Schottland mit dem Zug: Route für 9 Tage Bahnreise

Schottland mit dem Zug zu erkunden ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Fahrt durch die rauen Highlands, vorbei an glitzernden Lochs und über spektakuläre Viadukte ist pure Magie. Auf unserer neuntägigen Rundreise haben wir Edinburgh, Glasgow, Oban, Fort William und Pitlochry besucht – und sind dabei über das Glenfinnan-Viadukt aus den Harry Potter-Filmen gefahren.

Ich zeige dir die perfekte Route für eine Zugreise durch Schottland und verrate dir, welche Highlights du auf keinen Fall verpassen darfst. Außerdem findest du eine Karte mit allen Stationen.

Unsere Bahnreise durch Schottland

Der Start unserer Bahnreise durch Schottland war die Hauptstadt Edinburgh. Von hier ging es über Glasgow, Oban, Fort William, Inverness und Pitlochry zurück nach Edinburgh. Insgesamt waren wir neun Tage unterwegs. Hier stelle ich dir unsere Reiseroute im Detail vor:

Tag 1: Ankunft in Edinburgh

Deine Zugreise durch Schottland beginnt in Edinburgh, der wunderschönen Hauptstadt am Rande Europas. Eine frühe Ankunft bietet sich an, damit du noch ein wenig durch Edinburgh schlendern kannst.

Edinburgh, seit dem 15. Jahrhundert die Hauptstadt von Schottland, ist der kulturelle Mittelpunkt der Region. Wie Rom wurde die Stadt auf sieben Hügeln erbaut. Der einmalige Mix aus mittelalterlich geprägter Altstadt und der gregorianischen Neustadt steht längst auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste.

Das Herzstück der Stadt bilden die Princes Street und die Royal Mile. Die etwa eine schottische Meile lange Straße verbindet das majestätische Edinburgh Castle im Westen mit dem Holyrood Palace, der offiziellen Residenz des britischen Königs in Schottland, im Osten. Entlang der prächtigen Royal Mile findest du zahlreiche Pubs, Geschäfte und Souvenirshops.

Für einen ersten Eindruck empfehle ich eine Fahrt mit den roten Doppeldeckerbussen (Tour buchen*). Du kannst beliebig oft aussteigen und wieder einsteigen – perfekt, um die Stadt kennenzulernen, bevor morgen deine richtige Bahnreise durch Schottland startet.

Suchst du einen gemütlichen schottischen Pub? Wir haben uns im Albanach (Google Maps) sehr wohl gefühlt. Die Fish & Chips sind mit die besten, die in ganz Schottland serviert werden!

Werbung: Du hast auch Lust, Schottland mit der Eisenbahn zu erkunden? Wir haben die hier vorgestellte Tour im Oktober, also zum Ende der Saison, mit Wolters Rundreisen gemacht und können die Tour allen empfehlen, die es lieben, mit dem Zug zu reisen und so Land und Leute besser kennenzulernen. Hier findest du noch mehr Infos und du kannst auch direkt buchen! Mit dem Code PHOTOTRAVELLERS erhältst du bis 31.12.2025 100€ Rabatt (zur Aktion).

Tag 2: Mit ScotRail über Glasgow nach Oban

An Tag zwei beginnt deine Bahnreise durch Schottland! Die erste Etappe führt dich mit ScotRail über Glasgow an die raue Westküste nach Oban. Du entscheidest selbst, ob du in Glasgow Halt machst oder durchfährst.

Die Bahnfahrt von Edinburgh nach Oban dauert etwa 4 bis 4,5 Stunden. Die Fahrt von Edinburgh nach Glasgow dauert etwa eine Stunde. Von Glasgow geht es dann weiter nach Oban. Beachte, dass du im Bahnhof Queen Street Station umsteigen musst – nicht im Bahnhof Glasgow Central, der aber ein Highlight für Eisenbahnfans ist!

Zwischenstopp Glasgow

Wir haben uns für einen Zwischenstopp in Glasgow entschieden. Lange stand die Stadt im Schatten von Edinburgh, doch diese Zeiten sind vorbei. Nach dem Niedergang der Schwerindustrie hat sich Glasgow neu erfunden. Heute pulsiert hier das Leben – kreativ, weltoffen und lässig. 2008 verlieh die UNESCO der Stadt den Titel „City of Music“.

Das Herzstück ist der direkt am Bahnhof gelegene George Square, benannt nach König George III. Auf dem Platz befinden sich verschiedene Denkmäler und Statuen bekannter schottischer Persönlichkeiten, darunter der Chemiker Thomas Graham. Hier kannst du auch das beeindruckende Rathaus bewundern.

Sehenswert ist auch die St. Mungo’s Cathedral. Gleich nebenan liegt mit Necropolis Glasgows größter Friedhof. Die prächtigen Grabmäler der Kaufleute und Fabrikanten schmiegen sich rund um den alten Hügel The Craigs. Von dort hast du einen schönen Ausblick auf die Stadt. Einen guten Kaffee bekommst du ganz in der Nähe bei Copperbox Coffee (Google Maps), untergebracht in einem alten Polizeihäuschen – inzwischen absolut Kult!

Lesetipp: Hier findet du noch mehr Sehenswürdigkeiten in Glasgow.

Weiterfahrt nach Oban

Von Glasgow schlängelt sich die West Highland Railway Line durch atemberaubende Landschaften. Die Eisenbahn führt dich an Loch Long, Loch Lomond und Loch Etive vorbei. Hinter dem Zugfenster ziehen schroffe Berge, glitzernde Wasserflächen und menschenleere Täler vorbei. Diese Bahnstrecke durch Schottland zählt zu den schönsten weltweit!

In Oban angekommen, kannst du den Abend für einen Spaziergang entlang der Promenade nutzen. Oban ist ein malerischer Küstenort mit Fischereihafen und Fährhafen zu den Hebriden.

Sehr zu empfehlen ist der urige, bereits im Jahr 1790 eröffnete Pub The Oban Inn (Google Maps) direkt am Hafen. Dich erwarten eine tolle Atmosphäre und leckeres Essen. Am Samstag gibt es auch Live-Musik.

Übernachtet haben wir in Oban im wunderschönen B&B Failte. Failte heißt Willkommen auf Gälisch und das Wort könnte nicht besser zu dem kleinen Häuschen auf einem der Hügel in Oban passen. Das Zimmer war sehr geräumig und toll eingerichtet, der Gastgeber unglaublich herzlich und das Frühstück war ein Genuss.

Tag 3: Bootsausflug & Whisky Distillery

Der dritte Tag deiner Zugreise durch Schottland widmet sich ganz der wilden Westküste. Am Vormittag unternimmst du eine zweistündige Bootstour, die im Hafen von Oban startet.  Die Route führt zunächst um die Isle of Kerrera, eine kleine Insel vor der Küste. Dann steuert das Boot Richtung Isle of Mull, wo das imposante Duart Castle auf seinem Felsen thront – Schottlands älteste bewohnte Burg. Nach einem Abstecher zum Lismore Lighthouse kehrst du nach Oban zurück.

Mit Glück siehst du Delfine durch die Wellen gleiten, Schweinswale auftauchen oder Robben auf den Felsen dösen. Manchmal zeigen sich sogar Otter! Kormorane, Trottellummen und Seeadler bevölkern die Küste. Wir hatten Glück und konnten einen Entenwal, viele Seehunde und Meeresvögel bewundern. Die schottische Westküste zeigt sich vom Boot aus von ihrer schönsten Seite.

Am Nachmittag steht eine Führung in der Oban Distillery auf dem Programm. Hier wird seit 1794 ein erstklassiger Single Malt gebrannt. Bei der etwa einstündigen Führung erfährst du mehr über die Herstellung des „Wassers des Lebens“. Natürlich darfst du den Whisky auch probieren.

Am Abend lohnt ein Aufstieg zum McCaig’s Tower. Der monumentale Rundbau erinnert an ein römisches Kolosseum. Im Inneren befindet sich ein Garten, und von der Aussichtsterrasse genießt du einen beeindruckenden Panoramablick über Oban und die Inseln Kerrera, Lismore und Mull. Der Aufstieg vom Zentrum ist zwar steil, dauert aber nur etwa 15 bis 20 Minuten.

Als Alternative bietet sich der Pulpit Hill südlich des Hafens an. Auch hier eröffnet sich ein herrlicher Panoramablick, der zusätzlich den McCaig’s Tower einschließt.

Für den Abend empfehlen wir das am Hafen gelegene Restaurant Ee-Usk (Google Maps). Die großen Fenster geben den Blick frei auf die Oban Bay. Auf der Karte stehen fangfrische Meeresfrüchte – von Austern über Jakobsmuscheln bis zu klassischem Fish & Chips.

Tipp: In der Saison von Anfang April bis Ende September ist ein organisierter Tagesausflug auf die Inneren Hebriden inkludiert. Dann geht es mit der Fähre nach Mull und per Bus über die Insel, entlang der Hänge des Glen More mit seinen sanften Lochs. Die Klosteranlage der Iona Abbey auf Iona gilt als Wiege des Christentums in Großbritannien.

Tag 4: Bahnfahrt von Oban nach Fort William

Weiter geht deine Eisenbahnreise durch Schottland! Die West Highland Railway Line durchquert heute das legendäre Rannoch Moor – eine der wildesten Landschaften Europas. Torfmoore, Heidekraut und Zwergbirken prägen diese karge Hochebene. Du passierst die Corrour Station – mit 408 Metern über dem Meer Großbritanniens höchstgelegener Bahnhof.

Die Bahnfahrt von Oban nach Fort William dauert etwa 3 bis 4 Stunden mit Umstieg in Crianlarich. Die Strecke zwischen Crianlarich und Fort William gehört zu den spektakulärsten Eisenbahn-Routen in Schottland! Das Rannoch Moor ist eine der letzten wilden Landschaften Europas.

Leider mussten wir selbst auf dieses kleine Eisenbahn-Abenteuer verzichten. Für uns ging die Reise mit dem Schienenersatzverkehr durch das imposante Tal Glen Coe. Das kommt an den Wochenenden regelmäßig vor, wie uns Einheimische erzählten.

Fort William liegt am Fuß des Ben Nevis – Großbritanniens höchstem Berg. Nach Inverness ist die Stadt das zweitgrößte Zentrum der Highlands. Wanderer nutzen Fort William als Basislager, andere genießen die gemütliche Atmosphäre zum Bummeln durch die Geschäfte.

Je nach Ankunftszeit lohnt ein Besuch der Ben Nevis Distillery. Die Führung erklärt die Whisky-Herstellung, und natürlich darfst du probieren. Das kleine West Highland Museum widmet sich ausführlich der Geschichte der Highlands, unter anderem aus der Zeit der Jakobitenaufstände.

In Fort William befindet sich auch Neptune’s Staircase, zu erreichen mit dem Bus oder mit dem Zug. Hier endet der Caledonian Canal, der zwischen Inverness und Fort William durch das Great Glen verläuft.

Auch eine Bootstour auf Loch Linnhe bietet sich an. Dieser Meeresarm erstreckt sich über 50 Kilometer von Fort William in südwestliche Richtung und mündet in die offene See bei der Isle of Mull. Auf den Bootsfahrten kannst du Robben, Seeadler und andere Wildtiere beobachten.

Für den Abend können wir dir in Fort William den urigen Pub Ben Nevis Bar (Google Maps) empfehlen. Das Restaurant ist für seine prämierten Pies bekannt, die wir natürlich probiert haben.

Übernachtet haben wir im wundervollen B&B Guisachan Guesthouse. Wir wurden persönlich von den Inhabern begrüßt, die Zimmer sowie die Aufenthaltsräume sind sehr schön und das Frühstück war grandios.

Tag 5: Ausflug nach Glenfinnan & „Harry Potter“-Zug

Der fünfte Tag deiner Zugreise durch Schottland bringt dich zu einem der berühmtesten Orte der Highlands: Glenfinnan. Hier steht das legendäre Viadukt, über das in den Harry Potter-Filmen der Hogwarts Express dampft. Dir stehen aber mehrere Optionen zur Wahl.

Bei der Reisebuchung kannst du optional die Fahrt mit dem „Harry Potter“-Zug, dem Jacobite Steam Train, wählen. Dann fährst du heute mit dem „Harry Potter“-Zug von Fort William ins kleine Fischerörtchen Mallaig und zurück. Wenn dir das optionale Ticket zu teuer ist oder du den Dampfzug lieber von außen fotografieren willst, machst du es wie wir!

Wir sind in der Früh mit dem regulären ScotRail-Zug von Fort William nach Glenfinnan gefahren – übrigens auch über das Glenfinnan-Viadukt. Von dem kleinen Bahnhof brauchst du etwa 30 Minuten zu Fuß zum ersten und besten Aussichtspunkt auf das Eisenbahn-Viadukt. In den Harry-Potter-Filmen fährt der Hogwarts Express über dieses spektakuläre Bauwerk. Das Viadukt ist ein Meisterwerk viktorianischer Ingenieurskunst. Der 380 Meter lange Brücke mit 21 Bögen wurde 1901 für den Zugverkehr freigegeben.

Der Jacobite Steam Train überquert das Viadukt täglich um etwa 10:45 Uhr und 15:00 Uhr (von Anfang April bis Ende Oktober) sowie um etwa 13:25 Uhr und 17:45 Uhr (von Anfang Mai bis Ende September). Für schöne Fotos des Zuges eignen sich aber nur die Fahrten nach Mallaig um 10:45 und 13:25 Uhr! Hier findest du alle aktuellen Infos zu den Fahrzeiten.

Nach dem täglich von Tausenden Menschen beobachteten Spektakel lohnt sich die gemütliche Wanderung hinein ins Tal Glen Finnan. Der Weg ist breit und überwindet kaum Höhenmeter. Und trotzdem bekommt man auf der Tour einen tollen Einblick in die Highlands. Nach etwa fünf Kilometern erreicht man eine Schutzhütte – hier sind wir umgekehrt.

Zurück nach Fort William geht’s mit dem Bus oder mit dem Zug.

Alternative: Wanderung zum Ben Nevis

Statt nach Glenfinnan kannst du heute auch auf den Ben Nevis wandern. Mit 1.344 Metern ist er Großbritanniens höchster Gipfel. Die etwa 17 Kilometer lange Tour mit 1.200 Höhenmetern braucht 7 bis 9 Stunden. Start ist beim Ben Nevis Visitor Centre, rund drei Kilometer außerhalb von Fort William.

Daneben gibt es zahlreiche Möglichkeiten für weniger anspruchsvolle Wanderungen rund um Fort William, zum Beispiel im Glen Nevis. Das pittoreske Hochland-Tal ist bei Wanderern und auch Filmemachern beliebt. Glen Nevis ist eines der wenigen schottischen Drehorte für „Braveheart“. Auch für „Highlander“ und „Harry Potter“ wurden Szenen in diesem wunderschönen Tal aufgenommen.

Tag 6: Von Fort William zum Loch Ness und nach Pitlochry

Heute führt deine Reise von Fort William durch das Great Glen entlang des legendären Loch Ness nach Inverness. Von dort geht’s mit dem Zug weiter nach Pitlochry. Da zwischen Fort William und Inverness keine Eisenbahnverbindung existiert, fährst du diese Etappe mit dem Bus.

Für diese Etappe hast du verschiedene Optionen für einen oder mehrere Zwischenstopps:

Option 1: Fort Augustus mit Bootsfahrt Loch Ness

Der Bus bringt dich nach Fort Augustus. In diesem kleinen Dorf stand einst eine englische Festung. 1876 übernahmen Benediktinermönche die Ruinen und bauten eine Abtei, die bis 1998 bewohnt war.

Die Hauptattraktion ist die Schleusentreppe des Kaledonischen Kanals aus dem Jahr 1822. Dieser Kanal verbindet Ost- und Westküste Schottlands. Fünf Schleusenstufen überwinden hier den Höhenunterschied zum Loch Ness. Das Besondere: Boote werden noch immer von Hand durch die Schleusen gezogen! Dieser Vorgang dauert etwa eine Stunde – ein faszinierendes Schauspiel.

Wer mag, bucht hier eine Bootstour auf dem sagenumwobenen Loch Ness. An einer kleinen Hütte bei der Kanalbrücke kaufst du dein Ticket. An Bord ist ein dreidimensionales Tiefensonar installiert – vielleicht entdeckst du ja Nessie auf dem Bildschirm!

Option 2: Besuch im Loch Ness Centre

Du fährst mit dem Bus von Fort William nach Drumnadrochit, wo sich das Loch Ness Centre befindet. In dem interaktiven Besucherzentrum dreht sich alles rund um Loch Ness und das berühmte Monster Nessie. Die Ausstellung führt durch wissenschaftliche Untersuchungen, Augenzeugenberichte und die geologische Entstehung des Sees.

Option 3: Inverness

Du fährst mit dem Bus von Fort William direkt nach Inverness, ohne unterwegs auszusteigen. So hast du genügend Zeit, dir die Stadt anzuschauen.

Auch wenn du nur wenig Zeit hast, lohnt ein kurzer Stadtbummel. Inverness trägt den Stadttitel erst seit 2000 – die erste Stadterhebung in Schottland seit über einem Jahrhundert. Die lebendige Marktstadt gehört zu Schottlands ältesten Siedlungen und ist heute das Zentrum der Highlands.

Ein Highlight ist der Victorian Market, eine überdachte Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert mit kleinen Läden, Cafés und Restaurants. Lohnenswert ist außerdem ein Abstecher in Leakey’s Bookshop – eine der schönsten Büchereien, die wir je gesehen haben. Auf dem benachbarten Friedhof der Old High Church findest du das Grab eines James Fraser – für Fans der Serie Outlander ein Muss!

Weiterfahrt nach Pitlochry

Von Inverness geht es mit dem Zug weiter nach Pitlochry. Die Fahrt führt dich durch die Central Highlands, stärker bewaldet und sanfter als die West Highlands. Auf dieser Etappe deiner Bahnreise zeigt dir also eine ganz andere Seite der schottischen Landschaft.

Pitlochry ist schon seit dem 19. Jahrhundert dank des Bahnanschlusses bei Touristen extrem beliebte. Die Altstadt verzaubert mit historischen Gebäuden und vielen schönen Geschäften. Ein Highlight ist Scotch Corner of Pitlochry (Google Maps), bekannt für das hervorragende, aber sündhaft teure Whisky-Eis. Außerdem können wir das Restaurant vom The Old Mill Inn empfehlen.

Tag 7: Ausflug Blair Castle & Blair Athol Distillery

Heute steht ein Ausflug zum Blair Castle auf dem Programm. Dieses strahlend weiße Märchenschloss zählt zu Schottlands schönsten Adelssitzen. Die prächtigen Räume erzählen von jahrhundertelanger Geschichte. Nach der Besichtigung lockt der Park mit Barockgarten und jahrhundertealten Bäumen. Im preisgekrönten Tullibardine Restaurant (Website) kannst du zu Mittag essen. Du erreichst das Blair Castle am besten mit dem Bus oder mit dem Zug. Vom Bahnhof Blair Atholl brauchst du etwa 20 Minuten zu Fuß.

Am Nachmittag bietet sich ein Besuch einer der ältesten und fotogensten Brennereien Schottlands an – der Blair Athol Distillery. Den ersten Whisky produzierte die Brennerei bereits 1798. Auf einer Führung erfährst du alles über den Herstellungsprozess, siehst die gewaltigen Maischbottiche und bekommst eine Kostprobe des Blair Athol Whisky. Du kannst aber auch einfach an der Bar ein Tasting machen oder im Shop einkaufen.

Am Abend bietet sich noch ein Abstecher zum malerischen Stausee Loch Faskally an. Eine besondere Attraktion ist die Lachstreppe (Dam & Fish Ladder). Hier kämpfen sich jedes Jahr Tausend Lachse nach oben. Die meisten Fische sind von April bis Ende August und von September bis Oktober zu sehen.

Tag 8: Mit dem Zug von Pitlochry nach Edinburgh

Deine Zugreise durch Schottland neigt sich dem Ende zu. Die Bahnfahrt von Pitlochry zurück nach Edinburgh dauert knapp zwei bis zweieinhalb Stunden. Manche Züge fahren direkt, andere mit Umstieg in Stirling oder Perth.

Während die Landschaft an dir vorbeizieht – von den bewaldeten Central Highlands zurück ins Tiefland – lässt du die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren. Genieß noch einmal den Blick durchs Zugfenster!

In Edinburgh angekommen, bleibt am letzten Tag deiner Bahnreise genug Zeit für das Edinburgh Castle (Tickets unbedingt vorab buchen*). Die Festung thront auf dem Castle Rock – einem erloschenen Vulkan. Durch mehrere Tore und über eine Brücke gelangst du in die massiven Befestigungsanlagen. Auf dem höchsten Punkt steht die St. Margaret’s Chapel – Edinburghs ältestes erhaltenes Bauwerk, etwa 900 Jahre alt.

Whisky-Fans sei ein Besuch der The Scotch Whisky Experience (Online-Ticket kaufen*) ans Herz gelegt. Hier erfährst du allerlei Wissenswertes rund um das edle Gebräu. Das Highlight ist die die weltgrößte Sammlung von schottischem Whisky.

Eine weitere Option ist der Arthur’s Seat – Edinburghs Hausberg. Der 250 Meter hohe ehemalige Vulkan bietet einen herrlichen Rundumblick: die Stadt zu deinen Füßen, der Meeresarm Firth of Forth in der Ferne, die südlichen Highlands am Horizont. Ein würdiger Abschluss für deine Bahnreise durch Schottland! Auf dem Weg zurück in die Stadt bietet sich ein Abstecher auf den Calton Hill an – einer der beliebtesten Orte für einen spektakulären Sonnenuntergang in Edinburgh.

In Edinburgh haben wir unter anderem im Hampton by Hilton übernachtet. Wir durften uns über einen Begrüßungsdrink freuen und das Frühstück war ebenfalls lecker.

Lesetipp: Hier findet du noch mehr Sehenswürdigkeiten in Edinburgh.

Tag 9: Abreise

Deine unvergessliche Eisenbahnreise durch Schottland endet heute. Du bist mit dem Zug durch die schottischen Highlands gerollt – von Edinburgh an die wilde Westküste, über das berühmte Glenfinnan-Viadukt aus Harry Potter, entlang des mystischen Loch Ness und durch die sanften Central Highlands zurück.

Du hast erlebt, warum Bahnreisen durch Schottland so besonders sind: Die Landschaften ziehen gemächlich am Fenster vorbei, du hast Zeit zum Staunen, und die Eisenbahn bringt dich an Orte, die mit dem Auto nicht erreichbar sind. In Schottland Zug zu fahren ist mehr als Fortbewegung – es ist eine Entdeckungsreise im Rhythmus der Schienen!

Werbung: Wir haben die hier vorgestellte Reise im Oktober mit Wolters Rundreisen gemacht. Hier findest du noch mehr Infos und du kannst auch direkt buchen!

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Florian Westermann ist Buchautor, Reisejournalist und preisgekrönter Profi-Fotograf.

2010 gründete er den Foto- und Reiseblog Phototravellers.de, auf dem er seine Expertise in über 400 Artikeln zu den Themen Reisen, Wandern, Outdoor und Fotografie teilt.

Hier findest du alle Artikel von Florian Westermann.
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