Du hast die Wahl: Spiegelreflexkamera oder Systemkamera?

Beim Kamerakauf stehst du vor der Wahl zwischen Spiegelreflexkamera (DSLR) und spiegelloser Systemkamera (DSLM).
Systemkameras (DSLM) sind die modernere Variante – sie sind kompakter, haben einen elektronischen Sucher, superschnellen Autofokus zum Teil mit KI und eine hohe Serienbildgeschwindigkeit.
Spiegelreflexkameras (DSLR) sind die ältere Technologie und werden langsam auslaufen. Ihre Vorteile: längere Akkulaufzeit, größere Objektivauswahl (besonders gebraucht), optischer Sucher ohne Verzögerung und besserer Staubschutz beim Objektivwechsel.
Wichtig: Für die Bildqualität ist es egal, welches System du wählst – entscheidend sind Sensor und Objektiv.
Wenn dir leichtes Gewicht, elektronischer Sucher und schneller Autofokus wichtig sind, wählst du eine DSLM. Wenn du Wert auf große Auswahl an gebrauchten Objektiven legst, kommst du an der DSLR nicht vorbei. Meine Empfehlung ist klar die Systemkamera (DSLM) als zukunftssichere Wahl.
Hier findest du meinen Vergleich zwischen DSLR und DSLM sowie eine Übersicht über die besten Spiegelreflexkameras für Einsteiger. Und hier kommst du zu meiner umfassenden Kamera-Kaufberatung mit einem Überblick über die besten Kameras.
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Canon EOS R100: Systemkamera für Anfänger für unter 500€

Ich beginne mit der Canon EOS R100, die aktuell günstigste DSLM für Hobbyfotografen. Die Systemkamera ist mit einem APS-C-Sensor mit 24 Megapixel ausgestattet. Die Kamera kam im Jahr 2023 auf den Markt und kann technisch noch immer mithalten. Mit einem Gewicht von 356 Gramm ist die Kamera perfekt für unterwegs geeignet. Das Bedienkonzept ist – typisch für Canon – gut durchdacht und ideal für Anfänger!
Auf ein dreh- und schwenkbares Display musst du leider verzichten, der Bildschirm hat nicht einmal eine Touch-Funktion. Auch ein interner Bildstabilisator fehlt. Für den Preis ist das aber vertretbar. Dafür sind Bluetooth und Wi-Fi mit an Bord.
Der Autofokus und die Serienbildgeschwindigkeit sind für die Preisklasse unter 500 Euro top! Außerdem kann die Kamera Videos in 4K aufnehmen.
Mein Fazit: Im Bereich bis 500 Euro ist die Canon EOS R100 mein Favorit. Die Kamera ist leicht und kompakt und ideal für unterwegs. Außerdem ist die DSLM mit der neuesten Technik ausgestattet.
für diese Preisklasse guter Autofokus
sehr geringes Gewicht (356 Gramm)
günstig in der Anschaffung
große Objektivauswahl nur mittels Adapter
mäßige Akku-Laufzeit (340 Bilder)
Videos in 4k (aber nur 25 FPS)
kein interner Bildstabilisator
niedrige Serienbildgeschwindigkeit (6,5 Bilder/Sek.)
mäßige Bedienbarkeit (nur 1 Einstellrad)
kein Touch-Display
Display fest verbaut
Sony Alpha 6600: Gute Einsteiger-DSLM mit Bildstabilisator

Mein zweiter Kauftipp ist die Sony Alpha 6600, ausgestattet mit einem APS-C-Sensor. Warum Sony? Immerhin gibt es ähnlich teure Modelle von Canon (R10 und R50) und Nikon (Zfc, Z30 und Z50II). Im Bereich APS-C ist Sony wegen der großen Objektivauswahl aber mein Favorit.
Die 2019 erschienene DSLM punktet mit einem internen Bildstabilisator, der deutlich längere Belichtungszeiten beim Fotografieren aus der Hand erlaubt. Das ist ein Vorteil, wenn du oft in dunklen Umgebungen, etwa bei Dämmerlicht, Bilder machst.
Dafür ist die Sony Alpha 6600 preislich deutlich teurer als die Canon EOS R100 und noch dazu größer und schwerer. Dank des leistungsstärkeren Akkus sind aber auch mehr Fotos mit einer Akkuladung möglich.
Mein Fazit: Die Sony Alpha 6600 steht eine Stufe über der Canon EOS R100. Der Aufpreis für den Bildstabilisator lohnt sich durchaus. Preislich liegt die DSLM bei etwa 700 bis 800 Euro.
für diese Preisklasse guter Autofokus
interner Bildstabilisator (bis zu 5 Blendenstufen)
sehr gute Akku-Laufzeit (720 Bilder)
gute Bedienbarkeit (2 Einstellräder)
geringes Gewicht (503 Gramm)
durchschnittliche Serienbildgeschwindigkeit (11 Bilder/Sek.)
relativ geringe Display-Auflösung (3,0″ mit 0,92 Mio. Bildpunkten)
Videos in 4k (aber nur 25 FPS)
Display nur klappbar
Touch-Display nur eingeschränkt nutzbar
Nikon Z5: Günstige Vollformat-DSLM mit starker Ausstattung

Du willst lieber mit einer Vollformatkamera mit größerem Bildsensor und einer besseren Auswahl an Objektiven beginnen? Eine der besten Vollformat-Systemkameras für unter 1000 Euro ist die Nikon Z5. Die Einsteiger-Vollformatkamera kommt mit einem 24,3 Megapixel-Sensor daher, der seine Stärken im Low-Light-Bereich ausspielt. ISO-Werte von über 10.000 meistert die DSLM mit Bravour.
Hervorzuheben in dieser Preisklasse ist der integrierte Bildstabilisator, der längere Belichtungszeiten aus der Hand ermöglicht. Die Bildqualität der DSLM ist über jeden Zweifel erhaben und die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen. Das Kameragehäuse ist sogar gegen Spritzwasser geschützt. Die DSLM hat sogar zwei Kartenslots an Bord. Ein Extra, das eigentlich teuren Profi-DSLMs mit Vollformatsensor vorbehalten ist.
Dafür ist das Touch-Display nur klappbar und die Serienbildgeschwindigkeit ist für eine DSLM eher gering.
Mein Fazit: Die Nikon Z5 ist mein Favorit im Bereich der Vollformat-Systemkameras für unter 1000 Euro. Die Z5 ist eine gute Kamera für die Landschaftsfotografie, aber auch für die Porträtfotografie.
schneller und präziser Autofokus
interner Bildstabilisator (bis zu 5 Blendenstufen)
gute Low-Light-Eigenschaften
sehr gute Bedienbarkeit (2 Einstellräder + Joystick)
sehr guter Sucher (0,5″ mit 3,69 Mio. Bildpunkten)
sehr kurze minimale Belichtungszeit (1/8.000 Sekunde)
zwei Kartenslots
mäßige Akku-Laufzeit (470 Bilder)
Display nur klappbar
relativ hohes Gewicht (675 Gramm)
niedrige Serienbildgeschwindigkeit (4,5 Bilder/Sek.)
4K-Videos (30 FPS) nur als Ausschnitt („gecropped)
Canon EOS RP: Kompakte Vollformat-DSLM für Hobby-Fotografen

Wenn dir die Nikon Z5 zu groß und zu schwer ist, ist die Canon EOS RP eine Alternative. Mit der RP bekommst du als Hobby-Fotografen ein robustes Werkzeug für schöne Fotos in die Hand – und das ebenfalls für unter 1.000 Euro! Die Kamera verfügt über einen Vollformatsensor mit 26,2 Megapixel, der auch mit höheren ISO-Werten gut klarkommt.
Wenn du nicht viel Geld für eine Vollformatkamera mit guten Low-Light-Eigenschaften ausgeben möchtest, solltest du dir die Canon RP anschauen. Mit weniger als 500 Gramm ist die Kamera außerdem sehr kompakt.
Die größten Nachteile im direkten Vergleich zur Nikon Z5 sind der fehlende interne Bildstabilisator und die eingeschränkte Bedienbarkeit: die EOS RP ist mit nur einem Einstellrad ausgestattet.
Mein Fazit: Die Canon EOS RP ist eine kompakte Vollformat-DSLM, die sich an Fotografen richtet, die nicht viel Geld für eine Vollformatkamera ausgeben wollen und aufs Gewicht achten. Die Kamera eignet sich etwa gut für die Landschaftsfotografie.
schneller und präziser Autofokus
gute Low-Light-Eigenschaften
geringes Gewicht (485 Gramm)
Videos in 4k (aber nur 25 FPS)
kein interner Bildstabilisator
niedrige Serienbildgeschwindigkeit (5 Bilder/Sek.)
schlechte Akku-Laufzeit (250 Bilder)
mäßige Bedienbarkeit (nur 1 Einstellrad)
Sony Alpha 6700: APS-C-Flaggschiff

Mein letzter Kauftipp für Hobbyfotografen ist die Sony Alpha 6700, das Flaggschiff der Japaner im Bereich APS-C-Kameras und in meiner Fotoausrüstung die Zweitkamera. Die Systemkamera wurde 2023 vorgestellt und bringt alles mit, was man sich wünschen kann.
In dem wetterfesten und kompakten Gehäuse (unter 500 Gramm) steckt ein hintergrundbeleuchteter CMOS-Sensor mit 26 Megapixel, der hervorragende Bilder macht. Dank der 5-Achsen-Bildstabilisierung gelingen auch bei Dämmerung spektakuläre Fotos aus der Hand. Der flotte Autofokus wird von einer KI-Einheit unterstützt. So verfolgt die Kamera Menschen, Tiere, Insekten und Fahrzeuge zuverlässig. Die Bedienung ist aber nicht ganz so komfortabel wie bei den größeren Sony-Kameras!
Videos nimmt die Sony Alpha 6700 in 4K mit 60 FPS auf. Die Kamera kann sogar 4K-Videos mit 120 FPS aufzeichnen – dann aber mit 1,58-fachen Crop-Faktor.
Mein Fazit: Die Sony Alpha 6700 ist eine starke Allround-Kamera mit einem leistungsfähigen Autofokussystem. Die DSLM ist ideal für Hobbyfotografen, die etwa an Sport und Wildlife interessiert sind.
schneller und präziser KI-Autofokus
interner Bildstabilisator (bis zu 5 Blendenstufen)
gute Akku-Laufzeit (550 Bilder)
gute Bedienbarkeit (3 Einstellräder)
sehr kurze minimale Belichtungszeit (1/8.000 Sekunde)
starke Video-Funktionen (4K/60 FPS und 4K/120 FPS mit Crop)
geringes Gewicht (493 Gramm)
durchschnittliche Serienbildgeschwindigkeit (11 Bilder/Sek.)
Das waren also meine fünf Favoriten im Bereich Systemkameras für Hobbyfotografen. Wenn du eine noch ausführlichere Kaufberatung mit mehr Hintergrundinfos suchst, findest du hier meine ausführliche Kamera-Kaufberatung mit einer Übersicht über die besten Kameras.






