Kurz und knapp: Sehenswürdigkeiten, Reisetipps & Reisezeit
Was muss man in Japan gesehen haben? Die Top-5-Sehenswürdigkeiten in Japan sind für mich der Fuji, der für seine tausende Tore bekannte Schrein Fushimi Inari-Taisha, das Altstadtviertel Gion in Kyōto, das Tempel-Ensemble in Nikkō und die historischen Dörfer von Shirakawa-gō und Gokayama. Du kannst Japan hervorragend mit Bus und Bahn, aber auch mit dem Mietwagen oder dem Camper auf einem Roadtrip erkunden. Um die Top-Highlights zu sehen, solltest du mindestens drei Wochen einplanen. Der beste Reisezeitraum sind der Frühling (März bis Mai) und der Herbst (Oktober bis November).
1. Fuji – Japans bekannteste Sehenswürdigkeit



Der Fuji im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark ist nicht nur Japans höchster Berg, sondern auch eines der bekanntesten Highlights des Landes. Mit seinen perfekt geformten 3.776 Metern thront der Vulkan majestätisch über der Landschaft. Du musst aber nicht den Gipfel erklimmen, um dieses Naturwunder zu erleben – die Region um den Fuji bietet unzählige spektakuläre Aussichtspunkte.
Besonders empfehlenswert sind die fünf Seen nördlich des Berges. Am Kawaguchi-See solltest du unbedingt die Fuji Panoramic Ropeway nehmen. Der Yamanaka-See begeistert mit seiner Schwanpopulation. Am Saiko-See findest du mit Saiko Iyashi-no-Sato Nenba ein traditionelles japanisches Dorf, das dich in eine andere Zeit versetzt.
Für Fotografen ist die Chureito Pagoda oberhalb von Fujiyoshida ein absolutes Muss! Von der Aussichtsplattform hast du einen der spektakulärsten Blicke auf den Fuji. Zur Kirschblüte im April wird es hier allerdings extrem voll. Mein Tipp: Komm früh am Morgen oder am Abend. Das Licht ist dann ohnehin besser. In Fujiyoshida findest du übrigens auch Japans bekanntesten Supermarkt: den Lawson Kawaguchiko Station mit dem Fuji perfekt im Hintergrund.
Im Südosten bietet der Ashi-See einen fantastischen Blick auf den Vulkan. Sehr beliebt sind hier die Bootsfahrten und der Hakone-Schrein. Bei gutem Wetter empfehle ich dir die Seilbahn auf den Komagatake.
Für die Erkundung der Region solltest du mindestens drei Tage einplanen.
Lesetipp: Hier findest du die perfekte Reiseroute durch Japan.
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2. Fushimi Inari-Taisha – Durch tausend rote Tore

Der Fushimi Inari-Taisha in Kyōto zählt zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten in Japan. Tausende leuchtend rote Torii-Tore bilden kilometerlange Tunnel, die sich die bewaldeten Hänge des Berges Inari hinaufschlängeln. Dieser Shintō-Schrein ist dem Gott des Reises und des Wohlstands gewidmet.
Der Aufstieg durch die Torii-Tunnel ist ein fast meditatives Erlebnis. Du passierst unzählige kleinere Schreine und Statuen von Füchsen, den Boten der Gottheit Inari. Der gesamte Rundweg zum Gipfel und zurück dauert etwa zwei bis drei Stunden. Du kannst aber jederzeit umkehren, wenn dir die Strecke zu lang wird.
Mein Tipp für beeindruckende Fotos ohne Menschenmassen: Komm ganz früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Tagsüber schieben sich hier regelrechte Touristenströme durch die Tore. Der Schrein ist rund um die Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt.
3. Gion – Kyōtos traditionelles Geisha-Viertel

Das Altstadtviertel Gion versetzt dich ins historische Japan zurück. In den verwinkelten Gassen mit traditionellen Holzhäusern spürst du noch heute die Atmosphäre des alten Kyōto. Hier leben und arbeiten echte Geishas und Maikos, die du mit etwas Glück am Abend auf dem Weg zu ihren Verabredungen siehst.
Die Straße Hanami-koji (hier ist fotografieren offiziell verboten) und die Gegend um den Shirakawa-Kanal sind besonders fotogen. Ich empfehle dir eine geführte Geisha-Tour, auf der du spannende Hintergründe erfährst und die besten Orte kennenlernst. Aber auch auf eigene Faust macht das Schlendern durch Gion Spaß.
Wenn Geld keine Rolle spielt, kannst du an einer privaten Tee-Zeremonie mit einer Geisha teilnehmen. Eine günstigere Alternative sind im Sommer die „Beer Garden“ wie der Kamishichiken Kabukai, wo Geishas und Maikos kurz an den Tisch kommen. Bitte beachte: Wenn man nett fragt, darfst du mit etwas Glück sogar ein Foto machen.
Und nicht weit von Gion entfernt findest du mit dem Hōkan-ji Temple (Yasaka Pagoda) eines der bekanntesten Fotomotive Japans!
4. Tempel-Ensemble Nikkō – Kunstvolle Meisterwerke

Etwa zwei Stunden nördlich von Tokio erwartet dich in Nikkō eines der beeindruckendsten kulturellen Highlights in Japan. Die prächtigen Weltkulturerbe-Tempelanlagen liegen eingebettet in die bewaldeten Berge der Präfektur Tochigi.
Dein Rundgang beginnt an der sagenumwobenen Shinkyō-Brücke, besonders im Herbst ein spektakuläres Fotomotiv. Stufen führen hinauf zur Tempelanlage Nikkosan Rinnoji mit ihrer mächtigen Haupthalle. Der angrenzende Shōyō-en Garten lädt zum Verweilen ein.
Das absolute Highlight ist der Shintō-Schrein Toshogu. Die Anlage aus dem 17. Jahrhundert gehört zu den imposantesten, die ich in Japan gesehen habe! Die fünfstöckige Pagode und das Yōmeimon-Tor mit seinen 508 detailreichen Schnitzereien sind atemberaubend. Natürlich will jeder die berühmten Drei Affen fotografieren, die „nichts sehen, nichts hören und nichts sagen“. Auch die Schlafende Katze und die Imaginären Elefanten solltest du nicht verpassen. Der Aufstieg zum Grabmal von Tokugawa Ieyasu, einem der Drei Reichseiniger Japans, lohnt sich ebenfalls.
Besuche auch den Nikkō-Futarasan-Schrein mit seinem Garten voller riesiger heiliger Bäume. Gleich daneben befindet sich der Taiyuin-Tempel, das imposante Mausoleum des dritten Tokugawa-Shoguns. Für alle Tempel solltest du einen vollen Tag einplanen.

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5. Shirakawa-gō – Märchendörfer in den Bergen

Die historischen Dörfer von Shirakawa-gō und Gokayama gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und zu den schönsten Orten in Japan. Ogimachi ist das größte und bekannteste der drei Dörfer.
Mein Tipp: Komm so früh wie möglich! Später überrollen Touristenbusse das kleine Dorf. Früh am Morgen erlebst du noch die ursprüngliche Atmosphäre und kannst die märchenhaften Gasshō-zukuri-Häuser in Ruhe fotografieren.
Die strohgedeckten Holzhäuser mit ihren bis zu 60 Grad steilen Dächern sind komplett ohne Nägel gebaut. Die Form erinnert an gefaltete Hände beim Gebet. Tatsächlich dient die Konstruktion aber dazu, den extremen Schneelasten im Winter standzuhalten.
Vier Häuser kannst du von innen besichtigen: Das Myozenji Museum, das Nagase-Haus, das Kanda-Haus und das Wada-Haus. Wir haben uns alle vier angeschaut und fanden jedes auf seine Art faszinierend. Von der Aussichtsplattform am Ogimachi Castle hast du den perfekten Überblick über das gesamte Dorf. Von der Burg selbst ist allerdings nichts mehr erhalten.
6. Shibuya-Kreuzung – Tokios pulsierendes Herz

Die Shibuya-Kreuzung ist die bekannteste Straßenkreuzung der Welt und ein Muss in Tokio. Wenn die Ampel auf Grün schaltet, überqueren bis zu 3.000 Menschen gleichzeitig die Kreuzung. Dieses organisierte Chaos ist typisch für Japan!
Den besten Blick hast du von oben. Im Starbucks im zweiten Stock des Tsutaya-Gebäudes ergatterst du mit etwas Glück einen Fensterplatz. Noch spektakulärer ist die Aussicht von der Dachterrasse des Shibuya Scramble Square oder aus dem Magnet by Shibuya 109.
Direkt an der Kreuzung findest du auch die berühmte Hachikō-Statue. Sie erinnert an den treuen Hund, der Jahre nach dem Tod seines Herrchens jeden Tag am Bahnhof auf dessen Rückkehr wartete. Die Statue ist ein beliebter Treffpunkt und ständig von Menschen umringt. Am beeindruckendsten ist die Shibuya-Kreuzung übrigens am Abend, wenn die riesigen Leuchtreklamen die Szenerie in buntes Licht tauchen.
7. Friedensmuseum Hiroshima – Ein Ort zum Innehalten

Das Friedensmuseum Hiroshima gehört zu den Orten, die jeder einmal gesehen haben sollte. Am 6. August 1945 warfen die Amerikaner um 8:15 Uhr die erste Atombombe der Geschichte ab und zerstörten die Stadt fast vollständig. Man schätzt die Zahl der Todesopfer auf 100.000 bis 180.000.
Die Ausstellung ist zutiefst erschütternd. Persönliche Gegenstände der Opfer, Fotos und Berichte von Überlebenden machen das Unvorstellbare greifbar. Ich war tief bewegt und werde die Bilder nie vergessen. Gerade in Zeiten neuer Rüstungswettläufe ist dieser Ort wichtiger denn je.
Das nahe gelegene Friedensdenkmal, auch Atombombenkuppel genannt, ist ebenfalls sehr eindrucksvoll. Von dem Gebäude, das als Ausstellungshalle diente, ist nur noch eine Ruine erhalten. Vom Hiroshima Orizuru Tower hast du einen guten Überblick über das gesamte Areal.
8. teamLab – Digitale Kunstwelten

Die Digital-Art-Museen von teamLab gehören zu den innovativsten Sehenswürdigkeiten in Japan. In Tokio findest du das teamLab Borderless (Dauerausstellung ) und das teamLab Planets (bis Ende 2027). Beide Museen bieten vollkommen unterschiedliche Erlebnisse.
Im teamLab Borderless bewegst du dich durch vernetzte Kunsträume, in denen sich digitale Installationen nahtlos ineinander verwandeln. Wasserfälle fließen die Wände hinab, Schmetterlinge flattern um dich herum, und du verlierst jegliches Zeitgefühl. Die Installationen reagieren auf deine Bewegungen und die anderer Besucher.
Im teamLab Planets watest du barfuß durch knöcheltiefes Wasser, während digitale Koi-Fische um deine Füße schwimmen. Du liegst in einem Raum voller digitaler Blumen oder stehst in einer Spiegelhalle voller schwebender Lichtkugeln. Diese Museen sind keine klassischen Ausstellungen, sondern immersive Erlebnisse. Plane mindestens zwei Stunden ein und buche deine Tickets* unbedingt im Voraus!
Es gibt über das ganze Land verteilt aber noch andere teamLab-Museen, etwa in Kyōto, Ōsaka und Okinawa.
9. Burg Himeji – Die „Weißer-Reiher-Burg“

Die Burg Himeji gilt als schönste Burg Japans und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ihr strahlend weißes Äußeres brachte ihr den Spitznamen „Weißer-Reiher-Burg“ ein. Anders als viele andere Burgen in Japan ist Himeji ein Original aus dem 17. Jahrhundert.
Die Burganlage ist riesig. Du durchschreitest mehrere Tore und Verteidigungsringe, bevor du den Hauptturm erreichst. Das ausgeklügelte Verteidigungssystem mit Irrgärten und Schießscharten ist beeindruckend. Im sechsstöckigen Hauptturm führen steile Holztreppen nach oben. Von der obersten Etage hast du einen fantastischen Blick über die Stadt.
Im Frühling blühen auf dem Gelände über tausend Kirschbäume. Dann wird es allerdings extrem voll. Ich empfehle einen Besuch im Herbst oder Winter, wenn du die Burg in Ruhe genießen kannst. Plane für die Besichtigung mindestens zwei bis drei Stunden ein. An Wochenenden und in den Ferien kann die Wartezeit sehr lang sein.
10. Tokyo Skytree – Über den Dächern der Megacity

Der Tokyo Skytree ist mit 634 Metern das höchste Gebäude Japans und das zweithöchste der Welt. Von den beiden Aussichtsplattformen in 350 und 450 Metern Höhe hast du einen atemberaubenden Blick über die endlose Metropolregion.
An klaren Tagen kannst du bis zum Fuji schauen. Die Aussicht bei Sonnenuntergang ist spektakulär, wenn die Stadt in goldenem Licht versinkt und langsam die Lichter angehen. Nachts verwandelt sich Tokio in ein glitzerndes Lichtermeer.
Tickets* solltest du im Voraus online buchen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Im Sockel des Skytree befindet sich ein riesiges Shopping- und Unterhaltungsviertel mit Restaurants, Geschäften und sogar einem Aquarium.
11. Sumo-Ringkämpfe – Japans Nationalsport hautnah erleben

Sumo ist weit mehr als Sport – es ist ein jahrhundertealtes Ritual voller Traditionen. Einen echten Sumo-Kampf zu erleben, gehört zu den authentischsten Erlebnissen in Japan. Die offiziellen Turniere finden sechsmal jährlich für jeweils 15 Tage statt.
In Tokio kämpfen die Ringer im Januar, Mai und September in der Ryōgoku Kokugikan Arena. Weitere Turniere finden in Ōsaka (März), Nagoya (Juli) und Fukuoka (November) statt. Die Atmosphäre ist elektrisierend! Vor jedem Kampf folgen rituelle Handlungen: Die Ringer streuen Salz zur Reinigung, stampfen auf den Boden und fixieren ihren Gegner mit intensiven Blicken.
Tickets gibt es in verschiedenen Kategorien. Die teuersten Plätze sind direkt am Ring, wo du das Stampfen der Ringer körperlich spürst. Günstigere Plätze auf den oberen Rängen bieten trotzdem eine gute Sicht. An den Turniertagen kannst du auch kostenlos die Morgentrainings in den Sumo-Ställen besuchen. Eine Anmeldung ist meist erforderlich.
Wenn du keine Tickest für ein Tournier mehr ergatterst oder während deiner Reise keine Wettkämpfe stattfinden, kannst du jederzeit beim morgendlichen Training zuschauen (zur Buchung in Tokio*).
12. Wasserburg Matsumoto – Schwarzer Schwan in den Alpen

Die Wasserburg Matsumoto zählt zu den schönsten Originalburgen Japans. Der sechsgeschossige Turm aus dem späten 16. Jahrhundert ist der älteste erhaltene Burgturm des Landes. Die schwarze Fassade brachte ihr den Spitznamen „Krähenburg“ ein.
Die Burg thront malerisch inmitten eines Wassergrabens. Bei ruhigem Wetter spiegelt sich die imposante Silhouette perfekt im Wasser – ein Traum für Fotografen! Der Aufstieg im Inneren ist abenteuerlich. Steile Holztreppen führen durch die sechs Etagen. An Wochenenden kann es voll werden, dann brauchst du etwas Geduld.
Oben angekommen wirst du mit einem fantastischen Rundblick belohnt. Bei klarem Wetter siehst du die schneebedeckten Gipfel der Japanischen Alpen. Die Burg liegt inmitten eines Parks, der besonders zur Kirschblüte im April wunderschön ist.
13. Narai-juku – Zeitreise ins alte Japan

Die historische Poststadt Narai-juku liegt nur eine knappe Stunde von Matsumoto entfernt und ist ein echter Geheimtipp! Ein Bummel über die Hauptstraße fühlt sich an wie eine Zeitreise ins feudale Japan.
Die Straße wird gesäumt von jahrhundertealten zweistöckigen Holzhäusern. Hier lebten einst Kaufleute und Handwerker, die Reisende auf der alten Nakasendō-Handelsroute versorgten. In den kleinen Geschäften findest du Souvenirs wie handgeschnitzte Holzarbeiten und traditionelle Lackwaren (Urushi).
Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Überall gibt es leckere Soba- und Udon-Nudelgerichte. Unbedingt probieren solltest du die Mitarashi Dango und die Gohei-Mochi im Kiso Narai-juku Kimura Honten (Google Maps). Diese traditionellen Süßspeisen sind köstlich! Der Laden ist allerdings nur samstags, sonntags und an Feiertagen geöffnet.
14. Kurobe Gorge Railway – Spektakuläre Schluchtfahrt

Die Fahrt mit der Kurobe Gorge Railway durch die Kurobe-Schlucht ist eines der spektakulärsten Erlebnisse in den Japanischen Alpen. Auf der Strecke von Unazuki nach Keyakidaira durchquerst du einen der tiefsten Canyons Japans.
Ich empfehle dir unbedingt einen Platz in einem der offenen Panorama-Waggons! So spürst du die frische Bergluft und hast die beste Sicht. Für optimale Fotomotive sitz auf der Hinfahrt rechts, auf der Rückfahrt links. Die Bahn rattert über schwindelerregende Brücken und durch enge Tunnel, während sich unter dir der türkisfarbene Fluss durch die Schlucht windet.
An der Endstation Keyakidaira kannst du wandern. In 15 Minuten erreichst du das Meiken Onsen, nach weiteren 40 Minuten das Babadani Onsen. Achtung: Nach Erdbebenschäden im Jahr 2024 ist die Strecke aktuell nur teilweise befahrbar – aber auch das lohnt sich!
Die Bahn fährt von Mitte April bis Ende November. Die schönste Zeit für die Herbstfärbung ist etwa zwischen dem 20. Oktober und 10. November. Von Toyama erreichst du den Startpunkt mit dem Shinkansen und einer Regionalbahn in etwa 45 Minuten.
15. Japans drei Traumgärten

Zu den Top-Sehenswürdigkeiten des Landes gehören auch der Kenrokuen in Kanazawa, der Korakuen in Okayama und der Kairakuen in Ibaraki. Diese drei Landschaftsgärten gelten als die schönsten Japans.
Wir selbst hatten das Vergnügen, den Kenrokuen in Kanazawa zu besuchen. Auf dem weitläufigen Gelände verschmelzen Teiche, Hügel, Wasserfälle und jahrhundertealte Bäume zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk.
Der Name bedeutet „Garten der sechs Erhabenheiten“ und bezieht sich auf die sechs perfekten Eigenschaften eines Landschaftsgartens: Weiträumigkeit, Abgeschiedenheit, Künstlichkeit, Alter, Wasserreichtum und weite Ausblicke. Im Garten verteilen sich mehrere Teehäuser, Schreine und Laternen.
Besonders sehenswert ist die zweibeinige Kotoji-Steinlaterne am Kasumiga-ike-Teich. Zur Kirschblüte im April und zur Herbstlaubfärbung im November ist der Garten besonders spektakulär. Im Winter werden die Bäume mit Seilen (Yukizuri) geschützt – ein fotogenes Schauspiel!
16. Schneeaffen im Jigokudani Yaen Kōen

Der Schneeaffenpark Jigokudani Yaen Kōen ist der einzige Ort weltweit, wo freilebende Affen in heißen Quellen baden. Die Japanmakaken lieben es, sich in den dampfenden Onsen aufzuwärmen – besonders im Winter ein unvergesslicher Anblick!
Vom Wanderparkplatz brauchst du etwa 30 Minuten zu Fuß durch den Wald. Der Weg führt entlang eines kleinen Flusses. Am Ziel wartet ein mit heißem Wasser gefülltes Becken, in das die Affen zum Baden kommen. Sie sitzen entspannt im warmen Wasser, während ihnen die Schneeflocken auf den Kopf fallen.
Die besten Chancen, die Affen im Onsen zu erleben, hast du am Vormittag. Der Park ist täglich von 8:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. Wichtig: In der Region gibt es fiese Kribelmücken! Trage lange Kleidung und nutze Insektenschutzmittel auf ungeschützten Hautstellen. Berühre die Affen niemals und halte Abstand!
17. Burg Inuyama – Japans älteste Originalburg

Die Burg Inuyama zählt zu den ältesten erhaltenen Burgen Japans und liegt malerisch auf einem Hügel über dem Fluss Kiso. Anders als viele andere Burgen ist Inuyama ein Original aus dem 16. Jahrhundert.
Das Innere der vierstöckigen Burg ist original erhalten. Steile Holztreppen führen nach oben. Auf der obersten Etage gibt es keine Glasscheiben – nur ein hüfthohes Holzgeländer trennt dich vom Abgrund! Der Wind pfeift um die Ecken, während du den spektakulären Ausblick über den Fluss und die umliegenden Berge genießt. Im Frühling blühen auf dem Burggelände Kirschbäume.
18. Umeda Sky Building – Futuristische Aussicht in Ōsaka

Das Umeda Sky Building im Norden von Ōsaka gehört zu den architektonisch interessantesten Gebäuden Japans. Zwei 173 Meter hohe Türme sind an der Spitze durch eine verglaste Aussichtsplattform verbunden – ein futuristischer Anblick!
Berühmt ist die verglaste Rolltreppe, die dich die letzten Meter hinauf zur Aussichtsplattform bringt. Unter dir ist nur Glas, über dir auch – ein kribbelndes Gefühl! Oben angekommen hast du einen 360-Grad-Rundblick über die Millionenmetropole.
Besonders lohnenswert ist der Besuch bei Sonnenuntergang. Dann färbt sich der Himmel orange-rot, bevor Ōsaka in einem Lichtermeer versinkt.
Mein Tipp: Besuche danach die Sky Lounge Stardust in der 39. Etage. Bei einem Cocktail mit Aussicht lässt du den Abend perfekt ausklingen. Tickets* solltest du im Voraus buchen.
19. Samurai-Erbe in Kanazawa

Kanazawa ist bekannt für sein ursprüngliches Samurai-Viertel mit den ehemaligen Samurai-Villen. Die historischen Straßenzüge mit ihren Lehmwänden, gepflegten Gärten und traditionellen Toren versetzen dich in die Edo-Zeit zurück.
Einige der Villen kannst du besichtigen. Die bekannteste ist die Nomura-ke Samurai Heritage Residence. Hier bewunderst du traditionelle Innenräume, wertvolle Rüstungen und einen wunderschönen Landschaftsgarten. Der Besuch vermittelt ein authentisches Bild vom Leben der Samurai-Kriegerkaste.
Auch die wiederaufgebaute Burg Kanazawa lohnt sich. Bei einem Rundgang erfährst du viel über die traditionelle Holzbauweise und die Erdbebensicherheit. Danach solltest du durch die beiden Geisha-Viertel Higashi Chaya und Kazuemachi Chaya schlendern. Die pittoresken Straßenzüge mit den historischen Stadthäusern gehören zu den fotogensten Orten Kanazawas.
Ein Tipp ist das Matcha-Softeis mit Blattgold! Für alle Sehenswürdigkeiten solltest du fünf bis sechs Stunden einplanen.
20. Kirschblüte – Japans rosa Frühlingstraum

Die Kirschblüte (Sakura) ist das vielleicht schönste Naturschauspiel in Japan. Wenn sich das ganze Land in ein rosa-weißes Blütenmeer verwandelt, herrscht Ausnahmezustand. Die Japaner feiern die Kirschblüte mit Hanami-Partys unter den Bäumen.
Die Blütezeit ist kurz – meist nur ein bis zwei Wochen pro Region. Sie wandert von Süden nach Norden durchs Land. In Kyōto und Tokio blühen die Bäume meist Ende März bis Anfang April. Beliebte Orte sind der Maruyama-Park in Kyōto, der Ueno-Park in Tokio und natürlich die Chureito Pagoda mit Fuji-Blick.
Mein Tipp: Weiche auf weniger bekannte Orte aus! Der Philosophenweg in Kyōto ist zwar wunderschön, aber hoffnungslos überlaufen. Auch kleinere Tempel und Parks bieten spektakuläre Kirschblüten – oft mit weniger Menschenmassen. Die Japan Meteorological Corporation veröffentlicht jedes Jahr eine Kirschblütenvorhersage, an der du deine Reise ausrichten kannst.
Karte mit allen Japan-Sehenswürdigkeiten
Auf unserer interaktiven Karte findest du alle Highlights in Japan im praktischen Überblick:
Das musst du noch in Japan erlebt haben
Neben den Top-Sehenswürdigkeiten gibt es noch einige andere Highlights, die meiner Meinung nach auf keiner Japan-Reise fehlen dürfen:





Eine Fahrt mit dem Shinkansen
Eine Fahrt mit dem Shinkansen – damit sind umgangssprachlich die Schnellzüge gemeint, die alle wichtigen Städte des Landes verbinden – ist nicht nur für Eisenbahnliebhaber ein Muss. Besonders eindrucksvoll ist die (extrem teure) Gran Class. Hier kommst du dir vor wie in einem Privatjet, der mit 300 km/h über die Schienen brettert.
Shoppen im Don Quijote
Zumindest einmal solltest du in einen Don Quijote reinschauen. Eine Filiale der schrillen Kaufhauskette findest du in jeder größeren Stadt. Die Geschäfte gleichen einem riesigen Labyrinth, die von der Decke bis zum Boden mit einer schier unglaublichen Vielfalt an Produkten gefüllt sind. Die größte Filiale ist das „MEGA Don Quijote Shibuya“ in Tokio.
Maid Cafés
Hast du schon einmal von Maid Cafés gehört? Hier tragen die Kellnerinnen einen sehr aufreizenden Dienstmädchenlook. Es gibt aber keinen sexuellen Hintergrund (Körperkontakt ist verboten). Vielmehr wird eine Manga-inspirierte Atmosphäre geschaffen, in der die Gäste als „Meister“ angesprochen werden. Wir fanden den Besuch super interessant und würden sagen: einmal muss man das gesehen haben! Maid Cafés gibt es hauptsächlich in Tokio in Akihabara und in Ōsaka in Den Den Town.
Gacha-Automaten
Was in Japan sofort auffällt, sind die vielen Automaten an fast jeder Ecke. Das ist super praktisch, weil du überall für wenig Geld Wasser, Limo oder Kaffee bekommst. Ein weit verbreiteter Trend sind auch die Gacha-Automaten. Für ein paar hundert Yen spuckt der Automat eine Plastikkugel mit einer kleinen Spielfigur aus. Es gibt aber auch andere Inhalte, immer gut zu sehen am Automaten. An bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es oft spezielle Kollektionen, die nur hier verkauft werden.
7-Eleven
Die Supermarktkette 7-Eleven ist in Japan allgegenwärtig und hat besonders bei Touristen Kultstatus. Wenn du das erste mal einen japanischen 7-Eleven betrittst, wirst du aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Du findest hier allerlei außergewöhnliche Leckereien und Snacks. Unser persönliches Highlight ist der gefrorene Smoothie, der im Automaten frisch gemixt wird – yummy!
Japan-Reiseführer
Das waren also die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Japan. Für noch mehr Japan-Tipps empfehle ich dir folgende Reiseführer:
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