Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Edinburgh
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Edinburgh Sehenswürdigkeiten: 15 schöne Orte, die du sehen musst [mit Karte]

Edinburgh bietet seinen Besuchern wunderschöne Sehenswürdigkeiten. Wir waren schon sehr oft in Schottland und haben dort die Gegend erkundet. Doch Edinburgh hat uns wirklich gefesselt. Die Harry Potter-Stadt solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Die Altstadt ist zudem UNESCO-Weltkulturerbe.

Wir zeigen dir in diesem Artikel die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die du auf keinen Fall verpassen solltest. Wir nehmen dich mit zur Forth Bridge, erkunden gemeinsam Edinburgh Castle, The Royal Mile, St Giles’ Cathedral, Calton Hill, Arthur’s Seat, The Old Calton Burial Ground, Scott Monument und vieles mehr.

Zudem entdecken wir natürlich die Harry Potter Spots Elephant House, den Friedhof Greyfriars Kirkyard, die George Heriot School, also Hogwarts, die Victoria Street als Winkelgasse, das Harry Potter Museum und trinken Butterbeer im The Dog House.

Aktualisiert am 24.03.2022

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Edinburgh in der Übersicht

Das jahrhundertealte Edinburgh Castle mitten in der Altstadt, die selbst zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die vulkanische Umgebung mit dem Arthur’s Seat. Und die Victoria Street, die als Inspiration für die Winkelgasse aus Harry Potter diente. Das sind nur einige der Gründe, warum Edinburgh zu den schönsten Städten Europas zählt.

  1. Edinburgh Castle
  2. Holyrood Palace
  3. Arthur’s Seat
  4. Royal Mile mit St Giles‘ Cathedral
  5. Victoria Street
  6. Greyfriars Kirkyard
  7. Cockburn Street
  8. Scott Monument
  9. Princes Street Gardens
  10. Calton Hill
  11. Portobello Beach
  12. Royal Botanic Garden
  13. Royal Yacht Britannia in Leith
  14. Firth of Forth
  15. Edinburghs Museen

Karte: Alle Sehenswürdigkeiten in Edinburgh

Auf unserer virtuellen Karte findest du alle Highlights in Edinburgh auf einen Blick:

1. Edinburgh Castle

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Edinburgh ist natürlich die namensgebende Burg, das Edinburgh Castle (Google Maps) auf dem Castle Rock mitten in der historischen Altstadt.

Blick auf das Edinburgh Castle bei blauem Himmel
Das Edinburgh Castle gehört nicht nur zu den Wahrzeichen der Stadt, sondern auch zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in ganz Schottland

Diese Felsformation entstand bereits vor rund 340 Millionen Jahren und ist vulkanischen Ursprungs. Die ersten Siedlungen gab es hier schon im 9. Jahrhundert vor Christus. Wann genau dann die Burg gebaut wurde, ist nicht sicher – man geht allerdings davon aus, dass im 7. Jahrhundert eine erste Festung dort errichtet wurde. Spätestens ab dem frühen Mittelalter war der Castle Rock dann nachweislich bewohnt.

Heute genießt du vom Edinburgh Castle einen fantastischen Blick auf die Innenstadt mit ihren historischen Gebäuden. Du kannst sogar bis zum Meer blicken! Die mächtigen Kanonen auf der dicken Festungsmauer lassen außerdem noch erahnen, welch brutale Zeiten einst in Schottland herrschten. 

Blick auf Edinburgh
Der Blick von der Festungsmauer auf Edinburgh

Ein Highlight im Edinburgh Castle sind natürlich die Schottischen Kronjuwelen – eine absolute Attraktion. Als Besucher wirst du in der Ausstellung durch die blutige Geschichte Schottlands geführt, bis du die Kronjuwelen mit eigenen Augen erblickst. Leider können wir dir von den Kronjuwelen kein Foto zeigen – fotografieren ist in dem kleinen dunklen Raum strengstens verboten.

Sehr sehenswert ist auch das Scottish National War Memorial, das an die schottischen Gefallenen vieler Kriege erinnert. Auch hier gilt strengstes Fotoverbot. In der Great Hall darf die Kamera wieder ausgepackt werden. In dieser großen Halle werden heute noch offizielle Anlässe gefeiert. Unbedingt sehen solltest du auch die Prisons of War, wo im 17. und 18. Jahrhundert Piraten und andere Gefangene eingesperrt wurden.

Die Great Hall im Edinburgh CastleIn der Great Hall im Edinburgh Castle
Blick in die Prisons of War mit HängemattenDie Prisons of War sind ein spannender und historischer Ort

Ein absolutes Highlight im Edinburgh Castle ist die One o’clock Gun, die jeden Tag, außer sonntags, um 13 Uhr einen Schuss abfeuert. Vor langer Zeit brauchten die Seeleute den Knall der Kanone als exakte Zeitangabe, um ihre Chronometer zu justieren. Heute ist das ganze natürlich nur noch eine reine Touristenattraktion, aber trotzdem ein Muss in Edinburgh.

One o’clock Gun
Die One o’clock Gun feuert um 13 Uhr einen Schuss ab – außer am Sonntag

Ganz oben auf der Burg findest du die kleine St Margaret‘s Chapel, die aus dem 12. Jahrhundert stammt und damit das älteste erhaltene Gebäude des Edinburgh Castle ist. Dort steht auch eine andere beeindruckende Kanone: die Mons Meg.

Sie ist wirklich unglaublich riesig und war die mächtigste Kanone des 15. Jahrhunderts. Das ausgestellte Exemplar ist die letzte erhaltene Kanone dieser Bauart. Beeindruckend sind auch die imposanten Kanonenkugeln, die von dem Geschütz mehr als zwei Kilometer weit geschossen werden konnten.

Mons Meg
Die Riesenkanone Mons Meg

Wenn du im August in Edinburgh bist, erwartet dich ein weiteres Highlight. Direkt vor dem Schloss wird dann nämlich das größte Musikfestival Schottlands, das Edinburgh Military Tattoo, veranstaltet. Dabei wird vor allem Militärmusik gespielt – als Höhepunkt gilt der Auftritt der Massed Pipes and Drums, einer Formation aus etwa 200 Dudelsackspielern und Trommlern.

Blick auf das Edinburgh Castle vom The Vennel
The Vennel ist ein beliebter Spot, um hervorragende Fotos vom Edinburgh Castle zu schießen

Tipp: Wie du siehst, ist das Edinburgh Castle nicht nur innerhalb der Festungsmauern sehenswert. Die Höhenburg dominiert auch die gesamte Skyline der Stadt und ist ein hervorragendes Fotomotiv. Einer der beliebtesten Aussichtspunkte auf die Burg ist eine steile Gasse mit vielen Treppenstufen namens The Vennel (Google Maps).

2. Holyrood Palace

Das Edinburgh Castle ist nicht die einzige königliche Residenz in Edinburgh. Wenn beispielsweise die Queen zu Besuch ist, wird sie sehr wahrscheinlich im Holyrood Palace (Google Maps) anzutreffen sein, der in den 1920ern zur offiziellen Residenz der britischen Monarchen in Schottland ernannt wurde. 

Das Palace of Holyroodhouse von außen
Der Palace of Holyroodhouse in Edinburgh ist die offizielle Residenz der britischen Königsfamilie in Schottland

Erbaut wurde der Palast ab 1501 auf dem Gelände einer Abtei, der Holyrood Abbey, die 1128 gegründet wurde. Daher stammt auch der Name der Residenz: Holyrood bedeutet „heiliges Kreuz“. Als David I, König von Schottland im Jahr 1128, auf der Jagd war, traf er auf einen Hirsch und erschrak. Plötzlich erschien ein heiliges Kreuz, das ihn vor einem Angriff des Hirsches bewahrte. Als Dank gründete er die Abtei und benannte sie nach diesem Ereignis.

Der heutige Holyrood Palace, der offiziell Palace of Holyroodhouse heißt, entstand dann nach und nach. In den 1560er Jahren wurde zum Beispiel der Nordwestturm angebaut, der von Maria Stuart alias Mary Queen of Scots bewohnt wurde. Und im 17. Jahrhundert erhielt das Schloss sein heutiges Aussehen durch einen vierten Flügel und die dadurch entstehende Mischung aus Renaissance- und Barockarchitektur. 

Der Nordwestturm des Palace of Holyroodhouse von außen
Das ist der Nordwestturm, wo sich die Gemächer von Maria Stuart und ihrem Ehemann Lord Darnley befanden
Das Himmelbett im Nordwestturm
Und so sieht es im Inneren des Turms aus – dieses Himmelbett im Schlafzimmer des Königs steht hier vermutlich schon seit 1672

Apropos Mary Queen of Scots – ihre Räumlichkeiten gehören zu den Highlights der Führung durch den Holyrood Palace, die du mit einem hervorragend gestalteten Audioguide bestreiten kannst. Dabei erfährst du zum Beispiel, während du die Treppe zu Marias einstigen Gemächern emporsteigst, wie sie hier Zeugin der Ermordung ihres Privatsekretärs wurde – in Auftrag gegeben von ihrem eifersüchtigen zweiten Ehemann Lord Darnley. 

Weitere spannende Einblicke erhältst du bei der Besichtigung zum Beispiel in den Speisesaal, den Thronsaal und die Galerie, wo insgesamt 111 Portraits schottischer Monarchen hängen und große Bankette veranstaltet werden.

Blick in den beeindruckenden Saal des Holyrood PalaceDie Große Galerie ist der größte Raum im Holyrood Palace – die Decke ist hier über 6 Meter hoch
Blick auf die Ruine des Holyrood AbbeyDas sind die Überreste der ursprünglichen Holyrood Abbey, die 1128 von König David I erbaut wurde

Außerdem kannst du auf dem Gelände des Palastes noch heute die Ruinen der alten Holyrood Abbey bestaunen und bei einem Spaziergang durch den Schlosspark die Gärten und den Ausblick auf den angrenzenden Holyrood Park bewundern – mehr darüber gleich.

Zuerst noch ein spannender Fun Fact: wir wissen ja bereits, dass der Holyrood Palace die offizielle Residenz der britischen Königsfamilie in Schottland ist. Tatsächlich hält sich die Queen auch mindestens einmal im Jahr hier auf – und zwar im Juni, wenn die sogenannte Holyrood-Woche stattfindet und die Königin hier zum Beispiel Gartenpartys mit bis zu 8.000 Gästen veranstaltet.

Gegenüber vom Holyrood Palace befindet sich übrigens das schottisches Parlament, das über regionale Angelegenheiten entscheidet. Das markante Parlamentsgebäude wurde von einem katalanischen Architekten entworfen und 2004 von Königin Elisabeth II. eingeweiht.

3. Arthur’s Seat

Direkt an den Holyrood Palace schließt der Holyrood Park (Google Maps) an, ein 260 Hektar großes Areal, das früher für die königliche Jagd genutzt wurde.

Charakteristisch für den Park ist nicht nur der gelb blühende Ginster, sondern vor allem das hügelige und felsige Terrain, das stark an die schottischen Highlands erinnert und auf vulkanische Aktivität vor 300 Millionen Jahren zurückgeht. Schon von weitem siehst du zum Beispiel die Salisbury Crags. Das sind 46 Meter hohe Klippen, die sich zu einem Tafelberg formen und tolle Sicht auf Edinburgh bieten. 

Arthur’s Seat
Im Hintergrund ragt der Arthur’s Seat empor, während du im Vordergrund die charakteristischen Salisbury Crags siehst

Außerdem versteckt sich im Holyrood Park mit dem St Margaret‘s Loch noch ein echter Geheimtipp – mehr dazu liest du bei den 15 Geheimtipps in Edinburgh. Auch zwei weitere Seen, das Dunsapie Loch und das Duddingston Loch, gehören zum weitläufigen Gelände. Das berühmte Loch Ness ist leider ein bisschen weiter entfernt – von Edinburgh etwa fünf Autostunden.

Der Star im Holyrood Park ist jedoch zweifelsohne der Arthur’s Seat. Der Hausberg von Edinburgh ist 251 Meter hoch und besteht aus einem erstarrten Lavadom aus dem Karbon-Zeitalter, ebenso wie die Felsformation, die die Grundlage des Edinburgh Castle bildet.

Wanderweg hinauf auf den Arthur's Seat
Aufstieg zum Arthur’s Seat über die Ostseite

Wenn du die Zeit hast, solltest du unbedingt den Gipfel des Arthur’s Seat erklimmen. Dafür gibt es mehrere Wege: einen langen über die Salisbury Crags, einen steilen über die Südwestseite oder den wohl leichtesten über die östliche Seite beim Dunsapie Loch. Allerdings ist es auch hier stellenweise sehr unwegsam – gutes Schuhwerk und ausreichend Zeit sind hier also essentiell. 

Außerdem ist es am Gipfel meist extrem windig. Auf den höchsten Punkt der Salisbury Crags trifft das zwar auch zu – allerdings ist die Aussicht hier genauso gut und der Weg nicht ganz so beschwerlich. Ich persönlich bevorzuge daher die Crags gegenüber dem Arthur’s Seat!

Ausblick vom Arthur's Seat
Die Aussicht vom Arthur’s Seat ist atemberaubend – weiter unten siehst du die tiefer gelegenen Salisbury Crags und ganz hinten rechts kannst du sogar einen Blick auf die Forth-Brücken erhaschen, über die es später noch mehr zu lesen gibt

Eine spannende Info über den Arthur’s Seat habe ich dir aber noch vorenthalten, denn der Berg birgt ein gruseliges Geheimnis. Im Jahr 1836 entdeckte man hier in einer Felsspalte 17 kleine Särge, in deren Inneren kleine Holzpuppen lagen. Bis heute ist nicht geklärt, was es damit auf sich hat. Selbstverständlich ranken sich viele Mythen und Theorien darum – im Volksmund werden sie „Feensärge“ genannt und viele vermuten einen Bezug zu den berüchtigten Serienkillern Burke und Hare, die im 19. Jahrhundert in Edinburgh ihr Unwesen trieben.

Acht der 17 Särge kannst du heute im National Museum of Scotland sehen, zu dem du hier auch später noch mehr lesen wirst. Der Verbleib der übrigen Särge ist unklar.

4. Royal Mile mit St Giles‘ Cathedral

Von unserem Abstecher ins Grüne kehren wir wieder zurück in die historische Altstadt. Du kennst dort ja bereits das Edinburgh Castle und den Holyrood Palace. Genau zwischen den beiden Sehenswürdigkeiten verläuft eine weitere Top-Attraktion von Edinburgh: Die Royal Mile (Google Maps).

Diese Straße heißt so, weil sie eben diese beiden königlichen Schlösser miteinander verbindet und zudem wirklich knapp eine Meile lang ist. Sie wird auch High Street genannt und ist ein Touristen-Hotspot. Auch Festzüge und Paraden finden hier häufig statt.

Wenn du vom Edinburgh Castle startest und die Royal Mile hinabläufst, wirst du schon aus der Ferne das malerische Gebäude der ehemaligen Highland Tolbooth Church sehen. Die Kirche ist allerdings 1979 ausgezogen. Das 1839 bis 1844 erbaute Gebäude dient der Stadt heute als Veranstaltungsort unter dem Namen „The Hub“. Die stattliche Erscheinung der Kirche prägt das Stadtbild und ist weiterhin eine Top-Sehenswürdigkeit.

Highland Tolbooth Church
Das imposante Gebäude der Highland Tolbooth Church wird heute für Veranstaltungen genutzt

Ein Stück weiter unten auf der „königlichen Meile“ wartet auch schon das nächste Gotteshaus. Es ist die St Giles‘ Cathedral, die Hauptkirche der Church of Scotland. Bereits im Jahr 854 stand an dieser Stelle eine Kirche, wie eine Urkunde aus der Zeit belegt. Eine Besonderheit versteckt sich auf dem Parkplatz hinter der Kathedrale – dort befand sich früher der Friedhof, auf dem auch der schottische Reformator John Knox begraben wurde. Heute zeugt davon nur noch eine relativ unscheinbare Plakette in der Parkbucht 23. 

Die St Giles‘ Cathedral brannte in ihrer langen Geschichte ab, wurde wieder aufgebaut und immer wieder umgebaut. Die auffälligen Glasfenster stammen erst aus dem späten 20. Jahrhundert. Dahinter steckt der isländische Künstler Leifur Breidfjörd. Angeblich diente das Innere der Kirche auch als Vorlage für J.K. Rowlings Harry Potter. Davon soll die riesige Halle in Hogwarts inspiriert sein.

Info: Um in der Kirche die Sehenswürdigkeiten fotografieren zu dürfen, musst du 2 Pfund zahlen.

St Giles Cathedral
Die Fenster der St Giles Cathedral sind atemberaubend schön, aber nicht so alt, wie man denkt

Aber apropos John Knox: noch weiter südlich auf der Royal Mile befindet sich ein Haus, in dem der Reformator im 16. Jahrhundert kurzzeitig gelebt haben soll. Heute beherbergt das John Knox House daher ein kleines Museum zur Reformation und zum Leben in Edinburgh vor 400 Jahren.

Gegenüber von The Hub sticht uns das Café The Little Inn ins Auge. Ein kleiner süßer Laden, in dem wir leckere Sandwiches und Trinkschokolade bestellen. Genau das richtige bei diesen eisigen Temperaturen im November.

Besitzer The Little Inn
Die Besitzer des „The Little Inn“
Schild Schottischer Humor
Schottischer Humor

5. Victoria Street

Unweit der Royal Mile liegt eine der wohl schönsten Straßen von Edinburgh: die Victoria Street (Google Maps).

Die auffällige Gestaltung der Victoria Street orientiert sich am flämischen Stil und charakterisiert sich durch bunte Fassaden, schwungvollen Bögen und Kopfsteinpflaster. Hinter dem farbenfrohen Anstrich verbergen sich spannende kleine Läden – zum Beispiel ein kleines Käsegeschäft, ein süßes Café oder ein echt schottischer Juwelier.

Gleichzeitig behält die Victoria Street aber den Charme vergangener Zeiten. Zwischen den Gebäuden stößt man immer wieder auf enge, mittelalterliche Gässchen, die zu mehr oder weniger versteckten Orten führen.

Die bunten Häuser in der Victoria StreetDie Victoria Street mit ihren bunten Läden ist eine der meistfotografierten Straßen Edinburghs
Anderer Blickwinkel von oben auf die Victoria StreetDie Victoria Street von oben
 – ändere immer deinen Blickwinkel, es lohnt sich
Blick aus der Luft auf die Victoria StreetVon hier hast du auch einen tollen Blick auf die George Heriot‘s School

Etwa in der Mitte der Straße gibt es zum Beispiel einen Durchgang, der über eine steinerne Treppe nach oben führt. Hier befindet sich sozusagen das Obergeschoss der Victoria Street: die Victoria Terrace. Sie beherbergt weitere Geschäfte und Restaurants. Allerdings eröffnet sich von hier auch eine ganz neue Perspektive und ein fantastischer Blick auf die darunter liegende Victoria Street sowie weitere Sehenswürdigkeiten wie die George Heriot‘s School, über die wir gleich noch mehr erfahren. 

Berühmt ist die Victoria Street aber nicht nur dank ihrer wunderschönen Architektur und malerischen Lage, sondern vor allem durch die Harry-Potter-Buchreihe. Denn die Straße soll J.K. Rowling als Inspiration für die Winkelgasse gedient haben. Nachdem die Autorin Anfang der 90er bereits in Porto an den Romanen geschrieben hatte, zog sie nämlich 1993 nach Edinburgh und fand dort allerlei Anregungen für die magische Zaubererwelt.

Ein Harry Potter Laden in der Victoria Street
In einigen Geschäften der Victoria Street kannst du so richtig in die Harry-Potter-Welt eintauchen

In der 40 Victoria St findest du heute einen Shop, der als Harry-Potter-Museum ausgewiesen ist. Es lohnt sich. Weitere Spots für Harry-Potter-Fans in Edinburgh sind das Café The Elephant House, in dem J.K. Rowling den Plot ihrer Idee auf Servietten schrieb, oder das luxuriöse Balmoral Hotel, in dem die Autorin später übernachtete – heute heißt ihr altes Zimmer mit der Nummer 552 sogar The J.K. Rowling Suite.

Und für die Hardcore-Fans: im The Dog House kannst du Butterbeer probieren! 

6. Greyfriars Kirkyard

Ebenfalls ganz oben auf der Liste der Harry-Potter-Inspirationen steht der Greyfriars Kirkyard (Google Maps). 

Hier scheint sich J.K. Rowling nämlich Ideen für einige Namen ihrer Figuren geholt zu haben. Du findest hier beispielsweise die Gräber von Anne Potter oder Thomas Riddell – letzter könnte wohl die Inspiration für den berüchtigten Lord Voldemort gewesen sein, der als Tom Riddle geboren wurde. Auch William McGonagall, der als schlechtester Dichter aller Zeiten bekannt wurde, ist hier begraben und war Namensgeber der beliebten Hauslehrerin von Gryffindor. Wenn du dich auf dem Friedhof umsiehst, findest du sicher noch weitere Grabsteine, die dich an Namen aus Harry Potter erinnern!

Der berühmte Grabstein auf dem Greyfriars Kirkyard
Dieser Grabstein auf dem Greyfriars Kirkyard könnte Harry Potter seinen Namen gegeben haben
Die George Heriot’s School von außen
Die George Heriot’s School diente angeblich als Vorlage für Hogwarts

Gleich nebenan befindet sich übrigens ein Gebäude, das für einen der zentralsten Bausteine von Harry Potter verantwortlich ist: Die Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei. Diese soll auf der George Heriot’s School basieren, die direkt neben dem Greyfriars Kirkyard liegt. Denn auch hier gibt es vier Häuser in den Farben grün, weiß, rot und blau – ganz ähnlich wie die vier Hogwarts-Häuser. 

Was dir auf dem Greyfriars Kirkyard vermutlich auch ins Auge stechen wird, sind die Eisengitter über einigen Grabstätten. Sie waren im frühen 18. Jahrhundert dazu da, Leichenräuber aufzuhalten – dieses Gewerbe war damals weit verbreitet, da frische Leichen für medizinische Zwecke benötigt wurden und viel wert waren. 

Zum Abschluss aber noch eine etwas schönere oder zumindest rührende Geschichte: die des Greyfriars Bobby. Er war ein Terrier im 19. Jahrhundert, der seinem Herrchen sogar nach dessen Tod die Treue hielt. Nachdem dieser gestorben war, kam Bobby 14 Jahre lang jeden Tag an sein Grab, bis er schließlich selbst seinem hohen Alter erlag. Sowohl Bobby als auch sein Herrchen John Gray sind auf dem Friedhof begraben. Außerdem wurde für Bobby eine Statue vor dem Greyfriars Kirkyard errichtet – seine Nase zu berühren bringt übrigens Glück.

Die Figur des Greyfriars Bobby ist eine Top-Sehenswürdigkeit in Edinburgh
Die Statue des Greyfriars Bobby ist eine Top-Attraktion in Edinburgh

Tipp: Ein weiterer bekannter Friedhof in Edinburgh, der einen Besuch wert ist, ist der Old Calton Burial Ground (Google Maps). Hier findest du nicht nur einen riesigen Obelisken, sondern auch das Mausoleum von David Hume und angrenzend das alte Calton Gefängnis.

Old Calton Burial Ground
Auf dem Old Calton Burial Ground finden wir hunderte Jahre alte Grabsteine

7. Cockburn Street

Außer der Victoria Street gibt es eine weitere malerische Straße, die du gesehen haben musst. Die Cockburn Street (Google Maps) zweigt von der Royal Mile ab und führt über steile Kurven hinab zur Waverley Station, dem Hauptbahnhof von Edinburgh. 

Blick in die Kurve der Cockburn Street
In der kurvigen Cockburn Street findest du ähnlich wie in der Victoria Street bunte Fassaden, kleine Läden und viel Kopfsteinpflaster
Fassade eines Cafès in der Cockburn Street
Das Café The Milkman in der Cockburn Street ist eins der beliebtesten Fotomotive der Straße und besonders bei Dämmerung ein absolutes Highlight

Auch hier findest du unter anderem einen Harry-Potter-Shop und weitere kleine Läden, die es sich zu entdecken lohnt. Zum Beispiel solltest du bei Loch Fyne Whiskies vorbeischauen, der Filiale einer Whiskybrennerei aus dem Norden von Schottland. Mein Tipp: der Chocolate & Orange Liqueur schmeckt super und eignet sich auch für Whisky-Einsteiger. 

Benannt ist die Straße übrigens nach Lord Cockburn, einem angesehenen Richter aus dem 19. Jahrhundert. Er setzte sich dafür ein, Straßen wie die Cockburn Street nachhaltig zu bauen und damit nicht der Umwelt oder dem historischen Stadtbild zu schaden. 

Blick auf das untere Ende der Cockburn Street
Das ist das untere Ende der Cockburn Street. Am Gebäude links kannst du über der Tür den Kopf von Lord Cockburn erkennen
Das Scott Monument - hier im Bild- zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Edinburgh
Blick auf das Scott Monument vom unteren Ende der Cockburn Street

Das Konterfei von Lord Cockburn ziert noch heute den Eingang zur 1 Cockburn Street, wo es über der Tür in Stein gemeißelt und damit verewigt wurde. Dort befindet sich übrigens das Büro des Edinburgh Military Tattoo, das wir im Abschnitt über das Edinburgh Castle schon kennengelernt haben. Eine wichtige Info noch: das „ck“ von Cockburn wird nicht ausgesprochen – es heißt also „Co-burn“.

Auch Filmemacher waren in der Vergangenheit bereits begeistert von der Schönheit der Cockburn Street. 2017 wurden hier zum Beispiel Szenen für den bekannten Film Avengers: Infinity War gedreht.

Last but not least hast du von der Cockburn Street auch eine hervorragende Aussicht auf die nächste Sehenswürdigkeit: Das Scott Monument. Was es mit diesem Wahrzeichen von Edinburgh auf sich hat, erfährst du direkt im Anschluss!

8. Scott Monument

Am unteren Ende der Cockburn Street angekommen, befinden wir uns am Bahnhof Waverley Station. Er wurde nach dem Titel des ersten Romans von Sir Walter Scott benannt, einem sehr bekannten und erfolgreichen schottischen Schriftsteller. Ihm wurde auch ein riesiges Denkmal gewidmet, das gleich neben dem Bahnhof zu finden ist: das Scott Monument (Google Maps).

Heute zählt es nicht nur zu den Wahrzeichen von Edinburgh, sondern ist mit einer Höhe von 61 Metern auch das größte von vielen Denkmälern in Schottland für Sir Walter Scott. Außerdem ist es das zweitgrößte Denkmal überhaupt, das jemals für einen Schriftsteller errichtet wurde. Noch größer ist nur das José-Martí-Denkmal in Havanna. 

Scott Monument
Das Scott Monument ist eines der markantesten Bauwerke der Stadt

Kurios ist auch die Baugeschichte des Scott Monuments. Nach dem Tod von Sir Walter Scott im Jahr 1832 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, mit dem man das beste Design für das Denkmal finden wollte. Der beste Entwurf stammte aber von einer Person, die unter dem Pseudonym John Morvo teilgenommen hatte – das war ein bekannter Architekt im Mittelalter. Schließlich stellte sich heraus, dass sich dahinter George Meikle Kemp verbarg. Er hatte sich aber nicht getraut, mit seinem echten Namen anzutreten, da er kein ausgebildeter Architekt war.

Trotzdem waren alle so begeistert von seinem Vorschlag, dass er den Wettbewerb gewann und 1838 den Vertrag für den Bau des Monuments unterschrieb. Der Grundstein wurde 1840 gelegt und 1846 konnte das Denkmal dann feierlich eingeweiht werden. 

Es besteht aus einem großen steinernen Turm, der begehbar ist und über 287 Stufen bis zur höchsten von mehreren Aussichtsplattformen führt. Dafür wird aber eine kleine Gebühr fällig.

Blick auf die beleuchtete Sir Walter Scott Statue in der Nacht
Die Statue in der Mitte des Scott Monuments zeigt den Schriftsteller mit seinem Hund, den du hier bei genauem Hinsehen links erkennen kannst

In der Mitte des Turms befindet sich eine Statue von Sir Walter Scott, die ihn mit seinen Schreibutensilien und seinem Hund Maida zeigt. Sie besteht aus weißem Carrara-Marmor und wurde von John Steell entworfen. Du solltest dir aber nicht nur die schöne Statue, sondern auch das restliche Denkmal genau anschauen, denn es ist mit insgesamt 64 Figuren und Charakteren aus Scotts Romanen geschmückt, die allesamt von schottischen Bildhauern geschaffen wurden. 

9. Princes Street Gardens

Direkt hinter dem Scott Monument befindet sich die Haupteinkaufsmeile von Edinburgh, die Princes Street. Sie trennt die Old Town von der New Town, also die historische Altstadt vom neueren Teil Edinburghs. 

Blick auf die Princes Street Gardens
Die Princes Street Gardens sind eine grüne Oase mitten in Edinburgh – hier mit Aussicht auf die Old Town

Parallel zur Princes Street verlaufen die Princes Street Gardens (Google Maps), der gleichnamige öffentliche Park. An seiner Stelle befand sich früher der See Nor Loch, in den das ganze Abwasser der höher gelegenen Altstadt floss – schließlich gab es damals noch keine Kanalisation. Für den Bau der New Town wurde der See trockengelegt und bildete die ideale, nährstoffreiche Grundlage für den Park, der heute deshalb besonders grün ist.

Die Princes Street Gardens liegen am Fuß des Edinburgh Castles und eröffnen tolle Blicke auf die Burg und das historische Zentrum der Stadt. Nicht zuletzt deshalb sind die Princes Street Garden zum beliebten Treffpunkt geworden. Auch Konzerte und Feste finden hier statt, zum Beispiel während Hogmanay, den schottischen Neujahrs-Feierlichkeiten.

Edinburgh Castle
Blick auf das Edinburgh Castle von den Princes Street Gardens

In den Princes Street Gardens findest du mehrere Denkmäler und Skulpturen, eine Freiluftbühne, ein Kriegsdenkmal und eine Blumenuhr, die jedes Jahr neu gestaltet wird. Die Uhr gibt es seit 1903 – damals war sie sogar die einzige Blumenuhr der Welt.

Ein Geheimtipp in den Gärten der Prinzenstraße ist das hübsche Head Gardener’s Cottage. Es ist auch als Great Aunt Lizzie‘s House bekannt, weil hier Szenen der bekannten britischen Kinderserie Teacup Travels gedreht wurden, in denen die Hauptfigur Tante Lizzie hier wohnt.

Schau dir unbedingt das Gardener’s Cottage in den Princess Street Gardens an
Das malerische Gardener’s Cottage am Rand der Princes Street Gardens ist ein super Foto-Tipp
Der Ross Brunnen zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Edinburgh
Der charakteristische Ross-Brunnen gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten in den Princes Street Gardens

Einen Stopp musst du auch unbedingt beim Ross-Brunnen einlegen, der sich am westlichen Ende der Princes Street Gardens befindet. Es ist ein eiserner Springbrunnen aus dem 19. Jahrhundert, der mehrere (Meerjung-)Frauen zeigt. Vier von ihnen verkörpern die Wissenschaft, die Künste, die Dichtung und die Industrie.

Der Brunnen war 1862 schon bei der Great Exhibition in London ausgestellt worden, bevor er nach Edinburgh kam. Dafür musste er in sage und schreibe 122 Einzelteile zerlegt werden! Benannt wurde er übrigens nach dem Edinburgher Waffenfabrikanten Daniel Ross, der ihn auf der Ausstellung entdeckt und erworben hatte.

10. Calton Hill

Erinnerst du dich an den Old Calton Burial Ground? Den Friedhof habe ich dir schon als Tipp vorgestellt. Er liegt am Fuße des Calton Hill (Google Maps), der mit 103 Metern eine der markantesten Erhebungen Edinburghs darstellt.

Wenn du den Treppenstufen aus der Regent Road folgst, gelangst du auf den „Gipfel“ des Calton Hill. Eigentlich ist es aber eher ein Plateau, auf dem sich mehrere neoklassizistische Denkmäler und Bauten befinden. 

Zu den Highlights zählt das Dugald Stewart Monument, das dem gleichnamigen schottischen Philosophen gewidmet ist. Es hat die Form eines griechischen Tempels und wurde vom Lysikratesmonument in Athen inspiriert. Wirklich beeindruckend wirkt das Denkmal aber erst in Zusammenspiel mit der Kulisse von Edinburgh.

Blick vom Calton Hill auf Edinburgh
Blick vom Calton Hill auf das historische Edinburgh

Vom Architekten des Dugald Stewart Monument, dem Schotten William Henry Playfair, wurde auch das National Monument of Scotland entworfen. Es befindet sich nur wenige Meter entfernt ebenfalls auf dem Calton Hill. Auch hier diente das antike Griechenland als Inspiration – in diesem Fall das Parthenon. Allerdings reichte das Budget nicht aus: das Nationaldenkmal, das den Gefallenen der Napoleonischen Kriege gedenken sollte, blieb unvollständig und gilt heute als Bausünde. 

Auf dem Calton Hill stehen einige wichtige Monumente
Von links nach rechts: Der Parliament Cairn, der an die Einrichtung des schottischen Parlaments erinnern soll, das Nelson Monument und das unvollendete National Monument of Scotland

Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Calton Hill ist das Nelson Monument. Es steht am höchsten Punkt des Hügels und ist Horatio Nelson gewidmet, einem britischen Admiral, der im 18. Jahrhundert mehrere wichtige Seeschlachten für sich entscheiden konnte. An der Spitze des Turmes befindet sich ein Zeitball, der die Uhrzeit signalisiert. 

Schließlich findest du auf dem Calton Hill noch das Stadtobservatorium von Edinburgh. Es war einst die größte Sternwarte der Stadt, bevor es wegen der hohen Lichtverschmutzung vom Royal Observatory abgelöst wurde. Mittlerweile wurde es in das sogenannte Collective, eine zeitgenössische Kunstgalerie, umgewandelt. Es gibt dort verschiedene Ausstellungen, Führungen und Events.

Am bekanntesten ist der Calton Hill aber wahrscheinlich für seine atemberaubende Rundumsicht. Erkunde hier also am besten die verschiedenen Aussichtspunkte auf den Hafen von Leith, den Firth of Forth, die historische Altstadt von Edinburgh und den Arthur’s Seat.

11. Portobello Beach 

Ein Hidden Gem, das trotzdem zu den absoluten Top-Sehenswürdigkeiten in Edinburgh gehört, ist Portobello (Google Maps).

Die Kleinstadt mit dem Spitznamen „Porty“ war früher mal komplett eigenständig, gilt aber heute als Vorort von Edinburgh. Portobello befindet sich rund fünf Kilometer östlich vom Stadtzentrum.

Der Portobello Beach mit Meer
Der bekannte Portobello Beach lädt nicht nur im Sommer zum Baden ganz in der Nähe von Edinburgh ein

Der Ort liegt direkt am Firth of Forth, einem Meeresarm der Nordsee. Schon seit der Römerzeit war Portobello, damals noch unter dem Namen Bodotria, deshalb ein beliebter Badeort. Noch heute ist der knapp 2 Kilometer lange Sandstrand ein beliebtes Ausflugsziel – und das nicht nur im Sommer! Zu Neujahr findet hier zum Beispiel einer der vielen Loony Dooks statt, bei denen tausende Menschen (oft verkleidet) sich ins eiskalte Wasser wagen.

Auch ich habe mich im Januar getraut, am Portobello Beach für ungefähr 30 Sekunden ins Wasser zu gehen. Bei einer Außentemperatur von 8°C und einer Wassertemperatur von etwa 6°C war das zwar wirklich eisig, aber eine unvergessliche Erfahrung. Ich persönlich kann dir nur empfehlen: trau dich!

Die Strandpromenade mit hübschen Häusern am Portobello Beach
Nicht nur der Blick aufs Meer ist sehenswert, sondern auch die bezaubernde Strandpromenade von Portobello

Wem das dann doch ein bisschen zu kalt ist, der kann dick angezogen trotzdem am Strand entlangspazieren, Muscheln sammeln und die tolle Aussicht genießen. Oder du setzt dich einfach in eines der vielen Cafés an der schönen Promenade von Portobello, die mit ihren georgianischen und viktorianischen Bauten entlang des Sandstrands verzaubert.

Zum Portobello Beach gelangst du übrigens schnell und einfach mit dem Bus, zum Beispiel mit den Linien 26, 45 oder 124. Sie halten in der Portobello Highstreet, die über die Bath Street direkt mit dem Strand verbunden ist.

12. Royal Botanic Garden

Vom Blauen geht es direkt weiter ins Grüne. Der Royal Botanic Garden Edinburgh (Google Maps), also der Königliche Botanische Garten von Edinburgh, ist nämlich eine der schönsten grünen Oasen in der schottischen Hauptstadt. 

Gegründet wurde er bereits 1670 zum Anbau von Heilpflanzen. Damit ist er der zweitälteste botanische Garten des Vereinigten Königreichs – älter ist nur der Botanische Garten der Universität Oxford. Noch heute ist der Royal Botanic Garden von Edinburgh damit nicht nur eine touristische Attraktion, sondern vor allem eine wissenschaftliche Einrichtung. 

Ausblick vom Royal Botanic Garden EdinburghDer Royal Botanic Garden Edinburgh ist nicht nur ein tolles Ausflugsziel…

Der Royal Botanical Garden ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Edinburgh…sondern hält auch spektakuläre Aussichten wie diese bereit

Der Königliche Botanische Garten hat außerdem noch drei weitere Standorte in Schottland: Dawyck, Logan und Benmore. Alleine in Edinburgh findest du aber schon über 13.300 verschiedene Pflanzenarten und ein Herbarium mit mehr als 3 Millionen trockenkonservierten Pflanzen.

Eines der Highlights im Royal Botanic Garden ist das Temperate Palm House aus dem Jahr 1858. Bis heute ist es das größte Palmenhaus in Großbritannien. 

Das Palmenhaus im Royal Botanical Garden
Blick auf das viktorianische Palmenhaus im Royal Botanic Garden Edinburgh, das größte seiner Art in Großbritannien

Ein weiteres beeindruckendes Gebäude im botanischen Garten ist das Inverleith House. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert und steht etwa in der Mitte des großen Parkgeländes. Es wird heute hauptsächlich als Ausstellungsort für moderne Kunst genutzt. 

Inverleith House im Botanischen Garten
Das Inverleith House im Königlichen Botanischen Garten von Edinburgh

Mein persönliches Highlight im Royal Botanic Garden ist allerdings der Rock Garden, der Steingarten. Hier wurden felsige Landschaften nachgebildet, weshalb hier insbesondere Alpenpflanzen wachsen und gedeihen. Insgesamt sogar 5.000 verschiedene Arten! Noch spektakulärer wird das Ganze durch den Wasserfall, den daraus entstehenden Bach und den kleinen See.

Der Wasserfall im Rock Garden in Edinburgh
Der Wasserfall im Rock Garden – dieser Ort ist einfach unglaublich idyllisch
Ruhe im Dr. Neil's Garden in Edinburgh
Dr Neil’s Garden liegt am Fuße des Arthur’s Seat und ist ein echter Geheimtipp für ruheliebende Botanik-Fans

Tipp: Eine tolle Alternative zum großen Royal Botanic Garden ist der sehr kleine, versteckte Dr Neil’s Garden im Südosten von Edinburgh (Google Maps). Er liegt direkt am malerischen Duddingston Loch und wird auch als „Schottlands geheimer Garten“ bezeichnet.

13. Royal Yacht Britannia in Leith 

Weiter geht es in Leith (Google Maps), einem Stadtteil von Edinburgh. Ähnlich wie Portobello war auch Leith früher ein eigenständiger Ort, der im 13. Jahrhundert sogar zu den wichtigsten Häfen Schottlands zählte.

Eine Straße im Edinburgh Stadtteil Leith
Der Edinburgher Stadtteil Leith hat eine turbulente Geschichte hinter sich

Später verlor Leith an Bedeutung und wurde zu einer armen, heruntergekommenen Gegend. Erst am Ende der 90er begann man, wieder in den Stadtteil zu investieren und ihn für Touristen attraktiver zu machen. Heute legen im Hafen von Leith beispielsweise wieder mehr als 50 Kreuzfahrtschiffe pro Jahr an.

Ebenfalls zu den Umgestaltungsmaßnahmen gehörte die Stationierung der Britannia in Leith. Die Royal Yacht Britannia war die 83. Yacht der Königsfamilie und rund 40 Jahre lang auf der ganzen Welt unterwegs. Der schwimmende Palast war von 1954 bis 1997 Einsatz und transportierte seine Passagiere zu 696 Besuchen im Ausland und 272 im Inland. Prinz Charles verbrachte auf der Yacht sogar seine Flitterwochen mit Diana.

Heute liegt die Britannia als Museumsschiff in Leith vor Anker. Du kannst dir das Schiff ansehen und dich in einer großen Ausstellung über die Geschichte der Yacht und der Königsfamilie informieren. Dabei erhältst du auch Einblick in die Räume, in denen die königliche Familie residiert hat. Mit dabei ist zum Beispiel das Schlafzimmer der Queen sowie ihr Lieblingsraum, eine Veranda auf dem Oberdeck. 

Die Royal Yacht Britannia im Hafen
Näher kommst du an die Royal Yacht Britannia von außen nicht ran – dazu musst du ein Ticket kaufen und das Schiff besichtigen

Ebenfalls sehr sehenswert sind die Kommando-Brücke, der Drawing-Room, der Medical Room, die Schiffsküche und die große Schiffsglocke. Übrigens lag Queen Elizabeth das Schiff wirklich am Herzen – obwohl sie sich in der Öffentlichkeit sonst eher reserviert zeigt, war bei ihr eine kleine Träne zu sehen, als sie am 11. Dezember 1997 zum letzten Mal von Bord ging.

Tipp: Wenn du schon mal so nah am Meer bist, solltest du dir eine leckere Portion Fish & Chips nicht entgehen lassen. Das traditionelle Gericht bekommst du zum Beispiel im schönen Teuchters Landing (Website).

14. Firth of Forth

Forth Bridge
Die Brücke ist mit ihren vielen Streben ein imposantes Bauwerk und eine Top-Sehenswürdigkeit in Edinburgh
Dieses Foto kannst du hier bestellen

Wir sind ihm schon ein paar Mal im Text begegnet, und auch in natura solltest du ihn dir nicht entgehen lassen: den Firth of Forth (Google Maps).

Der Meeresarm bildet gleichzeitig den Übergang des Flusses Forth in die Nordsee und prägt die Landschaft rund um Edinburgh. Geologisch gesehen ist der Firth of Forth übrigens ein Fjord, weil er in der Eiszeit durch den seewärts wandernden Forth-Gletscher gebildet wurde. Wer hätte gedacht, dass es in Schottland einen Fjord gibt?

Zusätzlich zu der tollen Landschaft des Meeresarms gibt es hier aber noch etwas, das als absolutes Wahrzeichen der Region gilt. Und zwar die drei Forth-Brücken westlich von Edinburgh in der Nähe des Flughafens. Jede von ihnen spiegelt ein Jahrhundert wider und ist auf ihre eigene Art und Weise einzigartig.

Am wohl bekanntesten ist die Forth Bridge, die mit ihrem roten geschwungenen Design sofort ins Auge sticht. Sie ist 2523 Meter lang und wurde zwischen 1823 und 1890 gebaut – 40 Jahre vor der Golden Gate Bridge in San Francisco. Das Bauwerk war zu seiner Zeit die längste Brücke der Welt und ein technisches Wunderwerk. Zudem war sie die erste Brücke, die im Gegensatz zum bis dahin verwendeten Schmiedeeisen komplett aus Stahl gefertigt wurde.

Forth Bridge
Die Forth Bridge im Dämmerlicht
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Forth Bridge
Kurz nach Sonnenaufgang erstrahlt die Forth Bridge in den schönsten Farben

Rund 100 Jahre später wurde die nächste Brücke, die Forth Road Bridge, gebaut und 1964 eröffnet. Auch sie ist über 2,5 Kilometer lang, diente aber nicht wie die Forth Bridge als Eisenbahnbrücke, sondern als Straßenbrücke. Allerdings gab es bauliche Mängel, die dazu führten, dass die Hängebrücke buchstäblich unter den Fahrzeugen ins Meer bröckelte. Bis heute ist sie deshalb nur für Fußgänger, Fahrradfahrer, Taxis und Busse geöffnet. 

Die Brücke Queensferry Crossing in Edinburgh
Die graue Forth Road Bridge im Vordergrund wurde 2017 vom Queensferry Crossing (hier weiß im Hintergrund) ersetzt und dient heute als Hauptverkehrsbrücke im Firth of Forth

Entlastet wurde die bröckelnde Brücke 2017 vom Queensferry Crossing. Das ist mit 2,7 Kilometern die längste der drei Forth-Querungen und kann dank der Windschutzzäune auch bei hohen Windgeschwindigkeiten – wie sie hier nicht allzu selten sind – befahren werden.

15. Edinburghs Museen

Zuletzt habe ich noch eine „Sehenswürdigkeit“ für dich, die du ganz nach deinen Wünschen und deinem Geschmack anpassen kannst – es geht nämlich um die vielen Museen, die Edinburgh zu bieten hat.

Die meisten von ihnen sind nicht allzu weit vom historischen Zentrum entfernt, sodass du sie leicht zu Fuß erreichen kannst. Eins der zentralsten Museen ist zum Beispiel Camera Obscura and World of Illusions (Website). Wie der Name schon sagt, wirst du hier alle möglichen Illusionen und optischen Täuschungen sehen. Ein Highlight ist aber definitiv auch die 360°-Panoramasicht von der Dachterrasse des Museums. 

Ausblick auf Edinburgh vom Dach des Museums Camera Obscura
Dieser Blick vom Dach der Camera Obscura ist nur einer von vielen Gründen, dieses tolle Museum zu besuchen

Ganz in der Nähe befindet sich ein malerischer Innenhof namens Lady Stair‘s Close. Hier findest du das Scottish Writers‘ Museum (Website), wo du in das Leben von drei bekannten schottischen Schriftstellern eintauchen kannst: Robert Burns, Walter Scott und Robert Louis Stevenson.

Ebenfalls ganz neue Welten erforschen kannst du im National Museum of Scotland (Website). Das 1998 eröffnete Museum für schottische Geschichte und Kultur ist wirklich riesig und allein von den Räumlichkeiten her schon total beeindruckend. Der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei. 

Blick in die riesige Halle des Nationalmuseums Schottland in Edinburgh
Im Nationalmuseum von Schottland kannst du sehr viel Zeit verbringen und spannende Dinge lernen
Figur zweier Frauen in der Scottish National Gallery in Edinburgh
Nicht nur bei Regen ein super Zeitvertreib: ein Nachmittag in der Scottish National Gallery in Edinburgh

Nicht weit entfernt gibt es zwei Museen, die du gesehen haben musst, wenn du dich für Medizin und Wissenschaft interessierst. Einmal das Surgeon’s Hall Museum (Website) im Royal College of Surgeons, das die Geschichte der Medizin in Schottland und der westlichen Welt darstellt und viele verschiedene Körperteile ausstellt. 

Und dann das Anatomical Museum der Universität von Edinburgh, das sich der Anatomie widmet und rund 12.000 Ausstellungsstücke umfasst.

Wer sich lieber Gemälde anschaut, ist in der Scottish National Gallery, richtig aufgehoben. Oder in der Scottish National Portrait Gallery, in der es vor allem eins gibt: richtig, Portraits. Aber auch das historische Gebäude, in dem sich das Museum befindet, ist absolut sehenswert. Beide Nationalgalerien sind übrigens kostenlos, aber anmelden solltest du dich vorher trotzdem.

Es gibt noch viele weitere Museen in Edinburgh, aber eines muss auf jeden Fall noch erwähnt werden. Das Museum of Edinburgh ist ebenfalls kostenlos und entführt dich in die spannende Geschichte der Stadt. Es liegt direkt am unteren Ende der Royal Mile.

Bonus: Edinburgh Festival Fringe

Viele reisen extra deswegen an, aber auch wenn du nur zufällig im August in Edinburgh bist, darfst du dir das Edinburgh Festival Fringe nicht entgehen lassen. Das wird ohnehin schwierig sein, denn immerhin ist die Veranstaltung das größte Kulturfestival der ganzen Welt.

Pro Jahr werden mehr als eine Million Karten für „The Fringe“, wie es kurz genannt wird, verkauft. Dabei machen nicht nur etablierte Theater mit, sondern auch Clubs, Gemeinderäume oder sogar private Wohnzimmer werden in temporäre Spielstätten umgewandelt.

Dargeboten wird hauptsächlich Theater und Comedy. Klassiker wie Shakespeare und Co. sind aber ebenso vertreten wie kleinere experimentelle Produktionen. 

Das Ganze dauert drei Wochen und zieht nicht nur internationale Künstler und Performer, sondern auch neugierige Besucher aus aller Welt an. Mit Sicherheit ist auch die ein oder andere Show dabei, die dir gefällt – stöbere am besten einfach mal im Programm für das nächste Edinburgh Fringe!

Unser Hoteltipp in Edinburgh: Black Ivy

Zimmer im Black Ivy Hotel in EdinburghDie Zimmer im Black Ivy Hotel in Edinburgh sind sehr geschmackvoll eingerichtet
Fassade des Hotels Black IvyDas Hotel Black Ivy ist bereits von außen sehr schön anzusehen – die tolle Fassade sieht einladend aus

Einen echten Geheimtipp habe ich auch noch in Sachen Unterkunft. Das kleine Boutique-Hotel Black Ivy (Website) liegt in Bruntsfield, einer ruhigen, sehr grünen Nachbarschaft von Edinburgh. Das historische Zentrum, das sich nordöstlich von hier befindet, erreichst du zu Fuß in etwa 15 bis 20 Minuten. 

Das Black Ivy hat sich ganz dem Konzept „Local Luxury“ verschrieben – und hält was es verspricht. Es gibt insgesamt 21 Zimmer, die individuell gestaltet sind und ihre eigene Geschichte erzählen. 

Die hohen Decken mit Stuck und die alten Holzfenster zum Schieben sind typisch für diese Art von Gebäude und verleihen dem Black Ivy ein absolutes Retro-Feeling. Auch die Deko ist super durchdacht und nicht nur farblich perfekt auf das Konzept abgestimmt. 

Das Black Ivy ist also die perfekte Mischung: familiär, beschaulich und gemütlich, aber auch elegant, stilvoll und luxuriös. 

Blick ins Restaurant des Black Ivy HotelsDas Restaurant im Black Ivy ist sehr schön eingerichtet. Hier verbringst du einen tollen Abend
Bar des Black Ivy HotelsDie Bar des Black Ivy Hotels lässt keine Wünsche offen

Diese Idee findet sich nicht nur in den Zimmern wieder, sondern auch im Restaurant mit Bar und Terrasse, das zum Hotel gehört und wo unter anderem das vielfältige Frühstück à la carte serviert wird. Du kannst hier aber auch super zu Mittag oder zu Abend essen oder bis spät in die Nacht beisammensitzen und leckere Cocktails schlürfen.

Die wunderschöne Dekoration mit Lichterketten, magischem Blauregen und warmen Kaminen rundet das Erlebnis ab und lassen dich eintauchen in eine Welt voller Luxus, in der du dich trotzdem wie zu Hause fühlst.

15 Geheimtipps in Edinburgh

Apropos Geheimtipps – in Edinburgh gibt es natürlich abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten und Touristenströme noch viel mehr zu sehen. Hier schon mal eine kleine Inspiration:

  1. Outlander-Tagesausflug
  2. Craigmillar Castle
  3. Geistertour durch den Untergrund von Edinburgh
  4. Mary King’s Close
  5. Burns Night in Edinburgh
  6. Scotch Whisky Experience
  7. Edinburgh Gin Distillery
  8. Panda & Sons
  9. St Cuthbert’s Kirkyard
  10. Topping & Company Booksellers
  11. St Margaret’s Loch
  12. Dean Village 
  13. Circus Lane in Stockbridge
  14. School of Divinity
  15. Armchair Books

Na, hast du auf dieser Liste etwas entdeckt, was dich interessieren könnte? Dann schau unbedingt bei den 15 spannendsten Geheimtipps in Edinburgh vorbei. Dort zeige ich dir, was es mit diesen Orten auf sich hat und welche Hidden Gems sich noch in Edinburgh verstecken!

5 wichtige Harry-Potter-Spots

Und das ist auch gleich das Stichwort für die Harry-Potter-Spots der Stadt Edinburgh. Denn Edinburgh war definitiv in vielerlei Hinsicht die Inspiration für die Geschichte von Harry Potter und die vielen Bücher der Buchautorin J.K. Rowling. Ich zeige dir nun 5 coole Spots, die du als Harry Potter-Fan auf keinen Fall verpassen solltest.

Das The Elephant House musst du unbedingt besuchen. Hier begann alles mit Harry Potter, denn dort saß J.K. Rowling und schrieb den Plot ihrer Idee auf Servietten. Im Inneren siehst du Bilder an der Wand hängen, die zeigen, wie J.K. Rowling an dem Buch arbeitet. Werfe unbedingt einen Blick in die Toiletten. Denn hier zieren die Unterschriften unzähliger Potter-Fans die Wände. Adresse: 21 George IV Bridge (Google Maps), Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 22 Uhr Freitag und Samstag bis 23 Uhr. Sonntags öffnet das Café erst um 9 Uhr.

Jetzt begeben wir uns nicht unweit des The Elephant Cafés zum nahe gelegenen Greyfriars Kirkyard. Dort auf dem Friedhof findest du Grabsteine, die dich an einige Namen in Harry Potter erinnern. Sie dienten offenbar der Inspiration. So liegt dort William McGonagall, ein britischer Dichter begraben. Aus ihm schuf Rowling Professor McGonagall. Zudem liegt dort auch das Grab von Lord Voldemord aka Tom Riddle (Google Maps). Der Namensgeber heißt in echt Thomas Riddell. Um die Gräber zu finden gehst du im Friedhof in den linken hinteren Teil. Adresse: 62 Candlemaker Row (Google Maps)

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die angeblich das Buch beeinflusst haben soll ist die Victoria Street. So oder so, egal, ob Potter-Fan oder nicht: diese Straße musst du besuchen. Hier reihen sich bunte Häuschen aneinander. Die sind alle ein Hingucker. Die Straße soll als Inspiration für die Winkelgasse gedient haben. Jetzt sind hier natürlich einige Harry Potter Shops ansässig, die Souvenirs verkaufen. Adresse: Victoria St (Google Maps)

Tipp: In der 40 Victoria St findest du einen Shop, der als Harry-Potter-Museum ausgewiesen ist. Es lohnt sich.

Wenn du schon immer mal das Butterbeer aus Harry Potter probieren wolltest, dann bist du im The Dog House richtig. Für einen Pint Butterbeer zahlst du hier 4 Pfund. Unser Tipp: Kauf dir erst eines und teile es mit anderen. Denn Butterbeer hat echt einen strangen Geschmack, den nur die Harcore-Fans mögen. Adresse: 18-24 Clerk St (Google Maps). Das Pub ist Montag bis Samstag von 12 bis 1 Uhr geöffnet. Sonntags macht es um 12:30 Uhr auf.

Und zum Schluss der Top-5-Harry-Potter-Spots schlage ich dir noch das Balmoral Hotel (hier Preise checken*) in der Princes Street vor. Hier, im Zimmer 552, in der heute betitelten The J.K. Rowling Suite, schrieb die Autorin die letzten Bücher. Schließlich war sie irgendwann zu bekannt, um in ihren Lieblingscafés The Elephant House oder im Spoon Café zu schreiben. Die Nacht in der Suite kostet stolze 2000 Pfund für zwei Erwachsene inklusive Frühstück. Dafür hast du im 5-Sterne-Rocco Forte-Hotel Luxus pur mit italienischem Marmorbadezimmer mit Wanne und begehbarer Dusche. Wir raten dir, einfach in die Vorhalle einen Blick zu riskieren. Das Hotel ist auch ohne Übernachtung eine echte Attraktion.

Tipp: wenn du in Schottland weiter reist, ist bestimmt die Harry Potter-Brücke, das Glenfinnan Viadukt sehr spannend für dich.

Mit der Tram nach Edinburgh

Wir waren in Schottland mit einem Camper-Mobil unterwegs. Das war uns ehrlich gesagt zu sperrig für die Stadt. Daher fuhren wir mit dem Camper zum Pendlerparkplatz Ingliston Park & Ride (Google Maps) unweit des Flughafens. Wir parken auf dem kostenlosen Parkplatz und nehmen die Tram nach Edinburgh. So früh am Wochenende ist genug Platz auf dem Parkplatz. Zu anderen Zeiten und an Wochentagen kann es aber mitunter sehr eng werden.

Das Ticket für die Straßenbahn muss man übrigens am Bahnsteig an einem Automaten lösen. Wer ohne Fahrschein in die Tram steigt, zahlt zehn Pfund. Garantiert, weil jede Tram von einem Schaffner kontrolliert wird.

Edinburgh Tram
Mit der Tram fahren wir in die Innenstadt

Geschichte zu Edinburgh

Übrigens reicht die Geschichte von Edinburgh bis in prähistorische Zeiten zurück. Im frühen Mittelalter, als man die Region „Eydin“ nannte, bildete sich dann der heutige Stadtname heraus: „Din Eydin“, also „Burg von Eydin“.

Später erhielt Edinburgh dann den Spitznamen „Auld Reekie“ , was so viel bedeutet wie „Alte Verräucherte“ und auf die vielen Fabriken mit ihren Schornsteinen zurückgeht. Viel schöner sind doch da die Beinamen „Athen des Nordens“ oder „My own romantic town“, wie die Stadt von Theodor Fontane und Sir Walter Scott genannt wurde.

Kuriose Fakten über Edinburgh

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2 Kommentare

  • - Robert

    Hallo ihr Beiden,
    ein sehr schöner Beitrag zu Edinburgh bzw. Schottland. In der Hauptstadt waren wir auch schon und haben uns einiges angesehen, dieses Jahr war eigentlich eine kleine Rundreise geplant (danke für die Tipps!). Mal sehen, was Corona noch daraus macht.

    Liebe Grüße,
    Robert

    • - Florian

      Hi Robert,

      danke dir! Ja, Edinburgh ist wirklich sehr sehenswert. Wir drücken die Daumen, dass es vielleicht Ende des Jahres noch was wird.

      Viele Grüße
      Florian

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