Dodekanes Inselhüpfen auf einen Blick
Ein Inselhopping in Griechenland verspricht ein echtes Abenteuer und bedarf einer guten Planung. Für dein Dodekanes Inselhüpfen habe ich dir alles Wissenswerte in diesem Artikel zusammengefasst. Die Route mit Rhodos, Symi und Kos ist unkompliziert und eignet sich sowohl für unerfahrene Inselhüpfer als auch für Familien mit Kindern, kurze Fährzeiten und keine stundenlangen Wartezeiten machen es möglich.
Wie lange? Mindestens 7 Tage: Wer neben den schönsten Sehenswürdigkeiten auch noch ein paar Strandtage einbauen möchte, plant eher 10 Tage ein.
Beste Reisezeit: Die Monate Mai und Juni, sowie September bis Mitte Oktober. Dann gibt es viel Sonne und angenehme Temperaturen.
Top-Highlights: Die Altstadt von Rhodos und die Akropolis von Lindos, das Hafenviertel auf Symi und die historischen Stätten in Kos-Stadt.
Budget-Richtwert: Rechne für 7 Tage mit rund 40 bis 70 Euro für die Fähren zwischen den drei Inseln, dazu kommen Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge.
Mein Insider-Tipp: Besuche den bilderbuchartigen Hafen von Symi erst nach 16 Uhr, wenn die vielen Touristenboote wieder abgelegt haben.
Planungstipp: Reserviere deine Fährtickets etwa zwei Wochen vor deiner Abreise direkt auf den Webseiten der Reedereien oder wahlweise über spezielle Online-Anbieter wie Ferryhopper (Website). Besonders in der Hochsaison im Juli und August können beliebte Verbindungen schnell ausgebucht sein, warte also nicht zu lange.
Tipp: Die Reihenfolge dieser Route lässt sich problemlos anpassen. Da sowohl Rhodos als auch Kos über internationale Flughäfen mit sehr guter Anbindung nach Deutschland verfügen, wählst du den Ausgangspunkt individuell nach deinen Bedürfnissen aus.
1. Rhodos – Dein Startpunkt mit mittelalterlichem Stadtbild


Rhodos ist der perfekte Startpunkt für dein Dodekanes Inselhüpfen. Die Insel besitzt einen internationalen Flughafen, eine gut ausgebaute Infrastruktur und wartet von der ersten Minute an mit einer der bemerkenswertesten mittelalterlichen Strukturen Europas auf.
Die Altstadt von Rhodos zählt seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe und teilt sich in das Kollachium (Teil der früheren Johannitersiedlung), das türkische und das jüdische Viertel auf. Bei einem Spaziergang stößt du noch heute auf eine Vielzahl von Zeugnissen aus der Zeit der Byzantiner, Johanniter, Osmanen und Italiener. Mancherorts ähnelt das historische Zentrum einem Freilichtmuseum, doch nur wenige Ecken weiter empfängt dich das pralle Leben mit Einkaufsstraßen, Tavernen, Schulen und einem nicht unerheblichen Verkehr.
Dein erster Stopp sollte die Ritterstraße sein, auf Griechisch Odos Ippoton. Sie verläuft quer durch die historische Altstadt und verbindet das Archäologische Museum mit dem Großmeisterpalast. Die Wappen an den Außenfassaden kennzeichnen noch heute die Herbergen der verschiedenen Nationen, die hier einst gelebt haben.
Das Bauwerk stammt aus dem 14. Jahrhundert und kann besichtigt werden. Einst diente er als mittelalterliche Residenz, Verwaltungssitz, Gefängnis und Munitionslager. 1856 zerstörte eine Explosion große Teile des Bauwerks, unter italienischer Herrschaft erfolgte der Wiederaufbau. Original erhalten blieb dabei nur das Hauptportal, was aber der Wirkung des Gebäudes keinen Abbruch tut.
Einen Ausflug unbedingt einplanen solltest du nach Lindos. Das weiße Dorf klebt am Hang, darüber thront die spektakuläre Akropolis von Lindos. Der Aufstieg lohnt sich: Oben erwarten dich dorische Säulen, ein Tempel der Athena und ein Panorama, das sich tief ins Gedächtnis brennt.
Lindos erreichst du von Rhodos-Stadt in etwa 1,5 Stunden mit dem Linienbus. In der Hauptsaison wird die Strecke etwa alle 30 bis 60 Minuten bedient, die Fahrt kostet rund sechs Euro pro Richtung. Wer flexibler sein möchte, nimmt den Mietwagen und ist in knapp einer Stunde da. Mein Tipp: Plane deinen Besuch am frühen Morgen, denn gegen 10 Uhr wird es in Lindos brechend voll.
Etwas weniger Trubel, aber immer noch genug, herrscht an den Thermen von Kallithea. Die ehemaligen Schwefelquellen bescherten schon in der Antike Einheimischen und römischen Kaisern wie Augustus heilsame Bäder. Heute findest du dort eine kleine, felsige Bucht mit türkisblauem Wasser, in der du entspannen, schnorcheln und schwimmen kannst.
Mein Tipp: Besuche die Altstadt am besten vormittags. Die ruhigen Nebengassen im Osten und Süden der Altstadt sind besonders reizvoll. Als Fotografie-Liebhaber findest du dort Motive, die du in keinem Reiseführer siehst. Plane für Rhodos mindestens 2 Tage ein.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Rhodos
2. Symi: Die Insel, die dich mit ihrem Hafen sofort gefangen nimmt


Symi empfängt dich mit einem der eindrucksvollsten Hafenpanoramen Griechenlands. Die umliegenden Hänge sind mit traditionellen, im neoklassizistischen Stil erbauten Steinhäusern bedeckt, die in Pastelltönen leuchten. Viele Reiseveranstalter nutzen genau dieses Bild als Werbemotiv für den gesamten Dodekanes.
Die Fähre von Rhodos nach Symi braucht je nach Anbieter rund eine Stunde. In der Hauptsaison legen täglich mehrere Boote ab, in der Vor- und Nachsaison lohnt sich ein Check der aktuellen Verbindungen.
Wenn du auf Symi ankommst, wirst du schnell erkennen, dass Privatautos nur eingeschränkt erlaubt sind. Du bewegst dich an der Promenade und den engen Gassen zu Fuß. Für entfernte Ziele nutzt du alternativ den Bus, das Leihfahrzeug oder eines der zahlreichen Taxiboote.
Der Hafen Gialos zählt zu den meistfotografierten Hafenorten des Dodekanes. Doch Symi ist mehr als eine hübsche Postkarte: Sobald am Nachmittag die Tagestouristen aus Rhodos abgereist sind, fällt der Ort in eine angenehme Beschaulichkeit zurück. Genau das macht das Dodekanes Inselhüpfen so besonders: Jede Insel hat ihre eigene Stimmung, und auf Symi spürst du das deutlicher als irgendwo sonst in der Route.
Von Gialos führt die Kali Strata hoch nach Chorio. Die historische Treppengasse verbindet die beiden Ortsteile und besteht aus etwa fünfhundert Stufen. Ursprünglich diente sie als Verbindungsweg für die wohlhabende Bevölkerung der Insel. Heute bewahrt sie ihren historischen Charme und bietet unterwegs immer wieder neue Blicke auf Architektur und Landschaft.
Chorio selbst zeigt ein komplett anderes Bild als der Hafen: enge Gassen, ein Labyrinth aus traditionellen Steinhäusern und versteckten Plätzen. Der Ort kann mit elf Kirchen aufwarten, die mit wertvollen Fresken und Ikonen geschmückt sind.
Ein weiteres Highlight ist das Kloster Panormitis im Süden der Insel. Die weitläufige Anlage ist dem Erzengel Michael gewidmet und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der gesamten Dodekanes. Die Abtei stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und wird bis heute von Mönchen bewohnt. Bei jedem ankommenden Ausflugsboot erklingt das Glockengeläut.
Die schönsten Strände auf Symi sind aus meiner Sicht der Toli Beach mit seiner Taverna Dafne und der ruhigere Pedi Beach. Du erreichst beide am bequemsten per Taxiboot ab Gialos. Insgesamt werden vom Hauptort aus fünf Strände angesteuert. Toli eignet sich eher für Kieselliebhaber, Pedi hat mehr Sandanteil und ist familienfreundlicher. Daneben gelangst du mit dem Wassertaxi bequem nach St. George Bay, Nanou Beach und Agios Nikolaos. Für Hin- und Rückfahrt zahlst du rund 10 Euro pro Person.
Mein Tipp: Zwei Tage reichen für die Highlights von Symi. Wer wirklich abschalten will, plant drei Tage ein. Am späten Nachmittag gegen 16 Uhr, sobald die Tagestouristen aus Rhodos abgereist sind, verwandelt das warme Licht der Sonne den Hafen in eine bunte Farbenpracht. Jetzt entfaltet der Postkartenort seine schönsten Seiten rund um die Tavernen am Wasser.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Symi
3. Kos: Antike, Hippokrates und ein herrlicher Strand zum Abschluss


Nach deinem Stopp auf dem kleinen Symi wirkt Kos zunächst deutlich lebhafter. Kein Wunder, allein das Hafenareal erstreckt sich kilometerlang rund um die Hauptstadt. Diese Kontraste machen die Route Rhodos, Symi und Kos so reizvoll. In Kos-Stadt erwarten dich deutlich mehr Bewegung, Geräusche und Menschen.
Außerhalb der quirligen Inselmetropole zeigt Kos jedoch ein völlig anderes Gesicht. Die Insel ist rund 45 Kilometer lang und maximal elf Kilometer breit. Um die ganze Vielfalt zu erleben, rate ich dringend zu einem Mietwagen oder Leihroller. Für kürzere Distanzen reicht auch das Fahrrad: Kos gilt als eine der fahrradfreundlichsten Inseln im gesamten Dodekanes, mit gut ausgebauten Radwegen direkt entlang der Küste.
Der erste Stopp in Kos-Stadt sollte die Platane des Hippokrates sein. Der mächtige, etwa 500 Jahre alte Baum unweit des Hafens gilt als einer der ältesten und berühmtesten seiner Art in Europa. Hier soll Hippokrates, der Vater der Medizin, im antiken Griechenland seine Schüler unterrichtet haben. Rund um die Platane liegt ein kleiner Platz mit Ruinen, einer historischen Moschee und einem Café.
Wer Hippokrates wirklich verstehen will, fährt zum Asklepieion. Die bedeutendste archäologische Stätte der Insel wurde einst Äskulap gewidmet, dem Gott der Heilkunst. Es fungierte als eine Art kombinierter Kurort mit Krankenhaus, an dem fast 800 Jahre lang Menschen aus dem gesamten östlichen Mittelmeerraum geheilt wurden. Die Stätte erstreckt sich über drei terrassenförmige Ebenen, verbunden durch monumentale Treppen, und liegt auf einem 100 Meter hohen Hügel etwa vier Kilometer südwestlich von Kos-Stadt. Der Blick über die Insel bis zur türkischen Küste ist allein die Fahrt wert. Der Eintritt kostet aktuell 8 Euro, die Öffnungszeiten variieren saisonal.
Direkt in Kos-Stadt lohnt sich ein Abstecher zur Burg Neratzia. Die alte Johanniterburg liegt direkt am Hafen und bietet von ihren Wehrmauern einen guten Blick auf den Mandraki-Hafen und die Stadt. Nur wenige Gehminuten entfernt lohnt sich die Antike Agora für einen kostenlosen Abstecher.
Für Strandtage empfiehlt sich der Agios Stefanos Beach im Süden der Insel. Direkt vor dem Strand ragen die Ruinen einer frühchristlichen Basilika aus dem Wasser. Der Strand ist sandig, das Wasser klar, und er ist auch mit dem Fahrrad gut erreichbar. Ein passendes Finale für dein Dodekanes Inselhüpfen.
Wer die Berge bevorzugt, fährt hoch nach Asfendiou. Anders als im nahegelegenen Zia, einer rein auf Touristen ausgelegten Siedlung, geht es hier noch etwas ruhiger und ursprünglicher zu. Im kleinen Dorf mit den Natursteinhäusern leben keine 100 Menschen mehr. Vor allem der Sonnenuntergang auf den Höhen des Dikeos-Gebirges, rund 15 Kilometer von der Inselhauptstadt entfernt, ist hier besonders stimmungsvoll. Den idealen Rahmen liefert ein Abendessen in der traditionellen Taverna Asfendiou.
Mein Tipp: Besuche das Asklepieion vor 11 Uhr, um den größten Andrang zu vermeiden. Plane auf Kos 2 bis 3 Tage ein. Wer zusätzliche Strandtage einlegen möchte, hängt noch einen Tag dran. Leih dir außerdem ein Fahrrad für mindestens einen Tag: Der flache Küstenradweg von Kos-Stadt in Richtung Süden gehört zu den schönsten Radtouren im Dodekanes.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kos-Stadt
4. Beste Reisezeit für dein Dodekanes Inselhüpfen

Die beste Reisezeit für dein Dodekanes Inselhüpfen liegt zwischen Mitte Mai und Ende September. In diesem Zeitfenster fahren die Fähren regelmäßig, die Strände sind attraktiv und die Temperaturen angenehm.
Im Mai und Juni liegen die Temperaturen tagsüber meist noch unter 30 Grad. Das Meer wärmt sich sukzessive auf und taugt für ein erfrischendes Bad. Die Inseln haben sich fitgemacht mit einer nahezu vollumfänglichen Infrastruktur, ohne die Touristenmassen der Hochsaison. Wer fotografiert, bekommt in diesen Monaten das beste Licht: weich, golden, ohne die harte Mittagssonne des Hochsommers.
Juli und August gelten wie überall in Griechenland als die wichtigsten Monate für den Tourismus. Alles ist geöffnet, alle Fähren fahren, das Nachtleben brummt – aber die Temperaturen klettern häufig über 35 Grad. Beliebte Sehenswürdigkeiten wie die Altstadt von Rhodos oder das Asklepieion werden dann von Besuchermassen überrollt. Dazu treffen die deutschen Schulferien mit dem Hochbetrieb zusammen, was sich direkt auf Preise für Unterkunft und Fähren auswirkt. Wer Freiheit und günstigere Preise will, meidet die Hauptsaison bewusst.
September und Oktober waren lange Zeit eher Individualurlaubern vorbehalten, doch mittlerweile steigt die Nachsaison deutlich in der Gunst – mit immer noch viel Ruhe und Entspannung. Das Meer hat seine höchste Wassertemperatur des Jahres und die Stimmung auf den Inseln ist entspannter.
5. Fähren, Anreise und Logistik: So planst du die Route reibungslos

Der praktischste Startpunkt für dein Dodekanes Inselhüpfen ist Rhodos. Die Insel hat einen internationalen Flughafen mit Direktverbindungen aus den meisten deutschen Großstädten, unter anderem fliegen Eurowings, Condor und TUI Fly direkt ab Frankfurt, München, Düsseldorf und weiteren Abflughäfen. Flugzeit ab Deutschland: rund 3 bis 3,5 Stunden. Auch Kos verfügt über einen internationalen Flughafen mit guten Anschlussverbindungen nach Deutschland. Falls du die Route lieber umgekehrt startest, funktioniert das genauso gut.
Wichtig: Der Hafen von Rhodos-Stadt teilt sich in vier funktionale Hauptbecken auf. Der zentrale Dreh- und Angelpunkt für den Tourismus ist der Hafen Emborio, an dem die großen internationalen Kreuzfahrtschiffe sowie die großen Linienfähren anlegen. Direkt östlich an Emborio schließt sich das Akandia-Becken an, das vor allem für den Frachtverkehr und zusätzliche Fährverbindungen genutzt wird. Von beiden Bereichen aus erreichen Reisende die historische Altstadt von Rhodos zu Fuß in etwa fünfzehn Minuten. Taxis stehen in ausreichender Anzahl am Pier zur Verfügung.
Nördlich des Handelshafens liegt der historische Mandraki-Hafen, der als Wahrzeichen der Insel gilt. Hier, wo der Sage nach einst der Koloss von Rhodos stand und heute zwei Hirschskulpturen die Einfahrt markieren, ankern vor allem private Yachten, Fischerboote und die Ausflugsboote für Tagestouren. Zwischen Mandraki und dem großen Handelshafen befindet sich zudem das kleinere Kolona-Becken, das vorwiegend als geschützter Ankerplatz für Segelschiffe und Katamarane dient.
Fähren buchen: Diese Anbieter musst du kennen

Für die Überfahrten zwischen den Inseln gibt es zwei zentrale Fährgesellschaften, die du kennen solltest. Dodekanisos Seaways betreibt schnelle Katamaranfähren, die Rhodos, Symi, Kos und viele weitere Inseln der Dodekanes verbinden, zum Teil bis zu acht Inseln an einem einzigen Tag.
Auf der Strecke von Rhodos nach Symi liegt die Fahrzeit im Schnitt bei etwa 1 Stunde 20 Minuten, mit den schnellsten Katamaranen sind es teils nur 45 Minuten. Die Blue Star Ferries sind größer, langsamer und günstiger, ideal wenn du mehr Gepäck dabei hast oder die Überfahrt als entspanntes Erlebnis genießen willst. Ticketpreise auf dieser Route bewegen sich je nach Anbieter und Vorlaufzeit zwischen 7 und über 100 Euro.
Am einfachsten und übersichtlichsten buchst du deine Tickets vorab online über Ferryhopper (Website). Die Plattform zeigt dir alle verfügbaren Verbindungen, Preise und Anbieter auf einen Blick. In der Hochsaison solltest du unbedingt frühzeitig buchen, denn beliebte Verbindungen sind schnell ausgebucht. Alternativ kannst du dein Ticket auch an einem der Schalter am jeweiligen Hafen buchen. In diesem Fall rate ich ebenfalls zum frühzeitigen Kauf, auch weil die Büros insbesondere auf kleinen Inseln mitunter schwer aufzufinden sind.
Vor Ort: So kommst du auf den Inseln voran
Auf Rhodos und Kos macht ein Mietwagen Sinn, beide Inseln sind groß genug, dass du ohne eigenes Fahrzeug wichtige Sehenswürdigkeiten wie Lindos oder das Asklepieion nur mit umständlichen Busverbindungen erreichst. Wer kein Auto möchte, ist auf Kos mit dem Fahrrad bestens bedient: Die Insel hat ein gut ausgebautes Radwegenetz direkt entlang der Küste.
Auf Symi brauchst du weder Auto noch Fahrrad, Privatautos sind auf der Insel ohnehin nur eingeschränkt erlaubt. Du bewegst dich zu Fuß, mit dem lokalen Bus oder per Taxiboot zu den Stränden. Das macht den Aufenthalt auf Symi automatisch entschleunigter.
Ein Gepäcktipp für Inselhüpfer
Ein wichtiger Punkt: Weniger Gepäck bedeutet mehr Freiheit. Ein Rucksack oder ein kleiner Trolley, den du problemlos in eine Schiffskabine oder ein kleines Zimmer ohne Aufzug trägst, macht das Dodekanes Inselhüpfen deutlich entspannter. Auf Symi gibt es in manchen Unterkünften keine Aufzüge, wer die Kali Strata mit schwerem Koffer hochschleppt, bereut es spätestens nach Stufe 200.
Wieviel Tage sollte ich für die Route einplanen?
Wer fünf oder mehr Inseln in zwei Wochen unterbringen will, sollte eher eine längere Dodekanes Inselhüpfen-Route in Betracht ziehen. Kombinierst du diese Route mit meinem Guide zum Inselhüpfen im nördlichen Dodekanes, deckst du von Rhodos bis Patmos praktisch den gesamten Dodekanes ab. Sieben Tage sind für die Route mit Rhodos, Symi und Kos das absolute Minimum. Mit neun bis zehn Tagen kommst du deutlich mehr zur Ruhe und kannst die Inseln wirklich erleben statt nur abzuhaken.
Meine Empfehlung: Drei Tage Rhodos, zwei bis drei Tage Symi, drei Tage Kos. Wer zusätzliche Strandtage anvisiert, schiebt auf Kos noch einen Tag drauf.
6. Wo du übernachtest

Rhodos: Wer eine stilechte Unterkunft in Rhodos-Stadt sucht, wird in den historischen Gemäuern des Porolithos Boutique Hotel (hier Preise checken*) fündig. In bester Lage im berühmten Lindos liegt das Melenos Art Boutique Hotel (hier Preise checken*). Wer den ruhigeren Inselwesten bevorzugt, findet im Limeri Traditional Guest House (hier Preise checken*) eine passende Adresse.
Symi: Die Villa Elion (hier Preise checken*) ist ein stilecht eingerichtetes, traditionelles Haus mit Dachterrasse und herrlichem Blick auf den Hafen, morgens mit Kaffee auf der Terrasse und ganz ohne Tagestouristen in Sicht. Die Symi Nautilus Luxury Suites (hier Preise checken*) liegen in exponierter Höhenlage mit Blick auf die Bucht von Pedi, etwa zehn Gehminuten vom Hafen Gialos entfernt, mit hochwertig ausgestatteten Apartments und einem hervorragenden Frühstück. Das Hotel Nireus (hier Preise checken*) liegt direkt am Uhrenturm, zentral mit kurzen Wegen zu Hafen, Tavernen und Kali Strata, dazu ein Balkon am Wasser und aufmerksamer Service bis weit in die Nacht.
Kos: Für Paare und Kulturinteressierte liegt das Albergo Gelsomino (hier Preise checken*) direkt am Hafen, mit hauseigenem Restaurant und Terrasse auf Meereshöhe, abends mit Blick auf die beleuchtete Burg Neratzia. Familien finden im Blue Lagoon City Hotel (hier Preise checken*) ruhige Lage, geräumige Zimmer und Suiten sowie einen Pool im Innenhof, kein Strand direkt vor der Tür, dafür Platz und kurze Wege ins Zentrum.
Budget-Reisende wohnen gut in den 10 ApArt Boutique Apartments (hier Preise checken*), zentral gelegen mit komplett ausgestatteter Küche in jeder Einheit, dazu profitierst du von den Insidertipps der Gastgeber Leticia und Petros. Strandliebhaber steuern das Kos Aktis Art Hotel (hier Preise checken*) an, direkt am Stadtstrand mit Meerblick durch bodentiefe Fenster und dem angeschlossenen H2O Restaurant. Allrounder fühlen sich in den Orpheus Studios (hier Preise checken*) wohl. Sie stehen für moderne Ausstattung, aufmerksamen Service und einer Top-Lage unweit des Hafens. Ausnahmsweise ziehe ich hier die geräumigen Balkons mit Stadtblick derer mit Meerblick vor.
7. Für wen diese Route wirklich gemacht ist

Rhodos, Symi und Kos funktionieren als Route für die meisten Reisenden, aber eben nicht für jeden. Hier der ehrliche Blick, für wen diese Kombination wirklich das Richtige ist und für wen eher nicht.
Inselhüpfen-Einsteiger liegen hier goldrichtig. Die Logistik ist überschaubar, die Fährwege kurz, und jede Insel spielt klar ihre eigene Rolle. Du musst keine komplizierte Routenplanung betreiben und bekommst trotzdem das volle Dodekanes-Inselhüpfen-Erlebnis: Geschichte, Hafenstimmung, Strand, alles in einer Tour.
Kulturliebhaber kommen auf Rhodos und Kos voll auf ihre Kosten. Eine UNESCO-Weltkulturerbestätte, ein antikes Heiligtum, mittelalterliche Burgen und mehr Geschichte als in manch einem Geschichtsbuch, denn diese Route liefert Substanz, nicht nur Kulisse.
Fotografen finden vor allem auf Symi herausragende Motive: der Hafen Gialos am frühen Morgen, das Licht über der Kali Strata, die Farben des Klosters Panormitis. Die Kamera bleibt hier immer griffbereit.
Paare genießen die Mischung aus ruhigen Häfen, antiken Spuren und intimen Tavernen-Abenden. Symi ist besonders romantisch: Sobald die Tagestouristen weg sind, gehört der Hafen fast euch allein.
Familien kommen ebenfalls gut zurecht: kurze Fährzeiten ohne stundenlange Überfahrten, überschaubare Distanzen zwischen den Stationen und auf jeder Insel Strände für unterschiedliche Ansprüche machen die Route auch mit Kindern gut planbar.
Weniger geeignet ist die Route für Nachtschwärmer, die ausgelassenes Partyleben wie auf Mykonos oder Ios suchen. Dafür sind Rhodos, Symi und Kos zu ruhig und traditionell geprägt. Auch wer lieber eine einzige Insel intensiv erkunden möchte, statt drei Stationen in sieben Tagen zu kombinieren, ist mit einem klassischen Standortsurlaub auf nur einer Insel besser beraten.
❓ FAQ – Häufige Fragen zum Dodekanes Inselhüpfen
❓ Wie viele Tage brauche ich für das Dodekanes Inselhüpfen?
Sieben Tage sind das absolute Minimum. Mit 9 bis 10 Tagen kommst du deutlich mehr zur Ruhe und kannst die Inseln wirklich erleben statt nur abhaken. Meine Empfehlung: 3 Tage Rhodos, 2 bis 3 Tage Symi, 3 Tage Kos. Wer zusätzliche Strandtage einplanen will, schiebt auf Kos noch einen Tag drauf.
❓ Wie buche ich Fähren für das Dodekanes Inselhüpfen?
Am einfachsten und übersichtlichsten über Ferryhopper (Website). Die Plattform zeigt dir alle verfügbaren Verbindungen, Preise und Anbieter auf einen Blick. Die wichtigsten Fährgesellschaften auf dieser Route sind Dodekanisos Seaways mit schnellen Katamaranen und Blue Star Ferries mit größeren, günstigeren Schiffen. In der Hochsaison unbedingt frühzeitig buchen – beliebte Verbindungen sind schnell ausgebucht.
❓ Was kostet das Dodekanes Inselhüpfen grob?
Eine Fähre zwischen den Inseln kostet je nach Anbieter und Saison zwischen 15 und 45 Euro pro Person. Übernachtungen findest du auf allen drei Inseln ab rund 50 Euro pro Nacht für einfache Zimmer, Boutique-Hotels mit Meerblick sind deutlich teurer. Mit einem mittleren Budget von 80 bis 120 Euro pro Person und Tag – inklusive Unterkunft, Essen und Aktivitäten – kommst du auf dieser Route sehr weit.
❓ Ist die Tour auch für Kindern geeignet?
Ein Inselhüpfen auf dem Dodekanes lässt sich wunderbar mit Kindern machen. Plane dafür etwas mehr Aufenthalt pro Insel ein, damit die Kleinen nicht vom Reisetempo überrollt werden und genug Zeit zum Entdecken bleibt. Die Fährüberfahrten sind mit maximal 90 Minuten kurz genug für Kinder, auf Kos macht Fahrradfahren mit der ganzen Familie Spaß, und die Strände am Agios Stefanos Beach haben flaches, ruhiges Wasser.
❓ Brauche ich auf allen drei Inseln einen Mietwagen?
Nein! Das ist eine der großen Stärken dieser Route. Auf Symi sind Privatautos ohnehin verboten, du bewegst dich zu Fuß oder per Taxiboot. Auf Rhodos und Kos empfiehlt sich ein Mietwagen, um Sehenswürdigkeiten wie Lindos oder das Asklepieion bequem zu erreichen. Auf Kos ist alternativ das Fahrrad eine hervorragende Option – die Insel hat gut ausgebaute Radwege entlang der Küste.
Mein Fazit: Eine Dodekanes-Route, die wirklich hält, was sie verspricht

Griechenland zählt mehr als 3.000 Inseln, manche spektakulär, aber anstrengend, andere authentisch und ruhig. Die Route durch Rhodos, Symi und Kos verbindet beide Welten. Genau das macht sie zu einer der besten Optionen für dein Dodekanes Inselhüpfen.
Rhodos gibt den großen Auftakt: Altstadt, Ritterstraße, Lindos, Geschichte, die du nicht nur siehst, sondern spürst. Symi ist das Postkartenmotiv, das dich überrascht, weil es in Wirklichkeit noch schöner ist als jedes Foto. Kos rundet die Reise entspannt ab, mit Antike, Fahrrad, Strand und dem Gefühl: Das war genau richtig.
Diese Route überzeugt, weil sie ohne komplizierte Planung, ohne lange Transfers und ohne Kompromisse funktioniert. Drei Inseln, drei völlig verschiedene Charaktere, verbunden durch kurze Fährwege und das tiefblaue Wasser der Ägäis. Das Dodekanes Inselhüpfen fühlt sich hier nie gehetzt an, und genau darin liegt der Unterschied zu vielen anderen Routen im Dodekanes.
Meine konkrete Empfehlung für deine Planung: Buche deine Fähren frühzeitig, idealerweise sobald dein Reisedatum feststeht. Reise wenn möglich im Mai, Juni, September oder Oktober, dann triffst du auf angenehme Temperaturen, warmes Wasser und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer. Und nimm dir mindestens einen Abend auf Symi, an dem du einfach am Hafen sitzt und nichts tust. Genau dafür ist man hier.
Du planst noch mehr Inseln im Dodekanes? Dann lohnt sich ein Blick auf die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Tilos







