Kurz und knapp: Unsere Japan-Rundreise in drei Wochen

Unsere dreiwöchige Japan-Rundreise führte uns von Tokio nach Nikkō mit den beeindruckenden Weltkulturerbe-Tempeln. Die nächsten Reiseziele waren Matsumoto, die berühmten Schneeaffen von Nagano und Toyama. Von hier reisten wir weiter in die Samurai-Stadt Kanazawa und nach Ogimachi, Teil der historischen Dörfer in der Region Shirakawa-gō und Gokayama. Die nächsten Reiseziele waren die Burg Inuyama, die Burg Nagoya, Kyōto und Ōsaka. Natürlich durfte auch ein Abstecher nach Hiroshima und zur Burg Himeji nicht fehlen. Auf dem Rückweg nach Tokio ging es durch den Nationalpark Fujihakoneizu mit dem Fuji.
Flüge nach Tokio (Hin- und Rückflug) kosten in der Eco zwischen 600€ und 1000€. Wir selbst haben für einen Business-Class-Flug rund 650€ bezahlt. Wie das geht, verraten wir dir in unserem Online-Kurs Travel Smart.
Etappe 1: Tokio



Für viele Japan-Reisende – so auch für uns – beginnt das Abenteuer in Tokio. Die japanische Hauptstadt ist mit rund 40 Millionen Einwohnern die größte Metropolregion der Welt. Klar, dass es in Tokio einiges zu sehen und zu entdecken gibt!
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tokio solltest du mindestens drei volle Tage einplanen, wobei du auch noch einen Tag am Ende deiner Japan-Rundreise in Tokio verbringen kannst. So haben wir es jedenfalls gemacht.
Die Top-5-Highlights in Tokio sind für mich die berühmte Shibuya-Kreuzung mit der Aussichtsplattform Shibuya Sky auf dem Dach des Wolkenkratzers Shibuya Scramble Square, der Tokyo Skytree (Tickets*), der Tokyo Tower (Tickets*), der Meiji-Schrein und ein Rundgang durch das lebhafte Viertel Shinjuku. Hier musst du unbedingt Ramen im Ichiran Nishi-Shinjuku (Google Maps) essen! Abgefahrener geht’s nicht (aber nicht für Gruppen geeignet). Für die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Tokio solltest du die Tickets lange im Voraus buchen!
Beliebt sind aber auch die Digital-Art-Museen teamLab Borderless und teamLab Planets (nur bis Ende 2027), Sumo-Ringkämpfe (wir haben einem Sumo-Training* beigewohnt), das Tokyo Metropolitan Government Building mit abendlicher Lichtshow, der „Katzentempel“ Gōtoku-ji, den du mit dem Katzen-Express erreichst, und die kaiserlichen Gärten. Teile des Kaiserpalasts kannst du im Rahmen einer Führung besichtigen.
Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten gibt’s in Tokio allerlei Märkte, Cafés, Bars, edle Restaurants und riesige Einkaufszentren. Spannend fanden wir die Maid-Cafés, wo die Kellnerinnen als Dienstmädchen (Maids) verkleidet sind – skurril, aber doch irgendwie ein Muss in Japan. Wir waren im Maidreamin Akihabara Electric Town (Google Maps).
Tokio hat uns insgesamt sehr beeindruckt. Trotz der Menschenmassen läuft alles wie geschmiert. Die Mega-Metropole ist sauber, ruhig, friedlich und bestens organisiert. Zum Übernachten bieten sich die lebhaften Viertel Shibuya (hier haben wir im lyf Shibuya Tokyo* übernachtet) oder Shinjuku (hier haben wir im La’gent Hotel Shinjuku Kabukicho* eingecheckt) an.
Hier findest du eine Übersicht mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tokio und noch mehr Japan-Reisetipps gibt’s auf der Seit der japanischen Fremdenverkehrszentrale. Hier verraten wir dir außerdem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Japan.
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Etappe 2: Nikkō



Deine Japan-Rundreise führt ins etwa zwei Stunden entfernte Nikkō in den Bergen der Präfektur Tochigi. Die Region ist für ihre prächtigen Weltkulturerbe-Tempelanlagen, die märchenhaften Bergseen und die imposanten Wasserfälle bekannt.
Von der sagenumwobenen Shinkyō-Brücke, besonders im Herbst ein beliebtes Fotomotiv, führen Stufen hinauf zur Tempelanlage Nikkosan Rinnoji (Rinnō-ji). Besonders beeindruckend ist die mächtige Haupthalle (Sanbutsu-dō). Sehenswert ist auch der kleine Shōyō-en Garten.
Von hier ist es nur ein kurzer Fußweg zum Shintō-Schrein Toshogu (Nikkō Tōshō-gū), für uns eine der imposantesten Tempelanlagen auf der gesamten Japan-Reise.
Zu den Highlights der Anlage aus dem 17. Jahrhundert gehören die fünfstöckige Pagode und das Yōmeimon-Tor mit seinen 508 detailreichen Schnitzereien von Menschen und Fabelwesen. Und natürlich will jeder ein Foto von den Drei Affen, die „nichts sehen, nichts hören und nichts sagen“. Zu den berühmte Schnitzereien von Nikkō gehören außerdem die Schlafende Katze (Nemuri-neko) und die Imaginären Elefanten (Sōzō-no-Zō). Lohnenswert ist auch der Aufstieg zum Grabmal von Tokugawa Ieyasu, einer der Drei Reichseiniger des feudalen Japans.
Nur wenig weiter befindet sich der Nikkō-Futarasan-Schrein, der uns ebenfalls gut gefallen hat. Besonders schön ist der Garten mit den riesigen heiligen Bäumen. Gleich daneben befindet sich der Taiyuin-Tempel (Rin’nōji Taiyū-in). Das imposante Mausoleum ist die letzte Ruhestätte des dritten Tokugawa-Shoguns Iemitsu (1604–1651).
Ab Nikkō: Tagesausflug mit Bergseen und Wasserfällen

Für deinen zweiten Tag in Nikkō bietet sich ein Abstecher zum Chūzenji-See an. Der Bergsee ist traumhaft schön gelegen. Du kannst den See auf den Wanderwegen ringsum erkunden, aber auch eine Bootsfahrt unternehmen.
Ein Highlight ist auch die Akechidaira-Seilbahn. Von der Bergstation hast du einen tollen Blick auf die 97 Meter hohen Kegon-Fälle mit dem Bergsee im Hintergrund. Direkt an den Kegon-Fällen gibt es mehrere Aussichtsplattformen. Die untere erreichst du mit einem Fahrstuhl.
Wenn du dann noch Zeit hast, lohnt ein Abstecher zu den Ryūzu-Fällen und zu den Yudaki-Fällen, die besonders im Herbst ein tolles Fotomotiv abgeben.
Bist du länger als zwei Tage in Nikkō, kannst du etwa den 2.484 Meter hohen Vulkan Nantai besteigen oder die Kirifuri-Fälle und die Urami-Fälle anschauen.
Wir selbst haben zwei Nächte im Fairfield by Marriott Tochigi Nikko* verbracht. Außerdem befindet sich in der Stadt das Hotel Nikkō-Kanaya*. Das Hotel war in den 1870er Jahren das erste in Japan, in dem ausländische Gäste übernachten konnten.
Etappe 3: Matsumoto & Narai-juku

Von Nikkō führt die Reise nach Matsumoto. Das Highlight ist die riesige Wasserburg Matsumoto, eine der schönsten des Landes. Der sechsgeschossige Turm stammt aus dem späten 16. Jahrhundert und ist der älteste erhaltene Burgturm Japans. Auf dem Weg nach oben musst du einige steile Treppen erklimmen. Angesichts der vielen Besucher brauchst du hier durchaus Geduld.
Abstecher in die historische Poststadt Narai-juku

Mein Tipp ist außerdem der Abstecher in die historische Poststadt Narai-juku, nur eine knappe Stunde von Matsumoto entfernt. Ein Bummel über die Hauptstraße des historischen Örtchens ist wie eine Reise in die Vergangenheit.
Du schlenderst an jahrhundertealten zweistöckigen Holzhäusern entlang. Authentische Souvenirs bekommst du in den vielen kleinen Geschäften. Für das leibliche Wohl – es gibt überall Soba- und Udon-Gerichte – ist natürlich gesorgt. Probiere unbedingt die Mitarashi Dango und die Gohei-Mochi – beides traditionelle japanische Süßspeisen – im Kiso Narai-juku Kimura Honten (nur Samstag, Sonntag und an Feiertagen geöffnet; Google Maps).
Mein Übernachtungstipp in Matsumoto ist das Matsumoto Marunouchi Hotel*.
Etappe 4: Schneeaffen im Onsen & Toyama

Die nächste, lange Etappe führt von Matsumoto nach Toyama an der Nordküste. Wir nehmen aber nicht den direkten Weg, sondern wählen den Umweg über die Olympia-Stadt Nagano zu den badenden Schneeaffen im Schneeaffenpark Jigokudani Yaen Kōen (geöffnet täglich von 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr). Das ist der einzige Ort auf der Welt, an dem freilebende Affen, genauer gesagt Japanmakaken, zum Baden in ein Onsen kommen.
Vom Wanderparkplatz brauchst du etwa 30 Minuten zu Fuß zu dem mit warmen Wasser gefüllten Becken. Die Affen genießen es sichtlich, ins Nass zu springen. Die besten Chancen, die Affen im Onsen zu sehen, hast du am Vormittag. Da in der bewaldeten Region die fiese Kribelmücke unterwegs ist, solltest du lange Kleidung tragen und auf ungeschützte Körperstellen ein wirksames Insektenschutzmittel auftragen.
Toyama & Amaharashi-Küste

Nach diesem aufregenden Ausflug in die Natur führt die Reise noch am gleichen Tag weiter in die Küstenstadt Toyama. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist die 1954 wiederaufgebaute Burg Toyama, in der heute ein Museum untergebracht ist.
Wenn du am Abend noch Lust und Zeit hast: Mach doch einen Abstecher an die Amaharashi-Küste (von der Innenstadt ca. 40 bis 50 Minuten Fahrzeit). Direkt an der Roadside Station Amaharashi (Google Maps) liegt ein riesiger Fels im Meer, der mit den Bergen im Hintergrund ein tolles Fotomotiv ist. Fotogen ist auch der Zug, der an der Küste entlangfährt.
Ab Toyama: Tagesausflug mit der Kurobe Gorge Railway

Am nächsten Tag empfehle ich die Fahrt mit der Kurobe Gorge Railway durch die Kurobe-Schlucht. Auf der Zugfahrt von Unazuki nach Keyakidaira durch einen der tiefsten Canyons des Landes inmitten der Japanischen Alpen kommst du aus dem Staunen nicht mehr heraus! Wir hatten trotz Regenwetters in einem der offenen Panorama-Waggons Platz genommen.
Für den besten Blick solltest du auf der Fahrt in die Schlucht auf der rechten Seite sitzen, auf der Rückfahrt auf der linken Seite. An der offiziellen Endstation Keyakidaira kannst du einiges unternehmen. So führt etwa ein Wanderweg in 15 Minuten zum Meiken Onsen. Noch einmal 40 Minuten später erreichst du das Babadani Onsen.
Stand August 2025 ist die Strecke nach Schäden durch ein Erdbeben leider nur teilweise befahrbar – aber auch das lohnt sich!
Die Kurobe Gorge Railway (Website) ist von Mitte April bis Ende November in Betrieb. Die schönste Zeit, um die leuchtendenden Herbstfarben zu fotografieren, reicht etwa vom 20. Oktober bis zum 10. November.
Von Toyama fährst du mit dem Shinkansen zur Haltestelle Kurobe-Unazukionsen (ca. 12 Minuten Fahrzeit). Hier verlässt du den Shinkansen-Bahnhof und steigst in der nahe gelegenen Haltestelle Shin-Kurobe Station in die urige Regionalbahn nach Unazuki Onsen (je nach Zug 20 bis 30 Minuten Fahrzeit). Nur ein paar Minuten Fußweg entfernt befindet sich dann der eigene Bahnhof der Kurobe Gorge Railway.
Wir haben zwei Nächte im edlen Hotel Vischio Toyama* direkt am Hauptbahnhof übernachtet. Eines der besten Ramen auf unserer gesamten Japan-Rundreise haben wir im nahe gelegenen Isshin – Toyama Station (Google Maps) gegessen. Die Spezialität ist das in der Region typische Black Ramen.
Etappe 5: Samurai in Kanazawa & Ogimachi



Von Toyoma führt unsere Rundreise zunächst nach Kanazawa. Die Stadt ist bekannt für ihr ursprüngliches Samurai-Viertel mit den ehemaligen Samurai-Villen. Einige der urigen Häuser kannst du besichtigen – und das lohnt sich richtig! Eines der bekanntesten ist die Nomura-ke Samurai Heritage Residence. Ein Hit ist hier in der Gegend übrigens das Matcha-Softeis mit Blattgold.
Das nächste Highlight ist die wiederaufgebaute Burg Kanazawa. Bei einem Rundgang durch die Burg erfährst du viel über die ursprüngliche Holzbauweise der Gebäude, die Unwettern und Erdbeben über Jahrhunderte trotzen. Obwohl „nur“ ein Nachbau, fanden wir das Gebäude super interessant.
Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit in Kanazawa ist der Kenroku-en, der zu den drei schönsten Gärten des Landes gehört. Auf dem riesigen Gelände mit Teichen und Schreinen kannst du problemlos einen halben Tag zubringen. Ganz so viel Zeit haben wir nicht, schließlich geht’s noch weiter.
Ein Muss in Kanazawa sind nämlich auch die beiden benachbarten Geisha-Viertel Higashi Chaya und Kazuemachi Chaya mit den pittoresken Straßenzügen und den historischen Stadthäusern. Für die Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kanazawa solltest du mindestens fünf bis sechs Stunden einplanen.
Übernachtung in Ogimachi
Von Kanazawa führt die Reise ins Gasshō-zukuri-Dorf Ogimachi. Da du hier vermutlich erst am Abend ankommst, steht die Besichtigung des Örtchens erst am nächsten Morgen auf dem Programm.
Ogimachi ist eines der drei historischen Dörfer in der Region Shirakawa-gō und Gokayama, die seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die anderen Dörfer sind Suganuma und Ainokura. Ogimachi ist das größte und bekannteste der Dörfer und bietet sich für einen Besuch an, wenn du zeitlich limitiert bist wie auf dieser dreiwöchigen Japan-Rundreise.
Übernachtet haben wir im Onyado Yui no Sho*, eines der schönsten und eindrücklichsten Hotels auf unserer gesamten Japan-Rundreise. Du hast auch die Möglichkeit, in einem jahrhundealten Bauernhaus direkt im historischen Ogimachi zu übernachten. Die Unterkünfte sind aber immer lange im Voraus ausgebucht und auch sehr teuer.
Etappe 6: Rundgang durch Ogimachi, Burg Inuyama, Burg Nagoya & Kyōto



Ein früher Aufbruch bietet sich an, da Ogimachi im Laufe des Tages von Tausenden Touristen überrannt wird. Früh am Morgen kannst du hier noch das ursprüngliche Japan spüren.
Im historischen Kern erwarten dich dutzende Häuser, erbaut im Gasshō-zukuri-Stil, was übersetz etwa „wie zum Gebet gefalteten Hände“ bedeutet. Die strohgedeckten Dächer der Holzhäuser sind bis zu 60 Grad steil. Der ganze Ort erinnert an eine Märchenwelt. Tatsächlich hat die Form aber einen anderen Grund, als Touristen zu gefallen: nur durch diese Bauweise halten die Häuser, übrigens komplett ohne Nägel erbaut, den extremen Schneelasten im Winter stand.
Vier der Häuser kannst du für einen kleinen Eintritt besichtigen: Das Myozenji Museum, das Nagase-Haus, das Kanda-Haus und das Wada-Haus, wobei das Wada-Haus das bekannteste ist. Wir haben uns alle vier Häuser angeschaut und waren von allen begeistert. Einen tollen Blick hast du von der Aussichtsplattform am Ogimachi Castle oberhalb des Örtchens. Von der Burg selbst ist nichts mehr zu sehen.
Zwischenstopp an der Burg Inuyama

Auf dem Weg in Richtung Kyōto lohnt ein Halt an der Burg Inuyama, eine der ältesten erhaltenen Burgen des Landes. Wenn dich das Innere der Burg schon begeistert: Was sagst du dann erst, wenn du auf der obersten Etage – ohne Netz und doppelten Boden – stehst?
Zwischenstopp an der Burg Nagoya

Ein weiterer Zwischenstopp bietet sich an der Burg Nagoya an. Die Anfang des 17. Jahrhundert erbaute Festung wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den 1950er Jahren wieder aufgebaut. Nach einem Erdbeben 2018 ist die Burg selbst für Besucher gesperrt. Geplant ist, die Stahl-Beton-Konstruktion in den kommenden Jahren abzureißen und im traditionellen Baustil neu zu errichten.
Dafür kannst du den direkt angrenzenden Hommaru-Palast, von 2009 bis 2018 originalgetreu ausschließlich mit traditionellen Materialien und Baumethoden wieder aufgebaut, besichtigen. Wir waren überaus beeindruckt von den mehr als 30 Räumen mit der prunkvollen Verzierung.
Von Nagoya aus geht’s weiter nach Kyōto. Wenn du noch Lust und Zeit hast, kannst du die Altstadt auf einem ersten Rundgang erkunden.
Etappe 7: Kyōto



Für viele Japan-Reisende ist Kyōto die Stadt, die man unbedingt gesehen haben muss. Die frühere Hauptstadt verzaubert mit Kaiserpalästen, traditionellen Holzhäusern, buddhistischen Tempeln, Shintō-Schreinen und schönen Gärten. Außerdem hast du in Kyōto gute Chance, Geishas zu sehen.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kyōto gehören die Altstadtviertel Gion und Higashiyama mit den traditionellen Teehäusern und Kirschbäumen, der Shintō-Schrein Fushimi Inari-Taisha, die Burg Nijō, der Goldene Pavillon (Kinkaku-ji), der Silberne Pavillon (Ginkaku-ji), der Arashiyama-Bambus-Wald, der 400 Jahre alte Nishiki-Markt, die urige Pontocho-Gasse, der Kiyomizudera-Tempel mit der spektakulären Aussicht, der Kifune-Schrein mit vielen Restaurants direkt am Kibune-Fluss, der Kyoto Tower mit der höchsten Aussichtsplattform der Stadt und etwas außerhalb der berühmte Byodoin-Tempel (Byōdō-in), der auf der 10-Yen-Münze abgebildet ist.
Ein absolutes Muss in Gion ist eine geführte Geisha-Tour*, auf der du allerlei spannende Infos erfährst und mit etwas Glück auch Geishas oder Meikos in ihren bunten Kimonos siehst. Aber auch auf eigene Faust kannst du in Gion rund um die Straße Hanami-koji und um den Shirakawa-Kanal einiges entdecken.
Wenn Geld keine Rolle spielt, kannst du sogar als Tourist an einer privaten Tee-Zeremonie oder einer Dinner-Show mit einer echten Geisha teilnehmen – hier findest du mehr Infos. Eine Alternative sind im Sommer die „Beer Garden“ wie der Kamishichiken Kabukai (Google Maps), in denen Geishas und Maikos zu einem kurzen Plausch an den Tisch kommen.
Die Highlights im Higashiyama-Viertel sind der Hōkan-ji-Tempel (auch bekannt als Yasaka Pagoda), die Fußgängerzone Ninenzaka und der bereits erwähnte Kiyomizudera-Tempel. Ach ja, Matcha-Fans kommen am Gokago-Café (Google Maps) nicht vorbei.
Du siehst: Es gibt viel zu sehen in Kyōto. Das sind aber nur die Top-Highlights, für die du mindestens drei bis vier volle Tage einplanen solltest. Du kannst aber auch eine ganze Woche in Kyōto verbringen und wirst immer wieder Neues entdecken.
Wir haben zentral im Hotel Rings Kyōto* übernachtet und können es nur empfehlen! Das Luxus-Hotel Four Seasons* bietet seinen Gästen sogar private Geisha-Shows.
Etappe 8: Ōsaka



Der nächste Stopp deiner Japan-Rundreise ist Ōsaka, ein krasser Gegensatz zu Kyōto. Die Millionenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg durch die US-Luftwaffe fast vollständig zerstört. Einen richtigen historischen Kern gibt es daher nicht. Dafür ist Ōsaka für sein ausuferndes Nachtleben bekannt.
Ein Erlebnis ist ein abendlicher Spaziergang durch das verrückte Viertel Shinsekai. Wir haben noch nie so viele bunte Leuchtreklamen gesehen. Wenn du in Shinsekai unterwegs bist, solltest du zumindest einmal ein paar Ninja-Sterne werfen und ins Kushikatsu Daruma (Google Maps) schauen, Ōsakas bekanntestes Kushikatsu-Restaurant. Das sind frittierter Spieße mit Fleisch, Fisch oder Gemüse.
Lohnenswert ist hier auch die Aussichtsplattform auf dem Tsūtenkaku. Der 1956 erbaute Turm – heute eines der Wahrzeichen der Stadt – ist zwar nur 103 Meter hoch, gewährt aber dennoch einen grandiosen Blick über Ōsaka. Für tolle Fotos solltest du unbedingt das Ticket für die kleinere, obere Plattform kaufen!
Ganz in der Nähe ragt der 300 Meter hohe Wolkenkratzer Abeno Harukas in den Himmel. Hier gibt es eine grandiose Aussichtsplattform und eine offene Etage mit Restaurant und Café. Der perfekte Ort für einen Sundowner!
Hoch hinaus geht’s auch auf dem futuristischen Umeda Sky Building (Tickets*) im Norden der Stadt. Berühmt ist die verglaste Rolltreppe, die dich die letzten Meter hinauf zur Aussichtsplattform in 170 Metern Höhe bringt. Ein Tipp ist auch die Sky Lounge Stardust. Mit dem Blick aus der 39. Etage schmecken die Cocktails noch viel besser.
Ein anderes Ōsaka-Highlight ist die zwischen geschäftigen Einkaufsstraßen gelegene Fußgängerbrücke Ebisu im Dotonbori-Viertel, von der aus du einen super Blick auf die bekannte Werbetafel mit dem Glico-Mann hast. Die riesige Werbung für einen japanischen Nahrungsmittelkonzern wurde erstmals 1935 installiert.
Ganz in der Nähe lohnt ein Abstecher ins Don Quijote Dotonbori mit dem Riesenrad an der Fassade. Don Quijote ist Japans größte Discount-Kette – und definitiv die verrückteste!
Die wichtigste historische Sehenswürdigkeit ist die Burg Ōsaka. Besonders beeindruckend ist die Anlage von außen. Im Inneren ist ein Museum untergebracht. Außerdem gibt es in der oberen Etage eine Aussichtsplattform. Weitere kulturelle Highlights sind etwa der Shitennō-ji-Tempel, der Namba Yasaka-Schrein, der die Form eines Löwenkopfs hat, und der geschichtsträchtige Kuromon Ichiba-Markt.
Beliebt ist auch der für seine „zahmen“ Sikaihirsche bekannte Nara-Park, etwa 40 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. So zahm, wie wir dachten, sind die Hirsche aber nicht. Besonders kleine Kinder bekommen hier schnell Angst!
Wir haben die wichtigsten Highlights in Ōsaka gut in zweieinhalb Tagen geschafft. Übernachtet haben wir zentral im Centara Grand Hotel Osaka*.
Etappe 9: Hiroshima und Burg Himeji mit dem Shinkansen



Auf einer dreiwöchigen Rundreise wirst du es mit dem Auto zeitlich kaum noch nach Hiroshima schaffen. Gut, dass der Shinkansen für die rund 330 Kilometer von Ōsaka nur 1:30 Stunden nach Hiroshima benötigt – perfekt für einen Tagesausflug.
Hiroshima dürfte jedem ein Begriff sein. Am 6. August 1945, um 8:15 Uhr, warfen die Amerikaner erstmals in der Geschichte eine Atombombe ab und zerstörten die Stadt fast vollständig. Der zweite Atombombenabwurf erfolgte am 9. August 1945 auf Nagasaki. Man schätzt die Zahl der Todesopfer alleine in Hiroshima auf 100.000 bis 180.000.
Das Friedensmuseum Hiroshima ist einer der Orte, die jeder einmal gesehen haben sollte – insbesondere angesichts des wieder aufkommenden Rüstungswettlaufs zwischen den Großmächten. Wir waren zutiefst erschüttert und werden die Bilder, die wir hier gesehen haben, nie vergessen.
Sehr eindrucksvoll ist auch das nahe gelegene Friedensdenkmal, auch als Atombombenkuppel (Atomic Bomb Dome) bekannt. Das Gebäude, von dem nur noch eine Ruine erhalten ist, diente bis zum 6. August 1945 als Ausstellungshalle. Einen guten Blick von oben über das Areal hast du von der Aussichtsplattform im Hiroshima Orizuru Tower.
Ganz in der Nähe befindet sich außerdem die Burg Hiroshima. Das, was du hier heute siehst, ist natürlich ein Nachbau der Anlage aus dem 16. Jahrhundert.
Zwischenstopp an der Burg Himeji

Auf dem Rückweg nach Ōsaka lohnt ein Zwischenstopp in Himeji. Vom Bahnhof aus erreichst du die Burg Himeji (Himeji-jō) ganz gemütlich in wenigen Minuten mit dem Bus.
Obwohl wir auf unserer Japan-Rundreise wirklich schon viele Burgen gesehen haben, hat uns das Himejijo-Castle noch einmal richtig begeistert. Die Burg stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist noch original erhalten. Das merkt man auch im Inneren.
Beim Gang durch die dunklen Stockwerke schwingt bei jedem Schritt Geschichte mit. Spektakulär ist auch der Blick von der Aussichtsplattform in der obersten Etage. Wenn wir uns für eine Burg entscheiden müssten, wäre es das Himejijo-Castle!
Etappe 10: Nationalpark Fujihakoneizu mit Fuji



Unsere Japan-Rundreise neigt sich langsam dem Ende. Zum Schluss steht aber noch eines der bekanntesten Highlights auf dem Plan: der Nationalpark Fujihakoneizu mit dem Fuji.
Von Ōsaka aus benötigst du mit dem Auto etwa fünf Stunden in den Nationalpark. Mit dem Zug sind es bis in die Stadt Fuji etwa vier Stunden. Selbst am Anreisetag kannst du also noch einiges sehen und erleben. Und immer im Mittelpunkt ist der 3.776 Meter hohe Fuji, eines der Wahrzeichen des Landes.
Du kannst den Fuji zwischen Juli und September zwar auch zu Fuß besteigen – das haben wir aber nicht gemacht. Zeitlich war das auch nicht möglich. Es gibt aber ohnehin rundherum so viel zu entdecken, dass wird die Besteigung überhaupt nicht vermisst haben.
Zu den schönsten Orten in der Region gehören die fünf Seen Motosu, Shōji, Saiko, Kawaguchi – ein Muss ist hier die Fuji Panoramic Ropeway – und Yamanaka – bekannt für seine Schwan-Population – im Norden des schönsten Vulkankegels der Welt.
Ein kulturelles Highlight in der Nähe vom Saiko-See ist das traditionelle japanische Dorf Saiko Iyashi-no-Sato Nenba.
Nicht nur für Fotografen ein Muss ist die Chureito Pagoda oberhalb von Fujiyoshida. Von der Aussichtsplattform hast du einen der spektakulärsten Blicke auf den Fuji. Besonders schöne Fotos entstehen am Morgen und am Abend – und am besten natürlich zur Kirschblüte. Dann tummeln sich hier aber mitunter hunderte oder gar tausende Schaulustige.
In Fujiyoshida befindet sich übrigens auch Japans bekanntester Supermarkt: der Lawson Kawaguchiko Station mit dem Fuji im Hintergrund.
Im Südosten hast du vom Ashi-See (Ashi-no-ko) einen tollen Blick auf den Fuji. Sehr beliebt sind hier die Schifffahrten und der Hakone-Schrein. Bei gutem Wetter lohnt außerdem die Seilbahn auf den Komagatake.
Um die Fuji-Region und ihre Highlights zu erkunden, solltest du mindestens drei Tage einplanen. Übernachtet haben wir im wunderschönen Shoji Lake Hotel* direkt am Shōji-See mit Blick auf den Fuji.
Etappe 11: Tokio & Rückreise
Vom Nationalpark Fujihakoneizu sind es nur noch rund zwei Stunden nach Tokio. Zur Sicherheit solltest du einen Tag Puffer bis zum Abflug einplanen. Das ist auch perfekt, um die letzten Tokio-Highlights zu erkunden und die Rundreise Revue passieren zu lassen.
Karte mit allen Highlights unserer Japan-Rundreise
Auf unserer interaktiven Karte findest du alle Highlights unserer dreiwöchigen Japan-Rundreise im praktischen Überblick:
Fazit unserer Japan-Rundreise
Die hier vorgestellte Rundreise ist dank der hervorragenden Verkehrsinfrastruktur in Japan tatsächlich in drei Wochen zu bewältigen. Allerdings ist sehr frühes Aufstehen ein Muss, wenn du alles schaffen willst. Wenn dir unsere Route zu stressig ist, kannst du natürlich auch den einen oder anderen Ort auslassen oder, wenn du genug Zeit hast, die Tour in vier Wochen nachreisen.
Video: Das solltest du vor deiner ersten Japan-Reise wissen!
Japan erkunden – mit Mietwagen oder Bahn & Bus?


Wir haben die hier vorgestellte Reiseroute mit dem Mietwagen zurückgelegt. Wenn dir der Linksverkehr nichts ausmacht, ist Autofahren in Japan super einfach. Nur für den Ausflug nach Hiroshima und zur Burg Himeji haben wir den Shinkansen genutzt. Mit dem Auto hätten wir das zeitlich nicht geschafft.
Um ein Auto in Japan zu mieten, benötigst du neben einer Kreditkarte (auf die Höhe der Kaution achten!) und deinem deutschen Führerschein eine offizielle japanische Übersetzung deines Führerscheins. Der internationale Führerschein wird nicht anerkannt. Ich habe mir die Übersetzung im Vorfeld beim ADAC (Kostenpunkt 65€ vor Ort in München bzw. 70€ auf dem Postweg) anfertigen lassen. Günstige Mietwagen, um Japan auf eigene Faust zu erkunden, findest du bei Check24*.
Du kannst für unsere Rundreise aber auch Züge und Busse nutzen. Für die Strecken in die abgelegeneren Örtchen musst du etwas mehr Zeit einplanen und natürlich bist du vor Ort nicht so flexibel.
Insgesamt kannst du Japan dank der extrem schnellen und immer pünktlichen Shinkansen-Züge hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Die Städte, die ans Shinkansen-Netz angeschlossen sind, erreichst du tatsächlich am schnellsten und gemütlichsten mit dem Zug.
Für ausländische Touristen bietet sich der Japan Railway Pass (JR Pass) an, mit dem du 7 Tage (ab 300€), 14 Tage (ab 480€) oder 21 Tage (ab 600€) praktisch alle JR-Züge (einschließlich der Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen), Busse und Fähren nutzen kannst – inklusive kostenloser Sitzplatzreservierung. Die Super-Express-Züge Nozomi und Mizuho kosten Aufpreis.
In Deutschland kannst du den JR Pass bei Japanspecialist und bei H.I.S., jeweils frühestens drei Monate vor deiner geplanten Japan-Reise, bestellen. Hier lohnt sich ein Preisvergleich, da die Agenturen unterschiedliche Preise aufrufen. Daneben gibt es vergünstigte Regional-Pässe.
Die beste Zeit für eine Japan-Rundreise
Prinzipiell ist Japan das ganze Jahr sehenswert. Besonders beliebt ist die Kirschblüte (Sakura) im Frühjahr, die auch regional unterschiedlich etwa von Mitte März bis Anfang Mai geht. Dann sind aber besonders Flüge und Hotels sehr teuer.
Auch der Herbst (September bis November) verwandelt Japan in buntes Farbenmeer – ideal für tolle Fotos.
In den Sommermonaten von Juni bis August kann es sehr heiß werden (35 Grad und mehr). Außerdem ist von Juni bis Anfang Juli Regenzeit. Wir selbst waren tatsächlich von Mitte Juni bis Anfang Juli in Japan unterwegs und hatten kaum Regen, aber viel schönes Wetter.
Der Winter ist in Japan ein Highlight für alle Wintersportfreunde. In den Japanischen Alpen gibt es zahlreiche Skiresorts. Für eine Rundreise wäre der Winter aber nicht mein Favorit.
