Hafen entfernt und ist somit der am leichtesten zu Fuß erreichbare Strand der Insel. Der Lientou Beach (Google Maps) ist ein entspannter, unkomplizierter Ort mit einem etwa zehn Meter breiten Sandstreifen und schattenspendenden Tamarisken. Praktisch: Die gegenüberliegende Bar des Hotels Aphrodite versorgt die Badegäste von morgens bis abends mit Getränken und kleinen Gerichten.
Tourkomnima Bucht
Echte Geheimtipps erfordern manchmal etwas Einsatz. Die Tourkomnima Bucht (Google Maps) an der Nordostküste ist nur per Roller oder Boot erreichbar, und genau das macht sie so besonders. Kristallklares Wasser, absolute Einsamkeit, keine Menschenseele. Wer hierher findet, hat die Bucht meist für sich allein.
7. Lipsi Winery – Weinkultur am Ende der Welt

Eine der ungewöhnlichsten Attraktionen auf Lipsi liegt mitten im Inselinneren: die familiengeführte Lipsi Winery (Google Maps) wurde 2013 gegründet und spezialisiert sich auf lokale Trauben wie der „Fokiano“ – eine der ältesten indigenen Rebsorten der Ägäis, die Winzer heute nur noch auf wenigen Inseln anbauen
Das Weingut liegt etwa 15 bis 20 Minuten zu Fuß vom Hafen entfernt und lässt sich bestens in eine kleine Wanderung einbinden – allein wegen der spektakulären Aussicht auf die umliegenden Inseln.
Du buchst deine Tour am besten vorab per E-Mail, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Die Besitzer führen dich etwa 30 Minuten durch das stilvolle, traditionelle Weingut und erzählen dabei die Geschichte des Weinbaus auf der Insel – wahlweise auf Englisch oder Griechisch. Anschließend wartet die Verkostung der vier Hauptweine, dazu werden Käse, Oliven und weitere Kleinigkeiten gereicht. Die gesamte Veranstaltung dauert etwa 1,5 Stunden.
Übrigens: Auf Lipsi gibt es auch eine biologisch bewirtschaftetes Landgut namens Dimitris Farm, deren Weinberge aus teils 200 Jahre alten Reben bestehen – ein weiteres stilles Zeugnis dafür, wie tief die Weinkultur auf dieser kleinen Insel verwurzelt ist.
8. Echte Schätze: Was du unbedingt mitnehmen solltest

Es gibt Inseln, die leben vom Tourismus. Und es gibt Inseln, die leben von dem, was sie selbst erschaffen. Lipsi gehört klar zur zweiten Kategorie. Wer hier durch die kleinen Gassen des Hafenortes schlendert, entdeckt Produkte, die nirgendwo sonst auf der Welt so schmecken.
Honig
Der Wildblütenhonig von Lipsi gilt als einer der aromatischsten Griechenlands. Die Bienen der Insel sammeln ihren Nektar aus unberührten Kräuterfeldern voller Oregano, Thymian und wilder Salbei. Kaufe ihn direkt beim Imker, der Unterschied zum Supermarktregal schmeckt man sofort.
Oregano & Thymian
Diese Kräuter wachsen wild auf den Hügeln der Insel und gehören zu den besten kulinarischen Souvenirs, die du aus deinem Lipsi Urlaub mitbringen kannst. Frisch getrocknet entfalten sie ein Aroma, das mit den blassen Varianten aus dem heimischen Gewürzregal wenig gemein hat, leicht im Gepäck und günstig noch dazu.
Olivenöl
Kalt gepresst, aus alten Hainen, in kleinen Mengen produziert: Das Olivenöl von Lipsi zielt nicht auf den Massenmarkt. Frag in den kleinen Läden rund um den Hafen, wer gerade frisches Öl verkauft, die Einheimischen wissen es immer.
Wein der Lipsi Winery
Die Flaschen der Lipsi Winery mit ihrer seltenen Fokiano-Traube sind nicht nur ein Genuss, sondern auch ein echtes Sammlerstück, die Winzer produzieren nur begrenzte Mengen pro Jahr. Nimm ruhig zwei Flaschen mit, eine zum Trinken, eine für besondere Anlässe.
Lokale Keramik & Handwerk
Neben den kulinarischen Schätzen lohnt sich auch ein Blick in die kleinen Handwerksläden rund um die Platia. Handgefertigte Keramik, Textilien und Schmuck warten hier in kleinen Auflagen, viele Stücke erzählen dabei eine eigene Geschichte, eine der stillen Attraktionen auf Lipsi, die viele Besucher schlicht übersehen.
9. Warum Lipsi anders ist als alle anderen Inseln

Was Lipsi von anderen Dodekanes-Inseln abhebt? Die Insel hat sich in den letzten Jahren konsequent als ökologischer Vorreiter positioniert, kein Massentourismus, keine Strandbars, keine Sonnenliegen, keine gesichtslosen Hotelanlagen. Diese Haltung bleibt längst nicht mehr unbemerkt: Auf der ersten „Water Dialogues“-Konferenz 2026 präsentierten Fachleute Lipsi als Vorbild für Umweltmanagement und Wasserressourcenbewirtschaftung.
Wassermanagement als Vorbildprojekt
Bürgermeister Fotis Maggos beschreibt, wie sich Lipsi von einem relativ unbekannten Ort zu einem „Vorbild für Umweltmanagementpraktiken“ entwickelt hat. Den Kern dieses Wandels bildet eine Entsalzungsanlage, die er als entscheidenden Schritt zur vollständigen Wasserautonomie bezeichnet.
Ein 1,7 Millionen Euro teures Projekt im Rahmen des Antonis-Tritsis-Entwicklungsprogramms erweiterte diese Infrastruktur um ein ferngesteuertes Wassermanagementsystem, Chlorüberwachung in den Stauseen der Insel, 800 digitale Wasserzähler und 13 zusätzliche Kilometer Leitungsnetz. Das Ergebnis: ein messbar geringerer Wasserverbrauch und weniger Abfall.
23 unberührte Strände: Griechenlands Spitzenreiter
Ein gemeinsamer Ministerbeschluss von Finanzminister Kyriakos Pierrakakis und Umwelt- und Energieminister Stavros Papastavrou definiert „unberührte“ Strände, an denen Sonnenschirme, Liegen, Kioske und jegliche kommerzielle Aktivität verboten bleiben. Lipsi bringt es in dieser Kategorie auf 23 Strände und führt damit die griechischen Gemeinden mit den meisten unberührten Stränden an. Das Fehlen von Pools ergibt in einem Klima mit Sommertemperaturen von regelmäßig über 35 Grad zusätzlich einen echten Beitrag zur Wasserersparnis.
Lokale Produkte statt Massenimport
Anstelle öffentlicher Mülltonnen setzt Lipsi auf ein Haus-zu-Haus-Sammelsystem mit getrennter Abfallentsorgung. Die Stärkung der lokalen Produktion und die kontinuierliche Verbesserung der touristischen Dienstleistungen spielen eine entscheidende Rolle für die nachhaltige Entwicklung der Insel. Lipsi blickt auf eine lange landwirtschaftliche Tradition zurück, Wein, Honig und Käse zeichnen sich durch hohe Qualität aus. Die Unterstützung lokaler Erzeuger stärkt die Gemeinde wirtschaftlich und reduziert gleichzeitig die Umweltbelastung durch Warentransporte aus anderen Regionen.
Authentischer Tourismus statt Übertourismus
Nachhaltiger Tourismus auf Lipsi beschränkt sich nicht nur auf Umweltschutzmaßnahmen. Es geht darum, Besuchern ein authentisches Erlebnis zu bieten, das auf der Auseinandersetzung mit der lokalen Kultur basiert. Wanderungen auf Naturpfaden, das Probieren regionaler Produkte und die Teilnahme an traditionellen Veranstaltungen stärken die Verbundenheit mit dem Reiseziel und verhindern eine Überkonzentration des Tourismus auf einzelne Orte.
Internationale Anerkennung: Von The Times bis HolidayCheck
Die französische Zeitung Le Figaro bezeichnete Lipsi als „überirdische Schönheit“, 2025 kürte der Far Away Travel Blog die Insel zum zweitexotischsten und authentischsten Reiseziel der Welt. Auch die britische Reisepresse zog nach: The Sun bezeichnet Lipsi als „verborgenes Juwel“ der Ägäis und verglich sie mit der mythischen Insel Ogygia aus Homers Odyssee. Im Juni 2026 setzte The Times Lipsi bereits zum zweiten Mal auf die Liste der „16 schönsten ruhigen griechischen Inseln“. Das deutsche Reiseportal HolidayCheck zählt Lipsi mittlerweile ebenfalls zu den Top-Reisezielen der Dodekanes.
10. Wo du auf Lipsi übernachtest: Die besten Unterkünfte

Eines vorweg: Wer auf Lipsi ein gesichtsloses Kettenhotel mit Poolbar und Animationsprogramm sucht, ist hier definitiv falsch. Und das ist gut so. Die Unterkünfte auf dieser Insider-Insel sind so wie die Insel selbst, persönlich, authentisch und weit entfernt vom Massentourismus. Einheimische Familien führen die meisten Häuser, viele seit Generationen, genau das macht den Unterschied. Hier schläfst du nicht in einem Hotel. Du schläfst bei jemandem.
Die Auswahl ist überschaubar, aber fein: Die meisten Unterkünfte gruppieren sich rund um den Hafen und die Chora, kurze Wege zu den Tavernen, zur Platia und zum Ortsstrand inklusive.
Für deinen Lipsi Urlaub empfehle ich, früh zu buchen. Die besten Unterkünfte sind in der Hauptsaison zwischen Juni und September schnell vergeben, die Insel ist klein, die Bettenzahl begrenzt, die Nachfrage wächst.
Hier meine Empfehlungen:
Aphrodite Hotel (hier Preise checken*): Das wohl bekannteste Haus auf Lipsi, direkt am Hafen gelegen. Freundliche Atmosphäre, gepflegte Zimmer, unschlagbare Lage. Wer morgens den Blick auf die Fischerboote genießen und abends zu Fuß zur besten Taverne der Insel spazieren möchte, ist hier genau richtig.
Lipsi Blue Hotel (hier Preise checken*): Etwas ruhiger oberhalb des Kampos Beach gelegen, dafür mit außergewöhnlicher Aussicht und einem angenehmen Preis-Leistungs-Verhältnis. Ideal für alle, die gerne den Abend bei ausgezeichneter Küche auf der Terrasse unter freiem Himmel ausklingen lassen wollen.
Nefeli Studios: Komfortable Studios in Hafennähe, die sich besonders für längere Aufenthalte eignen. Kleine Küche, eigene Terrasse, Alltagsgefühl statt Hotelzimmer-Anonymität. Wer eine Woche oder länger bleibt, schätzt genau das.
Glaros Studios: Die unkomplizierteste Option auf dieser Liste. Einfach, sauber, günstig, und geführt von einer Familie, die dich behandelt, als wärst du ein alter Bekannter.
Anreise: So kommst du nach Lipsi
Genau hier liegt einer der größten Reize von Lipsi Griechenland: Die Insel ist ausschließlich per Schiff erreichbar. Kein Flughafen, keine Brücke, kein Massentouristen-Bus. Wer hierher will, muss es wirklich wollen – und genau das hält die Insel so besonders. Die Anreise selbst wird zum ersten Teil des Abenteuers.
Per Flugzeug und Fähre
Die nächsten internationalen Flughäfen befinden sich auf Kos (ca. 50 km Luftlinie) und Rhodos (ca. 120 km Luftlinie). Von beiden Inseln bringen dich regelmäßige Fährverbindungen nach Lipsi, die Überfahrt ab Kos dauert je nach Reederei und Schiffstyp zwischen 2 und knapp 3 Stunden. Wer direkt aus Athen anreist, nimmt die Fähre ab Piräus, die Überfahrt dauert je nach Schiff und Route zwischen 8 und 12 Stunden, bietet aber einen Einblick in die Ägäis mit zahlreichen Zwischenstopps auf anderen Dodekanes-Inseln.
Schnellverbindungen ab den Nachbarinseln
Wer bereits auf einer der benachbarten Inseln ist, hat es besonders einfach: Ab Patmos erreichst du Lipsi in etwa 30 Minuten, ab Leros in rund 45 Minuten und ab Kalymnos in etwa einer Stunde. Diese kurzen Verbindungen machen Lipsi zum perfekten Zwischenstopp für ein Inselhopping im Dodekanes.
Tickets & Buchung: Fährtickets buchst du am besten vorab über die griechischen Portale Ferryhopper oder Greek Ferries. In der Hauptsaison zwischen Juni und September empfehle ich, frühzeitig zu buchen, da beliebte Verbindungen schnell ausgebucht sind. Wer spontan reist, fragt alternativ direkt am Fähranleger, oft gibt es kurzfristig noch Plätze.
Reisezeit: Wann ist Lipsi am schönsten?
Die Insel erwacht langsam aus dem Winterschlaf, die Kräuterfelder blühen in leuchtendem Grün, das Meer erreicht bereits angenehme Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad. Die Strände bleiben noch fast leer, die Tavernen starten in die Saison. Im Juli & August herrscht der größte Trubel, auch weil viele Griechen hier ihre Ferien verbringen. Wer in der Nachsaison im September & Oktober kommt, darf sich auf die wärmsten Meerestemperaturen freuen. Die Insel wirkt insgesamt deutlich ruhiger, was gerade von vielen Stammgästen geschätzt wird. Allerdings schließen ab Ende September viele Lokale nach und nach ihre Pforten.
In der Zeit zwischen November bis April herrscht Stille auf Lipsi. Die meisten Restaurants und Unterkünfte schließen, die Fährverbindungen werden deutlich seltener. Lipsi gehört dann fast ausschließlich seinen rund 800 Einwohnern. Für Individualreisende mit Abenteuersinn und einem Faible für absolute Stille bleibt das durchaus eine Option, allerdings nur mit guter Vorbereitung und der Bereitschaft, auf Komfort zu verzichten.
Lipsi als Ausgangspunkt für einen Tagestrip im Dodekanes

Lipsi liegt geografisch im Zentrum einer der faszinierendsten Inselgruppen Griechenlands, dem Dodekanes. Von hier aus erreichst du in weniger als einer Stunde Inseln, die unterschiedlicher kaum sein könnte. Wer seinen Lipsi-Urlaub mit einem Inselhopping verbindet, erlebt den Dodekanes in seiner ganzen Bandbreite.
Patmos (ca. 30 Min.)
Die Apokalypse des Johannes entstand hier, das Kloster des Heiligen Johannes thront majestätisch über dem Hauptort Chora und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Patmos wirkt spirituell, beeindruckend und touristisch etwas stärker frequentiert als Lipsi, aber absolut einen Besuch wert. Ideal als Tagestour oder als erste Station vor der Weiterreise.
Leros – die vergessene Perle (ca. 45 Min.)
Leros zählt zu den am meisten unterschätzten Lipsi Geheimtipps im weiteren Sinne, eine Insel mit außergewöhnlicher Architektur aus der italienischen Besatzungszeit, tiefblauen Buchten und einer entspannten Atmosphäre, die der von Lipsi ähnelt. Wer beide Inseln kombiniert, erlebt zwei Seiten desselben authentischen Griechenlands.
Kalymnos – die Kletterinsel (ca. 1 Std.)
Kalymnos gilt international als eine der besten Kletterregionen Europas, mit über 3.500 eingerichteten Routen in spektakulärer Felsenlandschaft. Gleichzeitig lebt die Insel tief verwurzelt in der Tradition der Schwammtaucher, die ihre Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgt. Ein kompletter Kontrast zu Lipsi, und genau deshalb die perfekte Ergänzung.
Arki & Agathonisi – die Mini-Inseln (ca. 30–45 Min.)
Wer es noch ursprünglicher mag als Lipsi Griechenland, fährt auf einen der winzigen Nachbarflecken. Arki zählt weniger als 50 Einwohner, Agathonisi kaum mehr. Keine Touristen, keine Infrastruktur, nur Meer, Fels und absolute Stille. Ausflugsboote nach Arki und Agathonisi starten ausschließlich von Lipsi aus, das macht die Insel zum einzigen Zugangspunkt für diese beiden Ziele.
❓ FAQ – Häufige Fragen zu Lipsi
❓ Wie viele Einwohner hat Lipsi?
Lipsi hat rund 800 ständige Einwohner: Im Sommer wächst die Insel durch Rückkehrer und Urlauber merklich an.
❓ Gibt es auf Lipsi ein Mietauto oder einen Bus?
Autos gibt es auf Lipsi kaum. Der beste Weg, die Insel zu erkunden, ist ein Mietroller: günstig, unkompliziert und perfekt für die schmalen Küstenstraßen. Einen Linienbus gibt es in sehr begrenztem Umfang.
❓ Sind die Attraktionen auf Lipsi auch für Familien mit Kindern geeignet?
Absolut. Der Kampos Beach mit seinem flachen Wasser, die kinderfreundliche Platia am Hafen und das entspannte Inseltempo machen Lipsi zu einem der schönsten Familienziele im Dodekanes.
❓ Was sind die besonderen Lipsi Geheimtipps, die kaum jemand kennt?
Die Tourkomnima Bucht an der Nordostküste, ein Besuch bei den Farmen mit Verkostung im Hinterland und eine Weinverkostung in der Lipsi Winery bei Sonnenuntergang.
❓ Wann ist die beste Reisezeit für Lipsi Griechenland?
Lipsi ist eigentlich das ganze Jahr einen Besuch wert. Außerhalb der Saison geht es ruhiger zu als in den typischen Reisemonaten von Mai bis September. Zu dieser Zeit haben dann alle Restaurants geöffnet und die dezente touristische Infrastruktur entfaltet sich voll.
Mein Fazit: Warum Lipsi so besonders ist
Lipsi ist nicht für jeden. Wer All-inclusive-Resorts und typische Touristen-Annehmlichkeiten sucht, wird hier nicht glücklich. Wer Griechenland dagegen nicht konsumieren, sondern wirklich erleben will, findet auf Lipsi genau das richtige Ziel.
Was diese Insel von anderen Reisezielen unterscheidet, zeigt sich am deutlichsten in der Art, wie hier alle zusammenleben. Keine VIP-Lounges, keine sozialen Kategorien, keine Distanz zwischen denen, die hier arbeiten, und denen, die hier Urlaub machen. Selbst im Vergleich zu anderen kleinen Dodekanes-Inseln tickt die Zeit auf Lipsi anders: ruhiger, direkter, weniger durchorganisiert. Und dennoch etabliert sich das kleine Eiland als ökologischer Vorreiter und baut gleichzeitig auf die eigene Stärke.
Le Figaro beschreibt Lipsi als „überirdische Schönheit“, und meint damit nicht nur die Äußerlichkeiten. Dieser Ort kommt nah an das Ideal einer griechischen Trauminsel heran.
Mein persönlicher Feelgood-Faktor: 95 von 100!
Reiseführer für die Dodekanes
*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API







