Schönste Städte der Welt: 16 Orte, die uns nicht losgelassen haben

Welche Städte auf der Welt muss man gesehen haben? Eine Frage, die sich jeder Reisende irgendwann stellt und auf die es keine objektive Antwort gibt. Schönheit liegt schließlich im Auge des Betrachters.

Wir haben alle Kontinente bereist und unzählige Städte besucht. Unsere Auswahl basiert auf persönlichen Erlebnissen – auf dem Gefühl, um eine Ecke zu biegen und den Atem anzuhalten. Kurz: Es sind die Städte, die uns nicht losgelassen haben!

Ob du deinen nächsten Städtetrip planst oder einfach für einen Moment dem Alltag entfliehen willst: Dieser Überblick soll dir als Inspiration für deine nächste Reise dienen. Hier findet du die unserer Meinung nach schönsten Städte der Welt.

1. Kyōto: Wo das alte Japan noch lebt

Kyōto steht für mich ganz weit oben auf der Liste der schönsten Städten der Welt. Du schlenderst um eine Ecke und plötzlich bist du in einer anderen, längst vergangenen Zeit. Das Gion-Viertel ist genau das: ein lebendiges Stück Japan, das seine Seele bewahrt hat. Enge Gassen, dunkles Holz, Laternen. Kein Beton. Kein Verkehrslärm. Kyoto ist eine der wenigen japanischen Städte, die während des Zweiten Weltkriegs nicht bombardiert wurde. Deshalb sind ihre Architektur und ihr kulturelles Erbe bis heute intakt geblieben.

Gion ist Kyōtos bekanntestes Geisha-Viertel und berühmt für seine traditionellen Teehäuser, in denen Geishas und Maikos auftreten. Am Abend hast du sogar die Chance, eine von ihnen auf dem Weg zum Auftritt zu sehen. Übrigens: Geishas und Maikos zu fotografieren ist mittlerweile ein heikles Thema. In manchen Gassen ist es ausdrücklich verboten und wird mit Bußgeldern belegt. Bitte respektiere die Privatsphäre der Geishas.

Mein Tipp: Buche eine geführte Tour durch das Gion-Viertel. Mit dem Guide entdeckst du Orte, die du alleine nur schwer findest. Seit einigen Jahren sind manche Gassen für Touristen zum Schutz der Anwohner gesperrt. Die Hauptstraße Hanami-koji ist aber frei zugänglich (es gibt aber stellenweise ein Fotografie-Verbot). Für die beste Atmosphäre und die schönsten Fotos: Komm in den frühen Morgenstunden oder kurz nach Sonnenuntergang. Tagsüber sind die Gassen oft überfüllt.

Nicht weit entfernt ragt die Yasaka-Pagode 46 Meter in den Himmel. Das fünfstöckige Bauwerk aus dem 6. Jahrhundert ist eines der bekanntesten Fotomotive in Japan und besonders am Abend ist hier einiges los.

Daneben gibt es in Kyōto noch mehr zu entdecken: den Kifune Schrein hoch oben in den Bergen nördlich der Stadt, den Fushimi Inari-Schrein mit seinen rund eintausend leuchtend orangefarbenen Torii-Toren – eines der ikonischsten Bilder Japans – und den goldenen Kinkaku-ji, den Goldenen Pavillon, der sich malerisch im Teich davor spiegelt. Beliebt ist auch der Arashiyama-Bambuswald. Das ist ein surrealer, fast unwirklicher Ort, an dem riesige Bambusstämme das Sonnenlicht filtern und eine ganz eigene, meditative Stille erzeugen.

Kyōto allein könnte dich eine ganze Woche beschäftigen.

2. Amsterdam: Grachten, Kultur und schiefe Häuser

Clubs, Rotlichtviertel, Coffee-Shops: Klar, das gibt es alles in Amsterdam. Aber die niederländische Hauptstadt hat so viel mehr zu bieten. Amsterdam ist eine Stadt, die dich mit ihrem ganz eigenen Charakter überrascht, und das auf Schritt und Tritt.

Das fängt mit den Grachten an. Insgesamt durchziehen rund 75 Kilometer befahrbare Kanäle die Stadt. Verrückt, oder? Der Bau des Grachtengürtels begann übrigens Anfang des 17. Jahrhunderts und dauerte fast 40 Jahre. Heute gehört er zum UNESCO-Welterbe. Mein Tipp: eine abendliche Rundfahrt auf den Grachten. Vom Wasser aus erlebst du Amsterdam von seiner schönsten Seite.

Und wer die Stadt noch aus einer anderen Perspektive entdecken will: Amsterdam ist mit über 400 Kilometern Radweg die fahrradfreundlichste Metropole der Welt. Ein Fahrrad ist hier das beste Fortbewegungsmittel überhaupt.

Pflichtprogramm ist das Anne-Frank-Haus. Hier versteckte sich einst Anne Frank mit ihrer Familie und schrieb ihr weltberühmtes Tagebuch. 1944 wurde sie von der Gestapo verhaftet und später ermordet. Ein Ort, der im Gedächtnis bleibt. Tickets unbedingt frühzeitig online über die offizielle Website des Anne-Frank-Hauses buchen. Vor Ort gibt es meist keine Karten mehr.

Gleich nebenan liegt der Museumplein mit Rijksmuseum, Van Gogh Museum und Stedelijk. Sie bilden das kulturelle Herz der Stadt. Im Rijksmuseum hängt Rembrandts Nachtwache, eines der berühmtesten Gemälde der Welt.

Und dann sind da noch die Tanzenden Häuser am Damrak: schiefe Fassaden, die sich im Kanalwasser spiegeln. Die historische Altstadt steht auf Holzpfählen auf sumpfigem Untergrund. Über die Jahrhunderte sind die Pfähle vermodert. Das Ergebnis: ein Stadtbild wie kein zweites auf der Welt.

Tipp für einen spektakulären Ausblick über die Stadt: der A’DAM Lookout in 100 Metern Höhe auf dem Dach des A’DAM-Turms, mit der höchsten Schaukel Europas für alle, die keine Höhenangst haben. Kurzum: Amsterdam ist eine Stadt, die mit jedem Besuch neue Seiten von sich zeigt – und die einen irgendwie nie mehr loslässt.

Sehenswürdigkeiten in Amsterdam

3. Singapur: Mega-Metropole der Zukunft

Singapur ist kein Reiseziel, es ist ein Erlebnis! Kaum eine Stadt auf der Welt verbindet Moderne – schon der Flughafen ist eine Sehenswürdigkeit für sich –, Natur und Kultur so konsequent wie der Stadtstaat in Südostasien. Dazu ist Singapur eine der saubersten Städte der Welt: Strenge Gesetze sorgen dafür, dass Straßen und Plätze stets makellos sind. Ein Kontrast zum pulsierenden Großstadttreiben, der die Stadt umso faszinierender macht.

Eines der Highlights ist der Gardens by the Bay. Der Stadtpark ist bekannt für seine Supertrees, die bis zu 50 Meter in den Himmel ragen. Nachts verwandeln sie sich bei der kostenlosen Garden Rhapsody Show in ein Licht- und Klangerlebnis. Der Flower Dome ist das größte Glasgewächshaus der Welt mit Pflanzen aus aller Welt, von Kakteen bis Olivenbäumen. Im Cloud Forest wartet ein 30 Meter hoher Indoor-Wasserfall auf dich.

Ein Muss ist auch die Marina Bay mit dem Hotel Marina Bay Sands und seiner ikonischen Dachterrasse. Du bist kein Hotelgast? Kein Problem. Für einen Obolus kommst du aufs SkyPark Observation Deck. Der Blick über die Mega-City ist atemberaubend.

Den besten Fotospot für das klassische Marina-Bay-Sands-Panorama findest du übrigens auf der anderen Seite der Bucht, beim Merlion, eine berühmte Statue mit einem Fischkörper und wasserspeienden Kopf eines Löwen. Von hier bekommst du das komplette Ensemble aus Supertrees, Skyline und Hotel aufs Bild. Und am Abend zeigt die kostenlose Licht- und Wassershow Spectra, warum Singapur beim Staunen keine Kompromisse macht.

Und dann ist da noch Chinatown: bunte Straßen, Tempelanlagen, Straßenmarkt, Foodcourt. Und Little India riecht nach Gewürzen und klingt nach Indien. Beide Viertel zeigen, was Singapur ausmacht: Kulturen, die nicht nebeneinander existieren, sondern miteinander.

Unbedingt empfehlen möchte ich auch einen Besuch in einem der legendären Hawker Centres. Das sind überdachte Streetfood-Märkte, auf denen Dutzende Garküchen ihre Spezialitäten anbieten. Singapurs Hawker-Kultur wurde 2020 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Das Maxwell Food Centre in Chinatown ist ein perfekter Einstieg.

4. Dubrovnik: Perle der Adria und Filmkulisse der Welt

Dubrovnik begeistert dich von der ersten Sekunde an – versprochen! Du gehst durch das Pile-Tor, schaust die Stradun entlang und weißt sofort: Diese Stadt ist etwas Besonderes.

Besonders spektakulär ist die Stadtmauer. Fast zwei Kilometer lang, bis zu 25 Meter hoch und bis zu sechs Meter breit. Sie gilt als das besterhaltene defensive mittelalterliche Befestigungssystem in Europa. Die Mauern umfassen fünf Festungen und sechzehn Türme und Bastionen. Ein Rundgang dauert ein bis zwei Stunden und lohnt sich zu jeder Tageszeit (Öffnungszeiten beachten). Am Morgen hast du die Mauer fast für dich allein. Mein Tipp: Mit dem Dubrovnik Pass sparst du gegenüber dem Einzelticket und kommst gleichzeitig in viele weitere Sehenswürdigkeiten – für Vielseher definitiv lohnenswert.

Direkt vor der Altstadt thront auf einem 37 Meter hohen Felsen die Festung Lovrijenac. Über dem Eingang steht eingemeißelt: „Non bene pro toto libertas venditur auro“ – „Nicht für alles Gold der Welt werden wir unsere Freiheit verkaufen.“ Dieser Satz wurde zum Wahlspruch der Stadt. Im Juli und August verwandelt sich die Festung in eine Open-Air-Bühne für die Dubrovniker Sommerfestspiele.

Und dann ist da noch der Berg Srđ. Mit der Seilbahn bist du in vier Minuten auf 412 Metern. Der Blick auf die Altstadt, das Meer und die Insel Lokrum ist unvergesslich, besonders bei Sonnenuntergang.

Game-of-Thrones-Fans aufgepasst: In Dubrovnik wurden viele Szenen der weltbekannten Serie gedreht. Die Altstadt ist das Vorbild für Kings Landing (deutsch: Königsmund). Besonders bekannt sind der Minceta-Turm (Haus der Unsterblichen), die Festung Lovrijenac (Roter Bergfried) und die Treppe der Jesuiten-Kirche (Schandmarsch-Szene). Die vielen Drehorte erkundest du am besten auf einer geführten GoT-Tour durch die Altstadt. Die Guides kennen auch die versteckten Spots abseits der Touristenpfade.

Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik & Drehorte von GoT in Dubrovnik

5. Paris: Wo Wahrzeichen Geschichte schreiben

Paris – die Stadt der Liebe, der Lichter und der großen Gefühle. Kein Wunder, dass Paris laut dem Ranking des Marktforschungsinstituts Euromonitor International zur schönsten Stadt der Welt gewählt wurde und jährlich Millionen von Besuchern anzieht.

Im Mittelpunkt steht der weltbekannte Eiffelturm – 330 Meter Stahl, erbaut zwischen 1887 und 1889 zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution. Heute ist er das Wahrzeichen der Stadt schlechthin. Abends zur vollen Stunde glitzert er fünf Minuten lang im Lichterkleid. Ein Anblick, der einen einfach nicht kalt lässt.

Direkt gegenüber, auf der anderen Seite der Seine, liegt das Palais de Chaillot. Setz dich auf die Freitreppe, pack ein Baguette aus und genieß den besten Blick auf den Eiffelturm.

Dann der Louvre. Im meistbesuchten Museum der Welt warten Tausende Werke darauf, entdeckt zu werden. Das bekannteste Highlight ist die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Tipp: Zeitfenster online buchen, Fast Lane nutzen, gezielt planen. Ohne Plan verlierst du dich in den unendlichen Gängen.

Und wenn du die lauten Touristenströme mal hinter dir lassen willst: Der Montmartre mit der weißen Basilika Sacré-Cœur hoch über der Stadt ist ein perfekter Kontrast. Enge Gassen, Straßenkünstler, Weinberge mitten in Paris und ein Panoramablick, der die ganze Stadt zu deinen Füßen legt.

Und Notre-Dame? Nach dem verheerenden Brand im April 2019 wurde die imposante Kathedrale fünf Jahre lang aufwendig restauriert und am 7. Dezember 2024 feierlich wiedereröffnet – ein historischer Moment für Paris und die ganze Welt. Auch die Türme sind wieder zugänglich und bieten einen atemberaubenden Blick über die Dächer der Stadt in Richtung Eiffelturm.

Unbedingt empfehlen möchte ich außerdem einen Spaziergang entlang der Seine. Bei schönem Wetter am Ufer ein Picknick mit Baguette, Käse und einem Glas Wein. Es gibt kaum einen entspannteren Weg, Paris zu erleben.

Sehenswürdigkeiten in Paris

6. New York: Abenteuer Big Apple

New York überwältigt von der ersten Sekunde an. Die Skyline, die Hektik, die Energie – ohne Zweifel eine der spannendsten Städte der Welt. Wolkenkratzer, Parks, atemberaubende Museen und ein Mix an Kulturen, der einzigartig ist. New York ist die Stadt, die niemals schläft, und das spürst du an jeder Ecke. Central Park, MoMA, ein Stück Pizza auf der Straße, und schon fühlst du dich wie im Film.

Erster Stop deiner Reise: die Freiheitsstatue. Sie wurde 1886 eingeweiht und begrüßte einst Millionen von Einwanderern bei ihrer Ankunft und ist ein Symbol für Freiheit und Hoffnung, das bis heute nichts von seiner Wirkung verloren hat. Du erreichst das New Yorker Wahrzeichen nur per Fähre. Willst du in die Krone? Dann musst du die Tickets lange im Voraus buchen. Spartipp: Die Staten Island Ferry fährt kostenlos an der Statue vorbei – perfekt für einen ersten Blick ohne lange Wartezeiten und ohne einen Cent auszugeben.

Das Empire State Building mit seinen 443 Metern ist ein Klassiker und eines der bekanntesten Gebäude der Welt. Den besten Blick über Manhattan hast du aber vom Top of the Rock im Rockefeller Center. Von der Aussichtsplattform rückt das Empire State Building selbst ins Bild, was vom Empire State Building selbst natürlich nicht möglich ist. Noch mehr Adrenalin bieten die Aussichtsplattformen Edge in den Hudson Yards mit dem gläsernen Boden über dem Abgrund und das Summit One Vanderbilt mit seinen spektakulären gläsernen Boxen, die über die Fassade hinausragen.

Am 9/11 Memorial solltest du dir unbedingt Zeit nehmen. Auf dem Fundament der Zwillingstürme wurden zwei neun Meter tiefe Wasserbecken mit den Namen aller 2.983 Opfer errichtet. Direkt daneben befindet sich das 9/11 Memorial Museum. Es dokumentiert die Ereignisse des 11. September 2001 auf erschütternde Weise.

Und nicht zu vergessen: der Central Park mitten in Manhattan. Umpire Rock, Bow Bridge, Bethesda Fountain – plan zwei Stunden ein. Mindestens.

New York ist eine Stadt, die dich fordert, überrascht und begeistert – manchmal alles gleichzeitig. Wer einmal hier war, versteht sofort, warum so viele Menschen davon träumen, hier zu leben.

Sehenswürdigkeiten in New York & New York kostenlos erleben

7. Prag: Die Goldene Stadt an der Moldau

Prag verzaubert mit engen Gassen, historischen Türmen und dem magischen Blick über die Moldau. Die tschechische Hauptstadt trägt ihren Beinamen „Goldene Stadt“ zu Recht. Was Prag dabei von vielen anderen europäischen Städten unterscheidet: Anders als Wien oder Dresden hat das historische Stadtzentrum nicht unter dem Bombardement des Zweiten Weltkriegs gelitten, weshalb fast alle barocken Gebäude noch im Original erhalten sind. Die Altstadt wurde sogar von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Ein Stadtbild wie aus dem Bilderbuch.

Eines der Highlights ist die Prager Burg. Das Guinnessbuch der Rekorde listet das Burgareal als größte geschlossene Burganlage der Welt mit einer Fläche von fast 70.000 Quadratmetern. Seit dem frühen Mittelalter Sitz böhmischer Könige, heute Amtssitz des tschechischen Präsidenten.

Auf dem Gelände der Burg steht auch der Veitsdom. Der Bau dauerte sage und schreibe 600 Jahre – von 1344 bis 1929 –, das Ergebnis ist atemberaubend: Buntglasfenster, eine riesige Rosette, prächtige Kapellen. Direkt daneben befindet sich das Goldene Gässchen. Hier erwarten dich bunte Häuschen, einst bewohnt von Handwerkern und Schriftstellern. Einer der berühmtesten Bewohner: Franz Kafka, der in Haus Nr. 22 zeitweise lebte und schrieb. Kafka ist untrennbar mit Prag verbunden. Sein Geburtshaus, sein Grab und mehrere Museen erinnern in der ganzen Stadt an den großen Schriftsteller.

Berühmt ist auch die Karlsbrücke. 516 Meter lang, 30 barocke Heiligenstatuen, erbaut ab 1357 auf Geheiß von Karl IV. Sie ist die älteste erhaltene Brücke über die Moldau und eine der ältesten Steinbrücken Europas. Sie verbindet die Altstadt mit der Kleinseite, genau wie vor fast 700 Jahren. Den schönsten Blick hast du früh morgens, wenn die Brücke noch im Morgennebel liegt und kaum Touristen unterwegs sind – tagsüber ist das Gedränge enorm. Mein Tipp: Steig auf den Altstädter Brückenturm! Von oben entfaltet sich das ganze Panorama über Brücke, Moldau und Burg.

Am Altstädter Ring befindet sich mit dem Altstädter Rathaus eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonderes Highlight ist die Astronomische Uhr – auch Orloj genannt –, die seit 1410 funktioniert und zu den ältesten noch funktionierenden astronomischen Uhren der Welt zählt. Stündlich zwischen 9 und 23 Uhr öffnen sich zwei kleine Fensterchen über dem Zifferblatt und die zwölf Apostel ziehen vorbei. Ein Schauspiel, das trotz der vielen Touristen rundum seinen Charme nicht verloren hat. Tipp: Steig auf den Rathausturm für einen traumhaften Blick über den Altstädter Ring und die roten Dächer der Prager Altstadt.

Sehenswürdigkeiten in Prag

8. Barcelona: Gaudís Stadt

Wer einmal in Barcelona war, kommt zurück! Die katalanische Metropole am Mittelmeer ist bunt, laut, voller Energie und steckt voller Architektur, die du nirgendwo sonst auf der Welt findest. Dazu kommt ein Alleinstellungsmerkmal, das kaum eine andere Großstadt bieten kann: In Barcelona lassen sich Kultur- und Strandurlaub mühelos kombinieren – morgens Gaudí, nachmittags Strand, abends Tapas. Von der Altstadt bis zur Strandpromenade sind es nur wenige Minuten zu Fuß.

Ein Muss ist die Sagrada Família. Am 20. Februar 2026, nach über 140 Jahren Bauzeit, erreichte das Bauwerk seine finale Höhe von 172,5 Metern. Damit ist sie jetzt offiziell die höchste Kirche der Welt, noch vor dem Ulmer Münster. Der katalanische Ausnahme-Architekt Antoni Gaudí widmete diesem Projekt viele Jahre seines Lebens. Er selbst wusste, dass er die Fertigstellung nie erleben würde. Wenn du vor diesem Bauwerk stehst und die Türme in den Himmel ragen siehst, verstehst du sofort, warum.

Das zweite Top-Highlight in Barcelona ist der Park Güell. Gaudí plante ihn ursprünglich als exklusives Wohnviertel mit 60 Villen – doch das Geld reichte nicht. Statt 60 Villen entstanden nur drei Häuser, darunter das Wohnhaus Gaudís selbst, das seit 1963 als Casa-Museu Gaudí ein Museum ist. Heute erwartet dich hier eine Oase aus farbenfrohen Mosaiken, organischen Formen und einer riesigen Sonnenterrasse mit traumhaftem Blick über die Stadt. Bester Fotospot: die große Terrassenfläche mit der geschwungenen Mosaikbank. Von hier hast du Barcelona und bei klarem Wetter sogar das Meer vor dir.

Das Gotische Viertel – das Barri Gòtic – ist perfekt für einen langen Abendspaziergang. Verwinkelte Gassen, die beeindruckende Kathedrale La Seu, Bars, Boutiquen, Straßenmusiker. Tagsüber sind die Gassen oft überfüllt – am schönsten ist das Viertel in den frühen Abendstunden, wenn die Hitze nachlässt und das Kopfsteinpflaster im warmen Licht der Laternen leuchtet.

Direkt daneben liegt El Born, das Viertel der Kreativen, mit den engsten Gassen und angesagtesten Läden der Stadt und mit dem Konzertsaal Palau de la Música Catalana, einem Meisterwerk des Architekten Lluís Domènech i Montaner, einem der wichtigsten Repräsentanten des Modernisme.

Und dann noch die Boqueria: der berühmteste Markt Barcelonas, direkt an der Rambla. Frischer isst du in Barcelona nirgends – Früchte, Meeresfrüchte, Schinken, Käse, frisch gepresste Säfte.

Insidertipp: Die Boqueria ist in den letzten Jahren stark touristisch geworden. Die Preise sind entsprechend hoch und viele Stände richten sich nur noch an Touristen. Wer den echten Barceloner Marktflair erleben will, fährt zum Mercat de l’Abaceria im Viertel Gràcia oder zum Mercat de Santa Caterina in El Born – dort kaufen die Einheimischen ein.

Sehenswürdigkeiten in Barcelona

9. London: Geschichte, Skyline und royales Flair

London ist eine Stadt, die alles hat: Geschichte, Moderne, royales Flair und eine kulturelle Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Kaum eine andere Metropole der Welt vereint so viele Zeiten und Kulturen unter einem Dach – und das auf eine Art, die sich völlig selbstverständlich anfühlt.

Pflichtprogramm für jeden Besucher ist der Buckingham Palace, seit 1837 die offizielle Residenz der britischen Monarchen. Besonders spektakulär ist die Wachablösung, in der Regel montags, mittwochs, freitags und sonntags um 11.00 Uhr. Aktuelle Termine findest du auf der Website der britischen Armee. Tipp: Komm mindestens 30 Minuten früher, um einen guten Platz zu bekommen.

Ein Muss ist auch der Palace of Westminster mit dem weltberühmten Uhrenturm Big Ben, der eigentlich Elizabeth Tower heißt. „Big Ben“ ist die größte der fünf Glocken im Turm. Gleich gegenüber liegt die Westminster Abbey, Krönungskirche der englischen Könige seit 1066. Hier wurden nicht nur Generationen von Monarchen gekrönt, sondern auch Könige und Prominente beerdigt. Königin Elizabeth II., Isaac Newton, Charles Dickens – die Westminster Abbey ist ein who’s who der britischen Geschichte in Stein gemeißelt.

Die Tower Bridge wurde 1894 eröffnet und ist bis heute das Wahrzeichen Londons. Über die Fußgängerstege in den 65 Meter hohen Türmen kommst du zur spektakulären Glasbodenplattform direkt über der Themse – nichts für schwache Nerven!

Direkt nebenan liegt der Tower of London: Festung, königliches Gefängnis und Hinrichtungsstätte. Hier endeten etwa das Leben von Anne Boleyn, der zweiten Ehefrau Heinrichs VIII. wegen angeblichen Ehebruchs und Hochverrats, und anderen historischen Figuren. Heute kannst du hier außerdem die Kronjuwelen bestaunen, eine der wertvollsten Sammlungen königlicher Insignien der Welt, darunter die Imperial State Crown mit über 2.800 Diamanten.

Für den besten Blick auf die Londoner Skyline empfehle ich das London Eye, mit 135 Metern das höchste Riesenrad Europas. Eine Runde dauert rund 30 Minuten und bietet bei klarem Wetter einen Blick bis zu 40 Kilometer weit. Noch höher hinaus geht es im The Shard, dem mit 310 Metern höchsten Gebäude der Europäischen Union. Die Aussichtsplattform liegt auf 230 Metern und bietet einen 360-Grad-Blick über ganz London, die Themse und bei guter Sicht sogar bis in die Grafschaft Kent. Besonders beeindruckend: The Shard bei Nacht, wenn sich die Lichter der Millionenstadt zu deinen Füßen ausbreiten.

Was viele Besucher überrascht: Einige der besten Museen der Welt sind in London kostenlos. Das British Museum mit der Rosetta Stone und ägyptischen Mumien, die National Gallery am Trafalgar Square mit Meisterwerken von Van Gogh, Monet und da Vinci, und die Tate Modern mit zeitgenössischer Kunst in einer ehemaligen Kraftwerksanlage – all das kostet keinen einzigen Penny Eintritt. London beweist damit, dass Weltklasse-Kultur nicht teuer sein muss.

Sehenswürdigkeiten in London & Geheimtipps in London

10. Kopenhagen: Nordisches Flair mit königlichem Charme

Die dänische Hauptstadt Kopenhagen ist klein genug, um sie zu Fuß zu erkunden, und groß genug, um immer Neues zu entdecken. Bunt, lebendig und von einer Gelassenheit, die verzaubert. Dazu ist Kopenhagen eine der nachhaltigsten und fahrradfreundlichsten Metropolen der Welt. Die Stadt gilt als grünes Vorbild in Europa, mit einem hervorragenden öffentlichen Nahverkehr, gepflegten Parks und einer hohen Luftqualität, die das Stadtleben zu einem echten Genuss machen.

Einer der schönsten Orte ist der Nyhavn. Der malerische Hafenkanal aus dem 17. Jahrhundert mit seinen farbenfrohen Giebelhäusern ist das meistfotografierte Motiv der Stadt. Der Dichter Hans Christian Andersen wohnte hier zu verschiedenen Zeiten in den Häusern Nr. 18, 20 und 67. Heute locken Bars und Restaurants ans Wasser und laden zum Verweilen ein.

Tipp: Den schönsten Blick auf den Nyhavn hast du von einem der Ausflugsboote auf dem Kanal. Und für die besten Fotos ohne Menschenmassen: komm früh morgens, wenn das Licht noch weich ist und die Gassen noch ruhig sind.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Kleine Meerjungfrau, einst gestiftet von Carl Jacobsen, dem Sohn von J.C. Jacobsen, dem Gründer der Brauerei Carlsberg. Die Bronzestatue wurde 1913 vom Bildhauer Edvard Eriksen geschaffen – inspiriert vom gleichnamigen Märchen Hans Christian Andersens – und ist seitdem untrennbar mit Kopenhagen verbunden.

Ein weiteres Highlight ist der Tivoli. 1843 eröffnet, ist er heute einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt. Eine kleine Anekdote: Walt Disney soll sich bei seinem Besuch des Tivoli im Jahr 1951 von ihm zu seinem späteren Disneyland inspirieren lassen haben. Bei Nacht, wenn alles leuchtet und auf dem Parksee die Lasershow startet, erwartet dich pure Magie – ein Erlebnis, das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen verzaubert.

Ebenfalls sehenswert ist das Schloss Rosenborg aus dem 17. Jahrhundert, in dem die dänischen Kronjuwelen aufbewahrt werden. Und wer noch einen atemberaubenden Blick über die Stadt möchte: Die Erlöserkirche im Stadtteil Christianshavn bietet eine spektakuläre Außenwendeltreppe um den Turm. Von hier hast du ganz Kopenhagen zu deinen Füßen.

Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen

11. Rom: Wo du Geschichte mit Händen greifen kannst

In Rom stößt du auf Schritt und Tritt auf fast dreitausend Jahre Geschichte. Jede Gasse, jeder Platz, jeder Brunnen erzählt etwas. Die „Ewige Stadt“ ist eine Wiege der europäischen Kultur und einst Zentrum eines Weltreichs, das von Schottland bis Mesopotamien reichte.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Kolosseum. Zwischen 72 und 80 n. Chr. erbaut, bot das größte Amphitheater der Welt rund 60.000 Zuschauern Platz. Gladiatoren, Wildtiere, Spektakel und darunter ein unterirdisches Labyrinth aus Gängen und Käfigen, in dem die Kämpfer und Tiere auf ihren Einsatz warteten. Heute kannst du dieses Hypogäum, dieses unterirdische Labyrinth, im Rahmen einer Führung besichtigen. Gleich nebenan befinden sich das Forum Romanum und der Palatin-Hügel, von dem aus du den besten Blick auf das einstige politische Herz Roms genießt.

Natürlich darf ein Besuch am Trevi-Brunnen nicht fehlen, dem berühmtesten Brunnen der Welt. Das barocke Meisterwerk wurde 1762 fertiggestellt und ist mit 26 Metern Höhe und 49 Metern Breite der größte Barockbrunnen Roms. Der Legende nach sicherst du dir mit einem über die linke Schulter geworfenen Münze eine Rückkehr nach Rom – jährlich landen so über eine Million Euro im Becken, die für wohltätige Zwecke gespendet werden. Seit 2024 ist der Zugang zum Trevi-Brunnen kostenpflichtig.

In der Vatikanstadt wartet der Petersdom: Platz für 60.000 Menschen, Michelangelos Pietà-Skulptur und eine Kuppel, die dir die Sprache verschlägt. Der Eintritt in den Petersdom ist kostenlos, die Warteschlange aber lang. Nur für die Vatikanischen Museen mit der weltberühmten Sixtinischen Kapelle benötigst du Tickets. Die Museen umfassen sage und schreibe 54 Säle – darunter Michelangelos legendäres Deckenfresko mit der „Erschaffung Adams“, eines der bedeutendsten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte.

Zwei weitere Highlights, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest: Das Pantheon ist eines der am besten erhaltenen Bauwerke der Antike, erbaut um 125 n. Chr. unter Kaiser Hadrian. Die 43 Meter hohe Kuppel mit ihrem offenen Okulus, durch den Regen und Sonnenlicht fallen, ist bis heute ein ingenieurtechnisches Wunderwerk. Und die Piazza Navona ist ein lebendiger barocker Platz mit drei Brunnen, Straßenkünstlern und Cafés, der sich zu jeder Tages- und Nachtzeit anders anfühlt. Du siehst also: Rom hat eben immer noch eine Überraschung in petto.

Sehenswürdigkeiten in Rom

12. Sydney: Hafen, Hype und australischer Lifestyle

Wenn du in Sydney ankommst, weißt du sofort: Hier bist du richtig. Das Wahrzeichen der australischen Metropole ist das weltbekannte Opernhaus – live noch beeindruckender als auf Fotos. Architekt Jørn Utzon ließ sich bei der komplexen Dachkonstruktion von den gebogenen Schalenteilen einer Orange inspirieren – ein Geistesblitz, der ein Wahrzeichen schuf.

Heute steht das Opernhaus auf der UNESCO-Welterbeliste und ist mit 1.500 bis 2.500 Aufführungen pro Jahr eines der meistbespielten Kulturhäuser der Welt. Tipp: Das Opernhaus im warmen Morgenlicht von der Harbour Bridge aus zu fotografieren ist eines der schönsten Reiseerlebnisse, die Sydney zu bieten hat.

Direkt daneben kannst du die Harbour Bridge bewundern, berühmt durch das legendäre Silvester-Feuerwerk, das jedes Jahr Millionen von Zuschauern in aller Welt vor den Bildschirm zieht. Die höchste Stahlbogenbrücke der Welt, von Einheimischen liebevoll Coathanger (deutsch: Kleiderbügel) genannt, wurde 1932 eröffnet und ist über einen Kilometer lang.

Beim BridgeClimb erklimmst du den Bogenscheitel auf 134 Metern Höhe mit dem besten Blick über die Stadt mit dem Hafen und dem Opernhaus. Der BridgeClimb ist kein günstiges Vergnügen: je nach Tageszeit und Variante kostet er zwischen 300 und 400 Australische Dollar. Aber wer ihn gemacht hat, sagt: Es war jeden Cent wert.

Einen anderen spektakulären Blick über die Metropole hast du vom Sydney Tower, mit 309 Metern das höchste Gebäude der Stadt. Die Aussichtsplattform auf 250 Metern bietet bei klarem Wetter einen atemberaubenden 360-Grad-Blick bis weit ins Umland. Wer noch mehr Nervenkitzel will, wagt den Skywalk mit seinen zwei Glas-Plattformen direkt über dem Abgrund – nichts für schwache Nerven, aber ein unvergessliches Erlebnis.

Sonne, Strand und Meer erwartet dich am Bondi Beach, einem der bekanntesten Strände der Welt und dem Inbegriff des australischen Lebensgefühls. Surfer, Jogger, Familien, Touristen: Hier treffen alle aufeinander und das Treiben am Strand ist schon für sich allein ein Erlebnis. Die Promenade rund um den Strand ist gesäumt von coolen Cafés, Restaurants und Bars, also perfekt für einen entspannten Brunch mit Meeresblick.

Mein Tipp: Lauf vom Strand aus den Bondi to Coogee Coastal Walk – sechs Kilometer entlang der Steilküste mit spektakulären Ausblicken auf das Meer, versteckten Buchten und Felsenpools. Einer der schönsten Küstenwanderwege der Welt.

Ein oft unterschätztes Highlight in Sydney: die Fähren vom Circular Quay. Eine Fahrt mit der Fähre nach Manly Beach dauert rund 30 Minuten und bietet dabei einen der schönsten Blicke auf die Harbour Bridge und das Opernhaus. Der Blick vom Wasser aus ist schlicht unvergesslich. Das Beste daran: Die Fähren sind ganz normale öffentliche Verkehrsmittel. Du zahlst nur den regulären Fahrpreis und bekommst dafür eine der schönsten Hafenrundfahrten der Welt.

Die besten Silvester-Reiseziele

13. Hongkong: Neonlicht, Buddhas und 500 Wolkenkratzer

Hongkong ist vielleicht nicht die schönste Stadt der Welt, aber definitiv eine der spannendsten! Es ist eine Stadt, die man nicht versteht, wenn man nur die Sehenswürdigkeiten abhakt: sie will erlebt werden.

Mit über 500 Wolkenkratzern hat Hongkong mehr Hochhäuser als jede andere Metropole der Welt und die Skyline am Victoria Harbour ist schlicht eine der atemberaubendsten, die du je sehen wirst. Zwischen glitzernden Wolkenkratzern rattert die historische Straßenbahn, auf engen Märkten drängen sich die Menschen und der Duft von Streetfood liegt in der Luft.

Die tägliche Symphony of Lights ist ein Muss: Jeden Abend um 20.00 Uhr erstrahlen beide Uferseiten des Victoria Harbour in einem gut zehnminütigen Licht- und Musikspektakel. Das Guinnessbuch der Rekorde listet es als die größte permanente Lichtshow der Welt.

Hongkongs bekanntester Aussichtspunkt ist der Victoria Peak. Mit der historischen Peak Tram – seit 1888 in Betrieb – fährst du auf 552 Meter über dem Meeresspiegel. Der Blick auf die Skyline und den Victoria Harbour ist unvergesslich. Bester Fotospot: von der Sky Terrace 428 hast du die ikonischste Perspektive auf Hongkongs Wolkenkratzer-Silhouette. Tipp: Tickets vorab online buchen und zeitig kommen. Die Wartezeiten an der Tram können in der Hochsaison über zwei Stunden betragen.

Nicht minder unvergesslich ist eine Fahrt mit der Ding Ding. Die historische Doppelstockstraßenbahn rollt seit 1904 durch Hongkong Island. Setz dich ganz vorne ins Oberdeck und lass die Hochhäuser rechts und links an dir vorbeiziehen.

Auf der Insel Lantau thront der riesige Tian Tan Buddha, liebevoll Big Buddha genannt, majestätisch auf einem Berggipfel. 34 Meter hoch, aus Bronze gegossen, umgeben von Klöstern und Räucherduft – ein ruhiger Gegenpol zur pulsierenden Großstadt. Mit der Ngong Ping 360 Seilbahn kommst du gemütlich hinauf. Der Blick über die Inseln und das Meer während der Fahrt ist bereits ein Erlebnis.

Wer Hongkong wirklich verstehen will, taucht in die Viertel ein: Der Temple Street Night Market in Kowloon erwacht nach Einbruch der Dunkelheit zum Leben. Hier gibt es Streetfood, Wahrsager, Händler und Musiker auf engstem Raum. Das bunte Mong Kok mit seinem Blumenmarkt und dem Vogelmarkt (wir perönlich unterstützen das nicht) zeigt das echte Leben der Einheimischen fernab der glitzernden Hochhausfassaden und das angesagte Wan Chai verbindet Tradition und Moderne.

Sehenswürdigkeiten in Hongkong

14. Kapstadt: Wo Tafelberg, Strand und Farbe auf dich warten

Kapstadt ist nicht nur für mich eine der aufregendsten Städte der Welt. Nirgendwo sonst treffen Berge, Meer und Stadtleben so dramatisch aufeinander wie hier am südlichsten Zipfel des afrikanischen Kontinents. Dazu kommt eine Geschichte, die bewegt: Kapstadt war Schauplatz der Apartheid, der Unterdrückung und schließlich der Befreiung. Und diese Geschichte ist überall spürbar, in den Gesichtern der Menschen, in den Vierteln, in den Museen. Eine Stadt, die gleichzeitig schmerzt und begeistert. Manchmal im selben Moment.

Das Wahrzeichen ist der Tafelberg, eines der New Seven Wonders of Nature und eines der bekanntesten Naturwahrzeichen der Welt. Mit der Seilbahn schwebst du auf 1.087 Meter. Der Blick über die Stadt, die Halbinsel und den Atlantischen Ozean ist schlicht unbeschreiblich. Tipp: Unbedingt früh morgens fahren. Die Bergkuppe zieht nachmittags oft Wolken an, das sogenannte „Tischtuch“, das die Sicht vollständig verdecken kann. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist: Es gibt mehrere Wanderrouten auf den Gipfel, etwa über den beliebten Platteklip Gorge Trail – rund zwei Stunden, spektakuläre Ausblicke inklusive.

Camps Bay ist Kapstadts schönster Strand. Dich erwarten feinster Puderzucker-Sand, der Atlantik und die spektakuläre Zwölf-Apostel-Felsformation im Rücken. Schnapp dir Snacks und einen Sundowner – hier ist definitiv der perfekte Ort dafür. Ein Hinweis, der viele überrascht: Das Wasser ist trotz strahlendem Sonnenschein meist eiskalt. Der Atlantik bringt hier den Benguelastrom mit, der das Wasser auch im Hochsommer auf rund 14 Grad hält. Zum Schwimmen besser Muizenberg Beach auf der Ostseite der Halbinsel ansteuern. Dort ist das Wasser deutlich wärmer.

Ein absolutes Highlight ist das Bo-Kaap-Viertel mit seinen bunten Häusern in leuchtendem Pink, Gelb, Grün und Türkis. Die Straßen hier sind ein Fotomotiv par excellence und erzählen von der Geschichte der kapmalaiischen Gemeinschaft, die das Viertel seit dem 18. Jahrhundert prägt.

Samstags lohnt sich ein Besuch des Neighbourgoods Market in Woodstock. Dich erwarten leckeres Street Food, Antiquitäten und eine Atmosphäre, die das kreative, moderne Kapstadt widerspiegelt. Und wenn du wirklich verstehen willst, wie Kapstadt tickt: Buche eine geführte Township Tour mit einheimischem Guide. Kein voyeuristisches Spektakel, sondern ein echter Einblick in den Alltag der Menschen in den Townships. Eine Erfahrung, die Perspektiven verändert.

Kein Besuch in Kapstadt ohne Robben Island. Auf der Gefängnisinsel saß Nelson Mandela fast zwei Jahrzehnte in einer nur vier Quadratmeter großen Einzelzelle. Heute führen ehemalige politische Gefangene durch die Haftanstalt. Ein Erlebnis, das unter die Haut geht. Tickets sehr frühzeitig buchen – die Touren sind oft Wochen im Voraus ausverkauft.

Sehenswürdigkeiten in Kapstadt

15. Hội An: Laternen, Laternen und eine Stadt aus einer anderen Zeit

Es gibt Orte, die dich sofort verzaubern. Hội An in Vietnam ist so ein Ort. Schon nach wenigen Schritten durch die Altstadt bist du der Stadt verfangen. Die gelb getünchten Fassaden, das Gewirr enger Gassen, überall bunte Laternen – und das alles nahezu unverändert seit Jahrhunderten.

Die Altstadt ist ein einmaliges Zeugnis des Handels vergangener Zeiten. Hier haben sich japanische, chinesische und vietnamesische Einflüsse über Jahrhunderte zu einem einzigartigen Kulturmix verschmolzen, der nirgendwo sonst auf der Welt so zu finden ist. Die UNESCO hat die Altstadt schon 1999 zum Weltkulturerbe erklärt.

Das Wahrzeichen ist die Japanische BrückeChùa Cầu. Die überdachte Holzbrücke aus dem 16. Jahrhundert verbindet das einst japanische mit dem chinesischen Handelsviertel und ist heute eines der bekanntesten Fotomotive Vietnams. Im Inneren der Brücke versteckt sich ein kleiner Tempel, der Reisenden und Händlern einst Schutz und Segen auf ihren Wegen versprach. Ein spannendes Detail: Die Japanische Brücke ziert den vietnamesischen 20.000-Dong-Geldschein (ca. 70 Cent) – ein schönes Souvenir zum Mitnehmen.

Nach Einbruch der Dunkelheit verändert sich die Stadt komplett. Die Laternen übernehmen, die Straßen werden verkehrsberuhigt, und auf dem Thu Bon River spiegeln sich tausende Lichter im dunklen Wasser. Einmal im Monat, zur Vollmondnacht, findet das Laternenfest statt: Das elektrische Licht wird dann komplett abgestellt und Laternen übernehmen die Beleuchtung komplett.

Noch ein paar Tipps: Die Stadt ist bekannt für ihre Schneidereien. Maßgeschneiderte Kleidung bekommst du hier in Top-Qualität und in 24 bis 48 Stunden. Wir waren schon mehrmals bei Tuong Tailor. Das Coconut Village mit seiner Korbbootfahrt durch die Kokospalmenwälder ist touristisch, aber dennoch sehr sehenswert.

Und kulinarisch solltest du dir zwei Dinge auf keinen Fall entgehen lassen: das Bánh Mì – ein knuspriges Sandwich, das in Hội An eine Kunst für sich ist – und das lokale Cao Lầu, eine Nudelspezialität, die es in dieser Form nur hier gibt. Und der vielleicht wichtigste Tipp von allen: Geh früh morgens in die Altstadt – dann gehört sie fast dir allein.

16. Istanbul: Wo Europa auf Asien trifft

Istanbul ist eine der beeindruckendsten Städte der Welt, allein schon wegen ihrer einzigartigen Lage zwischen zwei Kontinenten. Der Bosporus teilt Istanbul in einen europäischen und einen asiatischen Teil. Die Stadt blickt auf eine 2600-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde sie als Byzanz, später nannte man sie Konstantinopel und schließlich Istanbul.

Das Stadtbild ist geprägt von verschiedenen Epochen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, dem Mittelalter und der modernen Türkei. Teile der historischen Halbinsel, die sich auf der europäischen Seite befindet, wurden zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Das berühmteste Wahrzeichen ist die Blaue Moschee, offiziell Sultan-Ahmed-Moschee. Der Name Blaue Moschee ist auf die vielen blau-weißen Fliesen im Inneren zurückzuführen. Eine weitere Besonderheit sind die sechs Minarette. Der Grund für diese Zahl ist ziemlich kurios: Angeblich wollte der Sultan goldene Minarette („Gold“ heißt auf Türkisch „altın“), aber das Budget reichte dafür nicht. Deshalb tat der Architekt so, als hätte er sich verhört und stattdessen „altı“ verstanden – das heißt „sechs“. Es gibt übrigens nur zwei Moscheen mit mehr als sechs Minaretten, und zwar in Medina und in Mekka.

Die Hauptmoschee ist aber die Hagia Sophia, nur wenige Meter entfernt. Sie wird im Deutschen auch Sophienkirche genannt und hat eine turbulente Geschichte. Erbaut wurde die Hagia Sophia ab 532 n. Chr. als byzantinische Kirche, wurde aber von 1453 bis 1935 als Moschee genutzt. Danach beherbergte sie auf Wunsch des türkischen Staatsgründers Atatürk bis 2020 ein Museum und ist seitdem wieder die Hauptmoschee der Stadt.

Und natürlich ist der Große Basar ein Muss! Mit seinen 30.000 Quadratmetern ist er eine Stadt in der Stadt mit etwa 60 Handelsstraßen. In den labyrinthartigen Gassen mit rund 4.000 Läden herrscht stets ein buntes, lautes Treiben. Du findest hier alles, was das Shoppingherz höherschlagen lässt: von Orientteppichen über Schmuck und Keramik bis zu Textilien. Feilschen gehört hier dazu – lass immer den Verkäufer zuerst einen Preis nennen!

Sehenswürdigkeiten in Istanbul

❓ Häufig gestellte Fragen zu den schönsten Städten der Welt

Was ist die schönste Stadt der Welt?

Das ist natürlich eine Frage, auf die es keine objektive Antwort gibt – Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Wer nach Rankings geht: Laut dem „Top 100 City Destinations Index 2025″ des globalen Marktforschungsunternehmens Euromonitor International ist Paris das beste Städtereiseziel der Welt. Paris steht dabei an der Spitze, gefolgt von Madrid auf Platz 2, Tokio auf Platz 3 und Rom auf Platz 4. Auf dieser Liste findest du unsere ganz persönlichen Favoriten – und die sind mindestens genauso überzeugend! 😊

Welche Stadt ist am meisten von Touristen besucht?

Bangkok führt die Rangliste der internationalen Touristenankünfte an – rund 30,3 Millionen Reisen werden 2025 in Thailands Hauptstadt erwartet. Dahinter folgen Hongkong und London, die ebenfalls internationale Ankünfte im hohen Millionenbereich verzeichnen. Trotzdem: Die meistbesuchte Stadt ist nicht unbedingt die schönste – wie unsere Liste zeigt!

Welche europäische Stadt gilt als die schönste?

Europa ist bei diesem Thema unschlagbar. Neben Paris zeigt sich, dass zahlreiche weitere europäische Städte im Top-100-Städte-Ranking vertreten sind – sechs von zehn Plätzen in den Top 10 werden von europäischen Städten belegt. Unsere persönlichen Favoriten auf dem alten Kontinent: Paris, Barcelona, Rom, Prag, London, Kopenhagen und Amsterdam – allesamt auf dieser Liste vertreten!

Was macht eine Stadt zur schönsten Stadt der Welt?

Ob historische Altstädte, beeindruckende Skylines oder traumhafte Strände – jede Metropole hat ihren eigenen Reiz. Eine „schönste Stadt der Welt“ vereint dabei mehrere entscheidende Faktoren – nicht zuletzt entscheidet das „Auge des Betrachters“, denn persönliche Vorlieben spielen eine große Rolle. Für uns als Reisefotografen zählen besonders die Optik und die Fotogenität eines Ortes – daher haben wir unsere Liste genau danach zusammengestellt.

Welche Stadt ist am besten für Fotografie geeignet?

Auf dieser Liste sind echte Traumziele für Reisefotografen: Kyōto mit seinen Tori-Toren und Bambushainen, Hội An mit seinen Laternen bei Nacht, Kapstadt mit dem Tafelberg im Hintergrund und Istanbul mit der Silhouette der Moscheen über dem Bosporus. Für die beste Lichtstimmung gilt überall die gleiche Regel: Früh aufstehen – das goldene Licht kurz nach Sonnenaufgang macht den Unterschied!

Welche Stadt ist ideal für einen Städtetrip im Sommer?

Für den Sommer empfehlen sich besonders Barcelona (Strand + Kultur + Gaudi-Architektur), Dubrovnik (Altstadt + Adria – aber früh aufstehen, um die Massen zu vermeiden!), Amsterdam (lange Abende, lebendige Grachten) und Kopenhagen (Nyhavn im Abendlicht ist unvergesslich). Wichtig: Bei Städten wie Dubrovnik und Barcelona im Hochsommer unbedingt früh morgens oder abends in die Altstadt – mittags ist der Andrang enorm.

Welche Stadt auf dieser Liste ist am günstigsten zu bereisen?

Das kommt auf den Blickwinkel an. Hội An in Vietnam ist mit Abstand die günstigste Stadt auf dieser Liste – Unterkunft, Essen und maßgeschneiderte Kleidung kosten hier einen Bruchteil der europäischen Preise. Auch Kapstadt ist für europäische Verhältnisse sehr erschwinglich. Tipp: In London und Amsterdam lohnt es sich, die zahlreichen kostenlosen Museen zu nutzen. So kann man immerhin ein wenig Geld sparen.

Welche Städte fehlen auf eurer Liste – und warum?

Eine ganz berechtigte Frage! Städte wie Wien, Florenz, Venedig, Rio de Janeiro oder Tokio hätten ebenfalls ihren Platz auf dieser Liste verdient – und sind in vielen Rankings unter den Top-Destinationen weltweit. Wir wollten mit unserer Liste aber auch ein wenig überraschen und haben uns bewusst auf unsere ganz persönlichen Favoriten konzentriert! Aber die Liste wächst weiter – versprochen. 😊

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Florian Westermann ist Reisejournalist, Buchautor (u. a. Dumont) und preisgekrönter Profi-Fotograf.

2010 gründete er den Foto- und Reiseblog Phototravellers.de, auf dem er seine Expertise in über 400 Artikeln zu den Themen Reisen, Wandern, Outdoor und Fotografie teilt.

Hier findest du alle Artikel von Florian Westermann.
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