Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Hamburg
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Hamburg Sehenswürdigkeiten: 15 schöne Orte, die du sehen musst

Moin aus Hamburg. Wir nehmen dich mit in die Hafenstadt und zeigen dir die schönsten Sehenswürdigkeiten. Wir haben schon einige Nächte auf der Reeperbahn und früh Morgens bei den Marktschreiern am Fischmarkt verbracht. Die Stadt an der Elbe haben wir sehr ins Herz geschlossen.

Wir stellen dir neben der Elbphilharmonie die schönsten Orte und Attraktionen in Hamburg vor. Zusätzliche Entdeckungen und Musical-Geheimtipps dürfen da natürlich nicht fehlen! Wusstest du, dass Hamburg auch viele Parks und einen Botanischen Garten besitzt? Die Hansestadt hat es natürlich auch auf unsere Liste der schönsten Reiseziele in Deutschland geschafft.

Aktualisiert am 04.04.2022

Meine persönlichen Top-5-Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Eine Brücke im Abendlicht in Hamburg
Ich verrate dir jetzt meine Top-Sehenswürdigkeiten in der schönen Hansestadt Hamburg

Hier verrate ich dir meine persönlichen Top-Attraktionen in Hamburg. Orte, die du einfach sehen musst. Viele Reiseführer empfehlen mindestens drei Tage, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Hamburgs zu besuchen.

Um aber alles in Ruhe anschauen zu können und keinen Stress zu haben, würde ich aber lieber fünf Tage einplanen. alleine im Miniatur Wunderland kannst du einen ganzen Tag verbringen.

  1. Speicherstadt
  2. Miniatur Wunderland
  3. Hamburger Hafen und Landungsbrücken
  4. Fischmarkt
  5. St. Pauli, Reeperbahn & Große Freiheit

1. Speicherstadt

Die Speicherstadt in Hamburg
Die Speicherstadt ist für mich DIE Top-Sehenswürdigkeit in Hamburg

Den Anfang macht gleich mein Favorit: die Speicherstadt, der größte historische Lagerhauskomplex der Welt. Das Areal steht seit 1991 unter Denkmalschutz und seit 2015 auf der Liste des UNESCO-Welterbes, zusammen mit dem benachbarten Kontorhausviertel. Letzteres zeichnet sich durch große Gebäude im Stil des Backsteinexpressionismus aus, zum Beispiel das Chilehaus.

Der bekannte Blick in der Speicherstadt
Spannende Fotomotive findest du in der Speicherstadt an jeder Ecke

Der Name Speicherstadt kommt von den Lagerhäusern in neugotischer Backsteinarchitektur, die auf tausenden Eichenpfählen stehen und jeweils auf der einen Seite ans Wasser und auf der anderen Seite an die Straße angebunden sind. Gelagert wurde dort Stückgut und vor allem Kaffee, Tee und Gewürze.

Tipp: Das typische Foto vom sogenannten Wasserschlösschen kannst du übrigens von der Poggenmühlenbrücke (Google Maps) aus schießen.

2. Miniatur Wunderland

Außerdem befinden sich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands in der Speicherstadt: das Miniatur Wunderland, mit über 1500 Quadratmetern die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Es macht einfacvh Spaß, durch die riesige Anlage zu schlendern und die Minaturwelt zu entdecken.

Dich erwarten zahlreiche Städte und Regionen aus der ganzen Welt – und eine gehörige Prise Humor.

Miniatur Wunderland Hamburg
Wer genauer hinschaut, findet die eine oder andere Schweinerei im Miniatur Wunderland
Der Eiffelturm in Miniaturform
Der Eiffelturm in Paris in Miniaturform

Tipp: Auch das Hamburg Dungeon ist eine häufig besuchte Attraktion in der Speicherstadt. Dort begibst du dich auf eine Reise durch über 600 Jahre schauriger Hamburger Geschichte. Schauspieler und Fahrgeschäfte werden dich so richtig zum Schreien bringen und in Kerker, Folterkammern, Labyrinthe und Pestkrankenhäuser sowie auf ein Piratenschiff entführen. Schau bei deinem Besuch in der Speicherstadt auch unbedingt in die Kaffeerösterei, direkt neben dem Dungeon und dem Miniatur Wunderland

Kaffeerösterei Hamburg
Die bekannte Kaffeerösterei in Hamburgs Speicherstadt. Im Inneren ist die Einrichtung noch von früher

3. Hamburger Hafen und Landungsbrücken

Die Landungsbrücken in Hamburg bei Regen
Das Areal um die Landungsbrücken gehört zu den Top-Highlights auf jeder Hamburg-Reise

Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen in Deutschland. Um einen Überblick über das Areal zu bekommen, bietet sich zum Beispiel eine Hafenrundfahrt an.

Neben der Speicherstadt, die sich im erst 2008 gegründeten Stadtteil HafenCity befindet, gehören auch die St. Pauli-Landungsbrücken zum Hafengelände. Dabei handelt es sich um eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und ein beliebtes Fotomotiv in Hamburg.

Von dort hat man einen hervorragenden Blick auf die Elbe und die Elbphilharmonie – mehr dazu erfährst du später. Bei den Landungsbrücken liegen diverse historische Schiffe, unter anderem auch der Dreimaster Rickmer Rickmers, der vor der Verschrottung bewahrt wurde und heute als Museumsschiff dient.

Zwei Türme mit auffälligen grünen Kuppeln kennzeichnen das 205 Meter lange Abfertigungsgebäude an den Landungsbrücken, das seit 2003 unter Denkmalschutz steht. Einer der Türme informiert nicht nur über die Uhrzeit, sondern auch über den Pegelstand der Norderelbe.

Lohnenswert ist auch ein Besuch des U-Bootmuseums ganz in der Nähe des St. Pauli Fischmarkts, meiner nächsten Top-Sehenswürdigkeit. Wann hast du schon einmal die Chance, an Bord eines echtes U-Bootes zu gehen?

Das U-Bootmuseum im Hamburger Hafen
Ein gans besonderes Highlight im Hamburger Hafen ist das U-Bootmuseum

4. St. Pauli Fischmarkt

Ebenfalls zum Hamburger Hafen gehört der berühmte Fischmarkt, der einen eigenen Absatz verdient hat. Er liegt westlich der Landungsbrücken im rivalisierenden Stadtteil Altona-Altstadt. Bereits seit 1703 wurden hier am Sonntagmorgen hauptsächlich Fisch, aber auch Obst, Gemüse und Pflanzen verkauft.

Der traditionelle Fischmarkt findet jeden Sonntag von 5 bis 9:30 Uhr (in der Zeit vom 1. November bis 31. März erst ab 7 Uhr) statt. Die Verkaufsstände befinden sich unter freiem Himmel auf dem östlichen Ende der Großen Elbstraße. Dort gibt es auch eine große Fischauktionshalle, in der neben dem Verkauf von Fisch oft Veranstaltungen stattfinden und Musik gespielt wird.

Vor allem auch dank der Marktschreier ist der Fischmarkt zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt geworden. Die bekannten Verkäufer nehmen sich dabei selbst aufs Korn, brüllen rüber zum anderen Stand und machen schon mal die Auslage des anderen madig. Natürlich immer mit einem Augenzwinkern. Früh aufstehen lohnt sich!

Die Uhrzeit kommt übrigens daher, dass die Fischhändler damals natürlich noch pünktlich zum Sonntagsgottesdienst mit der Arbeit fertig sein mussten.

Mein Tipp: Immer wenn wir in Hamburg abends aus waren, sind wir direkt von der Reeperbahn zum Fischmarkt gegangen. Das ist quasi Kult in Hamburg. Und glaube mir: das Fischbrötchen schmeckt dann dreimal so lecker morgens früh um fünf Uhr. Zudem spielen Bands in der Fischhalle. Du kannst also direkt weiterfeiern.

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5. St. Pauli, Reeperbahn & Große Freiheit

Nördlich der Landungsbrücken, nur einen Katzensprung davon entfernt und ebenfalls im Viertel St. Pauli, befindet sich die berüchtigte Reeperbahn. Mit Einbruch der Dämmerung wird diese tagsüber eher ruhige Straße zur verruchtesten Vergnügungsmeile im Party- und Rotlichtviertel. Klar, dass die Reeperbahn bei meinen Top-Sehenswürdigkeiten weit oben steht.

Kneipe Zwick auf der Reeperbahn
In unserer Lieblingskneipe Zwick in Hamburg spielt immer eine Live-Band

Am östlichen Eingang der Reeperbahn stehen die Tanzenden Türme, zwei Hochhäuser mit „geknickter“ Fassade. Darin befindet sich unter anderem eine Rooftop Bar namens clouds, von der du einen atemberaubenden Blick über Hamburg hast und ganz nebenbei leckere Cocktails schlürfen kannst.

Vor allem die parallel verlaufende Herbertstraße gilt allerdings als Bordellstraße oder, weniger nett formuliert, als „Hurengasse“. Als Frau wird man hier nicht gerne gesehen, weshalb man sich eher direkt von der Herbertstraße fernhalten sollte. Es gibt dort aber ohnehin Schilder, die den Zutritt für Jugendliche unter 18 Jahren und Frauen „verbieten“. Auch als Mann solltest du jedoch vorsichtig sein – die Damen lassen sich oft nur schwer abwimmeln.

Nachts auf der Reeperbahn in Hamburg
Nachts auf der Reeperbahn in Hamburg
Die bekannte Kneipe Ritze
Die bekannte Kneipe Ritze

Sicherer ist da die Große Freiheit, eine Seitenstraße zur Reeperbahn. Die beiden Straßen treffen am Beatles-Platz aufeinander. Der heißt so, da hier die Beatles in den 1960er Jahren ihre ersten Auftritte hatten, unter anderem in den noch immer existierenden Lokalen Club Indra und Kaiserkeller.

Die Große Freiheit ist berühmt-berüchtigt für ihr Nachtleben. Dort befinden sich unter anderem drei Etablissements der Drag Queen Olivia Jones: die Olivia Jones Bar, Olivias Show Club und Olivias Wilde Jungs.

6. Elbphilharmonie

Blick auf die Elbphilharmonie
Die Elbphilharmonie ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt

Wir kehren ein letztes Mal zurück in die HafenCity, denn dort befindet sich eine weitere der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs. Die Elbphilharmonie wurde erst 2016 fertiggestellt und soll ein neues Wahrzeichen der Stadt und ein „Kulturdenkmal für alle“ darstellen.

Das Gebäude besteht aus dem denkmalgeschützten Sockel eines früheren Kaispeichers und einem modernen Aufbau mit Glasfassade, der an maritime Motive wie Segel, Wasserwellen oder Eisberge erinnern soll. Zwischen Backsteinsockel und Glasaufbau befindet sich in 37 Metern Höhe ein öffentlich zugänglicher Platz. Dieser dient einerseits als Zugang und Foyer der Konzertsäle, in denen man ein umfangreiches musikalisches Programm erleben kann. Sie stellen das Herzstück der Elbphilharmonie dar.

Andererseits erreicht man über die öffentliche Plaza auch ein Vier-Sterne-Plus-Hotel. Das „The Westin Hamburg“ verfügt über 244 Zimmer, die sich von der sechsten bis zur zwanzigsten Etage erstrecken. Ansonsten befinden sich noch einige der teuersten Eigentumswohnungen der Stadt in der Elbphilharmonie, ebenso wie verschiedene Gastronomieangebote und ein Parkhaus.

7. Hauptkirche Sankt Michaelis (Michel)

Der Blick vom Nikolai Mahnmal ist atemberaubend
Hamburg von oben: Der Blick vom Nikolai Mahnmal auf den Michel atemberaubend. Dahinter ragen die Tanzenden Türme in den Himmel

Nun entfernen wir uns endgültig vom Hafen und bewegen uns weiter in Richtung Stadtzentrum. Dort befindet sich die evangelische Kirche Sankt Michaelis, meist nur Michel genannt. Der Bau gilt als DAS Hamburger Wahrzeichen und als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands.

Die Kirche brannte 1906 aus, wurde 1912 aber vollständig wiederaufgebaut und wird seitdem quasi kontinuierlich renoviert. Das Innere von Sankt Michaelis ist dank der durchsichtigen Fenster außergewöhnlich hell und lichtdurchflutet. Das Kirchenschiff verfügt über sage und schreibe fünf Orgeln, eine davon in der Krypta im Gewölbekeller.

Der Michel punktet auch mit seinem Kirchturm. Er ist insgesamt 132 Meter hoch, wobei sich in 82 Metern Höhe eine Aussichtsplattform befindet. Der Besucher erreicht diese nach 452 Stufen und hat als Belohnung einen wunderbaren Blick auf Hamburg. An vielen Abenden kann man den Turm sogar bis 23 Uhr, gegebenenfalls mit Reservierung, besteigen – das nennt sich dann „Nachtmichel“.

In 106 Metern Höhe befindet sich dann erneut eine Plattform, von der der Michel-Trompeter, genannt Türmer, einen Choral in alle vier Himmelsrichtungen trompetet. Werktags findet diese beliebte Attraktion um 10 und 21 Uhr, am Sonntag und an kirchlichen Feiertagen um 12 Uhr statt. Dahinter steckt ein etwa 300 Jahre alter Brauch: Bis 1861 diente die Trompete nämlich als Signal zur Öffnung bzw. Schließung der Stadttore.

8. Grüne Oasen in Hamburg

Jetzt habe ich die passenden Tipps für alle, die zwischen den ganzen Sehenswürdigkeiten mal eine kleine Auszeit im Grünen brauchen. Hamburg hat da nämlich einige tolle Optionen.

Da wäre zum einen der Stadtpark, ein 148 Hektar großer öffentlicher Park im Norden Hamburgs. Er ist durchgehend geöffnet und frei zugänglich. Charakteristisch für den Stadtpark ist vor allem das Planetarium, das aus einem ehemaligen Wasserturm entstanden ist. Auf der 8. Etage gibt es eine Aussichtsplattform mit tollem Rundumblick.

Zum anderen gibt es da noch den bekannten Park Planten un Blomen im Stadtzentrum. Der erste Baum dieses ehemaligen Botanischen Gartens wurde bereits 1821 gepflanzt. Auch die alten Schaugewächshäuser sind noch erhalten – sie befinden sich zusammen mit einem Tropenhauskomplex in der Mitte des Parks. Der Name ist übrigens plattdeutsch und bedeutet „Pflanzen und Blumen“.

Ein See im Park Planten un Blomen mit dem Fernsehturm
Der Park Planten un Blomen – hier mit Blick auf den Heinrich-Hertz-Turm – ist eine grüne Oase mitten in der Hansestadt

Auch der Altonaer Balkon ist eine beliebte Anlaufstelle, vor allem dank der hervorragenden Aussicht. Diese Grünanlage gehört zu einer Reihe von Elbparks, die sich über dem Fluss auf einem etwa 27 Meter hohen Hang befinden. Außerdem findest du dort eine Reihe von Skulpturen, zum Beispiel einige große Anker oder die „Fischer“ von Gerhard Brandes.

Zuletzt kann ich noch den Sternschanzenpark empfehlen, der etwas kleiner und weniger überlaufen ist. Ein besonderes Element des teilöffentlichen Parks ist der Schanzenturm, der ehemals größte Wasserturm Europas. Heute befindet sich darin das Mövenpick Hotel, das 2007 unter Protest der Anwohner des Schanzenviertels eröffnet wurde.

9. Heinrich-Hertz-Turm

Der Heinrich-Hertz-Turm (auch „Hamburger Tele-Michel“ genannt) ist eine weitere spannende Hamburger Sehenswürdigkeit, du du auf keinen Fall verpassen solltest. Der schon von weitem sichtbare Fernsehturm ist mit 279,2 Metern das höchste Gebäude der Stadt und eines der bekanntesten Wahrzeichen.

Am dem Jahr 2023, so die aktuellen Pläne, sollen Besucher die Aussichtsplattform und das Dreh-Restaurant wieder betreten können. Spätestens dann dürfte der Fernsehturm wieder ein Besuchermagnet werden.

10. Schanze und Karoviertel

Nach der Erholung im Grünen geht es nun aufgetankt zurück ins Getümmel, und zwar ins eben erwähnte Schanzenviertel. Die namensstiftende Sternschanze war eine Verteidigungsanlage in Sternform, die von 1682 bis 1816 auf dem Gelände des heutigen Sternschanzenparks stand. Heute ist die Schanze ein beliebtes Szeneviertel. Bar- und Restauranttipps findest du → hier.

Tipp: Fernsehkoch Tim Mälzer hat übrigens ein Restaurant namens „Bullerei“ direkt am S-Bahnhof Sternschanze.

Auch das angrenzenden Karolinen- oder kurz Karoviertel ist ein angesagtes Quartier in Hamburg. Während es früher eher ein armes Viertel war, gibt es dort heute ähnlich wie im Schanzenviertel zahlreiche Cafés, Boutiquen, Restaurants und Geschäfte.

Zwischen Schanzen- und Karoviertel und dem Park Planten un Blomen liegt zudem das Veranstaltungsgelände Heiligengeistfeld. Hier findet drei Mal im Jahr das Volksfest Hamburger Dom statt. Außerdem befindet sich dort das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli und ein Hochbunker.

11. Alstersee und Jungfernstieg

Menschen am Ufer der Binnenalster in Hamburg
Die Binnenalster ist wohl einmalig in einer Großstadt. Kein Wunder, dass das Ufer ein beliebter Treffpunkt ist

Die Alster ist ein Nebenfluss der Elbe, die im Stadtgebiet den Alstersee bestehend aus Binnen- und Außenalster bildet. Die Außenalster ist dabei der größere nördliche und die Binnenalster der kleinere südliche Teil. Getrennt werden die beiden heute durch die Lombardsbrücke, eine Straßen- und Eisenbahnbrücke. Der Alstersee ist eine bekannte Sehenswürdigkeit und eignet sich perfekt zum Joggen und Spazierengehen.

Besonders beliebt zum Flanieren ist der Jungfernstieg, eine Straße am südlichen Ufer der Binnenalster. Entstanden ist der Jungfernstieg bereits 1235 als Staudamm für die Alster. Einer der Eichenpfähle des ursprünglichen Damms ist zu einer Plastik verarbeitet worden, die auf dem Bahnsteig der U1 besichtigt werden kann und an die Opfer eines Wassereinbruchs beim Bau dieser Station in den 1930er Jahren erinnert.

Der Name der Straße kommt übrigens im Prinzip von einer Art „Brautschau“. Früher gingen nämlich die unverheirateten Damen der Stadt – die Jungfern – sonntags dort mit ihren Familien spazieren.

12. Rathaus

Das Hamburger Rathaus von innen
Das Hamburger Rathaus von innen

Quasi gegenüber vom Jungfernstieg befindet sich der Rathausmarkt. Dort liegt ein weiterer Abschnitt der Alster, die sogenannte Kleine Alster mit den Alsterarkaden. Auf dem anschließenden Platz findet man dann das Rathaus selbst. Es ist Sitz des Senats und des Landesparlaments der Freien und Hansestadt Hamburg, denn Hamburg als Stadtstaat stellt ja auch ein eigenes Bundesland dar.

Das prachtvolle Rathaus im Stil der Neorenaissance wird dominiert von einem Mittelturm, der genauso hoch wie das ganze Gebäude breit ist – 112 Meter. Auch der öffentlich zugängliche Innenhof ist einer der architektonisch spannendsten Plätze der ganzen Stadt.

Zusammen bilden der Rathausmarkt, das Rathaus und die Kleine Alster ein städtebauliches Ensemble, das an den Markusplatz in Venedig angelehnt ist und allgemein als besonders gelungen angesehen wird. In den Alsterarkaden und allgemein rund um den Rathausmarkt gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés und Geschäfte. Auch die Mönckebergstraße, eine beliebte Einkaufsmeile in Hamburg, ist nur einen Steinwurf entfernt.

13. Mahnmal St. Nikolai

Der Blick aufs Rathaus vom Nikolai Mahnmal
Das ist der Blick vom Nikolai Mahnmal aufs bekannte Hamburger Rathaus

Die nächste Sehenswürdigkeit in Hamburg, die du unbedingt gesehen haben solltest, ist ein Bauwerk, das vielleicht nicht jeder kennt. Es handelt sich um das Mahnmal St. Nikolai, den zentralen Erinnerungsort für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft der Jahre 1933-1945.

Die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai wurde nämlich während der Luftangriffe auf Hamburg 1943 zerstört. Es sind nur der Turm, ein Teil der südlichen Außenmauer und die Wände des Chors erhalten – sie bilden das heutige Mahnmal.

Der Turm ist mit 147 Metern der höchste Kirchturm der Stadt, sogar noch vor dem Michel. Du kannst mit einem Panoramalift zu einer Aussichtsplattform in 76 Metern Höhe fahren und über die ganze Stadt blicken, zum Beispiel auf das beeindruckende Rathausgebäude. Der Zugang zum Turm ist im Eintrittspreis für das heute in St. Nikolai befindliche Museum enthalten.

Eine ganz ähnliche Sehenswürdigkeit gibt es auch in Berlin – die Gedächtniskirche. Hier findest du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin.

14. Alter Elbtunnel

Fahrstuhl im Alten Elbtunnel
Auch die Fahrstühle im Alten Elbtunnel sind eine Attraktion

Wer noch ein wenig Zeit übrig hat, sollte sich unbedingt den Alten Elbtunnel anschauen. Er wurde 1911 in St. Pauli eröffnet und steht seit 2003 unter Denkmalschutz.

Allein die Fahrt mit den uralten Aufzügen unter Tage ist ein grandioses Erlebnis und solltest du unbedingt gemacht haben. Auch der lange Elbtunnel beeindruckt.

Am anderen Ende kannst du mit Blick auf die Stadt spazieren gehen.

15. Deichstraße

Die Deichstraße ist das letzte Zeugnis alter Häuser in Hamburg
Die Hamburger Deichstraße ist das letzte Zeugnis alter Häuser in Hamburg

Als ich in die Deichstraße einbiege, bin ich sofort fasziniert. Kleine, niedliche Häuser befinden sich plötzlich vor mir. Oben an den Dächern hängen noch alte Flaschenzüge. Dieser Straßenzug ist das letzte erhaltene Ensemble von althamburgischen Bürgerhäusern.

Die Deichstraße befindet sich im Stadtteil Altstadt direkt am Nikolaifleet. Du kommst direkt von der Willy-Brandt-Straße bis zur Kajen hin.

Weitere Tipps und Sehenswürdigkeiten

Eine schöne Sehenswürdigkeit an der Elbe ist der Elbstrand westlich vom Fischmarkt. Hier kannst du im Sommer baden gehen oder einfach nur relaxen. Der Sand ist wunderschön weiß und lädt zum Baden ein. Viele Hamburger haben eigene Boote und fahren sonntags an abgelegene Orte.

Auch der Tierpark Hagenbeck gehört zu den beliebtesten Attraktionen in Hamburg. Eine ganz andere Sehenswürdigkeit ist hingegen der Friedhof Ohlsdorf, der größte Parkfriedhof der Welt und gleichzeitig Hamburgs größte Grünanlage.

Kunstinteressierte sollten entweder bei der Hamburger Kunsthalle mit ihren bedeutenden Kunstsammlungen oder bei den Deichtorhallen mit zeitgenössischer Kunst und Fotografie vorbeischauen. Schokoladenliebhaber sind dagegen beim → Chocoversum von Hachez gut aufgehoben.

Zuletzt kann ich noch den Stadtteil Blankenese empfehlen. Dabei handelt es sich um ein wohlhabendes Wohngebiet an der Elbe, das aus einem ehemaligen Fischerdorf entstanden ist. Unter anderem wohnen hier heute Rolf Zuckowski und Otto Waalkes. Der frühere Dorfkern ist zum heutigen Treppenviertel (Google Maps) geworden, das quasi nur zu Fuß auf mehr als 5000 Treppenstufen erkundet werden kann. Ein Spaziergang lohnt sich!

Musical-Geheimtipps in Hamburg

König der Löwen ist zwar kein Geheimtipp in der Musical-Stadt, sollte aber dennoch zumindest einmal als Hamburgs bekannteste Produktion erwähnt werden. Ein ganz besonderes Highlight: ein Shuttle-Schiff bringt dich von den Landungsbrücken zum Stage-Theater im Hamburger Hafen.

Andere bekannte Stücke, die zur Zeit in Hamburg aufgeführt werden, sind Pretty Woman, Wicked, Die Eiskönigin und Mamma Mia!

Ich persönlich bin auch total gespannt auf Harry Potter und das verwunschene Kind, das Musical zum Buch und den Filmen, das ab März 2020 in Hamburg aufgeführt wird. Die Tickets sind allerdings sehr begehrt. Schau dir auch unbedingt mal die coole Website des neuen Stücks an!

Ein richtiger Insidertipp ist dagegen das Musical Heiße Ecke im Schmidts Tivoli in St. Pauli. Dabei geht es um einen Imbiss auf der Reeperbahn – also eine waschechte Hamburger Produktion!

Wo in Hamburg übernachten – die besten Hoteltipps

Einige exklusive Hoteltipps waren bereits in diesem Artikel versteckt, wie das The Westin Hamburg* in der Elbphilharmonie oder das Mövenpick Hotel im Schanzenturm*. Äußerst stilvoll ist auch das Hotel Atlantic Kempinski*, in dem Udo Lindenberg seit Mitte der 90er wohnt.

Auch das 4-Sterne-Hotel Boston HH* in Altona-Nord ist eine tolle Wahl und verfügt sogar über einen kleinen Wellnessbereich. Ebenfalls mit 4 Sternen punktet das The Suites Rainvilleterrasse*, das sich aus sechs Unterkünften mit jeweils eigenem Balkon zusammensetzt.

Ein wirklich außergewöhnliches Konzept bietet das Hotel Volksschule*, denn es ist in tatsächlich im Backsteingebäude einer ehemaligen Schule untergebracht.

Das Hamburger Traditionshotel Louis C. Jacob* ist unser ganze besonderer Hoteltipp. Hier kommst du zu unserem Artikel über das Louis C. Jacob.

Frühstücksraum Hotel Louis C. Jacob
Unser Tipp: Das Hotel Louis C. Jacob
Zimmer im Louis C. Jacob
Die Zimmer sind edel eingerichtet und lassen keine Wünsche offen

Das Studio Feuerfest* in der Nähe des Stadtparks ist eine exzellente Pension mit Terrasse, Gemeinschaftsküche und Lounge. Auch das Privatzimmer All you need – Room* überzeugt mit hervorragenden Bewertungen.

Zahlen und Fakten

Spannende Hamburg-Artikel auf anderen Reiseblogs

Auf folgenden Reiseblogs findest du noch mehr spannende Hamburg-Infos für deine Reise:

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