1. Tower of London



Ich beginne meinen virtuellen Rundgang im „alten“ London. Her Majesty’s Royal Palace and Fortress of the Tower of London – so lautet der offizielle Name der berühmten London-Sehenswürdigkeit. Der Komplex umfasst mehrere Gebäude und Areale. Auch die zwei inneren der ursprünglich drei Festungsringe sind heute noch zu erkennen.
Der Tower of London war im 11. Jahrhundert als Festung Wilhelms des Eroberers gegen die potentiell feindseligen Bürger der Stadt London errichtet worden. Im 19. Jahrhundert wurde er schließlich umgestaltet, gilt aber bereits seit etwa 600 Jahren als Tourismusattraktion.
Im Laufe seiner Geschichte diente der Tower unter anderem als Residenz, Waffenkammer, Zoo, Museum, Münzprägestätte, Gefängnis und Hinrichtungsstätte. Beispielsweise wurde hier Anne Boleyn, die zweite der sechs Ehefrauen Heinrichs VIII., enthauptet und begraben.
In dem Tower of London kannst du im beeindruckenden historischen Gebäudekomplex außer Rekonstruktionen der Wohnräume und wechselnden Ausstellungen mit historischen Exponaten zum Beispiel auch die Kronjuwelen bestaunen, die einen Wert von mehr als 20 Milliarden Pfund haben sollen.
Alle halbe Stunde kannst du außerdem an einer im Ticket inbegriffenen Tour mit einem der berühmten Yeoman Warders teilnehmen, die umgangssprachlich Beefeaters genannt werden. Dabei erfährst du spannende und kuriose Informationen zum Tower.
Wusstest du, dass im Tower of London immer mindestens sechs Kolkraben leben? Angeblich geht dies auf eine jahrhundertealte Legende zurück, die besagt, dass das Königreich und der Tower of London zugrunde gehen würden, falls die Raben jemals den Tower verließen. Die Raben haben alle einen Namen und eigene Charaktere.
Aktuell sind es acht Raben mit den Namen Henry und Poe (die jüngsten), Harris, Georgie, Poppy, Chaos, Edgar und Jubilee (der älteste der Raben). Die Raben bewegen ich frei auf dem Gelände und sind nicht eingesperrt. Ihre Flügen sind leicht gestutzt, damit sie nicht zu weit wegfliegen (zu ihrem eigenen Schutz!). Die Tower-Taben, überwiegend als gerettete Tiere aufgenommen, werden vom Ravenmaster Barney Chandler betreut. Der Ravenmaster ist gleichzeitig ein Yeoman Warders, umgangssprachlich „Beefeaters“ genannt. Sie sind die zeremoniellen Wächter des Tower of London und die königliche Leibwache.
Tipp: Mit dem Hop-On/Hop-Off-Bus erkundest du London im Handumdrehen (zum Busticket inklusive Thames River Cruise Pass*). Legendäre Sehenswürdigkeiten wie den Buckingham Palace und die Millenium Bridge entdeckst du aber auch auf einer geführten Fahrradtour (hier buchen*). Super spaßig ist auch die Speedboot-Tour im Herzen der Stadt (hier buchen*).
Ich stelle dir in diesem Artikel die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in London vor – und davon gibt es einige, weit mehr als 23! Ich habe die Liste daher unten um viele weitere Highlights ergänzt, die einen Besuch lohnen. Aber findet man in London in Zeiten von Social Media eigentlich noch versteckte Orte, die kaum jemand kennt? Es ist nicht leicht, aber die Antwort lautet ja! Hier findest du einen Artikel über echte Geheimtipps in London.
2. Tower Bridge



Vom Tower of London sind es nur wenige Schritte zur im Jahr 1894 eröffneten Tower Bridge. Die 65 Meter hohen Brückentürme sind durch zwei begehbare Fußgängerstege verbunden. Sie beherbergen ein Brückenmuseum, in dem in Bildern und Modellen Bau und Geschichte der Brücke dargestellt werden.
Im Brückenmuseum gibt es außerdem einen Glasboden, durch den du auf die Themse und die Straße, die über die Tower Bridge führt, schaust. Von hier oben hast du auch einen genialen Blick über den Fluss und auf die HMS Belfast, die seit 1971 unweit der Tower Bridge festgemacht ist. Das 1938 in Dienst gestellte Kriegsschiff ist heute Teil des Imperial War Museums und eine allseits beliebte Touristenattraktion.
Einen hervorragenden Blick auf die Tower Bridge hast du von der London Bridge, die bis 1739 die einzige Brücke über den Fluss war.
Tipp: Die Themse-Flussfahrt von Westminster nach Greenwich ist ein unvergessliches Erlebnis (hier buchen*).
3. Palace of Westminster mit Big Ben

Ein Palast der etwas anderen Art ist der Palace of Westminster. Der Gebäudekomplex wird auch als Houses of Parliament bezeichnet und ist der Sitz des britischen Parlaments in London. Dieses besteht aus dem House of Commons (Unterhaus) und dem House of Lords (Oberhaus).
Bei einem Brand im Jahr 1834 wurde das Gebäude fast vollständig zerstört und später wiederaufgebaut. Die ältesten erhaltenen Teile sind die Westminster Hall aus dem Jahr 1097 und der Jewel Tower, der etwa 1365 erbaut wurde.
Das bekannteste Element des Palace of Westminster und eines der berühmtesten Wahrzeichen Londons ist der Big Ben. Der Uhrturm heißt offiziell Elizabeth Tower, nur die schwerste der fünf Glocken wird eigentlich als Big Ben bezeichnet. Ursprünglich war im Turm ein Gefängnis für Mitglieder des Parlaments untergebracht, das zum letzten Mal 1880 Verwendung fand.
Besichtigen kannst du den Palace of Westminster meistens samstags und an verschiedenen anderen Tagen. Einen Kalender und die verschiedenen Ticketoptionen findest du hier. Außerdem kannst du kostenlos politischen Debatten beiwohnen.
Den besten Blick auf den Palace of Westminster mit Big Ben hast von von der gegenüberliegenden Seite der Themse, die du über die Westminster Bridge erreichst. Direkt an der Brücke findest du auch den beliebten Fotospot mit Blick durch ein Tor auf die Westminster Bridge und Big Ben, bekannt als Bridge Arch Photo.
4. Westminster Abbey



Der Palace of Westminster steht auf der Liste des UNESCO-Welterbes, und zwar gemeinsam mit der St Margaret’s Church und der Westminster Abbey. Diese befindet sich direkt über die Straße im Westen des Parlamentsgebäudes.
Die Westminster Abbey wurde ab 1245 erbaut und gehört heute zur Church of England, die sich im 16. Jahrhundert von der römisch-katholischen Kirche abspaltete. Sowohl von außen als auch im Inneren ist die Westminster Abbey ein absolut beeindruckendes Highlight.
Traditionell werden hier die Monarchen gekrönt und beigesetzt – auch königliche Hochzeiten finden in der Abtei statt. In der imposanten Kirche sind bis 1790 über 100 Mitglieder des englischen Königshauses begraben, darunter Berühmtheiten wie König Edward III (führte England durch den Beginn des Hundertjährigen Krieges gegen Frankreich und erhob das Land zur führenden Militärmacht). Außerdem sind berühmte Persönlichkeiten wie Charles Darwin und Charles Dickens hier begraben.
Hier findest du alle Infos zu Preisen und Öffnungszeiten – und hier kannst du dein Ticket online kaufen*.
5. Buckingham Palace & St James’s Palace



Eine weitere historische Sehenswürdigkeit in London ist der Buckingham Palace. Die offizielle Residenz des Königs wurde im Jahr 1703 als Stadthaus für einen Herzog errichtet. Nach zahlreichen Erweiterungen umfasst das prachtvolle Gebäude heute drei Flügel um einen Innenhof.
Königin Victoria war 1837 die erste Monarchin im Palast. Zu ihren Ehren wurde ein 26 Meter hohes Denkmal mit goldener Statue, das Victoria Memorial, vor dem Buckingham Palace errichtet, das ein bekanntes Fotomotiv mit dem Palast im Hintergrund darstellt.
Ein Highlight ist die Wachablösung (Guard Change oder Changing of the Guard) jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 11 Uhr. Dann versammeln sich tausende Touristen auf dem Vorplatz des Buckingham Palace, um die Wachablösung live zu verfolgen. Den Kalender mit den Wachablösungen findest du hier und weitere Infos zur 45-minütigen Zeremonie hier.
Du solltest mindestens eine Stunde im Voraus dort sein, um einen guten Platz zu ergattern. Außerdem musst du beachten, dass die Wachablösung vor allem bei schlechtem Wetter kurzfristig abgesagt werden kann. Es gibt auch geführte Touren zur Wachablösung*.
Zwischen Ende Juli und September wird der Westflügel des Palastes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, da sich der König zu dieser Zeit in Schottland aufhält. Tickets findest du hier.
Die Queen’s Gallery (Online-Ticket*) ist eine öffentliche Kunstgalerie im Palast und kann ganzjährig besucht werden, ebenso wie The Royal Mews, die königlichen Reitställe. Insgesamt gibt es im Buckingham Palace 775 Zimmer – Wahnsinn, oder?
Direkt angrenzend befinden sich der Green Park und der St. James’s Park, beide Teil der Königlichen Parks in London. Besonders schön ist der St. James’s Park mit dem großen See, an dem sogar Pelikane leben. Ein weiteres Highlight ist der St James’s Palace, der bis 1837 die offizielle Londoner Residenz der britischen Monarchen war – in diesem Jahr erfolgte der Wechsel in den fast unmittelbar angrenzenden Buckingham Palace. Leider ist der Palast nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und kann deshalb nur von außen bewundert werden.
Der St James’s Palace ist übrigens Teil der Wachablösung. Hier versammelt sich die Old Guard (ein Teil der „alten“ Wache) und marschiert um 10:43 Uhr los, um sich am Buckingham Palace mit dem restlichen Teil der alten Wache zu vereinen. Dort treffen sie um 11:00 Uhr auf die New Guard, die von den Wellington Barracks kommt, um den Dienst zu übernehmen.
Am Osteingang vom St. James’s Park lohnt sich ein Abstecher zum Horse Guards, ein im 18. Jahrhundert erbautes Gebäude. Auf der zur Whitehall – eine Prachtstraße mit imposanten Regierungsgebäuden – zugewandten Seite findest du die berittenen Wachen des Household Cavalry Mounted Regiments, eines der beliebtesten Fotomotive in London.
Tipp: In der Nähe des südwestlichen Endes des St. James’s Parks liegt außerdem die Westminster Cathedral, die katholische Hauptkirche für England und Wales, mit der ungewöhnliche Fassade. Sie zeichnet sich aus durch das aufwändig gestaltete Portal, den Wechsel von rotem Backstein und weißem Portlandstein, die hohe Kuppel und den freistehenden Glockenturm, der eher typisch für italienische Bauten ist. Von der Aussichtsplattform im Glockenturm in 64 Meter Höhe eröffnet sich dir eine spektakuläre Aussicht. Hierfür wird eine kleine Gebühr fällig. Der Eintritt in die Kathedrale selbst ist kostenlos.
6. Hyde Park & Kensington Garden



Es bleibt royal! Der Hyde Park ist zusammen mit dem direkt angrenzenden Kensington Garden so etwas wie der Central Park in New York oder der Tiergarten in Berlin. Die beiden Anlagen sind zwei weitere von acht Königlichen Parks, die die „Grüne Lunge“ der Stadt bilden.
Am westlichen Ende der Oxford Street befindet sich der Marble Arch. Dieser Bogen aus weißem Carrara-Marmor, der nach dem Vorbild des Konstantinsbogens in Rom entworfen wurde, gibt auch der nächstgelegenen U-Bahn-Station ihren Namen.
In der berühmten Speakers‘ Corner in der Nähe vom Marble Arch darf seit 1872 jeder ohne Anmeldung einen Vortrag zu einem beliebigen Thema halten. Die britische Königsfamilie ist dabei das einzige Tabuthema. Während schon Persönlichkeiten wie Karl Marx, Lenin und George Orwell an diesem beliebten Versammlungsplatz zu den Menschen sprachen, wirst du dort heute eher skurrile Gestalten sehen.
Es gibt im Hyde Park einen großen See (The Serpentine) mit Biergärten, Bootsverleih und Badestrand. Besonders schön sitzt du im Serpentine Bar & Kitchen mit Blick über den See.
Zu den weiteren Highlights im Hyde Park gehören The Old Police House aus dem 19. Jahrhundert (heute noch aktiv genutzt), der Reformer’s Tree (eine Eiche, die 1866 zum Mittelpunkt der Proteste einer Gruppe wurde, die sich für das Wahlrecht für alle erwachsenen Männer einsetzte – heute erinnert ein Mosaik im Boden an den abgebrannten Baum) und die Serpentine North Gallery (eine Kunstgalerie in einem ehemaligem Munitionsdepot von 1805; Eintritt frei, Ticket mit Zeitfenster nötig).
Der touristische Höhepunkt im Kensington Garden ist der Kensington Palace (Tickets*). Der Palast ist seit über 300 Jahren Wohnsitz der Royals (neben vielen anderen) und bereits seit 1912 teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf einem Rundgang durch den Palast, übrigens Geburtsstätte von Queen Victoria, siehst du beeindruckende Räumlichkeiten wie die King’s State Apartments, die Queen’s State Apartments und den Jewel Room mit Edelsteine, die Prinz Albert, der geliebte Ehemann von Königin Victoria, für sie in Auftrag gegeben hatte.
Im Kensington Garden befinden sich des Weiteren unter anderem ein Teich mit Gänsen und Schwänen (Round Pond), das imposante Albert Memorial, die Serpentine Gallery (Eintritt frei, Ticket mit Zeitfenster nötig), eine Peter-Pan-Statue und der Diana Memorial Playground, ein großer Spielplatz zu Ehren der verstorbenen Prinzessin Diana mit hölzernem Piratenschiff (Top-Tipp für Familien mit Kindern).
Um die riesige Parkanlage zu erkunden, solltest du mindestens 3 bis 4 Stunden einplanen.
7. Das Riesenrad „London Eye“

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeit der Neuzeit ist das London Eye, mit 135 Metern das höchste Riesenrad Europas. Das Riesenrad, ganz in der Nähe von Big Ben, verfügt über 32 verglaste und klimatisierte Gondeln, die jeweils Platz für maximal 28 Personen bieten. Das Rad dreht sich mit einer extrem langsamen Geschwindigkeit von knapp 1 km/h und braucht für eine Umdrehung etwa 30 Minuten. Bei guten Sichtverhältnissen kannst du bis zu 40 Kilometer weit sehen.
Besonders bei Nacht hast du einen spektakulären Blick auf den Palace of Westminster mit dem Big Ben, der in unmittelbarer Nähe auf der anderen Seite der Themse liegt.
Die Fahrt mit dem London Eye ist aber auch sehr teuer (mindestens 33 Pfund pro Person) und ich persönlich würde das Geld lieber in einen schönen Abend in einem der vielen urigen Pubs in London investieren.
Am London Eye findet übrigens das spektakuläre Silvester-Feuerwerk statt. Hier findest du eine Übersicht über die besten Reiseziele zu Silvester.
8. Themse-Promenade mit Blackfriars Bridge und Oxo Tower


Eine auf den ersten Blick eher unscheinbare Sehenswürdigkeit ist die historische Blackfriars Bridge, die hier seit 1869 über die Themse führt. Auffällig ist ihr charakteristischer rot-weißer Anstrich. Benannt wurde die Brücke in der Nähe der St. Paul’s Cathedral nach einem Mönchsorden. Die Dominikaner wurden in England aufgrund ihrer schwarzen Roben auch als Blackfriars bezeichnet. Heute noch findest du in der Umgebung der Brücke versteckte Hinweise darauf, beispielsweise eine Mönchsfigur am Haus in der 174 Queen Victoria Street (Google Maps).
Der Bezug zur Religion spiegelt sich auch in der Architektur der Blackfriars Bridge wider und wird zum Beispiel an den Ausbuchtungen sichtbar, die wie eine Kanzel aussehen. Darunter sind verschiedene Tiere eingemeißelt: auf der einen Seite eher mit dem Fluss assoziierte Lebewesen und auf der anderen Seite zum Beispiel eine Möve, die ja eher mit dem Meer in Verbindung gebracht wird. So weiß man immer, in welcher Richtung sich die Nordsee befindet.
Von der Blackfriars Bridge aus siehst du die alten Brückenpfeiler der ersten, 1769 eröffneten Brücke, die hier über die Themse führte. Und am 18. Juni 1982 fand man unter der Brücke die Leiche von Roberto Calvi – erhängt und nach neuesten Erkenntnissen ermordet. Der italienische Bankier war tief in die Geschäfte der Mafia verstrickt.
Auf der Südseite der Brücke lohnt sich ein Spaziergang entlang der herrlichen Flusspromenade. Hier solltest du unbedingt einen Stopp in der Rooftop Bar (Google Maps) des historischen Oxo Towers einlegen. Vom stylischen Dachrestaurant – du kannst auch nur einen Drink nehmen – genießt du einen traumhaften Blick über die Themse. Der heute als Design-Ikone bekannte Oxo Tower, im 19 Jahrhundert als Teil eines Kraftwerks erbaut, beherbergt nicht nur besagte Bar, sondern auch Wohnungen, Geschäfte und Ausstellungsräume.
Direkt dahinter findest du mit den idyllischen Bernie Spain Gardens einen schönen Platz zum Verweilen im Grünen. Im Sommer steigen hier regelmäßig Live-Gigs.
9. Borough Market



Folgst du vom Oxo Tower der Themse-Promenade nach Osten, vorbei an der Millennium Bridge und der weltberühmten Tate Gallery of Modern Art (ein absolutes Muss für jeden Kunst-Fan), erreichst du nach etwa 20 Minuten den Borough Market, den bekanntesten Markt der Stadt. Der Markt existiert an dieser Stelle bereits seit dem 13. Jahrhundert. Die Anfänge gehen an anderer Stelle sogar bis ins Jahr 1014 zurück.
Spätesten seit „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ (2001) und „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ (2004) ist der Borough Market nicht mehr nur den Londonern, sondern jedem Touristen ein Begriff.
Auf dem mehrfach ausgezeichneten Markt – unter anderem mit dem London Lifestyle Award – geht es bunt zu. In den überdachten Markthallen, den Marktgebäuden und auf den Freiflächen gibt es etwa 130 reguläre Marktstände. Hinzu kommen stetig wechselnde Stände. Du findest hier alles, was das Schlemmerherz begehrt, angefangen bei Obst und Gemüse über Fisch und Fleisch bis hin zu den ausgefallensten Delikatessen aus aller Welt – und natürlich ganz viel Street Food.
Zu den kulinarischen Highlights auf dem Borough Market gehören definitiv das Wild Mushroom Risotto bei Turnips und die Sandwiches bei The Black Pig. Trotz eher gemischter Bewertungen ist auch vor Bomba Paella immer eine lange Schlange (haben wir aber nicht probiert). Leckere frische Pasta bekommst du im Padella. Nicht nur Harry-Potter-Fans sei das mexikanische Restaurant Tacos el Pastor ans Herz gelegt. Der Eingang zum Restaurant ist ab Teil drei in den Filmen der Eingang zum Pub „Zum Tropfenden Kessel“.
Einen Instagram-und Tik-Tok-Hype haben die Erdbeeren mit flüssiger Schokolade ausgelöst, ebenfalls bei Turnpis, wie das Risotto. Eigentlich nichts besonderes – aber jeder will sie haben! Turnips bewirbt sie mit „The World’s Most Famous Chocolate Strawberries“. Verboten leckere Nachspeisen bekommst du bei Humble Crumble. Die Bäckerei-Kette ist für ihre handgemachten Streusel-Desserts (Crumbles) bekannt.
Der volle Marktbetrieb geht von Donnerstag bis Samstag. Montag bis Mittwoch ist der Betrieb eingeschränkt, Sonntag ist der Markt geschlossen.
10. The Shard – der höchste Aussichtspunkt der Stadt

Vom Borough Market ist es nicht mehr weit zum The Shard, das mit einer Höhe von 310 Metern höchste Gebäude Londons. Der komplett verglaste Wolkenkratzer läuft nach oben hin spitz zu. Daher auch der Name, denn „shard“ bedeutet übersetzt „Scherbe“ oder „Splitter“.
Auf den 72 nutzbaren Stockwerken befinden sich unter anderem Büros, Wohnungen, Geschäfte, ein Restaurant und ein Hotel. Auch eine einzigartige Aussichtsetage (Online-Ticket*) gehört zum Ensemble – sie liegt fast doppelt so hoch wie jeder andere Aussichtspunkt in der Stadt.
11. Millennium Bridge – Verbindungsglied zwischen Tate Modern & St Paul’s Cathedral



Zwischen Blackfriars Bridge und Borough Market liegt die bereits angesprochene Millennium Bridge. Die Brücke dürften vor allem Harry-Potter-Fans erkennen. Im sechsten Teil der Filmreihe stürzt die Brücke in die Themse. In der Realität steht die Fußgängerbrücke natürlich noch. Aber für alle Anhänger der Bücher und Filme rund um den Zauberer geht es hier zu einer der bekanntesten Attraktionen in London für Harry-Potter-Fans.
Die Millennium Bridge wurde vom britischen Star-Architekten Norman Foster entworfen. Die Hängebrücke zeichnet sich durch ihr einzigartiges Design mit zwei Säulen und acht geschwungenen Tragseilen aus. Von der Brücke hast du einen genialen Blick über die Themse.
Schau unbedingt auf den Boden! Du findest hier unzählige kleine Kunstwerke von Ben Wilson. Der Londoner Streetart-Künstler malt Miniaturen auf ausgespuckten, auf dem Pflaster festgetretenen Kaugummis.
12. Tate Gallery of Modern Art

Nur einen Steinwurf von der Millennium Bridge entfernt wartet die Tate Gallery of Modern Art darauf, erkundet zu werden. Tate Modern, so die Kurzform, ist eines der bedeutendsten Museen der Welt für moderne Kunst und zeitgenössische Kunst. Das Museum mit Weltrang ist in einem umgebauten Kraftwerk untergebracht. Lass dich also nicht von dem Äußeren abschrecken.
In dem riesigen Gebäude kannst du Werke von Künstlern wie Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Salvador Dalí, Andy Warhol und Joseph Beuys bewundern. Von der Aussichtsterrasse (Tate Modern Viewing Platform) hast du außerdem einen grandiosen Blick über die Themse. Hier oben gibt es auch ein Café.
Und das Beste: Der Eintritt ins Museum ist kostenlos!
13. St Paul’s Cathedral

Am nördlichen Ende der Millennium Bridge liegt ein anderes Superlativ, die St Paul’s Cathedral. Sie ist eine der größten Kathedralen der Welt. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine andere Bischofskirche, die 1666 beim großen Brand von London zerstört wurde.
Neben dem beeindruckenden Innenleben der Kathedrale mit Kuppel inklusive Flüstergalerie und Krypta ist St Paul’s heute vor allem für die grandiose Aussicht bekannt. Die sogenannte Whispering Gallery, wo geflüsterte Worte durch die Krümmung der Wände auf der gegenüberliegend Seite der Kuppel gehört werden können, erreichst du nach 257 Stufen.
Nach weiteren 271 Stufen erreichst du schließlich die höchste Aussichtsplattform rund um die Kuppel, genannt Golden Gallery. Der Aufstieg über eine enge Wendeltreppe ist etwas mühsam, belohnt wirst du aber mit einem atemberaubenden Panoramablick über London. Zwischen Whispering Gallery und Golden Gallery findest du außerdem die Stone Gallery, eine Aussichtsgalerie auf halbem Weg.
Mit einem Eintritt von 27 Pfund pro Person ist der Eintritt in die Kirche sehr teuer. Aber auch von außen ist die Kathedrale ein Highlight.
14. Piccadilly Circus

Ein bekannter Platz und einer der beliebtesten Treffpunkte Londons ist der Piccadilly Circus. Der Platz war ursprünglich eine Straßenkreuzung. Heute zeichnet sich der Piccadilly Circus vor allem durch die großen Leuchtreklamen aus. Von manchen wird der Platz daher mit dem Times Square in New York verglichen.
Zwei andere markante Gebäude, die den Piccadilly Circus einrahmen, sind der London Pavilion – eine ehemalige Musikhalle – und das Criterion Theatre.
Auch bekannt ist der zentrale Mittelpunkt des Platzes, den die Shaftesbury Memorial Fountain bildet. Der Gedenkbrunnen für den Earl of Shaftesbury ist heute auch als Erosbrunnen bekannt, obwohl die geflügelte Figur aus Aluminium auf der Spitze eigentlich gar nicht Eros darstellen sollte, sondern den Engel der christlichen Nächstenliebe.
Der Name Piccadilly stammt übrigens von einem Schneider aus dem 16. Jahrhundert, der in der heutigen Gegend des Platzes lebte und arbeitete und damals viel getragene Kragen mit feiner Spitze anfertigte. Diese wurden als piccadills, vom Spanischen picadillo für „durchlöchert“, bezeichnet.
15. Regent Street & Oxford Street

Über die lebhafte Regent Street kommst du vom Piccadilly Circus zur Oxford Street. Mit fast zwei Kilometern Länge ist die Oxford Street die bedeutendste Einkaufsstraße Londons. In der Oxford Street findest du unzählige Kaufhäuser und Geschäfte.
Besonders viel los ist an der Ecke Regent Street/ Oxford Street. Die Gegend ist auch der beste Orte für Street-Fotografen. Schöne Motive sind immer die für London so typischen roten Doppeldecker-Busse (leider sind nicht mehr viele der alten Busse im Dienst) und die schwarzen London-Taxis.
Bereits in der Antike verlief an dieser Stelle eine Straße, die als Tyburn Street bekannt war. Der Name stammt vom Fluss Tyburn, der heute vollständig unterirdisch verläuft.
Wenn du zur Adventszeit in London bist, solltest du dir die Weihnachtsbeleuchtung nicht entgehen lassen. Die „Christmas Lights“ in der Oxford Street, der Regent Street und der ganzen Stadt sind unvergesslich. Hier findest du die schönsten Weihnachtsmärkte in London.
16. Harrods


Am südlichen Ende des Hyde Park befindet sich Harrods, das bekannteste Warenhaus Londons und eines der größten und exklusivsten weltweit.
Das Unternehmen wurde bereits 1834 gegründet, während das heutige Gebäude zwischen 1894 und 1903 errichtet wurde. Die Fassade wird von sage und schreibe 12.000 Lampen erleuchtet, von denen täglich fast 300 ausgewechselt werden müssen. Ein Highlight im Inneren sind die Food Halls im Jugendstil und das exklusive Sortiment.
In dieses Kaufhaus solltest du zumindest mal einen Blick geworfen haben. Du musst allerdings beachten, dass Harrods zu den teuersten Einkaufsmöglichkeiten in London gehört, weshalb auf ein angemessenes Erscheinungsbild der Besucher geachtet wird.
17. Covent Garden Market

Gegenüber der St. Paul’s Church – nicht zu verwechseln mit der St. Paul’s Cathedral – befindet sich mitten im Herzen Londons der Covent Garden Market. Bereits 1835 wurde hier ein bedeutender Bauernmarkt ausgerichtet. Sein heutiges Aussehen verdankt der Platz einigen umfassenden Renovierungen, zuletzt im Jahr 1999.
In der Markthalle gibt es alles von Lebensmitteln über Schmuck, Schreibwaren und Kleidung bis hin zu zahlreichen Cafés und Restaurants. Darin befindet sich auch der Apple Market, der entgegen dem Namen kein Obst, sondern vor allem Kunsthandwerk anbietet. Neben dem Covent Garden Market findest du außerdem den Jubilee Market, mit Antiquitäten und Second-Hand-Artikeln.
Denn auch vor der Halle herrscht ein reges Treiben. Nicht nur Straßenkünstler zeigen hier ihr Können. Auch der ursprüngliche Bauernmarkt findet von April bis Dezember jeden Samstag von 08:00 bis 13:00 Uhr draußen statt. Zwischen Februar und April zieht der Markt nach drinnen um und beginnt um 09:00 Uhr. Von Mai bis Oktober gibt es einen speziellen Abendmarkt am Donnerstag von 16 bis 17 Uhr.
Der Marktplatz war übrigens des Öfteren Schauplatz für Filme, Serien und Stücke wie Pygmalion von George Bernard Shaw, das die Grundlage des Musicals My Fair Lady darstellt. Die Hauptfigur Eliza Doolittle verkaufte dort ihre Blumen.
18. Carnaby Street

Carnaby ist ein Viertel innerhalb des Stadtteils Soho, der zwischen Oxford Street und Piccadilly Circus liegt und für seine multikulturelle Atmosphäre und auch für seine tolerante LGBT-Szene bekannt ist. Das Viertel Chinatown befindet sich ebenfalls in Soho. In Carnaby selbst gibt es in 14 Straßen zahlreiche Boutiquen, Geschäfte, Restaurants, Bars und Cafés.
Besonders bekannt ist die Carnaby Street. Die Fußgängerzone ist eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Londons. Ihre Popularität begann in den 60er-Jahren, weshalb du dort noch heute Mode der 1960er findest, auch wenn die Straße insgesamt deutlich an Vintage-Flair verloren hat.
Schon eher etwas für Insider ist der Pub Shakespeare’s Head, der 1735 von entfernten Verwandten des Dichters eröffnet wurde. Du findest ihn im Norden der Carnaby Street, an der Kreuzung mit der Great Marlborough Street.
Ein weiterer Tipp unter London-Kennern ist der Kingly Court, der im Artikel zu den schönsten Wintermärkten London’s näher beleuchtet wird. In der dreistöckigen Ladenpassage mit dem offenen Innenhof findest du nicht nur hervorragendes Essen aus allen Ecken des Erdballs, sondern auch kleine, hippe Läden – ideal für eine Shoppingtour abseits des Mainstreams. Einer der Zugänge liegt direkt in der Carnaby Street. Auch das Newburgh Quarter rund um die Carnaby Street, in dem es neben urigen Pubs und süßen Cafés eher kreative Produkte und Second-Hand-Läden gibt, darfst du dir nicht entgehen lassen, wenn du in der Gegend bist.
19. Trafalgar Square

Der Trafalgar Square ist seit dem Mittelalter einer der zentralen Treffpunkte und der größte öffentliche Platz in London. Benannt wurde der Platz nach der Seeschlacht am Kap Trafalgar im Jahr 1805. Heute erinnert eine Statue von Admiral Lord Nelson, der in der Schlacht starb, in der Mitte des Platzes daran. Die Nelsonsäule ist mit insgesamt 51 Metern übrigens genauso hoch wie das frühere Schiff des Admirals.
Weitere Denkmäler und Brunnen zieren den Platz. Außerdem befindet sich dort die National Gallery, zu der ich später noch verlinken werde. Auch eine Kirche sowie die südafrikanische und eine Abteilung der kanadischen Botschaft befinden sich dort.
Vom Trafalgar Square führt auch eine direkte Achse zum Parlament, das sich direkt neben dem Big Ben befindet. Deshalb hast du auf diese beiden Sehenswürdigkeiten einen tollen Blick.
Auf dieser Strecke befinden sich übrigens auch das Verteidigungsministerium und die 10 Downing Street, Residenz des Premierministers des Vereinigten Königreichs. Die Downing Street ist hermetisch abgeriegelt. Du kannst aber durch die Gitterstäbe einen Blick wagen.
20. Camden Market



Camden Town, oder einfach nur Camden, ist ein Bezirk im Norden der britischen Hauptstadt. In den 70er-Jahren hat sich hier eine Art rebellische Untergrundkultur etabliert. Die ist mittlerweile aber fast gänzlich dem Kommerz gewichen. Nichtsdestotrotz ist Camden die Heimat legendärer Musikhallen. Namen wie Jazz Café, KOKO, Roundhouse, Dingwalls oder Electric Ballroom sind Musikfreunden weltweit ein Begriff. Nicht von ungefähr liegen die Wurzeln von Amy Winehouse oder der Band Oasis in dieser Gegend.
In der Camden High Street findest du dazu passend den Music Walk of Fame, ähnlich dem Walk of Fame in Los Angeles. Weiter nördlich, in der Chalk Farm Road, erinnert eine Statue an die verstorbenen Sängerin Amy Winehouse.
Bekannt ist dieser Teil Londons vor allem für den Camden Market, der aus sechs verschiedenen Bereichen besteht. Der meistbesuchte Teil ist der Camden Lock Market, auf dem du Vintage-Mode, aber auch leckeres Street Food bekommst. Wie der Name schon andeutet, befindet sich der Camden Stables Market in alten viktorianischen Pferdeställen. Heute hast du die Wahl zwischen internationalen Speisen und Antiquitäten, Schmuck und Kleidung.
Der Inverness Street Market bietet am Abend ebenfalls viele Ausgehmöglichkeiten. Tagsüber bekommst du hier wie früher Lebensmittel und Essen, aber auch Kleidung und Souvenirs. Der Buck Street Market ist ein eher unbekannterer Teil des Marktes. Dort findest du vor allem Mode und Schmuck.
Ein ganz besonderes Kleinod ist der Camden Canal Market, der sich am schönen Regent’s Canal entlangschlängelt. Du kannst vom Camden Market sogar eine Bootsfahrt zum malerischen Insidertipp Little Venice unternehmen.
Lohnenswert ist zudem eine geführte Tour mit einem Local durch Camden (hier buchen).
21. Regent’s Park mit London Zoo

Der bereits erwähnte Regent’s Canal zieht sich auch durch den nördlichen Rand des Regent’s Parks. Das ist der letzte der Königlichen Parks, den ich dir vorstellen möchte, und er liegt ebenfalls in Camden. Der Regent’s Park umfasst gepflegte Grünflächen und Freizeitangebote, unter anderem Sportanlagen, einen Rosengarten und einen See mit Ruderbooten.
Auch der Londoner Zoo befindet sich hier. Auf der Website des Zoos kannst du die Attraktionen und Öffnungszeiten nachschauen und Tickets buchen. Im Norden des Parks schließt sich der Primrose Hill an, ein Hügel, der auch dem umliegenden Nobelviertel seinen Namen gibt. Von dort aus hast du einen tollen Blick auf die Londoner Skyline!
22. Notting Hill

Der Stadtteil Notting Hill ziert den Westen Londons. Vielleicht kennst du das Viertel vom gleichnamigen Film aus dem Jahr 1999 mit Julia Roberts und Hugh Grant in den Hauptrollen. Im Mittelpunkt steht ein kleiner Buchladen im besagten District.
Tatsächlich sind die im Film dargestellten Szenen ziemlich realistisch – auch im „echten“ Notting Hill reihen sich farbenfrohe viktorianische Stadthäuser mit wunderschönen Gärten aneinander. Auch der gezeigte Second-Hand- und Antiquitätenmarkt, der sich bei Londonern und Touristen gleichermaßen großer Beliebtheit erfreut, findet tatsächlich jeden Samstag von 09:00 bis 19:00 Uhr statt. Das Ganze spielt sich in der berühmten Portobello Road ab. Unter der Woche werden auf dem fast einen Kilometer langen Markt Lebensmittel verkauft.
Jedes Jahr findet am letzten Augustwochenende außerdem der Notting Hill Carnival statt. Dann verwandelt sich das Viertel dank der vielen karibischen Einwanderer und der bis zu zwei Millionen Besucher und Teilnehmer in ein buntes Fest.
Am besten lässt sich Notting Hill auf einer geführten Tour erkunden (hier buchen*).
23. Kew Gardens

Ziemlich weit im Südwesten, etwa 13 Kilometer vom Londoner Stadtzentrum entfernt, befinden sich die Kew Gardens (Online-Ticket*). Diese botanischen Gärten gehören zu den ältesten der Welt und seit 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Neben den weltbekannten viktorianischen Gewächshäusern finden sich in Kew Gardens großflächige Parkanlagen mit alten Rhododendrongewächsen. Außerdem kannst du hier einige Pflanzenarten bestaunen, die in Europa oder auf der nördlichen Halbkugel gar nicht heimisch sind. Nur im Sommer zugänglich ist das wunderschöne Seerosenhaus.
Zum weitläufigen Gelände gehört auch ein See und das kleine Landhaus Queen Charlotte’s Cottage. Früher befanden sich dort auch drei königliche Paläste, von denen nur noch der Kew Palace übriggeblieben ist. In den Kew Gardens gibt es außerdem einige chinesische Elemente wie zum Beispiel eine Pagode und ein Tor sowie Bambusgärten.
Weitere Highlights in London
Eine der meistbesuchten Tourismusattraktionen der Stadt ist das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds (Online-Ticket kaufen*). Wer klassische Museen bevorzugt, hat ebenfalls eine riesige Auswahl. Zu den besten gehören das British Museum, das Natural History Museum, das bereits erwähnte Kunstmuseum Tate Modern, die National Gallery am Trafalgar Square und das im Bereich Kunst und Design führende Victoria and Albert Museum.
In der berühmten Royal Albert Hall finden allerlei Veranstaltungen von Symphoniekonzerten bis zu Boxkämpfen statt. Wer in London ein Musical sehen möchte, ist im Stadtteil West End, dem „Broadway Londons“, richtig.
Shakespeare-Liebhaber dürfen sich das Globe Theatre nicht entgehen lassen. Es wurde 1599 erbaut, im 20. Jahrhundert an alter Stelle rekonstruiert und diente als Schauplatz zahlreicher Theateraufführungen. Auch heute noch erhältst du dort sehr beeindruckende Impressionen!
Ein spannender Tipps ist der durch Banksy berühmt gewordene Leake Street Tunnel (Google Maps), in dem Graffitis erlaubt und sogar gewünscht sind. Das Ergebnis ist ein Ort mit toller Straßenkunst.
Eine weitere eindrucksvolle Sehenswürdigkeit ist der Neasden-Tempel, der zweitgrößte hinduistische Tempel Großbritanniens. Die beliebte Touristenattraktion liegt im Nordwesten der Stadt.
London-Sehenswürdigkeiten für Horror-Fans
Wer sich gruseln möchte, ist im London Dungeon richtig. Das Gruselkabinett – heute in der Westminster Bridge Road ansässig – existiert bereits seit 1974 und ist einer der bekanntesten London-Klassiker. Kostümierte Schauspieler entführen dich hier in die schaurige Vergangenheit der Themse-Metropole.
Die London Bridge Experience (derzeit geschlossen; mehr Infos) ist im Prinzip die „kleine Schwester“ vom berühmten London Dungeon. In diesem Gruselkabinett mit echten Schauspielern findest du interaktive Attraktionen zur blutigen Geschichte Englands der vergangenen tausend Jahre. Dabei sind neben einer Ausstellung über die Große Pest von London zum Beispiel auch Jack the Ripper und Sweeney Todd.
In der Clink Street in der Nähe der London Bridge befindet sich eine weitere berüchtigte Sehenswürdigkeit. Das Clink Prison, das sich dort von 1151 bis 1780 befand, ist eines der ältesten Gefängnisse Englands. Heute befindet sich ein kleines Museum darin, in der du einen Einblick in das ehemalige Clink Prison erhältst.
Sweeney Todd, der fiktive Barbier und Serienmörder aus dem 19. Jahrhundert, dürfte vielen aus dem gleichnamigen Film mit Johnny Depp ein Begriff sein. Der Geschichte nach, die zahlreichen Serien, Filmen und Theaterproduktionen als Grundlage diente, hatte Sweeney Todd einen Salon im Obergeschoss einer Bäckerei in der Fleet Street, wo er seine Kunden umbrachte. Mrs. Lovett, Inhaberin der Bäckerei, verarbeitete diese schließlich zu Pasteten.
Die Fleet Street gibt es wirklich. Allerdings wirst du hier, da die Geschichte frei erfunden ist, keine Hinweise auf den mörderischen Barbier finden. An der Stelle seines angeblichen Barbershops in der 186 Fleet Street befinden sich eine Kirche aus dem 19. Jahrhundert und daneben die Räumlichkeiten der Zeitung „Dundee Courier“.
Eine der berüchtigtsten Gestalten, die allerdings durchaus real war und 1888 in London ihr Unwesen trieb, ist Jack The Ripper. Der Serienmörder soll mindestens fünf Prostituierte getötet haben, unter anderem in einer Bar aus dem Bericht zu den besten Pubs in London. Wenn auch dich die Geschichte interessiert, kannst du zum Beispiel an einem Jack-The-Ripper-Rundgang* teilnehmen oder ein Ticket für das Jack The Ripper Museum* buchen.
Wenn du eine Pause vom Laufen brauchst und dich gruseln willst, empfehle ich dir die Ghost Bus Tour mit dem London Necrobus. Du erlebst in 75 Minuten eine Comedy-Horror-Show, die das Erlebnis zur schaurigsten Busfahrt deines Lebens werden lässt.
Mehr spannende Gruselgeschichten und Orte, an denen es angeblich spukt, findest du übrigens auf dieser Website.
London-Tipps für Harry Potter Fans

An Geistern und Magie mangelt es bei Harry Potter auch nicht. Wenn du London auf den Spuren des Zauberers entdecken oder an der Warner Bros. Studio Tour teilnehmen willst, findest du alle wichtigen Infos im Artikel über London für Harry Potter Fans. Außerdem kannst du dich einer geführten Tour* anschließen.
Extra-Tipp: Die besten Rooftop Bars der Stadt

In London gibt es neben der bereits erwähnten Bar im Oxo Tower viele weitere spektakulärer Rooftop Bars mit tollen Blicken über die Skyline der Stadt. Eine kleine Auswahl möchte ich dir hier vorstellen:
Eine der hippsten Locations hoch über den Straßen von London findest du am kleinen Park Aldgate Square. Das Jin Bo Law ist eine asiatisch angehauchte Bar mit einem außergewöhnlichen Angebot an Cocktails und Drinks. Neben dem extravaganten Interieur begeistert vor allem die beheizte Außenterrasse mit Blick auf die Tower Bridge und die Skyline von London. Dank der Rundumverglasung genießt du auch bei kalter Witterung eine geniale Aussicht aus dem Inneren des Jin Bo Law. Mein Tipp: Unbedingt vorab reservieren und dabei ein Zeitfenster für deinen Aufenthalt festlegen.
- Adresse: Hotel Saint, 14th floor, 9 Aldgate High Street, EC3N 1AH (Google Maps)
- U-Bahn-Station: Aldgate East (District und Hammersmith & City Line)
Auf dem Dach des Hotels DoubleTree by Hilton ist eine weitere herrliche Terrasse namens Savage Garden beheimatet. Dort findest du leckeres Essen, tolle (aber teure) Cocktails und einen Rundumblick auf London.
- Adresse: Floor 12, 7 Pepys St, London EC3N 4AF (Google Maps)
- U-Bahn-Station: Tower Hill (District und & Circle Line)
- Bahnhof Fenchurch Street Station
Im 52. Stock von The Shard, Londons höchstem Gebäude, befindet sich eine exklusive Bar namens GŎNG. Zugegebenermaßen liegt sie nicht unter freiem Himmel, aber die Aussicht ist nicht zu toppen. Für einen Cocktail zahlst du hier im Schnitt 20 Pfund, pro Person musst du allerdings mindestens 30 Pfund ausgeben – außerdem darfst du nicht länger als 2 Stunden an einem Fensterplatz sitzen. Wenn dir all das nichts ausmacht, ist die Bar ein ganz besonderes Erlebnis.
Adresse: Level 52, Shangri-La The Shard, 31 St Thomas St, London SE1 9QU (Google Maps)
U-Bahn-Station: London Bridge (Jubilee und Northern Line), Borough (Northern Line)
Eine ganz besondere Adresse ist der Rooftop Film Club. Hier kannst du in den Londoner Stadtteilen Peckham und Stratford im Sommer an drei verschiedenen Standorten unter freiem Himmel und mit Blick auf die Skyline wechselnde Filmklassiker anschauen.
Zum Schluss habe ich noch einen etwas anderen Tipp: Keine Rooftop Bar, aber ein wirklich tolles Erlebnis: Mr Fogg’s Botanical Tavern & Treehouse. Beim Betreten der Bar wirst du sofort ins viktorianische Zeitalter transportieren. Neben der erwähnten Bar gibt es noch mehrere solcher Bars von Mr. Fogg’s Residence in London.
Adresse: 48 Newman St, London W1T 1QQ (Google Maps)
U-Bahn-Station: Goodge Street Station (Northern Line)
🗺️ Karte mit allen London-Sehenswürdigkeiten
Auf unserer interaktiven Karte findest du alle Highlights in London im praktischen Überblick:
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🏨 Wo in London übernachten? Meine Hotel-Tipps
Das 5-Sterne Hotel Montcalm Royal London House (hier Preise checken*) punktet mit einer Dachterrasse inklusive atemberaubender Aussicht über die Dächer Londons. Das exklusive Shangri-La Hotel (hier Preise checken*) hat ebenfalls 5 Sterne und befindet sich in bester Lage im höchsten Gebäude Londons – The Shard.
Auch das 3-Sterne Haus Motel One London-Tower Hill (hier Preise checken*) liegt nur etwa 800 Meter von der Tower Bridge entfernt und glänzt mit hervorragenden Gästebewertungen.
Das Luxurious Apartment „N22“ (hier Preise checken*) ist ein Apartment mit Gartenblick, was in London ja nicht allzu üblich ist. Dafür brauchst du etwas länger ins südlich gelegene Stadtzentrum, aber mit der Piccadilly Line bist du von der Wood Green Station auch in etwa 25 Minuten am Piccadilly Circus.
💂♀️ London-Reiseführer
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