1. Hintersee

Der Hintersee ist so etwas wie das Foto-Mekka im Berchtesgadener Land. Zum Teil drängen sich am Morgen und am Abend 20 Fotografen und mehr an dem berühmten Fotospot mit den markanten Felsen im Wasser. Auch der eine oder andere Instagram-Star taucht hier mitunter auf. Dieser Fotospot ist aber auch wirklich traumhaft schön.
Wenn du aber Ruhe und das Naturerlebnis suchst, bist du hier falsch. Wobei: Es gibt auch Tage, da bist du sogar am Hintersee ganz alleine. An den Wochenenden und in der Ferienzeit ist das aber nicht zu erwarten.
Der Hintersee bietet übrigens noch viele tolle andere Fotospots. Die bekannten Felsen sind zwar das Highlight. Es lohnt sich aber, den Hintersee einmal komplett zu umrunden. Du wirst noch mindestens fünf andere geniale Fotomotive entdecken.
Die schönsten Bilder entstehen am Hintersee am Morgen, wenn die Sonne im Osten aufgeht und die Bergspitzen anstrahlt, die sich wiederum im Wasser spiegeln. Aber auch am Abend mit Gegenlicht ist der Spot durchaus zu empfehlen.
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2. Zauberwald am Hintersee

Der Zauberwald liegt direkt am Hintersee und bietet Fotomotive in Hülle und Fülle. Nimm deine Kamera, das Stativ und viel Zeit und erkunde diesen magischen Wald mit seinen Wasserläufen. Es gibt nicht das eine bekannte Fotomotiv. Vielmehr wirst du unzählige tolle Spots entdecken. Für Langzeitaufnahmen empfehle ich dir ein robustes Stativ und einen Graufilter.
Ich empfehle die frühen Morgenstunden, wenn die Sonne noch nicht direkt auf die vielen kleinen Wasserfälle scheint und du die Natur noch ganz ohne Menschenmassen genießen kannst, die hier gegen Mittag über die Stege drängen.
Der Parkplatz direkt am Zauberwald ist mit fünf Euro für den ganzen Tag (kürzere Intervalle gibt es nicht) leider nicht ganz günstig.
3. Wimbachklamm

Die nur etwa 200 Meter lange Wimbachklamm gehört zu den absoluten Highlights im Berchtesgadener Land. Vom kostenpflichtigen Parkplatz brauchst du etwa 20 bis 30 Minuten zu Fuß zu der imposanten Klamm, durch die ein schmaler, aber gut gesicherter Steg führt.
Du wirst begeistert sein, versprochen! Natürlich solltest du auch in der Wimbachklamm nur mit dem Stativ (hier findest du unsere Stativ-Kaufberatung) arbeiten, um wundervolle Langzeitbelichtungen zu schießen.
Eine Warnung vorweg: Es ist nicht ganz einfach, in der Wimbachklamm zu fotografieren. Zum einen ist da das Geländer des Stegs, das irgendwie immer im Weg ist. Ein großes Stativ (über 1,60 Meter) ist hier von Vorteil. Dann musst du anderen Besuchern der Klamm ständig Platz machen. Der Steg ist nämlich wirklich eng.
Zudem hast du mit Vibrationen zu kämpfen. Die entstehen immer dann, wenn jemand in der Nähe auf dem Steg unterwegs ist. Ein früher Start – dann ist es nicht so voll – lohnt sich sehr.
Der Eintritt in die Wimbachklamm kostet 2,50 Euro. Kurz hinter dem Parkplatz auf dem Weg zur Klamm musst du eine Wertmarke am Automaten kaufen, mit der du das Drehkreuz an der Klamm freischaltest.
4. Almbachklamm

Die Wanderung durch die Almbachklamm ist für viele schon ein kleines Abenteuer. Es geht teilweise relativ hoch über dem Almbach durch die enge Klamm. Nicht an jeder Stelle sichert ein Geländer den Weg. Ein wenig Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind nötig.
Für Fotografen bietet die Almbachklamm viele tolle Fotomotive. An einigen Stellen kommst du relativ problemlos zum Wasser. Mit einem Ultraweitwinkelobjektiv gelingen dir garantiert tolle Fotos.
Am Ende der Almbachklamm erreichst du den Sulzer Wasserfall. Der Sulzer Wasserfall stürzt über drei Stufen 114 Meter in die Tiefe stürzt. Damit gilt der Sulzer Wasserfall als der elfthöchste Wasserfall Deutschlands. Für die Durchquerung der Almbachklamm benötigst du etwa eine halbe bis eine Stunde.
Der Eintritt in die Almbachklamm kostet innerhalb der Öffnungszeiten sechs Euro. Außerhalb der Öffnungszeiten kann die Klamm kostenlos besichtigt werden. Der Parkplatz ist kostenlos. Im Winter bei Eis und Schnee ist die Klamm gesperrt und nicht zugänglich.
5. Kapelle Maria Gern mit Watzmann

Die Pfarrkirche Maria Gern mit dem imposanten Watzmann im Hintergrund gehört für mich zu den absoluten Top-Fotospots im Berchtesgadener Land. Sehr lohnenswert sind der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang. Im Winter verzaubert Neuschnee die Landschaft in ein echtes Winterwunderland.
Leider befindet sich der beste Platz zum Fotografieren auf Privatgrund. Der Zugang ist gesperrt. Aber mit ein wenig Fantasie und der richtigen Kameraausrüstung gelingen dir hier auch von der Straße tolle Bilder.
6. Malerwinkel am Königssee

Vom Malerwinkel hast du einen fantastischen Blick auf den Königssee. Der Königssee ist sicher die bekannteste Sehenswürdigkeit im Berchtesgadener Land und einer der schönsten Seen in Bayern. Es gibt wohl keinen Besucher, der den von hohen Felswänden eingeschlossenen See nicht mindestens einmal besucht.
Rund um den Königssee findest du noch viele andere tolle Fotospots. Davon ist aber keiner so leicht zu erreichen wie der Malerwinkel.
Ich bevorzuge hier den Sonnenaufgang und den frühen Nachmittag. Komm nicht zu spät, da sonst alles im krassen Gegenlicht absäuft.
Vom kostenpflichtigen Parkplatz in Schönau brauchst du etwa 15 bis 20 Minuten zu Fuß zum Malerwinkel. Der Weg ist breit und wirklich für jeden geeignet. Sehr lohnenswert ist auch der Malerwinkel-Rundweg, eine der schönsten und leichtesten Wanderungen im Berchtesgadener Land.
Hinweis: Sicher kennst du die berühmten Pools am Königssee („Gumpen am Königsbach“). Wegen des Massenandrangs zu den Naturpools und der damit einhergehenden Zerstörung der empfindlichen Natur (zudem gab es zahlreiche, leider auch tödliche Unfälle) wurde das Areal rund um die Gumpen offiziel gesperrt. Bei Verstößen drohnt eine Strafe von bis zu 25.000 Euro.
7. Kirchleitn Kapelle

Direkt in Berchtesgaden lohnt ein Abstecher zur Kirchleitn Kapelle auf dem Lockstein. Die Kirchleitn Kapelle mit dem Watzmann im Hintergrund ist ein tolles Fotomotiv. Am besten parkst du am Rathaus in Berchtesgaden und „erklimmst“ den Hügel zu Fuß. Für den Aufstieg brauchst du etwa 15 bis 20 Minuten.
Der Spot funktioniert am Morgen wie am Abend. Am Morgen hast du aber den Vorteil, dass dir nicht ständig Menschen ins Bild rennen.
8. Jenner

Der 1874 Meter hohe Jenner ist ein Aussichtsgipfel der Extraklasse. Der Blick auf den Watzmann mit dem Königssee sucht seinesgleichen. Die Wanderung auf den Jenner ist lang, aber nicht sonderlich anspruchsvoll.
Einfacher geht’s mit der Jennerbahn. Am Gipfel ist – zumindest zu den Betriebszeiten der Bergbahn – immer einiges los. Gute Übernachtungsmöglichkeiten in Gipfelnähe sind die Berggaststätte Schneibsteinhaus und das Carl-von-Stahl-Haus.
Lohnenswert sind auch hier der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang. Am Morgen liegt der Königssee oft noch im Nebel.
9. Hängebrücke im Klausbachtal

Das Klausbachtal im Nationalpark Berchtesgaden ist traumhaft schön und die Wanderung durch das Tal sehr zu empfehlen. Auf dem Weg durch das Tal kommst du an einigen schönen Almhütten vorbei. Hier kannst du im Sommer eine Rast einlegen und dich kulinarisch verwöhnen lassen.
Aus fotografischer Sicht ist die 2010 eröffnete und 55 Meter lange Hängebrücke über den Klausbach ein echtes Highlight. Vom Parkplatz am Eingang des Nationalparks sind rund 3,5 Kilometer zurückzulegen.
Wanderst du nach der Hängebrücke weiter (sehr zu empfehlen), erreichst du nach gut sechs Kilometern die Bindalm – ebenfalls ein traumhaftes Fotomotiv in Berchtesgaden.
In den Sommermonaten fährt übrigens ein Wanderbus durch das Klausbachtal.
Die besten Bilder entstehen hier am Morgen, wenn die Bergspitzen vom ersten Sonnenlciht angestrahlt werden. Außerdem hast du die Brücke dann meist mehr oder weniger für dich alleine.
10. Obersee

Der Obersee darf auf der Liste der schönsten Fotomotive in Berchtesgaden nicht fehlen. Du erreichst den Obersee am besten mit dem Schiff. Es gibt zwar auch eine Wanderung, die ist aber lang und anspruchsvoll!
Los geht’s in Schönau am Königssee. Nach dem Stopp an der Kirche St. Bartholomä erreicht das Boot die Anlegestelle Salet nach etwa einer Stunde. Von Salet aus brauchst du noch 15 bis 20 Minuten zum Obersee. Übrigens bieten sich dir schon vom Schiff tolle Fotomotive.
Der Obersee ist leider kein Geheimtipp mehr – dementsprechend voll ist es hier zu den Fahrzeiten der Schiffe.
Darum auch hier meine eindringliche Bitte: Respektiere die Natur! Wirf keinen Müll und keine Kippen in die Landschaft, bleib auf den Wegen, pflücke keine Pflanzen, verhalte dich leise und lass die Drohne am Boden. Du befindest dich in einem geschützten Nationalpark und nicht in einem Vergnügungspark.
11. Gollinger Wasserfall

Okay, der Gollinger Wasserfall liegt natürlich im österreichischen Bundesland Salzburg und nicht auf deutscher Seite im Berchtesgadener Land. Mit dem Auto erreichst du den Gollinger Wasserfall von Berchtesgaden aber in etwa 30 bis 40 Minuten – ein Katzensprung.
Nach ein paar Minuten Fußweg erreichst du die untere Stufe des Gollinger Wasserfalls. Ein äußerst schöner und beliebter Fotospot.
Es lohnt sich, dem Steig weiter zu folgen und auch die obere Stufe des Gollinger Wasserfalls sowie die Quelle anzuschauen. Der Eintritt zum Wasserfall kostet sieben Euro, der Parkplatz kostet extra. Komm früh am Morgen, wenn du deine Ruhe haben willst. Außerdem hast du dann das beste Licht.
Berchtesgaden-Reiseführer
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