Reiseberichte Island

Tipps für deinen Urlaub auf Island

Eine Reise zu Elfen und Trollen

Der Trend für Nordische Urlaubstage haben Island seit Jahren zu einer Top-Destination nicht nur für Naturliebhaber etabliert, sondern Holiday Trendsetter, Prominente, Abenteurer und Hollywoodfans, für die Island schlichtweg ein faszinierender, realitätsnaher Drehort mit außerirdischen Qualitäten ist, haben das Land ebenfalls für sich entdeckt. Jährlich mehr als 2,4 Millionen Touristen aus aller Herren Länder zählt der spektakuläre Inselstaat (hier kommst du zu Islands Top-Sehenswürdigkeiten). Besucher scheuen weder Kosten noch Mühe (das kostet eine Island-Reise), um das enorm imposante Land der Elfen und Trolle mit seinen einzigartigen, kontrastreichen Landschaftkulissen und extremen Naturgeschehnissen hautnah zu erleben.

Island: Geographie, Regionen und Besonderheiten

Die weltweit größte Vulkaninsel ist ein Land, das sich unterhalb des nördlichen Polarkreises befindet und geographisch Nordeuropa zuzuordnen ist. Auf den gesellschaftlich-politischen sowie kulturell-traditionellen Ebenen bestehen enge Bindungsaffinitäten zu den Ländern Skandinaviens und Westeuropas allgemein. Etwas über 350.000 Einwohner zählt das äußerst dünn besiedelte Land, während mehr als 124.850 davon in der Hauptstadt Reykjavik leben, im gesamten Ballungsraum von Reykjavik sind es ungefähr 217.930 Bürger.

Das Land ist von einer bedeutenden geologische Besonderheit gekennzeichnet, da diagonal unterhalb des Insellandes die Eurasische Platte auf die nordamerikanische Platte trifft, deren Grenzen nebeneinander verlaufen und seit einiger Zeit etwa 2 cm jährlich voneinander abweichen. Aufgrund des aktiven Vulkansystems werden ständig geschmolzene Gesteinsmengen aus dem Erdinneren nach oben gedrängt, welche die einheitliche isländische Landmasse zusammenhalten. Etwa 11 % der isländischen Oberfläche ist stark vergletschert, während lediglich knapp 2 % des Landes über hauptsächlich mit jungen Birken-, Lärchen-, Aspen- und Ulmenbäumen bewaldete Flächen verfügt.

Von atemberaubend bis unheimlich reichen die übernatürlichen Impressionen, die in jeglicher Hinsicht die Vorstellungen der Erstbesucher übertreffen. Kahle, karge und spitz-schroffe Vulkanhöhen, von Moos und Gras überwachsene felsige Landschaften, wundersam bizarre Gletscherformationen und phänomenale Geysire bescheren ein überwältigendes Spektakel der Naturgewalten, das jeden Urlaub in Island zu einem formidablen Erlebnis werden lässt.

Das Inselland: Eine unkomplizierte und erwartungsvolle Anreise

Für ihre Reise nach Island können Touristen von Deutschland, der Schweiz, Österreich und anderen zentraleuropäischen Ländern aus das zufriedenstellende Angebot an Direktflügen (Flugdauer 3,5 bis vier Stunden) zum Internationalen Flughafen Leifur Eíriksson in Keflavik nutzen, der sich von Reykjavik aus etwa 45 Fahrtminuten mit dem Airport Express oder Flybus entfernt befindet. Islandreisende können ebenfalls eine Taxifahrt in Betracht ziehen, um die 48 km lange Strecke von Keflavik nach Reykjavik zurückzulegen.

Viele Touristen legen auch nur einen Stopp von einigen Tagen auf dem Weg von Europa nach Nordamerika oder umgekehrt ein. Islands Fluggesellschaft Icelandair bietet einen kostenlosen Zwischenstopp bis zu sieben Tagen an, um die Inselhauptstadt Reykjavik oder Naturwunder wie die Wasserfälle entlang des Goldenen Zirkels zu entdecken.

Alternativ dazu kommen wöchentliche Fährschiffe nach Island zum Einsatz, die zwischen Hirtshals in Dänemark und Seyðisfjörður an der Ostküste Islands verkehren und insbesondere für Motoristen interessante Optionen bieten. Die Reise mit dem Schiff dauert je nach Saison und Zwischenstops etwa 2 bis 2,5 Tage. Weitere Anreisemöglichkeiten bestehen durch eine Reihe von Flug-Schiffskombinationen von Zentraleuropa oder Grönland aus.

Ansonsten gestaltet sich eine individuelle Islandreise am günstigsten per Bus oder bedeutend unabhängiger mit einem robusten Mietwagen, der sich für das stellenweise schwer zugängliche Gelände in Island als optimal erweisen würde. Den einmalig erstandenen Hringmiði Rundreisefahrschein dürfen Islandbesucher während ihrer Reise beliebig oft auf der Ringbstraße um Island benutzen.

Die fabelhaftesten Sehenswürdigkeiten Islands

Wer sich keine der hinreißenden isländischen Naturschönheiten im Urlaub entgehen lassen möchte, sollte seine Insel-Rundreise besonders gut planen. Nicht nur Ehrfurcht einflößende, feuerspeiende Vulkankrater und monumentale Gletscherweiten halten Islandreisende in ihren Bann, sondern auch geheimnisvolle und sagenumwobene Fabelwesen, deren Existenz an diesem absolut mythischen Ort über jeden Zweifel erhaben zu sein scheinen und eng mit dem Glauben der isländischen Bevölkerung verbunden sind.

Um sich an die klimatische Umstellung, das Wetter und die faszinierende isländische Welt zu gewöhnen macht es Sinn, eine Island Rundreise in der Hauptstadt des Insellandes Reykjavik anzusetzen. Die Stadt befindet sich im südwestlichen Teil der Insel und breitet sich entlang der Küstenregion vor der Faxaflói Bucht aus. Im Stadtzentrum können Besucher das beeindruckende Parlamentsgebäude Alþingi besichtigen, in dem seit dem Jahre 1849 das isländische Parlament Alþingi, ältestes Parlament auf Erden, untergebracht ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich die seit dem Jahre 1796 bestehende Kathedrale von Reykjavik.

Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt ist die auf einem Hügel befindliche Hallgrímskirkja, eine 1986 fertiggestellte Lutherkirche in meisterlich imposanter Architektur, die kostenfrei zugänglich ist und von der Aussichtsetage über der Kirchenuhr einen atemberaubenden Blick über Reykjavik und Umgebung bietet. Besucher sollten sich die Sun Voyager Skulptur auf keinen Fall entgehen lassen, die zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört, oftmals das Sonnenschiff Sólfar „Ode an die Sonne“ genannt wird und ganz unverkennbar die ewige Verbindung der Isländer zu den Wikingern und der Fischerei symbolisiert. Das Monument gehört zu den beliebtesten Fotomotiven für Touristen in Reykjavik und begeistert Besucher jeden Alters. Der Garten der Skulpturen Einar Jónsson nahe der Halgrímskirkja ist ein besonders Glanzlicht in der Hauptstadt, in dem Besucher die wundervollen Meisterwerke des isländischen Bildhauers bewundern können und die Gartenanlage gebührenfrei durchwandern können.

Was wäre eine Islandreise ohne einen Ausflug entlang der Südküste Islands mit ihren traumhaft schönen Naturkulissen, den imposanten Wasserfällen bei Skógafossund und die überwältigende Gletscherwelt bei Sólheimajökull und Mýrdalsjökull? Die große Rundreise Golden Circle Tour führt Islandbesucher durch den fantastischen Südwesten des Landes nach Haukadalur. Besondere Highlights wie die über 30 m hohe Fontäne der Heißwasserquelle Strokkor, der sensationelle goldene Wasserfall Gullfoss oder den einzigartigen Þingvellir UNESCO Weltkulturerbe Nationalpark mit dem Aufsehen erregenden Riss zwischen der Atlantischen und Eurasischen Tektonplatte sowie der Keriõ Vulkankratersee bieten Besuchern unschätzbar einzigartige und kostbare Impressionen dieser von atemberaubenden Naturgewalten so intensiv geprägten Inselwelt.

Der mit 8300 km² größte Gletscher Islands und Europas ist der Vatnajökull im südöstlichen Teil des Landes, dessen Gletscherzungen sich zu faszinierenden Erkundungen und abenteuerliche Begehungen von Gletscherhöhlen anbieten. Der überwältigende Svínafellsjökull ist ein wahrer Magnet für all jene Touristen, die außerdem die Magie dieses berühmten Drehortes für weltbekannte Filme hautnah selbst erleben möchten. Definitiv eine der beliebtesten Ausflugsziele auf der Insel ist der märchenhafte Wasserfall von Bruarfoss.

Die meist besuchten Urlaubsorte auf der von Feuer und Eis erschaffenen Insel

Die kleine Hafenstadt Seyðisfjörður an der Ostküste Islands ist ein beliebtes Urlaubsziel während einer Islandreise und kann mit einer guten touristischen Infrastruktur bestehend aus Hotels, einer Jugendherberge, einem gut organisierten Campingplatz sowie einer Tourismus Zentrale aufwarten. Besucher finden besonders viel Gefallen an den zahlreichen fantastischen Holzbauten und genießen die einzigartige Fjördlandschaft. Auch die nur 25 km weiter gelegene Stadt Egilsstaðir offeriert eine Vielzahl an hochwertigen, landestypischen Privatunterkünften, stilvolle Hotels sowie wundervolle Gelegenheiten, den Aufenthalt in Island mit Aktivitäten wie Radfahren und Mountainbiking, Kayaking und Nordic Walking in der verwegen schönen und abenteuerlich spannenden Umgebung des Landes zu verbinden.

Die Fjördestadt Akureyri im Norden Islands ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Island Rundreise. Ausflüge sowohl ins Landesinnere zu den Wasserfällen Selfoss oder Dettifoss als auch entlang der Norkdüste erlauben einzigartige, facettenreiche Naturerlebnisse zu jeder Reisezeit. Skifahren im Winter und sensationelle Nordlichtbeobachtungen sind definitiv absolut einzigartige Highlights in dieser Region während einer Islandreise im Winter.

Das isländische Klima und die beste Reisezeit

Das Wetter auf Island wird stark von den Nordpolareinflüssen bestimmt und ist dementsprechend im Winter sehr kalt und trocken. Schneestürme und heftige Winde sind in den Wintermonaten sicherlich keine Seltenheit und an klaren Dezember- und Januartagen ist die Sonne nur für 4 bis 5 Stunden zu sehen. In den Sommermonaten Juni, Juli und August sind die Tage besonders lang, die Temperaturen steigen dennoch kaum über 20°C an, die Nachttemperaturen liegen bei 10°C bis 12 °C. Die beste Reisezeit ist natürlich im Frühjahr und Sommer, wenn das Wetter gut genug ist für Wanderungen, Gletschererkundungen, für spannende Abenteuer bei der Suche nach den märchenhaften Fabelwesen Islands, den Feen und Elfen, sowie für zahlreiche andere Aktivitäten wie Radfahren, Reiten, Bootsfahrten, Walbeobachtungen oder Fischen. Das Wetter in Island ist nicht selten wechselhaft, deshalb sollten die zu erwartenden Witterungsbedingungen bei der Planung von Ausflügen und Unternehmungen stets in Betracht gezogen werden.

Angesichts des Besucherzustroms sind Sehenswürdigkeiten, die nahe der Straße liegen, oft extrem überlaufen. Wer Island ursprünglich erleben will, sollte außerhalb der Hauptsaison auf die Vulkaninsel reisen. Auch im Hochland, das allerdings nur mit einem sehr teuren Allradfahrzeug zu erkunden ist (oder man wandert), kann man die Natur fast für sich alleine genießen.

Island-Urlaub: Isländische Feiertage und traditionelle Feste

Viele wichtige Feiertage werden von den Isländern begangen, allem voran der Nationalfeiertag am 17. Juni, Tag der Unabhängigkeit und Gründung des Isländischen Staates im Jahre 1944. Am 23. Dezember wird der Schutzheilige Islands, Sankt Þorlak geehrt und dieses Fest gleichzeitig mit Weihnachten verbunden. Ein besonderer Feiertag ist der Bier Tag, der jedes Jahr am 1. März stattfindet und der Legalisierung von Bier im Jahre 1989 gedenkt. Das Fest der Sommersonnenwende Jónsmessa, das alljährlich am 24. Juni auch zu Ehren von Johannes des Täufers begangen wird und zahlreiche Besucher anzieht, ist ein ganz spezielles Glanzlicht im Festtagskalender der Isländer.

Länderinfos Island

  • Staatsform: Parlamentarische Republik
  • Fläche: 103.125 km²
  • Einwohner: 347.000
  • Einwohner pro km²: 3,4
  • Hauptstadt: Reykjavík (123.000 Einwohner)
  • Nationalgericht: Hangikjöt (geräuchertes Lammfleisch)

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