Dodekanes Inselhüpfen: Rhodos, Symi und Kos in 7 Tagen

Drei Inseln, ein Meer, endlos viele Möglichkeiten. Dodekanes Inselhüpfen klingt nach Freiheit, Fährwind und dem Moment, wenn du in einen neuen Hafen einläufst und denkst: Hier will ich bleiben.

Wer beim Inselhüpfen in Griechenlandnicht lange überlegen will, liegt mit Rhodos, Symi und Kos goldrichtig. Diese Kombination liefert echte Geschichte zum Anfassen, Hafenorte, die man nicht vergisst und vielfältige Strände.

Alle drei Inseln liegen im Dodekanes, die Fährwege sind kurz, und trotzdem fühlt sich jede Station völlig anders an.

Ich zeige dir die schönsten Sehenswürdigkeiten, die wichtigsten Tipps für die Fährlogistik und alles, was du für dein Inselhüpfen im Dodekanes brauchst.

Dodekanes Inselhüpfen auf einen Blick

Ein Inselhopping in Griechenland verspricht ein echtes Abenteuer – und bedarf einer guten Planung. Für dein Dodekanes Inselhüpfen habe ich dir alles Wissenswerte in diesem Artikel zusammengefasst. Aber keine Angst: Die Route mit Rhodos, Symi und Kos ist unkompliziert und eignet sich sowohl für unerfahrene Inselhüpfer als auch für Familien mit Kind.

Wie lange? Mindestens 7 Tage, um neben den schönsten Sehenswürdigkeiten noch ein paar Strände einbauen möchte, eher 10 Tage.

Beste Reisezeit: Die Monate Mai und Juni, sowie September bis Mitte Oktober. Dann gibt es viel Sonne und angenehme Temperaturen.

Top-Highlights: Die Altstadt von Rhodos und die Akropolis von Lindos, das Hafenviertel auf Symi und die historischen Stätten in Kos-Stadt.

Mein Insider-Tipp: Besuche den bilderbuchartigen Hafen von Symi erst nach 16 Uhr, wenn die vielen Touristenboote wieder abgelegt haben.

Planungstipp: Reserviere dein Fährtickets etwa zwei Wochen vor deiner Abreise auf den Webseiten der Reedereien oder wahlweise über spezielle Online-Anbieter wie Ferryhopper.

Tipp: Die Reihenfolge dieser Route lässt sich problemlos anpassen. Da sowohl Rhodos als auch Kos über internationale Flughäfen mit sehr guter Anbindung nach Deutschland verfügen, wählst du den Ausgangspunkt individuell nach deinen Bedürfnissen aus.

1. Rhodos: Wo du durch ein mittelalterliches Stadtbild spazierst

Rhodos ist der perfekte Startpunkt für dein Dodekanese Inselhüpfen – und das nicht nur wegen der Logistik. Die Insel hat einen internationalen Flughafen, eine gut ausgebaute Infrastruktur und wartet von der ersten Minute an mit einem der bemerkenswertesten mittelalterlichen Stadtbilder Europas auf. Du landest, gehst durch ein Stadttor und befindest dich plötzlich mitten in Jahrhunderten Geschichte.

Die Altstadt von Rhodos gehört seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe und teilt sich in das Kollachium, das türkische und das jüdische Viertel auf. Was das im Alltag bedeutet, merkst du beim Schlendern: Bei einem Spaziergang stößt du noch heute auf Zeugnisse aus der Zeit der Byzantiner, Johanniter, Osmanen und Italiener. Das ist kein Freilichtmuseum – hier leben Menschen, öffnen Tavernen, hängen Wäsche raus.

Dein erster Stopp sollte die Ritterstraße sein, auf Griechisch Oddos Ippoton. Kopfsteinpflaster, Laternen und das Gefühl, jeden Moment einem Ritter zu begegnen: Sie verläuft quer durch die historische Altstadt und verbindet das Archäologische Museum – ein ehemaliges Hospital – mit dem Großmeisterpalast. Die Wappen an den Außenfassaden kennzeichnen noch heute die Herbergen der verschiedenen Nationen, die hier einst gelebt haben. Der Eintritt in den Großmeisterpalast kostet aktuell 8 Euro, geöffnet ist er in der Saison täglich außer montags.

Der Großmeisterpalast selbst ist ein eigenes Kapitel. Im 14. Jahrhundert erbaut, diente er als mittelalterliche Residenz, Verwaltungssitz, Gefängnis und Munitionslager. 1856 zerstörte eine Explosion große Teile des Bauwerks – unter italienischer Herrschaft erfolgte der Wiederaufbau, original erhalten blieb dabei nur das Hauptportal. Dennoch: Die Wirkung des Gebäudes ist ungebrochen.

Einen Ausflug unbedingt einplanen solltest du nach Lindos. Das weiße Dorf klebt am Hang, darüber thront die Akropolis von Lindos mit Blick aufs Meer – einer der schönsten Plätze im gesamten Dodekanes. Der Aufstieg lohnt sich: Oben erwarten dich dorische Säulen, ein Tempel der Athena und ein Panorama, das sich tief ins Gedächtnis brennt. Lindos erreichst du von Rhodos-Stadt in etwa 50 Minuten mit dem Bus oder dem Mietwagen. Geh früh – gegen 10 Uhr wird es voll.

Wer Abstand vom Trubel sucht, fährt zu den Thermen von Kallithea. Die ehemalige Schwefelquelle bescherte schon in der Antike Einheimischen und römischen Kaisern heilsame Bäder. Heute findest du dort eine kleine, felsige Bucht mit türkisblauem Wasser, in der du entspannen, schnorcheln und schwimmen kannst – und die meisten Tagesgäste aus Rhodos-Stadt haben sie schlicht noch nicht entdeckt.

Mein Tipp: Besuche die Altstadt am besten vormittags. Die ruhigen Nebengassen im Osten und Süden der Altstadt sind besonders reizvoll – und als Fotografie-Liebhaber findest du dort Motive, die du in keinem Reiseführer siehst. Plane für Rhodos mindestens 2 bis 3 Tage ein.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Rhodos

2. Symi: Die Insel, die dich mit ihrem Hafen sofort gefangen nimmt

Ich erinnere mich noch genau, wie ich das erste Mal mit der Fähre in Symi eingelaufen bin. Die umliegenden Hänge sind mit wunderschönen, traditionellen, im neoklassischen Stil erbauten Steinhäusern bedeckt, die in jeder Richtung in verschiedenen Farben leuchten. Das klingt nach Klischee, ist es aber nicht. Wenn man sich das grandiose Panorama vor Ort anschaut, beschleicht einem das Gefühl, vor einer Filmkulisse zu stehen. Aber keine Angst: Vor Ort ist es noch besser.

Die Fähre von Rhodos nach Symi braucht je nach Anbieter rund eine Stunde – Tickets buchst du am besten vorab über Ferryhopper oder direkt am Hafen in Rhodos. In der Hauptsaison legen täglich mehrere Boote ab, in der Vor- und Nachsaison lohnt sich ein Check der aktuellen Verbindungen. Wichtig zu wissen: Privatautos sind auf Symi nicht erlaubt. Du bewegst dich zu Fuß, mit dem Bus oder per Taxiboot – was dem Inselcharakter nur guttut.

Der schmucke Hafen Gialos zählt zu den meistfotografierten Orten in ganz Griechenland und wird in der Tourismusbranche sehr gerne zu Werbezwecken verwendet. Aber Symi ist mehr als eine hübsche Postkarte. Hier läuft das Leben langsamer. Wenn du mehrere Tage auf Symi verbringst, erlebst du abends – sobald die Tagestouristen aus Rhodos die Insel wieder verlassen haben – dass der Ort in eine angenehme Beschaulichkeit zurückfällt. Genau das macht das Dodekanese Inselhüpfen so besonders: Jede Insel hat ihre eigene Stimmung, und auf Symi merkst du das deutlicher als irgendwo sonst.

Von Gialos führt die Kali Strata hoch nach Chorio. Die historische Treppengasse verbindet die beiden Dörfer und besteht aus etwa fünfhundert Stufen. Ursprünglich diente sie als Verbindungsweg für die wohlhabende Bevölkerung der Insel. Heute bewahrt die gut gepflegte Gasse noch immer ihren historischen Charme und bietet Wanderern faszinierende Blicke auf Architektur und Landschaft.

Oben in Chorio erwartet dich ein komplett anderes Bild. Ein Spaziergang durch die engen Gassen mündet in einem Labyrinth aus traditionellen Steinhäusern und versteckten Plätzen. Chorio kann mit elf prachtvollen Kirchen aufwarten, die mit wertvollen Fresken und Ikonen geschmückt sind – wer Zeit mitbringt, entdeckt hier Winkel, die selbst eingefleischte Griechenland-Fans überraschen.

Das Kloster Panormitis im Süden der Insel solltest du nicht verpassen. Die weitläufige Anlage, gewidmet dem Erzengel Michael als Schutzpatron der Insel, zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der gesamten Dodekanes. Die Abtei stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und wird noch heute von Mönchen bewohnt. Auch heute noch erklingt das Glockengeläut bei jedem ankommenden Ausflugsboot – ein Moment, der sich einprägt.

Zu den schönsten Stränden auf Symi – wie dem Toli Beach mit seiner Taverna Dafne direkt darüber und dem ruhigeren Pedi Beach – kommt man am bequemsten per Taxiboot ab Gialos. Insgesamt werden vom Hauptort aus fünf Strände angesteuert. Der Toli Beach ist eher für Kieselliebhaber, Pedi hat mehr Sandanteil und ist familiär. Der Preis für Hin- und Rückfahrt liegt bei rund 8 Euro pro Person (Stand: Saison 2024, bitte vor Reiseantritt aktuell prüfen).

Mein Tipp: Zwei Tage reichen, um die Highlights von Symi zu besichtigen. Wer ankommen und wirklich abschalten will, plant besser drei Tage ein. Am späten Nachmittag gegen 16 Uhr, wenn die zahlreichen Tagestouristen aus Rhodos die Insel verlassen, kehrt Ruhe ein. Dann verwandelt das warme Licht der Sonne den Hafen in eine bunte Farbenpracht – genau der richtige Moment für einen gemütlichen Tagesausklang in einer der hervorragenden Tavernen am Wasser.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Symi

3. Kos: Antike, Hippokrates und ein herrlicher Strand zum Abschluss

Nach deinem Stopp auf dem kleinen Symi wirkt Kos zunächst deutlich lebhafter. Allein das Hafenareal rund um Kos-Stadt ist um ein Vielfaches größer als auf Symi – und genau das ist der Reiz dieser Route. Du spürst den Wechsel sofort: mehr Bewegung, mehr Geräusche, mehr Leben. Doch außerhalb der quirligen Inselhauptstadt zeigt Kos ein völlig anderes Gesicht. Die Insel ist rund 45 Kilometer lang und maximal elf Kilometer breit – du mietest dir idealerweise einen Mietwagen oder greifst zum Fahrrad, um die Insel in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben. Kos gilt als eine der fahrradfreundlichsten Inseln im gesamten Dodekanes, mit gut ausgebauten Radwegen direkt entlang der Küste.

Mein erster Stopp in Kos-Stadt ist immer die Platane des Hippokrates. Der mächtige, etwa 500 Jahre alte Baum unweit des Hafens gilt als einer der ältesten und berühmtesten seiner Art in Europa. Hier soll Hippokrates, der Vater der Medizin, zu Zeiten des antiken Griechenlands seine Schüler unterrichtet haben. Rund um die Platane gibt es einen kleinen Platz mit antiken Ruinen, einer historischen Moschee und einem Café – einer dieser Orte, wo Geschichte und Alltag sich still überlagern.

Wer Hippokrates wirklich verstehen will, fährt zum Asklepieion. Die bedeutendste archäologische Stätte der Insel wurde einst Äskulap gewidmet, dem Gott der Heilkunst – eine Art Kurort und Krankenhaus, zu dem fast 800 Jahre lang Menschen aus dem gesamten östlichen Mittelmeerraum kamen. Die Stätte erstreckt sich über drei terrassenförmige Ebenen, verbunden durch monumentale Treppen, und liegt auf einem 100 Meter hohen Hügel etwa vier Kilometer südwestlich von Kos-Stadt. Der Blick über die Insel und hinüber zur türkischen Küste ist allein die Fahrt wert. Eintritt kostet aktuell 8 Euro, geöffnet täglich außer montags.

Direkt in Kos-Stadt lohnt sich ein Abstecher zur Burg Neratzia. Direkt am Hafen gelegen, bietet die alte Johanniterburg von ihren Wehrmauern einen tollen Blick auf den Mandraki Hafen und die Stadt. Wer danach noch Kraft hat, schaut sich die Antike Agora an – in wenigen Gehminuten vom Zentrum aus erreichbar und kostenlos zugänglich.

Für Strandtage empfehle ich den Agios Stefanos Beach im Süden der Insel. Was ihn besonders macht: Direkt vor dem Strand ragen die Ruinen einer frühchristlichen Basilika aus dem Wasser – eine Kulisse, die du so kein zweites Mal findest. Der Strand selbst ist sandig, das Wasser klar, und er ist auch mit dem Fahrrad gut erreichbar. Perfekt für das entspannte Finale deines Griechenland Inselhüpfens.

Wer die Berge mag, fährt hoch nach Zia. Gerade einmal 150 Menschen leben in dem pittoresken Bergdorf im Dikeos-Gebirge, knapp 15 Kilometer von der Inselhauptstadt entfernt. Besonders in den Sommermonaten ist Zia ein echter Hotspot – aber nicht wegen des Trubels, sondern wegen des Sonnenuntergangs. Wenn die Sonne hinter den Bergen versinkt und das Licht über das Tal zieht, versammeln sich Einheimische und Gäste gleichermaßen auf den Terrassen der kleinen Tavernen. Plan Zia bewusst für den späten Nachmittag ein.

Mein Tipp: Besuche das Asklepieion vor 11 Uhr, um den größten Andrang zu vermeiden. Plane auf Kos 2 bis 3 Tage ein – wer zusätzliche Strandtage einlegen möchte, schiebt noch einen Tag drauf. Und leih dir unbedingt ein Fahrrad für mindestens einen Tag: Der Küstenradweg von Kos-Stadt Richtung Süden gehört zu den schönsten Radtouren im Dodekanes.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kos-Stadt

4. Wann du am besten reist – und wie viel Zeit du wirklich brauchst

Die beste Reisezeit für dein Dodekanese Inselhüpfen liegt zwischen Mitte Mai und Ende September. In diesem Zeitfenster fahren die Fähren regelmäßig, die Strände sind attraktiv und die Temperaturen angenehm. Aber nicht jeder Monat fühlt sich gleich an – und je nachdem, was du suchst, gibt es einen klaren Favoriten.

Mai und Juni sind die Geheimtipps unter den Reisemonaten. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 22 und 28 Grad, das Meer wird langsam warm, die Inseln erwachen gerade aus der Nebensaison – und die Touristenmassen sind noch nicht da. Wer fotografiert, bekommt in diesen Monaten das beste Licht: weich, golden, ohne die harte Mittagssonne des Hochsommers. Für Phototravellers sind Mai und September schlicht die stärksten Reisemonate im Dodekanes.

Juli und August sind die Hochsaison. Alles ist geöffnet, alle Fähren fahren, das Nachtleben brummt – aber die Temperaturen auf Kos und Rhodos können auf über 35 Grad klettern, und beliebte Sehenswürdigkeiten wie die Altstadt von Rhodos oder das Asklepieion sind voll. Dazu treffen die deutschen Schulferien mit dem Hochbetrieb zusammen, was sich direkt auf Preise für Unterkunft und Fähren auswirkt. Wer Freiheit und günstigere Preise will, meidet den August bewusst.

September und Oktober sind die unterschätzten Monate. Das Meer hat seine höchste Wassertemperatur des Jahres, der Andrang lässt nach, und die Stimmung auf den Inseln ist entspannter. Gerade auf Symi lohnt sich die Nebensaison besonders – das Inselgefühl, das du suchst, findest du dann in Reinform. Wichtiger Hinweis: Ab Oktober reduzieren sich die Fährverbindungen spürbar, besonders auf der Strecke Rhodos–Symi. Check die aktuellen Verbindungen immer vorab auf Ferryhopper.

Zur Aufenthaltsdauer: Sieben Tage sind machbar, wenn du die Highlights kompakt packst – 3 Tage Rhodos, 2 Tage Symi, 2 Tage Kos. Angenehmer ist es mit 9 bis 10 Tagen: dann bleibt Zeit für einen ruhigen Nachmittag auf der Terrasse, einen spontanen Strandtag und das Gefühl, wirklich angekommen zu sein. Meine Empfehlung für den entspannten Mix: 3 Tage Rhodos, 2 bis 3 Tage Symi, 3 Tage Kos – wer mehr Strand will, schiebt auf Kos noch einen Tag drauf.

5. Fähren, Anreise und Logistik: So planst du die Route reibungslos

Der praktischste Startpunkt für dein Dodekanese Inselhüpfen ist Rhodos. Die Insel hat einen internationalen Flughafen mit Direktverbindungen aus den meisten deutschen Großstädten – unter anderem fliegen Eurowings, Condor und TUI Fly direkt ab Frankfurt, München, Düsseldorf und weiteren Abflughäfen. Flugzeit ab Deutschland: rund 3 bis 3,5 Stunden.

Fähren buchen: Diese Anbieter musst du kennen

Für die Überfahrten zwischen den Inseln gibt es zwei zentrale Fährgesellschaften, die du kennen solltest. Dodekanisos Seaways betreibt schnelle Katamaranfähren, die Rhodos, Symi, Kos und viele weitere Inseln der Dodekanes verbinden – zum Teil bis zu acht Inseln an einem einzigen Tag. Die Blue Star Ferries sind größer, langsamer und günstiger, ideal wenn du mehr Gepäck dabei hast oder die Überfahrt als entspanntes Erlebnis genießen willst.

Die Überfahrt von Rhodos nach Symi dauert je nach Anbieter rund eine Stunde, von Symi nach Kos etwa 1 Stunde 25 Minuten. Tickets buchst du am bequemsten vorab über Ferryhopper – die Plattform zeigt dir alle verfügbaren Verbindungen, Preise und Anbieter auf einen Blick. In der Hochsaison Juli und August sind beliebte Verbindungen schnell ausgebucht, also früh buchen. In der Vor- und Nachsaison reicht oft auch eine Buchung ein oder zwei Tage vorher.

Vor Ort: So kommst du auf den Inseln voran

Auf Rhodos und Kos macht ein Mietwagen Sinn – beide Inseln sind groß genug, dass du ohne eigenes Fahrzeug wichtige Sehenswürdigkeiten wie Lindos oder das Asklepieion nur mit umständlichen Busverbindungen erreichst. Wer kein Auto möchte, ist auf Kos mit dem Fahrrad bestens bedient: Die Insel hat ein gut ausgebautes Radwegenetz direkt entlang der Küste.

Auf Symi brauchst du weder Auto noch Fahrrad – Privatautos sind auf der Insel ohnehin nicht erlaubt. Du bewegst dich zu Fuß, mit dem lokalen Bus oder per Taxiboot zu den Stränden. Das macht den Aufenthalt auf Symi automatisch entschleunigter.

Ein Gepäcktipp für Inselhüpfer

Wer mehrere Inseln kombiniert, merkt schnell: Weniger Gepäck ist mehr Freiheit. Ein Rucksack oder ein kleiner Trolley, den du problemlos in eine Schiffskabine oder ein kleines Zimmer ohne Aufzug mitnehmen kannst, macht das Griechenland Inselhüpfen deutlich entspannter. Auf Symi gibt es in manchen Unterkünften keine Aufzüge – wer die Kali Strata mit schwerem Koffer hochschleppt, bereut es spätestens nach Stufe 200.

6. Für wen diese Route wirklich gemacht ist

Rhodos, Symi und Kos – das ist eine Route, die fast immer funktioniert. Aber fast immer ist nicht immer. Lass mich ehrlich sein: für wen diese Kombination wirklich das Richtige ist – und für wen vielleicht nicht.

Erstmal-Inselhüpfer sind hier goldrichtig. Die Logistik ist überschaubar, die Fährwege kurz, und jede Insel spielt klar ihre eigene Rolle. Du musst keine komplizierte Routenplanung betreiben und trotzdem bekommst du das volle Dodekanese Inselhüpfen-Erlebnis: Geschichte, Hafenstimmung, Strand – alles in einer Tour.

Kulturliebhaber kommen auf Rhodos und Kos voll auf ihre Kosten. Zwei UNESCO-relevante Altstädte, ein antikes Heiligtum, mittelalterliche Burgen und mehr Geschichte als in manch einem Geschichtsbuch – diese Route liefert Substanz, nicht nur Kulisse.

Fotografen finden auf Symi Motive, für die andere Reisende extra nach Griechenland fliegen. Der Hafen Gialos am frühen Morgen, das Licht über der Kali Strata, die Farben des Klosters Panormitis – wer mit einer Kamera reist, kommt hier nicht zur Ruhe. Im guten Sinne.

Paare genießen die Mischung aus ruhigen Häfen, antiken Spuren und intimen Tavernen-Abenden. Symi ist besonders romantisch – sobald die Tagestouristen weg sind, gehört der Hafen fast euch allein. Für einen Honeymoon im Dodekanes ist diese Route eine ernstzunehmende Option.

Familien mit Kindern können diese Route ebenfalls wunderbar genießen. Die kurzen Fährüberfahrten sind kindertauglich, auf Kos macht Fahrradfahren mit der ganzen Familie Spaß, und die Strände am Agios Stefanos Beach haben flaches, ruhiges Wasser. Plane einfach etwas mehr Zeit pro Insel ein – zwei Tage auf Symi können mit Kindern schnell zu drei werden.

Alleinreisende profitieren von der guten Infrastruktur aller drei Inseln. Rhodos-Stadt und Kos-Stadt haben lebhafte Hafenpromenaden, einfache Transportmittel und genug Mitreisende, um schnell in Kontakt zu kommen. Symi ist für Soloreisende der perfekte Ort zum Durchatmen – und zum Ankommen bei sich selbst.

Für wen passt diese Route weniger? Wer auf der Suche nach absoluter Abgeschiedenheit und unberührten Geheimtipps abseits jedes Touristenstroms ist, wird auf Rhodos und Kos im Hochsommer schnell ernüchtert sein. Und wer fünf oder mehr Inseln in zwei Wochen unterbringen will, sollte eher eine längere Griechenland Inselhüpfen-Route durch den gesamten Dodekanes in Betracht ziehen – von Rhodos bis Patmos zum Beispiel.

❓ FAQ – Häufige Fragen zum Dodekanes Inselhüpfen

❓ Wie viele Tage brauche ich für das Dodekanes Inselhüpfen?

Sieben Tage sind das absolute Minimum – machbar, aber wenig entspannt. Mit 9 bis 10 Tagen kommst du deutlich mehr zur Ruhe und kannst die Inseln wirklich erleben statt nur abhaken. Meine Empfehlung: 3 Tage Rhodos, 2 bis 3 Tage Symi, 3 Tage Kos. Wer zusätzliche Strandtage einplanen will, schiebt auf Kos noch einen Tag drauf.

❓ Wie buche ich Fähren für das Dodekanes Inselhüpfen?

Am einfachsten und übersichtlichsten über Ferryhopper (Website). Die Plattform zeigt dir alle verfügbaren Verbindungen, Preise und Anbieter auf einen Blick. Die wichtigsten Fährgesellschaften auf dieser Route sind Dodekanisos Seaways mit schnellen Katamaranen und Blue Star Ferries mit größeren, günstigeren Schiffen. In der Hochsaison unbedingt frühzeitig buchen – beliebte Verbindungen sind schnell ausgebucht.

❓ Was kostet das Dodekanes Inselhüpfen grob?

Eine Fähre zwischen den Inseln kostet je nach Anbieter und Saison zwischen 15 und 35 Euro pro Person. Übernachtungen findest du auf allen drei Inseln ab rund 50 Euro pro Nacht für einfache Zimmer, Boutique-Hotels mit Meerblick können deutlich teurer sein. Mit einem mittleren Budget von 80 bis 120 Euro pro Person und Tag – inklusive Unterkunft, Essen und Aktivitäten – kommst du auf dieser Route sehr weit.

❓ Kann ich das Dodekanes Inselhüpfen mit Kindern machen?

Ein Inselhüpfen auf dem Dodekanes lässt sich wunderbar mit Kindern machen. Plane dafür etwas mehr Aufenthalt pro Insel ein, damit die Kleinen nicht vom Reisetempo überrollt werden und genug Zeit zum Entdecken bleibt. Die Fährüberfahrten sind mit maximal 90 Minuten kurz genug für Kinder, auf Kos macht Fahrradfahren mit der ganzen Familie Spaß, und die Strände am Agios Stefanos Beach haben flaches, ruhiges Wasser.

❓ Brauche ich auf allen drei Inseln einen Mietwagen?

Nein! Das ist eine der großen Stärken dieser Route. Auf Symi sind Privatautos ohnehin verboten, du bewegst dich zu Fuß oder per Taxiboot. Auf Rhodos und Kos empfiehlt sich ein Mietwagen, um Sehenswürdigkeiten wie Lindos oder das Asklepieion bequem zu erreichen. Auf Kos ist alternativ das Fahrrad eine hervorragende Option – die Insel hat gut ausgebaute Radwege entlang der Küste.

Mein Fazit: Eine Dodekanes-Route, die wirklich hält, was sie verspricht

Griechenland zählt mehr als 3.000 Inseln – manche davon spektakulär, aber anstrengend, andere authentisch und ruhig. Die Route durch Rhodos, Symi und Kos verbindet beide Welten. Und genau das macht sie zu einer der besten Optionen für dein Dodekanese Inselhüpfen.

Rhodos gibt den großen Auftakt: Altstadt, Ritterstraße, Lindos – Geschichte, die du nicht nur siehst, sondern spürst. Symi ist das Postkartenmotiv, das dich dann doch überrascht, weil es in Wirklichkeit noch schöner ist als jedes Foto. Kos rundet die Reise entspannt ab – mit Antike, Fahrrad, Strand und dem Gefühl: Das war genau richtig.

Was mich an dieser Route jedes Mal wieder überzeugt: Du brauchst keine komplizierte Planung, keine langen Transfers und keine Kompromisse. Drei Inseln, drei völlig verschiedene Charaktere, verbunden durch kurze Fährwege und das tiefblaue Wasser der Ägäis. Das Griechenland Inselhüpfen fühlt sich hier nie gehetzt an – es fühlt sich an wie Reisen in seinem schönsten Sinne.

Wenn du diese Route planst, buche deine Fähren frühzeitig, reise wenn möglich im Mai, Juni oder September – und nimm dir mindestens einen Abend auf Symi, an dem du einfach am Hafen sitzt und nichts tust. Genau dafür ist man hier.

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Steffen Eidam ist versierter Journalist und ausgewiesener Europa-Reiseexperte..

Auf unserem Foto- und Reiseblog nimmt er dich mit zu seinen Lieblingsregionen. Besonders oft ist er in Griechenland (über 70 Inseln besucht), Italien, Südosteuropa und im Baltikum unterwegs.

Hier findest du alle Artikel von Steffen Eidam.
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