Reisetipps für deinen Urlaub in Italien

Tipps für deinen Urlaub in Italien

Bella Italia

Die Repubblica Italiana, wie Italien offiziell in der Landessprache heißt, hat auf der Landkarte den typischen Wiedererkennungswert, da sie einem Stiefel ähnelt. Genauer gesagt: Italien ist größtenteils vom Mittelmeer umgeben, im Norden bilden die Po-Ebene sowie die italienischen Alpen ein Festland, das mit der Schweiz, Österreich, Slowenien und Frankreich seine Grenzen besitzt. Zudem kann Italien mehrere Inseln sein Eigen nennen. Die größten sind Sizilien und Sardinien. Weitere bekannte sind Elba, Ischia und Lampedusa. Die Kleinstaaten San Marino und die Vatikanstadt werden gänzlich vom italienischen Staatsterritorium eingerahmt. Eine Art Seegrenze besteht mit Kroatien. Was nur wenige wissen, das von der Schweiz umgebene Campione d’Italia ist eine am Ostufer des Luganersees gelegene italienische Enklave mit knapp 2000 Einwohnern. Unsere aktuellsten Italien-Reisetipps findest du übrigens am Ende der Seite.

Italien: Damals und heute

Bella Italia kann auf eine lange Geschichte sowie eine großartige Tradition zurückblicken. Bereits vor 1,3 bis 1,7 Millionen Jahren existierte diese Landfläche, in der Antike blühte das heutige Italien als Römisches Reich auf. Die Toskana in Oberitalien brachte während der Renaissance zahlreiche bekannte Künstler hervor. Weit über die Grenzen – selbst die Europas – hinaus bekannt sind der gute italienische Wein, typische Speisen wie Pizza und Pasta, bekannte Automarken wie FIAT, Lamborghini und Ferrari, sowie natürlich die italienische Mode.

Italien – ein Land, viele (Urlaubs)-Möglichkeiten

Mit einer Fläche von etwas mehr als 301.000 km² und einer maximalen Länge von rund 1.200 km ist Italien nur geringfügig kleiner als Deutschland, hat jedoch weniger Einwohner.

In Italien existieren die unterschiedlichsten Landschaften: Zum einen besitzt die Republik (zusammen mit → Frankreich) mit dem 4810 Meter hohen Mont Blanc – italienisch Monte Bianco – den höchsten Berg der Europäischen Union nebst weiteren hohen Bergen, zum anderen bieten die Italienische Riviera, der Golf von Neapel, die Italienische Adriaküste sowie die zahlreichen Inseln und Inselchen ideale Bademöglichkeiten und Strände. In der Po-Ebene dominiert das Grün der Landschaft. Bekannte Gewässer wie der Po und der Tiber, der Lago Maggiore, der Gardasee (hier kommst du zu unserer → Gardasee-Übersicht) und der Comersee sowie der Trasimenische See und einige andere sorgen für fruchtbare Zonen. Als Besonderheit kommen die Vulkane hinzu: Der 1281 Meter hohe Vesuv in der Nähe der Hafenstadt Neapel befindet sich zurzeit in seiner Ruhephase. Der 3323 Meter hohe Ätna auf der italienischen Insel Sizilien hingegen ist weiterhin aktiv. Auch der Stromboli auf der gleichnamigen kleinen Insel zählt zu den aktiven Vulkanen.

Italien ist das Urlaubsland schlechthin

Bereits in den 60er Jahren, als das Reisen in fremde Länder noch keineswegs selbstverständlich war, boomte der Tourismus in Italien. Ferien am Meer waren damals total angesagt. Aber auch Urlaub in den Bergen wurde bereits damals praktiziert. Auch heute noch hat Italien nichts von seiner Anziehungskraft für Menschen aus aller Welt verloren – im Gegenteil! Über 52 Millionen ausländische Gäste kann das Land, wo die Zitronen blühen – wie Goethe es so treffend beschrieb –, alljährlich verzeichnen. Und die Tendenz ist steigend. So wundert’s auch nicht, dass der Tourismus zu einer der Haupteinnahmequellen des Landes gehört.

Standurlaub, Wintersport, Kurzurlaub

Urlaub in Italien bedeutet nicht nur Ferienzeit im Sommer. Ganz im Gegenteil, die Republik ist zwölf Monate im Jahr beliebt: Strandurlaub im Sommer, Wintersport in den Bergen im Winter, Kurzurlaub für Städtereisen oder Besichtigungstouren – vornehmlich im Frühjahr und im Herbst – in beliebte Urlaubsorte und –regionen wie in die Toskana, an den Gardasee oder an die Amalfiküste beziehungsweise auf eine der Urlauberinseln. Italien hat für jeden und für jede Jahreszeit den passenden Urlaub zu bieten.

Beliebte Urlaubsregionen in Italien

Die populärsten Urlauberregionen sind im ganzen Land verstreut: Die Alpen zum Wandern oder für den Wintersport, die etwa 7600 Kilometer lange Küstenregion mit feinen Sandstränden und Urlaubsorten am Adriatischen sowie am Ligurischen Meer und natürlich kulturhistorisch interessante Städte wie Pisa (zu den → Top-Sehenswürdigkeiten in Pisa), Verona (zu den → Top-Sehenswürdigkeiten in Verona), Venedig (zu den → Top-Sehenswürdigkeiten in Venedig), Florenz oder Rom.

Im Übrigen besitzt Italien die meisten UNESCO Welterbestätten, die dafür Sorge tragen, dass der Tourismus boomt. Man schätzt, dass sich rund 100.000 Denkmäler der unterschiedlichsten Art auf dem historischen italienischen Boden befinden. Pilger aus aller Welt zieht es, vor allem zu den Osterfeiertagen, nach Rom auf den Petersplatz, um einen Blick auf den Papst bei seiner Osteransprache zu erhaschen.

Für ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten ist im Urlaub ebenfalls gesorgt. Gleichgültig, ob Ferienhaus oder Ferienwohnung, ob Pension oder Hotel, ob ein Campingplatz während des Strandurlaubs oder ein Chalet in den Dolomiten, italienische Gastfreundlichkeit und typische italienische Gastronomie sind inbegriffen.

Moderne trifft auf Altertum

Urlaub in Italien ist nicht nur gleichbedeutend mit Sonne, Strand und Meer. Urlaubsorte können durchaus auch einige der wichtigsten und/oder größten Städte sein. Dabei ist es gleichgültig, ob man einen Kurzurlaub oder einen Sommerurlaub plant, oder zu einer anderen Ferienzeit reist, italienische Städte sind immer etwas Besonderes. Hier pulsiert das typisch italienische Leben: Straßencafés, hohes Verkehrsaufkommen, lärmende Italiener – was durchaus nicht gleichbedeutend mit streitenden ist -, sowie einladende Boutiquen mit außergewöhnlicher italienischer Mode. Typisch italienisch, dass beinahe alle Städte mindestens irgendeine historische Besonderheit aufzuweisen haben.

Die größte und am häufigsten besuchte Stadt ist die italienische Hauptstadt Rom. Nirgendwo sonst treffen Antike und Moderne so häufig aufeinander wie hier: moderne Geschäfte und neue Wohnviertel existieren neben antiken Ruinen wie etwa dem Forum und dem Colosseum, zahlreiche Museen zeugen von einer beinahe 3000-jährigen Kunst- und Kulturgeschichte. Und selbst unter der Erde – in den Katakomben – begegnet man der Geschichte der Stadt von Romulus und Remus.

Zweitgrößte Stadt der Halbinsel ist Mailand. Auch hier trifft Alt auf Neu. In dieser nördlichen Metropole existieren beispielsweise der berühmte Mailänder Dom und das Kloster Santa Maria delle Grazie, in dessen Speisesaal das berühmte Gemälde von Leonardo da Vinci – „Das Abendmahl“ – hängt, neben modernen Zentren des Designs und der Mode, teuren Restaurants, Boutiquen sowie der Mailänder Börse und einer großen Universität.

Wesentlich kleiner, jedoch in ihrer Wichtigkeit vergleichbar, sind die Städte Florenz, Siena und Pisa in der Toskana (zu den → Top-Fotospots in der Toskana). Hier – auf der ligurischen Meerseite – befindet sich auf relativ kleinem Terrain eine Unmenge an historischen Zeitzeugen. Am Adriatischen Meer liegt die Lagunenstadt Venedig (hier verraten wir dir → zehn Dinge, die du an Venedig hassen wirst & hier findest du → tolle Venedig-Geheimtipps) als eine der wichtigsten, weltweit bekanntesten Städte.

Last but not least wäre die süditalienische Stadt Neapel zu nennen, die mit dem typischen neapolitanischen Lebensstil sowie zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie den vorgelagerten Inseln Capri und Ischia, oder dem Vesuv mit der antiken Ausgrabungsstätte Pompeji punktet.

Das muss man in Italien einfach gesehen haben!

Aufgrund der zahlreichen offiziellen sowie inoffiziellen Sehenswürdigkeiten bräuchte man Jahre, um alles Sehenswerte zu besuchen. Hier eine recht kleine und subjektive Auswahl:

  • Die Dolomiten (zu unseren → Wanderungen un den Dolomiten), ein Traum von Landschaft! Wer Berge und die Natur liebt, ist hier goldrichtig.
  • Der Gardasee (zu den → schönsten Seen rund um den Gardasee) und seine zahlreichen „Brüder“ – wie der Lago d’Iseo oder der Lago Maggiore – sind nicht nur für Wassersportler ein beliebtes Urlaubsziel.
  • Im Juni findet alljährlich das Tortellini-Fest, das festa del nodo d’amore (Fest der Liebesknoten) in Borghetto statt (zu unserem Bericht über das → Tortellini-Fest am Gardasee).
  • Für einen Strandurlaub sind beide Küsten empfehlenswert, wobei man überlaufene Strände – etwa bei Rimini – aber auch weniger frequentierte – beispielsweise ganz im Süden in der Region Basilicata – finden kann.
  • Ein wahrer Augenschmaus ist die Amalfiküste. Am besten genießt man sie außerhalb der Sommermonate.
  • Ähnlich verhält es sich mit dem Küstenabschnitt Cinque Terre (zu unserer → Reise nach Cinque Terre), wo die fünf malerischen Dörfer am schönsten außerhalb der Saison sind.
  • Die meisten Touristen findet man in der Toskana (zu unseren → Toskana-Reisetipps). Hier ziehen Urlaubsorte und Sehenswürdigkeiten wie der schiefe Turm von Pisa, Florenz – Michelangelos Stadt mit den berühmten Uffizien -, → San Gimignano – die Stadt der Türme -, sowie Siena, die Marmorstadt Carrara, Volterra, die Schwefelbäder in Saturnia, die Halbinsel Monte Argentario und viele andere zahlreiche Touristen in ihren Bann.
  • Venedig sehen und sterben“, so behauptete Thomas Mann. Sterben sollte man nicht, aber ein Besuch der bezaubernden Lagunenstadt ist ein Muss für jeden Italienreisenden (zu → Venedigs Top-Sehenswürdigkeiten).
  • Ferner sollte man unbedingt die Trullis in Apulien und die Ausgrabungsstätten von Pompeji bei Neapel gesehen haben.
  • Der Aufstieg zum Vesuv – ebenfalls in der Nähe von Neapel – oder zum noch aktiven Ätna auf Sizilien (zu unserer → Wanderung auf den Ätna) bilden eines der Highlights nicht nur im Sommerurlaub.
  • Selbstverständlich sollte man auch Städte wie Rom mit dem Colosseum und dem Petersdom sowie Mailand mit dem berühmten Mailänder Dom nicht auslassen. Deren Besuch empfiehlt sich außerhalb der heißen Sommermonate.
  • Wer den Charme einer ganz besonderen Stadt erleben möchte, fährt nach Neapel und setzt zur berühmten Capri-Insel über. Ein Besuch der warmen Thermen auf der Insel Ischia sorgt für Wellness pur.

So kommst du am besten nach Italien

Italien ist von uns aus relativ schnell und einfach zu erreichen, und auch im Land selbst ist das Reisen kein Problem. Gleichgültig, ob im Sommerurlaub, im Winter oder während der restlichen Jahreszeiten, ob zum Kurzurlaub oder für längere Ferien, ob in eine der größeren Städte, zum Strandurlaub oder in die Berge, das gewählte Urlaubsziel ist stets gut erreichbar. Um von A nach B und weiter zu gelangen, stehen neben dem eigenen PKW Mietautos, Bahn, Bus, Flieger und sogar Schiff oder Fähre zur Verfügung. Während der allgemeinen Ferienzeit im Juli/August kann es dabei schon mal zu Staus und Engpässen kommen. Da ist gute Vorplanung gefragt.

Mit dem eigenen Auto

Um von Deutschland aus ins Land des „dolce-far-niente“ zu gelangen, reisen die meisten Urlauber mittels der Autobahn über Österreich, und somit über den Brenner. Das ist gebührenpflichtig. Alternativ gibt es die SS12 oder einige Bergstraßen, bei denen man jedoch mehr Zeit einplanen muss. Das herrliche Panorama der atemberaubenden Dolomiten entschädigt jedoch für Vieles. Achtung: Im Winter sind einige Pässe und Straßen gesperrt!
Wer aus westlicher Richtung anreist, nimmt die Strecke über die Schweiz, also durch den 17 km langen St. Gotthard-Tunnel. Das ist besonders dann ratsam, wenn das Urlaubsziel der Gardasee ist.

Das italienische Straßennetz selber ist mit beinahe 200.000 km erstklassig verzweigt. Die meisten der Straßen lassen sich gut befahren, ein wenig eng kann es in den Bergen – in den Dolomiten – oder aber in den Gässchen der Altstädte verschiedener Ortschaften werden. Vorteil: Auf den Haupt- und Nebenstrecken kommt man Land und Leuten nah und gewinnt einen ersten Eindruck der fantastischen Landschaft. Wer schnell voran kommen möchte, benutzt die Autobahnen. Sie verteilen sich auf mehr als 6.600 km. Die meisten sind in Privatbesitz und man muss für deren Benutzung Maut entrichten.

Mit dem Flugzeug

Das zweitmeist gebrauchte Verkehrsmittel um zum Urlaubsziel zu kommen, ist das Flugzeug. Unzählig viele Fluglinien stehen für alle möglichen Regionen zur Verfügung. Für vergleichsweise wenig Geld kann man in nur wenigen Stunden von nahezu jedem Flughafen in Deutschland nach Italien fliegen. Auch im Land selber gibt es ausreichend Gelegenheit für Inlandsflüge.
Alitalia ist die größte italienische Fluggesellschaft. Air Dolomiti, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa, bietet vorrangig Flüge zwischen Frankfurt beziehungsweise München und Norditalien an. Rom-Fiumicino ist der größte italienische Flughafen. Mailand, Bologna, Venedig, Catania und Palermo auf Sizilien oder auch Neapel werden – je nach Urlaubsziel – neben Rom am häufigsten angeflogen.

Mit Bus oder Bahn

Weitere Möglichkeiten, die italienischen Urlaubsorte zu erreichen, sind die immer häufiger eingesetzten Fernbusse oder angebotenen Reisen mit Busunternehmen. Nicht selten reisen Urlauber auch mit der Bahn, wobei in der Regel ein- oder mehrmals umgestiegen werden muss.
Italien selber besitzt eine rund 1.000 km lange Schnellfahrstrecke, die von Turin nach Salerno im Süden führt.
In größeren Städten, wie Mailand, Neapel, Genua oder Catania, ist die Fahrt mit der U-Bahn zu empfehlen. Das Bahn- und Busfahren in Italien ist übrigens billiger als bei uns.

Mit dem Schiff

Wer mit dem Schiff reist, ist zuvor meistens mit einem anderen Verkehrsmittel ins Land gekommen. Aufs Schiff beziehungsweise auf die Fähre steigt um, wer auf eine der Inseln oder aber weiter nach Griechenland beziehungsweise nach Albanien möchte.
Die meisten Überfahrten erfolgen zwischen Messina und Reggio Calabria, also zwischen dem Festland und Sizilien. Von Piombino aus geht’s nach Elba oder Korsika. Der größte Seehafen Italiens ist in Genua. Von hier aus setzen die Schiffe zu verschiedenen anderen Häfen des Landes aber auch nach Tunesien, Marokko, Frankreich oder Spanien über. Von Ancona, Triest und Bari aus werden die Passagiere zumeist nach Albanien befördert.

Das Klima: Sonne, Strand und mehr…

Denkt man an Italien, so denkt man an Sonne und Wärme. Stimmt! Das Land kann aber auch anders! Genauso unterschiedlich wie die Landschaft ist auch das Klima – eben abhängig von der jeweiligen Region:

In den Dolomiten, den Alpen sowie in den Apennin ist es im Sommer eher mild, im Winter jedoch aufgrund der Höhenlage sehr kalt. Es gibt Schnee und Frost. Also die idealen Gebiete für den Wintersport und zum Wandern.

Besonders beliebt sind Ferien an den drei berühmten Seen Oberitaliens: Comersee, Gardasee (zu den → Top-Sehenswürdigkeiten am Gardasee) und Lago Maggiore. Hier herrscht vom Mittelmeer kommendes mediterranes Klima. Das bedeutet, wenig Niederschläge, warmes, jedoch keineswegs heißes Wetter im Sommer, warme Herbsttage – aber mit Regen – und oft frostfreie Winter.

Wer ein Ferienhaus in der Toskana oder in der Po-Ebene bewohnen möchte, muss – je nach Jahreszeit – mit allem rechnen. Im Sommer herrscht hohe Luftfeuchtigkeit und es ist viele Wochen lang richtig heiß. Nicht selten gibt es von Oktober bis Ende Januar richtig dicken und langanhaltenden Nebel. Im Winter ist es kühl; auch leichter Frost sowie leichter Schneefall sind möglich.

Anders sieht es in Mittelitalien aus. Hier findet man trockene sowie milde Winter und heiße Sommermonate vor. Frost gibt es so gut wie nie.

An der Stiefelspitze sowie auf den Inseln herrscht beinahe ganzjährig angenehmes, mediterranes Klima. Das bedeutet: Im Sommer ist es sehr heiß, teils über 40°C, bereits im Januar beginnt die Mandelblüte, also der Frühling, der Herbst hingegen setzt erst sehr spät im November ein, und der Winter ist mit Temperaturen von 10 bis 15 Grad angenehm mild. Während es im Winter teils heftig regnet, was zu Überschwemmungen führt, bleiben die restlichen Monate fast ohne Wasser.

Summa summarum: Eine wirklich beste Reisezeit gibt es nicht. Italien ist immer eine Reise wert!

Italiener wissen zu feiern!

Italiener haben zahlreiche Traditionen und Feste verschiedenen Ursprungs, die sie in der Regel im Kreise der ganzen Familie und mit Freunden begehen. Auch Fremde sind dabei herzlich eingeladen.

  • Das bekannteste Fest ist der Karneval in Venedig. Hier spielen Masken, zahlreiche Spiele und Feuerwerke eine Hauptrolle. Auch andernorts wird Karneval ausgiebig gefeiert. Eine ganz besondere Tradition ist das Pferderennen – das Palio – in Siena, wo es darum geht, dass die einzelnen Stadtteile gegeneinander antreten.
  • In Florenz findet in jedem Jahr am Johannistag, dem 24. Juni, mit dem Calcio storico – einer Mischung aus Fußball und Rugby – ein ganz besonderes Spektakel statt.
  • Ebenfalls historischen Hintergrund besitzt die alljährlich am ersten Sonntag im September in Venedig stattfindende Regata storica. Auf dem berühmten Canal Grande gibt es Bootsrennen zwischen den prachtvollsten Gondeln mit nicht minder prachtvoll gekleideten Gondoliere in historischen Kostümen.
  • Italien ist ein Land mit einer sehr christlichen Vergangenheit, und auch heute noch wird der katholische Glaube vielerorts intensiv gelebt. So kommt es, dass gerade die Bergdörfer im Süden an den Namenstagen ihrer Schutzheiligen großartige Feste mit langen und spektakulären Prozessionen feiern.
  • Auch an Ostern finden vielerorts Prozessionen statt, bei denen eine überlebensgroße Madonnenfigur mit Begleitung choralischer Gesänge von in Kutten gekleideten Männern durch die Straßen getragen wird.
  • Natürlich sind auch alle christlichen Feiertage, wie Mariä Himmelfahrt, ein ganz besonderes Erlebnis, an dem die ganze Familie auf den Beinen ist. Essen steht hier beim Picknick oder Restaurantbesuch beziehungsweise an langen Tafeln im Vordergrund.
  • Weihnachten stellt eines der wichtigsten Feste des Lande dar. Die Geschenke gibt es erst am 25. Dezember. In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar kommt die Hexe Befana durch den Schornstein, bringt Süßigkeiten und Geschenke oder „carbone dolce“ – süße Kohle.

Länderinfos Italien

  • Staatsform: parlamentarische Republik
  • Fläche: 301.338 km²
  • Einwohner: 60,5 Millionen
  • Einwohner pro km²: 201
  • Hauptstadt: Rom (2,9 Millionen Einwohner)
  • Nationalgericht: Pizza & Pasta