Ein unvergesslicher Ort: Hunts Mesa im Monument Valley

Hunts Mesa

Der vielleicht schönste Ort der Welt

Was ist der schönste Ort der Welt? Diese Frage zu beantworten ist unmöglich. Mir fallen auf Anhieb 100 Orte ein, die dieses Prädikat verdienen. In seiner Blogparade Eure schönsten Orte“ sucht mein Freund und Bergkumpane Markus aber eben diesen einen Ort. Meine Wahl fiel letztendlich auf Hunts Mesa, eine Felsformation im Monument Valley in den unendlichen Weiten des amerikanischen Südwestens. Als ich vor Jahren die ersten Bilder von Hunts Mesa sah, wusste ich sofort: da muss ich hin! Dieser Traum wurde wahr. Welchen Touren-Anbieter wir empfehlen können und was eine Tour nach Hunts Mesa kostet, verraten wir dir am Ende des Artikels.

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Hunts Mesa – nur mit Guide

Im Jahr 2012 unternahm ich den ersten Versuch, nach Hunts Mesa vorzustoßen. Da ich damals alleine durch den Südwesten der USA unterwegs war, scheiterte es aber an den Kosten. 500 Dollar sollte ich an den Guide löhnen, damit er mich zu Hunts Mesa bringt. Zu zweit hätte sich der Preis pro Person halbiert – aber ich hatte leider keinen Begleiter. Dazu muss man wissen, dass das Monument Valley von den Navajo Indianern verwaltet wird und individuelle Touren durch das Monument Valley – mit Ausnahme des 13 Meilen langen Scenic Loop Drives – nicht möglich sind. Willst du das Monument Valley ausgiebiger erkunden, benötigst du zwingend einen Navajo-Guide.

Im Jahr darauf war es endlich soweit – wir erkunden das Monument Valley und brechen auf zu Hunts Mesa. Unser Guide Duffy Holiday – ein waschechter Navajo – wartet schon auf uns. Zusammen mit Stacey, eine nette Amerikanerin, die dieses Naturspektakel ebenfalls erleben will, verladen wir unser Gepäck auf Duffys Chevrolet Suburban. Bevor es losgeht, machen wir noch Stopp beim Trading Post – wir laden noch etwas Grillzeug für heute Abend ein.

Mit Duffys aufgemotztem Geländefahrzeug brettern wir über den Highway, bevor es links auf eine Schotterpiste abgeht. Wir biegen noch einmal ab. Jetzt wird es richtig lustig. Duffy schaltet die Klimaanlage aus, legt die Geländeuntersetzung ein und gibt Vollgas. Wie ein Dampfschiff pflügt sich unser schnaubendes Ungetüm aus Stahl durch den tiefen Sand. Anhalten, um die Landschaft zu genießen? Undenkbar! „Wir brauchen hier alles, was der Wagen mobilisieren kann“, sagt Duffy.

Monument-Valley

Das Monument Valley abseits der Touristenpfade

Duffys Chevrolet Suburban

Duffys Chevrolet Suburban

Ein Zwischenstopp auf dem Weg zu Hunts Mesa

Ein Zwischenstopp auf dem Weg zu Hunts Mesa

Biggi im Monument Valley

Biggi im Monument Valley

Offroad-Piste

Der V8-Motor unseres Suburban schnurrt wie ein Kätzchen und bringt seine unbändige Kraft an alle vier Räder. Urplötzlich reißt Duffy das Lenkrad nach links, wir driften durch den Sand, bekommen eine ganze Ladung durch die geöffneten Fenster ab und jagen einen steilen Sandhügel hinauf. Anhalten ist hier unmöglich. Jetzt bloß keinen Fehler machen und stecken bleiben. Bis man hier ein Auto befreit hat, kann es schon einmal einen Tag dauern, warnt Duffy.

Unendliche Weiten im Monument Valley

Unendliche Weiten im Monument Valley

Durchatmen! Wir lassen den Sand hinter uns – auf uns wartet eine unendliche Steinwüste. Duffy nimmt den Wagen hart ran. Das extrem weiche Fahrwerk schluckt fast alle Unebenheiten. An einigen Stellen kommen wir aber ganz schön ins Schwitzen angesichts der steilen Abhänge, die wir uns hinaufkämpfen. Ein Weg, geschweige denn eine Straße, ist hier schon lange nicht mehr zu erkennen. Das letzte Stück nach oben hat es dann auch noch einmal richtig in sich. Selbst Duffys Geländewagen kommt hier an seine Grenzen. Aussteigen und Felsbrocken verrücken ist jetzt angesagt.

Die Strecke zu Hunts Mesa

Die Strecke zu Hunts Mesa

Eine Straße ist das nicht mehr

Eine Straße ist das nicht mehr

Atemberaubende Landschaft im Südwesten der USA

Oben angekommen fällt uns die Kinnlade herunter. Wir genießen einen unvergesslichen Blick auf das Monument Valley. Außer Duffy, Stacey und uns ist hier weit und breit keine Menschenseele. Wir sind absolut gebeistert von dieser grandiosen Landschaft und der Stille.

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Der Blick ins Monument Valley von Hunts Mesa

Der Blick ins Monument Valley von Hunts Mesa

Biggi, Duffy und Flo auf Hunts Mesa

Biggi, Duffy und Flo auf Hunts Mesa

Wüste soweit das Auge schaut

Wüste, soweit der Blick reicht

Wir genießen die fantastische Aussicht im Monument Valley

Wir genießen die fantastische Aussicht im Monument Valley

Hunts Mesa

Hunts Mesa

Als am Abend die Sonne untergeht, stehe ich vor der hunderte Meter hohen Steilkante und komme mir so klein und unbedeutend vor. Ich versinke in Demut und genieße diesen unvergesslichen Augenblick, der heute noch vor meinem geistigen Auge vorbeiflimmert, als wäre es gestern gewesen. Ich verbringe hier Stunden und blicke nach oben. In der Nacht funkeln Millionen von Sternen am Himmel.

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Ein unvergesslicher Sonnenaufgang

Erst tief in der Nacht krabbeln wir in unsere Zelte. Viel Schlaf bekomme ich aber nicht – schließlich will ich den Sonnenaufgang nicht verpassen. Der Sonnenaufgang ist genauso spektakulär wie der Sonnenuntergang gestern Abend. Ich stehe wieder an der Abbruchkante und genieße diese atemberaubende Aussicht auf das Monument Valley.

Hunts-Mesa-am-Morgen

Fazit unserer Hunts-Mesa-Tour

Wer im Südwesten der USA unterwegs ist, sollte das Monument Valley nicht nur auf dem Scenic Loop Drive erkunden. Die Tour zu Hunts Mesa ist ein absolutes Highlight, das ihr garantiert nie wieder vergesst. Wir können euch Duffy Holiday von  Monument Valley Safari wärmstens empfehlen. Die Preise für die 18-Stunden-Fototour sind in den letzten Jahren leider noch einmal kräftig gestiegen (375 Dollar pro Person, Stand Januar 2018). Die Tour nagt damit zwar kräftig an der Reisekasse, ist aber jeden Dollar wert.

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